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Konzeption: Elmar Langenbacher (tanzender stern Konzeptionsdesign®), faktor grün Rottweil; Foto: Elmar Langenbacher, Illustrationen: tanzender stern Konzeptionsdesign®
das
hornberger schiessen
Gehzeit: ca. 1,5 Std.
S
icher haben Sie schon von der Redensart „Es geht aus wie
das Hornberger Schießen“ gehört! Doch was steckt genau
dahinter? Erleben Sie auf dem bequemen Hornberger-SchießenWeg bis hoch zum Hornberger Schloss auf unterhaltsame
Weise, wie es sich zugetragen haben könnte. Unterwegs machen
Spielstationen auch für Kinder den Weg zu etwas Besonderem,
zudem erwarten Sie Picknick-Möglichkeiten. Folgen Sie den
Hinweis-Schildern mit abgebildetem Symbol. Auf dem Schlossberg erwartet Sie ferner eine Präsentation zum Hornberger
Schießen. Beachten Sie auch den Plan auf der Rückseite. Viel Spaß!
Auf der romantischen Hornberger Freilichtbühne wird jedes Jahr
im Sommer vom Historischen Verein das „Hornberger Schießen“
aufgeführt. Erleben Sie, wie rund 80 Akteure in farbenfrohen
Kostümen und vor einmaliger Kulisse zeigen, was sich einst im
Jahre 1564 zugetragen haben könnte und in der weltbekannten
und oft zitierten Redensart endete! Die Termine entnehmen
Sie bitte dem Spielplan. Informationen erhalten Sie zudem auf
der Tourist-Information neben dem Rathaus sowie unter
www.hornberger-freilichtbuehne.de
Hallo Kinder, ich bin der Kleine Landsknecht! Unterwegs
erwarten euch Spielstationen und ich werde euch
jeweils zeigen, was ihr tun könnt!
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg,
der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union (ELER).
Wir sind
Projektpartner:
www.kettererbier.de
Wir sind
Partner und
Förderer des
Naturparks:
www.duravit.de
www.alpirsbacher.de
www.aok-bw.de
www.ausgezeichnet-geniessen.de
der naturpark
schwarzwald mitte/nord
D
er Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, der größte Naturpark in Deutschland, ist ein Paradies für alle, die den
Schwarzwald aktiv und naturverträglich erleben möchten.
Ziel des Naturparks ist es, die schöne und intakte Schwarzwaldlandschaft zu erhalten. Gleichzeitig entwickelt er die Region
nachhaltig weiter und unterstützt Projekte,
die Ihnen mehr über die Geschichte des
Schwarzwaldes erzählen,
wie zum Beispiel dieser
Hornberger-Schießen-Weg,
hier im südlichen NaturparkEingangsportal.
Weitere Erlebnisangebote des
Naturparks finden Sie unter:
www.naturparkschwarzwald.de
Dieses Projekt wurde gefördert durch den
Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des
Landes Baden-Württemberg, der Lotterie Glücksspirale
und der Europäischen Union (ELER).
Das Foto zeigt „Alt-Hornberg“, den ersten Sitz der Herren von Hornberg, Gründer der Stadt Hornberg. Foto: Elmar Langenbacher
Wir sind
Projektpartner:
www.kettererbier.de
Wir sind
Partner und
Förderer des
Naturparks:
www.duravit.de
www.alpirsbacher.de
www.aok-bw.de
www.ausgezeichnet-geniessen.de
das
hornberger schiessen
I
Foto: powerstation Neuried
m 15. und 16. Jahrhundert schützten Bürgerwehr und Landsknechte die Städte vor Feinden. Die Landsknechte standen
im Sold der Fürsten und Herzöge und waren bekannt für ihre
fortschrittliche und disziplinierte Kampfweise, manchmal aber
auch für ihre Trinkgelage! Der bekannte Bildhauer Hugo Franz
Knittel (1888 – 1958) schuf 1955 den Hornberger Stadtbrunnen,
auf welchem Landsknecht und Narr auf das Hornberger Schießen
hinweisen. Der Vers stammt von Prof. Theodor Keller.
