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LERNEN – WAS HEISST DAS? Lerntypen - Eduguider

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Lernen – einige Tipps
LERNEN – WAS HEISST DAS?
Ist dir aufgefallen,
•
dass es verschiedene Lerntypen gibt?
•
dass nicht alle mit der gleichen Lernmethode Erfolg haben?
•
dass du deinen Lernerfolg beeinflussen kannst?
Inhaltsverzeichnis
Lernen – Was heisst das?
Lerntypen .............................................................................................................. 1
Entdecker ............................................................................................................... 1
Macher ................................................................................................................... 2
Entscheider ............................................................................................................ 2
Denker.................................................................................................................... 3
Superhirn – Auch du hast es! Nutze es!
Modell des dreiteiligen Hirns............................................................................... 5
Linke und rechte Hirnhälfte ................................................................................. 6
Informationen speichern und abrufen ................................................................ 7
Lerntypen
Nachstehend sind die typischen Eigenschaften der vier Lernstile aufgeführt und
Anregungen formuliert, wie du dein Lernen und Arbeiten erfolgreicher meistern
kannst. Studiere diejenigen Lerntypen, welchen dir am ehesten entsprechen, und
versuche, die beschriebenen Empfehlungen in deinen Hausaufgaben umzusetzen.
Entdecker
Sinnliche Wahrnehmungen (sehen, fühlen, hören usw.) sind dir wichtig. Du besitzt
eine gute Beobachtungsgabe und hast eine starke Fantasie. Du entdeckst überall
Alternativen und entwickelst neue Ideen. Sorgfältiges Abwägen aufgrund gesammelter Fakten ist dir wichtiger als rasches Entscheiden.
Mein Name
09.02.2008
1
Lernen – einige Tipps
Nutze deine Stärken ganz bewusst, beachte jedoch beim Lernen und Arbeiten folgende Punkte, welche negative Auswirkungen haben könnten:
•
Du brauchst für die Bearbeitung einer Aufgabe aufgrund deiner vielen Ideen
und häufiger Umwege viel Zeit und neigst dazu, dich im Detail zu verlieren.
Setze dir klare Ziele, lege Prioritäten fest und halte dich daran.
•
Du neigst dazu, dich ablenken zu lassen. Suche dir eine ruhige Lernumgebung, schliesse Störfaktoren aus, es könnte dir helfen, bei der Sache zu bleiben.
Macher
Praktische Erfahrungen sind dir wichtig. Du arbeitest pflichtbewusst, zuverlässig
und effizient. Du bist flexibel und anpassungsfähig. Deine Devise lautet: «Probieren geht über Studieren». Lieber tust du etwas Falsches als gar nichts. Du bist
begeisterungsfähig für Neues und willst vorwärts.
Nutze deine Stärken ganz bewusst, beachte jedoch beim Lernen und Arbeiten folgende Punkte, welche negative Auswirkungen haben könnten:
•
Du neigst dazu, planlos vorzugehen und andere durch vorschnelles Handeln
zu überfahren. Vergiss ob deinem Tatendrang die ersten drei Schritte «sich
Informieren, prüfen, entscheiden» nicht.
•
Du neigst dazu, von einer Aufgabe zur andern zu springen. Versuche nach
Möglichkeit, Teilaufgaben abzuschliessen, bevor du dich einer neuen zuwendest. Du verringerst damit den Aufwand, um eine unterbrochene Arbeit wieder
aufzunehmen.
Entscheider
Du beurteilst Ideen und Theorien nach ihrer praktischen Verwendbarkeit und setzt
diese in die Praxis um. Du erfasst Situationen rasch, suchst allgemeingültige Lösungen und schreitest sachlich und direkt den gesetzten Zielen zu. Du bist an
sichtbaren Ergebnissen interessiert und hast wenig Sinn für Spielereien. Deine
Prinzip lautet: «Erfolg ist planbar».
Nutze deine Stärken ganz bewusst, beachte jedoch beim Lernen und Arbeiten folgende Punkte, welche negative Auswirkungen haben könnten:
•
Du neigst dazu, durch vorschnelle, pauschale Urteile und Entscheidungen andere zu überfahren. Achte vermehrt auf das sorgfältigen Sammeln und Bewerten von Entscheidungsgrundlagen.
•
Du neigst dazu, bei fehlender Erfolgsaussicht schnell aufzugeben. Überdenke
deine Meinungen und Entscheidungen, lasse dir Zeit, das könnte dir helfen,
auch in schwierigen Situationen weiterzukommen.
