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Lern- und Arbeitstechnik 21-10-2009

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STUDIENZENTRUM Neuss
STUDIENZENTRUM Neuss
Ablauf
1. Planung und Zeitmanagement
2. Lerntheorie
3. Lesetechniken
4. Schreiben wissenschaftlicher
Texte
Dem weht kein Wind, der
keinen Hafen hat, nach
dem er segelt.
Michel de Montaigne (1533-92), frz.
Schriftsteller, Essayist u. Philosoph
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STUDIENZENTRUM Neuss
STUDIENZENTRUM Neuss
Grundregeln
Was sind Ihre
Zeitdiebe?
1.
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3.
4.
5.
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6.
Ziele definieren
Zeitprotokoll anfertigen
(Wo bleibt die Zeit?)
Schriftlichen Plan
erstellen (Woche/Tag)
Prioritäten setzen
Störfaktoren
ausschalten
Anfangen!
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Vorteile der Schriftlichkeit
ALPEN-Methode
• Schriftform = Überblick sicherstellen und
Vergesslichkeit vorbeugen, dadurch
Gelassenheit und Gedächtnisentlastung
• Zeitgewinn durch feststehenden Zeitplan – keine
ständige Suche nach vergessenen Aktivitäten
• Zeitfenster zwecks Vorschau
• Entscheidungsgrundlage für ad-hoc Aktionen –
Koordination der Reihenfolge
• Leitfaden in Stresssituationen – wie geht es
weiter?
A – Alle Aufgaben, Aktivitäten, Termine
aufschreiben
L – Länge der Tätigkeiten schätzen
P – Pufferzeiten für unvorhergesehene
Ereignisse
E – Entscheidungen über Prioritäten,
Kürzungen, Delegationsmöglichkeiten
N – Nachkontrolle, Unerledigtes übertragen
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Arbeitshilfen gegen Störfaktoren
Konkretes Planen mit der Prüfungsordnung
• Planen des ersten Studienabschnitts (Wann soll
welche Klausur geschrieben werden?)
• Stille Stunden reservieren
• Arbeitsblöcke bilden: Telefonate,
Korrespondenz, Rücksprachen
• Nein-Sagen (ohne zu frustrieren)
• Nichterreichbarkeit durchsetzen
• Arbeitshilfen: Erstellung einer Liste aller
Störfaktoren und Zeitplanbuch
• wichtige Termine des Semesters in einem
Übersichtsplan festhalten (Klausuranmeldung,
Klausurtermin, Einsendearbeiten, Veranstaltungen)
• Überblick über die zu bearbeitenden Kurse des
laufenden Semesters verschaffen
• Stoff anhand der Termine grob verteilen
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• In der ersten Phase größere Blöcke (mind. 4-5
Stunden) einplanen, um einen Einstieg zu bekommen
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Fragen zur Planung?
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Spielend lernen?
Wissenschaftliche Texte
Hobby => Interesse
Werbung => ?
Eine Einsetzung von Konsonanten ist zulässig, wenn es sich um
Konstante der entsprechenden Bedeutungskategorie handelt, die die
Variable andeutet. So dürfen z. B. für eine Individuen-Variable x nur
Individuenkonstante wie z. B. a, b, c eingesetzt werden.
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Wie Informationen speichern?
Wissenschaftliche Texte
• strukturieren
• Assoziative Verbindungen herstellen
• Information „räumlich verorten“
(Locitechnik)
Häufig negativ, da schwer verständlich
1. Es liegt vermutlich nicht an Ihnen.
2. Sache kann dennoch einfach sein.
3. Ihr Wissen reicht noch nicht aus,
sie müssen Brücken zu Ihrem
Vorwissen bauen.
Siehe auch: http://www.lern-psychologie.de/
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Warum Visualisieren?
Wie erinnern?
• Inhalt mündlich rekapitulieren
• Inhalt schriftlich darstellen (mind-map o.ä.)
• Inhalt in neuen Zusammenhängen
wiederholen
• Inhalt anderen erklären, erläutern
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Pausen
Lese- und Schreibkompetenz
Lernen ist ein Stoffwechselprozess, deshalb sollte man,
insbesondere bei der Prüfungsvorbereitung, bewusste
Unterbrechungen vornehmen.
1. "Wie soll ich das alles lesen?" - Von
Lesetechniken und Lesezielen
2. Exzerpieren
3. Schreiben eines wissenschaftlichen Texts
•Zwischendurch kurz aus dem Fenster schauen,
Strecken etc., aber nicht aufstehen.
•Ca. alle 30 Minuten aufstehen und etwa fünf Minuten
etwas anderes machen.