Nachtwächter Lauble hat mal wieder an der Tür des Schultheißen
(frühere Bezeichnung für Bürgermeister) gelauscht, so dass im
Wirtshaus „Bären“ schnell jeder weiß, dass der Herzog seinen
Besuch in Hornberg angekündigt hat. Als singende Wandergesellen und ein berittener Kurier des Herzoges dies auch noch
bestätigen, ist die Stadt aus dem Häuschen. Bis spät in die Nacht
fließt das Bier, der Schultheiß und der Ratschreiber beschließen
eine Bürgerversammlung für den nächsten Tag, um gemeinsam
zu beraten, wie der Herzog würdig empfangen werden soll.
Schnell die Schuhe aus und die Füße erfrischt, bevor der
Spaziergang los geht! Ihr dürft euch gerne auf den
Brunnenrand setzen.
das
hornberger schiessen
D
as heutige Wirtshaus „Zum Felsen“ sowie das Nebenhaus
geben mit ihrer Fassade, dem Giebel, der historischen Farbgebung und der dicht aneinander stehenden Bauweise einen
kleinen Einblick, wie es früher in Hornberg ausgesehen haben
mag. 1877 waren hier die Anfänge der hiesigen Familienbrauerei
M. Ketterer. In heute noch zu sehenden Felsengängen lagerten
damals kühl die in Natureis eingebetteten Bierfässer aus Holz.
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
Auch ein Krämerkarren mit fahrenden Händlern wurde den
Hornbergern 1564 zum Verhängnis, hatte der Ausguck auf dem
Schlossberg ihn doch für den Tross des Herzoges gehalten, als
der Karren sich mit einer Staubwolke, vom Gutachtal kommend,
Hornberg näherte. Auch ihm wurde mit kräftigem Kanonendonner salutiert. Die Krämer mussten anschließend durch
Einkäufe „bestochen“ werden, damit sie in den Nachbarstädten
nichts von der peinlichen Verwechslung erzählten!
Am Kramerkarren, in der Tourist-Info oder
im Natur-Café Waidele am Bärenplatz
könnt ihr für eine Schutzgebühr Hornberger
Kugeln erwerben – ihr braucht diese für die nun
kommenden Spielgeräte!
Tipp: Um die Spiele am besten machen zu
können, sind drei Kugeln ideal.
Mit freundlicher
Unterstützung:
www.kettererbier.de
www.hornberger-lebensquell.de
Schüler der Hornberger Wilhelm Hausenstein Schule haben mitgeholfen, diesen
Krämerkarren aus heimischen Hölzern in
alter Handwerkskunst zu bauen.
Vielen Dank an den Ausbildungspartner
„Zimmerei Brohammer“ Hornberg.
das
hornberger schiessen
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
A
n der Fassade des historischen Hornberger Rathauses
(erstmals urkundlich erwähnt 1498), sehen Sie ein Fresko
mit stolzen Landsknechten, einer Kanone und mit dem Hornberger Wappen. 1533/34 unter Herzog Ulrich von Württemberg
neu errichtet, muss es bereits 1564 Schauplatz vom Empfang
des Herzogs Christoph, des Sohnes von Herzog Ulrich, gewesen
sein. Werfen Sie auch einen kurzen Blick auf die Rückseite des
Rathaus-Nebengebäudes und bewundern Sie den adeligen
Herrn Bruno von Hornberg (1275 – 1310), bekannter Minnesänger
des Mittelalters. Im Foyer der Tourist-Information finden Sie eine
sehenswerte Ausstellung zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
Der Schultheiß hat eine Bürgerversammlung einberufen, um
zu verkünden, dass Herzog Christoph von Württemberg dem
Städtchen schon in Bälde einen Besuch abstatten wird. Die
ganze Stadt ist zusammengekommen. Welche Ehre! Doch wie
soll man ihn empfangen? Der Hauptmann der Landsknechte
schlägt vor, dass Hornberg den Herzog mit salutierendem
Kanonendonner empfangen und ihm zu Ehren ein Schützenfest
veranstalten sollte. Alle wichtigen Leute aus der Umgebung
sollen eingeladen werden!
