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+M_s67_titel.kab_+M_s67_titel 21.08.14 09:57 Seite 67
17. 9., 20 Uhr
Backstage Club
Entertainment | Theater | Klubs + Konzerte | Ausstellungen
Foto: Klaus Sahm
München
Max Giesinger
+M_s68s69_entertainment.kab_+M_s68s69_entertainment 20.08.14 14:14 Seite 68
We Will Rock You
Monika Gruber
Der Bembers
We Will Rock You
9.–14., 16.–21., 23.–28. + 30. 9.
Deutsches Theater
HG Butzko
HERRSCHAFTSZEITEN
1. 9., 20 Uhr, Lustspielhaus
Wenn sich ein Kabarettist der ganz großen
Themen annimmt, kann das sehr schnell
oberlehrerhaft besserwisserisch werden.
Beispiele gibt es zuhauf, HG Butzko aber
gehört nicht zu diesen Klugscheißern. Und
doch ist er ein Rechthaber. Der Unterschied:
Butzko argumentiert auch! Er leitet her, vernünftig und nachvollziehbar, wie er zu einem
deutlichen, scharfen Urteil kommt. Lesen Sie
doch mal auf seiner Homepage den Blogeintrag
zum Fall Edathy, dann wissen Sie, was ich
meine. Nicht ohne Grund hat HG Butzko jetzt
den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte
Kabarett erhalten.
68
Foto: Yannick Perrin
Foto: Tibor Bozi
Entertainment
Der Mythos um Freddie Mercury (1946–1991)
ist nicht totzukriegen. Dem charismatischen
Sänger ist es zu verdanken, dass bis heute
noch Jung und Alt gleichermaßen die Hymnen
der Rocklegende Queen mitsingen können.
Klar, dass es dazu auch ein Musical geben
muss, dafür ist der stadiontaugliche Glamrock
schließlich wie geschaffen. Produziert unter
Mitwirkung der Mitglieder Brian May und Roger
Taylor, ist es sogar eines der erfolgreichsten
Musicals aller Zeiten – mit mehr als fünfzehn
Millionen Zuschauern weltweit. Es wird die
überarbeitete Originalversion gespielt – unter
anderem mit aktualisierten Videoanimationen,
kreiert vom verstorbenen Produzenten Mark
Fisher mit dem Designer Willie Williams.
Letzterer rückte schon U2 ins rechte Licht.
Glücklicherweise nimmt die Riesenproduktion
die Legende Queen aber auch nicht zu ernst
und steckt voller ironischer Seitenhiebe, wie sie
von Autor Ben Elton (u. a. „Mr. Bean“) zu
erwarten sind.
Uta Köbernick
AUCH NICHT SCHLIMMER:
UTA KÖBERNICK SINGT RABENLIEDER
25. 9., 20 Uhr, Münchner Lach- und
Schießgesellschaft
Die in Berlin Köpenick geborene Kabarettistin
Uta Köbernick kommt von der Musik. Mit dem
Rundfunk-Kinderchor ist sie durch die ganze
Welt gereist, hat die Theaterhochschule Zürich
mit Erfolg absolviert und war Mitglied des
Berliner Ensembles. Doch Köbernick, die stark
vom Kabarettisten und Schriftsteller Christof
Stählin beeinflusst ist, brach ihre Bühnenkarriere ab und widmete sich in der Folge seit
knapp zehn Jahren der Kleinkunst. Das aktuelle Programm „Auch nicht schlimmer“ ist ihr
bisher zweites abendfüllendes Programm. Sie
hat dafür bereits den Preis der deutschen
Schallplattenkritik erhalten. Vorwiegend bestreitet Uta Köbernick den Abend musizierend am
Klavier oder der Gitarre, unterbrochen von kurzen und weniger kurzen, ausschweifenden
Anmoderationen.
+M_s68s69_entertainment.kab_+M_s68s69_entertainment 20.08.14 14:14 Seite 69
Entertainment
HG Butzko
Foto: Peter Kronenberger
Uta Köbernick
Foto: Ingo Pertramer
Foto: Miro Entertainment
Tourtipp
Der Bembers
Monika Gruber
VOLL IN DIE FRESSE
10. 9., 20 Uhr, Schlachthof
IRGENDWAS IS’ IMMER
26. + 27. 9., 20 Uhr, Circus Krone
Wenn du vom Bembers mit
„Ey horch amol!“ angesprochen
wirst, wird es ernst. Oft. Denn
dann geht der Franke in die
Offensive, und das kann weh
tun. Der Comedian Roman
Sörgel ist ein astreiner Headbanger, allerdings nicht wie
Bülent Ceylan, denn er ist keiner
von der geleckten Sorte. In seiner
fränkischen Rauheit nimmt der
Bembers keine Rücksicht auf
Etikette oder politische Korrektheiten. Wunderbar ist der Sketch
„Kain Schwarzer ist ein Neger“,
in dem der Bembers einem dunkelhäutigen Menschen gegen den
Angriff einer Gruppe von Glatzen
hilft, nur um hinterher von der
Polizei gleich mehrfach gemaßregelt zu werden, weil sein Vokabular stark von seiner politischen
Haltung abweicht.