Mein Name
09.02.2008
2
Lernen – einige Tipps
Denker
Du hast Freude am Theoretisieren, denkst logisch, suchst nach genauen Begriffen
und allgemeinen Schlussfolgerungen und strebst nach Objektivität. Du arbeitest
systematisch und lässt dich in deinem Handeln und Entscheiden wenig von Gefühlen leiten.
Nutze deine Stärken ganz bewusst, beachte jedoch beim Lernen und Arbeiten folgende Punkte, welche negative Auswirkungen haben könnten:
•
Du neigst zur Perfektion, hast oft Mühe, dich zu entscheiden. Bereite Entscheidungen bewusst vor, setze dabei Prioritäten, nicht alles ist gleich wichtig.
So vermeidest du Stress und Misserfolge.
•
Du bist nicht so spontan, wirkst eher nüchtern und hast oft Mühe, dich andern
mitzuteilen. Gehe auf andere zu, hole dir deren Meinung ein, es kann dir helfen, deine Umgang mit Dritten erträglicher zu gestalten.
Mein Name
09.02.2008
3
Lernen – einige Tipps
SUPERHIRN – AUCH DU HAST ES! NUTZE ES!
Ist es dir auch schon so ergangen, dass du vor und vielleicht auch nach einer Prüfung die richtige Antwort wusstest, diese dir aber während der Prüfung einfach
nicht einfiel? Oder dass du genau wusstest, wo die im Test geforderte Information
im Buch oder auf den Arbeitsblättern steht – z. B. links oben oder rechts unten –
du jedoch die gewünschte Information nicht abrufen konntest, so sehr du dich
auch bemühtest oder ärgertest? In beiden Fällen hast du entweder die Informationen nicht hirnkompatibel abgespeichert, oder dein Hirn und damit deine Person
waren nicht in demjenigen Zustand, der erforderlich gewesen wäre, um problemlos an die Informationen heranzukommen.
Tatsache ist, dass die meisten Menschen mehr über ihre Kaffeemaschine oder ihr
Töffli wissen als über die Funktionsweise ihres Hirns. Zwar hat man uns mit der
komplexesten und funktionstüchtigsten Hardware ausgestattet, leider haben wir
keine Gebrauchsanweisung und auch keinen Garantieschein mitgeliefert bekommen. So sind die meisten von uns zwar Gehirnbesitzer, jedoch nur wenige hocheffiziente Gehirnbenützer.
In verschiedenen Kapiteln sollst du hirngerechte Software mit auf den Weg bekommen, die es dir ermöglicht, dein persönliches Potenzial optimaler zu nutzen.
Unbestritten ist, dass du nie so erfolgreich und wirkungsvoll gelernt hast, wie in
der Zeit zwischen Geburt und Kindergarten. So hast du mit Leichtigkeit gelernt,
deine Muttersprache (sozusagen) fehlerlos zu sprechen, ohne jemals etwas von
Grammatik gehört zu haben. Du hast gelernt, deinen Körper zu kontrollieren und
dich in deiner näheren Umwelt entdeckend und erfolgreich zu orientieren. Nie
mehr in deinem Leben hast du derart viel in so kurzer Zeit erlernt. Man ist heute
der Ansicht, dass Kinder über die besten Lernstrategien verfügen. Nun ist es so,
dass diese Fähigkeiten immer noch in uns stecken und es gilt, diese durch hirngerechte Massnahmen wieder zu nutzen.
Die Lern- und Lehrmethoden und lernfördernden Faktoren, welche im Kindesalter
– also vor der Schule – so erfolgreich waren, sind es auch heute noch:
•
ganzheitliche Erfahrungen mit allen Sinnen – lernen durch tun.
•
Entspannung, Humor, Tagträumerei sowie Fantasie und Vorstellungsvermögen
•
Musik und Singen
•
eine visuell anregende und optimistische Umgebung
•
positive anspornende Reaktionen der Umgebung, eine nie ermüdende Unterstützung und Zuwendung
Mein Name
09.02.2008
4
Lernen – einige Tipps
•
lernunterstützende Gruppenarbeit in Spielen, verbunden mit körperlichen Aktivitäten
•
eine angstfreie, Neugier weckende Atmosphäre
•
hohe Erwartungen und zielorientiertes Vorgehen
•
die Fähigkeit, Verunsicherung zuzulassen und staunen zu können
Alle diese Faktoren können dazu beitragen, dass man sich in einem Zustand befindet, in dem man leicht und mühelos lernt. Achte deshalb bei der Organisation
deines Lernens darauf, ob du die Situation selbst so verändern kannst, dass möglichst viele dieser Faktoren zum Tragen kommen. Nimm Einfluss auf dein Lernen
und deine Lernsituation, und du wirst erstaunliche Ergebnisse erhalten.
