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1. GWL-TERREIN, AMSTERDAM 2. WAS IST - ETH Zürich

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ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
Globale Verteilung des ökologischen Fussabdrucks, 2003
Répartition globale de l’empreinte écologique, en 2003
Ökologischer Fussabdruck1) im Verhältnis zur durchschnittlich verfügbaren globalen Biokapazität2) pro Kopf, in %
Empreinte écologique1) par rapport à la biocapacité2) mondiale moyenne disponible par personne, en %
! 300
200 - 299
100 - 199
50 - 99
< 50
60° N
30°
0°
30°
1)
Ökologischer Fussabdruck:
Der ökologische Fussabdruck misst unseren
Verbrauch von natürlichen Ressourcen und
rechnet ihn in produktive Flächeneinheiten
(globale Hektaren) um.
1)
Empreinte écologique:
L’empreinte écologique mesure notre consommation de ressources naturelles et la traduit
en unité de surface productive (hectares globaux).
2)
Biokapazität:
Die Biokapazität ist der biologische Ertrag
einer produktiven Fläche. Sie wird in globalen Hektaren (gha) ausgedrückt.
2)
Biocapacité:
La biocapacité est le rendement biologique
d’une surface productive. Elle est exprimée
en hectares globaux (gha).
NACHHALTIGKEIT UND STÄDTEBAU
keine Daten verfügbar
aucune donnée disponible
120° W
Satellitenbild Amsterdam
90°
60°
30°
0°
30°
60°
90°
120°
150° E
1 GWL-TERREIN, AMSTERDAM / KCAP
60° S
0
150°
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Département fédéral de l’intérieur DFI
Bundesamt für Statistik BFS
Office fédéral de la statistique OFS
1. GWL-TERREIN, AMSTERDAM
2. WAS IST NACHHALTIGKEIT?
3. OLYMPIC LEGACY, LONDON
4. NACHHALTIGKEIT ALS VISION, LABEL ODER STRATEGIE?
2500
5000 km
180°
Quelle: Global Footprint Network, 2005
Source: Global Footprint Network, 2005
© BFS, ThemaKart, Neuenburg 2006 / W21.01
© OFS, ThemaKart, Neuchâtel 2006 / W21.01
KCAP: GWL-Terrein, Amsterdam, 1993 - 1998, Niederlande
KCAP: GWL-Terrein, Amsterdam, 1993 - 1998, Niederlande
- autofrei, gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
- ökologische Haustechnik
- partizipativer Entwurfsprozess für öffentliche und grüne Räume
- hohe Dichte
- Funktionsmischung
- Mischung von Sozial-, Eigentums- und Mietwohnungen
- viele unterschiedliche Wohnungstypen
- flexible Entwurfsrichtlinien
- Beauftragung verschiedener Architekturbüros für die Gebäude
- Integration des industriellen Erbes
- Entwurf des Mikroklimas
GWL-Gelände, Amsterdam. KCAP 1993
KCAP: GWL-Terrein, Amsterdam, 1993 - 1998, Niederlande
KCAP: GWL-Terrein, Amsterdam, 1993 - 1998, Niederlande
Das vorliegende Material dient allein internen Lehrzwecken.Jede (auch auszugsweise) Veröffentlichung, Vervielfältigung,Hosting oder Weitergabe, sowie artfremde Verwendung ist untersagt.
bei Fragen bitte wenden an: info.staedtebau@arch.ethz.ch
Seite1
ETH Zürich
ZŸrich Vorlesungreihe StŠdtebau
Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und StŠdtebau
Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut fŸr
für StŠdtebau,
Städtebau,ETH ZŸrich,
Zürich, 2008.
2 WAS IST NACHHALTIGKEIT?
links: Amsterdam, Foto: Christian Salewski 2006
rechts: Vijfde Nota Ruimtelijke Ordening: Ondergrond Nederland, 2005
links: Amsterdam, Luftaufnahme der Innenstadt
rechts: Maaselantkering, Nieuwe Waterweg, Port of Rotterdam
Art.!73 Nachhaltigkeit
Bund und Kantone streben ein auf Dauer ausgewogenes
Verhältnis zwischen der Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit
einerseits und ihrer Beanspruchung durch den Menschen
anderseits an.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die
Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass
künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht
befriedigen können.
Brundtland Komission, 1987: Unsere gemeinsame Zukunft
Weit entfernt, ein Aussetzen des ökonomischen Wachstums zu
verlangen, erkennen wir an, dass die Probleme der Armut und
Unterentwicklung nicht gelöst werden können, ohne dass wir
eine neue Ära des Wachstums haben, in der die Wirtschaft der
entwickelten Länder eine grosse Rolle spielen und grosse
Gewinne einstreichen werden.
