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Health Check der GAP - Was ändert sich bei Cross - LLFG

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Health Check der GAP
Was ändert sich bei Cross
Compliance ab 2009 ff.
Wesentliche Ergebnisse der politischen
Einigung der EU-Agrarminister vom
20. November 2008
MLU, Ref. 54
Änderung der Ratsverordnung
Anstelle der Ratsverordnung (EG) Nr. 1782/2003 tritt:
Verordnung (EG) Nr. 73/2009 DES RATES
vom 19. Januar 2009
mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der
gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregeln für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur
Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1290/2005, (EG)
247/2006, (EG) 378/2007 sowie zur Aufhebung der
Verordnung (EG) Nr. 1782/2003
(ABl. L 30 S. 16)
Änderung der ELER-Verordnung
Anpassung der Bedingungen der 2. Säule an die der ersten
Säule (u.a. in Bezug auf Cross Compliance)
Verordnung (EG) Nr. 74/2009 DES RATES
vom 19. Januar 2009
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 über die
Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch
den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung
des ländlichen Raums (ELER)
(ABl. L 30 S. 100)
Health Check - Was wurde beschlossen? (I)
Vereinfachung von Cross Compliance ???
•
Streichung einiger „landwirtschaftsfremder“
Verpflichtungen bei Vogelschutz- und FFH-RL
– Verpflichtungen zur Jagdgenehmigung und Jagdmethoden
– Besitz oder Sammeln von Eiern wild lebender Vögel
– Ansiedlung nichtheimischer Arten
•
Redaktionelle Änderungen bei den Rechtsakten zur Tierkennzeichnung
•
Anhänge III und IV sind jetzt Anhänge II und III
Tierkennzeichnung – redaktionelle Anpassung
Anhang II
alt
Rechtsakt
neu
Rechtsakt
6
RL 92/102/EWG über die
Kennzeichnung und Reg. von
Tieren
6
RL 2008/71/EG über die
Kennzeichnung und Registrierung von Schweinen
7
Verordnung (EG) Nr. 2629/97;
ersetzt durch VO 911/2004 in
Bezug auf Ohrmarken,
Tierpässe, Bestandsregister
8
VO 1760/2000 zur
Kennzeichnung und
Registrierung von Rindern
7
VO 1760/2000 zur
Kennzeichnung und
Registrierung von Rindern
8a
VO 21/2004 zur Kennzeichnung und Registrierung
von Schafen und Ziegen
8
VO 21/2004 zur
Kennzeichnung und
Registrierung von Schafen
und Ziegen
Health Check - Was wurde beschlossen? (II)
Erweiterung von Cross Compliance
Anhang II
Rechtsakt 11: Lebens- und Futtermittelhygiene
Einfügung einer Fußnote:
Erweiterung der Verpflichtungen um die Beachtung
von Rückstandshöchstmengen bei Verwendung von
– Arzneimitteln
(VO 2377/90; Art. 2, 4 und 5) und
– Pestiziden
(VO 396/2005; Art. 18)
Health Check - Was wurde beschlossen? (III)
Erweiterung von Cross Compliance
Anhang III -
Neueinteilung in verbindliche
und fakultative Standards
• Konkretisierung der Anforderungen an die
Erhaltung von Landschaftselementen
• Fakultativ: Erhaltung von Rebpflanzungen in gutem
vegetativem Zustand
• Obligatorisch: Aufnahme neuer verbindlicher
Standards
Gewässerschutz und Wasserbewirtschaftung
Health Check - Was wurde beschlossen? (IV)
1. Gewässerschutz:
Schaffung von Pufferzonen:
–
Mind. Erfüllung der Anforderungen der Nitrat-RL in
Bezug auf die Anforderungen zum Ausbringen von DM
entlang von Wasserläufen (Fußnote im Anhang IV)
–
In D - Einhaltung der Düngeverordnung;
insb. § 3 - Grundsätze der Anwendung (Abs. 6 bis 9
– Auflagen entlang von Gewässern)
–
Wichtig: keine grundlegend neuen Anforderungen
damit verbunden
Health Check - Was wurde beschlossen? (V)
2. Gewässermanagement/ Wasserbewirtschaftung:
Einhaltung der Genehmigungsverfahren für die
Verwendung von Wasser zur Bewässerung
–
–
in Sachsen-Anhalt gibt es z.Z. ca. 680 Verfahren
Mögliche Prüfinhalte:
• Liegt eine Genehmigung vor?
