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Pressemitteilung
Mitteilungen des Berufsverbandes der HNO-Ärzte e.V.
Der Fachverband Deutscher Hörgeräteakustiker nimmt zu dieser Mitteilung Stellung:
Der HNO-Berufsverband nimmt zu der Veröffentlichung des Gemeinsamen Bundesausschusses (g-BA) vom 17.07.2014 Stellung. Darin geht es um die vom Bundesministerium
für Gesundheit geforderten Änderungen in den Hilfsmittelrichtlinien zur Hörgeräteversorgung. Es ist anzumerken, dass diese Änderungen bisher noch nicht genehmigt und veröffentlicht wurden.
Um was geht es: Die HNO-Ärzte suchen nach Möglichkeiten einen Stand von vor ca. 10
Jahren zu konservieren, dass ohne Ohrenärztliche Verordnung und Abnahme/Begutachtung der Hörgeräteanpassung keine Hilfsmitteversorgung und Leistungspflicht möglich ist. Dabei der g-BA nun eindeutig korrigiert, dass in den meisten Fällen
bei einer Folgeversorgung eine erneute Diagnose und Therapieentscheidung nicht nötig
ist und der Patient/Leistungsempfänger den einfacheren Weg zum Hörgerät (ohne Wartezeiten auf Termine, überfüllte Praxen, usw.) über den Fachmann der Hörgeräteakustik
wählen kann.
Selbstverständlich sind Symptome wie Tinnitus, an Taubheit grenzende Schwerhörigkeiten und die „Kinderversorgung“ fachärztlich zu begleiten. Aber alle neusten Umfragen
(hier: Studie „Hörstat“ Jade-Universität Oldenburg, Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören) belegen, dass ca. 16% der Deutschen Gesamtbevölkerung eine Hörminderung nach WHO-Standard hat und wir somit nicht ein Volk von behandlungsbedürftigen
Kranken sind. Die krankhaft bedingten Hörstörungen und somit das Tätigkeitsfeld der
HNO-Ärzte sind in diesem Zusammenhang eindeutig die Ausnahme! Die Aufklärungsarbeit über Hörbewusstsein und die kostenlose Prophylaxe (jährlicher Hörtest ab dem
50.Lebensjahr) übernehmen nicht der HNO-Ärzteverband sondern die „Sprachrohre“ der
Hörgeräteakustik-Branche.
Zur Begutachtung/Abnahme eine Hörgeräteanpassung durch den Hals-Nase-Ohrenarzt:
Der gemeinsame Bundesausschuss hat in den „Tragenden Gründen“ für die Änderung
der Hilfsmittelrichtlinie in §30 (Abnahme der Versorgung) festgestellt, die Ergänzungen
der Sätze 1 und 2 besitzen nur deklaratorischen Charakter und lassen die Kompetenz der
Vertragspartner nach § 127 SGB V zur Regelung von Einzelheiten der Versorgung mit Hörhilfen unberührt. Wir als Unternehmerfachverband begrüßen alle Versorgungsverträge mit den
Kostenträgern, in denen die überflüssige Abnahme durch den HNO-Arzt abgeschafft wurde.
Für den Erfolg einer Hörgeräteversorgung ist allein der Hörgeräteakustiker-Meister verantwortlich, der auch während des Regelversorgungszeitraumes für die Betreuung der Hörsystemträger verantwortlich ist.
Braunschweig, im Oktober 2014
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Gesundheitswesen
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