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Stand: 26.10.2014
Inhaltsverzeichnis
FIS-Control 2.x.....................................................................................................................................4
Unterstützte Fahrzeuge....................................................................................................................4
Die verschiedenen Entwicklungsstufen...........................................................................................4
FIS-Control 2.0...........................................................................................................................4
FIS-Control 2.1...........................................................................................................................5
FIS-Control 2.2...........................................................................................................................5
Anschlüsse am FIS-Control.............................................................................................................5
Installation am Beispiel vom Audi A4 (B7).........................................................................................6
1. Schritt...........................................................................................................................................6
2. Schritt...........................................................................................................................................6
3. Schritt...........................................................................................................................................6
4. Schritt...........................................................................................................................................7
5. Schritt...........................................................................................................................................7
6. Schritt...........................................................................................................................................7
7. Schritt...........................................................................................................................................8
8. Schritt...........................................................................................................................................8
9. Schritt...........................................................................................................................................9
10. Schritt.........................................................................................................................................9
11. Schritt.........................................................................................................................................9
CAN-Bus oder 3-Leiter-Bus?.............................................................................................................10
Kodierung des Tachos.........................................................................................................................11
3-Leiter-Bus-Modus.......................................................................................................................11
CAN-Bus-Modus...........................................................................................................................11
Wie kodiere ich den Tacho?...........................................................................................................11
Kodierung mit WBH-Diag........................................................................................................12
Kodierung mit VCDS................................................................................................................14
Bedienung des FIS-Controls...............................................................................................................16
Das Hauptmenü..............................................................................................................................16
Presets............................................................................................................................................16
Messung.........................................................................................................................................16
Fehlerspeicher................................................................................................................................18
Einstellungen.................................................................................................................................19
Steuergerät.................................................................................................................................19
Skala..........................................................................................................................................19
Presets.......................................................................................................................................20
Speichern...................................................................................................................................22
Sensoren....................................................................................................................................22
Maskierung................................................................................................................................24
Startlogo....................................................................................................................................25
Autostart....................................................................................................................................27
Ladedruck..................................................................................................................................27
Titelzeile....................................................................................................................................27
Flashspeicher.............................................................................................................................28
Einheiten...................................................................................................................................28
Optimierungen..........................................................................................................................29
Logging.....................................................................................................................................30
GPS Mouse...............................................................................................................................31
Modifikationen..........................................................................................................................31
Sprache......................................................................................................................................32
ECU Info........................................................................................................................................32
K-LINE<->UART..........................................................................................................................32
UART<->FIS.................................................................................................................................33
Snake..............................................................................................................................................33
Relais-Ausgänge............................................................................................................................33
Über...............................................................................................................................................34
Software-Aktualisierung.....................................................................................................................34
FIS-Control 2.x
Das FIS-Control ermöglicht den Zugriff auf vielfältige Messwerte und Statusinformationen von Fahrzeugen
aus dem VAG-Konzern (Audi, VW, Seat, Skoda). Die Anzeige der Daten erfolgt dabei in Echtzeit auf dem
vorhandenen Tacho-Display. Bedient wird es über die Bordcomputer-Tasten des Lenkstockhebels. Das FISControl integriert sich daher nahtlos in das Fahrzeug und lässt sich absolut unsichtbar verbauen.
Im Fokus der Entwicklung des FIS-Controls steht die schnelle und präzise Anzeige von relevanten Daten,
vor allem bei leistungsgesteigerten Fahrzeugen: z.B. Ladedruck, Öltemperatur, Lambda-Werte und
Abgastemperatur.
Viele Messwerte werden bereits von den serienmäßigen Steuergeräten des Fahrzeuges erfasst und lassen
sich von dort mit dem FIS-Control per OBD und CAN-Bus auslesen. Darüber hinaus können verschiedenste
Sensoren direkt an das FIS-Control angeschlossen werden.
Unterstützte Fahrzeuge
•
Audi A2
•
Audi A3/S3 8L
•
Audi A4/S4/RS4 B5
•
Audi A4/S4/RS4 B6 (mit rotem oder farbigem FIS)
•
Audi A4/S4/RS4 B7 (mit rotem oder farbigem FIS)
•
Audi A6/S6/RS6/Allroad C5
•
Audi A8/S8 D2 (allerdings nicht mit allen Tachos)
•
Ford Galaxy WGR
•
Seat Alhambra I
•
Seat Exeo (OBD nicht per UDS-Protokoll)
•
Skoda Octavia I
•
Skoda Superb I
•
VW Golf 4 / Bora
•
VW Passat B5 (3B und 3BG)
•
VW Sharan I
•
VW Transporter T4
Voraussetzung ist jeweils ein Tacho mit großem Display (also FIS bzw. Highline-MFA).
Die verschiedenen Entwicklungsstufen
Um den Funktionsumfang und die Palette der unterstützen Fahrzeuge zu erweitern, wird sowohl die
Hardware als auch die Software des FIS-Control 2.x kontinuierlich weiterentwickelt.
Firmware-Aktualisierungen stehen kostenlos auf meiner Webseite www.fis-control.de bereit. Die Software ist
jeweils mit allen Versionen des FIS-Control 2.x kompatibel. Das FIS-Control 1.0 wird nicht mehr unterstützt.
FIS-Control 2.0
Das FIS-Control 2.0 bietet folgende Ausstattungsmerkmale:
•
32-Bit Mikrocontroller
•
Schnittstelle für 3-Leiter-Bus
•
Schnittstelle für K-Leitung
•
Schnittstelle für Infotainment-CAN
•
Schnittstelle für Diagnose-CAN
•
zwei serielle Schnittstellen (Bluetooth und RS-232)
•
Flash-Speicher für Daten-Logging
•
vier Relais-Ausgänge (geeignet für KFZ-Relais)
•
sieben Analog-Eingänge für Spannungsmessung (0 bis 5 Volt)
•
zwei Eingänge für Typ-K Thermoelemente
•
Schnittstelle für Valentine One-Radarwarner
•
integrierter Umgebungsdrucksensor
FIS-Control 2.1
Im Vergleich zum Vorgänger gibt es folgende Änderungen:
•
vier der sieben Analog-Eingänge besitzen einen integrierten Spannungsteiler
•
zusätzliche Schnittstelle für Komfort-CAN
FIS-Control 2.2
Im Vergleich zum Vorgänger gibt es folgende Änderungen:
•
Schnittstelle für zweite K-Leitung
•
schaltbarer Pullup-Widerstand an beiden K-Leitungen
Anschlüsse am FIS-Control
A1
Klemme 31 (Masse)
A2
Klemme 15 (Zündungsplus)
B1
K-Leitung
B2
Klemme 61
C1
Auswahl-Taste (zum Tacho)
C2
Runter-Taste (zum Tacho)
C3
Hoch-Taste (zum Tacho)
C4
Auswahl-Taste (vom Lenkstockhebel)
C5
Runter-Taste (vom Lenkstockhebel)
C6
Hoch-Taste (vom Lenkstockhebel)
D1
3-Leiter-Bus Clock (zum Tacho)
D2
3-Leiter-Bus Data (zum Tacho)
D3
3-Leiter-Bus Enable (zum Tacho)
D4
3-Leiter-Bus Clock (vom Radio/Navi)
D5
3-Leiter-Bus Data (vom Radio/Navi)
D6
3-Leiter-Bus Enable (vom Radio/Navi)
E1
Komfort-CAN Low
E2
Infotainment-CAN Low
E3
Komfort-CAN High
E4
Infotainment-CAN High
F1
Diagnose/Antriebs-CAN Low
F2
Diagnose/Antriebs-CAN High
Installation am Beispiel vom Audi A4 (B7)
1. Schritt
Zündung ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
Wichtig: Während der Tacho ausgebaut ist, sollte die Zündung nicht eingeschaltet werden, um Probleme mit
der Wegfahrsperre zu vermeiden.
2. Schritt
Das Lenkrad soweit wie möglich nach unten stellen und herausziehen, so hat man nachher am meisten
Platz um den Tacho zu entnehmen. Idealerweise legt man etwas Stoff (Handtuch, Lappen) auf die
Lenksäule, damit das empfindliche Plastik nicht verkratzt wird, wenn man den Tacho entnimmt.
3. Schritt
Die Zierblende am unteren Rand des Tachos entfernen. Diese ist nur geclipst und kann ohne Werkzeug
nach vorne abgenommen werden.
4. Schritt
Die zwei nun zugänglichen Torxschrauben entfernen, die den Tacho fixieren.
5. Schritt
Die seitliche Abdeckung vom Armaturenbrett entfernen.
6. Schritt
Nun kann man von der Seite hinter den Tacho greifen und ihn nach vorne rausdrücken.
7. Schritt
An der Rückseite vom Tacho befinden sich zwei 32-polige Stecker. Um diese zu entfernen ist, drückt man
am besten mit einen Schraubendreher die Rastnasen an der Steckerrückseite leicht nach unten, so dass
sich die Spange umklappen lässt. Ein weiteres vierpoliges Kabel am Tacho ist für die Funkuhr und kann
auch abgezogen werden.