Ein Jahr hat Monika Gruber pausiert. Gesehen hat man sie
durchaus – aber eben nur in
Vorabend- und sonstigen
Fernsehserien und -filmen. Doch
jetzt ist sie wieder da, zurück auf
der Bühne, und meist sind die
Vorstellungen längst ausverkauft.
Denn: Man hatte ja lange genug
Zeit, sich mit den Karten einzudecken! Im Neuen Programm
„Irgendwas is’ immer“ beschäftigt
sich die Gruberin mit so Dingen
wie einer Toleranz-Intoleranz und
damit, wie diese sich auf eine
Hypersensibilisierung oder Burnout auswirken mag. Und was ist
überhaupt das Glück für ein
Ding? Wir sehen: Fragen über
Fragen. Ob die Gruberin eine
Antwort hat? Mmmm – muss
nicht sein! Nur frech muss sie
sein, dann passt scho alles.
69
The Great Dance
of Argentina
Tangoshow kommt auf Deutschlandtour
Nach ihrer Erfolgstour 2013 kommt die Tanz- und
Musikshow „The Great Dance of Argentina“ mit ihrer
neuen Tangoperformance „Vida“ zurück nach Deutschland. Das Publikum wird vom Tanz, Gesang und der
(Live-)Musik des Ensembles um das Ehepaar Nicole Nau
und Luis Pereyra, die schon Prinz Charles und Lady Di den
Tango lehrten, in die leidenschaftliche Welt des argentinischen Paartanzes entführt.
„Vida“ verspricht einen Rausch von Klängen, Bewegungen
und Farben, eine Hommage an die Kultur Argentiniens und
an Sinnlichkeit, Lebenslust und Leidenschaft, die den
Tango prägen. Dazu wirbelt die Boleadora, eine südamerikanische Wurfwaffe.
„The Great Dance of Argentina“ startet am 14. Oktober
mehrtägig in Berlin und ist dann ab 19. Oktober deutschlandweit zu sehen.
Alle Termine sowie weitere Infos unter
www.the-great-dance-of-argentina.de
+M_s70s71_theater.kab_+M_s70s71_theater 20.08.14 14:25 Seite 70
Foto: © Volkstheater
Foto: © Andrea Huber
Theater
Münchner Kammerspiele
Wer hat Angst vor
Virginia Woolf
ab 18. 9., Residenztheater
Niemand hat hier Angst! Oder – halt! Warum
laufen wir dann? Mit den Fragen der menschlichen Psyche befasst sich Virginia Woolf in ihren
Romanen. Kein leichtes Unterfangen, denn
Ängste, wie die vor dem bösen Wolf – oder vor
Virginia Woolf – sind nicht immer nachvollziehbar. Mit weiteren Problemen der Psyche befasst
sich das Theaterstück „Wer hat Angst vor Virginia
Woolf“, bei dem zwei Ehepaare in geselliger
Runde aufeinander treffen. Was als heiteres
Zusammensein geplant war, endet in der Zerstörungswut eines Paares: Wunden werden aufgerissen, nur um den anderen, den doch eigentlich geliebten Partner, zu verletzen. Edward
Albees Stück bewegt sich dabei mit Leichtigkeit
zwischen Galgenhumor und schonungsloser,
alkoholgeschwängerter Offenheit, bei der man
sich Sekunden nach seinem Lachen auch
schon dafür schämt … Regie führt Hausherr
Martin Kusej.
70
Volkstheater
Das schweigende
Mädchen
ab 17. 9., Münchner Kammerspiele
What can we do
together that we
cannot do alone?
19./21. 9., i-camp
Die gute Elfriede Jelinek war fleißig. Neben „Pfeffersäcke im Zuckerland/Strahlende Verfolger“ in
Hamburg und „Rein Gold“ in Wiesbaden findet
diese Spielzeit auch die Uraufführung von „Das
schweigende Mädchen“ in München statt. Jelinek
allerdings schweigt niemals. Laut prangert sie
Missstände an. Ob diese politischer, gesellschaftlicher oder privater Natur sind – Jelinek sagt mal
sarkastisch, mal traurig, aber immer provokativ,
was sie denkt. So hoffentlich auch in ihrem
jüngsten Stück, das von Kammerspiele-Intendant
Johan Simons inszeniert wird. Wer dieses Mal
sein Fett wegkriegt? Die Deutschen. An Hand
der laufenden NSU-Prozesse, zwischen Medienberichten, Protokollen und literarischen Zitaten,
stellt Jelinek die Schuldfrage und wirft dabei
einen Blick in die deutsche Vergangenheit, die
Teil unserer Gegenwart ist. Simons gibt nach
dieser Spielzeit die Intendanz der Münchner
Kammerspiele an den Berliner Matthias Lilienthal
ab, während er selbst in der kommenden Saison
Chef der Ruhrtriennale wird.
