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Die Unfallversicherung Was Sie wissen sollten - finavers.de

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Die Unfallversicherung
Was Sie wissen sollten
Ein eBook Ratgeber von
Erik Schäfer
Über mich
Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Erik Schäfer.
Nach der Ausbildung zum Versicherungskaufmann und einigen Jahren in der Leistungsabteilung einer privaten
Krankenversicherung wurde mir klar, dass viele Kunden nicht wirklich über die Systemunterschiede der
gesetzlichen und privaten Krankenversicherung informiert sind. Auch der Inhalt der Tarife ist vielen Versicherten
fremd.
1995 habe ich mich daher entschlossen die Seiten zu wechseln. Dafür kam für mich nur der Status eines
Versicherungsmaklers in Betracht. Denn der Versicherungsmakler ist von Versicherungsgesellschaften
unabhängig und nur dem Kunden verpflichtet.
Schnell ließ sich erkennen, dass es für viele ein grundsätzliches Problem ist, die komplizierten Bedingungen von
Versicherungstarifen zu verstehen. Wahrscheinlich erklärt es sich daher, dass zwar jeder grundsätzlich weiß, dass
er eine gute private Absicherung braucht, die meisten sich aber mit der Thematik nicht auseinandersetzen
möchten.
Und hier liegt das Problem! Meistens werden Versicherungen auf „Empfehlung“ gekauft. Das Ergebnis ist ein
Sammelsurium an Tarifen ohne jedes Konzept. Schnell sammelt sich viel Unnützes in den Ordnen, und im
Schadenfall kann es schnell passieren, dass die richtige Absicherung fehlt.
Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, sich einfach und schnell über die Grundlagen zu informieren.
Gerne stehe ich Ihnen für Fragen zur Verfügung. Und nun:
Viel Spaß beim Lesen
Ihr
Erik Schäfer
Wichtiger Hinweis
Alle Informationen dieses Reports sind aufgrund der Berufspraxis des Verfassers entstanden. Sie wurden nach
bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung hierfür kann jedoch nicht übernommen werden. Es wird keine
Verantwortung für jegliche Art von Folgen, die im Zusammenhang mit diesem Werk entstehen, übernommen. Sie
als Nutzer sind für die aus diesem Info-Produkt resultierenden eigenen Handlungen selbst verantwortlich.
Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist durch deutsches Urheberrecht geschützt. Jede Verwertung ohne
schriftliche Zustimmung des Autors ist unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung und die
Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme oder das Internet.
Copyright ©2013 - Erik Schäfer
Kontaktdaten: Schäfer@finavers.de
Fotos Quelle: www.fotolia.de
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 2
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Tipps für den richtigen Versicherungsschutz .............................................................. 4
Unsinnige Unfall-Policen ............................................................................................................ 6
Insassen Unfall ........................................................................................................................ 6
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr .......................................................................... 7
Unfalltod - Zusatzversicherungen ........................................................................................... 8
Wozu brauche ich eine private Unfallversicherung?.................................................................. 9
Was ist ein Unfall überhaupt?............................................................................................... 10
Wer kann sich in der privaten Unfallversicherung versichern?............................................. 11
Wann und wo gilt die Unfallversicherung?........................................................................... 11
Welche Leistungen bietet eine Unfallversicherung............................................................... 12
Wie hoch sollte ich mich/meine Familie absichern? ................................................................ 13
Was ist nicht versichert? ....................................................................................................... 14
Unterschiede gesetzliche und private Unfallversicherung.................................................... 15