8. Schritt
Die mitgelieferten Kabel werden zwischen Tacho und Tachokabelbaum gesteckt.
9. Schritt
Für das FIS-Control bieten sich zwei Verbauplätze an. Einmal rechts hinter dem Tacho und einmal unterhalb
des Sicherungsträgers.
10. Schritt
Für eine Montage unterhalb des Sicherungsträgers ist die Fußraumverkleidung auszubauen.
11. Schritt
Der Kabelsatz besteht je nach Fahrzeug aus zwei oder drei Kabeln. Die Kabelenden, die zum FIS-Control
gehen sind mit Schrumpfschlauch farblich gekennzeichnet. Am FIS-Control sind sechs Buchsen (A bis F).
Die Zuordnung kann der folgenden Tabelle entnommen werden. Die Spalten stehen für die Farben der
Anschlüsse auf der Tacho-Rückseite, bzw. für die farbliche Kodierung der Kabelenden, die zum FIS-Control
gehen.
Hinweis: Das blaue Kabel besitzt einen gelben Abgriff. Dieser wird nicht bei allen Fahrzeugen benötigt und
wird in diesem Fall nicht an das FIS-Control angeschlossen. Achtung: Verwechslungsgefahr mit dem gelben
Abgriff des grünen Kabels.
Tacho
Blauer Stecker
Schrumpfschlauch Schwarz
Grüner Stecker
Gelb
Schwarz
Gelb
Grauer Stecker
Rot
B
Roter Stecker
Schwarz
Rot
Gelb
E
Audi A2
A
C
D
Audi A3/S3 (1998 - 1999)
A
B
-
-
-
-
-
Audi A3/S3 (>2000)
A
-
-
B
-
C
D
Audi A4/S4 (1998 - 1999)
A
B
-
-
-
-
-
Audi A4/S4/RS4 (>2000)
A
-
-
B
-
C
D
Audi A6 (<1999)
A
B
-
-
-
-
-
Audi A6 (>2000)
A
-
-
B
-
C
D
Audi A4 (B6/B7)
-
E
A
B
F
-
-
Seat Exeo
-
E
A
B
F
-
-
VW Golf (<2002)
A
B
C
-
-
-
VW Golf (>2002)
A
B
C
-
D
VW Passat (<2001)
A
B
C
-
-
VW Passat (>2001)
A
B
C
-
VW T4
A
B
C
VW Sharan (>2000)
A
B
C
Seat Alhambra (>2000)
A
B
Skoda Superb
A
B
E
E
Schwarz
Rot
C
D
-
-
C
D
-
-
C
D
-
-
-
-
-
-
-
-
D
-
-
-
-
-
-
-
D
D
-
-
-
-
-
-
-
-
-
D
-
D
-
-
-
-
C
-
D
-
-
-
-
C
-
D
-
-
-
-
E
-
CAN-Bus oder 3-Leiter-Bus?
Bei Fahrzeugen von VW und Skoda unterstützt das FIS-Control ausschließlich den 3-Leiter-Bus um Daten
auf dem Tacho-Display darzustellen. Bei einigen Audis kann alternativ auch der CAN-Bus dafür benutzt
werden. Bei bestimmten Audis (A2, manche A3 8L, A4 B6, A4 B7, manche A6 C5) und dem Seat Exeo ist der
3-Leiter-Bus entfallen und es muss der CAN-Bus benutzt werden.
Auf dem 3-Leiter-Bus verhält sich das FIS-Control wie ein Navigationssystem. Da es den 3-Leiter-Bus nur
benutzt, wenn es gerade Daten auf dem Display anzeigt, kann ein bereits vorhandenes Navigationssystem
(mit 3-Leiter-Bus) ohne Einschränkungen weiter benutzt werden.
Auf dem CAN-Bus sendet das FIS-Control Daten in der gleichen Art und Weise, wie es ein serienmäßiges
Telematik-Modul tun würde.
Hinweis: Beim VW Golf/Bora ist der Betrieb vom FIS-Control nicht möglich, wenn ein serienmäßiges Radio
oder Navigationssystem verbaut ist, das per CAN-Bus Daten an das Tacho-Display sendet. 3-Leiter-Bus
funktioniert hingegen.
Hinweis: Beim Audi A4 (B6/B7) ist der Betrieb vom FIS-Control nicht möglich, wenn ein Telematik-Modul
verbaut ist. Falls ein Telefon-Modul verbaut ist, kann das FIS-Control nicht in die beiden oberen Zeilen des
Tacho-Displays schreiben, ist ansonsten aber normal nutzbar.
Hinweis: Einige ältere Radios, die den aktuellen Sendernamen/Frequenz per 3-Leiter-Bus im Tacho-Display
darstellen, sind nicht mit dem FIS-Control kompatibel. Bei verbautem FIS-Control entfällt in diesem Fall die
Radioanzeige im Tacho.
Ob man das FIS-Control im 3-Leiter-Bus-Modus oder im CAN-Bus-Modus betreiben sollte, ist also abhängig
vom Fahrzeug und der verbauten Ausstattung. Ist beispielsweise ein Navi verbaut, das selbst den CAN-Bus
benutzt, sollte auch das FIS-Control im CAN-Bus-Modus arbeiten.
Das FIS-Control erkennt automatisch anhand der Tacho-Kodierung, welchen Bus es nutzen soll.
Kodierung des Tachos
3-Leiter-Bus-Modus
Um dem Tacho mitzuteilen, dass es Daten vom FIS-Control über den 3-Leiter-Bus empfangen soll, ist das
sogenannte Softcoding, also die Tacho-Kodierung auf einen Wert größer "16000" zu setzen. Ist der aktuelle
Kodier-Wert kleiner, so ist "16000" zu addieren.
Bei Audis ist gegebenenfalls zusätzlich der Adaptionskanal 62 des Tachos umzukodieren. Dort ist die
Verbauliste für den Infotainment-CAN hinterlegt. Da keine CAN-Geräte mehr auf das Tacho-Display
schreiben sollen, ist hier der Wert "0" einzutragen. Bei VW wird die Verbauliste automatisch aktualisiert,
wenn man das CAN-Gateway (Steuergerät 19) mit dem bereits kodierten Softcoding neu kodiert.
Hinweis: Falls man ein Radio oder Telefon-Modul verbaut hat, welches per CAN-Bus die beiden oberen
Textzeilen des Tacho-Display beschreibt, kann man diese Geräte weiterhin in der Verbauliste stehen lassen.
Dadurch hat man die Anzeige von Radio und Telefon im oberen Bereich des Displays. Das FIS-Control kann
dann nur den mittleren Display-Bereich benutzen.
Der Kodier-Wert für Radio ist "1", für das Telefon-Modul "2". Ist beides verbaut wird die Summe, also "3"
kodiert.
CAN-Bus-Modus
Das FIS-Control gibt sich auf dem CAN-Bus als Telematik-Modul zu erkennen. Also ist ein Telematik-Modul
in die Verbauliste vom Infotainment-CAN einzutragen. Falls serienmäßig kein Telefon-Modul verbaut ist,
kann das FIS-Control über den CAN-Bus auch die beiden oberen Textzeilen des Tacho-Displays benutzen.
In diesem Fall ist zusätzlich das Telefon-Modul in der Verbauliste zu aktivieren.
Die Konfiguration der Verbauliste erfolgt im Anpassungskanal 62 des Tachos.
Der Kodier-Wert ist die Summe der Geräte-Kennziffern:
1 = Radio
2 = Telefon
4 = Navigation
8 = Telematik
Bei verbauten Radio und Navigation ist in Kombination mit dem FIS-Control also der Wert "15" zu kodieren.
Der Wert 15 kann passt prinzipiell immer, auch wenn kein Navi bzw. Radio verbaut ist. Es kommt dann
allerdings zu einem Fehlerspeichereintrag im Tacho, der besagt dass die Kommunikation mit dem
Navigationssystem bzw. Radio fehlgeschlagen ist.
Wie kodiere ich den Tacho?
Die Kodierung des Tachos kann in einer VAG-Werkstatt erfolgen. Man kann die Kodierung aber auch selbst
vornehmen. Dazu benötigt man einen Laptop, ein OBD-Interface und eine geeignete Diagnose-Software.
Das FIS-Control kann über seine RS-232-Schnittstelle und per Bluetooth als OBD-Interface benutzt werden.
Über RS-232 ist es mit VAG-COM (bis Version 409.1), VCDS-lite, CarPort und WBH-Diag (bis Version 0.89)
nutzbar.
Über Bluetooth ist es kompatibel zu WBH-Diag (ab Version 1.0) und der Android App Torque Pro (nicht
Torque Lite). Torque unterstützt aber nur das Anzeigen von Messwerten. Der Tacho lässt sich mit Torque
nicht umkodieren.