Zum 16. Mal veranstaltet die Münchner Choreografin Monica Gomis ihre Reihe Body Territories,
die sich im Grenzbereich von Tanz und Wissenschaft bewegt. „Die Wissenschaft behandelt die
Realität auf eine ganz andere Art und Weise als
der Tanz oder die Kunst im Allgemeinen“, beschreibt Gomis ihren Ansatz. „Gerade dem Tanz
beziehungsweise dem Körper in Aktion haftet
etwas Unantastbares, Ephemeres an, er ist anfällig für Veränderung und durch seine Bindung
an den Moment der Ausübung vergänglich.“ In
der September-Ausgabe ist der spanische Radikaltheatermacher Juan Dominguez zu Gast, der
gemeinsamsam mit unterschiedlichen Künstlern
Strategien auslotet, „um zu verstehen, was die
teilnehmenden Künstler als Gruppe bewerkstelligen können, was alleine nicht möglich ist.“ Den
Anfang macht ein Vortrag am 19. 9., auf den
ein zweitägiger, nicht öffentlicher Workshop
folgt, dessen Ergebnisse am Abend des 21. 9.
dem Publikum präsentiert werden.
+M_s70s71_theater.kab_+M_s70s71_theater 20.08.14 14:25 Seite 71
Foto: © Thomas Dashuber
Theater
Residenztheater
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Die starke App!
Q Live-Abfahrtszeiten
Q Routenplanung
Q Standortbestimmung
Q Zielfavoriten
Q Münchens CarSharer
Kinder der Sonne
MÜNCHEN ab 25. 9., Volkstheater
Maxim Gorki war nicht nur Schriftsteller, er war
auch politischer Aktivist, der durch seine Protestaktionen dem russischen Zarenregime ein
Dorn im Auge war. Während Protesten 1905
in St. Petersburg wurde Gorki inhaftiert und
schrieb während des Arrestes das Drama „Kinder der Sonne“, das auf tragikomische Art die
russische Gesellschaft am Vorabend der Revolution darstellt: Im Hause des Wissenschaftlers
Pawel Protassow trifft sich regelmäßig die Elite
Russlands und diskutiert über Politik. Beschäf tigt mit sich und ihren moralischen Vorstellungen,
bemerkt sie nicht, wie außerhalb ihrer Welt die
Cholera wütet und das einfache Volk sich für
die Revolution zusammenrottet … „Kinder der
Sonne“ ist Maxim Gorkis hämischer Kommentar zu seinen Gleichgesinnten, die vom Umsturz
der Monarchie hin zu einem demokratischen
System träumen, ohne das Bewusstsein zum
Handeln. Fast 110 Jahre nach dem Blutsonntag,
dem blutig niedergeschlagenen Versuch, das
Regime der Zarenfamilie zu stürzen, inszeniert
Csaba Polgár das Stück am Volkstheater.
Unleashed
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n!
MÜNCHEN ab 18. 9., Schwere Reiter
Der Körper und seine Sprache verraten oft mehr,
als einem lieb ist. Er ist Projektionsfläche unserer Emotionen, die sich, beim einen häufiger,
beim anderen seltener, ihren Weg an die Ober fläche suchen, um dort mit voller Kraft zu wüten.
Der Tanz fungiert noch stärker als Abbild unserer Gefühlslage, da die Bewegungsabläufe
stärker im Vordergrund stehen. Der Tänzer und
Choreograf Stephan Herwing spielt in seiner
Inszenierung „Unleashed“ mit negativen Gefühlen. Der Titel bedeutet übersetzt soviel wie „entfesselt“ und gibt somit erste Hinweise auf das
Thema des Tanztheaters: Gewalt und Gewaltiges.
Als minimalistisch verdichtet gelten Herwigs
Choreografien, die er in „Unleashed“ durch
fünf Tänzer, zwei weibliche und drei männliche,
verwirklicht.
71
mvg.de
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 72
Klubs + Konzerte
Backstage Club
Ampere
Via Crowdfunding hat sich der Karlsruher Jung seinen
Traum erfüllt: Losgelöst von Managern und großen Labels
tauft Max Giesinger sein Debütalbum „Laufen lernen“, lässt
damit seine „The Voice of Germany“-Vergangenheit hinter
sich und bahnt sich den Weg durch den Popzirkus allein.
Mit eingängigen Melodien und locker-leichtem Deutschpop
versprüht der Singer/Songwriter gute Laune – wie er seine Fans fesselt, muss
der Youtube-affine Musiker nicht erst lernen.
Ob als Radio- und Fernsehmoderatorin oder als
Rapperin: Nina Sonnenberg alias Fiva hört man
gern zu. Wortreich und pointiert reimt sich die
charmante Münchnerin mit verschmitztem
Grinsen und gut beobachteten Geschichten aus
dem Alltag in die Herzen des Publikums;
Schlagzeug, Bass, Piano und gelegentliche Streicher formieren sich
mit DJ Radrum an den Turntables zur groovenden Einheit.