Brundtland Komission, 1987: Unsere gemeinsame Zukunft
1798 Thomas Malthus: Essay on the Principle of Population
1968
1972
1973
1979
1980
links: Dennis Meadows et.al.: Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit 1973
rechts: Donella H. Meadows, Dennis L. Meadows, Jørgen Randers (1995): Die neuen Grenzen des Wachstums. - Reinbek: 166-171
Robert Ehrlich: The Population Bomb (Bevölkerungsexplosion)
Dennis Meadows et.al.: Die Grenzen des Wachstums
Ölpreiskrise
Ölpreiskrise
Die Grünen, Deutschland
links: Autofreier Sonntag in Deutschland. Deutscher Bundestag: 1973: Wachstumsgrenzen. http://www.bundestag.de/blickpunkt/104_Dossier/0501/0501026.html, Zugriff 20.11.2007
rechts: Wahlplakat der Grünen 1983. demokratiegeschichte.eu: Parteien in Deutschland - die Neugründungen in den westlichen Zonen. http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=132, Zugriff
20.11.2007
Veröffentlichung, Vervielfältigung,
Das vorliegende Material dient allein internen Lehrzwecken.Jede (auch auszugsweise) Veršffentlichung,
VervielfŠltigung, Hosting oder Weitergabe, sowie artfremde Verwendung ist untersagt.
bei Fragen bitte wenden an: info.staedtebau@arch.ethz.ch
Seite2
ETH Zürich
ZŸrich Vorlesungreihe StŠdtebau
Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und StŠdtebau
Städtebau(Salewski) 28.11.2008
1978
1987
1988
1992
1996
1997
2006
2007
FOLIENAUSZUG
UN-HABITAT, Nairobi, Kenya
Brundtland-Kommission: „Our Common Future“
IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change
Rio-Konferenz „Earth Summit“ Agenda 21, Klimarahmenkonvention
HABITAT II - The Cities Summit, Istanbul
Istanbuler Deklaration, Habitat Agenda
Kyoto-Protokoll
Stern-Report
Vierter Bericht des IPCC
©Institut fŸr
für StŠdtebau,
Städtebau,ETH ZŸrich,
Zürich, 2008.
links: Multi-model mean of annual mean surface warming (surface air temperature change, °C) for the scenarios B1 (top), A1B (middle) and A2 (bottom), and three time periods, 2011 to 2030 (left),
2046 to 2065 (middle) and 2080 to 2099 (right). Stippling is omitted for clarity (see text). Anomalies are relative to the average of the period 1980 to 1999.
rechts: Evolution of Greenland surface elevation and ice sheet volume versus time in the experiment of Ridley et al. (2005) with the UKMO-HadCM3 AOGCM coupled to the Greenland Ice Sheet model
of Huybrechts and De Wolde (1999) under a climate of constant quadrupled pre-industrial atmospheric CO2.
IPCC Working Group I: Chapter 10, FINAL FIGURES. Climate Change 2007. Fourth IPCC Assessment Report, November 2007. www.ipcc.ch, Zugriff am 20.11.2007
Spiegel Online: Satellitenfotos: Klimawandel aus dem All beobachtet, Bildquelle: NASA/DDP, http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,517999,00.html, Zugriff 16.11.2007
Eigenschaften
komplexer Systeme
Nichtlinearität
(Schmetterlingseffekt,
Phasenübergänge)
Selbstorganisation
(Lernen)
Emergenz
Pfadabhängigkeit
Wechselwirkungen
Attraktoren (angestrebte
Zustände)
offenes System
links: Bundesamt für Raumentwicklung (ARE): Das ARE – die Koordinationsplattform, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00262/index.html?lang=de, Zugriff 16.11.2007
rechts: Peter Hall, Ulrich Pfeiffer: Urban 21. Der Expertenbericht zur Zukunft unserer Städte. 2000
llinks: Mumbai, Indien. Fotos: Jehangir Sorabje, aus: London School of Economics LSE, Alfred-Herrhausen-Society. Urban Age Conference Series: Urban India: Understanding the Maximum City,
2007, www.urban-age.net, Zugriff 16.11.2007
rechts: Ken Yeang, Ecosystem Earth, Global Place Conference, University of Michigan 2007.http://www.joshuakauffman.org, Zugriff 22.11.2007
Selbstregulation
10 Minuten vor dem Centre Pompidou in Paris. Bauwelt Fotowettbewerb.
Nord
Gesellschaft
Generation
morgen
Generation
heute
Umwelt
Wirtschaft
Süd/Ost
Spiegel Online: IPCC-Report: Warnung an die Welt, Bildquelle: NASA/DDP, http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,517999,00.html, Zugriff 16.11.2007
ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT
nach: Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Drei-Dimensionen-Konzept, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00260/02006/index.html?lang=de, Zugriff 16.11.2007
Veröffentlichung, Vervielfältigung,
Das vorliegende Material dient allein internen Lehrzwecken.Jede (auch auszugsweise) Veršffentlichung,
VervielfŠltigung, Hosting oder Weitergabe, sowie artfremde Verwendung ist untersagt.
bei Fragen bitte wenden an: info.staedtebau@arch.ethz.ch
Seite3
ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
Methoden der Beurteilung
ökologischer Nachhaltigkeit
Der ökologische Fussabdruck
der Schweiz
Ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsdiskussion
Lifecycle Assesment LCA (Ökobilanz)
Ökologischer Fussabdruck
Umweltverträglichkeitsprüfung UVP
Strategische Umweltprüfung SUP
Bundesamt für Statistik BFS
Bundesamt für Raumentwicklung ARE
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
Bundesamt für Umwelt BAFU
ZUSAMMENFASSUNG
Neuchâtel, 2006
Z-G 1
Fussabdruck und Biokapazität pro Kopf, 2002
Globale Hektaren pro Kopf
links: Spiegel Online: IPCC-Report: Warnung an die Welt, Bildquelle: NASA/DDP, http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,517999,00.html, Zugriff 16.11.2007
links: Schematic illustration of various responses of a climate variable to forcing. IPCC Working5,0Group I: Summary for Policy Makers, FINAL FIGURES. Climate Change 2007. Fourth IPCC Assessment
4,5
Report, November 2007. www.ipcc.ch, Zugriff am 20.11.2007
rechts: Franz Oswald/Peter Baccini: Stofflüsse am Beispiel der Aktivität Ernähren, Netzstadt, 2003
rechts: Fuchsterritorien im Wallis (Ausschnitt), Fähen und Rüden, 1988.
