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Klima und Klimawandel 1. Was ist Klima eigentlich? Klima die

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Klima und Klimawandel
1. Was ist Klima eigentlich?
Klima die Gesamtheit der für ein Land oder eine Gegend typischen Wetterzustände. Das
Wetter kann sich von jetzt auf gleich ändern: Erst regnet es, dann scheint wieder die
Sonne. Klima hingegen ist das Wetter einer Gegend im Allgemeinen gesehen; es ändert
sich nicht so schnell! Jede Gegend der Welt hat ein eigenes Klima: An manchen Orten ist
es vorwiegend heiß oder kalt, an anderen herrscht eher feuchtes oder trockenes Klima
vor. Im Verlauf des Jahres ändert sich das Wetter. Wir nennen diese Veränderung
Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Jahreszeiten sind in den
verschiedenen Gegenden der Welt recht unterschiedlich.
2. Klimazonen: Welches Klima gibt es?
Das heiße Klima in der Nähe des Äquators wird als tropisches Klima, Äquatorialklima
bezeichnet. Das heißeste Klima herrscht an der Äquatorlinie - der gedachten Mittellinie der
Erde, weil der Winkel der Sonneneinstrahlung zur Erde gerade ist, so dass hier mehr
Sonnenstrahlen auftreffen als anderswo. Es gibt keine Jahreszeiten.
Am Nord- und Südpol herrscht ein sehr kaltes Polarklima. Das kälteste Klima herrscht an
den Polen, weil durch die Stellung der Erde zur Sonne da die wenigsten Sonnenstrahlen
(im flachen Winkel) auftreffen. Hier gibt es nur zwei Jahreszeiten, die Polarnacht und den
Polartag.
Dazwischen liegt unser gemäßigtes Klima, in dem es je nach Jahreszeit etwas wärmer
oder etwas kälter ist: Wenn bei uns die Sonne am heißesten scheint, dann ist bei uns
Sommer; während zugleich auf der anderen Seite der Erdkugel Winter ist. Die
Jahreszeiten auf der südlichen Halbkugel und auf der nördlichen Halbkugel unserer Erde
sind also jeweils entgegen gesetzt.
3. Wie entsteht Klima?
Entscheidend für das jeweilige Klima einer Gegend sind demnach: Sonneneinstrahlung,
Winde, Wasser, Wolken, Berge und Vegetation.
In den etwa 4 Milliarden Jahren seit die Erde erkaltete und ihre Atmosphäre bildete, hat
sich das Klima häufig gewandelt. Manche Klimazeiten dauerten wenige Jahre, andere
hunderttausende von Jahren. Die größten Klimaveränderungen gab es zwischen den
Eiszeiten und den wärmeren Perioden. Dementsprechend haben sich die Bewohner der
Erde, die jeweiligen Lebewesen und Pflanzen, verändert und gewandelt.
Das plötzliche Aussterben der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren geht
wahrscheinlich auf eine Klimakatastrophe zurück: Vielleicht fiel ein riesiger Meteorit auf
die Erde und die dadurch entstandene Staubwolke verdunkelte die Sonne - es wurde
eiskalt. Oder viele gleichzeitige Vulkanausbrüche führten starke Veränderungen herbei.
Wir Menschen leben auch in einer sogenannten Zwischeneiszeit. Auch das für unser
Überleben notwendige Klima ist einem natürlichen Wandel unterworfen.
4. Konsum und Klima
Erdöl gehört zu den Grundlagen der beschleunigten Industriewelt: Die tägliche Autofahrt
zur Schule, die schnelle Flugreise zum Strand in der Ferne, die gut beheizte Wohnung im
Winter oder Winter-Erdbeeren aus Gewächshäusern, Obst und Gemüse aus aller Welt
sind zur Selbstverständlichkeit geworden: Das alles schön verpackt in Plastikfolien (aus
Erdöl), die erst in 500 Jahren verrottet sein werden. Die Frage entsteht, wer diesen
gesteigerten Konsum eigentlich bezahlen wird? Zuerst jedenfalls diejenigen, deren
Lebensraum durch unser Konsumverhalten für immer zerstört sein wird, das sind
Pflanzen, Tiere und Menschen.
