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Asyl: wenn nicht, was dann - admin.ch

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Asyl: wenn nicht, was dann?
Rückkehrhilfe konkret
Nigeria, Ibadan
Im Herbst 2005 kontaktierte Herr J. seine kantonale Rückkehrberatungsstelle,
schrieb sich für das Rückkehrhilfeprogramm Nigeria ein und bereitete seine
Rückkehr vor. In enger Zusammenarbeit mit seiner Rückkehrberaterin arbeitete er
einen Projektvorschlag aus: er wünschte sich, seine Erfahrungen, die er während
seiner Anstellungen in Schweizer Küchen gesammelt hatte, zu nutzen, indem er
seinen eigenen Catering-service eröffnete. Das Bundesamt für Migration (BFM)
genehmigte seinen Projektvorschlag vor der Rückreise. Im Oktober 2005 kehrte Herr
J. nach Lagos zurück. Eine IOM Mitarbeiterin empfing ihn am Flughafen, unterstützte
ihn bei der Immigrations- und Zollabwicklung. Bei der Ankunft zahlte IOM Nigeria
auch die finanzielle Rückkehrhilfe aus.
Aus finanziellen Gründen änderte Herr J. seine
Pläne
bezüglich
des
Standorts
seines
Unternehmens.
Er
begann
mit
seiner
Projektumsetzung in Ibadan statt in Lagos. IOM
Lagos zahlte die Rückkehrhilfe in mehreren Raten
aus.
Die erste Ratenzahlung wurde zum Kauf des für
seinen Catering-service notwendigen Grundstocks
an Materialien und Waren verwendet. Herr J. bietet Pizza,
Reisgerichte, Salate und hausgemachtes Eis an. Sehr
bald hatte er erste zufriedene Kunden. Er belieferte zum
Beispiel drei Firmen für ihre Weihnachtsessen. Der
Gewinn wurde teilweise reinvestiert und zwei Personen
konnten angestellt werden.
Das Projekt ist also nicht nur eine Einkommensquelle für
Herrn J. selbst, sondern auch für ortsansässige Personen. IOM Lagos wird das
Projekt während der ersten sechs Monate begleiten und unterstützen.
Das Konzept Rückkehrhilfe hat sich in vielen Ländern Europas als eine humanitäre und
gleichzeitig kostengünstige Lösung bewährt und durchgesetzt. Ziel der Rückkehrhilfe ist es,
berechtigte Interessen von Migrantinnen und Migranten sowie Interessen der Schweiz und
der Herkunftsländer zu verbinden. Rückkehrhilfe trägt zu einer nachhaltigen und
erfolgreichen Rückkehr bei. Sie wird so festgelegt, dass unerwünschte Pull-Faktoren
Richtung Schweiz ausgeschlossen werden können.
BFM / IOM, Februar 2006
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Reisen
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