Strøm
4. 9., 20 Uhr
Als Blaupause für den Erfolg konnte der
1988er-Hit „Blueprint“ leider nicht dienen –
das mag allerdings weniger an den Liedern
der Rainbirds als an den ständigen
Besetzungswechseln in der deutschen
Poprockband um Sängerin Katharina Franck
gelegen haben. Auf „Yonder“ hüllt die Songschreiberin die alten
Melodien und noch immer brisanten Texte mit neuen Mitstreitern und markanter Stimme in ein zeitgemäßes Gewand.
72
The Axis Of Awesome
Muffathalle
7. 9., 20 Uhr
Heute schon einen Clown verspeist? Fürs Frühstück
dieser drei Australier jedenfalls scheint er obligat: The
Axis Of Awesome persiflieren die Formelhaftigkeit zeitgenössischer Musik, ihr Youtube-Megahit „4 Chords“ zerpflückt auf so komische wie gekonnte Weise Popsongs
und entlarvt die immer gleiche Akkordfolge D-A-H-G.
Parodie ist bei den Comedyrockern Programm, selbst der Bandname nimmt
den von George W. Bush geprägten Begriff „Axis of Evil“ auf die Schippe.
Foto: FKP Scorpio
Foto: X-Why-Z
Rainbirds
Fiva
Foto: A.S.S. Concerts
Max Giesinger
15. 9., 20 Uhr
Foto: Klaus Sahm
17. 9., 20 Uhr
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 73
Kranhalle
Klubs + Konzerte
11. 9., 20 Uhr
RAINBIRDS
Beinahe hätte ein Streit zwischen Katherine
Blamire und Jessica Davies nicht nur das Ende
einer Freundschaft, sondern auch das der Smoke
Fairies bedeutet. Doch die beiden Freundinnen
aus Schultagen haben das Ruder herumgerissen
und bereiten nun mit feengleichem Gesang
ihrem Bandnamen Ehre und dem Publikum Freude. Der Dreampop der Britinnen berauscht sich an kraftvollem Bluesrock und
traditionsbewusstem Folk.
04.09. STROM
GLASPERLENSPIEL
14.09. FREIHEIZ
WILLLY ASTOR
07.+08.10. SCHLACHTHOF
ASP
09.+10.10.
0. BACKST
BACKSTAGE
ACK TAGE
AGE
E
EBOST
B TAN
ANY
NY
KADEBOST
TROM
RO
11.10. STROM
WILHELM
E
ELM
TELL
TEL
LL ME
15.10. STROM
TROM
RO
N‘ DYNAMITE
D
MIT
KISSIN‘
18.10. BACKST
ACKST
TAGE
AGE
GE
BACKSTAGE
Smoke Fairies
Foto: FKP Scorpio
Foto: FKP Scorpio
TICKETS:
TICKE
TS: WWW.SUE
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BEI ALLEN
ALLEN BEKANNTEN
BEKANNTEN VVK STELLEN
STELLEN
DEINE LLAKAIEN
AKAIEN
CR
CRYSTAL
YSTAL PALACE
PPAL
ALACE
DAS NEUE STUDIOALBUM AM 8. AUGUST
UGUST
Dark Horses
Foto: Last Gang Records
Foto: X-Why-Z
TOUR
TOUR 2014
Atomic Café
23. 9., 20 Uhr
Ob Kalkül oder nicht, der Bandname der Dark Horses
ist passend. Bezeichnet der Terminus doch ein noch
unbekanntes, aber starkes Rennpferd mit Siegerpotenzial. Monoton, gleichzeitig sanft und verrucht legt sich
die Stimme der Frontsängerin Lisa Elle auf überraschende Songs zwischen ätherischen Sounds, minimalistischem Pop, Dark Wave und Postpunk. Im Kopf entsteht sogleich das
Bild von Joy Divsion oder The XX, manch einer mag in den Newcomern
gar die nächsten Radiohead sehen.
26.09.
27.09.
28.09.
29.09.
01.10.
02.10.
03.10.
04.10.
05.10.
26.11.
2
7.11.
27.11.
28.11.
29.11.
H
HAMBURG
D
DRESDEN
W
WIEN
M
MÜNCHEN
FFRANKFURT
SSTUTTGART
FFREIBURG
K
KÖLN
B
BERLIN
Z
ZÜRICH
SSAARBRÜCKEN
D
DORTMUND
N
NÜRNBERG
ERHÄLTLICH
LTLICH ALS DO
DOWNLOAD,
OWNLOAD,
LO
CD, LP
UND IN DER LIMITIER
LIMITIERTEN
TEN COLLECT
COLLECTORS
ORS BO
BOX.
X.
AUSSERDEM
AUSSERDEM AB 8.A
8.AUGUST
UGUST
ERHÄLLTLICH: ””ACOUSTIC
ERHÄLTLICH:
ACOUSTIC II“
AUF
INFOS UND TICKETS AUF
WWW.DEINE-LAKAIEN.COM
WWW.DEINE-LAKAIEN.COM
73
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 74
Klubs + Konzerte
Kantine, Augsburg
4. 10., 20 Uhr
Mitte der Neunziger hätten Justin Sullivan
und seine Jungs beinahe Schluss gemacht
mit New Model Army. Gut, dass sie es sich
noch einmal anders überlegt haben. Für
das zwölfte Studioalbum „Between Dog
and Wolf“ taten es die legendären Alternativerocker der Band Soundgarden gleich und ließen Joe
Barresi ans Mischpult. Live wie auf Platte schlagen die Briten
nun einen düsteren Grundton an und setzen vermehrt auf
Drums. Die poetischen und bildgewaltigen Lyrics setzen
den satten Klängen die Krone auf.