Was ist die Progressionsstaffel?............................................................................................... 16
Zum Schluss .............................................................................................................................. 18
Tipp zum Schluss....................................................................................................................... 19
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 3
Wichtige Tipps für den richtigen Versicherungsschutz
Tipp 1 Nie unter Zeitdruck abschließen!
Ermitteln Sie immer erst ihre tatsächlichen Versorgungslücken. Prüfen Sie Angebote
genau und vergleichen Sie.
Tipp 2 Besser Jemanden fragen der sich damit auskennt
Auch wenn es gut gemeint ist, aber Freunde, Bekannte und Kollegen kennen sich
meisten nicht wirklich gut aus. Achten Sie bei Beratern auf Unabhängigkeit und
Qualifikation.
Tipp 3 Nichts ist umsonst!
Niemand gibt Ihnen kostenlos professionellen Rat. Überlegen Sie, was ihnen eine
gute Beratung Wert ist. Gerade, wenn es um kostenintensivere Risiken wie
Invalidität, Einkommenssicherung und Altersvorsorge geht, kann es sich lohnen für
die Beratung ein Honorar zu vereinbaren.
Tipp 4 Versichern Sie vor allem existenzbedrohende Risiken
Das sind insbesondere Tod, Einkommenssicherung und Haftpflicht.
Tipp 5 Kosten/Nutzen Analyse
Verzichten Sie auf Verträge, bei denen Sie einen möglichen Schaden auch selbst
tragen könnten. Langfristig gesehen sparen Sie so viel Geld.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 4
Tipp 6 Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
Machen sie NIEMALS falsche Angaben im Antrag! Letztlich bleiben Sie so schnell auf
Ihrem Schaden sitzen.
Tipp 7 Erst abschließen, dann kündigen!
Warten Sie immer bis Ihnen der neue Versicherer den Vertrag bestätigt hat bevor Sie
Ihren alten Vertrag kündigen.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 5
Unsinnige Unfall-Policen
Manche Versicherungspolicen kann man einfach nur als Unsinn bezeichnen. Eine
Versicherungspolice ist immer dann fehl am Platz, wenn die Versicherung kaum für
einen Schaden eintreten muss oder der Schaden bereits über eine andere meist
günstigere Versicherung sowieso abgedeckt ist.
Zur Einstimmung möchte ich Ihnen daher zuerst einmal die Varianten der
Unfallversicherung vorstellen, die ich dieser Kategorie zuordnen würde.
Insassen Unfall
Der Name Insassen – Unfall – Versicherung klingt gut, aber wie ist es in der Realität?
Zunächst wird hier mit der Angst des Fahrzeughalters oder Fahrers gespielt für die
Schäden seiner Mitfahrer aufkommen zu müssen. Oft wird ja betont, dass es sich bei
den Mitfahrern meist um Bekannte oder Familienmitglieder handelt, denen man ja
recht nahe steht und nichts Böses will. So weit so gut. Trotzdem ist die Insassen –
Unfall – Versicherung in den meisten Fällen Unsinn!
Warum?
Viele Autofahrer wissen nicht, dass die Haftpflichtversicherung nicht nur die Schäden
der anderen Verkehrsteilnehmer trägt wenn ein Unfall verschuldet wurde, sondern
auch die Schäden der Insassen. So sind die Mitfahrer über die Haftpflichtversicherung
ausreichend abgesichert. Hat der Fahrer den Unfall verschuldet, über die eigene
Versicherung, hat jemand anders den Unfall verschuldet, über die Versicherung des
Unfallgegners.
Der Fahrer selbst kann sich über eine „normale“ private Unfallversicherung
absichern. Dann spielt es auch keine Rolle, ob sich der Unfall beim Autofahren
ereignet. Es sind dann alle Unfälle versichert.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 6
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr
Die Unfallversicherung mit Prämien-Rückgewähr ist eine Kombination aus
Unfallversicherung und einem Sparvorgang. Ein kleiner Teil des Beitrages wird für den
Versicherungsschutz verwendet, der größere Teil fließt in einen Spartopf.
Zunächst entsteht für Sie der Eindruck, als würden Sie Ihr Geld zurück bekommen. Die
Bezeichnung "Prämienrückgewähr" führt hier zur Vermutung, dass man seine
Versicherungsprämie zurück bekommt. Dies ist allerdings falsch, Sie bekommen nicht
die Prämie, sondern die zuviel gezahlte Prämie mit einer meist geringen Verzinsung
zurück.
Beispiel:
Eigentlich hört sich die Sache gar nicht schlecht an, leider hat sie zwei Haken:

Die Verzinsung der Sparanteile ist deutlich geringer, als wenn Sie z.B. beim
gleichen Versicherer eine Lebensversicherung abschließen.

Anbieter von Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr gehören zu den
teuren Anbietern.
Unser Tipp:
Niemand braucht eine Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr. Schließen Sie
lieber eine preisgünstige Unfallversicherung ab und legen die ersparte Prämie in einer
Anlage Ihrer Wahl an.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 7
Unfalltod - Zusatzversicherungen
Hinter diesem sperrigen Ausdruck verbirgt sich ein beliebter Zusatzbaustein von
Kapitalpolicen. Meist geht es darum, die Versicherungssumme einer
Lebensversicherung bei Unfalltod des Versicherten zu verdoppeln.
Ein häufig gehörtes Argument ist, das ja die Wahrscheinlichkeit an einem Unfall zu
sterben höher sei, darum solle man für diesen Fall eine bessere Absicherung erhalten.
Fallen Sie auf so etwas nicht herein! Es ist natürlich völlig unwesentlich, für welche
Todesart Sie sich entscheiden. Fakt ist, das Sie, um Ihre Familie vor den finanziellen
Folgen zu schützen, eine entsprechende Absicherung benötigen. Dabei ist es völlig
egal um welche Todesart es sich handelt. Es zählt einzig und allein der finanzielle
Versorgungsbedarf.
Hierfür eignet sich am besten eine günstige Risikolebensversicherung, über die Sie
mindestens das 2- 3fache Jahreseinkommen versichern sollten.
Ich würde Ihnen raten, sofern Sie bereits Kapitalpolicen haben, diese auf diesen
unsinnigen Zusatzschutz zu überprüfen und diesen gegebenenfalls zu kündigen.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 8
Wozu brauche ich eine private Unfallversicherung?
Genau genommen versichert eine Unfallversicherung eine durch einen Unfall
hervorgerufene Invalidität.
Und diese Unfallgefahren lauern überall und jederzeit. Nicht nur gefährliche Berufe
im Handwerk, auch Sport und Hobby gehören zu den beliebtesten Unfallgründen.
Für Motorrad- Ski- oder Snowboardfahrer (um nur mal einige zu nennen) ist eine
private Unfallversicherung eigentlich Pflicht.
Gott sei Dank sind bleibende Gesundheitsschäden nicht die Regel, oder aber die
Künste der Medizin sind erfolgreich.
Aber: Es bleibt nicht aus, dass Betroffene sich so schwer verletzen, dass sie
vorübergehend oder sogar auf Dauer ihrem Beruf und den gewohnten
Freizeitgewohnheiten nicht mehr nachgehen können.
Fast jeder kennt solche Fälle in seinem Bekanntenkreis.
Die private Unfallversicherung kann zum Teil beträchtliche Einkommensverluste und
auch Einbußen an Lebensqualität ausgleichen. Die finanziellen Leistungen aus einer
Privaten Unfallversicherung sind auch häufig das Startkapital für eine neue Existenz.
Wichtig: Mehr als die Hälfte aller Unfälle ereignen sich in der Freizeit und im
Haushalt, so dass hier keinerlei Vorsorge über die gesetzliche Unfallversicherung zu
erwarten ist. Dies bedeutet, dass z.B. Hausfrauen und Kinder in der Freizeit
überhaupt nicht abgesichert sind.
Tipp: Ebook „Schützen Sie Ihr Kind vor Unfällen“
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 9
Was ist ein Unfall überhaupt?
Eigentlich weiß jeder, was ein Unfall ist. Dennoch wird der Unfallbegriff in den
Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen wie folgt definiert:
"Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen
Körper wirkendes Ereignis/Unfallereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung
erleidet."
Dieses "Fachchinesisch" möchte ich Ihnen übersetzen:

Ein Unfallereignis muss innerhalb eines kurzen Zeitraums (plötzlich) eintreten.
Dies bedeutet, dass z.B. die Folgen eines Sonnenbrandes nach einem
ausgedehnten Sonnenbad nicht als plötzlich anzusehen sind.

Ein Schlag oder ein Tritt vor das Schienbein ist ein von außen auf den Körper
wirkendes Ereignis und damit versichert.