Nehmt eure Hornberger Kugel* und versucht, am Murmeltisch in die Löcher zu treffen. Gar nicht so einfach!
* Hornberger Kugeln gibt es für eine Schutzgebühr im Natur-Café Waidele und in der
Tourist-Info.
das
hornberger schiessen
E
ng angeschmiegt an den Berg steht eines der ältesten Häuser
Hornbergs. An dieser Stelle stand zu Zeiten des Hornberger
Schießens das Obere Stadttor.
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
Eine Stadtmauer umgab
das gesamte Städtchen.
Hornberg lebte zu jener Zeit
überwiegend vom Handel
mit den Durchreisenden.
Wilhelm-Hausenstein-Schule:
Touristenkuh und Viaduktstier,
ev. Kindergarten Arche Noah:
Schmetterlingskalb,
kath. Kindergarten Don Bosco:
bunte Blumenwiesenkuh,
Grundschulförderklasse Gutach:
Bauernhofkuh
Eine Viehherde, die durch das Gutachtal unterwegs ist, wird
zum ersten Verhängnis für die Hornberger. Mit lautem Kanonendonner wird geschossen und salutiert, weil man glaubt,
der Herzog sei im Anmarsch. Viel Schimpf muss der arme
Nachtwächter auf dem Ausguck deshalb einstecken, dem die
Verwechslung passiert ist. Kanonen neu laden, schnell noch ein
kühles Bier, und jeder wieder auf seinen Platz!
Bewundert die bunten Kühe, die Hornberger und Gutacher Kinder für euch bemalt haben. Die Motive zeigen
Themen des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord: das
Leben auf dem Bauernhof, die Flora und Fauna, den
Tourismus und sonstige Sehenswürdigkeiten.
das
hornberger schiessen
H
Foto: powerstation Neuried
ornberg gehörte 1564 zu Württemberg unter seinem
Herzog Christoph, dem Sohn von Herzog Ulrich und dessen
Gemahlin Sabina von Bayern. Christoph war von 1550 bis 1568
vierter Herzog von Württemberg. Er wuchs am Hof von Kaiser
Karl V. auf und heiratete später Anna Maria von BrandenburgAnsbach. Christoph von Württemberg ordnete die Staats- und
Kirchenverwaltung neu und festigte in Württemberg die Reformation. Dabei war der Reformator Johannes Brenz sein enger
Berater. Brenz verbrachte übrigens incognito einige Jahre auf
Schloss Hornberg!
Der Herzog besucht Hornberg. Anmutig ziehen die Pferde seine
edle Kutsche durch das Stadttor. Da die Hornberger ihn mit
einem wilden „Piff-Paff“- Geschrei begrüßen, denkt er zunächst
an einen Scherz und will die Landsknechte in den Turm sperren
lassen. Was hätten die armen Hornberger auch tun sollen?
Hatten sie doch zuvor schon alles Pulver verschossen! Der
Weisheit der Frauen ist es zu verdanken, dass sich am Schluss
alles aufklärt!
Versucht doch mal, auf der Scheibe zu balancieren und dabei
die Hornberger Kugel vom Ausgangspunkt in die Mitte zu rollen!
das
hornberger schiessen
I
Foto: powerstation Neuried
n Hornberg machten früher viele Kutschen halt. Die Pferde
wurden ausgewechselt, bevor es an den Aufstieg ging. Ab
1700 war Hornberg Station der Thurn- und Taxischen Reichspoststrecke Straßburg–Villingen–Ulm–München. Von 1776 bis
1787 diente das „alte“ Hornberger Schloss übrigens Fürstin
Auguste Elisabeth von Thurn und Taxis als Alterssitz. 1792 fand
dort außerdem unter der Leitung des Bischofs von Straßburg ein
wichtiger Kongress statt, bei dem Maßnahmen zur Abschottung
gegen die französische Revolution besprochen wurden. Hornberg
blickt auf eine lange Reihe historischer Ereignisse zurück!