• Werden die erteilten Auflagen eingehalten?
z.B.
- Entnahmemenge und -ort/ Zeitpunkt/ Kultur
- Art der Entnahme
- Pegelmessungen
- Betriebstagebuch
Fazit Health Check 2008
• Keine wesentliche Vereinfachung von Cross Compliance
• dafür der Anforderungen und Standards im Rahmen der
ErErweiterunghaltung von Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand
• Der administrative Aufwand wird sich weiter erhöhen
• aber:
es konnte auch weiterer Aufwuchs vermieden
werden (Stichwort: WRRL)
• Die KOM hat diese zweite Runde der Überprüfung der Cross
Compliance-Regelung dazu benutzt, um das System weiter
zu entwickeln.
• Maßnahmen gelten frühestens ab 2010
Die Umsetzung der Beschlüsse
zum Health Check wird in den
nächsten Monaten auf BundLänder-Ebene weiter vorbereitet.
Änderungen im EU-Recht 2008 (I)
Verordnung (EG) Nr. 319/ 2008 (ABl. L 95, S. 63) zur
Änderung der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 in Bezug auf
-
Mindestkontrollsätze
-
Bagatellregelung
De minimis- Regel
Änderungen im EU-Recht 2008 (II)
Erweiterung von Cross Compliance auf bestimmte Maßnahmen im Weinbau (Novellierung der Weinmarktordnung)
„Verordnung (EG) Nr. 479/2008 über die gemeinsame
Marktorganisation für Wein…“ (Art. 20 und 103)
• Betrifft Zahlungen für Umstrukturierung, grüne Weinlese und Rodung
nach dieser VO (für ST nur Umstrukturierung relevant)
• Einhaltung von Cross Compliance auch für die Empfänger dieser
Zahlungen
• Verpflichtungszeitraum: 3 Jahre, beginnend ab dem Jahr nach der
Zahlung
• Sammelantrag/ Risikoanalyse/ Sanktionen im Jahr der Feststellung des
Verstoßes in Bezug auf 1/3 der Zahlung
• Rechtsänderung verankert in der VO (EG) 1266/2008 v. 16. Dezember
2008 (ABl. L 338, S. 34) zur Änderung der VO (EG) Nr. 796/2004
Weitere Änderungen im Fachrecht
Gesetz zur Änderung des Pflanzenschutzgesetzes v.
5.März 2008 (BGBl. I Nr. 8, S. 284):
§ 6 Abs. 4 – Aufzeichnungen über angewandte PSM
sind zu führen mit folgenden Mindestangaben:
- Name des Anwenders
- Anwendungsfläche
- Anwendungsdatum
- Verwendetes PSM
- Aufwandmenge
- Anwendungsgebiet
• Zeitnahe Führung/ Aufzeichnungen sollten bis zum 31.12. des Jahres
der Anwendung vorliegen
• 2 Jahre Aufbewahrungsfrist
• Zum Zeitpunkt der Kontrolle müssen die Aufzeichnungen des
Vorjahres vorliegen, ansonsten CC-Verstoß
Rechtsänderungen in D 2009
Direktzahlungen-Verpflichtungenverordnung (noch nicht
veröffentlicht)
Konkretisierung der Regelungen zum Erosionsschutz (§ 2)
(ab 2010)
• Grundlage: Ausweisung von Flächen nach dem Grad ihrer
Wasser- (3 Klassen) bzw. Winderosionsgefährdung (2
Klassen)
• betrifft etwa 20 bis 22 % der Ackerfläche in ST
• Derzeit Ermittlung der Flächen/ Digitalisierung im GIS
• Mitteilung der Flächen an den Antragsteller zum 15.05.2010
• Einhaltung der Verpflichtungen ab 01. Juli 2010
Sonstige Änderungen ab 2009
Anforderungen an Anlagen zum Lagern und Abfüllen
v. Jauche, Gülle, Festmist und Silagesickersäften
• Mindestlagerkapazität von 6 Monaten für
Neuanlagen
• Altanlagen waren bis zum 31. Dezember 2008
nachzurüsten (keine Übergangsfristen mehr)
Erhaltung von Dauergrünland
Aktuelle Probleme und Hinweise
Umbruch von Dauergrünland
• Überschreitung der 5% Schwelle in 2008 in
folgenden Ländern:
MV: - 5,61%
SH: - 7,54 %
• Beide Länder haben inzwischen durch eine
Landesverordnung ein Genehmigungsverfahren
in Gang gesetzt
• Achtung:
Landwirte mit Betriebssitz in anderen BL (u.a. ST),
die in diesen Ländern Dauergrünlandflächen
haben, unterliegen damit der Genehmigungspflicht!