Die Gesundheitsschädigung muss unfreiwillig geschehen, d.h. Freitod oder
Selbstverstümmelung gelten nicht als Unfall.
Die Gesundheitsschädigung muss einen körperlichen Schaden hervorrufen, d.h.
psychische Reaktionen aufgrund eines Unfalls (z.B. Schock) fallen ebenfalls nicht
unter den definierten Unfallbegriff.
Wichtig!
Auch Vergiftungen und Insektenstiche/bisse fallen nicht unter den Unfallbegriff. Aber
einige Versicherer bieten die Möglichkeit diese einzuschließen. Gerade bei Kindern
sollte hierauf geachtet werden.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 10
Wer kann sich in der privaten Unfallversicherung versichern?
Jedermann kann quasi von Geburt an versichert werden. Somit besteht für alle
Altersgruppen die Möglichkeit, sich für die finanziellen Folgen eines Unfalls
abzusichern. Es können sich Berufstätige, Kinder, Hausfrauen, Selbständige,
Studenten, einfach jeder versichern.
Aber keine Regel ohne Ausnahme:
Nicht versichert werden Personen, die geisteskrank oder dauernd pflegebedürftig
sind.
Wann und wo gilt die Unfallversicherung?
Die private Unfallversicherung gilt weltweit und rund um die Uhr.
Dabei ist es egal, ob sich der Unfall während der Arbeit oder in der Freizeit ereignet.
Vereinzelt werden auch Freizeitunfall- oder Arbeitsunfallversicherungen
abgeschlossen.
Sinn machen derartige Policen in der Regel nicht, da es sich nur um eine
Ausschnittdeckungen handelt - wenn versichern, dann richtig.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 11
Welche Leistungen bietet eine Unfallversicherung
Das Kernstück einer Privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung. Doch es
gibt noch weitere individuell zu vereinbarende Leistungen.
Beachten Sie jedoch, dass Invalidität in der Regel immer versichert werden muss.

Invalidität

Todesfall

Tagegeld

Krankenhaustagegeld

Genesungsgeld

Übergangsgeld

Bergungskosten

Kosmetische Operationskosten
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 12
Wie hoch sollte ich mich/meine Familie absichern?
Nach einer Daumenregel sollte die Versicherungssumme das Dreifache des jährlichen
Bruttoeinkommens betragen. Für Erwachsene soll die Unfallversicherung Vorsorge
dafür bieten, wenn sich plötzlich durch einen Unfall mit bleibenden Gesundheitsbeeinträchtigungen die Lebenssituation verändert.
So können Kosten für den behindertengerechten Umbau der Wohnung oder des
Hauses entstehen. Oder aufgrund des Unfalles kann nur noch mit einem
entsprechenden umgebauten Auto (z.B. Handgas, Automatik) gefahren werden.
Kinder erhalten in aller Regel keinerlei Leistungen aus der gesetzlichen
Rentenversicherung. Deshalb muss man im schlimmsten Fall davon ausgehen, dass
die Leistungen aus der Unfallversicherung womöglich für ein ganzes Leben ausreichen
sollten.
Versicherungssummen unter 100.000 EUR gegen Invalidität machen in der Regel
wenig Sinn, bei Kindern sollten es mindestens 150.000 EUR sein.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 13
Was ist nicht versichert?

Unfälle, die dem Versicherten während Ausführung einer Straftat oder beim
Versuch einer Straftat zustoßen.

Unfälle, die sich unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder
Bürgerkriegsereignisse ereignen. Dasselbe gilt bei Unfällen durch innere
Unruhen, sofern der Versicherte auf Seiten der Unruhestifter steht.

Unfälle, welche aufgrund von Bewusstseinsstörungen beruhen. Hierunter
können z.B. epileptische Anfälle, Schlaganfälle, aber auch Trunkenheit
gehören. Viele Anbieter berufen sich aber zum Teil bei Trunkenheit nicht auf
den Ausschluss, sofern die Blutalkoholkonzentration unter 1,1 Promille liegt.

Unfälle, die sich bei Rennveranstaltungen ereignen, bei denen es auf die
Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt.

