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CSR-Berichte mit Leben füllen – Was ist zu tun? Rede des

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CSR-Berichte mit Leben füllen –
Was ist zu tun?
Rede des
Präsidenten des Umweltbundesamtes,
Prof. Dr. Andreas Troge,
beim Forum EnviComm
am 24.04.2007
- Es gilt das gesprochene Wort -
1
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute Nachmittag findet eine Paneldiskussion zum Thema „Nachhaltigkeitsberichterstattung – Masse und Klasse: Was ist aus der Sicht
verschiedener Anspruchsgruppen jetzt nötig?“ statt. Bezeichnenderweise
lautet es „Masse und Klasse“ und nicht etwa „Masse oder Klasse“. Offen
ist, ob wir es derzeit auch mit einer massenhaften Berichterstattung auf
diesem Gebiet zu tun haben. Werden Nachhaltigkeitsberichte –
betrachten wir die Seitenzahl –immer umfangreicher, angesichts der
Anforderungen und Interessen der verschiedenen Adressaten? Werden
wir in Zukunft mit sehr anspruchsvollen – umgangssprachlich – klasse –
Berichten konfrontiert, die Maßstäbe setzen?
Angesichts dieser Fragestellungen könnten Sie die Erwartung an den
heutigen Eröffnungsredner haben, dass er Ihnen jetzt sein Rezept für die
CSR-Berichterstattung vorstellt. Ein Rezept, das allen Ansprüchen
hinsichtlich Masse und Klasse genügt. Dies wäre eine relativ einfache
Aufgabenstellung, falls man die 1.420.000 Fundstellen in Google für CSR
systematisch auswertete und die bislang veröffentlichten Beurteilungen
publizierter Berichte standardisierte.
Vermutlich sind dann „klasse“ Nachhaltigkeitsberichte circa 200 bis 300
Seiten lang, und finden – voraussichtlich – praktisch kein Publikum mehr.
Es geht beim Thema „CSR-Berichte mit Leben füllen – Was ist zu
tun?“ also darum, die richtige Balance zu wahren.
Zunächst einmal drücke ich all den Unternehmen und anderen Organisationen meine Anerkennung aus, die die schwierige Aufgabe der
Erarbeitung und Veröffentlichung eines Nachhaltigkeits- oder CSRBerichts bewältigten. Sie bewiesen Mut und gehören leider nach wie vor
zu einer sehr kleinen, schützenswerten Minderheit in der Unternehmenslandschaft. In Deutschland begaben sich erst rund 90 Unternehmen
auf den Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Darunter eine erfreuliche hohe Zahl mittelständischer Unternehmen, die ihre EMASUmwelterklärung zu einem Nachhaltigkeitsbericht erweiterten.
Mut gehört dazu, weil diese Unternehmen damit automatisch in ein
öffentliches Spannungsfeld von verdammender Kritik (Zitat: „Die größten
Halunken schreiben die besten CSR-Berichte“) bis hin zum hohen Lob
(Zitat: „Bester CSR-Bericht Deutschlands“) geraten.
CSR-berichterstattende Unternehmen müssen Bekenntnisse ablegen,
warum sie nicht die GRI-Guidelines befolgen, ob sie für oder gegen den
geplanten ISO „Social Responsibility“1)-Leitfaden – die ISO 26000 – sind,
ob die Entlassung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht im
Widerspruch zu einem CSR-Bericht steht und ob sie – angesichts der
Produkte, die sie produzieren und verkaufen – beispielsweise Autos –
nicht schon per se keine verantwortungsvolle Rolle in der Gesellschaft
spielen können.
1)
Die ISO hat den Begriff „Corporate“ aus „CSR“ gestrichen, da die geplante ISO 26000 für
alle Organisationen gültig sein soll. Analog wird daher zum Beispiel in der ISO 9000 und ISO
14001 stets von „Organisationen“ gesprochen.
2
Meine Damen und Herren,
ich beobachte mit großer Sorge, dass sich die Zahl der nachhaltigkeitsund CSR-berichterstattenden deutschen Unternehmen in den
vergangenen Jahren kaum erhöhte und die öffentlichen Auseinandersetzungen um CSR an Schärfe gewinnen. Die einen drohen mit dem Ausstieg aus der internationalen ISO-Normung zu CSR, weil sie befürchten,
dass dieser Leitfaden ihren Handlungsspielraum als Unternehmen
einschränkt. Andere werfen dem gesamten Thema CSR Augenwischerei
vor. Und wiederum andere stilisieren jeden Betriebsunfall zum
verantwortungslosen Fiasko hoch.
Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium geben in dieser Woche
gemeinsam für kleine und mittlere Unternehmen einen Leitfaden heraus,
der zeigt, wie sie einen Nachhaltigkeits- oder CSR-Bericht auf Basis ihrer
EMAS-Umwelterklärung erstellen können. Ich rechne mit zahlreicher
Kritik, dass dieser Leitfaden EMAS-Unternehmen indirekt zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zwingen solle und auf keinen Fall den hohen
Ansprüchen, beispielsweise der GRI oder internationalen CSR-Stakeholdergemeinschaft, genügte.
Meine Damen und Herren,
diese polarisierenden Diskussionen verfehlen das Wesentliche. Die
Fragestellung, wie ein Unternehmen seinen CSR-Bericht mit Leben füllen
kann, hat etwas damit zu tun, wie Unternehmenswerte im Alltag gelebt
werden. Ein CSR-Bericht ist nicht glaubwürdiger als die Glaubwürdigkeit,
die sich ein Unternehmen in der Realität erarbeitet hat. Eine CSRZertifizierung alleine kann nicht als Beleg für Wahrheit, Klarheit,
Wesentlichkeit und insbesondere Transparenz herhalten. Glaubwürdigkeit
muss vor Veröffentlichung eines CSR-Berichts täglich erworben werden.
Ein CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht ist insbesondere dann nicht
„lebensnah“ geschrieben, wenn er kontroverse – öffentlich ausgetragene
– Standpunkte und Diskussionen völlig ignoriert.
„Responsibility“ bedeutet nicht nur „Verantwortung“, sondern auch auf
Fragen der Gesellschaft Antworten geben (respondere = antworten). Bei
CSR gilt: Reden ist Gold, verschweigen ist unvernünftig.
Eine Schlagzeile in der Süddeutschen Zeitung vom Februar dieses Jahres
lautete: „Bisphenol A: Hormone im Babyfläschchen – Europäische
Lebensmittelbehörde EFSA hat die Menge Bisphenol A, die der Mensch
täglich schlucken darf, auf das Fünffache heraufgesetzt. Der Entscheidung liegen Daten zugrunde, die bisher nicht veröffentlicht sind“.
Hier kommt eine Problematik auf, die den Herstellern der jährlich rund
drei Millionen Tonnen Bisphenol A, den Firmen Sunoco, Dow, Bayer und
General Electric, schon seit Jahren bekannt ist.
Sehen wir uns eines dieser Unternehmen, das derzeit eine Kampagne mit
dem Slogan „ecomagination“ und der Schlagzeile „General Electric
erleichtert und verbessert das Leben von Menschen auf der ganzen
Welt“ wirbt, einmal genauer an, so stellen wir fest, dass die in der Öffentlichkeit diskutierte Problematik des Stoffes Bisphenol A weder auf der
3
Internet-Homepage erwähnt noch im Citizenreport des Konzerns
thematisiert wird. (Dies gilt ebenso für die Bayer AG, Sunoco und DOW.)
Meine Damen und Herren,
ich habe das Beispiel General Electric ganz bewusst ausgesucht, denn
unter anderem das Magazin FORTUNE hat dieses Unternehmen zu
„America´s most admired company“ gewählt. Die Entscheidungskriterien
für die Wahl schlossen den Faktor CSR ein. Auch erfreut das Engagement
von General Electric für umweltschonende Produkte derzeit viele
Umweltschützer. Dieser amerikanische Konzern fährt seit 2005 sehr
erfolgreich auf der so genannten Ökoschiene. Mit "Ecomagination" als
verbindendes Element hat General Electric im Jahr 2005 den Umsatz
kräftig um 60 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro oder 7 Prozent des
Konzernumsatzes gesteigert.
Dennoch – wer – wie General Electric – einen Citizenreport veröffentlicht,
muss sich auch der Bisphenol A-Thematik stellen. Dass diese Substanz
eine Gesundheitsgefahr für den Menschen, insbesondere für Kleinkinder,
darstellt, bestreiten zwar Hersteller und einige Forschungsinstitute. Deren
Studien haben vermutlich allerdings einen Schönheitsfehler: Sie wurden
– dem Anschein nach – sehr interessengeleitet durchgeführt. Die Nähe
dieser Forschungseinrichtungen zu Kunststoffherstellern lässt durchaus
Zweifel an der wissenschaftlichen Unabhängigkeit aufkommen. Wie viel
Bisphenol A Kleinkinder schlucken oder einatmen, ist nicht bekannt –
schon gar nicht ist bekannt, wie die vielen verschiedenen hormonähnlichen Umweltchemikalien – von Weichmachern bis zu Pflanzenschutzmitteln – in diesen zarten Organismen zusammenwirken.
