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Chancen für die deutsche Energiewende – Was kann - Siemens

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Siemens Energiewende-Dialog, 3. – 11. Juni 2013 in Berlin
Factsheet - Studie in Zusammenarbeit mit McKinsey:
„Chancen für die deutsche Energiewende – Was kann
Deutschland aus ausgewählten internationalen Fallbeispielen lernen?“
20 internationale Fallbeispiele entlang der Energiewertschöpfungskette könnten deutliche Beiträge zum Erreichen der Ziele der
Energiewende leisten
Die Unternehmensberatung McKinsey & Company untersuchte in Zusammenarbeit mit Siemens in einem Forschungsprojekt, was Deutschland von
bewährten Maßnahmen aus anderen Ländern lernen kann. Das Ergebnis:
Zwar gibt es keine Blaupause für das Gelingen des Jahrhundertprojekts
Energiewende, doch Deutschland kann auch viel von anderen Ländern
lernen – und zwar entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette von
der Stromerzeugung und -verteilung über die Balancierung von Angebot
und Nachfrage bis hin zum Verbrauch und der Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, Industrie und Verkehr.
Die Umsetzung aller 20 betrachteten Fallbeispiele würde Deutschland den
Zielen der Energiewende in den wichtigen Dimensionen Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit einen erheblichen
Schritt weiter bringen.
•
So könnten die CO2-Emissionen im Jahr 2020 um circa 25 bis 60 Mio.
Tonnen zusätzlich reduziert werden. Dies entspricht gegenüber den
Emissionen des Referenzjahres 1990 einer Minderung um zusätzliche
2 bis 5 Prozentpunkte. Insgesamt könnten die CO2-Emissionen gegenüber 1990 so um 35 bis 38 % gesenkt werden.
•
Mit neuen Marktansätzen, wie der Schaffung eines Markts für temporäre Nachfragereduzierung oder der Auktionierung von erneuerbaren
Energien, könnten im Jahr 2020 ohne direkte Investitionskosten etwa
1,3 Mrd. EUR eingespart werden. Mit zusätzlichen, volkswirtschaftlich
attraktiven Maßnahmen könnten weitere 6,7 Mrd. EUR eingespart
werden. Durch Maßnahmen, die im gegenwärtigen Umfeld noch nicht
wirtschaftlich attraktiv sind, ergeben sich 2020 Einsparmöglichkeiten
von zusätzlich 6,6 Mrd. EUR. Insgesamt summiert sich das jährliche
Einsparpotenzial aus der Umsetzung aller Maßnahmen auf bis zu 14,5
Mrd. EUR, bei Investitionskosten bis 2020 von circa 120 Mrd. EUR.
•
Durch die Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Gebäuden und
Verkehr ließen sich 2020 bis zu 15 TWh (Milliarden Kilowattstunden)
Strom sparen, wodurch der Gesamtstrombedarf Deutschlands um 2,5%
sinken würde. Im einzelnen: Die Umrüstung der Industrie-Antriebe, bei
denen die Amortisationszeiten unter drei Jahren liegen, würde den
deutschen Stromverbrauch um 6 TWh verringern. Die Abwärmerückgewinnung für die Stromerzeugung bei Zement- und Glaswerken
brächte weitere 2 TWh, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf
Leuchtdioden (LED) 2 TWh.
•
Die CO 2-Emissionen ließen sich in diesen Segmenten auch senken:
Durch Umsetzung der elf volkswirtschaftlich vorteilhaftesten Beispiele
könnten die CO2-Emissionen in 2020 um 25 Mio. t sinken. Die größten
Einsparpotenziale wurden bei elektrischen Antrieben in der Industrie
(abhängig von wirtschaftlicher Attraktivität circa 3–5 Mt CO2 Einsparungen), im Gebäudebereich (bis zu 13 Mt CO2) sowie im Verkehr (bis
zu 5 Mt CO2) ermittelt.
•
Die Umsetzung der Fallbeispiele trägt auch dazu bei, das aktuell hohe
Niveau der Versorgungssicherheit in Deutschland zu erhalten. So
könnte zum Beispiel allein durch eine Flexibilisierung des industriellen
Strombedarfs die Nachfrage nach Spitzenlast um circa 2 GW reduziert
werden. Das entspricht der Spitzenlastkapazität von zwei großen
Kraftwerken.
Führende Länder bei bestimmten Themen:
•
Niedriger Energieverbrauch/Energieeffizienz: Skandinavische Länder haben generell bereits einen hohen Grad der Energieeffizienz erreicht, vor
allem Dänemark, Schweden, Finnland (Beispiele: Einsatz von Wärmepumpen, Gebäudeisolierung, Kraft-Wärme-Kopplung)
•
Marktorientiertes Strommarktdesign: In Brasilien und Dänemark werden
Windparks versteigert. Der Betreiber erhält zwar eine feste Einspeisevergütung, aber deren Höhe wird durch eine Versteigerung ermittelt.
•
Verbrauchssteuerung: Die USA sind Vorreiter bei der Schaffung eines
Marktes für temporäre Nachfragereduzierung („Negawatts“).
•
Abwärmerückgewinnung für die Stromerzeugung bei Zement- und Glaswerken: Hier ist China führend
Weitere Informationen unter:
Bastian Schröter
McKinsey & Company, Inc.
bastian_schroeter@mckinsey.com
089-5594-9190
Harald Hassenmüller
Siemens AG
CC CM TW
harald.hassenmueller@siemens.com
089-636-32187
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