Warum ging den Hornbergern damals das Pulver aus? Neben
der Viehherde und dem Krämerkarren wurde auch eine Postkutsche laut donnernd begrüßt. Wen wundert es da, dass kein
Körnchen Pulver mehr übrig war, als der Herzog dann endlich
kam! Die Hornberger wollten ihn doch nur einmal und nicht
viermal empfangen! Da nutzt es auch nichts mehr, dass
der Nachtwächter Lauble laut „Haaaaaaaaaalt! Das ist
gar nicht der Herzog“ schreit. Arme Hornberger, armer
Nachtwächter Lauble!
Setzt euch in unsere moderne Postkutsche und erlebt,
wie es früher beim Reisen geschaukelt haben muss!
das
hornberger schiessen
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
D
er Hornberger Heimatdichter Erwin Leisinger schrieb 1954
das Theaterstück vom Hornberger Schießen, welches schon
1955 in der eigens geschaffenen Freilichtbühne uraufgeführt
wurde und seither schon vielen Menschen Freude bereitet hat.
Das ist immer dann, wenn die Akteure des Historischen Vereins
mit einer kräftigen Portion Selbstironie zeigen, was passiert,
wenn das Pulver zu früh verschossen wird. Gönnen Sie sich
einen lauschigen und humorvollen Nachmittag oder Abend
in der Freilichtbühne. Aufführungstermine erfahren Sie im
Spielplan oder unter www.hornberger-freilichtbuehne.de
Im „Bären“ wird so mancher Krug geleert und so manche Zeche
auf der Tafel aufgeschrieben. Nachtwächter Lauble kennt jeden
Tratsch über Liebe und Intrige und findet in dem neugierigen
Wirt immer einen Gesprächspartner. Stolz stehen am Tag des
Herzogempfangs die Landsknechte mit ihren Kanonen an der
Stadtmauer und warten auf das Signal vom
Ausguck auf dem Turm. Ob das wohl gut geht?
Steckt euren Kopf durch die Landsknecht-Figur und
lasst eure Eltern ein Erinnerungsfoto schießen.
Hoffentlich habt ihr den Platz auf dem Foto-Chip
nicht schon verschossen!
das
hornberger schiessen
D
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
as Wappen von Hornberg – ein Siegel aus dem Jahre 1428
zeigt dieses bereits – stammt aus der Ritterzeit. Es zeigt
zwei abgewendete Jagdhörner (Hifthörner), die über einem grünen
Dreiberg schweben, der die drei Felsen bei „Althornberg“, dem
früheren Herrensitz, symbolisiert. Heinrich IV. gab um das Jahr
1084 Adalbert von Ellerbach, der sich fortan „von Hornberg“
nannte, das noch urwaldliche Gebiet zum Lehen, um es zu
kultivieren und eine Burg zu erstellen: die Geburtsstunde von
Hornberg! Nach wechselvoller Geschichte kam Hornberg 1810
schließlich zum „Großherzogthum Baden“. Das Stadtwappen ist
über all die Jahre geblieben.
Liebe und Herzschmerz dürfen beim Hornberger Schießen
natürlich auch nicht fehlen. Die Tochter des Ratschreibers
verliebt sich ausgerechnet in den Sohn des Nachtwächters, der
bei seinen nächtlichen Runden allerlei Interessantes über das
heimliche Liebesleben des Ratschreibers mit der Waldbäuerin
in Kirnbach zu berichten weiß. Vielleicht saßen die Verliebten
auch an solch einem romantischen Brunnen!