Ich frage: Wenn ein Stoff wie Bisphenol A zum Kerngeschäft eines
Unternehmens gehört und die Öffentlichkeit hinsichtlich dessen
Gefährdungspotentials im Ungewissen ist, darf ein gesellschaftlich
verantwortlich agierendes Unternehmen dieses Thema dann ignorieren?
Ist es nicht verständlich, dass vielen Eltern die ecomagination-Kampagne
egal ist und sie sich berechtigterweise fragen, warum diese Chemikalie
überhaupt produziert wird?
Wird mit Berichten zum Thema Bisphenol A in den Massenmedien dem
sonstigen bürgerschaftlichen Engagement und der Umweltpromotion von
General Electric nicht indirekt die Glaubwürdigkeit abgesprochen?
Warum sollten Bürgerinnen und Bürger einen CSR-Report lesen, der
spezifische Probleme und damit das reale Leben ausgeklammert?
Zusammengefasst: Warum gibt es in vielen Unternehmen eine
Hemmschwelle, CSR problemorientiert zu kommunizieren?
Vielleicht liefert der heutige Tag einige Antworten auf diese Fragen.
Meine Damen und Herren,
4
ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die geplante ISO-Norm zu
Social Responsibility im jetzigen Stadium eine Definition1) enthält, die
eines klar hervorhebt: die Verantwortlichkeit einer Organisation – eines
Unternehmens – ergibt sich aus den Wirkungen der Entscheidungen und
Aktivitäten gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt als Ergebnis eines
transparenten und ethischen Verhaltens. Dies bezieht sich ausdrücklich
auch auf die Waren und Dienstleistungen einer Organisation – eines
Unternehmens. Damit ich mich nicht falsch ausdrücke: Eine Erweiterung
produktbezogener Life-Cycle-Bilanzen um Aspekte – beispielsweise –
sozial gerechter Produktionsbedingungen zur Produktbewertung ist damit
nicht gemeint. Diese sind kaum konsensual definierbar und in Indikatoren
überführbar. Der Kommentar der US-amerikanischen Delegation zu der
einschlägigen Passage der geplanten ISO-SR-Norm lautet: „One can´t
expect all products or services to benefit the environment, but one can
expect them not to harm the environment.“ Dies gilt meines Erachtens
gleichermaßen auch für die Komponente “Gesellschaftliche
Verantwortung” bei der Betrachtung von Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens.
Es ist erfreulich, dass an der 4. Sitzung der ISO Arbeitsgruppe Social
Responsibility zur Entwicklung der neuen ISO Norm mit der Nummer
26.000 im Februar dieses Jahres in Sydney rund 300 Fachleute sowie
Beobachterinnen und Beobachter aus 65 Ländern teilnahmen, darunter
auch eine Delegation des Deutschen Instituts für Normung DIN. Deren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen sich nicht durch Presseberichte im
Vorfeld irritieren und beteiligten sich sehr engagiert.
Die rückwärtsgewandten Äußerungen hinsichtlich der Überflüssigkeit
einer derartigen internationalen CSR-Norm, die übrigens auf Freiwilligkeit
der Unternehmen und Nichtzertifizierungsfähigkeit von CSR-Aspekten bei
Waren und Dienstleistungen aufbaut, gehören meines Erachtens nicht in
das Repertoire innovativer Unternehmen. Vielmehr sollte das klassische
Unternehmenscontrolling auch gesellschaftliche Signale wahrnehmen, die
1)
ISO 26000 2nd Draft: Definition von Social Responsibility,
“Social responsibility
responsibility of an organization for the impacts of its decisions and activities on society
and the environment, through transparent and ethical behaviour that
• is consistent with sustainable development and the welfare of society;
• takes into account the expectations of stakeholders;
• is in compliance with applicable law and consistent with international
• norms of behaviour; and
• is integrated throughout the organization
NOTE: Activities include products and services.”
ISO 26000 2nd Draft: Key Principles of SR:
1. Respect for internationally recognised instruments
2. Compliance with the law
3. Recognition of stakeholders' rights
4. Accountability
5. Transparency
6. Sustainable development (provide for systems thinking/ coherence)
7. Ethical conduct/behaviour
8. Precautionary approach
9. Primacy of respect for fundamental human rights
10. Respect for diversity.
5
eine rechtzeitige Positionierung des Unternehmens ermöglichen. „Ich
möchte den deutschen Unternehmern sagen: Unterschätzt nicht die
soziale Dimension. Es reicht nicht mehr, sich nur um die Arbeitnehmer zu
kümmern und ab dem Werkstor ist es wurscht. Aber das bedeutet, nicht
nur an die Ausschüttung und den Quartalsbericht zu denken. Nur
Unternehmen, die sich sozial engagieren, bleiben auf Dauer auch erfolgreich.“ Dies sagte kürzlich Bundespräsident Horst Köhler und forderte
damit von deutschen Unternehmern mehr Engagement für die
Gesellschaft.