Um das FIS-Control in den "OBD-Interface"-Modus zu versetzen ist beim Einschalten der Zündung entweder
die Hoch-Taste (für Verbindung via RS-232) oder die Runter-Taste (für Bluetooth) gedrückt zu halten.
Das FIS-Control meldet sich als Bluetooth-Gerät mit der Kennung "FIS-CONTROL". Der Pincode für die
Koppelung ist "1234".
Hinweis: Das Bluetooth-Modul vom FIS-Control ist im Normalbetrieb deaktiviert. Das FIS-Control kann also
nur per Bluetooth gefunden werden, wenn es im entsprechenden Modus, also z.B. dem "OBD-Interface"Modus ist.
Kodierung mit WBH-Diag
WBH-Diag kann kostenlos direkt beim Entwickler Florian Schäffer heruntergeladen werden:
http://www.blafusel.de/obd/obd2_wbhdiag.html
Von der Software gibt es zwei Versionen. Die ältere Version 0.89 ist für eine kabelgebundene Diagnose
gedacht. Das FIS-Control muss also mit einem seriellen 1:1-Kabel mit der RS-232-Schnittstelle des Laptops
verbunden werden.
Die neueren Versionen von WBH-Diag funktionieren dagegen über Bluetooth.
Die Bedienung beider Versionen ist weitestgehend identisch.
Hinweis: Tachos, die das KWP2000-Diagnoseprotokoll benutzen (z.B. die Audi A4 B7-Tachos mit Farb-FIS)
lassen sich aktuell nicht per Bluetooth über das FIS-Control kodieren.
Hinweis: Ein Laptop sollte nur im Akkubetrieb mit dem FIS-Control verkabelt werden.
Idealerweise verbindet man das FIS-Control mittels eines 1:1-Kabels mit einer "echten" seriellen
Schnittstelle. Verfügt das Laptop über keinen seriellen RS-232-Anschluss mehr, funktionieren prinzipiell auch
Seriell-auf-USB-Adapter. Allerdings kommt es mit einigen zu Verbindungsproblemen. Gute Erfahrungen habe
ich mit Adaptern mit FTDI-Chipsatz gemacht.
Hinweis: Im Ordner von WBH-Diag befindet sich die Konfigurationsdatei "wbh-diag.ini". Dort kann man die
Sprache der Software einstellen: "Sprache=de" oder "Sprache=en". Außerdem lässt sich der richtige COMPort voreinstellen. Auf Wunsch kann man die Werbeeinblendung, die sonst bei jedem Programmstart erfolgt,
deaktivieren: "Splash=nein".
Nach dem Start der Software sollte das Steuergerät "023 (17) Kombiinstrument" sowie der richtige COMPort ausgewählt werden.
Nun klickt man auf "Verbinden".
Die Softcoding des Tachos wird in der Lasche "Softwarekonfiguration" geändert. Die Adaptionskanäle lassen
sich unter "Kanalanpassung" einstellen.
Bei Einstellen des Adaptionskanals kann fälschlicherweise eine Fehlermeldung auftauchen, dass der
gewünschte Wert nicht übernommen werden konnte. Dieser Fehler ist meistens ein Fehlalarm. Ob der Wert
richtig übernommen wurde, lässt sich am "aktuellen Wert" ablesen. Ist es der gewünschte Wert, hat die
Kodierung funktioniert.
Kodierung mit VCDS
Um die Kodierung des Tachos zu prüfen/ändern, wählt man im VCDS-Hauptmenü "Select" und in der Liste
der Steuergeräte "17-Instruments".
Die aktuelle Kodierung steht im Feld "Soft. Coding".
Um die Kodierung zu ändern wählt man "Recode – 07".
Hinweis: Der Zugriff auf den Adaptionskanal 62 ist mit der kostenlosen Version von VCDS-lite nicht möglich.
In diesem Fall kann man WBH-Diag verwenden.
Bedienung des FIS-Controls
Das Hauptmenü
Nach dem Einschalten der Zündung befindet sich das FIS-Control zunächst im inaktiven Zustand. Es wird
also der gewohnte Bordcomputer angezeigt. Aktiviert wird das FIS-Control durch einen Langdruck (etwa 2
Sekunden) auf die Hoch-Taste. Dadurch erscheint das Hauptmenü. Nun lässt sich durch Drücken einer der
Richtungstasten (Hoch- bzw. Runter-Taste) der gewünschte Menüpunkt markieren und schließlich mit der
Auswahl-Taste (das ist die Reset-Taste an der Unterseite vom Lenkstockhebel) aufrufen.
Wird das Hauptmenü verlassen, so ist der serienmäßige Bordcomputer wieder sichtbar.
Hinweis: Beim Audi A4 B6 und B7 ist die Auswahl-Taste vom Lenkstockhebel nicht vom FIS-Control nutzbar.
Die Auswahl von Menüpunkten erfolgt stattdessen durch einen Langdruck auf eine der Richtungstasten.
Hauptmenü (Seite 1)
Hauptmenü (Seite 2)
Hauptmenü (Seite 3)
Hauptmenü
Presets
Bei der Presetfunktion handelt es sich um die Hauptfunktion des FIS-Controls. Sie ermöglicht den schnellen
Zugriff auf die gewünschten Messwerte. Dabei besteht jeder Preset aus einer Seite auf dem Bildschirm, auf
der in vorher definierten Form ein oder mehrere Messwerte angezeigt werden. Mit den Richtungstasten kann
zwischen den Presetseiten und somit zwischen den einzelnen Messungen gewechselt werden, so wie man
es auch von dem serienmäßigen Bordcomputer kennt.
Die Konfiguration der Presetseiten erfolgt unter "EINSTELLUNGEN" -> "PRESETS" (siehe entsprechendes
Kapitel).
Messung
Über den Menüpunkt "MESSUNG" lassen sich beliebige Messwertblöcke anzeigen. Die Messwertblöcke
stammen entweder von einem Steuergerät oder von Sensoren, die direkt an das FIS-Control angeschlossen
sind. Ein Messwertblock besteht aus bis zu vier einzelnen Messwerten. Das FIS-Control zeigt in der ersten
Zeile an, mit welchem Steuergerät es verbunden ist. Also beispielsweise "E: 01" für das Steuergerät 1
(Motorsteuergerät). Das FIS-Control verbindet sich mit dem unter "EINSTELLUNGEN" -> "STEUERGERÄT"
gewählten Steuergerät bzw. dem zuletzt von einem Preset benutzten Steuergerät.
In der obersten Zeile steht neben der Steuergerätenummer auch die Nummer des Messwertblocks, der
angezeigt wird. Also beispielsweise "G: 115" für den Messwertblock 115. Mit den Richtungstasten kann man
durch die Messwertblöcke blättern.
Um sich die Messwerte von den direkt an das FIS-Control angeschlossenen Sensoren anzeigen zu lassen,
ist das Steuergerät "EXT. SENSOREN" zu wählen. Die Werte von den Sensoreingängen 1 bis 4 befinden
sich im ersten Messwertblock. Die Werte von Sensor 5, 6, 7 und von dem im FIS-Control integrierten
Umgebungsdrucksensor stehen im zweiten Messwertblock. Im dritten Messwertblock sind die Werte der
beiden Abgastemperatureingänge und, sofern ein GPS-Empfänger an das FIS-Control angeschlossen ist,
die Geschwindigkeit und die Uhrzeit. Im vierten Messwertblock stehen weitere GPS-Daten. Nämlich die
Position (Latitude und Longitude), die Höhe über Meeresspiegel und die Himmelsrichtung.
Hinweis: Bei einigen Tachos zeigt das FIS-Control unterhalb der ersten Zeile ein wandernder Punkt an.
Jedes mal, wenn das FIS-Control neue Daten vom Steuergerät oder von den externen Sensoren einliest,
bewegt sich der Punkt einen Schritt weiter. Er veranschaulicht also, wie schnell die Messwerte aktualisiert
werden.
Messwertblockansicht
Auswahl eines Einzelwertes
Messwertblockansicht
Um eine Messung zu beenden, drückt man die Auswahl-Taste. An dieser Stelle hat man drei Optionen:
1. Mit "ZURÜCK" gelangt man wieder in das Hauptmenü.
2. Durch Druck auf die Hochtaste kommt man in einen weiteren Bildschirm in dem die aktuelle
Aktualisierungsrate der Messung angezeigt wird ("FPS"). Ein Wert von "10" bedeutet beispielsweise, dass
das FIS-Control zehnmal pro Sekunde Messwerte vom Steuergerät einliest.
Ist das Datenlogging aktiviert, hat man in diesem Bildschirm zusätzlich die Möglichkeit einen Marker zu
setzen. Damit ist später eine Zuordnung von Ereignissen in den Log-Dateien möglich. Die Marker werden
durchnummeriert. Die Nummer des gerade gesetzten Markers wird angezeigt.
Durch Druck auf die Runter-Taste wird die Seite wieder verlassen und man gelangt zurück in die
Messwertblockansicht.