Theaterfabrik
29. 9., 20 Uhr
Floyd Reloaded
Backstage Werk
19. 9., 20 Uhr
Mit einem Multimediaerlebnis der Extraklasse bringen
Floyd Reloaded Klassiker von „Another Brick in the Wall“
bis „Money“ auf die Bühne. Hinter dem Original braucht
sich die Tributeband aus Hessen nicht zu verstecken, die
Songs von Pink Floyd bekommen einen eigenen Twist
und werden auf der Höhe der Zeit interpretiert. Den
Sound toppt die elfköpfige Formation mit visuellen Spielereien wie Lasereffekten, Pyrotechnik und Filmsequenzen.
74
Foto: Hammerl Kommunikation
Deine Lakaien
Foto: Soulfood Music
New Model Army
Foto: Contour Music
Als der Komponist und Multiinstrumentalist Ernst
Horn Mitte der Achtziger auf die Suche nach
einem experimentierfreudigen Sänger ging, sollte
er in Alexander Veljanov schnell fündig werden.
Das Projekt Deine Lakaien war geboren, und
nach kleinen Anlaufschwierigkeiten konnten die
Münchner mit ihrer avantgardistischen Mischung aus Dark Wave,
Pop und Synthrock schon bald überzeugen. Sie tun es bis heute –
zuletzt auf Akustiktour, nun wieder mit Band im Rücken.
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 75
Klubs + Konzerte
Kantine, Augsburg
23. 9., 20 Uhr
Nick Howard
Foto: Hammerl Kommunikation
Andreas Bourani
Foto: Matthias Bothor
Andreas Bouranis Weg zum Erfolg war ein steiniger:
Der Wahlberliner mit ägyptischen Wurzeln hat einen
Schulabbruch hinter sich, saß auf unveröffentlichtem
Material, putzte etliche Klinken. Gut, dass Universal
2010 das Talent des heute 30-Jährigen entdeckte
und die warme Stimme, die kluge Fragen stellt und
sich sanft über eingängige Popmelodien legt, auf Platte bannte. Mit
dem Zweitling „Hey“ vertraut das Majorlabel weiterhin auf das
Potenzial des Singer/Songwriters.
Ampere
1. 10., 20 Uhr
Castingshowretortenstar ist kein Label, das man
„The Voice of Germany“-Gewinner Nick Howard
voreilig verpassen sollte. Als Sänger, Gitarrist und
Pianist schreibt er seine Songs selbst und blickt
mit „Stay who you are“ auf ein Album, das er wirklich sein Eigen nennen kann. Der sympathische
Brite und Wahlberliner überzeugt mit gefühlvoller Stimme, abwechslungsreichen Melodien und handgemachtem Gute-Laune-Pop.
75
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 76
Klubs + Konzerte
Theaterfabrik
Pasinger Fabrik
Für das dritte Album seit der Reunion haben sich
Selig den Produzenten Steve Powers ins Studio
geholt, der schon Robbie Williams’ Sound veredelte.
Zu den deftigen Grungegitarren der Hamburger
gesellen sich Blues und Soul; poppige Elemente
runden den gewohnt poetischen Liederreigen ab.
Die fast zehnjährige Schaffenspause während der Nullerjahre hat
der Deutschrocksensation keinen Abbruch getan: Ihr Publikum
spielen die Hanseaten noch immer selig.
Als Vorbilder nennt er Rilke, Schiller und
Fromm: Marcel Brell legt das Augenmerk seiner Songs auf den Text, vertont Gefühle und
Erfahrungen, stellt sich dem Entscheiden
und Loslassen. Jedes Stück ein zartes, intimes Kleinod, das mit reduzierter Instrumentierung Gänsehaut zaubert. Auf gefühlvolle Balladen wie „Nur
ein Augenblick“ lässt der junge Liedermacher augenzwinkernde
Uptemponummern wie „Alles gut, solang man tut“ folgen.
The Fray
Tonhalle
12. 10., 20 Uhr
Wer jemals eine der einschlägigen US-Arztserien wie „Grey's Anatomy“ oder „Scrubs“ gesehen hat, dem bescherten The Fray mit ihrer
brillanten Popschmonzette „How to save a
Life“ schon längst weiche Knie. Für ihr viertes
Album holte sich das Quartett aus Denver
Stuart Price und One-Republic-Mastermind Ryan Tedder ins
Studio. Das Ergebnis sind ungewohnt wuchtige Poprocksongs
mit Drumsamples, Backgroundchor und elektronischer Spielerei.