Unfälle, bei den der Versicherte als Luftfahrzeugführer agiert oder beruflich
(aktiv, nicht als Passagier auf dem Weg zu einem Geschäftstermin) ein
Luftfahrzeug nutzt (z.B. Rettungssanitäter im Helikopter).

Gesundheitsschäden durch Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen), sind nicht
versichert. Gute Versicherungsbedingungen schließen diese Schäden ein.

Gesundheitsschäden, welche durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe, welche die
versicherte Person an ihrem Körper vornehmen lässt oder selbst vornimmt.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 14
Unterschiede gesetzliche und private Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine Pflichtversicherung, welche von den
Berufsgenossenschaften und den Gemeindeunfallversicherungen getragen
wird. Die private Unfallversicherung wird hingegen von privaten
Versicherungsunternehmen angeboten und unterliegt somit dem freien
Wettbewerb.

Beiträge: Die gesetzliche Unfallversicherung wird von den Arbeitgebern
finanziert. Je nach Entgelt des Arbeitnehmers und der Gefahrensituation des
Betriebs richtet sich die Höhe der Beiträge. Die Beiträge in der privaten
Unfallversicherung zahlt der Versicherungsnehmer. Er bestimmt auch den
Leistungsumfang, von welchem die Höhe der Prämie abhängt.

In der gesetzlichen Unfallversicherung ist grundsätzlich jeder Arbeitnehmer,
aber auch Schüler, Studenten, Kinder in Einrichtungen wie Kindergärten und
Schulen versichert.

Der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung beschränkt
sich lediglich auf Unfälle, die im Zusammenhang mit beruflichen Tätigkeiten
oder Schulveranstaltungen etc. stehen. Hierzu zählen auch sog. Wegeunfälle.
Desweiteren ist der Geltungsbereich in der Regel auf Deutschland begrenzt.
Die private Unfallversicherung bietet hingegen rund und die Uhr und weltweit
Versicherungsschutz.

In der gesetzlichen Unfallversicherung richtet sich die Höhe der Leistungen
nach dem Lohn bzw. Gehalt des Versicherten. In der privaten
Unfallversicherung kann der Versicherungsnehmer die Höhe der
Versicherungsleistungen individuell und insbesondere nach seinen
persönlichen Bedürfnissen kombinieren.

Verunglückt ein Kind beim Spielen, so zahlt die gesetzliche Versicherung nicht.