Das Fleisch kommt aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes oder ist versteckt in einer
Fleischboulette. Dass es in fernen Ländern möglichst billig produziert und danach weit
transportiert werden musste, machen wir uns meist nicht bewusst. Und dass dafür
vielleicht auch noch große Flächen Wald abgeholzt wurden, dass Lebensraum zerstört
wurde für Viehweiden, macht man sich auch oft nicht klar.
Bewusst einkaufen heißt demnach auch, aus dem eigenen Land kommende Produkte zu
bevorzugen und Obst und Gemüse ebenso auszuwählen. Die Äpfel aus Südafrika, die
weit über das Meer transportiert werden müssen, werden mehrmals mit viel Aufwand und
Energie „bestrahlt“, um ihre Reifung erst zu verzögern (vor der Reise), dann wieder zu
beschleunigen (nach der Überfahrt).
Jedes Jahr ein neues Handy, jedes zweite Jahr einen neuen Computer, jedes dritte Jahr
ein anderes Auto: Wohin mit dem ganzen Müll? Er schwimmt im Meer, der zu kleinen
Kügelchen zersetzte Plastikmüll – er wird von Walen gefressen, die ihn als Nahrung aus
dem Wasser filtern und daran elend verhungern. Oder der Müll wird verschifft und landet
auf riesigen Müllhalden. Bei der Verbrennung entstehen wiederum giftige Gase, welche
die Atmosphäre angreifen…ein ewiger Negativkreislauf.
5. Was ist Klimawandel?
Seit Entstehung der Erde hat sich das Klima schon in einige Male extrem gewandelt. Doch
durch die heutige Luftverschmutzung ändert es sich viel schneller als auf dem
natürlichen Weg. Außerdem zerstören Chemikalien wie FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe), die z.B. in manchen Gassprühdosen, in Kühlschränken und in Plastik
enthalten sind, die Luft, unsere schützende Ozonschicht, so dass Löcher entstehen. Ozon
ist ein Gas, das wie ein Schutzschild in der oberen Atmosphäre die UV-Strahlen der
Sonne abhält. Diese ultravioletten Strahlen bräunen zwar die Haut, aber zu viel davon ist
schädlich (erzeugt z.B. Hautkrebs).
Vor allem der Mensch sorgt dafür, dass das Klima sich schnell, stark und nachhaltig
verändert: Durch seine Erfindungen - wie z.B. Auto, Schifffahrt, Kohlekraftwerke,
Flugverkehr und immer mehr Industrie - wird nicht nur die notwendige Atemluft
verschmutzt, sondern auch der so lebensnotwendige Schutzmantel der Erde, die
Atmosphäre, zerstört. Und nicht nur Menschen leiden darunter, sondern vor allem auch
Tiere und Pflanzen, von denen viele bereits vom Aussterben bedroht sind. Durch
Abholzungen und Brandrodungen der großen Jahrtausende alten Wälder wird
Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen unwiederbringlich zerstört. Der Mensch
ist angewiesen auf einen intakten Naturkreislauf: Die Pflanzen, vor allem die Bäume und
Wälder, erzeugen Sauerstoff und erneuern so die Atemluft für Menschen und Tiere. Die
Meere und Flüsse sorgen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, transportieren die
Nährstoffe und bergen einen Großteil unserer wunderbare Tier- und Pflanzenwelt.
6. Der Treibhauseffekt
Die Atmosphäre der Erde sorgt dafür, dass die Temperatur auf der Erde nicht zu sehr
schwankt. Die uns umgebenden Luftschichten sind zugleich Sonnenschutz und
Isolierung: Wie ein Dach schirmen sie die schädlichen Sonnenstrahlen ab und speichern
zugleich die Wärme, die ansonsten in den Weltraum entweichen würde. Diesen
natürlichen Mechanismus nennt man Treibhauseffekt. Ohne den Treibhauseffekt gäbe es
auf der Erde – so wie auf dem eiskalten Mond oder der glühendheißen Venus – kein
Leben. Durch die verschiedenen Treibhausgase wird dieser Treibhauseffekt erzeugt.
