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"Besser einmal mehr hinterfragen als glauben". Was - firmendb.de

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"Besser einmal mehr hinterfragen als glauben".
Was Rankings für die Studienwahl leisten
können - und was nicht
Datum: 05.02.2013 - 17:02 Uhr
Pressemitteilung von: Academic Services GmbH
Kategorie: Beruf + Bildung
Zeichen: 8485 (ohne Leerzeichen + Überschrift)
Scheinbar einfache Hilfe für Orientierungsbedürftige
Seit Anfang der 1990er Jahre auch in Deutschland zunehmend etabliert, verstehen und
bewerben Rankings sich selbst als Qualitätsindikatoren und Beförderer des
akademischen Wettbewerbs. Sie suggerieren, die deutsche Hochschullandschaft nach
Güte-Kriterien gerastert abzubilden. Und sie versprechen wertvolle Informationen für
die persönliche Wahl des Studienfachs und der passenden Hochschule - von
detaillierten Orientierungen über Arbeitsbedingungen, Forschungsreputation bis hin zu
den einzelnen Wohnformen am Studienort. Für mittlerweile über 30 Fächer und mehr
als 250 Hochschulstandorte hierzulande liegen Datensätze vor.
Klare Versprechen, divergierende Funktionen
Dass gegenwärtig konkurrierende Rankings mit unterschiedlichen Ergebnissen
existieren zeigt bereits, wie sehr der Teufel im Detail steckt. Ranking ist eben nicht
gleich Ranking, und wer Orientierung sucht ist gut beraten, sich vor simplifizierenden
Lesarten von Hochschul-Vergleichen zu hüten. Das "Hochschulranking" des CHE will
nach eigenen Angaben Schülern und Studienwilligen bei der Wahl der richtigen
Hochschule helfen; das "Uniranking 2012" der WirtschaftsWoche basierte auf einer
Umfrage bei Personalchefs schlagkräftiger Unternehmen.
Auch diverse Förderungs- und Forschungs-Rankings sind in Deutschland etabliert. Für
Studienanfänger beginnt der ernsthafte Einstieg in den Anfang also mit der
Orientierung über die Orientierungsversprecher. Doch was leisten diese, wahlweise
über die Medien Der Spiegel, Focus, Handelsblatt, WirtschaftsWoche, FAZHochschulanzeiger oder Die Zeit verbreiteten Leistungsvergleiche (nichts anderes
heisst ‚Ranking‘) für den deutschen Hochschulsektor? Und welche Informationen
können Nutzer den Rankings entnehmen - im gefährlich blinden Vertrauen darauf,
dass die verwendeten Methoden zu sachlich berechtigten Bewertungen führten?
Das Grunddilemma bleibt konstant: Auskünfte und Irreführung
Fakt ist: Wer sich in Rankings orientiert, erhält mittlerweile (wie bei der CHE) ziemlich
differenzierte Daten (Punktwerte, Farbsymboliken, Ranggruppierungen) zu vielen
Fachbereichen deutscher Hochschulen. Diese Bewertungsdaten bieten innerhalb des
Rankings Anhaltspunkte und Vergleichsaspekte zur Qualität von Studium, Lehre,
Forschung, Ausstattung und Umfeld ab. Oder, mit den Ranking-Kritikern formuliert: Sie
erzeugen diese Werte erst. Naiv wäre es also, von den vielen skalierten
Bewertungsparametern (beim jüngsten CHE-Ranking werden bis zu 34 Kriterien
herangezogen) eine kompassgetreue Orientierung im Dschungel der Studienangebote
zu erwarten oder verlässliche Aussagen über die tatsächliche Qualität von Forschung
und Lehre an einem bestimmten Hochschulstandort.
Das Bemühen der Ranking-Ersteller, durch fortschreitende Differenzierung ihrer
Verfahren und Bewertungsmethoden mehr Transparenz zu erzeugen, hat in den
letzten Jahren manche Einseitigkeit (wie sie etwa noch der methodisch desaströse
Hochschul-Vergleich des 2004er Rankings von McKinsey & Company, AOL und Der
Spiegel praktizierte) abbauen können. Der grundsätzlichen und vielfach vehementen
Kritik am zweifelhaften Wert von Hochschulrankings ("Hochschulverrenkungen")
konnten diese ambitionierten Feinschliffe bisher jedoch nicht den Wind aus den Segeln
nehmen.