4,0
Defizit
3,5
rechts: Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bundesamt für Statistik (BFS): Der ökologische Fussabdruck
der Schweiz, Office fédéral de la statistique (OFS), Neuchâtel, 2006
3,0
2,5
4,7
2,0
1,5
1,0
1,6
1,8
Schweizer Biokapazität pro Kopf
Weltweite Biokapazität pro Kopf
0,5
0,0
Schweizer Fussabdruck pro Kopf
Vergleich zwischen dem Schweizer Fussabdruck pro Kopf und verfügbarer Biokapazität.
Quelle: Global Footprint Network
© Bundesamt für Statistik (BFS)
Z-G 2
Entwicklung von Fussabdruck und Biokapazität
Globale Hektaren pro Kopf
6
Schweizer Fussabdruck
pro Kopf
5
Schweizer Biokapazität
pro Kopf
4
3
2
1
ZUSAMMENFASSUNG
Globale Verteilung des ökologischen Fussabdrucks, 2003
Répartition globale de l’empreinte écologique, en 2003
0
1960
1963
1966
1969
1972
1975
1978
1981
1984
1987
1990
1993
1996
1999
2002
Biokapazität und ökologischer Fussabdruck der Schweiz pro Kopf zwischen 1961 und 2002.
Quelle: Global Footprint Network
Ökologischer Fussabdruck1) im Verhältnis zur durchschnittlich verfügbaren globalen Biokapazität2) pro Kopf, in %
Empreinte écologique1) par rapport à la biocapacité2) mondiale moyenne disponible par personne, en %
Z-G 1
Fussabdruck und Biokapazität pro Kopf, 2002
! 300
200 - 299
5,0
100 - 199
< 50
6%
Defizit
3,5
3,0
9%
17%
2,5
4,7
3%
2,0
4%
1,5
1,0
30°
1,6
1,8
Schweizer Biokapazität pro Kopf
Weltweite Biokapazität pro Kopf
0,5
35%
0,0
Schweizer Fussabdruck pro Kopf
ZUSAMMENFASSUNG
Zusammensetzung des ökologischen Fussabdrucks in der Schweiz im Jahr 2002.
Vergleich zwischen dem Schweizer Fussabdruck pro Kopf und verfügbarer Biokapazität.
Quelle: Global Footprint Network
0°
Ackerflächen
Weideflächen
Wald
Fischerei
Siedlungsflächen
Fossile Energie
Nuklearenergie
Graue Energie
11%
15%
4,0
60° N
Z-G 3
Globale Hektaren pro Kopf
4,5
50 - 99
© Bundesamt für Statistik (BFS)
Zusammensetzung des ökologischen Fussabdrucks, 2002
Quelle: Global Footprint Network
© Bundesamt für Statistik (BFS)
Z-G 2
Entwicklung von Fussabdruck und Biokapazität
© Bundesamt für Statistik (BFS)
Z-G 4
Entwicklung des weltweiten Fussabdrucks
2006 BFS DER ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK DER SCHWEIZ
6
Globale Hektaren pro Kopf
4
Schweizer Fussabdruck
pro Kopf
5
30°
1)
Ökologischer Fussabdruck:
Der ökologische Fussabdruck misst unseren
Verbrauch von natürlichen Ressourcen und
rechnet ihn in produktive Flächeneinheiten
(globale Hektaren) um.
1)
Empreinte écologique:
L’empreinte écologique mesure notre consommation de ressources naturelles et la traduit
en unité de surface productive (hectares globaux).
2)
Biokapazität:
Die Biokapazität ist der biologische Ertrag
einer produktiven Fläche. Sie wird in globalen Hektaren (gha) ausgedrückt.
4
1
1
60° S
0
1960
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Département fédéral de l’intérieur DFI
Bundesamt für Statistik BFS
Office fédéral de la statistique OFS
120° W
90°
60°
30°
0°
30°
60°
90°
120°
150° E
Biokapazität
2
2
Biocapacité:
La biocapacité est le rendement biologique
d’une surface productive. Elle est exprimée
en hectares globaux (gha).
0
150°
Ackerbau
Weidewirtschaft
Fischerei
Waldwirtschaft
Energie
Siedlungen
Schweizer Biokapazität
pro Kopf
3
3
2)
keine Daten verfügbar
aucune donnée disponible
7
Globale Hektaren pro Kopf
2500
5000 km
1963
1966
1969
1972
1975
1978
1981
1984
1987
1990
Quelle: Global Footprint Network, 2005
Source: Global Footprint Network, 2005
© BFS, ThemaKart, Neuenburg 2006 / W21.01
© OFS, ThemaKart, Neuchâtel 2006 / W21.01
1993
1996
1999
0
1960
2002
1963
1966
1969
1972
1975
1978
1981
1984
1987
1990
1993
1996
1999
2002
Entwicklung des weltweiten Fussabdrucks nach Kategorien zwischen 1961 und 2002.
Biokapazität und ökologischer Fussabdruck der Schweiz pro Kopf zwischen 1961 und 2002.
