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Kinder lernen, was Geld bedeutet - Verein Plan B

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Datum: 28.06.2010
Huber & Co. AG
8501 Frauenfeld
052/ 723 57 57
www.thurgauerzeitung.ch
Medienart: Print
Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 33'784
Erscheinungsweise: 6x wöchentlich
Themen-Nr.: 314.11
Abo-Nr.: 1076634
Seite: 11
Fläche: 61'489 mm²
Wie hier der Kindergarten Burg In Kreuzlingen, sollen durch das Projekt Potz Tuuse Kinder angeregt werden, mit den Eltern über Geld zu sprechen. Bild: Nana do Carmo
Kinder lernen, was Geld bedeutet
RAYA BADRAUN
Pro Juventute setzt in diesem
Jahr einen Schwerpunkt auf
die Prävention von
Jugendverschuldung. Die
Resonanz von Lehrern und
Schülern ist bisher positiv.
Erwartungsvoll sitzen
die Kinder vom Kreuzlinger Kindergarten Burg auf dem Boden. Die ErKREUZUNGEN
finden das Einkaufen langweilig, an- Wir wollen, dass bereits Kinder lernen,
dere lustig. «Wenn ich etwas will, sagt wie man mit Geld umgeht», sagt Carol
Mama Nein», meint ein Mädchen. Jan- Superina von Pro Juventute. Ein weina gehe es genau gleich, erzählt Ilg. Im teres Projekt ist «Kinder-Cash». DaSupermarkt trifft sie auf einen Mann, mit sollen 9- bis 12-Jährige angesproder das Gegenteil behauptet. Mit einer chen werden. Mit einem Sparschwein
Plastikkarte könne sie alles haben. Als und Arbeitsheften lernen sie, Geld zu
Janna die Brille des Mannes anzieht, sparen und zu investieren. Die Details
sieht sie plötzlich, woher die Spielsa- werden nach den Sommerferien an die
chen und Esswaren kommen und dass Thurgauer Schulen verschickt.
alles Geld kostet. Dass man dafür arBei beiden Projekten sei der Ausbeiten muss, wissen die Burg-Kinder- tausch zwischen den Eltern und dem
gärtler bereits. «Mein Papi arbeitet bis Kind wichtig, sagen die Verantwortes Nacht wird.» «Meiner ist Arzt und lichen. So gibt es beim Erzähltheater
zählerin Rahel Ilg öffnet eine Holzkiste
mit dem ersten Bild der Geschichte. Im
interaktiven Erzähltheater «Potz Tuu- verdient mega viel.»
sig» geht es um das Mädchen Janna.
Jeden Samstag geht es mit ihrer Fami- Projekt eher für Schüler
lie in den Supermarkt. «Geht ihr auch Das interaktive Erzähltheater ist eines
mit euren Eltern einkaufen?», fragt Ilg. von mehreren Projekten, die Pro JuDie Kinder strecken ihre Hände in die ventute in diesem Jahr startet. «HeuLuft, jedes will etwas sagen. Manche te sind viele Jugendliche verschuldet.
Medienbeobachtung
Medienanalyse
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«Potz Tuusig» für jedes Kind ein Buch.
Dieses können sie zu Hause mit ihren
Eltern anschauen. Das Projekt ist für
5- bis 8-Jährige gedacht. Im Kindergarten damit anzufangen, sei jedoch fast zu
früh, sagt Petra Hotz von Pro Juventute
Steckborn. «Wir haben das Buch Kin-
ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
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dergärtnerinnen gegeben. Diese über- Schulen in der Schweiz Interesse zeiliessen es lieber der 1. Klasse», so Hotz. gen, sagt Superina. Die Pro-JuventuAuch Rahel Ilg würde die Geschichte te-Verantwortlichen für die Regionen
eher 6- bis 7-Jährigen erzählen. «Man melden bisher grosse Begeisterung seihat die Tendenz, die Kinder zu früh zu tens der Lehrpersonen. Die Hälfte der
fordern. Oft können sie noch nichts mit 22 Schulpakete für den Kanton Thurden Themen anfangen.» In der 1. Klas- gau sind bereits besetzt und eine Else seien die Kinder aktiver und könnten ternveranstaltung zum Thema Gelderziehung ist in der Sektion Kreuzlingen
es besser verstehen, fügt Hotz hinzu.
geplant. Denn: das «Potz Tuusig-PaPositive Resonanz
ket» ist limitiert und wird nur an SchuDas Ganze sei ein Pilotprojekt, man len verschenkt, die sich in der Vergan-
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genheit mit dem Briefmarkenverkauf
für Pro Juventute eingesetzt haben.
«Nach der guten Resonanz im Thurgau kann gut sein, dass das Interesse in
anderen Kantonen ähnlich ist und dass
weitere finanzielle Unterstützung gefunden wird», sagt Superina. Die Zukunft des Finanzkompetenz-Projekts
sei momentan noch offen. Darüber
wird erst nach der Auswertung von
Pro Juventute Schweiz entschieden.
wolle zuerst einmal schauen, ob die
1 WIEVIEL TASCHENGELD IST GENUG?
Dank Taschengeld lernen Kinder, mit Ab dem 5. Schuljahr wird 15.00 bis
Geld umzugehen und es einzuteilen. 25.00 Franken pro Monat empfohlen
Ab dem 7. Schuljahr sollte das TaExperten empfehlen, Kindern ab Schuleintritt regelmässig ein Taschengeld zu schengeld jährlich um 10 Franken pro
Monat erhöht werden
geben.
Ist das Kind in einer weiterführenden
Auszahlen: Die ersten vier Schuljahre
wöchentlich, ab dem 5. Schuljahr mo- Schule gibt es ein erweiteres Taschen-
geld. Die Spannbreite reicht von 70
Am Anfang genügen 1.00 bis 1.50 bis 300 Franken, je nachdem, welche
natlich
Kosten der Schüler selbst übernehmen
Jedes Jahr erhöhen (z. B. im zweiten muss.
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Jahr 2.50 bis 3.00 Franken)
Franken pro Woche
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