close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Es gibt was auf die Glocke - Kirche & Diakonie Lüneburg

EinbettenHerunterladen
6
Lokales
Es gibt was auf die Glocke
M Vor 25 Jahren M
Dienstag, 19. Mai 1987
Transparente und Plakate
hängen in der Lüneburger
Hochschule und in der Fachhochschule. Der Vorlesungsund Seminarbetrieb ruht, stattdessen laufen andere Veranstaltungen und Aktionen. Denn
auch in Lüneburg wird demonstriert: Die Studenten beteiligen
sich an der landesweiten Streikwoche, mit der gegen die Sparbeschlüsse der niedersächsischen Landesregierung protestiert wird.
M
LG in Kürze
M
M Die Bildungs- und Gedenkstätte Opfer der NS-Psychiatrie auf dem Gelände der
Psychiatrischen Klinik Am Wienebütteler Weg öffnet heute,
Sonnabend, in der Zeit von 11
bis 14 Uhr für Besucher.
M Der Kneipp-Verein wandert
heute, Sonnabend, im Tiergarten. Treffpunkt um 13.20 Uhr
ist die Amselbrücke. Am Dienstag, 22. Mai, steht dann eine
Fahrradtour auf dem Programm. Sie startet um 14 Uhr
am Haupteingang des Kurparks
an der Uelzener Straße.
M Ein Literatur-Frühstück gibt
es am Montag, 21. Mai, im
Geschwister-Scholl-Haus, Carlvon-Ossietzky-Straße 9. In der
Zeit von 10 bis 11.30 Uhr
können die Teilnehmer Gedichte und Geschichten lesen
oder ihnen zuhören. Mehr Informationen und Anmeldungen
unter v 77 77 77.
M Die Kolpingsfamilie lädt zu
einer Kirchenführung in St.
Marien am Donnerstag, 24.
Mai, mit anschließendem Kaffeetrinken im Gemeindehaus an
der Friedenstraße ein. Los geht
es um 14 Uhr.
Die Senioren-Union der
CDU trifft sich Montag, 21. Mai,
um 15 Uhr in der Gaststätte Am
Sportpark, Uelzener Straße 90.
Renate Rudolph hält einen
Bildvortrag über eine Urlaubsreise in die arabischen Emirate.
Gäste sind willkommen.
M
M In dem neuen Volkshochschulkursus „Biografie schreiben“ lernen die Teilnehmer,
vergangene Zeiten in Worten
festzuhalten,
treffende
Beschreibungen von Menschen
und Ereignissen zu formulieren
und sich mit den Möglichkeiten
einer Buchveröffentlichung zu
befassen. Das Wochenendseminar findet am 9. und 10. Juni
statt. Mehr Informationen und
Anmeldungen unter v 1 56 60.
Feier beim
Beagletreff
lz Lüneburg. Der Beagletreff
Lüneburg feiert sein zweijähriges Bestehen am Sonntag, 20.
Mai, in der Zeit von 11 bis 14
Uhr auf dem Platz des Schäferhundvereins Lüneburg/Deutsch
Evern. Zu erreichen ist er über
die Ostumgehung Lüneburg,
Abfahrt Deutsch Evern, nach
etwa 200 Metern befindet sich
auf der linken Seite das Vereinsgelände.
Seit nunmehr zwei Jahren
gibt es den Beagletreff Lüneburg, die Gruppe zählt aktuell
14 Hunde, Tendenz steigend.
Zum Geburtstag laden die Beagle-Besitzer alle Fans der
Hunderasse ein, die Gruppe
kennenzulernen. Die Tiere lernen beim regelmäßigen Training von klein auf das Meuteverhalten und bekommen so ein
Sozialverhalten antrainiert.