76
Foto: Trinity Music
Larsito
Ampere
8. 10., 20 Uhr
Die Liebe zum Rhythmus wurde Larsito wohl in die
Wiege gelegt: Mit zwei Jahren versuchte er sich
bereits als Perkussionist. Musikalisch sozialisiert
wurde der Sohn eines Kolumbianers in den Straßen
von Berlin-Schöneberg – mit R. Kelly, Bob Marley
und Michael Jackson. Seit 2001 mit Culcha Candela
unterwegs, wandelt der Songwriter nun auf Solopfaden. Auf seinem
Debütalbum changiert er zwischen lateinamerikanischen Elementen
und urbaner deutschsprachiger Popmusik und lässt „Etwas bleibt“
dadurch exotisch und vertraut zugleich klingen.
Foto: PRK
Marcel Brell
Foto: Tico Angulo
Selig
9. 10., 20 Uhr
Foto: Four Artists
18. 10., 20 Uhr
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 77
Klubs + Konzerte
Über 40.000
Veranstaltungen.
Karten unter
www.reservix.de
Philharmonie
10. 10., 20 Uhr
Schließt man die Augen, glaubt man zu schweben.
Agnes Obels melancholische Klangskizzen tragen
einen an ferne Orte. Mit entrückter Stimme intoniert
die dänische Wahlberlinerin ihre grazilen Songs,
schickt sie über zarte Pianotöne und sieht dabei aus
wie ein blonder Engel. Das mag kitschig klingen,
doch bei den ersten Akkorden von Songs wie „Just so“ hält man einfach inne – und dann ein paar Minuten (fast) den Atem an.
Schwabenhalle, Augsburg
17. 10., 20 Uhr
In seinen Videos
spaziert er als brennende Fackel durch
den Wald oder wird
in der Wüste begraben, doch James
Blunt überrascht nicht nur mit bildgewaltigen Visualisierungen seiner Lieder: Single für Single knüpft der Brite
an seinen Durchbruchhit „You’re
beautiful“ an und beglückt sein Publikum mit Balladen – und mittlerweile
auch schmissigeren Popsongs aus
eigener Feder.
15.11.2014
Lenny Kravitz
Agnes Obel
Foto: Frank Eidel
Olympiahalle, München
18.10.2014
Vika goes wild
Jay Brannan
Foto: X-Why-Z
James Blunt
Foto: FKP Scorpio
Ampere, München
27.10.2014
Mustasch
Strøm
Backstage Club, München
5. 10., 20 Uhr
Tickets bei allen
Reservix-Vorverkaufsstellen
und unter www.reservix.de
Was tut man, wenn einem an der Schauspielschule
mangelndes Talent bescheinigt wird? Richtig: nicht
aufgeben. Jay Brannan schulte um und schrieb
Songs über Verlogenheit, Verzweiflung und Heuchelei. Die sensiblen Kleinode arrangiert er pur und
reduziert auf der Akustikgitarre. Und obwohl der
US-Amerikaner meist melancholische Töne anschlägt, interpretiert er
hierzulande während seiner Konzerte schon mal den Titelsong der
Gummibärenbande. Auf Deutsch!
facebook.com/ reservix
77
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 78
Klubs + Konzerte
Foto: India Records
Circus Krone
Madison Violet
Konzertvorschau
13. 10. Kesselhaus, Rosenheim
Jonathan Kluth
20. 10. Ampere
Justin Furstenfeld
20. 10. Freiheiz
Deaf Havana
22. 10. Kranhalle
Rockstah
22. 10. Feierwerk
Kill It Kid
24. 10. Atomic Café
Montreal
25. 10. Backstage Club
Passenger
26. 10. Zenith
Addys Mercedes
26. 10. Forum, Unterschleissheim
Voxxclub
27. 10. Circus Krone
JazzNights:
Manu Katché &
Jacob Karlzon
28. 10. Circus Krone
Kellerkommando
29. 10. Ampere
Tingvall Trio
29. 10. Muffathalle
Opeth
31. 10. Theaterfabrik
Mick Flannery
1. 11. Milla
Crossfaith
6. 11. Backstage Halle
The Gaslight Anthem
7. 11. Zenith
Jesper Munk
9. 11. SoHo Stage, Augsburg
Fink
9. 11. Muffathalle
Staubkind
9. 11. Spectrum, Augsburg
Trampled By Turtles
10. 11. Kranhalle
Tower Of Power
11. 11. Muffathalle
Darius Rucker
13. 11. Theaterfabrik
Alison Moyet
13. 11. Muffathalle
Angus & Julia Stone
13. 11. Tonhalle
Moop Mama
14. 11. Ostwerk, Augsburg
29. 11. Muffathalle
These Reigning Days
14. 11. Strøm
Das Niveau
14. 11. Backstage Club
Lenny Kravitz
15. 11. Olympiahalle
78
Elvis Costello
Foto: Passerotto Concerts
19. 10. Ampere
Hugh Grant und Jeff Bridges schwirrten zu
seinem Sound bereits über die Leinwand,
und auch die markante Hornbrille sowie die
unverwechselbare Stimme Elvis Costellos
meint im Grunde jeder zu kennen. Und
doch: Bei näherer Betrachtung müssten
viele eingestehen, vom Gesamtwerk des Briten eigentlich nur
wenig Ahnung zu haben. Auf der Best-of-Tour schafft der
Musiker Abhilfe und offenbart sein vielseitiges Schaffen: von
Country über angepunkten Pop bis hin zu Jazzigem.