Quelle: Global Footprint Network
180°
Quelle: Global Footprint Network
© Bundesamt für Statistik (BFS)
© Bundesamt für Statistik (BFS)
Z-G 3
Zusammensetzung des ökologischen Fussabdrucks, 2002
Ackerflächen
Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Nachhaltigkeit messen in der Schweiz, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00551/index.html?lang=de, Zugriff 16.11.2007
11% (ARE), Direktion für Entwicklung
Weideflächen und Zusammenarbeit (DEZA), Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bundesamt für Statistik (BFS): Der ökologische Fussabdruck der
15%
Bundesamt für Raumentwicklung
Globale Verteilung des ökologischen Fussabdrucks, 2002
K1
Wald
Schweiz, Office fédéral de la statistique
2006
6% (OFS), Neuchâtel,Fischerei
Siedlungsflächen
Fossile Energie
Nuklearenergie
Graue Energie
9%
17%
3%
links: Rückbau eins Wohnhauses in Plattenbauweise, Dresden 2006. Foto: Christian Salewski
rechts: Wien 2006. Foto: Christian Salewski
60! N
4%
35%
Zusammensetzung des ökologischen Fussabdrucks in der Schweiz im Jahr 2002.
Quelle: Global Footprint Network
0!
© Bundesamt für Statistik (BFS)
2006 BFS DER ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK DER SCHWEIZ
7
60! S
0
120! W
60!
60!
0!
120! E
2500
5000 km
© BFS, ThemaKart, Neuenburg 2006
180!
Ökologischer Fussabdruck im Verhältnis zur durchschnittlich verfügbaren Biokapazität pro Kopf, in %
< 50
50 – 99
100 – 199
200 – 299
" 300
keine Daten verfügbar
Quelle: Global Footprint Network, 2005
Siedlungsfläche 1992/97 und Entwicklung von 1979/85 bis 1992/97
Surface d’habitat et d’infrastructure en 1992/97 et évolution de 1979/85 à 1992/97
Siedlungsfläche
Surface d’habitat et d’infrastructure
Siedlungsfläche 1992/97 am Total der
Produktivfläche, in % (Schweiz: 9,07%)
Surface d’habitat et d’infrastructure en 1992/97
en % de la surface productive (Suisse: 9,07%)
SH
! 45
8 530 ha
5 000 ha
2 000 ha
1 000 ha
TG
BS
32 – 44,9
500 ha
2006 BFS DER ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK DER SCHWEIZ
16 – 31,9
9
100 ha
8 – 15,9
<8
BL
JU
Bezirke bzw. Gemeinde(gruppe)n
districts resp. (groupes de) commune
AG
ZH
Stand 1992/97
Situation 1992/97
SG
SO
AR
Stand 1979/85
Situation 1979/85
AI
Zunahme 1979/85 bis 1992/97
Augmentation de 1979/85 à 1992/97
ZG
LU
NE
BE
SZ
NW
OW
GL
UR
GR
FR
VD
TI
GE
VS
0
25
50 km
Siedlungsfläche
Surface d’habitat et d’infrastructure
Schweiz/Suisse 1979/85:
246 263 ha
Schweiz/Suisse 1992/97:
279 095 ha
Zunahme 1979/85 bis 1992/97
Augmentation de 1979/85 à 1992/97: +32 832 ha
Quelle: Arealstatistik 1979/85 und 1992/97, BFS
Source: Statistique de la superficie 1979/85 et 1992/97, OFS
© Bundesamt für Statistik / Office fédéral de la statistique, ThemaKart, Neuchâtel 2002 - Relief: L+T, Wabern / K02.12
Thematische Karten
Cartes thématiques
BFS OFS UST
Bundesamt für Statistik (BFS), des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz, Indikatoren
und Kommentare. BFS, Neuchâtel 2003
Bundesamt für Statistik (BFS): Kartengalerie Schweiz, http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/thematische_karten/maps/raum_und_umwelt/raumnutzung.html, Zugriff 16.11.2007
Australian Government, Bureau of Meteorology: Sustainable Urban Design and Climate. http://www.bom.gov.au/climate/environ/design/design_a.shtml, Zugriff 20.11.2007
Das vorliegende Material dient allein internen Lehrzwecken.Jede (auch auszugsweise) Veröffentlichung, Vervielfältigung,Hosting oder Weitergabe, sowie artfremde Verwendung ist untersagt.
bei Fragen bitte wenden an: info.staedtebau@arch.ethz.ch
Seite4
ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
SOZIALE NACHHALTIGKEIT
links: Park, Manchester, England 2004
rechts: Rust Belt, Minnessota 2004. Foto: Christian Salewski
Bundesamt für Statistik (BFS), des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz, Indikatoren
und Kommentare. BFS, Neuchâtel 2003
THE SIX CITIES: REGIONAL OVERVIEW
BERLIN
LONDON
NEW YORK
Birmingham
MEXICO CIT
Metropolitan region
Metropolitan region
Metropolitan region
links: Amsterdam, Foto: Christian Salewski 2006
rechts: Frank Lloyd Wright: Broadacre City (Usonia), The Disappearing City, 1932
Greater London
links: Manchester, England, 2004. Foto: Christian Salewski
rechts: Sjoerd Soeters, Haverlij, Den Bosch, Niederlande
State of Berlin
Communication and participation in planning:
Real Great Society, urban planning studio, East Harlem, 1969. Source: AnArchitektur 19: Community Design. Involvement and Architecture in the US
since 1963. Invitation flyer, 2008
Toluca De Lerdo
New York City
Leipzig
Today the population of
Berlin stands at approximately 3.4 million. During the last
century, Berlin’s growth, relative to other large European
cities like London, has been
fairly slow. In fact Berlin presents an anomaly in a world of
cities that are rapidly expanding. By the end of the 20th century, the city’s population
showed a mere 72% increase
from its level in 1900. Even
more striking, in the past
decade of increased investments to Berlin there was a
population decline of 1.5%.
