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Im Dialog mit der Zukunft – oder was macht Ihr hier eigentlich?

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Im Dialog mit der Zukunft – oder
was macht Ihr hier eigentlich?
Impulsvortrag Martin Tertelmann
4. Fachforum Landesarbeitsgemeinschaft Wohnen für behinderte Menschen
28.8.2008 Bad Nauheim
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Inhalte und Themen
Dialog mit der Zukunft und der Wunsch das Neue zu kontrollieren
Innovation, ein Beitrag zur Entmystifizierung
Zur Sache, oder was macht ihr hier eigentlich?
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Der Weg zum Neuen
Trends, Demographie, Marktforschung
Gegenwart
Zukunft
Entwurf, Überprüfung, Entwurf, Überprüfung, Entwurf, Überprüfung, Ent…..
Gegenwart
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Zukunft
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„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
Sokrates
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Dialog mit der Zukunft und der Wunsch das Neue zu kontrollieren
Innovation, ein Beitrag zur Entmystifizierung
Zur Sache , oder was macht ihr hier eigentlich?
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Wie innovativ sind Sie?
weniger
innovativ
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
sehr
innovativ
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Begriffsdefinitionen
> Idee
> Invention
> Innovation
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Idee
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Invention / Erfindung
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Innovation
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Innovation
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LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Joseph Schumpeter, der Prozess der schöpferischen Zerstörung
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Triebkraft der Entwicklung nach Schumpeter
Der innovative Unternehmer
Drei Leistungen:
1. Er betritt wirtschaftlich Neuland
2. Er muss zahlreiche internalisierte Gewohnheiten in
seinem Denken und Handeln über Bord werfen
3. Er benötigt ausreichend Widerstandskraft
LAG Wohnen 2008 | © Martin Tertelmann
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Begriffsdefinition Innovation!
Fundamentale, umwälzende Veränderung
Joseph Schumpeter
Eine Innovation bezeichnet als Neuerung eine
Veränderung die eine Verbesserung bringt und
sich durchsetzt.
Scheitert eine Neuerung bei der Einführung
spricht man nicht von Innovation. Sie ist an
Ihren Erfolg gebunden.
Wolf Rainer Wendt
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Begriffsdefinitionen
?
Idee
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Invention
Innovation
Markt
Gesellschaft
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Innovation und Unternehmenskultur
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Kriterien für innovationshemmende Unternehmenskulturen
- starke Ausrichtung an Abteilungs- und Bereichszielen
- Mitglieder anderer Bereiche werden eher als Konkurrenten denn als
Kooperationspartner gesehen
- bereichsübergreifende Kommunikation wird unterdrückt
- Konglomerat an Subkulturen und auch Unternehmensidentifikation fehlt
- Hierarchische Strukturen dominieren, Zentralisierung der Entscheidungen
- Topmanagement überwacht detailliert den Fortschritt innovativer Vorhaben
- Kaum Freiräume und Vertrauensvorschuss für innovative MA oder Teams
- Information ist ein knappes Gut
- Unterstützung für außergewöhnliche Vorhaben ist schwer zu bekommen
Alfred Kieser, Unternehmenskultur und Innovation, in „Das Management von Innovationen“
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Ill find 10.000 ways, something won´t work, I haven´t failed. I´m not discouraged, because
eyery wrong attempt is another step forward
Edison
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Wie sehen Unternehmenskulturen aus, die Innovationen fördern?
- Meidung der Kennzeichen innovationsfeindlicher Kulturen
- Klare Innovationsorientierung
- Toleranz gegenüber Fehlschlägen
- Freiräume und Sicherheit für Mitarbeiter
- Förderung innovativer Mitarbeiter
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Es kommt darauf an in Unternehmen ein Klima zu schaffen, das Experimente
begünstigt. Innovationen lassen sich kaum rational von „oben“ planen und
durchsetzen, sie entstehen eher in evolutorischen Prozessen.
Die treibende Kraft in diesen evolutorischen Prozessen sind die Mitarbeiter.
Sie sind motiviert, zu experimentieren, wenn Innovation und Kreativität den
Leitprinzipien der Unternehmung entsprechen, wenn Fehlschläge toleriert
werden, wenn die Personalpolitik persönliche Risiken organisatorischer
Veränderungen minimiert und wenn Bemühungen um Innovationen bemüht
werden.
Alfred Kieser
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Innovationshürden
-
Innovationshemmende Unternehmenskultur
Sachzwänge
Benchmarking und Best-practise
u.a.
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Methoden zur Generierung von Ideen und Innovationen (Auswahl)
Innovation - Roadmap
Kaizen
Meisterstücke
Betriebliches
Vorschlagswesen
Forschung,
Vorentwicklung,
Entwicklung
WOISE
Widerspruchsorientierte
Innovationsstrategie
Idenmanagement
Innovations- und Ideenworkshops
Idea - Liason
One man Innovation
Kreativitätstechniken
Zukunftswerkstätten nach Jungk + Müllert
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Innovationsquellen, Ausgangspunkte, Ansatzpunkte
-
Wildwuchs am Rand
Zufall
180°
Bedarf, Bedürfnis
-
Widersprüche
Krise
Die Sache, der Mensch
Interdisziplinarität, Diversität
Fragen, Missfallen, Unbehagen, Zweifel, Ahnung,
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Innovationsbewusstsein, oder woran erkennt man eine Innovation?
Chimäre – Routinefall – oder Innovation? Orientierungshilfen
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Instrumente und Methoden aus der Innovationsforschung dürfen nicht dazu
führen, das Innovation zur Routine wird und das der Typ Risikovermeider
dominiert.
