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Altersteilzeit – was ist zu beachten? Anspruchsberechtigte

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Altersteilzeit – was ist zu beachten?
Anspruchsberechtigte: Arbeitnehmer über 55 Jahre, innerhalb der letzten 5 Jahre voll- oder
teilzeit 3 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen (hierzu zählen auch Krankengeld oder Arbeitslosengeld)
Die Altersteilzeit ist eine freiwillige Entscheidung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Zeitraum: Die Altersteilzeit muss mit dem Beginn der Rente enden. Sie muss mindestens 3
Jahre betragen. Ab den Jahrgängen 1952 kann die Altersteilzeit nur noch in Ausnahmefällen
mit einer vorzeitigen Rente kombiniert werden.
•
Blockmodell: In der ersten Hälfte der Altersteilzeit arbeiten Sie wie bisher voll- oder
teilzeit, erhalten jedoch bereits das reduzierte Altersteilzeit-Gehalt. In der zweiten
Hälfte werden Sie dann von der Arbeit freigestellt und beziehen weiterhin Ihr Altersteilzeit-Gehalt. Die Höchstdauer im Blockmodell beträgt maximal 3 Jahre, d.h. 1,5
Jahre arbeiten, 1,5 Jahre frei.
•
Gleichverteilungsmodell: die Arbeitszeit wird auf die Hälfte reduziert und über den
gesamten Zeitraum der Altersteilzeit verteilt. Wie die Stunden in der Woche verteilt
werden, ist Ihnen und Ihrem Arbeitgeber überlassen.
Gehalt: Da sich die Arbeitszeit um die Hälfte reduziert, wird auch das Gehalt um die Hälfte
reduziert. Der Arbeitgeber muss dann das Regelarbeitsentgelt um mind. 20 % aufstocken. Regelarbeitsentgelt = Gehalt, Vermögenswirksame Leistungen, Firmenwagen, aber keine Einmalzahlung wie Jahressonderzahlung. Wenn das Regelarbeitsentgelt die Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherungen (in 2014: 4.050 € / Monat) überschreitet, ist die Höhe der
Beitragsbemessungsgrenze das Höchstgehalt.
Ebenfalls muss der Arbeitgeber mind,. 80%, max. 90% des ursprünglichen Gehaltes des Arbeitnehmers in die Rentenversicherung einzahlen. Der Arbeitgeber zahlt bei den zusätzlichen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung auch den Arbeitnehmeranteil.
Der Betrag, mit dem der Arbeitgeber das Gehalt aufstockt, ist von Steuern und Sozialabgaben befreit. Dies führt dazu, dass der Arbeitnehmer bei seinem Nettogehalt mehr erhält als
70% seines ursprünglichen Nettogehaltes. Die Aufstockungsbeträge werden allerdings bei
der Ermittlung des Steuersatzes auf das Einkommen dazugerechnet (Progressionsvorbehalt).
Maßgeblich für die Berechnung des Gehalts ist die Arbeitszeit, die im Durchschnitt der letzten 24 Monate vor dem Übergang in die Altersteilzeit vereinbart war. Wenn der Arbeitnehmer zum Beispiel in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Altersteilzeit im Schnitt wöchentlich 30 Stunden gearbeitet hat, dürfen für die Berechnung des Altersteilzeitgehalts höchstens
15 Arbeitsstunden zugrunde gelegt werden.
Förderung: Es besteht derzeit keine Fördermöglichkeit seitens des Staates mehr.
Urlaub: In der Freistellungsphase des Blockmodells besteht kein Anspruch auf Urlaub, noch
bestehender Urlaubsanspruch verfällt. Beim Gleichverteilungsmodell gelten die vertraglich
vereinbarten Urlaubstage.
Jahressonderzahlung: Anspruchsberechtigt sind nur Arbeitnehmer, die am 01.12. eines Jahres
arbeiten. Beginnt die Freistellungsphase der Altersteilzeit vor dem 01.12., besteht kein Anspruch auf die Jahressonderzahlung.
Kündigung: Außer in der Freistellungsphase im Blockmodell kann wie im Arbeitsvertrag vereinbart gekündigt werden.
März 2014
gez. Beringer
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Bildung
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