At !23,354 per capita,
Berlin’s Gross City Product is
substantial. Yet this, the
largest city in Germany, has
BERLIN
COMPARED TO GERMANY
only a 3.5% share of the
country’s GDP and a limited
centrality within the German
economy. The city’s embattled public finances complicate its economic recovery
and limit its employment and
development policies.
Berlin covers approximately 892 square kilometres,
stretching out along the Spree
River and its plateaus. In
Berlin, open space has not
been an afterthought to city
planning; open and recreational space accounts for
45% of the city’s surface. The
gross residential density of
Berlin is about 3,800 people
per sqkm.
LONDON
COMPARED TO THE UK
GDP/capita
€ 23,400
In recent times London, a
service-led urban economy
with a global orientation, has
experienced what is perhaps
an unprecedented economic
bonanza. Currently its Gross
City Product is estimated at
!34,500 per capita accounting for almost 20% of the
UK’s national economy. Yet a
hard core of poverty lingers in
Inner London, particularly in
its eastern and southern
areas.
200%
150%
150%
One person households
50.7%
100%
Unemploymen
Unemployment
6.9%
a persistent level of poverty in
New York.
New York City covers
approximately 830 square
kilometres, of which 25% is
dedicated to open and recreational space. The gross residential density of New York
City is about 9,600 people per
sqkm, by far the highest in the
United States. However, this
density level drops significantly outside the city. Also,
densities across New York are
unevenly distributed, and
vary widely from peaks in
parts of Manhattan to the relatively low densities in the
outer boroughs with a
notably suburban character.
The current population of
Mexico City Metropolitan
Area is estimated at 18 million, of which 8.6 million live
within the Federal District.
Both the population and
urbanised area of Mexico Cit
Metropolitan Area have
expanded dramatically since
the mid-20th century. Both
continue to grow in complex
patterns – whereas the urban
core has regained some popu
lation, suburban sprawl continues apace, fuelled by lowcost mortgages and a lax regulatory framework.
The Federal District cover
about 1,488 square kilometres. In the urbanised northern portion, open and recreMEXICO CITY
COMPARED TO MEXICO
GDP/capita
€ 46,800
200%
150%
One person households
34.1%
50%
50%
For the first time in its history, New York City’s population passed the 8 million
mark in the year 2000 after a
decade of strong growth.
Since then, the city has continued to add residents, and
this trend is expected to continue over the next ten years.
Regional growth outside the
city has also continued apace.
With a Gross City Product
of approximately !39,500
per capita, New York is one of
the world’s richest cities. This
juggernaut urban economy
generates up to 4% of the
entire US GDP. It has been
pointed out often that even
with the enormous wealth
generated by the city, there is
NEW YORK
COMPARED TO THE USA
GDP/capita
€ 32,200
200%
100%
Unemployment
19.0%
After a decade and a half of
significant population
growth, Greater London currently has about 7.5 million
residents; projections indicate that this figure will reach
8 million within the next
decade. Greater London covers approximately 1,600
square kilometres of land area
at a gross residential density
of about 4,700 people per
sqkm. However, almost half
of this surface is comprised of
open and recreational space.
The city has decided to
accommodate the expected
population growth within its
existing urbanised area
through structural densification.
Unemployment
5.8%
100%
50%
One person households
31.9%
Unemployment
4.8%
Germany
Car ownership
303/1,000 people
Berlin
London
UK
Car ownership
340 cars/1,000 people
New York
USA
Car ownership
206/1,000 people
Mexi
Foreign born
0.7%
Foreign born
13.7%
Foreign born
27.1%
CCTV, Liverpool 2004. Foto: Christian Salewski
Foreign born
36.6%
20 mi
and New York had already a
total population of above 5
Population growth in the six
million and share a period of
Urban Age cities follows a
15 mi
decline followed by growth in
variety of different patterns.
London, New York and Berlin recent years. It was not until
London School of Economics LSE, Alfred-Herrhausen-Society. Urban Age Conference Series: Towards an Urban Age, 2006, www.urban-age.net, Zugriff 16.11.2007
had their period of exponen- 1990 that populations of
10 mi
Mexico City and Shanghai
tial growth at the beginning
crossed the 15 million mark.
of the 20th century; Mexico
5 mi
City, Shanghai and
Johannesburg did not start to
grow at similar rates before
0 mi
the 1950s. By 1910, London
1900
1910
1920
1930
1940
1950
1960
1970
1980
1990
POPULATION GROWTH
URBAN AGE SUMMIT BERLIN NOVEMBER 2006
Das vorliegende Material dient allein internen Lehrzwecken.Jede (auch auszugsweise) Veröffentlichung, Vervielfältigung,Hosting oder Weitergabe, sowie artfremde Verwendung ist untersagt.