Vor voreiligen Schlüssen muss gewarnt werden
Die fehlende Neutralität und Einhelligkeit in der gesamten Ranking-Debatte (man
vergleiche etwa den Wikipedia-Eintrag zum Hochschulranking) ist unter anderem ein
Indikator für gegenläufige Interessenstandpunkte. Studierende suchen möglichst
schnell informierende Übersichten und primäre Orientierung; Hochschulen haben ein
Interesse an möglichst positiver öffentlicher Resonanz und nicht extern erfolgender
Skalierung ihrer akademischen Vielfalt; und Ranking-Ersteller, die mit dem Vergleichen
und Bewerten erst die Grundlage für die Informations-Verwertung schaffen, verstehen
sich erwiesenermassen auch als Dienstleister für Unternehmen, denen sie
akademische ‚Spitzenreiter‘ und ‚Schlusslichter‘ kommunizieren (das "Uniranking
2012" erfolgte in Zusammenarbeit von WirtschaftsWoche, einer Beratungsgesellschaft
und einem Personaldienstleister; im CHE ist die Bertelsmann Stiftung Teilhaber).
Augenmass empfiehlt sich also insbesondere für angehende Erstsemester und stellt
die erste Regel der Orientierungsarbeit dar. Ein Beispiel von vielen für die Problematik:
Wählen Studienbeginner ihre Hochschule ausschliesslich nach der Top-Position des
Ranking-Rasters, tappen sie womöglich in eine Falle und verschlechtern die
Studienbedingungen, weil die jeweiligen Fachbereiche dem massenhaften Ansturm
plötzlich nicht mehr gewachsen sind.
Rankings: hochschul- und strukturpolitisch brisante Standort-Stigmatisierung
Dass negative Rankingergebnisse für einzelne Standorte erhebliche Kollateralschäden
mit sich führen (können) und damit zu einer Spaltung der Hochschullandschaft
beitragen, dokumentieren die zahlreichen aktuellen Debatten über Pro und Kontra der
akademischen Leistungsvergleiche. Die angebliche Hauptfunktion der Rankings: die
Leistungsfähigkeit einer Hochschule für Studierende transparent zu machen
(Transparenzbeschaffung) sowie Rekrutierungshilfe für akademisches Personal bei
den Unternehmen zu leisten, kann sich schlagartig vom positiven Absichtseffekt zu
schlechter Standortpolitik verkehren.
So hat es zuletzt Dieter Lenzen, Erziehungswissenschaftler und Präsident der Uni
Hamburg, 2012 auf einer Tagung zum Forschungsrating formuliert: Weil sie die "drei
methodischen Grundgütekriterien der Objektivität, der Reliabilität und der Validität"
nicht sicherstellen können, sind Ratings als verlässliches Instrument der
Transparenzerzeugung ungeeignet. Schlimmer noch: Mittelfristig produzieren sie eine
"Scheinwirklichkeit", fokussieren sie eine "Mainstreamwissenschaft", bringen sie den
Ranking-Gewinnern "Marktvorteile auf dem Berufungs- und Besoldungsmarkt". Und
weil sie Verlierer erzeugen, sind sie für die scientific community auch aus ethischen
Gründen nicht zu rechtfertigen. Denn soviel scheint doch deutlich: Nicht mit StandortStigmatisierungen oder ausgezeichneten Eliteschmieden, Konkurrenz und Missgunst,
wie sie Rankings letztlich erzeugen, ist der deutschen und europäischen
Hochschullandschaft geholfen, sondern: Mit Kooperation, Vernetzung, Förderung auch
in der akademischen Vielfalt und Breite.
Wer nicht mitmacht, könnte gewinnen
Die von Lenzen formulierte Generalkritik ist seit langem kein Einzelfall in der Debatte
um Wert und Begleiteffekte der Hochschulrankings, und sie bleibt nicht nur theoretisch.
Nachdem 2012 auch die Fachgesellschaft der Soziologie ihren deutschen Instituten die
Nichtteilnahme am CHE-Ranking empfohlen hat und diverse Boykottaufrufe an die 37
aktuell im Ranking ausgewiesenen Studienfächer ergingen (bereits 2010 hatte sich der
Historikerverband vom CHE-Ranking distanziert, die Gesellschaft deutscher Chemiker
und die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft waren 2012 nachgezogen),
werden mindestens sechs deutsche Universitäten (darunter Hamburg und Leipzig)
beim 2013er Ranking fehlen.