Nehmt eure Kugeln und schließt die Löcher
am Wasserhorn. Schafft ihr es, dadurch den
Brunnen zum Überlaufen zu bekommen?
das
hornberger schiessen
I
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
n der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Hornberg
noch 11 Brauereien, deren größte auf dem Schlossberg angesiedelt
war. Im Winter wurde das Eis des Schlossweihers zu Blöcken
geschlagen, um es in den tiefen kalten Kellern zur Kühlung des
Bieres zu verwenden. 1877 gründete Michael Ketterer die Familienbrauerei M. Ketterer, die bis heute von der Familie Ketterer
erfolgreich als Privatbrauerei geführt wird und deren Biere
ob Ihrer hohen Qualität bei angesehenen Wettbewerben stets
höchste Auszeichnungen erringen. Albert Ketterer gründete
mit gleichgesinnten Freunden im Jahre 1955 den Historischen
Verein Hornberg e.V. Mit Stolz lacht der Hornberger Landsknecht
noch heute vom Etikett der Ketterer-Biere.
Heiß ist es an dem Tag, als der Herzog Hornberg besucht. Und
die Kehlen sind trocken! Die Hornberger haben aber an alles
gedacht, so dass kühles, frisches Bier bereit steht. Und, wer weiß,
vielleicht schaut der eine oder andere der Hornberger beim
Warten auf den Herzog zu tief in den Krug! Der Nachtwächter,
der auf dem Turm Ausschau hält und melden soll, sobald er
den Herzog sieht, hat auf jeden Fall so seine Schwierigkeiten!
Versucht, mit dem Schöpfeimer das Fass wieder zu füllen,
damit die Landsknechte dieses wieder leeren können!
Mit freundlicher
Unterstützung:
www.kettererbier.de
www.hornberger-lebensquell.de
das
hornberger schiessen
S
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
chützenfeste hatten im Mittelalter einen ursprünglich tiefen
und ernsten Sinn, mussten Bürgergarden die Städte doch
vor Feinden und Plünderern schützen. Die Schützenfeste dienten
in erster Linie dazu, den Umgang mit der Waffe und die
Treffsicherheit zu üben (der Ursprung des Begriffes kommt von
„Schutz“, erst später von „Schießen“). Dazu wurden Preisschießen
ausgelobt und auch die Schützen der umliegenden Orte
eingeladen. Diese Feste gingen meist über mehrere Tage.
Was liegt in Hornberg näher, als dass die Stadt mit ihren stolzen
und im Umgang mit den Waffen geübten Landsknechten, dem
Herzog zu Ehren ein Schützenfest veranstalten. Zumal sie
wissen, dass der Herzog ein geübter Schütze ist und Spaß daran
finden wird. Schießscheiben werden aufgestellt, die schweren
Kanonen in Stellung gebracht und Kisten mit Pulver herbeigetragen. Aus nah und fern werden Gäste eingeladen, an dem
Feste und dem Preisschießen teilzunehmen. Hornberg will
sich schließlich nicht blamieren!
Zeigt, wie gut auch ihr zielen und treffen könnt.
Oben die Kugel einlegen, gut zielen – und
schwupp! – habt ihr die Kegel getroffen!
das
hornberger schiessen
I
Foto: Elmar Langenbacher, tanzender stern Konzeptionsdesign®
m 12. Jahrhundert errichteten die Herren von Hornberg ihre
Burg auf dem Schlossberg. Von der über die Jahrhunderte
gewachsenen und immer wieder zerstörten stolzen Burganlage
sind heute noch der Schlossturm (ein Wohnturm), der Pulverturm
und das Rondell, auf welchem Sie gerade stehen, erhalten.
Man kann erahnen, wie mächtig Hornberg damals war. Im
Stadtmuseum (jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet) finden
Sie dazu Interessantes. Ein Tipp: Machen Sie einen Abstecher
in den „Hundsgraben“ hier auf dem Schlossberg. Dieser diente
den Herren von Hornberg als Weg zur Burg.