bei Fragen bitte wenden an: info.staedtebau@arch.ethz.ch
Mexico City
Shanghai
New York
London
Berlin
Johannesburg
2000
Seite5
Source: World Urbanisation Prospects, 2003 Revision, United Nations
ÖKONOMISCHE NACHHALTIGKEIT
URBANISATION BY
SELECTED COUNTRIES
All three countries with
advanced economies including the US, Britain and
Germany were already largel
urbanized by 1950. Since
then, the proportion of urba
population in these countrie
have only grown from
between 65 and 80% to levels
between 80 and 90%. Mexico
ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
links: Mexiko City, London School of Economics LSE, Alfred-Herrhausen-Society. Urban Age Conference Series: Towards an Urban Age, 2006, www.urban-age.net, Zugriff 16.11.2007
rechts: Canary Wharf, London 2007, Foto: Christian Salewski
links: Worldmapper: Wealth, 2002, http://www.worldmapper.org, Zugriff 22.11.2007
rechts: Worldmapper: Often preventable deaths, 2002.http://www.worldmapper.org, Zugriff 22.11.2007
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
Lebenszykluskosten, H. Preisig und U. Kasser, 2005
INDIKATOREN DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG
LVhWZYZjiZi®CVX]]Vai^\Z:cil^X`ajc\¯4
9^Z^cBDC:IkZglZcYZiZ9Z[^c^i^dc#
1. Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die gegenwärtigen Bedürfnisse zu decken vermag,
ohne gleichzeitig späteren Generationen die Möglichkeit zur Deckung der ihren zu verbauen.
2. Nachhaltige Entwicklung bedeutet die Gewährung von
menschenwürdigen Lebensbedingungen im Sinne der
Menschenrechte durch Schaffung und Aufrechterhaltung möglichst vieler Optionen zur freien Gestaltung
der Lebensentwürfe. Bei der Nutzung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Ressourcen soll der
Grundsatz der Fairness unter und zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Generationen in der Schweiz
und gegenüber dem Ausland berücksichtigt werden.
3. Die Verwirklichung dieses Anspruchs bedingt den
umfassenden Schutz der als Lebensgrundlage unverzichtbaren biologischen Vielfalt im Sinne von Ökosystemvielfalt, Artenvielfalt und genetischer Vielfalt.
4. Zieldimensionen sind gesellschaftliche Solidarität, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ökologische Verantwortung. Es gilt das Prinzip der Gleichrangigkeit der
drei Zieldimensionen: Ökologische, ökonomische und
soziale Ziele dürfen langfristig nicht auf Kosten der
jeweils anderen Ziele erreicht werden.
INDIKATORENSYSTEME FÜR NACHHALTIGKEIT
INDIKATOREN DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG
Begrenzte Ressourcen
O^ZaY^bZch^dcZc
Die Verwirklichung des oben genannten Anspruchs
bedingt auch, dass Kapital nur verbraucht werden darf,
wenn dadurch die Möglichkeiten der am meisten Benachteiligten jetziger und zukünftiger Generationen nicht verschlechtert werden. Doch die natürlichen Ressourcen der
Erde sind begrenzt. Daher muss jeder Ressourcenverzehr
mit einer ebenbürtigen Investition in die Zukunft verbunden
sein. Im Falle der biologischen Vielfalt sind die Möglichkeiten für einen Ersatz beschränkt, weshalb dort ein umfassender Schutz unabdingbar ist.
Für eine ausgewogene Bedürfnisbefriedigung braucht es
nicht nur genügend natürliche Ressourcen, sondern auch
eine leistungsfähige Wirtschaft und ein lebenswertes soziales
Umfeld. Nachhaltige Entwicklung beinhaltet also viel mehr
als nur den Schutz der Umwelt, wie oft angenommen wird.
Die drei Bereiche Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft
sind eng miteinander verknüpft, und die Schnittstellen und
Wechselwirkungen sind von grosser Bedeutung. Aus diesem
Grund ist es wenig sinnvoll, die drei Bereiche als getrennte
Säulen zu betrachten. Das Konzept erfordert vielmehr
Die Postulate (siehe Seiten 12-14) basieren weitgehend
auf Publikationen des Bundes. Trotz sorgfältiger und
möglichst ausgewogener Zusammenstellung ist die Auswahl
Definition und Interpretation
nicht frei von Werturteilen. Die Postulate zeichnen denn
auch kein vollständiges Bild einer nachhaltigen Schweiz.
CVX]]Vai^\Z:cil^X`ajc\
9^Z>cY^`VidgZc
Für die einzelnen Themen wurden in einem partizipati<ZhZaahX]V[ia^X]Z
ven Prozess, an dem rund 20 Bundesstellen beteiligt waren,
Zieldimensionen
Hda^YVg^i~i
Indikatoren ausgewählt. Die Indikatoren illustrieren eines
oder mehrere Postulate der Nachhaltigen Entwicklung und
stellen einen der fünf Schritte im für das MONET-System
modellierten Prozess dar: Den Grad der Deckung der individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse und den AufEdhijaViZoj
wand, der dafür geleistet wird, den– Objektive
aktuellenund
Zustand
der
subjektive
Ressourcen, die Effizienz und Gerechtigkeit
ihrer Nutzung
Lebensbedingungen
4.
sowie die Reaktionen der Gesellschaft
– Verteilungsgerechtigkeit,
Die vorliegende Indikatorenliste istChancengleichheit
ein offenes System,
Postulate
– Sozialer
Zusammenhalt
und Änderungen (Zusätze, Streichungen
und
Abänderun– Entwicklung des Humankapitals
gen der Indikatoren) sind möglich.