Ob das reichen wird, die öffentliche Geltung von so renommierten und einflussreichen
Ratings wie CHE zu beschneiden, darf bezweifelt werden. Denn hinsichtlich ihrer
Steuerungsfunktion mit ihren Artgenossen Moodys & Co auf anderem Sektor durchaus
vergleichbar, beeinflussen sie als akademische Ratingagenturen mittlerweile längst so
wichtige Parameter wie die hochschulpolitische Mittelvergabe (z.B. aufgrund hoch
‚gerankter‘ Unis), hochschulöffentliche Reputation (‚Ruf‘) und nicht zuletzt die
studentische Fokussierung auf scheinbar perfekte - weil hoch bewertete Studienstandorte und Fakultäten.
Auch die zahlreichen Begleiteffekte der Rankings erhitzen die Gemüter, liegen doch
die Vorteile auf der Hand, etwa durch Schummelei aller Art das eigene Ranking positiv
zu beeinflussen, um nur ja nicht mit der ‚roten Laterne‘ dazustehen. Der Ausstieg
aus dem Ranking könnte die Chance eröffnen, neue Verfahren der Kriterienbildung
innerhalb der universitären Kommunikation - statt durch externe
‚Evaluationsunternehmen‘ - anzuregen. Der Ausweis ihrer qualitativ guten Arbeit
muss letztlich im Interesse jeder Universität und jedes Fachbereiches liegen, und die
zunehmende Konkurrenz der privaten Hochschulen ist faktisch ein zusätzlicher Anreiz.
Pointierter formuliert: Je besser Standorte und Insitute selbst zu überzeugen wissen,
desto unabhängiger machen sie sich von der angemassten Definitionsmacht der
Ranking-Portale.
Studienwahl: Am besten direkt vergleichen. Empfehlungen von GWriters
Für Marcel Kopper, Mitbegründer von GWriters ( http://gwriters.de und
http://gwriters.co.uk ), steht fest: Bei der Wahl des persönlichen Hochschulstandorts
sollte man "am besten mehrgleisig" vorgehen: "Erstens sich bei dem favorisierten
Hochschulstandort persönlich einen direkten Überblick verschaffen über das Angebot,
Qualität des Personals, Zulassungsbedingungen und ähnliche Basics; zweitens über
Freunde, ehemalige Studierende und Netzwerke herausfinden, ob Schwerpunkte des
Fachs, beispielsweise der gesuchte Theorie-Praxis-Bezug, am betreffenden Standort
wirklich und aktuell gut bedient werden oder nur eine Sprechblase der
Marketingabteilung sind. Und schliesslich sollte man sich unbedingt genauer
anschauen, welche Wege die jüngsten persönlichen Vorbilder gegangen sind. Es hilft
also nichts: Die Transparenz muss man sich selbst beschaffen, besser einmal mehr
durch Nachfragen und Hinterfragen statt blindes Vertrauen in Punkte und Tabellen."
Glenn Bernhard, GWriters
Academic Services GmbH
Königsallee 61
40215 Düsseldorf
Deutschland
Fon: +49 211 99346501
Fax: +49 211 42471450
Email: info@gwriters.de
GWriters ist eine erfolgreiche Web-Plattform für die Vermittlung hochwertiger
Dienstleistungen rund um die Erstellung wissenschaftlicher Texte. Anfang 2013 sind
schon über 600 freiberufliche Autoren, Lektoren, Ghostwriter, aber auch Übersetzer,
Coaches und Berater aus den unterschiedlichsten Fachbereichen in der
facettenreichen Plattform vertreten. Durch das mehrstufige Qualitätssicherungssystem
mit Supervisoring, mehrfacher Überarbeitung, Teillieferungen und permanenten
Kontrollen wird ein hohes Qualitätsniveau jedes einzelnen Produktes sichergestellt.
Nicht nur Kunden, sondern auch Freelancer profitieren von der juristischen
Absicherung, Anonymität und Sicherheit, die GWriters garantiert.
Weiterführende Informationen: http://gwriters.de
Pressemitteilung bei Firmendb:
http://www.firmendb.de/pressemitteilungen/pressemitteilung-19796.php
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