Zuständige Genehmigungsbehörden
• Mecklenburg-Vorpommern:
Ämter für Landwirtschaft
• Schleswig-Holstein
Außenstellen des Landesamtes
für Landwirtschaft, Umwelt und
ländliche Räume (LLUR)
(früher Ämter für ländliche Räume- ÄLR)
Total land
declared
under
permanent
pasture 2008
Region
Total land
declared under
permanent
pasture 2003
Total agricultural
land declared
2005
Total
agricultural
land declared
2008
BB / BE
295.249
282.865
1.342.423
BW
566.810
548.714
BY
1.151.205
HE
DGL-Anteil
2003
DGL-Anteil
2008
1.332.527
21,99%
21,23%
-3,48
1.427.933
1.418.041
39,69%
38,70%
-2,52
1.121.930
3.227.670
3.207.980
35,67%
34,97%
-1,94
299.457
294.922
811.154
788.494
36,92%
37,40%
1,32
MV
278.299
260.692
1.369.734
1.359.319
20,32%
19,18%
-5,61
NI / HB
763.890
722.793
2.631.982
2.620.551
29,02%
27,58%
-4,97
NW
462.643
439.473
1.547.068
1.536.909
29,90%
28,59%
-4,38
RP
250.720
234.721
667.318
658.701
37,57%
35,63%
-5,16
SH / HH
362.649
334.577
1.037.696
1.035.441
34,95%
32,31%
-7,54
SL
41.522
39.826
81.220
77.917
51,12%
51,11%
-0,02
SN
192.400
188.590
920.185
913.229
20,91%
20,65%
-1,23
ST
178.918
172.432
1.207.699
1.203.174
14,81%
14,33%
-3,26
TH
180.728
179.148
807.331
805.614
22,39%
22,24%
-0,66
Veränderung in %*
Umbruch von Dauergrünland
• Weitere Länder könnten 2009 die Schwelle
überschreiten
u.a. NI , RP, und NW
• ST 2008: - 3,26%
• für ST wurde eine Landesverordnung Ende
2008 erarbeitet und soll in 2009 veröffentlicht
werden
Umbruch von Dauergrünland
• kann bereits jetzt Cross Compliance-relevant sein
• Grundlage: FFH- und Vogelschutz-RL
– In NATURA 2000-Schutzgebieten im Rahmen nicht genehmigter
Pläne und Projekte (Art. 6 der FFH-RL i.V.m. § 34 BNatSchG)
- Auflagen aus den Schutzgebiets-VO sind zu beachten,
- es gilt ein Verschlechterungsverbot,
- Projektbegriff ist zu beachten – Genehmigung ist erforderlich
– Außerhalb von Schutzgebieten – die MS müssen Maßnahmen zur
Erhaltung einer ausreichenden Vielfalt oder einer
ausreichenden Flächengröße treffen
(Art. 3 der VS-RL i.V.m. § 42 BNatSchG)
Qualitätssicherungssysteme und
Cross Compliance
• Möglichkeit der Berücksichtigung solcher Systeme in der
Risikoanalyse durch VO (EG) 1550/2007
• Voraussetzung:
– Das System erfüllt vollumfänglich die CC-Bedingungen und ist
anerkannt
– Nachweis, dass Betriebe tatsächlich eine größere Gewähr für die
Einhaltung der CC-Anforderungen bieten
• In ST:
BQM-Landwirtschaft (Gesamtbetrieb)
• Zweijährige Beobachtungsphase 2009 und 2010
• Ab 2011 Berücksichtigung in der Risikoanalyse
durch einen Risikoabschlag möglich
Informationsbroschüre Cross Compliance 2009
• Neuauflage im Druck
• Inhalt wieder auf Antrags-CD
• Internet ab Mitte/ Ende März
www.mlu.sachsen-Anhalt.de
Themen A-Z/Agrarreform/Cross Compliance
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