Meine Damen und Herren,
die nationalen, europäischen und internationalen Signale in Sachen CSR
sind für jeden sichtbar. Wer als Unternehmen beabsichtigt, seinen CSRoder Nachhaltigkeitsbericht mit Leben zu füllen, sollte sich zum Beispiel
möglichst bald mit den Überlegungen des Europäischen Parlaments
befassen. Anfang März dieses Jahres schlug der Ausschuss für
Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments
vor, einen CSR-Kriterienkatalog zu erstellen. Diesen müssen Unternehmen beachten, die sich als sozial verantwortlich bezeichnen wollen.
Produkte sollen außerdem europaweit einheitlich gekennzeichnet werden,
damit unter anderem Verbraucherinnen und Verbraucher sowie
Investoren nachvollziehen können, welche Produkte und Unternehmen
ökologisch und sozial verantwortlich sind.
Der Berichterstatter des Ausschusses, der britische Abgeordnete Richard
Howitt, kritisierte während der Parlamentsdebatte den „Anything goes“Ansatz der Europäischen Kommission in Sachen CSR und betonte, dass
CSR nur mit internationalen Standards und unabhängiger Überprüfung
funktionieren könne. Auch habe die Freiwilligkeit Grenzen, und man solle
nicht erwarten, dass die Wirtschaft von sich aus allen Herausforderungen
der Gegenwart gerecht würde, so Howitt.
Das Europaparlament sprach sich mit der Verabschiedung von Howitts
Bericht für einen europäischen Standard für eine Etikettierung von
Produkten aus, die unter menschenwürdigen und arbeitsrechtlich
korrekten Bedingungen entstanden.
Meine Damen und Herren,
indem das Europäische Parlament gesetzliche CSR-Vorschriften fordert
und Kontrollen bei der Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards bei
der Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand für notwendig erachtet,
sollten meines Erachtens die gesamte deutsche Industrie und deren
Verbandsvertreter die Entwicklung der neuen ISO-Norm massiv
unterstützen und somit unter Beweis stellen, das ein freiwilliger Standard
mehr bewirkt als gesetzliche Vorschriften.
Meine Damen und Herren,
der öffentliche Focus bei CSR-Diskussionen liegt überwiegend auf die
Performance einzelner Unternehmen im In- und Ausland oder auf den
Code of Conducts bestimmter Branchen hinsichtlich des globalen Verhaltens ihrer Mitglieder. Dies ist allerdings eine recht eindimensionale
6
Sichtweise. Den einzelnen Einheiten wird eine höhere Qualität
zugeschrieben als der komplexen Summe ihrer Elemente. Diese isolierte
Betrachtung einzelner Bestandteile vermag – wie seit Aristoteles bekannt
– das Phänomen der Ganzheit nicht hinreichend erklären.
Mir fehlt in den gängigen CSR-Auseinandersetzungen eine umfassende,
weitsichtige und weit vorausschauende Berücksichtigung möglichst vieler
Aspekte und Zusammenhänge. Ich verdeutliche Ihnen dies an einem
konkreten Beispiel:
Im Oktober vergangenen Jahres kündigte die in Hongkong ansässige Li &
Fung Trading Ltd. – eine mehr als hundert Jahre alte und die mit großem
Abstand weltweit größte Beschaffungsorganisation – eine erhebliche
Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Karstadt-Quelle an. KarstadtQuelle wird ab 2007 ein Sechstel seines gesamten Beschaffungsvolumens
– eine Milliarde Euro – auf die Li & Fung Trading Ltd. übertragen. Das
Unternehmen hat als Großbezieher Zugriff auf mehr als 10.000 Hersteller.
In mehr als 40 Ländern wird dafür gesorgt, dass die von den
Geschäftspartnern gewünschte Ware flexibel produziert und schnell geliefert wird. Zu den Li & Fung-Kunden gehören unter anderem Esprit, Laura
Ashley, Wal Mart, Carrefour, Sainsbury`s, Disney, Tommy Hilfinger und
Levi Strauss. Normalerweise würde diese Information im Wirtschaftsteil
der Zeitungen kurz aufgegriffen, dann schnell von anderen tagesaktuellen
Informationen überlagert und alsbald in Vergessenheit geraten. Wer in
der Öffentlichkeit kennt schon Li & Fung, welche Relevanz hat dieses
Unternehmen bei der CSR-Diskussion und hinsichtlich der von mir
aufgeworfenen Fragestellung „CSR-Berichte mit Leben füllen – Was ist zu
tun“?
