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Checkliste für den Todesfall.pdf

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Ein Service der Hinterbliebenenhilfe Mittelrhein und der Münchener Verein
Versicherungsgruppe
Checkliste: Was ist zu tun im Todesfall?
Diese Liste soll Ihnen helfen, im Todesfall eines Angehörigen die notwendigen und zahlreichen
Schritte zu unternehmen. Die nächsten Angehörigen haben das Recht und die Pflicht, die
Bestattung des Verstorbenen zu organisieren. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine
Vorsorge getroffen oder Wünsche hinsichtlich der Bestattung hinterlassen, so entscheiden die
Angehörigen über Art und Umfang der Bestattung. Sind keine Angehörigen zu ermitteln, ordnet
das Sozialamt in der Regel eine kostengünstige Beisetzung an. Bestattungsarten, wie die See
oder Flugbestattung bedürfen der Verbundenheit des Verstorbenen mit der See und einer
behördlichen Genehmigung.
Die Planung einer Bestattung umfasst viele Einzelpunkte, gerne übernimmt der Bestatter Ihres
Vertrauens die dafür notwendige Organisation.
Die ersten und wichtigsten Schritte:
o Ein Arzt muss den Verstorbenen untersuchen und offiziell den Tod feststellen. Er stellt
den Totenschein als wichtiges Dokument. Bei Zweifeln an der Todesursache ist der Arzt
verpflichtet, weitere Untersuchungen zu veranlassen.
o Benachrichtigung enger Verwandter, um weitere Schritte zu besprechen.
o Nachforschungen, ob der Verstorbene zu Lebzeiten seinen Willen hinsichtlich der
Bestattung hinterlassen hat.
o Bestattungsinstitut verständigen, auch wegen der Aufbahrung des Verstorbenen.
o Meldung des Todesfalls beim zuständigen Standesamt und Beantragung der
Sterbeurkunde. Hierfür wird benötigt:
- Totenschein
- Personalausweis/Geburtsurkunde/Heiratsurkunde. Bei geschiedenen Personen
Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder Scheidungsvermerk.
- Sterbeurkunde des Ehegatten, falls der Verstorbene verwitwet war.
- Seebestattungsverfügung des Verstorbenen oder eine Erklärung der Angehörigen
über die Verbundenheit zur See.
- Kremationsverfügung (Wunsch der Einäscherung) sofern der Verstorbene vorgesorgt
hat.
- Nachweis darüber, dass eine Grabstätte vorhanden ist.
o Meldung des Todesfalls:
- Beim Arbeitgeber des Verstorbenen, sofern er noch berufstätig war.
- Bei Bekannten und Verwandten
- Aufsetzen einer Todesanzeige
o Organisation des Bestattungsgottesdienstes mit dem zuständigen Pfarramt, sofern
der Verstorbene kirchlichen Beistand wünschte.
o Vereinen, Organisationen und eventuell dem ehemaligen Arbeitgeber Bescheid geben,
falls deren Teilnahme an der Bestattungsfeier erwünscht ist.
o Beim Versicherungsträger einer Lebens,- Sterbegeld- oder Unfallversicherung, die für
den Verstorbenen besteht. Dabei sind in der Regel entsprechend Fristen einzuhalten.
Oft ist der Tod unverzüglich zu melden, da ansonsten Leistungen verfallen können.
Versicherungsscheine und Kopie der Sterbeurkunde einreichen, ebenso die Angabe der
Bankverbindung, auf das die Leistung erfolgen soll.
o Versorgung von Haustieren
o Wasser und Gas in der Wohnung abstellen
o Festlegung der Bestattungsart, die Festlegung des Leistungsumfangs mit dem
Bestatter abklären.
o Bestellung Blumenschmuck, evtl. Trauerfeierredner, Trauermusik.
Tipp: Rechnungen, die im Zusammenhang mit Bestattungs- und Nachsorgeaufwendungen stehen aufbewahren, Bestattungskosten sind als Sonderausgaben
steuerlich absetzbar.
Nach der Bestattung:
o Danksagungsanzeige in der Zeitung oder Danksagungskarten
o Abmeldung bei Krankenkasse, Rentenkasse, Sozialamt, Versorgungsamt
o Falls Betriebsrenten gezahlt werden, abmelden beim ehemaligen Arbeitgeber
o Kündigung oder Änderung von laufenden Zahlungen wie:
Miete, Strom, Gas, Wasser Einzugsermächtigungen, Daueraufträge, Bankkonten,
Fernseh-und Rundfunkgebühren, Telefon, Mobiltelefon, Internet, Versicherungen,
Zeitschriften sowie Vereins und Clubbeiträge, Girokonto umschreiben lassen,
Abonnements beachten.
o Antrag auf Rentenfortzahlung beim Rententräger stellen (Sie benötigen eine Kopie
der Sterbeurkunde).
o Handschriftliches oder nicht amtliches Testament, sofern vorhanden an das
Nachlassgericht übergeben.
o Beantragung einer ausreichenden Anzahl von Erbscheinen beim Nachlassgericht –
am besten 10-15 Stück, Absprache mit dem Notar bezüglich der Testamentseröffnung.
o Räumung der Wohnung oder des Hauses
o Abmeldung Kfz.- und der Steuer beim Finanzamt
o Benachrichtigung von Gläubigern und Geschäftspartnern.
o Meldung beim Finanzamt und Erstellung einer Steuererklärung.
o Nachsendeantrag bei der Post stellen.
Nach einiger Zeit:
o Grabpflege – falls Sie die Grabpflege nicht selbst übernehmen wollen oder können
bieten sich Grabpfleger an, die gegen Honorar diese Arbeit für Sie übernehmen.
o Grabeinfassung und Grabstein. Bei Erdbestattungen werden in der Regel
Grabeinfassungen und Grabsteine
Ihre Ansprechpartner:
Bei Fragen hinsichtlich Versicherungsangelegenheiten stehen Ihnen gerne Herr Worsch
oder Frau Rau zur Verfügung.
Münchener Verein Versicherungsgruppe
Hans Worsch / Gudrun Rau
Drosselweg 11
56170 Bendorf
Tel: 02622/168087
Fax:02622/904844
Für Bestattungen, Überführungen, Erledigung sämtlicher Formalitäten, Sterbevorsorge
in der Umgebung von Koblenz und Neuwied empfehlen wir Ihnen:
Bestattungen
Franz-Josef Hertling GmbH
Kolpingstr. 15
56588 Waldbreitbach
Tel: 02638/217
Fax: 02638/1041
Bei Fragen hinsichtlich Erbangelegenheiten, Testament oder Nachlassangelegenheiten
empfehlen wir Ihnen
Institut für Erbrecht e.V.
Wallgutstr. 7
78462 Konstanz
Tel: 07531/36558-20
Fax: 07531/36558-11
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