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Heute ist Weltumwelttag – was tun Sie? Ein Raum für die Region

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Aktuell
Rheintaler Bote, 5. Juni 2013
Fortsetzung von Seite 1
galen, unhaltbaren Auswüchse
wehren. Mit Hilfe der Petition wollen sie erreichen, dass Leben,
Wohnen und Arbeiten an der
Stossstrasse und Umgebung weiterhin möglich wird. Mit der Petition fordert der Verein verkehrspolizeiliche und bauliche Massnahmen. Dazu gehören die Installation von Radarkästen an exponierten Stellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und allenfalls
temporäre Motorfahrverbote. Auch
der Bau von Trottoirs, markierte
Velospuren, Fahrbahnverengungen an exponierten Stellen sowie
Fahrbahnschwellen stellen sich die
Anwohner vor. Priorität bei den
Forderungen haben für den Verein aber klar die Polizeikontrollen, so auf Anfrage des Rheintaler
Boten. Zwar werden solche bereits
durchgeführt, doch um wirksam zu
sein, müssten diese laut dem Verein häufiger durchgeführt werden.
Problem nachhaltig lösen
Einsendeschluss für die Unterschriftenbögen der Petition war
Ende Mai dieses Jahres. Insgesamt
887 Unterschriften (hauptsächlich von Personen aus den betroffenen Gemeinden) konnten mit der
Petition gesammelt werden. Damit
sind mehr Unterschriften zusammengekommen, als erwartet. Man
sei daher sehr zufrieden und habe
bestätigt bekommen, wie wichtig
das Anliegen für die Betroffenen sei.
Die Petition wird nun den Kantonsregierungen von St. Gallen und
Appenzell Ausserrhoden sowie den
Behörden von Altstätten und Gais
überreicht. Der genaue Zeitpunkt
steht jedoch noch nicht fest. Nach
der Übergabe wird man sich von
Seiten des Vereins um einen «Runden Tisch» bemühen, um eine
nachhaltige Lösung zu finden.
Unterstützt werden die Anwohner
vom VCS St. Gallen-Appenzell und
von der Schweizerischen Liga gegen den Lärm. Und auch Kantonsrat Werner Ritter hat bereits
im Februar dieses Jahres eine Interpellation an die St. Galler Regierung zu diesem Thema eingereicht.
Martina Macias
Seite 3
Stadt Altstätten:
Die Petition «Lärm am Stoss»
richtet sich unter anderem an
den Altstätter Stadtrat. Der
Rheintaler Bote hat kurz nachgefragt.
Sehen Sie das Verkehrsaufkommen an der Stossstrasse
auch als Problem?
Der Stadtrat ist sich bewusst,
dass das Verkehrsaufkommen an
der Stossstrasse insbesondere
im Frühjahr und Sommer hoch
ist und dass die damit verbundenen Lärmemissionen für Anwohnerinnen und Anwohner
nicht angenehm sind.
Wurde bezüglich der Stossstrasse in letzter Zeit schon etwas unternommen oder hat die
Stadt unabhängig von der Petition Massnahmen geplant?
Bis jetzt wurden keine konkreten Massnahmen erhoben. Die
Stadt tauscht sich aber periodisch mit der Polizei aus und erörtert mit ihr jeweils auch die Situation am Stoss.
Wie viel Einfluss kann die Stadt
(beispielsweise ohne Unterstützung des Kantons) auf das
Problem nehmen?
Der Einfluss der Stadt ist sehr
beschränkt, da es sich um eine
Kantonsstrasse handelt. Es ist
Sache des Kantons allfällige verkehrsberuhigende Massnahmen
einzuleiten.
Ist die Stadt grundsätzlich interessiert sich der Petition zu
widmen und deren Forderungen zu prüfen?
Der Stadtrat Altstätten wird die
an die Stadt gerichteten Punkte
nach Vorlage der Petition prüfen und dann darüber entscheiden. Der Stadtrat wird sich
zudem mit dem Kanton in Verbindung setzen, um die Sicht von
Seiten des Kantons in Erfahrung zu bringen (sind Massnahmen geplant, wie sehen sie
aus, etc.).
mm
Bild: z.V.g.
Rechts vom Kinotheater Madlen soll ein Kulturraum entstehen.
Ein Raum für die Region
HEERBRUGG Das Kinotheater Madlen baut einen Kulturraum
Das Kinotheater Madlen in
Heerbrugg erweitert mit einem geplanten Anbau sein
Kulturangebot. Damit soll ein
weiterer Meilenstein zum
Rheintaler Kulturzentrum genommen werden. Der Anbau
soll bereits im nächsten Jahr
fertig gestellt werden.