Nun, Li & Fung Trading steht an vorderster Front, wenn es um
praktiziertes CSR geht. Den genannten Markenfirmen garantiert Li &
Fung Trading, dass nicht nur eine optimale Qualitätskontrolle bei den
produzierenden Fabriken stattfindet, sondern dass nur solche Hersteller
zum Zuge kommen, die soziale Mindeststandards erfüllen, Kinder- und
Zwangsarbeit ausschließen und gesundheitsverträgliche
Arbeitsbedingungen gewährleisten. Li & Fung hat den Global Compact
unterzeichnet, ist Mitglied der US-basierten Organisation „Business for
Social Responsibility“, handelt nur mit Holzprodukten, die mit dem FSCSiegel ausgezeichnet sind und ist seit 2001 im Dow Jones Sustainability
World Index verzeichnet.
Zurück zu Karstadt-Quelle, die zu den maßgeblichen Wegbereitern des
sogenannten AVE-Codes1) gehören. Diese CSR-Selbstverpflichtung ist
international auch als Business Social Compliance Initiative (BSCI)
bekannt. Angesichts dieser CSR-Durchdringung von KarstadtQuelle über
Li & Fung in Hongkong bis hin zum Textilhersteller in Bangladesh müsste
eigentlich eine robuste Klammer für Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher
sowie sozialer Verantwortung bestehen, die sich anhand inhaltlicher
Darlegungen in einem CSR-Bericht der Öffentlichkeit erschließen ließe.
1)
Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) hat 1993 in
Kooperation mit der GTZ als erster Branchenverband einen weltweit gültigen CSRVerhaltenskodex entwickelt, der – im internationalen Vergleich – zu den anspruchsvollsten
und effizientesten Sozial- und Umweltstandards gehört und angelehnt ist an den Sozialstandard (keine ISO-Norm!) SA 8000 der Social Accountability International (SAI). Die praktische
Umsetzung des AVE-Kodex wird durch unabhängige Prüfgesellschaften kontrolliert.
7
Nun hat es aber in einer Fabrik in Bangladesh erhebliche Probleme
gegeben, die das Interesse der Medien für das Thema CSR erst weckten.
Die CSR-Klammer bekam in der Öffentlichkeit Risse, und die gesamte
CSR-Konstruktion stand unter dem Feigenblatt-Verdacht. Ein derartiger
Vorfall – und Unternehmen sind auf Jahre in der Öffentlichkeit stigmatisiert.
Dieser Fall macht eine – in der bisherigen CSR-Diskussion bislang
weitgehend negierte – Problematik deutlich. Die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland veröffentlicht bislang keinen CSR-Report. Liegt
dies unter anderem auch daran, dass die bislang kleine Minderheit der
CSR-Unternehmen ständig unter Beobachtung steht und jedes einzelne
Fehlverhalten und jeder Unfall gleich zu einem generellen CSRGlaubwürdigkeitsfiasko hochstilisiert wird? Ist die Schlagzeile in einer
großen deutschen Illustrierten „Kinderarbeit für den Heine-Versand – Ein
Blick hinter die Kulissen der globalen Textilwirtschaft“ das Ende der
Glaubwürdigkeit des CSR-Engagements der Otto-Gruppe?
Stimmt die Aussage in einem Beitrag der Zeitung „Das Parlament“: „Die
Heuschrecken lösen Firmenpatriarchen – wie zum Beispiel Robert Bosch –
ab, der Shareholder Value ersetzt die soziale und gesellschaftliche
Verantwortung und die Globalisierung setzt Unternehmen unter einen
Wettbewerbsdruck, der zu Robert Boschs Zeiten – (1886) – unbekannt
war?“
Bedeutet die CSR-Diskussion in Deutschland einen Paradigmenwechsel –
vom europäischen Modell der Sozialen Marktwirtschaft, der Solidarität,
der Partnerschaft der Wirtschaftsteilnehmer – hin zum US-amerikanisch
gelebten Gesellschaftsmodell der Charity Society?