Verunglückt ein Arbeitnehmer beim Skifahren, so wird ebenfalls nicht
geleistet.
Die gesetzliche Unfallversicherung kann somit nur als -nice to have-, aber keinesfalls
als funktionierende Unfallversicherung gesehen werden. Es handelt sich eher um eine
kleine Ausschnittdeckung, die eine private Unfallversicherung nicht ersetzen kann.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 15
Was ist die Progressionsstaffel?
Progressionsstaffeln sind den meisten Menschen von der Einkommenssteuer her
bekannt. Diese Progression besagt, dass mit steigendem Einkommen der Steuersatz
(in %) und die zu zahlende Steuer (in EUR) steigen. In der Unfallversicherung bedeutet
die Vereinbarung einer Progressionsstaffel, dass mit steigender Invalidität der
Invaliditätsgrad (in %) und die Invaliditätsleistung (in EUR) steigen.
Zur Erläuterung sind die gängigsten Progressionsstaffeln in der folgenden Übersicht
mit marktüblichen Preisen und Leistungen dargestellt.
Übersicht
Progressionsstaffel
:
Ohne
225%
Grundsumme
50.000
EUR
50.000 EUR 50.000 EUR 50.000 EUR
Leistung bei 10% z.B. Verlust eines
Daumens
5.000 EUR 5.000 EUR 5.000 EUR 5.000 EUR
20%
10.000
EUR
10.000 EUR 10.000 EUR 10.000 EUR
30%
15.000
EUR
15.000 EUR 20.000 EUR 20.000 EUR
40%
20.000
EUR
27.500 EUR 35.000 EUR 35.000 EUR
50% z.B. Verlust eines Auges
25.000
EUR
37.500 EUR 50.000 EUR 50.000 EUR
60%
30.000
EUR
52.500 EUR 75.000 EUR 90.000 EUR
70%
35.000
EUR
67.500 EUR
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
350%
100.000
EUR
500%
130.000
EUR
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80%
40.000
EUR
82.500 EUR
125.000
EUR
170.000
EUR
90%
45.000
EUR
97.500 EUR
150.000
EUR
210.000
EUR
100%
50.000
EUR
112.500
EUR
175.000
EUR
250.000
EUR
Jahresbeitrag
Männer der Gefahren- gruppe A* und 28,00 EUR 33,00 EUR 42,50 EUR 48,00 EUR
Frauen
Jahresbeitrag
Männer der Gefahren- gruppe B*
32,00 EUR 38,50 EUR 54,00 EUR 62,00 EUR
Kinder
14,50 EUR 17,50 EUR 22,50 EUR 25,00 EUR
* Gefahrengruppen-Einteilung:
A: Männer ohne körperliche Berufstätigkeit und Frauen
B: Männer mit körperlicher Berufstätigkeit
Bei einer hohen Progression erhalten Sie bei hohen Invaliditätsgraden eine höhere
Entschädigung. Im Umkehrschluss erhalten Sie bei Invaliditätsgraden bis 25% deutlich
weniger ausbezahlt (bei gleichem Beitrag).
Unter Berücksichtigung der Prämien ist die 225% Variante im o.g. Beispiel wohl der
Favorit. Dies ist aber nicht immer der Fall, da sich die Prämien der einzelnen Anbieter
stark unterscheiden.
Man sollte nie vergessen, dass sich auch kleine Invaliditätsgrade dramatisch
auswirken können. Für einen Berufsmusiker, der beispielsweise 2 Finger verliert, kann
dies das Ende seiner Karriere bedeuten.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
Seite 17
Zum Schluss
Achten Sie beim Abschluss einer Unfallversicherung immer zuerst auf die Leistungen!
Wählen Sie die Leistungen, die Sie benötigen und suchen Sie dann den Tarif, der
Ihnen diese Vorgaben am günstigsten anbietet.
Überprüfen Sie Ihren Vertrag regelmäßig!
Der Versicherungsmarkt ist in ständiger Bewegung. Leistungsverbesserungen,
günstigere Tarife – all das gilt in der Regel nur bei Abschluss eines neuen Vertrages.
Bestehende Verträge sind bei den meisten Versicherern von Verbesserungen
ausgenommen. Wenn sie also nicht selbst aktiv werden, zahlen Sie über kurz oder
lang zu viel für einen veralteten Vertrag.
Hier können Sie Unfallversicherungen vergleichen
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
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Tipp zum Schluss
Zum Schluss noch ein Tipp!
Welche Versicherungen brauchen Sie wirklich?
1. Finden Sie heraus, welche Absicherung Sie wirklich brauchen. Dabei hilft Ihnen
die Online-Bedarfsanalyse. Hier können Sie in wenigen Minuten selbst
überprüfen, welche Versicherungen für Sie wichtig oder weniger wichtig sind.
Um zur Online-Analyse zu gelangen, Hier klicken sollten Sie
2. Wenn Sie herausgefunden haben, welche Verträge Sie brauchen, müssen Sie
jetzt nur noch einen günstigen Anbieter finden. Das geht ganz einfach mit den
Vergleichsrechnern, die Sie im Internet finden. Hier klicken
Wichtig!
Nach der Eingabe weniger persönlicher Daten erhalten Sie sofort einen aktuellen
Vergleich vieler Gesellschaften. Im oberen Bereich können (und sollten) Sie jetzt noch
die Leistungen an- und abwählen, die Sie wünschen und benötigen. Mit jeder Anoder Abwahl einer Leistung ändert sich das Ergebnis.
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
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Wenn Sie Fragen haben, senden Sie mir eine Email meinefrage@finavers.de
Sie wissen doch, besser einmal mehr gefragt.
In diesem Sinne
Ihr
Erik Schäfer
Unfallversicherung – was Sie wissen sollten
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