Sonnabend/Sonntag, 19./20. Mai 2012 · Nr. 116
Einmaliges Konzert soll zum Auftakt des Hansetages über Lüneburg erklingen
sp Lüneburg. Vier Musiker,
die sich weder sehen noch
hören können, und ein Dirigent, der das Quartett per Funk
dirigiert: Das sind die personellen Zutaten für ein ganz besonderes Konzert, das am Eröffnungsabend für den Internationalen Hansetag in Lüneburg am
Donnerstag, 28. Juni, ab 18.45
Uhr zum ersten und wahrscheinlich einzigen Mal zu erleben ist. Die Musiker sind die
Kantoren von St. Johannis, St.
Michaelis und St. Nicolai, sie
schlagen die Glocken der drei
mächtigen Lüneburger Kirchen
an. Musiker Nummer 4 ist Prof.
Günter Schwarze, der mit dem
Glockenspiel des Rathauses gegenan tönt. Am Ende finden
sich alle vier zum versöhnlichen
Einklang. Der prominente Jazzmusiker Günter „Baby“ Sommer hat das Konzert geschrieben, arrangiert und wird es
auch dirigieren. Jetzt trafen sich
Sommer und Schwarze zur ersten Probe im Rathaus.
Günter Schwarze ist Professor an der Musikhochschule in
Dresden und bringt 40 Jahre
Erfahrung im Musizieren mit
Glocken mit, vor allem mit
denen aus Meißner Porzellan,
wie sie auch das Lüneburger
Rathaus schmücken. Er steht
am Spieltisch, ein Lautsprecher
im Kamin überträgt die Töne
der Glocken auf dem Dach in
das kleine Nebenzimmer des
Fürstensaals. Günter Sommer,
wie Schwarze aus Dresden,
zückt seine Notenblätter – und
schon sind die Künstler in ihrer
Welt. Schwarze spielt Passagen
aus dem Stück, hier „breiter“,
dort „nervöser“. Sommer wirft
Bemerkungen ein wie „Da ist
M
Musiker Günter Sommer
bei der Klangprobe für den
Hansetag auf
dem Glockenturm des Rathauses: Am
28. Juni sollen
die Glocken
aus Meißner
Porzellan bei
einem besonderen Konzert
zusammen mit
den Glocken
der Innenstadtkirchen
erklingen.
Foto: boldt
Zeit genug“, „Lass das frei fließen“, wünscht sich mal mehr,
mal weniger „Tonalität“. Einige
Passanten unten auf dem
Marktplatz wundern sich derweil wohl über die ungewohnten Töne, die an diesem Tag
vom Dach des Rathauses klingen. Sonst spielt das Glockenspiel nur festgelegte Lieder zu
jeder vollen Stunde.
Hausmeister Jürgen Schülke,
im Rathaus unter anderem für
das Glockenspiel zuständig,
steigt zwischendurch mit dem
Professor aufs Dach, um Glocken und Glockenstuhl in Augenschein zu nehmen. Es geht
Die kleine Andacht
um die Vollständigkeit der Instrumente, um einen Termin fürs
Stimmen. Und es geht um die
Frage, welche Schwingungen
die ungewohnte Bespielung
über eine knappe Viertelstunde
erzeugen kann, vor allem dann,
wenn es mal schneller wird.
Nicht, dass das Bürgergeschenk
aus dem Jahr 1956 noch Schaden nimmt. Aber der Glockenspiel-Experte kann Schülke
nach der Stippvisite auf dem
Dach beruhigen: „Keine Sorge,
der Anschlag ist sehr zart.“
Bei den Kirchenglocken müssen die Künstler diese Sorge gar
nicht erst haben. Dafür sind
und als ein „Geschenk Gottes“.
Mit ihm begann dann auch die
eindrucksvolle Geschichte der
evangelischen Kirchenmusik.
Ja, mit der Reformation änderte
sich die gesamte musikalische
Kultur, vom Gemeindegesang
bis zur Hausmusik. Bis heute
ist für viele Menschen das gemeinsame Singen und Musizieren in der Kirche von Bedeutung.