Nachtwächter Lauble ist auserkoren, auf dem Rondell Ausschau
nach dem Herzog zu halten und fest ins Horn zu pusten, wenn
er ihn aus dem Gutachtal kommen sieht. Als der Lauble das
erste Mal eine Staubwolke im Gutachtal entdeckt und die
Kanoniere zum Salut-Schießen auffordert, ist es leider nur eine
Viehherde, beim zweiten Mal nur die Postkutsche, und beim
dritten Mal ist es gar ein Krämerkarren. Zuviel kühles
Bier hatte die Augen des Nachtwächters getrübt, und
als der Herzog dann wirklich kommt, geht es aus wie das
Hornberger Schießen!
Schaut durch das Fernrohr! Könnt ihr die Rinderherde
und die Postkutsche entdecken?
das
hornberger schiessen
D
Foto: powerstation Neuried
er Schlossberg hat in seiner über 800-jährigen Geschichte
viele Gesichter und Nutzungen erlebt. Ab dem 17. Jahrhundert war hier eine Garnison untergebracht, die dieses schmucke
auf Fels errichtete Gebäude als Pulverlager nutzten. Daher
auch der Name „Pulverturm“. Im 19. Jahrhundert befand sich im
Pulverturm die Mälzerei der damaligen Schlossbrauerei.
Es kommt, wie es kommen muss! Nachdem die Landsknechte
aufgrund der drei Fehlalarme alles Pulver schon verschossen
haben, bleibt ihnen nichts anderes übrig als laut „Piff-Paff“ zu
schreien, als der Herzog dann wirklich kommt. Dieser denkt,
die Hornberger machen sich über ihn lustig und will sie schon
in den Turm sperren lassen. Dort könnten sie dann kräftig „PiffPaff“ schreien!
Und die Moral von der Geschicht´?
Verschieß´ zu früh dein Pulver nicht!
Kinder, das habt ihr toll gemacht! Ruht euch auf
den Pulverkisten erst einmal aus, bevor ihr euch den Film
im Pulverturm anschaut und danach den Schlossberg
erobert!
Konzeption: Elmar Langenbacher (tanzender stern Konzeptionsdesign®), faktor grün Rottweil; Foto: Elmar Langenbacher, Illustrationen: tanzender stern Konzeptionsdesign®,
Filmpräsentation: powerstation Neuried
das
hornberger schiessen
Gehzeit: ca. 1,5 Std.
J
edwedes Kind auf der weiten Erd´, vom Hornberger
„ Schießen schon hat gehört!“ Der Dichter Friedrich Schiller
verwendete die Redensart schon in seinem Drama „Die Räuber“
(1781), und auch heute noch wird diese Redewendung oft in
Reden, Artikeln, Kolumnen oder im Volksmund verwendet. Doch
was hat es damit genau auf sich, wenn man sagt: „Es geht aus
wie das Hornberger Schießen“. Nun, kurz gesagt: Es wird viel
Lärm und Wirbel um etwas gemacht und viel geredet, aber es
kommt nichts dabei heraus! Dann spricht man davon, dass es
ausgeht wie das „Hornberger Schießen“!
Schauen Sie sich die Präsentation zum Hornberger Schießen im
historischen Pulverturm an, oder erleben Sie unseren bequemen
„Hornberger-Schießen-Weg“, der Ihnen an 14 Stationen hinunter
bis zur ev. Kirche auf unterhaltsame Weise näher bringt, wie es
sich zugetragen haben könnte. Folgen Sie einfach den Hinweisschildern mit abgebildetem Symbol. Hinweis: Der Weg
kann in beide Richtungen begangen werden. Unterwegs
erwarten Spielstationen die Kinder. Dafür benötigen diese
jedoch „Hornberger Kugeln“, die Sie auch im Hotel „Schloss
Hornberg“ für eine Schutzgebühr erwerben können.
Hallo, Kinder, drückt einfach den Startknopf, und
schon geht´s los! – Viel Spaß dabei!
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg,
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Illustration: tanzender stern Konzeptionsdesign®
der hornberger
schiessen weg
Stadthalle
Standort
2,3 km
ca. 1,5 Std.