Vielleicht ist es in der heutigen Veranstaltung möglich, diese
Fragestellungen zu erörtern. Meines Erachtens müssen wir bei der
Problemstellung, welche Themen wie intensiv in einem Nachhaltigkeitsoder CSR-Bericht zu behandeln sein sollten, von der Auflistung und Abarbeitung der breiten Palette denkbarer unternehmerischer Handlungsfelder
fortkommen. Ein Kriterienkatalog – wie die GRI-Guidelines – ist dabei
lediglich eine Hilfestellung. Praktizierte Unternehmenswerte hinsichtlich
der Gesellschaft sind nicht unter dem Maßstab „Wie viel Geld gibt ein
Unternehmen dafür aus?“ zu subsumieren, sondern zu allererst anhand
der Fragestellung „Wie verdient das Unternehmen das Geld?“
Die Bertelsmann-Stiftung befasst sich – unter der Leitung von Frau Liz
Mohn – der stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands –
dankenswerterweise schon seit geraumer Zeit mit dem Thema CSR und
hob bei der CSR-Bestandsaufnahme für Deutschland unter anderem
folgenden Aspekt hervor:
Deutschland stehe in einigen CSR-relevanten Bereichen im europäischen
Vergleich recht gut da. Viele Sachverhalte, die CSR-relevant sind, seien
bereits seit längerem gesetzlich geregelt und fänden unter dem Stichwort
CSR keine besondere Beachtung mehr. Der Spielraum deutscher
Unternehmen, sich auf dem Feld des gesellschaftlichen Engagements
hervorzutun, sei somit ungleich kleiner als beispielsweise im
8
angloamerikanischen Raum. Das vergleichsweise hohe Maß an
Regulierung würde jedoch – nach Auffassung der Bertelsmann-Stiftung –
nicht bedeuten, dass es in Deutschland keinen Bedarf für CSR gibt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine erste Schlussfolgerung aus dieser Feststellung ist, dass deutsche
Unternehmen CSR-relevante Aspekte aus anderen Kulturkreisen nicht
einfach kopieren können, sondern ihre eigene unternehmensspezifische
Adaption hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Umfeldes vornehmen
müssen.
Meine zweite Schlussfolgerung zielt auf die sehr unterschiedlichen
Blickwinkel und Erwartungshaltungen der verschiedenen Akteure an das
gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Aus meiner Sicht sollten
sich CSR und Nachhaltigkeit zunächst in der klassischen Geschäftsberichterstattung – im Lagebericht der Unternehmen –
widerspiegeln, da die Aufmerksamkeit der deutschen Öffentlichkeit zu
allererst auf den Kontext der Produkte und ihrer Produzenten gerichtet ist.
Gemäß der im Dezember 2004 im Rahmen des Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG) vorgenommenen Änderungen der §§ 289 Abs. 1
und 315a Handelsgesetzbuch (HGB) wird von großen
Kapitalgesellschaften verlangt, im Lagebericht ihrer Geschäftsberichte
über so genannte „nicht-finanzielle Indikatoren“ zu berichten – allerdings
mit der Einschränkung „sofern diese für den Unternehmenserfolg relevant
sind“.
Die EU Accounts Modernisation Directive gibt in Bezug auf die
Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsindikatoren für den Lagebericht
folgendes vor: „Soweit dies für das Verständnis des Geschäftsverlaufs,
des Geschäftsergebnisses oder der Lage der Gesellschaft erforderlich ist,
[...] umfasst die Analyse die wichtigsten finanziellen und“ ebenfalls mit
der Einschränkung – „soweit angebracht – nichtfinanziellen
Leistungsindikatoren, die für die betreffende Geschäftstätigkeit von
Bedeutung sind, einschließlich Informationen in Bezug auf Umwelt- und
Arbeitnehmerbelange“.
Das Umweltbundesamt veröffentlicht in Kürze eine Untersuchung zur
bisherigen Relevanz dieser nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in
Lageberichten. Ein Ergebnis ist, dass ein Großteil der börsennotierten
Unternehmen bereits soziale und Umweltaspekte in Geschäftsberichten
berücksichtigt. Zugleich ist allerdings festzustellen, dass dies in einer
uneinheitlichen Art und unterschiedlichen Tiefe erfolgt. Hierfür
untersuchte und bewertete die Studie 73 Geschäftsberichte aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien hinsichtlich der
Behandlung nichtfinanzieller Indikatoren.
Die Untersuchung zeigt, dass deutsche Unternehmen bereits vor dem
Inkrafttreten des Bilanzreformgesetzes in den Berichtsjahren 2004 und
2005 durchweg nichtfinanzielle Indikatoren in ihren Lageberichten
ansprachen; dabei am häufigsten das Thema „Mitarbeiter“. Danach folgen
mit Abstand Themen wie betrieblicher Umweltschutz und
Umweltmanagement. Für mich stellt sich in diesem Zusammenhang die
Frage, ob die Unternehmen das Informationsinteresse der vorrangigen
9
Zielgruppe solcher Lageberichte – den Analysten – denn vollständig
befriedigen. Denn auch Analysten haben in den vergangenen Jahren
ihren spezifischen Blickwinkel auf Unternehmen wesentlich erweitert.