3. Man kann an dieser Stelle mit den Richtungstasten einen der Messwerte des Messwertblockes
auswählen. Man gelangt damit zu drei Unterseiten durch die man mit der Runter-Taste durchblättern kann.
Um wieder zurück in die normale Messwertblock-Ansicht zu kommen, drückt man in der LiniendiagrammAnsicht auf die Auswahl-Taste.
Liniendiagramm
Hier wird der zeitliche Verlauf eines einzelnen Messwertes grafisch als Liniendiagramm mitgezeichnet.
Voraussetzung ist, dass zuvor unter "EINSTELLUNGEN" -> "SKALA" eine passende Einstellung
vorgenommen wurde (siehe entsprechendes Kapitel). Mit der Hoch-Taste kann durch die vier definierbaren
Skalen gewechselt werden.
Maximal-/Minimal-Wert-Ansicht / Stoppuhr
In der Maximum-/Minimum-Wert-Ansicht sind vier Zeilen sichtbar. Die oberste und unterste zeigen den
jeweiligen Grenzen der Liniendiagramm-Skala. Die beiden mittleren Zeilen zeigen das während der
laufenden Messungen gefundene Maximum bzw. Minimum des beobachteten Messwertes. Mit der AuswahlTaste lässt sich diese Anzeige zurücksetzen.
Mit der Hoch-Taste kann man auch hier durch die vier Skalen blättern. Man sieht jeweils die Skalengrenzen
in der oberen und unteren Zeile.
Durch Druck auf die Auswahl-Taste wird die Stoppuhr aktivieren. Die Stoppuhr wird dabei zunächst auf
"0.00" gesetzt. In der oberen und unteren Zeile werden jetzt nicht mehr die Skalengrenzen angezeigt,
sondern die Positionen der Hilfslinien und somit der Start- und Stoppwert für die Stoppuhr.
Die Zeit beginnt dann zu laufen, wenn der aktuelle Messwert die untere Hilfslinie überschreitet und stoppt,
sobald die obere Hilfslinie erreicht wird. Die Konfiguration der Stoppuhr wird also durch eine entsprechende
Einstellung der Skala (genauer: der Hilfslinien) unter "EINSTELLUNGEN" -> "SKALA" vorgenommen.
Tipp: Auch wenn die Stoppuhr in der Max-/Min-Ansicht gestartet wird, so bleibt die Stoppuhr auch in den
anderen Ansichten aktiv. Man kann also auch wieder in die Liniendiagramm-Ansicht wechseln und dort den
Messwert beobachten.
Bordcomputer-Ansicht
In der Bordcomputer-Ansicht wird der aktuelle Messwert im oberen Display-Segment angezeigt, während im
mittleren Bereich der normale Bordcomputer zu sehen ist. Mit der Hoch- und Auswahl-Tasten lässt sich der
Bordcomputer wie gewohnt bedienen. Mit der Runter-Taste kommt man zurück zur Liniendiagramm-Ansicht.
Liniendiagramm
Maximal-/Minimal-Wert
Bordcomputer
Fehlerspeicher
Hiermit lässt sich der Fehlerspeicher des aktuell gewählten Steuergerätes auslesen. Es werden bis zu vier
Fehler pro Seite angezeigt. Mit den Richtungstasten kann durch die Seiten geblättert werden.
Jeder Fehlercode besteht aus zwei Zahlen. Die erste gibt den Fehler selbst an. Die zweite gibt zusätzliche
Informationen. Ein Sternchen hinter der Fehlernummer zeigt an, dass es sich um einen sporadischen Fehler
handelt.
Verlässt man die Fehlercode-Liste durch Druck auf die Auswahl-Taste, kann man entweder mit "Zurück" in
das Hauptmenü wechseln, oder einen Fehler auswählen, zu dem man die Fehlerbeschreibung in Klartext
angezeigt bekommen möchte. Durch Druck auf die Hoch-Taste kommt man in ein weiteres Menü, in
welchem sich der Fehlerspeicher des aktuellen Steuergerätes löschen lässt.
Fehlercodes
Auswahl eines Fehlers
Fehlerbeschreibung (Seite 1)
Fehlerbeschreibung (Seite 2)
Fehler löschen
Bestätigung
Falls die Fehlerbeschreibungen noch nicht auf das FIS-Control geladen wurden (z.B. nach dem Rücksetzen
auf Werkseinstellungen), kann dies nachgeholt werden. Die entsprechende Datei steht auf meiner Webseite
zur Verfügung. Zum Übertragen der Datei auf das FIS-Control ist unter "EINSTELLUNGEN" -> "FLASH
SPEICHER" der Eintrag "LADE BESCHREIBUNGEN" auszuwählen. Die Datei kann dann per RS-232 oder
per Bluetooth gesendet werden. Das Vorgehen ist dabei identisch zum Softwareladen (siehe
entsprechendes Kapitel).
Hinweis: Für Steuergeräte, die per CAN-Bus ausgelesen werden, ist keine Fehlerbeschreibung verfügbar.
Hinweis: Bei einigen Steuergeräten wird nur ein Fehlercode pro Seite angezeigt.
Einstellungen
Einstellungsmenü
(Seite 1)
Einstellungsmenü
(Seite 2)
Einstellungsmenü
(Seite 3)
Einstellungsmenü
(Seite 4)
Steuergerät
Hier wählt man das Steuergerät aus, von welchem die Messwerte per OBD abgefragt werden sollen bzw. ob
die Messwerte von den direkt an das FIS-Control angeschlossenen Sensoren verwendet werden sollen
("EXT. SENSOREN"). Alle Steuergeräte tauchen in der Liste zweimal auf. Befindet sich kein Sternchen hinter
der Steuergerätenummer, wird das FIS-Control die OBD-Verbindung über die K-Leitung aufbauen. Bei den
Steuergeräten mit Sternchen, wird stattdessen der CAN-Bus verwendet. Die interessantesten Messwerte
liefert sicherlich das Motorsteuergerät. Es hat die Nummer "1" bzw. "1*". Es lassen sich natürlich auch alle
anderen Steuergeräte-Nummern auswählen. Für die meisten (aber nicht alle) wird die Bezeichnung
angezeigt.
Auswahl der externen Sensoren
Auswahl des Motorsteuergerätes
Skala
Möchte man unter "MESSUNG" die Unterfunktionen "Liniendiagramm" und "Stoppuhr" nutzen, so muss
zunächst hier die Skala entsprechend konfiguriert werden. Möchte man beispielsweise ein Liniendiagramm,
dass den Ladedruck mitzeichnet, so würde man als "OBERE GRENZE" den erwarteten Maximaldruck
eintragen. Die Zahlenwerte sind dabei immer in der Einheit, die auch angezeigt wird. Erwartet man einen
maximalen Ladedruck von 2500 Millibar, gibt man als "OBERE GRENZE" den Wert "+002500.000" ein (der
Punkt ist ein Dezimalpunkt). Erfolgt die Anzeige des Ladedrucks dagegen in Bar, würde man stattdessen
"+000002.500" eingeben.
Mit den Richtungstasten kann man je nach Position des Cursors das Vorzeichen oder die Zahl an der
entsprechenden Stelle ändern. Mit der Auswahltaste bewegt man den Cursor eine Stelle weiter.
Als "OBERE LINIE" und "UNTERE LINIE" lassen sich zwei gestrichelte Hilfslinien in die
Liniendiagrammansicht einfügen.
Hinweis: Wenn die untere Hilfslinie auf den selben Wert gesetzt wird wie der untere Skalenwert, so wird eine
durchgezogene Linie statt einer gestrichelten angezeigt. Das ist sinnvoll bei Displays, die von sich aus keine
untere Abgrenzungslinie anzeigen.
Hinweis: Möchte man nur eine, oder gar keine Hilfslinie einblenden, so kann man sie außerhalb des
sichtbaren Wertebereichs platzieren, z.B. auf den Wert "-999999.999" setzen.
Skalenauswahl
Skalen
Werteingabe
Presets
Bis zu neun Presets sind konfigurierbar. Für jedes Preset sind folgende Vorgaben zu machen:
Steuergerät
Hier wählt man das Steuergerät aus, von welchem die Messwerte per OBD abgefragt werden sollen bzw. ob
die Messwerte von den direkt an das FIS-Control angeschlossenen Sensoren verwendet werden sollen
("EXT. SENSOREN"). Alle Steuergeräte tauchen in der Liste zweimal auf. Befindet sich kein Sternchen hinter
der Steuergerätenummer, wird das FIS-Control die OBD-Verbindung über die K-Leitung aufbauen. Bei den
Steuergeräten mit Sternchen, wird stattdessen der CAN-Bus verwendet.
Block
Hier wird der Messwertblock gewählt, in dem sich der gewünschte Messwert befindet.
Wert
Ein Messwertblock enthält bis zu vier einzelne Messwerte. Je nach gewählter Anzeigeform, kann das FISControl aber nur einen Wert anzeigen. Hier kann man wählen, welcher es sein soll.