Weglänge (einfach)
Gehzeit (ohne Pausen)
Bequem begehbar
(Kurzer Rückweg) Steiler Weg, Treppen
Wegstrecke
Stationen
Gaststätte, Café, Kneipe, Eisdiele
Picknickplatz, Spielplatz
Bushaltestelle, Bahnhof
P
Parkplatz
Treppenaufgang
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg,
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stadt hornberg
sehenswürdigkeiten
Rathaus
1498 erstmals erwähnt und nach Zerstörung mehrfach neu errichtet, steht das Rathaus noch heute
an seinem ursprünglichen Platz. Das Fresko auf der
Stirnseite zeigt das „Hornberger Schießen“.
Ev. Johannes Täufer Kirche
Um 1300 entstand zunächst ein kleines gotisches
Kirchlein, der hochgotische Chor ist heute noch
erhalten. Um 1600 wurde das Kirchenschiff an den
Hochchor angebaut, Fresken zeugen davon.
Fotos: Elmar Langenbacher (tanzender stern Konzeptionsdesign®), Duravit AG, Tourist Information Hornberg
http://sehenswuerdigkeiten.hornberger-schiessen.de/
Viadukt
Das Viadukt stellt ein einmaliges Bauwerk der
Schwarzwaldbahn dar. 1871 als einfache Stahlbrücke
erbaut, 1925 ersetzt: 125 Meter Länge, 25 Meter
Höhe, 7 Bögen mit 14,5 Meter lichter Weite.
Stadtbrunnen
Der berühmte Bildhauer Hugo Knittel schuf 1955
den Hornberger Stadtbrunnen, der eine selbstironische Hommage an das „Hornberger Schießen“
darstellt: ein Landsknecht und der Narr.
Stadtmuseum
Das Stadtmuseum gibt Ihnen einen interessanten
Einblick in die Stadtgeschichte: Neolithische Funde,
Bollenhuttracht, bäuerliches Leben, Steingut, Holzschnitzerei oder z.B. Wilhelm Hausensteins Wirken.
Schwarzwälder Pilzlehrschau
Die Schwarzwälder Pilzlehrschau ist die älteste
Einrichtung ihrer Art und wurde vor über 50 Jahren
gegründet. Es finden zahlreiche Veranstaltungen
und Seminare statt.
Duravit Design Center
Entworfen von Star-Designer Phillippe Starck werden neben der rund 200-jährigen Geschichte der
Duravit aktuelle Bad- und Wellnesstrends präsentiert. Riesen-WC mit Aussichtsplattform.
Der Hornberger Mühlenweg
führt Sie auf zwei Routen durch
schmucke Seitentäler zu den
historischen Mühlen.
Freilichtbühne
Seit 1955 werden in der romatischen Freilichtbühne
das „Hornberger Schießen“ sowie Krimis und Märchenstücke aufgeführt. Termine entnehmen Sie
bitte dem aktuellen Spielplan der Freilichtbühne.
Hornberger Schlossberg
Um 1200 entstand die erste Burg. Mehrfach niedergebrannt und wieder aufgebaut. Schlossturm,
Pulverturm, Rondell, Schlosshotel, „Hundsgraben“
sind heute noch erhalten. Bequemer Rundweg.
Felsenweg und Panoramaweg
bieten Wanderern herrliche
Ausblicke auf Hornberg und die
Schwarzwaldbahn.
Familienbrauerei M. Ketterer
1877 im heutigen Wirtshaus „Felsen“ gegründet,
seit 1902 in der Frombachstraße. Führungen für
Gruppen nach Absprache. Öffentlicher Mineralwasserbrunnen mit „Hornberger Lebensquell“.
Hornberger Uhrenspiele
Im Ortsteil Niederwasser, an der B33 gelegen.
Zur halben und vollen Stunde grüßt der Kuckuck.
21 Figuren führen ihr Spiel auf während Melodien
erklingen und das Mühlrad sich dreht.
Das beheizte Hornberger Freibad
ist ein idealer, ruhiger Platz zum
Entspannen nach Ihrer Wanderung oder Besichtigung.
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg,
der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union (ELER).
Wir sind
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Wir sind
Partner und
Förderer des
Naturparks:
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