Black Stone Cherry
Theaterfabrik
13. 10., 20 Uhr
Wer von Def Leppard, Motörhead und Lynyrd
Skynyrd auf Tournee eingeladen wird, muss sich
nicht allzu viele Sorgen um seine Musikkarriere
machen – die Jungs von Black Stone Cherry können
sich demnach entspannen. Mit ihrem letzten Album
erzielten die Hardrocker aus Kentucky internationale
Chartserfolge; nun tourt das Quartett mit seiner neuesten Platte
„Magic Mountain“ durch die ganze Welt.
Foto: Ash Newell Photography
Hagen Stoll &
The Ruffcats
13. 10., 20 Uhr
+M_s72s79_klubs.kab_+M_s72s79_klubs 21.08.14 11:03 Seite 79
Klubs + Konzerte
Spectrum, Augsburg
15. 10., 20 Uhr
Die Soundmelange aus Rockabilly, Blues und Folk klingt
schwer nach den USA, kommt aber von der Harburger Lokalgröße Jimmy Cornett. Steht der Sänger und Songschreiber
mit The Deadmen auf der Bühne, nimmt Kontrabassist Frank
Jäger samt Instrument schon mal ein Bad in der Menge, oder
Gitarrist Dennis Adamus lässt die Zuschauer mit offenen
Mündern zurück. Und Cornetts Stimme gleitet indes wahlweise rau oder einfühlsam über die treibenden Beats von Thomas Raabe.
JEDEN TAG
GROSSES
KINO
BEI UNS IN DEN
KINOS
Wir zeigen Filme im
ORIGINAL
MIT UNTERTITELN
Montag & Dienstag
KINOTAG
Foto: Rodeostar
Jimmy Cornett And The Deadmen
Mittwochabend
SNEAK PREVIEW
Montags um 21 Uhr:
M
O N G AY
Das schwullesbische Kultkino
SPÄTVORSTELLUNGEN
&
SONNTAGSMATINEEN
SPECIAL EVENTS
F E S T I VA L S
FILMKUNSTWOCHEN
DIE BESTEN ARTHOUSE-FILME DER STADT!
The Common Linnets
Foto: Universal Music
Und vor & nach dem Film geht’s in die
Backstage Club
19. 10., 20 Uhr
Welch Wohltat war doch der Auftritt von The Common Linnets
beim diesjährigen Eurovision Songcontest. Mit ihrem kuscheligen Countryduett „Calm after the Storm“ erspielten sich die Niederländer Waylon und Ilse DeLange haufenweise Votings und
landeten so ganz ohne Zappeltänze und schräge Outfits auf
Platz zwei. Inzwischen besteht das Projekt als loser Zusammenschluss wechselnder Mitmusiker, kuratiert von Ilse DeLange – für die klare Linie
sorgt die anschmiegsame Mischung aus Folk, Bluegrass und Pop.
Für genussvolle Momente
rund um Ihren Kinobesuch!
(im Innenhof von City & Atelier)
Sonnenstr. 12 (300 m vom Stachus)
www.city-kinos.de
79
/city.kinos
+M_s80s82_kunst.kab_+M_s80s82_kunst 20.08.14 14:04 Seite 80
Andreas Schulze
FRANKFURT 18. 9.–11. 1., Schirn
„Erbsenstraßen“? Das sind raumgreifende, temporäre
Wandmalereien, die sich über beide Etagen der Schirn
Kunsthalle erstrecken und einen in vielspurigen Straßen
durch die Räume und vom einen Stockwerk ins nächste
führen. Bekannt sind die Werke des Düsseldorfer Kunstprofessors Andreas Schulze für ihr Ablösen von der
eigentlichen Form und Funktion, so dass die Gegenstände – mal Tische, Sessel, Porzellan, Knöpfe und
eben auch Erbsen – zu kuriosen und surrealen
Formelementen werden.
Georg Baselitz
MÜNCHEN 19. 9.–1. 2., Haus der Kunst
„Damals, dazwischen und heute“ ist der Untertitel der
Baselitz-Ausstellung im Haus der Kunst. Und sind wir mal
ehrlich: Bei jedem anderen Künstler würde man einen
Rundumschlag all seiner Werke erwarten. Nicht so bei
Georg Baselitz. Wer ihn kennt, weiß, dass Baselitz nach
einem gewissen Zeitraum seine Bilder selbstkritisch reflektiert und neu verwirklicht. So auch in seiner „Remix“Reihe, bei der er Motive mit starkem Duktus beispielsweise
durch Drippainting veränderte. Die Leichtigkeit, mit der
Baselitz seine Werke neu interpretiert, ist ein Befreiungsschlag hin zu einem neuen Inhalt mit neuer Darstellungsform, der wiederum jederzeit neu auslegt werden kann.