Sind jedoch zu viele dieser Gase in der Atmosphäre, verstärkt sich der Treibhauseffekt
zunehmend. Dann findet eine Klimaerwärmung in der Luft statt. Diese verursachenden
Gase halten – wie das Glas eines Treibhauses – die Wärme in unserer Atmosphäre fest,
so dass sie nicht entweichen kann. Eines dieser Gase ist das Kohlen(stoff)dioxid, welches
wir auch ausatmen. Es entsteht aber vor allem in großen Mengen durch Verbrennung von
Kohle und Erdöl (Benzin). Einige der Gase entstehen in großen Mengen vor allem durch
Autoabgase und Industrieabgase. Seit der Industriellen Revolution verstärkt der Mensch
den natürlichen Treibhauseffekt durch den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich.
Zwischen 1906 und 2005 hat sich die durchschnittliche Lufttemperatur in Bodennähe um
0,74 °C (± 0,18 °C Fehlertoleranz) erhöht.
7. Globale Erwärmung – ein Problem?
Fakten aus der Wissenschaft:
•
Bereits eine Erwärmung der Meere um 2°C würde dafür sorgen, dass die meisten
Korallenriffe und viele Meeresbewohner sterben.
•
Meere könnten durch vermehrte CO2-Aufnahme ‚sauer‘ werden. In zu saurem Wasser
können Krebse und Plankton keinen Panzer mehr bilden. Auch die Riesen der Meere, die
Wale, die Planktonfresser sind, würden sterben.
•
Durch Abschmelzen des ewigen Eises der Antarktis und anderer Gletscher würde der
Meeresspiegel stark ansteigen. Inseln und küstennahe Städte würden unter Wasser
gesetzt: Wenn ‚nur‘ das Grönlandeis abschmelzen würde, wären bereits die Küstenstädte
Großstädte wie New York, London, Tokio, Shanghai unter Wasser.
•
Durch die globale Erwärmung tauen die gefrorenen „Permafrostböden“ in der Tundra in
Sibirien auf – dort sind große Mengen des Gases Methan in gefrorener Form gespeichert.
Durch Auftauen würde es in die Atmosphäre gelangen und dort 25mal stärker als das
Treibhausgas CO2 wirken. Dasselbe könnte in der Tiefsee passieren, denn auch dort
lagern enorme Mengen von gefrorenem Methan. Das freigesetzte Gas würde den
Treibhauseffekt enorm verstärken.
•
Bei zunehmender Trockenheit gäbe es immer mehr und immer größere Waldbrände, die
ebenfalls riesige Mengen von CO2 freisetzen würden; so käme das ökologische
Gleichgewicht weiter aus dem Gleichgewicht.
•
Die mittlere Jahrestemperatur bei der letzten Eiszeit war nur 4 Grad niedriger lag als heute
Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel 100 Meter tiefer als heute.
•
Derzeit steigt die Temperatur um ca. 1 Grad pro Jahrzehnt.
•
Bei gleichbleibendem Energieverbrauch wird noch in diesem Jahrhundert der Nordpol
eisfrei sein!
•
Die Auswirkungen auf das Klima sind Wirbelstürme, sich ausbreitende Wüsten und
Überschwemmungen.
•
Eine Studie der NASA besagt, dass das Jahr 2005 die höchste Durchschnittstemperatur
seit über einem Jahrhundert hatte.
Selbst wenn wir den Ausstoß aller Treibhausgase schon morgen komplett einstellen
würden, würde trotzdem der weltweite Temperaturanstieg noch 30 Jahre weiter ansteigen:
Wir müssen uns also mit einer globalen Klimaveränderung auseinandersetzen.
Wenn wir zulassen, dass die globale Erwärmung außer Kontrolle gerät, würde nach und
nach das meiste Leben auf der Erde vernichtet werden. So vermutlich schon vor 250 Mio.
Jahren geschehen: Damals starben 96 % aller damaligen Arten aus, weil die
Durchschnittstemperatur um etwa 6-8 °C anstieg. In etwa 90 Jahren, bis zum Jahr 2100
könnte die weltweite Temperatur durchaus um mehr als 4°C ansteigen.... wenn wir nichts
dagegen tun: Wir alle gemeinsam – jeder das seine!
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Seele and Geist
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