Ansicht
Folgende Ansichten stehen zur Verfügung:
ungenutzt: Preset wird nicht angezeigt und wird beim Blättern übersprungen
Messwerte: Es werden alle Messwerte des Messwertblocks untereinander angezeigt
Kurve: Der gewünschte Wert wird als Liniendiagramm angezeigt. Die Skalierung kann auf der zweiten Seite
der Preset-Konfiguration eingestellt werden.
Dabei lässt sich der Maximal- und Minimalwert der Skala vorgeben und zudem noch bis zu zwei horizontale
Orientierungslinien definieren.
Hinweis: Wenn die untere Hilfslinie auf den selben Wert gesetzt wird wie der untere Skalenwert, so wird eine
durchgezogene Linie statt einer gestrichelten angezeigt. Das ist sinnvoll bei Displays, die von sich aus keine
untere Abgrenzungslinie anzeigen.
Bordcomputer: Der gewählte Messwert wird im oberen Segment des Tacho-Displays angezeigt. Im
mittleren Segment ist der serienmäßige Bordcomputer zu sehen.
B/C (Taste): Entspricht der Bordcomputer-Ansicht, allerdings kann der Bordcomputer mit der Runtertaste
bedient werden. Folglich kann man nur noch vorwärts durch die Presets blättern.
Ladedruck: Es wird eine Balkenanzeige und das Symbol eine Turboladers angezeigt. Die Skalierung wird
über die beiden Werte "obere Grenze" und "untere Grenze" auf der zweiten Seite der Preset-Konfiguration
eingestellt.
Hinweis: Diese Ansicht ist für Tachos mit Farb-FIS noch nicht verfügbar.
Übersicht: Es wird eine Auswahl von Messwerten (Geschwindigkeit, Drehzahl, Kühlwassertemperatur,
Öltemperatur, Tankinhalt, Ladedruck, Ansauglufttemperatur und Motordrehmoment) angezeigt. Die
Messwerte stammen mit Ausnahme des Ladedrucks vom Antriebs-CAN.
Hinweis: Diese Ansicht ist nur bei Tachos mit Farb-FIS verfügbar.
Hinweis: Damit der Ladedruck richtig angezeigt wird, muss als Steuergerät, Block und Wert der Ort
angegeben werden, von dem der Ladedruck eingelesen werden kann ("STEUERGERÄT", "BLOCK",
"WERT"). Zusätzlich ist unter "EINSTELLUNGEN" -> "LADEDRUCK" der selbe Ort einzustellen und die
"EINHEIT" auf "BAR", sowie die "SKALA" auf "RELATIV" zu stellen.
Speichern
Alle Änderungen die unter "EINSTELLUNGEN" vorgenommen werden, werden erst durch das
"SPEICHERN" dauerhaft im FIS-Control ablegen. Sie werden beim nächsten Start automatisch wieder
geladen. Änderungen, die nicht gespeichert werden, sind nur so lange gültig bis die Zündung ausgeschaltet
wird.
Sensoren
Das FIS-Control bietet Eingänge für verschiedene Sensoren.
Der Anschlussblock hat die folgende Belegung:
•
5 Volt (zur Versorgung der Sensoren)
•
GND (Masse für die Sensoren)
•
Sensor 1 (Analog-Eingang, 0-5 Volt, ab Hardwareversion 2.1 mit integriertem Spannungsteiler)
•
Sensor 2 (Analog-Eingang, 0-5 Volt, ab Hardwareversion 2.1 mit integriertem Spannungsteiler)
•
Sensor 3 (Analog-Eingang, 0-5 Volt, ab Hardwareversion 2.1 mit integriertem Spannungsteiler)
•
Sensor 4 (Analog-Eingang, 0-5 Volt, ab Hardwareversion 2.1 mit integriertem Spannungsteiler)
•
Sensor 5 (Analog-Eingang, 0-5 Volt)
•
Sensor 6 (Analog-Eingang, 0-5 Volt)
•
Sensor 7 (Analog-Eingang, 0-5 Volt)
•
Sensor 8 (Digital-Eingang)
•
EGT1+ (positiver Eingang für den ersten Abgastemperatur-Sensor)
•
EGT1- (negativer Eingang für den ersten Abgastemperatur-Sensor)
•
EGT2+ (positiver Eingang für den zweiten Abgastemperatur-Sensor)
•
EGT2- (negativer Eingang für den zweiten Abgastemperatur-Sensor)
Konfiguration der Sensoren
Es lassen sich bis zu sieben analoge Sensoren an das FIS-Control anschließen. Das FIS-Control besitzt
dazu einen acht-kanaligen Analog-Digital-Wandler mit einem Messbereich zwischen 0 und 5 Volt. Der
Eingang 8 ist intern fest mit einem Umgebungsdrucksensor verbunden.
Hinweis: Bei der Hardwareversion 2.0 können Sensoren, die einen Widerstand statt einer Spannung
ausgeben, nicht direkt an das FIS-Control angeschlossen werden. Es ist ein sogenannter Spannungsteiler
dazwischen zu schalten. Auf Anfrage kann ich das etwas genauer erläutern.
Hinweis: Ab Hardwareversion 2.1 hat das FIS-Control bei den ersten vier Sensoreingängen integrierte
Spannungsteiler, die den direkten Anschluss von Sensoren erlauben, die ihr Signal nicht über eine
Spannung sondern über einen sich ändernden Widerstand ausgeben.
Die Eingänge 1 und 2 enthalten einen Spannungsteiler mit einem 1,1 kOhm-Widerstand. Die Eingänge 3 und
4 haben einen Spannungsteiler mit 220 Ohm.
Im Einstellungsmenü des FIS-Control sind passende Kennlinien für einige typische Sensoren hinterlegt.
Weitere Sensoren können auf Anfrage gerne von mir nachgepflegt werden.
Folgende Sensoren stehen bisher zur Auswahl:
•
Typ-K Thermoelement (kommt an Eingang EGT1 oder EGT2)
•
Ladedrucksensor Freescale MPXH6115A
•
Öl-Temperatursensor VAG 1H0 919 563 (kommt an Spannungsteiler mit 1,1 kOhm)
•
Öl-Drucksensor Raid HP (kommt an Spannungsteiler mit 220 Ohm)
•
Ladedrucksensor Auber 104
•
Breitbandlambda Zeitronix ZT-2 / ZT-3
•
Ansaugluft-Temperatursensor vom VAG 038 906 051 (kommt an Spannungsteiler mit 1,1 kOhm)
•
Ladedrucksensor vom VAG 038 906 051
•
Ladedrucksensor Freescale MPX4250A
•
Öl-Temperatursensor VAG 049 919 563 B (kommt an Spannungsteiler mit 1,1 kOhm)
•
Ladedrucksensor Freescale MPX5700
•
Ladedrucksensor Freescale MPX6400A
•
Ladedrucksensor Zadatech
•
Öl-Temperatursensor Raid HP (kommt an Spannungsteiler mit 1,1 kOhm)
•
Ladedrucksensor Freescale MPX4250DP
•
Benzindrucksensor Raid HP (kommt an Spannungsteiler mit 220 Ohm)
•
100 PSI Drucksensor
Hinweis: Sensoren, die eine 5 Volt Versorgungsspannung brauchen und deren Ausgangssignal relativ zur
Versorgungsspannung ist (ratiometrisch), sollten mit dem 5 Volt Ausgang des FIS-Control gespeist werden,
um eine möglichst hohe Messgenauigkeit zu gewährleisten.
Hinweis: Die Sensormasse sollte für eine möglichst stabile und genaue Messung vom FIS-Control
abgegriffen werden (Klemme: GND). Es gibt Sensoren, die ihre Masseverbindung über die
Fahrzeugkarosserie herstellen. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, eine Masseleitung vom FIS-Control in
die unmittelbare Nähe der Sensormasse zu legen. Es ist dabei aber sicherzustellen, dass keine hohen
Ströme über diese Masseleitung fließen können. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn die eigentliche
Masseverbindung des Motorblocks unterbrochen ist.
Hinweis: die Zuleitungen von Typ-K Thermoelementen dürfen nicht mit herkömmlichen Kabeln verlängert
werden, da es sonst zu großen Messfehlern kommt.
Anzeige der Sensorwerte
Die analogen Sensoren sind als "Steuergerät 0" auszuwählen. Wie bei den OBD-Messwertblöcken sind auch
die Sensorwerte in Gruppen mit bis zu vier Einzelwerten zusammengefasst. In Gruppe 1 sind die Messwerte
der ersten vier Sensoreingänge. In Gruppe 2 sind die Sensoren 5 bis 7 und der interne
Umgebungsdrucksensor. In Gruppe 3 befinden sich die beiden Eingänge der Typ-KAbgastemperatursensoren.
Die Funktionen und die Bedienung entspricht denen der OBD-Steuergeräte.
Es steht daher auch die "Ladedruck-Funktion" zur Verfügung, die es erlaubt, die Messwerte von
Absolutdrucksensoren in Relativdruck umzurechnen.
