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31 Was braucht's zum Leben? - Neues Land

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Meinung
Donnerstag, 14. März 2013
Das Jahr 2013 hat erst begonnen, wie viele bleiben in den
nächsten acht Jahren bis 2020
noch übrig? Viele Betriebe haben keine Nachfolger mehr oder
Jungbauern bekommen keine
Frau, die noch Bäuerin werden
möchte. Es ist nur schade um
die schöne Landwirtschaft in
Österreich. Ich war selbst einmal Bauer, bin aber jetzt schon
in Pension. Unseren kleinen
Betrieb haben wir schon längst
verpachtet. Wenn ich zurückblicke: Schön war es einmal,
Bauer gewesen zu sein.
Franz Benedikt,
Labuttendorf
Masche
um Masche
Seit mehr als 30 Jahren gibt es
in Hof bei Straden eine wunderbare Initiative. Bei Familie Flucher-Plaschg vulgo Wohlkinger
werden von Frauen wärmende
Decken für einen guten Zweck
gestrickt (in den letzten Jahren
für Kriegsopfer im Kosovo). Wer
Lust hat, sich an dieser Initiative zu beteiligen, ist herzlich willkommen. Die „Fleckerl“ umfassen eine Größe von 18 x 18 Zentimetern und werden auf beiden
Seiten „glatt“ gestrickt und können bis Weihnachten in Hof 71
vorbeigebracht werden. Natürlich freuen sich die Damen aus
Hof bei Straden auch über Neulinge beim Zusammennähen der
„Fleckerln“. Nähere Informationen gibt es bei Familie FlucherPlaschg, Telefon 03473/8339.
Eva-Maria Flucher
Hof bei Straden
Neues Land – offenes Land
Was braucht’s zum Leben?
■ Josef Kaltenegger
■ E-Mail: josef.kaltenegger@neuesland.at
Letzte Woche war ich bei der
Generalversammlung des MR
Oststeiermark eingeladen, eine
Festrede zum Thema „Bauer
– mutig in die Zukunft“ zu
halten. Ich habe mich dabei
nicht nur mit Zahlen, Ängsten
und Befürchtungen beschäftigt,
sondern das Thema ganzheitlich betrachtet. Zu meinen
Gedanken bekam ich viele
positive Rückmeldungen. Unmittelbar nach meinem Vortrag
wurde ich aber von einem Teilnehmer mit einer Wortmeldung
ordentlich beflegelt. Der Herr
sprach mir jegliche fachliche
Kompetenz ab, meinte ich
sei ein Träumer, und eigentlich sollte es verboten sein,
dass so jemand wie ich zum
Thema „Bauer sein“ öffentlich
eine Meinung abgibt. Darüber
hinaus seien die Agrarspitzen
alle umsonst, und er erweckte
den Eindruck, nur er oder
einige seiner Freunde seien
imstande, für die Bauern gute
Lösungen zu verhandeln. Nun
gut, ich halte das schon aus.
Auf meine Recherche hin, wer
der Herr sei, erfuhr ich, dass
er ein schlauer Bauer ist, der
vier pauschalierte Betriebe im
Obstbaubereich führt. Genau
Der hundertjährige
Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost den Samen streuen. – Friert es auf Eusebius (16. März), im Märzen Kälte kommen muss. – Ist
Gertrud (17. März) sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig. – Bekannt ist, dass aufs
Gertrudfest der Storch besucht sein altes Nest. – Am Josephstag (19. März) soll
der faulste Bauer auf seinem Acker sein. – Fällt in die Blüte Donner und Blitz, bewohnt jede Pflaume ein kleiner Fritz.
Vor 50 Jahren
31
17. März 1963
Fragestunde als Abschluss der Wintersession des Landtages: Sorge wegen des
Katastrophenholzes und der Borkenkäfer; vorbeugende Maßnahmen der Landesregierung. – Ziel der Agrarpolitik: Starke Mittelschicht, die bäuerliche Landwirtschaft und Familie – die soziale Frage unseres Jahrhunderts. – Die Fabrik ist kein
Vorbild – neues Leitbild: Der Bauer mit unternehmerischen Qualitäten. – Nachbarschaftshilfe – ein Gebot der Stunde: Ökonomierat Ertl gab vor dem Bundesrat
einen Überblick über Auswirkungen des Gesetzes. – Steirisches Vieh in Nordafrika: Viehverwertungsgenossenschaft gewinnt neue Absatzmärkte. – Neuntes
Schuljahr polytechnisch: Berufsausbildung in mittleren landwirtschaftlichen Schulen. – Im Gasthaus „Stiegenwirt“ fand die festliche Gründungsversammlung des
Heimatkreises Dobl statt. – Schölbing: Ende Februar wurde eine neue Feuerwehr-Sirene der hiesigen Feuerwehr in Betrieb genommen.
betrachtet also ein Gewerbebetrieb. Ein Zweiter meinte, es
sei alles recht und schön, wenn
ich den Beruf des Bauern als
interessant und spannend
sähe, warum hörten aber viele
auf? Eine berechtigte Frage!
Die Antwort muss sich aber
jeder selber geben! Es ist nun
einmal so, dass es Betriebsgrößen gab und noch immer
gibt, die möglicherweise nicht
genug abwerfen, damit man
davon leben kann. Es wird
auch eine Frage sein, wo die
Bedürfnisse des jeweils Betroffenen liegen. Welchen
Lebensstandard will er? Ist
das bäuerliche Denken und
Leben auch eine Frage einer
„Berufung“ oder ist es nur
reine Rechensache? Braucht
es vier pauschalierte Betriebe
oder sogar mehr? Muss die
Politik alles ausgleichen, was
sich unternehmerisch - weil
zu kleine Struktur - nicht erwirtschaften lässt? Und wo
beginnt die Glaubwürdigkeit von Forderungen und
wo endet sie, auch gegenüber der Gesellschaft? Und für
manchen gilt auch die Frage,
wie ehrlich er beim Vorbringen
seiner Argumente ist und
wie man Gerechtigkeit interpretiert. Nur aus der eigenen
Sicht oder mit der Bereitschaft einer neutralen Betrachtung? Aus meiner Sicht
verträgt es hier eine deutliche
Verbesserung der Sichtweisen.
Mit besten Grüßen,
Josef Kaltenegger
Bauer ist man
nicht nur wegen dem Geld,
die Entscheidung, in welcher Form
man so leben
möchte, trifft
jeder selber.
Foto: kk
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