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"Da habe ich sofort gedacht: Das ist doch was für mich!"

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Lokales 24.07.2007
"Da habe ich sofort gedacht: Das ist doch was für mich!"
Frank Vogel wird ab August den Arbeitsbereich Familie, Sport und Kultur leiten
NEU-ANSPACH (bs). Frank Vogel freut sich auf seine neue Herausforderung. Zum August wechselt
er nämlich in die Verwaltung und übernimmt dort den Arbeitsbereich Familie, Sport und Kultur. Und
auch für die Kindertagesstätten wird er zuständig sein, einen Bereich, in dem er sich bestens auskennt,
leitet der Diplom-Pädagoge doch seit September vergangenen Jahres die Kindertagesstätte Villa
Kunterbunt. Viele Kinder und Eltern werden ihn auch von seiner Arbeit im Hort Taka-Tuka kennen, den
er einst leitete.
Das alles sei sehr schnell gegangen, erzählt Vogel. Vor gut einem Monat sei erst klar gewesen, dass seine
bisherige Chefin, Simone Müller, die Gemeinde verlässt. Dann sei die Stelle intern ausgeschrieben
worden und "da habe ich sofort gedacht: Das ist doch was für mich!", sagt er, lehnt sich zufrieden im
Stuhl zurück und strahlt.
Vielseitigkeit der Stelle Vor allem die Vielseitigkeit der Stelle gefällt ihm, da "ich einfach kein reiner
Büromensch bin." Da bis August nicht mehr viel Zeit ist, pendelt der 42-Jährige schon jetzt zwischen
jetziger und zukünftiger Arbeitsstätte hin und her. Er übernimmt die Frühschichten im Hort der Villa
Kunterbunt und danach ist er häufig in der Verwaltung anzutreffen, wo ihn Simone Müller einarbeitet und
ihm erklärt "was aktuell so alles anliegt."
Wie will er seine neuen Arbeitsbereich mit Leben füllen? Plant er Veränderungen, will er eigene Akzente
setzen? "Ich muss mir erst einmal einen Überblick verschaffen", entgegnet der dreifache Vater ruhig und
betont, dass er die Arbeit seiner Vorgängerin sehr schätze, erst sie es gewesen sei, die in diesem Bereich
Strukturen aufgebaut habe. "Alles, was Simone Müller gemacht hat, hatte Hand und Fuß", lobt er.
Außerdem sei die Stelle "doch sehr abhängig von politischen Entscheidungen", umreißt er die Grenzen
der eigenen Gestaltungsmöglichkeit.
Und dann erzählt Vogel noch, dass natürlich jeder seinen "ganz eigenen Stil" habe - und den kann man
sich bei ihm gut vorstellen. Vogel ist groß, hat eine kräftige Stimme und strahlt eine große Ruhe und
Gelassenheit aus. Er wirkt durchsetzungsstark und ist gleichzeitig jemand, der bei Kindern und
Jugendlichen bestimmt gut ankommt.
In der Gemeinde haben sich in den vergangenen Jahren viel verändert, insbesondere in dem Bereich
Familie, Kindergarten und Betreuung, erzählt Vogel. Vieles sei "im Fluss" und durch beispielsweise
sinkende Kinderzahlen werde sich noch einiges ändern. Denkbar seien ein bis zwei weitere
Kleinkindergruppen, so Vogel, um den Bedarf sowie die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Aber
vielleicht werden die Kindergartengruppen der Zukunft auch kleiner sein und besondere musikalische
oder sprachliche Angebote bereithalten. "Es gibt viele gute Ideen, die Politik entscheidet letztlich, welche
realisiert werden", betont der Sozialpädagoge. Die Gemeinde sei derzeit gut aufgestellt und werde, so
hofft er, auch dauerhaft für Familien ein attraktives Angebot bereithalten.
Vogel plädiert für eine intensivere Vernetzung im Bereich des Bildungsplanes (Zusammenarbeit mit den
Schulen), ebenso wie er enger mit freien und kirchlichen Kita-Trägern kooperieren will. "Es ist
unheimlich wichtig, alle in einem Boot zu haben", erläutert der Sozialpädagoge. Außerdem sollen die
Einrichtungen gemeinsame Standards entwickeln, damit "alle von den jeweiligen Qualitäten der einzelnen
Einrichtungen profitieren." Auch einem Betreuungszentrum und einer Ganztagsschule kann Vogel viel
Positives abgewinnen. "Es ist Zeit, dass wir in unsere Kinder investieren" - wartet einen Moment und fügt
dann verschmitzt hinzu, dass er schon hoffe, dass sein Vierjähriger einmal in Neu-Anspach eine
Ganztagsschule besuchen wird.
In der Kleeblattgemeinde gebe es vieles für Jugendliche, meint Vogel, der persönlich den Altersbereich
von 14 bis 25 Jahren spezifiziert. Man müsste die Angebote dem Bedarf anpassen und sich vor allem
auch um das "Problem" Feldberg-Center kümmern. Vogel hofft, dass durch die neue Streetworkerin
Lorna Doreen Merkel die Lage entspannt werden wird.
Fällt ihm der Abschied aus der Villa Kunterbunt schwer? "Ich gehe mit einem weinenden Auge", gibt
Vogel zu. Das Jahr sei "supertoll" gewesen, die Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Team war
hervorragend. Die Erzieherinnen hätten sein Weggehen bedauert, sich aber für ihn gefreut, erzählt der 42Jährige. Die Leitung der Villa Kunterbunt wird nach den Sommerferien zunächst intern ausgeschrieben.
Bis die Stelle besetzt ist, wird Vogel dann also auch weiterhin zwischen Kita und Gemeindeverwaltung
pendeln.
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Bildung
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