Meine Damen und Herren,
Sie wissen anhand bekannter Vorfälle, dass ein Ignorieren der
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren schon in einer Reihe von
Unternehmen zu erheblichen Schwierigkeiten führte. Der Lagebericht
sollte daher die Chancen, Risiken und Leistungsperformance auf dem
CSR-Gebiet ohne Scheuklappen thematisieren. In einer CSR-Befragung
von 500 Wirtschaftsentscheidern durch die Bertelsmann-Stiftung
bekundeten rund 85 Prozent der Befragten, dass sie ihr gesellschaftliches
Engagement überwiegend anhand von Presseberichten oder im Geschäfts- und Jahresbericht kommunizieren. Obwohl nur 9 Prozent
eigenständige CSR-Berichte zur Berichterstattung nutzten, bin ich
dennoch der Ansicht, dass diese spezifische Form der Kommunikation
notwendig ist, da die breite Öffentlichkeit mittels dieses Mediums eher
Zugang zu den Maßnahmen eines Unternehmens findet, als über die
klassischen Bilanzberichte.
Ein gesonderter CSR-Jahresbericht lässt sich lebensnah gestalten. Dieser
sollte dann allerdings auch nicht in ein Vorschriften-Korsett gepresst,
noch der alleinigen Kreativität der Marketingabteilung überlassen werden.
Die Nachhaltigkeitsberichte von Philips „Improving lives, delivering
value“ (Ein bemerkenswerter Titel!) und Henkel haben aus meiner Sicht
den Spagat zwischen ausführlicher Darlegung der Schlüsselindikatoren
und medialer Aufbereitung (layout) geschafft.
So besticht zum Beispiel der Henkel-Bericht im Kapitel „Nachhaltige
Produkte und Ressourceneffizienz“ durch eine allgemeinverständliche
Darstellung der Ziele und des derzeitigen Standes der Umsetzung. Das
Kapitel „Umweltkennzahlen“ fokussiert auf die Schlüsselindikatoren
„Produktionsmengen“, „Energiebedarf“ und „Kohlendioxid-Emissionen“.
Die differenzierte Datenlage ist im Internet veröffentlicht. Der HenkelBericht hat eine klare – eher zurückhaltende – Darstellung, beispielsweise
finden sich im Kapitel „Gesellschaftliche Verantwortung“ – sowohl vom
Layout als auch den dargelegten Inhalten her – keine „großen Bilder, viel
Eigenlob und umfangreiche Zahlenkolonnen“. Der Philips-Bericht zeichnet
sich durch eine klare Offenlegung der Schlüsselindikatoren „Beschwerden,
Klagen, Rechtsbrüche, Betriebsunfälle, Fälle von Kinderarbeit und
Lieferanten-Audits“ aus.
Bei der Präsentation des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts der Henkel
KGaA stellte Prof. Dr. Ulrich Lehner, Vorsitzender der Geschäftsführung,
im März dieses Jahres fest: "Unsere Kunden und Verbraucher akzeptieren
und honorieren mit ihren Kaufentscheidungen auch die Anstrengungen
von Henkel beim nachhaltigen Wirtschaften." Entscheidend sei, so Lehner,
wie sich ein Unternehmen bei der Erzielung von Gewinnen verhalte und
ob hier verantwortliches Handeln deutlich werde – über seine gesamte
Wertschöpfungskette.
Angesichts dieser Einstellung des Top-Managements ist es meines
Erachtens nicht verwunderlich, dass Henkel für sein
10
Nachhaltigkeitsengagement und die CSR-Berichterstattung mit
zahlreichen Auszeichnungen honoriert wurde. Beim „Good Company
Ranking 2007“ wurde Henkel als nachhaltig und gesellschaftlich
verantwortlich wirtschaftendes Unternehmen ausgezeichnet. Auf der
„Europäischen Corporate Social Responsibility“-Rangliste der 120 größten
Unternehmen landete Henkel auf einem hervorragenden zweiten Platz1).
Und Henkel zählt auch wieder zu den „weltweit 100 nachhaltigsten
Unternehmen“ der kanadischen Innovest Strategic Value Advisors.
Hat Henkel wegen dieser grundsätzlichen Positionierung der
Geschäftsführung das richtige Rezept gefunden, CSR-Berichterstattung
mit Leben zu füllen? Ich meine ja – allerdings mit einer kleinen
Einschränkung. Es ist schon etwas rätselhaft, warum sich dieses
Unternehmen und beispielsweise auch BASF bislang nicht dazu
durchringen konnten, mit einer derart glaubwürdigen CSR-Strategie aus
dem „Mainstream-Marketing“ auszubrechen und bei ihren
Werbekampagnen auch CSR zu thematisieren.
