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435 lohnen würde". Was für 0. biennis gilt, trifft in gleichem Maße

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Wein,
Nordamerikanische Oenothera-Arten usw.
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lohnen würde". Was für 0. biennis gilt, trifft in gleichem Maße
auch für 0. muricata zu, die aus einer solchen Menge von nahe­
verwandten Typen zusammengesetzt ist, daß d e V r i e s (1913,
S. 37) auf Grund seiner Beobachtungen in Nordamerika zu dem
Ergebnis gelangte: „Die Oenothera muricata ist somit eine Sammel­
art, ähnlich wie die 0. biennis." Soviel kann wohl als feststehend
gelten, daß 0. biennis (s. strict.) und 0. muricata (s. strict.) je ein
Einzelglied zweier ) Komplexe geographischer Rassen bilden, „die
sich unmittelbar auseinander entwickelt haben, geographisch ein­
ander vertreten und von denen jeweils die benachbarten mit­
einander unbegrenzt fruchtbar sind", mithin „Rassenkreisen )" im
Sinne von B. R e n s c h (1929, S. 13 ff.) angehören. Eine zu­
sammenhängende, erschöpfende Monographie, die schon de V r i e s
(1913, S. 16) als „ein Desideratum" bezeichnet, fehlt bisher; sie
allein vermag eine morphologische Grundlage für das Studium der
Artentstehung zu liefern. Auf diesem so schwierigen Gebiete ist,
wie B a u r (1930, S. 401) mit Recht hervorgehoben hat, ein
Vorwärtskommen nur möglich „durch sorgfältige Einzelstudien,
durch ein Hand-in-Hand-Arbeiten von Genetik und Systematik,
d. h. durch genetisch-systematische Monographien einzelner Gat­
tungen". Die Beschreibung einzelner „Elementararten" ), wie sie
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Daß es sich tatsächlich um z w e i verschiedene Rassenkreise handelt,
geht deutlich daraus hervor, daß die Fruchtbarkeit der Individuen der 0. biennis
und 0. muricata untereinander eine beschränkte ist, das Merkmal der extremen
geographischen Beheimatung aber fehlt.
) G a t e s (Rhodora XV, 1913, S. 45) gebraucht die Bezeichnung „series";
K. B o e d i j n (1924, S. 356 ff.; 1925, S. 239 ff.) spricht von einer muricata-,
Lamarckiana-, biennis-, suaveolens-Gruppe. Beide Begriffe decken sich jedoch
offenbar nicht vollständig mit dem Begriffe „Rassenkreis".
) Aus der Verwandtschaft der 0. muricata sind von B a r t l e t t (1914,
S. 48 ff.) die „Elementararten" 0. litorea, O. rubescens, 0. cymatilis und 0. insignis
beschrieben worden. Die von S h u l l et B a r t l e t t (Rhodora XVII, 1915,
S. 43) unterschiedene 0. cleistantha gehört mit Rücksicht auf die nickende
Stengelspitze wohl als sepalodische Form in die Nähe der 0. muricata, mit
der zweifellos auch die von G a t e s (The Canadan-Field Naturalist XLI,
1927, S. 26, 27) in neuester Zeit aufgestellte 0. eriensis eng verwandt ist.
Nach G a t e s & C a t c h e s i d e (Journ. of genetics X X V I , 1932, S. 156,
158) korrespondieren der glaucens- und undulans-Komplex der 0. eriensis
in der Tat auch mit den sehr ähnlichen rigens- und pereuruans-Komplexen
der 0. ammophila, so daß dementsprechend, wie aus den Darlegungen von
H o e p p e n e r und R e n n e r (Zeitschr. ind. Abst. u. Verert .-Lehre XLIX,
1928, S. 2 f.) zwingend zu folgern ist, beide Komplexe mit dem Eizellen­
komplexe rigens und dem Pollenkomplexe curvans der O. muricata eine mehr
oder weniger vollkommene Identität aufweisen müssen. Eine Klarstellung,
wodurch sich diese „Art" von 0. muricata unterscheiden soll, hat der
Autor leider nicht gegeben. Die unregelmäßig nutierenden Stengelspitzen,
die schmalen Blätter und die kleinen, 9 bis 15 mm langen Petalen stellen
Kriterien dar, die a l l e n Vertretern des Rassenkreises der 0. muricata in mehr
oder minder ausgeprägter Form zukommen. Ob die frühzeitig dahinschwindenden,
sehr schmalen (Länge zur Breite im Verhältnis wie etwa 14,7 : 1) Rosetten­
blätter, die hoch über der Basis des Hauptstengels entspringenden seitlichen Äste
und die kahlen Kapseln eine artliche Scheidung der 0. eriensis von 0. muricata
zu rechtfertigen vermögen, erscheint mindestens zweifelhaft. D i e A r t Wertung einer nur v o n einer e i n z i g e n , k e i n e n S o n d e r ­
biotop darstellenden Ortsstelle bekannt gewordenen
Oenothera-Foim
muß i m m e r als eine auf h ö c h s t
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s i c h e r e n F ü ß e n s t e h e n d e Z u w e i s u n g zu e i n e r s o l c h e n
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