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"Baggataway heißt der Sport bei den Indianern, was soviel bedeutet

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Ein hierzulande noch weitgehend unbekannter Sport ist Lacrosse. Dabei ist es
ursprünglich ein Spiel mit einer jahrhundertealten Tradition und keine
neumodische Erfindung: Schon die Indianer spielten es, um Stammesfehden zu
schlichten oder die Aufmerksamkeit der Götter zu erregen.
"Baggataway heißt der Sport bei den Indianern, was
soviel bedeutet wie „Kleiner Bruder des Krieges- - und tatsächlich waren
Knochenbrüche und andere schwere Verletzungen, sogar Tote nicht selten. Tagelang
dauerte das kampfbetonte Spiel, Hunderte Spieler standen auf dem Feld, und die Tore
lagen kilometerweit auseinander.
Missionar als Namensgeber
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entdeckte ein französischer Missionar den Sport und fühlte sich von den
Schlägern an einen Bischofsstab, französisch „la crosse“ erinnert - so kam das Spiel zu seinem heutigen Namen.
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten die ersten Nicht-Indianer das Spiel für sich und gaben ihm die Regeln.
Zunächst breitete sich Lacrosse als elitärer Universitätssport an der amerikanischen Ostküste aus. Heute ist das
Spiel neben den USA vor allem in Australien und England verbreitet. Kanada gar Nationalsport. 1908 und 1912
war Lacrosse sogar olympische Disziplin.
Im Prinzip ganz einfach
Das Prinzip des Spiels - in dem sich Elemente aus American Football, Basketball,
Feld- und Eishockey sowie Fußball wieder finden - ist schnell erklärt: Ziel ist es. auf
dem fußballfeldgroßen Rasenplatz den 200 Gramm schweren tennisballgroßen
Hartgummi-Ball in das gegnerische, 183 mal 183 Zentimeter große Tor zu
befördern. Dazu nehmen die zehn Spieler einer Mannschaft Schläger, die am Ende
einen Kopf mit Netz haben. Mit ihnen darf man den Ball aufheben, werfen und
fangen. Die Länge der Schläger variiert übrigens: Die Rackets der Stürmer sind
kürzer als die der Verteidiger. Spiel dauert 80 Minuten und ist unterteilt in viertel.
Light-Variante für die Damen
Lacrosse ist ein sehr körperbetontes, hartes Spiel - zumindest für Männer.
Bodychecks sind erlaubt, der ballführende Spieler darf also mit Körperkontakt
und Schlägereinsatz angegriffen werden. Deshalb tragen die Spieler schwere
Schutzkleidung, ähnlich wie beim Eishockey. Für die Damen gibt es eine
entschärfte Variante, bei der jeder Körperkontakt verboten ist und Schnelligkeit
sowie Geschicklichkeit beim Werfen und Fangen im Vordergrund stehen.
Titelgewinner Deutschland
In Deutschland hat Lacrosse erst eine sehr kurze Geschichte. Vor elf Jahren fand sich die erste offizielle
Mannschaft zusammen, aber seitdem wächst die Anhängerschaft dieser Trendsportart rasant: Heute gibt es etwa
zwei Dutzend Vereine mit rund 500 Aktiven, es wird in verschiedenen Ligen gespielt. Und auch die
Nationalmannschaft feierte bereits große Erfolge: Im Jahr 2001 wurde die deutsche Herren-Auswahl
Europameister.
U.Scf. (01/2005), nach Material aus Sport.Show 03/2004
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