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Seite 30
Deutsches Baublatt Nr. 309, November/Dezember 2004
ÖKO-BAU
KLIMASCHUTZ, STANDORTSICHERUNG UND STROMVERSORGUNG IN EINEM
Mit innovativen Energiekonzepten zeigen Unternehmen
in Deutschland einen sicheren Weg in die Zukunft
HEIDENHEIM (AB). Klimaschutz, Standortsicherung, Energieversorgung – das sind brisante
Themen, die zusammen genommen oft ein Dilemma ergeben.
Wie man allerdings aus diesen
Themen eine Win-Win-Lösung
mit dem Ergebnis mehr Umweltschutz, mehr Arbeitsplätze, bessere Standort-Deutschland-Sicherung macht, zeigt eine Kooperation, die es in sich hat. Die vier
Top-Unternehmen Zeppelin Power Systems, Caterpillar, GWE
(Gesellschaft für wirtschaftliche
Energieversorgung) und die
Voith Dienstleistungen GmbH &
Co. KG entwarfen bereits im Jahr
1999 ein Energieversorgungskonzept mit Vorbildfunktion, das
nun mit der Einbringung des letzten von fünf 4-MW-GasmotorModulen fertig gestellt wird und
prinzipiell ganz Heidenheim mit
umweltfreundlichem Strom versorgen könnte. Welche Schritte
haben zu diesem Ziel geführt?
Mutige Entscheidung
in schwieriger Situation
Ausgangpunkt war ein Problem,
vor das sich Voith 1998 gestellt
sah: Die Auswirkungen der
Ein Teil der Projektbeteiligten im IHKW am Tag der Unterzeichnung des
Abnahmeprotokolls. Von links nach rechts: Wolfgang Krebs, IHKW Heidenheim, Claudia Spitzweg, Cat Finance, Sven Krüger, Karl-Friedrich
Fischer, beide Zeppelin, Jens-Peter Schrader, Thomas Wurm, Torsten
Breitbach, alle Cat Finance, Heinz-Udo Wolff, Anders Schropp, Udo Wolter, alle GWE.
Foto: Zeppelin
Liberalisierung des Strommarkts waren bereits zu spüren
und gleichzeitig musste Voith
sein aus zwei Hochdruckkesseln
und zwei nachgeschalteten 10MW-Entnahme-Kondensationsturbinen bestehendes Heizkraftwerk wegen des unwirtschaftlich
gewordenen hohen Kondensationsanteils bei der Stromeigenerzeugung und des geringen
Automatisierungsgrads der Anlagen modernisieren. Statt das
zur damaligen Zeit Naheliegende zu tun, nämlich die veralteten
Dampfturbinen stillzulegen und
den Strom billig auf dem freien
Markt einzukaufen, entschied
sich Voith für das genaue Gegenteil: die KWK-Leistung des
IHKWs deutlich auszubauen
und den dadurch gewonnenen klimaschützenden BHKWStrom in das öffentliche kommunale Netz einzuspeisen. Die
Idee hatte die GWE aus Freiburg, die man sich als innovativen Partner mit ins Boot geholt
hatte. Die Freiburger Projektentwickler waren auch dazu bereit,
mit der Industrieheizkraftwerk
Heidenheim GmbH eine Betreibergesellschaft zu gründen, die
im Rahmen langfristiger Verträge Strom und Wärme an die
Voith-Gesellschaften
sowie
Dampf und Heißwasser an industrielle und kommunale Kunden liefern sollte. Außerdem
wollte die GWE das Voith-Heizkraftwerk samt der Strom- und
Wärmenetze sowie der 18 dort
beschäftigten Mitarbeiter übernehmen und die Modernisierung
finanzieren.
Risikofreie Planung
durch Cat Finance
Im Zentrum der Modernisierung
und Finanzierung standen fünf
Gasmotor-Module mit einer projektierten Leistung von je 3,88
MW. „In diesem Leistungsbereich, in dem Service und Finanzierung neben der Maschinenleistung eine erhebliche Rolle
spielen, sind Caterpillar und
Zeppelin konkurrenzlos. Nur
diese Kooperations-Unternehmen
verfügen neben enorm leistungsstarken Maschinen auch über einen hervorragenden Komplett-
Service sowie mit Cat Finance
über ein Unternehmen, das aufgrund seiner Finanzstärke die
notwendigen Finanzierungskonzepte bereitstellen kann. Dazu
kommt zu ein flexibles Projektteam bei Zeppelin Power Systems, das ein reibungsloses Engineering vom Vertragsabschluss
bis zur Übergabe gewährleistet“,
kommentiert GWE-Projektleiter
Udo Wolter die Entscheidung,
den amerikanischen Maschinenhersteller Caterpillar sowie die
deutsche Service- und Vertriebsorganisation Zeppelin als Partner
für den knapp drei Millionen Euro-Auftrag für das fünfte Modul
zu engagieren. Da Cat Finance,
der Finanzdienstleister von
Caterpillar, für das fünfte Modul
Das letzte von fünf 4-MW-Gasmotor-Modulen wird in das IHKW gehoben.
Foto: GWE
ein Finanzierungsmodell anbot,
wonach die GWE in keinerlei
Vorleistung treten, sondern erst
nach erfolgreicher Inbetriebnahme und damit verbundener Eigenrendite die Module finanzieren
musste, konnten die Freiburger risikofrei planen. Zudem leistete
Zeppelin Power Systems als Generalunternehmer den KomplettService inklusive Einbringung,
Inbetriebnahme, Bauleistungen
am Gebäude und Wartung des
16-Zylinder-Gasmoduls.
Zukunftsweisende
Energiebilanz
Die Stadtwerke Heidenheim sind
nun Kunde und Lieferant zugleich.
So deckt das ausgebaute VoithHeizkraftwerk – bevorzugt zu
Spitzenlastzeiten – rund die Hälfte
des Strombedarfs des Kommunalversorgers, der seinerseits den Bedarf an Erdgas für den Betrieb der
Gasmotor-Module deckt. Dabei
konnte die Energiebilanz erheblich
verbessert werden. Denn bei einem Erdgas-Mehrverbrauch von
nur 20 Prozent hat sich die Stromproduktion des Voith-Heizkraftwerkes vervierfacht. Damit leisten
Caterpillar/Zeppelin als Hersteller,
Servicedienstleister und Finanzierer sowie die Voith Gesellschaften,
die GWE und die Stadtwerke Heidenheim als Provider einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Außerdem sichert das zukunftsweisende Projekt, das schon im
Jahr 2000 von der Fördergemeinschaft Energie & Management mit
dem Preis für das BHKW des Jahres ausgezeichnet worden ist, Arbeitsplätze am Standort Heidenheim. Aufgrund dieses Erfolges
arbeiten die GWE und Caterpillar/Zeppelin in Worms bereits an
einem Zwillingsprojekt.
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