Maskierung
Jedes Steuergerät kann prinzipiell bis zu 256 verschiedene Messwertblöcke bereitstellen. Allerdings sind
davon meist nicht alle benutzt und noch weniger davon wirklich interessant. Während einer Messung kann
durch Drücken der Richtungstasten durch die Blöcke geblättert werden. Damit dabei nicht jedes mal alle
Messwertblöcke durchgeklickt werden müssen, lassen sich hier die uninteressanten Messwertblöcke
ausblenden.
Dazu ist zunächst das Steuergerät zu wählen, für welches die Messwertblöcke ausgeblendet werden sollen.
Nun kann über den Menüpunkt "MASKIERUNG" für jeden Messwertblock eingestellt werden, ob er sichtbar
(Häkchen gesetzt) oder versteckt (Häkchen entfernt) sein soll. Am Ende der Liste befinden sich zwei
Menüpunkte um alle Messwertblöcke auf einmal sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten.
Hinweis: Schaltet man alle Messwertblöcke eines Steuergerätes unsichtbar, dann wird das entsprechende
Steuergerät aus vielen Auswahllisten ausgeblendet. Macht man sich also einmal die Mühe, alle nicht
verbauten Steuergeräte und nicht genutzten Messwertblöcke auszublenden, erleichtert man sich bei der
weiteren Nutzung des FIS-Controls den Zugriff auf die relevanten Messwerte.
Startlogo
Das FIS-Control kann beim Einschalten der Zündung ein Startlogo einblenden. Bei Tachos mit
monochromen Display lässt sich das Startlogo selbst erstellen und auf das FIS-Control aufspielen. Für
Tachos mit Farb-Display kann ich auf Anfrage das gewünschte Startlogo in die Firmware des FIS-Controls
einprogrammieren.
Im Einstellungsmenü lässt sich eines von bis zu neun Motiven auswählen. Diese müssen aber zunächst
zusammengestellt werden. Dazu existiert ein Windows-Programm.
Als erstes müssen die Bilder aber erzeugt werden. Man kann sich entweder Vorlagen aus dem Internet
laden, oder z.B. mit Paint selbst eines malen. Die Bilder müssen eine Auflösung von 64x88 oder 64x48
Pixeln haben und im TIFF-Format gespeichert werden.
Mit dem "Startlogo for FIS-Control"-Programm kann die Startlogo-Sammlung für das FIS-Control
zusammengestellt werden.
Zunächst wählt man einen der neun "Slots" auf der linken Seite. Nun wählt man eine gültige TIFF-Datei. Eine
Vorschau des Startlogos wird angezeigt. Sind alle Startlogos hinzugefügt kann die Sammlung mit "Save file"
abgespeichert werden. Der Dateiname ist egal, Hauptsache man merkt sich, wo man die Datei ablegt.
Nun wird das Laptop über die serielle Schnittstelle oder per Bluetooth mit den FIS-Control verbunden, so wie
es im Kapitel "Software-Aktualisierung" beschrieben ist. Allerdings wird das FIS-Control dann nicht in den
Softwarelade-Modus versetzt. Stattdessen wählt man im Einstellungsmenü den Punkt "Flash Speicher" und
dort "Lade Startlogo". Die Startlogo-Datei kann dann mit HyperTerminal an das FIS-Control gesendet
werden.
Hinweis: Bei einigen wenigen Tachos funktioniert die Anzeige des Startlogos nicht auf Anhieb. Im
Einstellungsmenü des FIS-Controls gibt es dazu den Unterpunkt "Optimierungen". Dort kann eine "Logo
Wartezeit" eingestellt werden. Beim Einschalten des FIS-Controls wird die Anzeige des Startlogos um die
eingestellte Zeit in Millisekunden verzögert.
Autostart
Standardmäßig ist das FIS-Control nach dem Einschalten der Zündung zunächst inaktiv. Erst durch einen
Langdruck auf die Hoch-Taste kommt man ins Hauptmenü und kann von dort Aktionen starten.
Wer lieber statt des Hauptmenüs sofort den "PRESET 1" sehen möchte, kann hier "KNOPFDRUCK" wählen.
Als weitere Möglichkeit gibt es noch "MOTORSTART". In diesem Fall startet das FIS-Control automatisch
nach dem Anlassen des Motors den "PRESET 1".
Hinweis: Voraussetzung ist, dass der Preset 1 eine gültige Einstellung hat.
Über den Punkt "UART<->FIS" befindet sich das FIS-Control nach dem Aufstart sofort in einem Modus, in
dem es über RS-232 Kommandos z.B. von einem Car-PC empfängt.
Ladedruck
VAG-typisch erfasst das Motorsteuergerät den Turbo-Ladedruck nicht so, wie ihn übliche Ladedruckanzeigen
darstellen. Stattdessen wird der MAP-Wert (manifold abolute pressure), also der Absolutdruck im Saugrohr
gemessen. Um den Ladedruck zu erhalten ist vom Absolutdruck der aktuelle Umgebungsdruck (ungefähr 1
Bar) abzuziehen. Dies kann das FIS-Control übernehmen, da extra dafür ein Umgebungsdrucksensor auf
der Platine verbaut ist.
Dazu ist im Einstellungsmenü der Punkt "Ladedruck" zu wählen. Dort kann eingestellt werden, von welchem
Steuergerät der MAP-Wert kommt (üblicherweise vom Motorsteuergerät) und in welchem Messwertblock er
sich befindet. Die Anzeige erfolgt standardmäßig in Millibar, lässt sich aber hier auf Bar und PSI umstellen.
Über "Skala" kann gewählt werden, ob der Druck absolut oder relativ angezeigt werden soll.
Titelzeile
Bei der Titelzeile handelt es sich um die beiden oberen Zeilen des Tacho-Displays. Das FIS-Control benutzt
diesen Bereich hauptsächlich, um dort die Überschrift des aktuellen Menüs anzuzeigen. Daher ist die FISControl-Anzeige in diesem Bereich meistens verzichtbar. Stattdessen kann dort weiterhin der Radiosender
vom Radio bzw. die Meldungen vom Telefon-Modul angezeigt werden (sofern diese den Text per CAN-Bus
an den Tacho schicken). Alternativ lassen sich die beiden Textzeilen von einem angeschlossenen CarPC
beschreiben, der per RS-232 an das FIS-Control angeschlossen ist. (Weitere Infos dazu bitte bei mir
erfragen.)
Desweiteren lässt sich der obere Display-Bereich als Monitor für den Radarwarner "Valentine One"
verwenden. Das FIS-Control besitzt dazu eine RJ11-Buchse, in die man das Kabel vom Valentine One
einstecken kann. Das FIS-Control übernimmt in diesem Fall auch die Stromversorgung von dem
Radarwarner.
Hinweis: Bei Fahrzeugen mit verbautem Telefonmodul belegt dieses dauerhaft die beiden oberen Textzeilen
(auch wenn es dort eigentlich gerade nichts anzeigt). Wenn das FIS-Control in diesen Fall dort Text anzeigen
möchte, stellt der Tacho die Texte von Telefon und FIS-Control im schnellen Wechsel dar. Die Anzeige im
oberen Bereich wird dadurch unbrauchbar. Daher sollte im FIS-Control die Nutzung der Titelzeile deaktiviert
werden, indem der Punkt "RADIO" gewählt wird.
Flashspeicher
Das FIS-Control besitzt einen internen Flashspeicher. Auf diesem speichert es die Benutzereinstellungen,
die Beschreibung der Fehlercodes, die Startlogos (nur die für das monochrome FIS-Display) und die
Messwerteaufzeichnungen vom Datenlogging.
Über den Menüpunkt "EINSTELLUNGEN" -> "FLASHSPEICHER" lassen sich Daten zwischen dem
Flashspeicher und einem per RS-232 oder Bluetooth verbundenen PC austauschen.
Über "SENDE LOGS" lassen sich Messwerteaufzeichnungen auswählen und dann an den PC übertragen.
Mit "LADE STARTLOGO" lassen sich eigene Startlogos vom PC auf das FIS-Control übertragen.
Mit "LADE BESCHREIB." lassen sich die Klartextbeschreibungen der Fehlerspeichercodes auf das FISControl laden. Die entsprechende Datei steht auf meiner Webseite zum Download bereit.
Mit "WERKS-EINST." lässt sich der gesamte Flashspeicher des FIS-Controls löschen. Dabei gehen alle
Benutzereinstellungen, Startlogos. Fehlerbeschreibungen und Messwerteaufzeichnungen verloren.
Das Löschen dauert etwa eine Minute.
Hinweis: Wenn man zwar die Messwerteaufzeichnungen löschen möchte, aber die Benutzereinstellungen
behalten möchte, gibt es einen Trick. Man setzt das FIS-Control auf Werkseinstellungen zurück, wählt dann
aber "SPEICHERN", bevor man die Zündung ausschaltet. Damit werden die aktuellen Einstellungen wieder
im Flashspeicher abgelegt.