– Internationale Solidarität
L^gihX]V[ia^X]Z
AZ^hijc\h[~]^\`Z^i
y`dad\^hX]Z
KZgVcildgijc\
EdhijaViZoj
EdhijaViZoj
– Wirtschaftssystem
– Ressourcenverbrauch
– Leistungs- und
– Stoffe und Abfälle
Wettbewerbsfähigkeit
– Risiken
– Flexibilität/Stabilität
– Geschwindigkeit von
– Produktion/Konsum
Veränderungen
– Beschäftigung
– Natur- und Kulturlandschaft
– Internationaler Handel
>cY^`VidgZc
Auswahl der Indikatoren
In Einklang mit «Rio» und mit der Bundesverfassung
Zieldimensionen, welche die gegenseitige Abhängigkeit der
EdhijaViZVahG^X]ijc\hlZ^hZg
Bundesamt für Statistik (BFS), des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz, Indikatoren
drei Bereiche «gesellschaftliche Solidarität», «wirtschaftliche
Das hier skizzierte Verständnis von Nachhaltiger
und Kommentare. BFS, Neuchâtel 2003
Konkrete Sachverhalte lassen sich mit Zieldimensionen
Leistungsfähigkeit» und «ökologische Verantwortung»
Entwicklung entspricht den Grundwerten der offiziellen
alleine nur schwer beurteilen – die Interpretationsspielräume
betonen. Alle drei Bereiche sind gleichwertig zu behandeln
Dokumente des Erdgipfels von Rio, der Erklärung von
sind oft zu gross. Deshalb wird die Definition der Nachhaltiund haben sowohl in der Gesellschaft als auch in der
Rio und der Agenda 21. Zudem steht es im Einklang
gen Entwicklung und deren Zieldimensionen zusätzlich mit
Wirtschaft und für die Umwelt Gültigkeit. Das bedeutet
mit der Wertordnung, wie sie in der Bundesverfassung
Postulaten konkretisiert. Diese Postulate bilden letztlich den
zum Beispiel, dass Umweltschutzmassnahmen wirtschaftlich
verankert ist. Artikel 2 verlangt ausdrücklich die «Förderung
Referenzrahmen, mit der sich beobachtete Entwicklungen
effizient zu erfolgen haben oder die Wirtschaftsförderung
der Nachhaltigen Entwicklung» sowie «die dauerhafte
hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit einordnen lassen. Gleichzeisozial gerecht sein soll.
Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen», und Artikel
tig erlauben die Postulate eine konsistente und transparente
73 «ein auf Dauer ausgewogenes Verhältnis zwischen der
Wahl der Indikatoren: Jeder Indikator muss zu mindestens
Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit einerseits und ihrer
einem Postulat einen Bezug aufweisen.
Beanspruchung durch den Menschen anderseits».
Alle Postulate haben einen eindeutigen und direkten
Bezug zur Definition und zu den Zieldimensionen und sind
über Zeit und Raum hinweg zweckmässig. Da sie auf langfristige Gültigkeit ausgerichtet sind, enthalten sie keine aktu2003 BFS/BUWAL/ARE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IN DER SCHWEIZ
&%
ellen Massnahmen oder Lösungswege.
Die Postulate werden thematisch den Zieldimensionen
«gesellschaftliche Solidarität», «wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit», «ökologische Verantwortung»
zugeordnet und in 20 Bereiche gegliedert. Sie machen
Aussagen zur Deckung von Bedürfnissen und zur Erhaltung
4 Für Zusatzinformationen zur Struktur und zu den Merkmalen des
von Kapitalstöcken sowie zur effizienten und gerechten
Indikatorensystems siehe BFS, BUWAL, ARE 2003: MONET Schlussbericht
Gestaltung der Bedürfnisdeckung und Ressourcennutzung.
– Methoden und Resultate
Warschau 2006, Foto: Christian Salewski
INHALT
Inhalt
Kdgldgi
*
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,
IZ^a6/>cY^`VidgZcYZgCVX]]Vai^\Zc:cil^X`ajc\
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
Soziale Sicherheit und materieller Wohlstand
Gesundheit
Subjektive Lebensbedingungen
Wohnen
Kultur und Freizeit
Sozialer Zusammenhalt und Partizipation
Entwicklungszusammenarbeit
Bildung und Wissenschaft
Information
Physische Sicherheit
Internationaler Handel und internationale
Wettbewerbsfähigkeit
Inländische Märkte
Arbeit
Forschung, Entwicklung und Technologie
Produktion
Konsum
Mobilität
Stoffe, Abfälle und Einwirkungen
Boden
Wasser
Luft
Klima
Raumnutzung
Biodiversität
Energie
Wald
.
16
18
20
22
24
26
28
30
32
34
36
38
40
42
44
46
48
50
52
54
56
58
60
62
64
66
!
IZ^a7/@dbbZciVgZ
Alfred Neukom:
Nachhaltigkeit als öffentliches Projekt
Susana Jourdan und Jacques Mirenowicz:
CVX]]Vai^\Z:cil^X`ajc\
Die Schweiz ist nicht nachhaltig
^cYZgHX]lZ^o
Christoph Allenspach:
Indikatoren und Kommentare
Mühe mit dem Gesellschaftsvertrag
für ein nachhaltiges Handeln
Aus verschiedenen Blickwinkeln –
die Kommentare der Begleitgruppenmitglieder
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NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IN DER SCHWEIZ
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NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IN DER SCHWEIZ
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70
links: Bundesamt für Statistik (BFS), des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz,
Indikatoren und Kommentare. BFS, Neuchâtel 2003
rechts: Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Was sind Kernindikatoren der Nachhaltigen Entwicklung?, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/00554/index.html?lang=de,
Zugriff 16.11.2007
2003 BFS/BUWAL/ARE
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Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Was sind Kernindikatoren der Nachhaltigen Entwicklung?, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/00554/index.html?lang=de, Zugriff
!