Im Gottesdienst sind mir sowohl der Gemeindegesang mit
traditionellen und neuen Liedern als auch die unterschiedlichen Beiträge der Chöre und
Musikgruppen wichtig. Musik
vertieft unsere Gottesdienste
auf wunderbare Weise. Denn
mit Hilfe von Musik findet ein
Bibeltext nicht nur in den Kopf,
sondern auch in Herz und Gemüt Eingang. Das ist dann „gesungene Verkündigung“. So ergänzen sich Predigt und Musik
auf ganz eigene Weise und sprechen den ganzen Menschen an.
In Deutsch Evern bin ich
besonders dankbar für die bun-
Polizisten überwältigen Betrunkenen
Dr. Frank Mertin, Pastor in
Deutsch Evern, telefonisch erreichbar unter v 7 96 66. F: A/be
ten Singwochenenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten
und für den kräftigen, selbstbewussten Gesang der Gemeinde. Ja, Musik bereichert unsere
Gottesdienste und schafft Gemeinschaft. Singen ist eine
Schule der Kommunikation
und letztlich auch eine Säule
unserer Kultur. Und ganz wichtig: Singen führt zum Grund des
Glaubens. „Wer singt, betet
doppelt.“ So bringt es der Kirchenvater Augustinus richtig
auf den Punkt. In unseren Kirchen wird gerne und laut zur
Ehre Gottes und zur Freude der
Menschen gesungen. Schauen
Sie doch einmal vorbei!
Dr. Frank Mertin
Aus Liebe um die halbe Welt
Autorin Margit Schneemann liest im Haus der Guttempler
lz Lüneburg. Die Guttempler
laden alle Interessierten zu einer Lesung der Autorin Margit
Schneemann ein. Die Schriftstellerin mit Wohnsitz Lüneburg liest am Donnerstag, 24.
Mai, um 15 Uhr im Guttempler-
Haus an der Wallstraße 42 aus
ihrem aktuellen Roman „Kidnapped – Für die Liebe um die
halbe Welt“.
Erzählt wird die Geschichte
eines Hamburger Barkassenreeders, den ein Hilferuf einer ver-
viertelstündigen Glockenkonzert starten, spielen sie es zum
ersten Mal gemeinsam. „Eine
richtige Probe gibt es vorher
nicht“, sagt Sommer, „dann
hätten es die Lüneburger ja
schon gehört.“
Dass möglichst viele Menschen am Eröffnungsabend genau hinhören, ist Sommers Herzenswunsch.
„Das
Stück
braucht Stille.“ Andere Musik
auf Bühnen und an Buden soll
während der Zeit möglichst
nicht spielen. Sommer: „Wenn
Tausende Menschen sich einfangen lassen und einfach zuhören, das wäre das Schönste.“
23-Jähriger greift
Sanitäterin an
M
Singen macht
glücklich
Es gibt eben Erfahrungen, die
kann man nicht übernehmen,
die muss man am eigenen Leib
machen. Dazu gehört auch
diese: Singen macht glücklich!
Ob wir morgens unter der Dusche tirilieren oder abends im
Kinderzimmer „Der Mond ist
aufgegangen“ intonieren, es beeinflusst unser Befinden. Ob wir
„Lobe den Herren“ schmettern
oder „Befiehl du deine Wege“
singen. Wer singt, verbindet
sich mit sich selbst und seiner
Umwelt, er drückt sich aus, er
atmet tief und bringt den ganzen Organismus in Schwung.
Aber nicht nur das Singen
macht glücklich, auch das Zuhören – wie jedes Konzert deutlich zeigt.
2012 ist das „Jahr der Kirchenmusik“. Ein Fest der Klänge, ein Fest des Singens, ein Fest
des Klingens. Musik in der
Kirche ist eines der Merkmale,
die man von uns Protestanten
erwartet. Der Reformator Martin Luther verstand die Musik
als eine „himmlische Kunst“
andere Besonderheiten zu berücksichtigen. Günter Sommer
weiß aus den ersten Proben mit
den Kantoren, dass vom Anschlagen einer Glocke bis zum
Ertönen des Klangs fast eine
Minute vergehen kann – von
Glocke zu Glocke unterschiedlich. Die Verzögerungen muss
er als Dirigent einberechnen.