Zu sehen sind neben der „Remix“-Reihe auch die sogenannten „Schwarzen Bilder“ sowie die parallel dazu entstandenen schwarzen Bronzeskulpturen.
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Georg Baselitz: Bei Willem (2009)
Abb.: Sammlung Goetz München, © Georg Baselitz, 2014, Foto: Jochen Littkemann
Andreas Schulze: Ohne Titel (1996)
Abb.: Courtesy Sprüth Magers, Berlin/London, Copyright: Andreas Schulze © VG Bild-Kunst, Bonn, 2014
Ausstellung
+M_s80s82_kunst.kab_+M_s80s82_kunst 20.08.14 14:04 Seite 81
Seiichi Furuya: Graz 1980
Abb.: © copyright by Seiichi Furuya. Courtesy of Galerie Thomas Fischer, Berlin
Ausstellung
Seiichi Furuya
HEIDELBERG 30. 8.–2. 11., Kunstverein
Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
Tagtäglich suchen wir nach Antworten. Ob es die Antwort auf die simple
Frage „Wo sind meine Schlüssel?“ ist oder auf komplexere Fragen, die
sich paradebeispielsweise mit dem Sinn unserer Existenz befassen.
Der Japaner Seiichi Furuya sucht in seiner Ausstellung mit dem prägnanten Titel „Wo die Wahrheit liegt“ nach Antworten auf die Fragen
seines Lebens, auf die es meist keine eindeutigen Antworten gibt. Die
Ausstellung zeigt Porträts von Furuyas Frau Christine, die sich 1985 in
Ostberlin das Leben nahm. Die Ausstellungen „Zu Hause in Berlin-Ost“
und „Staatsgrenze“ zeigten die Bilder bereits teilweise, doch im Kunstverein werden sie durch eine Diainstallation miteinander überblendet
und erzählen somit eine neue Geschichte, die wieder neue Fragen aufwirft. Fragen zu Furuyas persönlicher Auseinandersetzung mit Grenzen: Grenzen der Erinnerung, Grenzen der Wahrnehmung, Grenzen
des eigenen Wohlbefindens und den existentiellen Grenzen seines
eigenen Lebens.
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Klick Dich ins Kino!
+M_s80s82_kunst.kab_+M_s80s82_kunst 20.08.14 14:04 Seite 82
Leiko Ikemura: Pink Hair (2008)
Abb.: © Leiko Ikemura (VG Bild-Kunst, Bonn 2014)
Ausstellung
Zwischenwelten
BAD HOMBURG 14. 9.–16. 11., Museum Sinclair Haus
Wir befinden uns nicht zwischen Welten sondern in den Zwischenwelten
Leiko Ikemuras, auch wenn sich die japanische Küstlerin, die inzwischen in
Köln und Berlin lebt, sich manchmal zwischen den Welten bewegt. Die
Werke Ikemuras liegen nicht nur auf Grund der Motivwahl, die von von
Landschaften über Traumwesen reichen, in der Sphäre der Zwischenwelten,
sondern auch durch ihre malerischen Techniken: fließende Auquarelle stehen neben weichen Pastellkreidezeichnungen, und auch bei Drucken sind
scharfe Kanten nicht zu erahnen. Diese Techniken sogar dafür, dass die vorher eindeutigen Motive sich entwickeln, je länger und intensiver man ein
Bild betrachtet: Das Porträt wird zur Landschaft, der Baum zum Körper und
die Figur zur Wolke.
Subodh Gupta
Es ist nicht alles Gold was glänzt – oder Silber. Allerdings kann es gerne mal Edelstahlgeschirr sein. Das glänzt zwar nach jahrelangem Gebrauch nicht mehr so schön, aber bei
der Ausstellung Subodh Guptas im Museum für Moderne Kunst tut es das. Vielleicht auch,
weil zuvor keiner davon gegessen hat … Der indische Künstler verwandelt Alltagsgegenstände wie Geschirr, Melkeimer oder Fahrräder in raumgreifende skulpturale Arbeiten.
Das Kochen und Verzehren vom Speisen sieht Gupta als festen Bestandteil der indischen
Kultur, aber auch „als Sinnbild für Essentialität und Existenz“. Somit stehen seine Arbeiten
nicht nur für sozioökonomische Entwicklungen in Indien sondern gleichzeitig auch für die
Globalisierung und Modernisierung. Die Ausstellung im Museum für Moderne Kunst zeigt
erstmals 20 raumgreifende Werke des Künstlers in einer großen europäischen Einzelausstellung sowie eine umfassende Monografie. Auch leitet die Ausstellung eine programmatische Neuausrichtung des Museum ein, weg vom Schwerpunkt westliche Gegenwartskunst.
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Subodh Gupta: Mind Shut Down (2008)
Abb.: Courtesy the artist and Hauser & Wirth
FRANKFURT 12. 9.–18. 1., Museum für Moderne Kunst
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Seele and Geist
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