16.11.2007
Bundesamt für Statistik: Cockpit der Nachhaltigen Entwicklung, zu erreichen über: www.monet.admin.ch, Zugriff 16.11.2007
(
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Seite6
ETH Zürich
ZŸrich Vorlesungreihe StŠdtebau
Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und StŠdtebau
Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut fŸr
für StŠdtebau,
Städtebau,ETH ZŸrich,
Zürich, 2008.
Nord
Gesellschaft
Generation
morgen
Generation
heute
Umwelt
Wirtschaft
Süd/Ost
Amsterdam 2006. Foto: Christian Salewski
3 OLYMPIC LEGACY, LONDON/KCAP,EDAW,ALLIES+MORRISON
nach: Bundesamts für Raumentwicklung (ARE): Drei-Dimensionen-Konzept, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00260/02006/index.html?lang=de, Zugriff 16.11.2007
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ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
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ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
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ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
Kriterien für guten Städtebau
- Situationen als grundlegendes Prinzip
- Transformation, ausgehend vom status quo
- Ortsbezug, Verwendung ortstypischer Spuren und Identitäten
- aktive Gestaltung der Landschaft
- Klimaorientierung, Wasser- und Bodenmanagment
- Effizienz und Mischung der Bodennutzung und des Nutzungsmasstab
- Vielfalt der städtebaulichen und architektonischen Typen
- Netzwerk des öffentlichen Raums
- innovative Mobilitätskonzepte
- kataklytische Effekte zwischen privatem und öffentlichem Programm
- Framework & Infill - Strategie
links: Jay Forrester: World Dynamic, später als Grundlage für die Entwicklung von SimCity verwendet.
rechts: Ludwig Hilbersheimer
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
4 NACHHALTIGKEIT ALS VISION, LABEL ODER STRATEGIE?
links: Hersbrucker Hochaltar: Die Beweinung Christi (Ausschnitt: Das himmlische Jerusalem), 1483
rechts: Jakov Tschernichow: Maschinenstadt, 1930
oben: Zentrum Neu-Perlach, München
unten: o.A.: Leitbild für die Stadterneuerung, Konzeptskizzen der CIAM Gruppe Deutschland, o.D. (ca. 1950?)
links: Rob Krier, Brandevoort, Helmond, Niederlande
rechts: Hans Kollhoff, Wohnhaus in Kop van Zuid, Rotterdam, 2006
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Seite10
ETH Zürich
ZŸrich Vorlesungreihe StŠdtebau
Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und StŠdtebau
Städtebau(Salewski) 28.11.2008
Arup, Dongtan Eco-City, China, 2007
FOLIENAUSZUG
©Institut fŸr
für StŠdtebau,
Städtebau,ETH ZŸrich,
Zürich, 2008.
links: Arup, Dongtan Eco-City, China, 2007
links: Arup: Dongtan Eco-City, China, 2007
rechts: grün gestrichener Steinbruch, Fungmin, China 2007
rechts: Claude Lorrain: Le Port de Mer et l‘Embarquement de la Reine de Saba, 1648
„why science city ?“
„science city is a provocation“
* to what science city could develop and what it needs
CIT
Y
constructing capabilities
the forbidden city
the related city
the destination city
the networked city
the expressive city
ivory tower
aerial tram
attractions
synergies
urban design
HOW
nachhaltiger Städtebau = städtische Nachhaltigkeit + nachhaltige Technologie
measures
WHAT
outcomes
community and commitment
intergration of locality
participation and exchange
integration and feed-back
communication and urbanity
WHY
Anzeigen für Fertighäuser: Das 1 Liter Haus, Die Zeit, 15.11.2007
Nachhaltigkeitsstrategie Science City Zürich, Wettbewerb, 2007. ein 1. Preis: Thomas Kovari, Feld 4 Architekten, Dunja Binggeli, Marcel Muri, sa_partners
T I M E
3
7
9
11
framework + strategy
Strategien für einen guten Städtebau
infill: structure + typology
program
process + stakeholder management + participation + rulesets
voids: public space + landscape + roadscapes
nachhaltiger städtische Strategie = räumliche & programmatische Entwurfsstrategie
+ strategischer Prozessentwurf
access + connectivity
s t o r y l i n e
+
i m a g i n g
+
c o m m u n i c a t i o n
scenarios + vision
PUBLIC TRANSPORT + PARKING
technical infrastructure + sustainability
policy + social infrastructure
p h a s i n g - o u t
+
f l e x i b i l i t y
+
o p e n - e n d e d n e s s
Entwurfsvision
+ Transformationsstrategie
+ aktivierender, partizipativer, ‚stakeholder managment‘ Prozess
+ simultanes Arbeiten: Entwerfen, Forschen, Kommunizieren
+ nachhaltige Technologie
+ Integration von Unsicherheit
+ Akzeptanz von Nichtwissen und Komplexität
+ generelle Flexibilität bei Festlegung strategisch wichtiger Prinzipien
= Offenheit: Möglichkeitsräume für die Vielfalt der jetzigen und der
zukünftigen Gesellschaft
Veröffentlichung, Vervielfältigung,
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Seite11
ETH Zürich Vorlesungreihe Städtebau1, HS2008 , Vorlesung 1.10 Nachhaltigkeit und Städtebau(Salewski) 28.11.2008
FOLIENAUSZUG
©Institut für Städtebau,ETH Zürich, 2008.
Städtebau ist simultan-schachspielen.
Kees Christiaanse
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