Modell des dreiteiligen Hirns
Dieses Modell unterscheidet zwischen Stammhirn, Zwischenhirn und Grosshirn.
Das Stamm- oder Reptilienhirn ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil unseres Hirns. Dieser Teil ist für die unbewusste Steuerung unserer biologischen
Vorgänge verantwortlich und sorgt beispielsweise dafür, dass wir atmen und dass
unser Herz schlägt, ohne dass wir uns bewusst darum kümmern müssen.
Das Zwischenhirn ist massgebend dafür, ob wir uns gut oder schlecht fühlen, einen guten oder einen schlechten Tag erwischt haben. In ihm wird ein Grossteil der
gefühlsmässigen Vorgänge verarbeitet, und es entscheidet innerhalb von Sekundenbruchteilen darüber, ob wir etwas positiv oder negativ beurteilen. Beispielsweise beurteilt es unsere tägliche Routine, unsere Gefühle und Erinnerungen. Die
Wichtigkeit dieser Informationen für unser Lernen ist einfach zu erklären.
Wenn Informationen, Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse aus dem Gedächtnis abrufbar sein sollen, ist es von Vorteil, wenn sie gefühlsmässig positiv
aufgeladen sind. Genau deshalb haben wir im Vorschulalter so gut gelernt. Du
kannst diesen Sachverhalt leicht an dir selbst überprüfen: Wenn du z. B. nicht zum
Lernen motiviert bist, dein Hirn also gewissermassen auf Abwehr eingestellt ist,
fällt Lernen unheimlich schwer und du lässt es besser.
Der dritte Teil unseres Hirns ist das Grosshirn, es ist verantwortlich für unser
Denken. Diesen Teil gebrauchen wir, um zu planen, zu organisieren, zu entwerfen
und um Probleme zu lösen. Es befasst sich mit den bewussten Informationen, wobei wir uns darüber klar sein müssen, dass ständig Informationen verarbeitet werden, die sich unserem Bewusstsein entziehen.
Mein Name
09.02.2008
5
Lernen – einige Tipps
Linke und rechte Hirnhälfte
Das Grosshirn besteht aus einer rechten und aus einer linken Hirnhälfte, die
durch den so genannten Balken, der für den Informationsaustausch zwischen den
beiden Hälften verantwortlich ist, verbunden sind. Linke und rechte Hirnhälfte haben die Eigenart, dass sie, je nach dem welche momentan bei einem Menschen
vorherrschend ist, gleiche Informationen auf völlig unterschiedliche Weise verarbeiten.
Linke und rechte Hirnhälfte sprechen gewissermassen eine völlig unterschiedliche
Sprache: Die linke sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, weil sie Informationen Schritt für Schritt – Baum für Baum – verarbeitet, während die rechte vor
lauter Wald die einzelnen Bäume kaum beachtet, weil sie darauf angelegt ist, Informationen als Ganzes zu betrachten und zu verarbeiten.
Denkst du an Liebe, Palmenhaine, Sonne und Weihnachten, arbeitet vorwiegend
deine rechte Hirnhälfte, welche unter anderem für die Bereiche Fantasie, Gefühle,
Gedankenblitze und Kreativität verantwortlich ist. Überlegt man aber, wie dies alles zu bezahlen ist, oder wie man am schnellsten und billigsten das Ziel erreicht,
arbeitet vorwiegend die linke Hirnhälfte mit ihrer Vorliebe für Verstand, Logik und
rationelles Arbeiten.
Je nach Charakter und Persönlichkeit funktioniert eine Hälfte vorherrschend. Der
Künstler «denkt» mehr mit der rechten Hirnhälfte, ist flexibel, verspielt und «denkt»
bildlich; der Techniker denkt mehr mit der linken Hirnhälfte, geradlinig, nüchtern,
zielgerichtet. Wenn ein Mensch eine Idee entwickelt, denkt er zuerst «rechtshirnig», also fantasievoll und befasst sich mit den unterschiedlichsten Realisierungsmöglichkeiten. Sobald es um die tatsächliche Realisierung des Projekts geht,
ist die linke Hirnhälfte gefragt, welche alles rational überprüft. Wenn beide Hirnhälften optimal zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen, sind Topleistungen leichter zu erreichen.