Zumal oft nur eine einzige
Glocke zurzeit erklingen soll,
später die Glocken sich „unterhalten“ sollen. Da braucht es
perfektes Timing. Noch schwieriger: Wenn Sommer und die
vier Künstler am Donnerstag,
28. Juni, um 18.45 Uhr mit dem
zweifelten Frau aus Kapstadt
ereilt. „Kidnapped“ ist das
vierte Buch der gebürtigen Winsenerin, die seit 1997 in Lüneburg wohnt und ihre Arbeiten
seit dem Jahr 2000 veröffentlicht.
ahe Lüneburg. Der Vatertag
verlief für die Polizei deutlich
friedlicher als in den Vorjahren,
neben reichlich Müll gab es vor
allem herausgerissene Leitpfosten, ausgehobene Gullydeckel,
gestohlene Straßenschilder und
Pöbeleien. Doch auch Schlägereien gab es in diesem Jahr
wieder. Am Tag danach nennen
die Ordnungshüter noch einmal
die auffälligsten Einsätze.
Vor allem junge Leute hatten
sich nach der Sperrung des
Inselsees auf dem Aldi-Parkplatz in Scharnebeck getroffen,
dort floss reichlich Alkohol,
dort musste die Polizei einige
Anzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizisten schreiben (LZ berichtete). Ein betrunkener 23-Jähriger habe zudem eine Rettungssanitäterin
angegriffen, die sich gerade um
eine Frau kümmerte, die wegen
ihres Alkoholkonsums nicht
mehr ansprechbar war. Der
Mann riss die Helferin weg und
hielt sie fest. Polizisten überwältigten
den
23-Jährigen
schließlich. Gegen 20.15 Uhr
räumten sie den Parkplatz.
Bei einer handfesten Auseinandersetzung in der Goseburgstraße flogen am späten
Donnerstagabend die Fäuste:
Ein 23 Jahre alter Mann schlug
einem 16-Jährigen ins Gesicht.
Die Polizei rückte an, noch
während die Ordnungshüter die
Anzeige wegen Körperverletzung aufnahmen, griff der 41jährige Vater des Opfers zur
Selbstjustiz – er verpasste dem
23-Jährigen ebenfalls einen
Fausthieb. Nun muss auch er
sich in einem Strafverfahren
verantworten.
Eine weitere Schlägerei gab
es gegen 22 Uhr Bei der Abtspferdetränke, dort waren ein
24-Jähriger und ein 34-Jähriger
aneinander geraten. Vorübergehend in die Zelle gesteckt hat
die Polizei gegen 20 Uhr einen
24-Jährigen, der sich in der
Wallstraße mehrfach vor fahrende Autos geschmissen und
einen 18-Jährigen grundlos ins
Gesicht geschlagen hatte. Das
Opfer erlitt dabei leichte Verletzungen.
M Polizeibericht M
M Adendorf. Der Ausflug am
Himmelsfahrtstag hatte für zwei
Motorradfahrer aus Nordwestmecklenburg einen schmerzhaften „Höhepunkt“: An der ElbaKreuzung passte ein 52-Jähriger
gegen Mittag nicht auf, fuhr mit
seiner Maschine auf die Suzuki
einer 52 Jahre alten Bikerin.
Beide erlitten bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen.
Sachschaden: 3700 Euro.
M Bardowick. Der 22-Jährige
war am Donnerstagabend mit
mehreren Begleitern unterwegs
in der Großen Brückenstraße.
Als gegen 20.45 Uhr ein Chrysler langsam an der Gruppe
vorbeifuhr, schlug der junge
Mann die Windschutzscheibe
des Autos ein. Sachschaden:
rund 1000 Euro.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
1
Dateigröße
95 KB
Tags
1/--Seiten
melden