Einheiten
Die Steuergeräte übertragen die Messwerte üblicherweise in metrischen Einheiten.
Auf Wunsch kann hier aber auch das Englische oder US-Einheitensystem gewählt werden. Das FIS-Control
rechnet die Messwerte dann vor der Anzeige entsprechend um.
Je nachdem werden Liter in Gallonen, Kilometer in Meilen und Bar in PSI umgerechnet.
Optimierungen
Die Kommunikation mit Steuergeräten im Fahrzeug ist recht zeitkritisch. Das FIS-Control arbeitet bei
Auslieferung mit Standardwerten, die bei den meisten Fahrzeugen problemlos funktionieren sollten. Unter
"EINSTELLUNGEN" -> "OPTIMIERUNGEN" kann man einige Timingwerte nachjustieren. Dies kann
notwendig sein, wenn z.B. eine OBD-Verbindung zu einem Steuergerät zu langsam oder nicht stabil ist.
Unter "OBD-TIMING" lassen sich für jedes Steuergerät zwei Zeitwerte einstellen.
Interbyte-Delay
Dies ist die Pause, die das FIS-Control vor dem Senden eines weiteren Bytes auf der Diagnose-Leitung
einhält. Dieser Wert spielt nur bei Steuergeräten, die per KWP1281 kommunizieren eine Rolle. Die Einheit ist
in zehntel Millisekunden. Der Standardwert von "50" bedeutet also, dass vor dem Senden eines Bytes eine
Pause von 5 Millisekunden. Einige Steuergeräte benötigen keine Pause zwischen den Bytes. Dadurch lässt
sich die Kommunikationsgeschwindigkeit deutlich erhöhen. Das FIS-Control kann also häufiger neue
Messwert einlesen.
Block-Delay
Dies ist die Pause in Millisekunden, die das FIS-Control vor dem Senden eines neuen Kommandos auf der
Diagnose-Leitung einhält. Bei den meisten Steuergeräten mit KWP1281 braucht keine Pause gemacht
werden. Anders sieht es bei Steuergeräten aus, die per KWP2000 kommunizieren. Diese Teilen dem FISControl eigentlich mit, welche Pausezeiten minimal einzuhalten sind. Mit diesem Wert arbeitet das FISControl auch standardmäßig. Allerdings treten dabei doch häufig Verbindungsabbrüche auf. Ein Block-Delay
von 85 Millisekunden hat sich aber bewährt und sollte für alle Steuergeräte mit KWP2000 hier vorgegeben
werden.
Das Block-Delay wird auch für die Messung der Sensoren benutzt, die direkt an das FIS-Control
angeschlossen sind. Wählt man als Steuergerät "EXT. SENSOREN", kann die Zeit zwischen zwei
Messungen in Millisekunden eingestellt werden. Wenn man die Sensoren 10x pro Sekunden auslesen
möchte, wählt man also 100 ms.
Fast Init
Diese Option beschleunigt bei einigen Steuergeräten den Verbindungsaufbau um etwa eine Sekunde. Die
macht sich positiv bemerkbar, wenn man in den Presets des FIS-Controls auf mehrere unterschiedliche
Steuergeräte zugreift und beim Preset-Wechsel jeweils ein neuer Verbindungsaufbau erfolgt.
Bei manchen Steuergeräten gibt es aber mit aktivierter Fast Init-Option Probleme. In diesem Fall sollte sie
deaktiviert werden.
OBD Wartezeit
Blättert man durch FIS-Control-Presets, die ihre Daten von unterschiedlichen Steuergeräten auslesen, so
muss das FIS-Control jeweils die Diagnose-Verbindung mit dem aktuellen Steuergerät beenden und eine
neue Verbindung zu einem anderen Steuergerät aufbauen. Zwischen zwei Diagnose-Verbindungen ist eine
Wartezeit einzuhalten. Da diese sehr unterschiedlich sein kann, kann man die Zeit hier konfigurieren. Kurze
Wartezeiten haben den Vorteil, dass man schneller durch die Presets blättern kann. Längere Wartezeiten
haben den Vorteil, dass der Verbindungsaufbau stabiler funktioniert.
Hinweis: Das FIS-Control versucht bei einem fehlgeschlagenen Verbindungsaufbau noch einige weitere
Male, eine Verbindung aufzubauen. Wählt man die OBD Wartezeit zu kurz, kann es sein, dass das FISControl erst nach mehreren Versuchen eine Verbindung aufbauen kann. Dadurch dauert der
Verbindungsaufbau eventuell länger dauern, als wenn man gleich eine passende OBD Wartezeit eingestellt
hätte.
Wie viele Verbindungsversuche das FIS-Control durchgeführt hat, kann man sich im Hauptmenü unter "ECU
INFO" anzeigen lassen.
Logo Wartezeit
Bei aktiver Startlogofunktion versucht das FIS-Control direkt nach dem Einschalten der Zündung das
Startlogo an den Tacho zu senden. Einige Tachos zeigen das Startlogo zu diesem Zeitpunkt nicht an. Oft
reicht es aber, wenn das FIS-Control das Startlogo einige Millisekunden später schickt. Diese Wartezeit kann
hier eingestellt werden.
Andere Balken
Die Preset-Ansicht "Ladedruck" zeigt ein Balkendiagramm, bei dem sich die Balken abhängig vom aktuellem
Ladedruck füllen. Bei einigen Tachos funktioniert die Anzeige erst, wenn man diesen Menüpunkt "ANDERE
BALKEN" aktiviert.
Logging
Während einer aktiven Messung kann das FIS-Control fortlaufend alle Messwerte auf seinem eingebauten
Speicher mitschreiben. Der Speicher ist ausreichend dimensioniert, so dass über mehrere Tage oder
Wochen alle Daten gespeichert werden können. Ist der Speicher voll, werden automatisch die ältesten Daten
überschrieben.
Gespeichert werden:
- Zeitstempel
- OBD-Messwerte (falls OBD-Messung aktiv)
- Messwerte aller angeschlossenen Sensoren
Die Datenaufzeichnung kann im Einstellungsmenü unter dem Punkt "Logging" aktiviert bzw. deaktiviert
werden.
Die Aufzeichnungen werden getrennt in "Sitzungen" abgelegt. Eine neue Sitzung wird gestartet, wenn das
Logging im Einstellungsmenü aktiviert wird, oder wenn bei dauerhaft aktiviertem Logging die Zündung neu
eingeschaltet wird.
Um manuell eine neue Sitzung zu starten, kann das Logging im Einstellungsmenü kurz aus- und dann
wieder eingeschaltet werden.
Um die Sitzungen besser zuordnen zu können, werden sie mit Datum und Uhrzeit versehen. Die Uhr kann
im Einstellungsmenü eingestellt werden. Damit die Uhr auch nach Ausschalten der Zündung weiterläuft, ist in
das FIS-Control eine Batterie einzulegen (Knopfzelle: Typ CR1220 3V).
Hinweis: Beim Farb-FIS ist das Einstellen der Uhrzeit nicht möglich. In Zukunft wird die Uhrzeit vom CANBus abgefragt und muss daher nicht manuell eingestellt werden.
Während der Aufzeichnung lassen sich Marker setzen. Damit ist später eine Zuordnung von Ereignissen in
den Log-Dateien möglich.
Um einen Marker zu setzen, begibt man sich in die Messwertblock-Ansicht einer Messung. Nun drückt man
die Auswahl-Taste, um in die Seite zur Einzelwertauswahl zu gelangen. Dort wählt man aber keinen
Messwert aus, sondern geht mit der Hoch-Taste in ein Zusatzmenü. Dort befindet sich jetzt der Menüpunkt
"Marker setzen". Die Marker werden dabei durchnummeriert. Die Nummer des gerade gesetzten Markers
wird angezeigt.
Die Aufzeichnungen lassen sich per RS-232 oder Bluetooth auf einen PC übertragen. Im Einstellungsmenü
gibt es dazu im Untermenü "Flash Speicher" den Punkt "Sende Logs". Dort können die gewünschten
Sitzungen markiert werden und anschließend über den Punkt "Senden" auf den PC übertragen werden.
Auf dem PC ist ein Programm zum Empfangen von Dateien per Xmodem-Protokoll, z.B. HyperTerminal, zu
starten.
Einige Programme wollen das Xmodem-Protokoll etwas genauer wissen. Das FIS-Control verwendet zum
Übertragen der Log-Dateien "1K-XModem mit CRC".
Die Daten können unter einem beliebigen Dateinamen auf dem PC abgelegt werden.
Mit dem, auf meiner Webseite bereitgestellten Programm "Logdatei-Konverter" lässt sich die übertragene
Datei in das CSV-Format umwandeln. Die CSV-Datei lässt sich nun z.B. mit Microsoft Excel oder OpenOffice
Calc öffnen.