Stelle dir als erstes den Eiffelturm vor. Siehst du ihn so, wie er in Paris dasteht?
Und dann stellst du dir einen spanischen Torero, einen richtigen Torero mit
schwarzem Hut und rotem Tuch, der gross und mächtig auf der obersten Plattform
des Eiffelturms steht. Und falls du jetzt nochmals genau hinschaust: Auf seinem
Kopf trägt er das Berliner Brandenburger Tor, welches du sicher aus Reportagen
über Berlin kennst. Auf dem Brandenburger-Tor steht plötzlich ein überdimensional grosser Teller Spaghetti, und – kaum zu glauben – um den Teller Spaghetti
kreist ein silberner Rolls Royce einfach so in der Luft herum.
Kannst du dir dies alles vorstellen, selbst wenn deine linke Hirnhälfte einwendet,
dies sei in der Realität unmöglich? Deine rechte Hirnhälfte schafft es trotzdem.
Und jetzt schaue noch einmal genauer hin. Auf der Kühlerhaube des Rolls Royce
steht eine weisse, griechische, antike Marmorsäule. Auf dieser griechischen Säule
Mein Name
09.02.2008
6
Lernen – einige Tipps
kniet der dänische Prinz Hamlet, der flüstert: «To beer or not to beer», und blickt
erwartungsvoll in die Ferne. In der linken Hand hält der dänische Prinz ein
Schwert, in der rechten einen Totenschädel, aus dem ein grosses vierblättriges irisches Kleeblatt und eine halb so grosse, winzige, orange Tulpe spriessen. Zu seinen Füssen liegt eine Schachtel feinster Pralinen aus Brüssel, und dazu spielt ein
Miniradio Musik von Radio Luxemburg.
Stelle dir das Ganze möglichst plastisch vor und rufe dir die Bilder noch einmal ins
Gedächtnis. Oder noch besser: Setzte dich hin und versuche dieses irreale Gebilde zu zeichnen.
Übrigens: Du hast dir, ohne dir dessen bewusst zu sein, die ursprünglichen zwölf
EU-Staaten gemerkt und zwar geordnet nach ihrer flächenmässigen Grösse vor
der Vereinigung von Ost- und Westdeutschland und bevor zusätzliche Staaten dazu gekommen sind.
Informationen speichern und abrufen
Unser Gedächtnis besitzt die Fähigkeit, Erlerntes zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt die Informationen wieder abrufen zu können. Damit das mit dem
Abrufen klappt, muss Erlerntes richtig gespeichert werden. Das heisst, es muss im
sogenannten Langzeitgedächtnis verankert werden, damit es auch nach Tagen
oder Jahren noch verfügbar ist.
Wie wird nun Information im Langzeitgedächtnis verankert? Das Hirn nimmt zuerst
erfasste Informationen detailreich in das so genannte Kurzzeitgedächtnis auf. Anschliessend werden die wesentlichen Inhalte und starken Eindrücke in das Langzeitgedächtnis überführt. Die im Langzeitgedächtnis abgelegten Informationen
schwächen sich mit der Zeit ab und werden von neuen Inhalten überdeckt, so
dass der Zugriff darauf erschwert wird.
Damit Information im Langzeitgedächtnis richtig verankert wird und später auch
wieder abrufbar ist, braucht es somit drei Voraussetzungen:
•
Information muss als wesentlich empfunden werden. Je eindrücklicher Information aufgenommen wird – je grösser z. B. der Aha-Effekt ist – umso direkter
wird sie ins Langzeitgedächtnis abgelegt.
•
Information muss in wohldosierter Menge aufgenommen werden. Bei zu grosser Informationsmenge wird Vorhandenes überdeckt und damit der Zugriff
darauf erschwert.
•
Information muss mehrmals wieder bewusst gemacht werden, um der Abschwächung entgegenzuwirken. Dies geschieht durch das Repetieren.
Mein Name
09.02.2008
7
Lernen – einige Tipps
Je länger du mit dem Repetieren zuwartest, desto grösser ist der Aufwand, um die
ursprüngliche Wissensmenge wieder zu erreichen. Eine erste Repetition sollte
deshalb je nach Art der Information bereits nach ungefähr einer halben Stunde,
spätestens jedoch nach einem Tag erfolgen. Da nach Repetitionen das Absinken
der Erinnerungskurve flacher wird, kann die Dauer bis zur nächsten Repetition
nach jedem Mal grösser werden.
Quelle: Auszug aus PowerWork, gekürzt und leicht verändert
Mein Name
09.02.2008
8
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Seele and Geist
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