•Nach ca. zwei Stunden 15-20 Minuten etwas anderes
tun, z. B. mit anderen reden, Telefonate erledigen
•Nach ca. vier Stunden: große Pause von einer, max.
zwei Stunden.
(Quelle: Rückriem/Stary/Frank, Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens)
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Effektives Lesen
Effektives lesen
•Lesen Sie in einer Ihnen angenehmen Umgebung und
Lesehaltung.
•Achten Sie auf ausreichendes Licht.
•Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht abgelenkt werden.
•Beginnen Sie mit einführenden Texten.
•Versuchen Sie, Fachwörter im Kontext zu entschlüsseln
und schlagen Sie nicht sofort alles nach, was Sie nicht
auf Anhieb verstehen.
•Schreiben Sie in der Anfangsphase nicht zu viel auf
oder an den Rand.
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• Überblick verschaffen (z. B. über
Inhaltsverzeichnis)
• Fragen stellen (z. B: Wie unterscheidet sich die
Meinung des Autors von den bekannten
Meinungen?)
• Machen Sie sich Gliederung und
Argumentationsstruktur des Textes klar
• Lesen und Antworten suchen
• Mit- und Herausschreiben/Textmarkierung
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Mit- und Herausschreiben
Randmarkierungen
• „Mitschriften“ dienen der Sammlung wichtiger
Argumente, Gedankengänge und Literaturhinweise aus
dem gelesenen Text, ergänzt um eigene Ideen und
Querverweise
• Enthalten markante Zitate und eigene Formulierungen
für spätere Texte
• Schreiben Sie ganze Sätze in Ihrer eigenen Sprache
• Schreiben Sie nicht beim ersten Lesen, sondern nach
dem zweiten Lesen im Anschluss an eine kursorische
Lesephase (sinnvoll auch für Randmarkierungen im
Text)
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Randmarki
erungen
Markierungen innerhalb des
Textes
Randkommentare
/ wichtig
// sehr
wichtig
! erstaunlich
? fragwürdig
+ gut
- schlecht
einkreisen
Th (These)
Arg (Argument)
Def (Definition)
Log? (Logik) Widersprüche in
der Argumentation
Bsp (Beispiel)
vgl. S.
einkasteln
unterstreichen
Wellenlinien
farbige Markierungen mit
Buntstift, Leuchtmarker
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STUDIENZENTRUM Neuss
STUDIENZENTRUM Neuss
Wiederholen vor Prüfungen
1. Tag
Lernen bis der Stoff beherrscht wird
2. Tag
1. Wiederholung
4. Tag
2. Wiederholung
7. Tag
3. Wiederholung
14. Tag
4. Wiederholung
21. Tag
5. Wiederholung
28. Tag
6. Wiederholung
…
Prüfung
Prüfungen
Überblick über die Aufgaben verschaffen und je
nach Aufgabentyp einfache Fragen zuerst
beantworten.
Aufsatzthemen: Inhalt Gliedern (hier zeigt sich,
ob Sie bei der Vorbereitung die Inhalte gut
strukturiert haben)
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Schreiben wissenschaftlicher Texte
Fragen?
1. Sich orientieren – Was, warum, wie
2. Recherche – Vom Allgemeinen zum Speziellen
3. Strukturieren – Sinnzusammenhänge,
Guppierungen
4. Gliedern – Die sinnvolle Reihenfolge
5. Schreiben
6. Edieren
7. Korrigieren
8. möglichst: Überprüfung durch Außenstehenden
Pause!
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Sich orientieren:Themenfindung
•
•
•
•
•
Welche Bereiche sind offen geblieben?
Was könnte man vertiefender behandeln?
Zu welchen Schwerpunkten gibt es neuere Literatur?
Gibt es neue Forschungsansätze?
Können bestimmte Bereiche durch internationale
Vergleiche ergänzt werden?
• Gibt es die Möglichkeit, Thesen empirisch zu belegen?
=> Fragestellung für die Arbeit formulieren
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Recherche
•
•
•
•
•
•
•
Allgemeines Lexikon
Fachlexikon
Handbuch
Einführung
Monographie
Sammelband
Fachzeitschrift
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STUDIENZENTRUM Neuss
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Hauptteil (1)
Einleitung
• Argumentative Auseinandersetzung und keine
Aneinanderreihung von Fakten.
• Das Ausgangsproblem muss als roter Faden immer
erkennbar bleiben.
• Die für die Argumentation wichtigen Informationen
müssen mitgeteilt werden oder es muss deutlich sein,
welche Kenntnisse vorausgesetzt werden.