Falls diese Thematisierung der CSR erreicht würde und man die konkrete
Frage nach der inhaltlichen Gestaltung der Nachhaltigkeits- und CSRBerichte mit der Zukunftsorientierung beantwortet würde, dürfte sich
meines Erachtens sehr viel „Leben“ in diesen Berichten widerspiegeln.
Berücksichtigen wir dann noch Albert Einsteins Maxime, „Mehr als die
Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu
leben.“. So fänden sich auch interessierte Leserinnen und Leser für solche
Berichte.
Das entscheidende Merkmal erfolgreicher Nachhaltigkeits- und CSRPolitik der Unternehmen ist die Bereitschaft, in einen offenen Dialog mit
dem gesellschaftlichen Umfeld, insbesondere der Politik, und den
Geschäftspartnern zu treten.
Das offensive Bekenntnis der BASF im aktuellen Unternehmensbericht,
dass der offene Dialog mit den zahlreichen Interessengruppen
(Stakeholdern) zum dauerhaften Erfolg von BASF beiträgt, manifestiert
sich anhand des klaren Statements „Je stärker wir unsere Stakeholder
offen in Projekte und Partnerschaften einbinden, desto mehr vertrauen
sie unserem unternehmerischen Handeln“. Dem ist nur noch
hinzuzufügen, dass die BASF ihr Verfahren der Ökoeffizienz-Analyse zur
Bewertung der Nachhaltigkeit kürzlich auch um die soziale Dimension
erweiterte. Das Unternehmen beabsichtigt, künftig nicht nur
Umweltbelastungen und Kosten, sondern auch soziale Wirkungen
1)
Die Top Ten des Good Company Ranking bei dem die 120 größten Unternehmen Europas in den
Bereichen Mitarbeiter, Umwelt, Gesellschaft und Profitabilität bewertet werden. Die Bestplatzierten
wurden am 25. Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausgezeichnet:
1 BASF (D)
2 Henkel (D)
3 Anglo American (GB)
4 BMW (D)
4 Telefónica (E)
6 UBS (CH)
7 Danone (F)
8 ABN Amro (NL)
9 Diageo (GB)
9 Repsol (E)
11
verschiedener Produkte und Herstellungsverfahren gegeneinander
abzuwägen. Das neue Instrument SEEbalance (Socio-Eco-EfficiencyBalance) soll BASF und ihre Kunden dabei unterstützen, nachhaltigere
Produktlösungen zu entwickeln und sich dadurch zu differenzieren. Ich
plädiere dafür, dass wir uns ohne Vorurteile diese Methode ansehen und
die angestrebten Zielsetzungen unter CSR-Gesichtspunkten analysieren.
Meine Damen und Herren,
wer als Unternehmen die Zukunft gestalten will, muss überlegen, was
Verantwortung heute im konkreten Umfeld für das Unternehmen
bedeutet. Moderne Staatsgebilde, eine global vernetzte Wirtschaftswelt
und immer schneller aufeinandertreffende, unterschiedliche Kulturen,
zunehmend fließende Übergänge zwischen dem privaten Sektor und dem
Staat haben das traditionelle Verständnis von Verantwortung verändert.
Die Abgrenzungen hinsichtlich der Reichweite von Verantwortung der
Unternehmen sind unübersichtlicher geworden.
Ich stellte eingangs fest, dass „Responsibility“ heutzutage bedeutet, auf
Fragen der Gesellschaft zu antworten. Ich füge hinzu: Hierbei haben wir
es nicht nur mit Verantwortungsethik zu tun, sondern vor allem mit einem neuen unternehmerischen Selbstbewusstsein, das den Mehrwert des
CSR erkennt. BMW schaltete im Jahr 2002 eine Anzeige – übrigens die
einzige Zeitungsanzeige, die ich in dieser Ausprägung bislang von BMW
sah – mit dem Titel: „Erfolgreiche Aktiengesellschaften besinnen sich auf
ihren Namen: Aktien und Gesellschaft“. Und im Untertitel: „Gesellschaftliche Verantwortung zahlt sich aus.“
Meine Damen und Herren,
ich hoffe, wir zeigen bei der heutigen Veranstaltung möglichst viele
Fragen der Gesellschaft an Unternehmen auf, um im Ergebnis zu
Antworten gelangen, wie wir CSR-Berichte mit Leben füllen können. So
zeigen wir auch, dass sich nachhaltige Unternehmensführung finanziell
auszahlt.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine
fruchtbare Veranstaltung.
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