Es muss vielmehr Freiraum gesichert werden, der attraktiv genug ist, das
jene „chaotischen“ Newcomer erstarrte Strukturen aufweichen können.
Schlusssatz Erich Staudt „Das Management von Innovationen“
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Thesen
1. Es gibt keinen planbaren Weg für erfolgreiche Innovationen
Innovationen entstehen im Wildwuchs am Rand. (Erwin Staudt)
Das Zentrum verteidigt, bewahrt und verwaltet den Status Quo. Und das ist
gut so.
2. Innovation braucht Diversität, Interdisziplinarität, Kommunikation,
Offenheit, Bewusstsein und Kultur.
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Soziale Innovation
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>Soziale Innovationen sind neue Wege, Ziele zu erreichen,
insbesondere neue Organisationenformen, neue Regulierungen, neue
Lebensstile, die die Richtung des sozialen Wandels verändern,
Probleme besser lösen als frühere Praktiken und die deshalb wert
sind nachgeahmt und institutionalisiert zu werden. (Wolfgang Zapf)
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Beispiele für soziale Innovation bzw. Inventionen
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Mikrokredite
Leiharbeitergenossenschaft, Myself e.V.
New Work, Wünsch dir was
40 Stunden Woche
Bedingungsloses Grundeinkommen
Bismarcks Sozialversicherungssystem
Tauschringe
Anonyme Alkoholiker 1934
Frühe Einführung der Schulpflicht in Preußen
CarSharing
Persönliches Budget
Zinslose Geldgeschäfte
Frauenhäuser in der 70er Jahren mit Gender Mainstreaming im Gefolge
Wohngemeinschaften in den 70er Jahren initiieren neue soziale
Wohnformen
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Social Entrepreneur des Jahres
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Dialog mit der Zukunft und der Wunsch das Neue zu kontrollieren
Innovation, ein Beitrag zur Entmystifizierung
Zur Sache, oder was macht ihr hier eigentlich?
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Zur Sache
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Was ist die Sache?
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Wenn die alten Ofenbauer verstanden hätten, dass sie keine schön bemalten
Kachelöfen sondern Wärme verkaufen wäre sie heute noch im Geschäft.
Klaus Jürgen Maack, Geschäftsführer ERCO Leuchten, Lüdenscheid
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Man muss verstehen was man tut?
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ERCO Lichtfabrik in Lüdenscheid, Licht statt Leuchten
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FSB in Brakel. Greifen und Griffe
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Kärcher in Winnenden, Reinigung ist unserer Sache
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Die eigentliche Sache eines Unternehmens
1. hat damit zu tun, dass Menschen etwas für andere Menschen tun.
Sachen und erst recht Dienstleistungen werden von Menschen für
Menschen gemacht. So lässt sich sagen: Der Sinn der Sache ruht in der
Beziehung zwischen Menschen.
2. liefert den Kunden des Unternehmens einen Nutzen. Als Nutzen wird im
Allgemeinen das Maß für die Fähigkeit der Sache des Unternehmens
verstanden, Kundenbedürfnisse befriedigen zu können.
3. ist zugleich einfach und komplex.
4. lässt sich nicht abschließend und exakt determinieren (digitales
Verständnis), sondern kann nur im Gebrauch, in der Anwendung, in der
Entfaltung am und für den Menschen verstanden werden (analoges
Verständnis).
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Klaus Dörner, Deinstitutionalisierung
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Impulse Dörner
>
Zwei komplementäre ethische Imperative für den Wirtschaftsraum und Sozialraum
>
Basis mit 2 Grundbedürfnissen
>
Patienten das Wünschen lernen
>
Ausgehend vom Letzten
>
Vom Einzelfall her denken
>
Eigenschaften von Institutionen sind gleichermaßen vorteilhaft wie nachteilig (Halt und
Widerstand)
>
Die Wiederentdeckung des dritten Sozialraumes, helfen ist Sache des Bürgers
>
Innovationen entstehen am Rande, in der Zivilgesellschaft, bei den Betroffenen
>
Indirektes Vorgehensweise
>
Der gute Arzt ist der getoppte Sokrates, das Prinzip der geteilten Hilflosigkeit
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Nichtmethodenorientierter Beratungsansatz
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Beratungsebenen
Ebene 1 – Handlungsempfehlungen
Ebene 2 – Methodenkompetenz
Ebene 3 – Orientierung auf die Sache
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Das Neue entsteht jenseits der Sachzwänge
Sachzwänge verhindern den Blick auf die Sache
Zukunftsprojektion
Bedenken
Wahlen
Ökonomie
Wettbewerb
Gesetze
Personen
Quote
mit Ambitionen
Sache
Erfolg
Ängste
Einwände
Marketing
Trends
Politik
Rahmenbedingungen
Persönliche Nebenzwecke
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Kulturtechniken sind Werkzeuge der Fokusprojekte
-
Buch
Film
Ausstellung
Event
Musik
Theater
Foto
Kunst
Reportage
Blog
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Grundsätze von Fokusprojekten
-
Machen Spaß
Sind einfach, präsentierbar und nach außen kommunizierbar
Bedienen sich einer Kulturtechnik
Sind immer konkret
Arbeiten mit dem konkreten Menschen im Hier und Jetzt
Fokussieren die Sache der Organisation auf den Menschen
Arbeiten an konkreten Sachthemen, die sich aus der Sache der
Organisation ergeben
Sind Suchfelder, Ausflüge jenseits der Sachzwänge
Sind indirekt und zielen nicht direkt auf Innovation ab
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Martin Tertelmann
Kontakt über
Stephanie Baur
PSU Personal Services
für Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich GmbH
Presselstraße 29
70191 Stuttgart
Tel. 0170 / 7880268
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