Seit Aldo Zäch vor zwölf Jahren das
Kinotheater Madlen übernahm, hat
sich viel getan. Doch Zäch erklärt:
«Meine Vision ist noch lange nicht
fertig». Mit dem Anbau eines Kulturraums an das Kinotheater Madlen will er deshalb einen Schritt
weiter gehen. Der Kulturraum soll
ein Treffpunkt für die Menschen der
Region werden. Ein Raum, wo man
sich trifft, Kleinkunst geniesst oder
eine Versammlungen abhält. «Der
Kulturraum bietet unzählige Möglichkeiten für Theater, Musik, Diskussionen und Vereine», so der Kinobetreiber.
«Mit dem Kulturraum sind
wir flexibler»
Der Anbau in hellem Backstein soll
rechts an das bestehenden Gebäude gebaut werden. Ein Raum
mit hohen Decken für circa 80 Leute und einer ausgezeichneten
Akustik. Je nach Veranstaltung
lässt sich die Wand zur Créperia abtrennen und auch die Einrichtung
lässt sich variieren. Im Untergeschoss sollen neue WCs (inklusive
eines Invaliden-WC) entstehen.
«Mit dem Kulturraum sind wir flexibler und haben die Möglichkeit,
zwei unterschiedliche Veranstaltungen durchzuführen», so Zäch.
Zudem wird hinter dem Neubau eine Parkanlage mit integrierter
Bühne geschaffen. Architekt Jesco
Hutter,
Baumschlager
Hutter
GmbH in Widnau, erklärt: «Mit einer lärmdämmenden Mauer zu den
Zug-Gleisen und einer Abtrennung aus Schilf und Wasser soll der
Park Platz zum Verweilen bieten».
Die Baukosten für den Neubau betragen circa eine Million Franken.
Die Bauführung übernimmt der Kinobesitzer gleich selbst. Mit dem
Aushub soll diesen Oktober begonnen werden und die voraussichtliche Eröffnung ist auf Mitte
2014 geplant.
lange nicht Schluss. Die Vision von
Zäch ist es, auf lange Sicht ein Konzertsaal in Heerbrugg zu eröffnen.
Alle Voraussetzungen dazu sind
vorhanden. Rechts vom Kinotheater Madlen wurde rund 5000
Quadratmeter Land gekauft. «Die
Lage ist prädestiniert für einen
Konzertsaal. Es sind genügend
Parkplätze vorhanden und es ist
nah vom Bahnhof. Bis das Vorhaben jedoch umgesetzt werden
kann, wird es wohl noch acht bis
zwölf Jahre dauern. Ich bin aber
überzeugt, dass diese Vision verwirklicht werden kann», so Zäch.
Martina Macias
Bild: z.V.g.
Überzeugt von Vision
Doch mit dem Kulturraum ist noch
Hinter dem Neubau soll ein Park für
Aussen-Veranstaltungen entstehen.
Heute ist Weltumwelttag – was tun Sie?
Diem Nguyen
Sennwald
Ich tue nicht wirklich extrem viel
für die Umwelt. Aber natürlich
trennen wir zu Hause den Abfall:
PET, Glas, Alu, Altpapier und sogar Kompost entsorgen wir alles separat. Ich fahre noch nicht Auto
und benutze noch häufig den öffentlichen Verkehr. Die Autoprüfung will ich aber sicher machen,
um flexibler zu werden.
Waltraud Maierhofer
getroffen in St. Margrethen
Wichtig ist mir die Umwelt auf jeden Fall. Papier, Glas und so weiter entsorge ich gesondert. Oft
nehme ich den Bus oder sogar das
Fahrrad. Ich finde es vor allem bedenklich, dass wir Lebensmittel aus
der ganzen Welt hierher transportieren und so Umweltschäden
anrichten. Deshalb kaufe ich regionale Produkte.
Sandrine Kurer
Sennwald
Ich tue nicht überdurchschnittlich viel für die Umwelt, wahrscheinlich wie die meisten Leute.
Bei mir zu Hause trennen wir unseren Abfall konsequent. Auto fahren kann ich leider noch nicht.
Deshalb bin ich zurzeit noch häufig mit dem öffentlichen Verkehr
unterwegs, der gut ausgebaut ist,
aber leider teurer geworden ist.
Sadbere Krasniqi
Katharyn Scramonzin
St. Margrethen
Thal
Wir trennen zu Hause alles, ein- Ich benutze das Auto sehr selten
fach weil es zu teuer wäre, alles über und benutze wenn immer möglich
den allgemeinen Abfall zu entsor- den öffentlichen Verkehr. Da ich
gen. Deshalb spare ich auch viel zwei Hunde habe, bin ich auch oft
Wasser und Strom im Haushalt, zu Fuss unterwegs. Abfalltrennen
denn so spart man auch Geld. Ich ist für mich selbstverständlich. Die
habe kein Auto und gehe mit dem Umweltqualität in der Region ist
Zug zur Arbeit oder an einen weit schwierig zu beurteilen. Ich finde,
entfernten Ort. Am liebsten bin ich jeder sollte von sich aus etwas für
aber zu Fuss unterwegs.
die Umwelt tun.
Für Sie war unterwegs: Simon Scherrer, Lorena Baumgartner
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Seele and Geist
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