GPS Mouse
An die RS-232 Schnittstelle des FIS-Control kann ein GPS-Empfänger anschlossen werden. Kompatibel sind
prinzipiell alle GPS-Empfänger die ihre Daten per RS-232 ausgeben und das NMEA 0183-Protokoll
unterstützen. Die Baudrate für das NMEA-Protokoll ist oftmals 4800. Abweichende
Übertragungsgeschwindigkeiten lassen sich aber im FIS-Control einstellen.
Modifikationen
In das FIS-Control sind einige Funktionen und Modifikationen eingebaut, die von einzelnen Nutzern
gewünscht wurden. Da nicht jeder etwas mit diesen Funktionen anfangen kann, sind sie standardmäßig
deaktiviert und sollten nur von denen aktiviert werden, die wissen was sich dahinter verbirgt.
Um ein versehentliches Auswählen zu verhindern, werden die Funktionen erst aktiv, wenn man sie
ausgewählt hat, speichert und die Zündung aus- und wieder einschaltet.
Bisher sind folgende Modifikationen einprogrammiert
oPDC
Beim Audi A4 B7 werden die CAN-Botschaften des PDC-Steuergerätes von Antriebs-CAN auf den
Infotainment-CAN und somit zum RNS-E weitergeleitet. Damit ist es möglich, bei Nachrüstung eines neuen
RNS-E die optische PDC zu nutzen.
Engel
Die Relaisausgänge 1 und 2 werden immer gleichzeitig geschaltet.
Juha
Beim Starten des Motors wird automatisch das Relais 1 geschaltet.
Auber
Über Messwerte vom Auber 104-Ladedrucksensor wird ein gleitender Mittelwert gebildet, um den
Kurvenverlauf zu glätten.
Nico
Es wird mit anderen Widerstandswerten für die Spannungsteiler der Sensoreingänge gerechnet.
Sprache
Hier lässt sich die Menüsprache vom FIS-Control einstellen.
Verfügbare Sprachen sind bisher Deutsch, Englisch, Dänisch, Tschechisch, Holländisch, Polnisch,
Französisch und Spanisch. Weitere Sprachen kann ich auf Wunsch ergänzen.
ECU Info
Hier werden auf drei Seiten Informationen zu dem aktuell gewählten Steuergerät angezeigt.
Auf der ersten Seite stehen die Teilenummer und der Name des Steuergeräts. Oftmals beinhaltet der Name
auch die Angabe des Softwarestands. Des weiteren wird die Kodierung (Soft Coding) des Steuergeräts
angezeigt.
Auf der zweiten Seite steht die Adresse des Steuergeräts und die tatsächliche Baudrate mit der die Daten
auf der K-Leitung gesendet werden, bzw. die nominelle Geschwindigkeit bei der Kommunikation über CANBus.
Weiterhin wird der Werkstattcode angezeigt, also eine Kennziffer die die Werkstatt identifiziert, die als letztes
das Steuergerät umkodiert hat. In den beiden unteren Zeilen steht noch, wie viele Versuche das FIS-Control
benötigt hat, um die Diagnoseverbindung zum Steuergerät aufzubauen und welches Übertragungsprotokoll
(KWP1281, KWP2000, KWP über CAN) benutzt wird.
Auf der dritten Seite können noch zusätzliche Informationen angezeigt werden, falls das Steuergerät diese
bereitstellt.
Steuergeräteinfo
(Seite 1)
Steuergeräteinfo
(Seite 2)
Steuergeräteinfo
(Seite 3)
Steuergeräteinfo
(Seite 1)
K-LINE<->UART
Das FIS-Control kann als OBD-Interface benutzt werden.
Über RS-232 ist es mit VAG-COM (bis Version 409.1), VCDS-lite, CarPort und WBH-Diag (bis Version 0.89)
nutzbar.
Über Bluetooth ist es kompatibel zu WBH-Diag (ab Version 1.0) und der Android App Torque Pro (nicht
Torque Lite).
UART<->FIS
Über RS-232 bzw. Bluetooth kann man Daten an das FIS-Control schicken, die es dann auf dem TachoDisplay darstellt. Weitere Infos dazu stelle ich auf Anfrage zur Verfügung.
Snake
Das FIS-Control hat viele sinnvolle Funktionen... aber auch eine sinnlose. Mit den Tasten des
Lenkstockhebels lässt sich eine Schlange über den Tacho-Bildschirm dirigieren. Aufgabe ist es dabei,
möglichst viele Früchte einzusammeln, ohne dass die Schlange sich selbst in den Schwanz beißt oder mit
der Wand in Berührung kommt.
Hinweis: Im Audi A4 (B6 und B7) ist das Snake-Spiel bisher nicht nutzbar.
Relais-Ausgänge
Das FIS-Control bietet vier Ausgänge für KFZ-Relais. Das ist hilfreich um Beleuchtung oder andere
Verbraucher zu schalten.
Jeder Relais-Ausgang hat einen maximalen Ausgangsstrom von 600 mA. Das sollte für alle KFZ-Relais
ausreichend sein.
Achtung: Ein Kurzschluss am Relais-Ausgang kann diesen überlasten und dadurch permanent beschädigen.
Hinweis: Über die I2C-Schnittstelle, die über die Schraubklemmen am FIS-Control verfügbar ist, lassen sich
prinzipiell noch viele weitere Relais ansteuern. Weitere Infos dazu auf Anfrage.
Über
Hier lässt sich anzeigen, welche Firmware auf dem FIS-Control aktuell aufgespielt ist. Auf der zweiten Seite
ist zudem eine Seriennummer abrufbar, die für jedes FIS-Control eindeutig ist.
Software-Aktualisierung
Die Software des FIS-Controls kann aktualisiert werden. Die neue Software kann neue Funktionen bieten
oder Verbesserungen und Fehlerkorrekturen.
Man kann das FIS-Control entweder mit einem seriellen Kabel oder kabellos per Bluetooth mit einem Laptop
verbinden.
Hinweis: Die neueste Software stelle ich kostenlos auf meiner Webseite zum Download bereit.
Bei der Datei handelt es sich immer um ein komplettes Update. Man muss also nicht alle vorherigen
Versionen aufspielen, sondern nur die letzte.
WICHTIG: Notebook im Auto nur per Akku betreiben.
Eine Video-Anleitung zum Aufspielen der Software gibt es hier:
http://youtu.be/jW1F5ZEpewQ
http://youtu.be/JDC2zlA0mSw
Soll die Software über die serielle Schnittstelle geladen werden, benötigt man einen Laptop mit RS232Schnittstelle oder mit einem USB-auf-Seriell-Adapter.
Als Anschlusskabel ist ein 9-poliges 1:1-Kabel geeignet. Sogenannte Nullmodem-Kabel funktionieren nicht.
Schritt 1:
Zum Aktualisieren der Firmware muss das FIS-Control im Softwarelade-Modus gestartet werden. Dazu hält
man die Auswahl-Taste (nicht die Hoch-/Runter-Taste) am Lenkstockhebel gedrückt, während man die
Zündung einschaltet.
Hinweis: Beim Audi A4 (B6/B7) muss nach dem Einschalten der Zündung mindestens 5 Sekunden gewartet
werden. Danach ist die Zündung nochmal auszuschalten und ohne Tastendruck wieder einzuschalten.
Schritt 2 (nur notwendig bei Bluetooth):
Suche mit dem Laptop nach Bluetooth-Geräten in Reichweite. Das Gerät "FIS-CONTROL" sollte gefunden
werden. Kopple das FIS-Control mit dem Laptop. Dazu ist eine PIN-Nummer einzugeben. Sie lautet: "1234".
Nun sollte das Betriebssystem der Bluetooth-Verbindung einen COM-Port zuweisen.
Schritt 3:
Starte das HyperTerminal (bei Windows XP vorinstalliert: Start -> Programme -> Zubehör -> Kommunikation)
oder ein anderes Terminal-Programm, wie z.B. TeraTerm oder ZOC.
Wähle den richtigen COM-Port. Bei Nutzung der seriellen Schnittstelle ist zudem folgendes einzustellen:
Bits pro Sekunde: 115200
Datenbits: 8
Parität: Keine
Stoppbits: 1
Flusssteuerung: Keine
Bei funktionierender Verbindung sollte jetzt im Sekundentakt der Buchstabe "C" im Fenster des TerminalProgramms erscheinen.
Schritt 4.
Nun kann die Firmware an das FIS-Control gesendet werden. Im Hyperterminal wählt man dazu in der
Menüleiste "Übertragung" -> "Datei senden".
Nun kann die Firmware-Datei ausgewählt werden. Als Protokoll ist "Xmodem" zu wählen. Nun "Senden".
Die Übertragung sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Ist die Übertragung erfolgreich, schließt sich beim
HyperTerminal das Übertragungsfenster einfach wieder. Das ist ein Zeichen dafür, dass alles geklappt hat.
Schritt 5:
Zündung aus und wieder einschalten. Im "ÜBER"-Menü vom FIS-Control kann man sich das Datum der
aufgespielten Firmware anschauen. Dort sollte jetzt das Datum der neuen Firmware stehen.
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