• Wissenschaftlich argumentieren heißt kritische
argumentieren! Nicht alles, was geschrieben wird, ist
fehlerfrei, häufige Fehler sind: Verkürzung,
Verschleierung, Fehlschluss, Unstimmigkeit
•
•
•
•
Das Thema muss definiert werden
Die Fragestellung wird klarer umrissen
Die Zielsetzung der Arbeit wird benannt
Die Art der Bearbeitung muss erklärt
werden (Methoden)
• Der Aufbau muss skizziert werden
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Hauptteil (2)
Schluss
Es gibt stets unterschiedliche Theorien und Positionen.
Sie können entweder einer Theorie begründet folgen
oder die wichtigsten Grundpositionen darstellen und
diskutieren. Es können meist nicht alle Positionen
Berücksichtigung finden, machen Sie jedoch klar,
dass Sie wissen: Es gibt weitere Ansichten.
Wissenschaftliche Formulierungen verwenden: 3
Tabus: Ich, Metaphern, erzählen
Alltagspsychologische Behauptungen vermeiden (Wie
jeder schon erlebt hat… Ich kenne genug Kinder,
die…)
• Die im Hauptteil gewonnenen Erkenntnisse werden
noch einmal kurz vor Augen geführt, d. h. die
Ausgangsfrage beantwortet
• Weiterführende oder offen gebliebene Fragen
werden aufgezeigt.
• Er gibt Gelegenheit zu einer abschließenden
persönlich wertenden Stellungnahme, die mit den
Ergebnissen des Hauptteils in Einklang stehen muss.
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Zitate
Zitierweisen
Es ist sinnvoll, Passagen zu zitieren,
• mit denen man sich im folgenden auseinander
setzt oder die man interpretiert. Dies gilt
insbesondere für historische Quellen,
literarische oder philosophische Originalliteratur
und für soziologische Interviews.
• die für die wissenschaftliche Diskussion des
Themas von zentraler Bedeutung sind oder
waren.
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• Hinter dem Zitat erscheint in Klammern der Name des Autors,
Erscheinungsjahr der zitierten Ausgabe und die Seitenzahl.
Bsp.: „…“ (Beck/Lau, 1983, S. 169)
• Tritt der Name des zitierten Autors unmittelbar vorher im Text
auf, muss er nicht mehr in der Klammer genannt werden. Bsp.:
Beck weist darauf hin, dass „…“ (1983, S. 169)
• Fassen Sie eine Textpassage zusammen, die über mehrere
Seiten geht, so machen Sie dies mit einem f (eine folgende
Seite) oder ff (mehrere folgende Seiten) kenntlich. Bsp.:
(Beck/Lau, 1983, S. 169ff)
• Hinweise auf weiterführende Literatur oder weitere Autoren, die
eine dargestellte These stützen machen Sie mit einem vgl. für
„vergleiche“ deutlich. Bsp.: So hat sich die Erziehungssoziologie
besonders mit der Schule auseinandergesetzt. (vgl. Rolff 1967,
Abels 1971, Fend 1980)
STUDIENZENTRUM Neuss
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Motivationsarten
Intrinsische Motivation
Motivation von innen
Ich will...
Fragen?
http://www.uni-due.de/schreibwerkstatt/trainer/
Motivation von außen
Ich muss...
•Interesse am Stoff
•Gesetzliche Zwänge
•Selbstwertgefühl
•Leistungsdruck
•Einsicht, dass das Erlernte für
das eigene Leben nützlich ist
•Anweisung, Befehl, Zwang
•Materielles Interesse, u.v.m.
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Extrinsische Motivation
•Prüfungsdruck
•soziale Zwänge, u.v.m.
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STUDIENZENTRUM Neuss
Motivation
• Erkennen Sie den Sinn des zu lernenden Stoffs!
• Machen Sie sich Ziele klar und behalten sie im Auge!
• Teilen sie das Hauptziel in mehrere kleine und ebenso
konkrete Zwischenziele ein!
• Führe Sie sich Teilerfolge vor Augen, und nehmen Sie
sich die Zeit sich auch darüber zu freuen!
• Versuchen Sie möglichst viele verschiedene Motive zur
Verstärkung der Motivation einzusetzen!
• Nutzen Sie auch extrinsische Anreize zur
Motivationsverstärkung, z.B. durch Belohnung!
Große Werke werden nicht
durch Stärke, sondern
durch Beharrlichkeit
vollbracht.
Samuel Johnson (1709-1784), englischer Gelehrter, Schriftsteller, Dichter, Kritiker und
Lexikograph
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