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FH und Uni - was ist was? - FernUniversität in Hagen

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Zeit Studienführer vom 06.05.2014
Autor:
Seite:
Rubrik:
Ariane Breyer, Nadja Kirsten, Annika Kreller
26 bis 27
Studienführer
Gattung:
Jahrgang:
Nummer:
Zeitschrift
2014
1
ENTSCHEIDEN
FH und Uni - was ist was?
Universität
Egal, ob man sich für Geisteswissenschaften interessiert, für Medizin, Naturwissenschaften, Jura, Wirtschaft oder
Technik - an Universitäten findet man
ein breites Fächerangebot. Auch wer
Lehrer werden will, muss dafür in aller
Regel an die Uni (zum Lehramtsstudium siehe Seite 106). Rund zwei Drittel aller Studenten in Deutschland studieren an einer Universität.
Der Weg dorthin führt normalerweise
über das Abitur. Für bestimmte Fächer
reicht die fachgebundene Hochschulreife. (Beispiel: BWL-Studium mit
e i n e m
A b i
v o m
Wirtschaftsgymnasium.) Über alternative Möglichkeiten des Uni-Zugangs
informiert folgende Internetseite:
bit.ly/zs14zugang.
Die Mehrzahl der Unis hat mehr als 10
000 Studenten, rund ein Drittel sogar
mehr als 20 000. An großen Unis wie
der LMU München oder der Uni Hamburg studieren mehr als 40 000 Menschen, an der Uni Köln sogar mehr als
50 000.
Uni-Professoren haben promoviert und
sich dann weiter auf die Forschung konzentriert. Sie verstehen sich als Forscher, die ihr Wissen über die Lehre (so
heißt der Unterricht an der Hochschule)
an Studenten weitergeben. Die Lehre an
Unis gilt im Vergleich zu der an FHs als
forschungsnäher und stärker an grundsätzlichen Fragen orientiert. Oft wird sie
von den Studenten als "theoretischer"
beschrieben. Allerdings ist diese Einteilung sehr grob: Auch Unis bemühen
sich um Praxisnähe, auch an FHs wird
geforscht und Theorie gelehrt. Am
besten erkundigt man sich direkt bei der
Hochschule nach der Ausrichtung eines
bestimmten Studienangebotes.
Unis dürfen den Doktortitel verleihen.
Will man später promovieren, geht man
zum Studieren am besten an eine Universität.
Fachhochschule (FH)
Fachhochschulen bieten zahlreiche
Wirtschafts- und Ingenieurstudiengänge
an, außerdem Fächer im Gesundheitsbereich wie Pflege. Soziale Arbeit und
Wirtschaftsrecht sind ebenfalls stark
vertreten. Auch Design- und Medienstudiengänge gibt es an der FH, Geisteswissenschaften mit wenigen Ausnahmen dagegen nicht. Auch wer Arzt oder
Volljurist werden will, muss an die Uni.
Fachhochschulen heißen auch "Hochschule für angewandte Wissenschaften".
Manche benutzen die englische
Bezeichnung "University of Applied
Sciences". Oft nennen sie sich auch kurz
Hochschule. (Hochschule ist darüberhinaus der Oberbegriff für Universitäten und FHs).
Rund ein Drittel aller Studenten in
Deutschland studiert an einer FH. Dorthin darf man außer mit dem Abi auch
mit der Fachhochschulreife. Die fachgebundene Hochschulreife öffnet - wie an
der Uni - die Tür für passende Fächer.
Die größte FH (die FH Köln) hat rund
22 000 Studenten - mehr als viele Unis.
Trotzdem gilt die Faustregel, dass FHs
meist überschaubarer sind. Oft lernen
dort nur ein paar Tausend Studenten, bei
privaten Anbietern nicht selten nur ein
paar Hundert. FHs gibt es auch an ländlichen Standorten, häufig haben sie
Zweigstellen.
Die Professoren an der FH kennen Wissenschaft und Praxis. Sie haben promoviert, aber auch einige Jahre außerhalb
der Hochschule gearbeitet - das ist
Pflicht.
Die Lehre gilt als praxisnah. Oft pflegen die Hochschulen engen Kontakt zu
Firmen in der Region.
FHs dürfen keinen Doktortitel verleihen.
Die Absolventen können aber an Unis
promovieren - vorausgesetzt, sie finden
dort einen Professor oder eine Professorin, die sie zur Promotion annehmen.
Noch mehr Hochschulen
Kunst- und Musikhochschulen
In Deutschland gibt es mehr als 50 staatliche und staatlich anerkannte Kunstund Musikhochschulen. Dazu zählen
auch Hochschulen für Film oder Schauspiel wie die Hochschule für Fernsehen
und Film in München oder die Berliner
Schauspielschule Ernst Busch. Infos
über kreative Studiengänge finden sich
ab Seite 255.
Kirchliche Hochschulen
Die christlichen Kirchen betreiben 40
staatlich anerkannte Hochschulen. Sie
beschränken sich dabei nicht auf Theologie. Das Spektrum reicht von Kirchenmusik über soziale Arbeit bis zu Philosophie. In Heidelberg gibt es eine Hochschule für jüdische Studien.
Universitäten der Bundeswehr
Davon gibt es zwei, eine in München
und eine in Hamburg. Angeboten werden technische Fächer, aber auch BWL,
Geschichte oder Psychologie. Hier studieren fast ausschließlich angehende
Offiziere. Sie müssen vorher eine 15monatige militärische Ausbildung absolvieren und die Offiziersprüfung bestehen.
Verwaltungshochschulen
Dort lernt der Nachwuchs für den gehobenen Dienst in Bundes- und Landesbehörden. Die Studenten sind Beamtenanwärter und bekommen ein monatliches
Gehalt von etwa 1000 Euro. Das größte
Fächerspektrum bietet die Fachhochschule des Bundes: elf Studiengänge
wie Verwaltungsmanagement, Auswärtige Angelegenheiten oder Wetterdienst.
Die Bundesagentur für Arbeit hat eine
Hochschule mit Standorten in Mannheim und Schwerin. Die Hochschule der
Bundesbank sitzt in einem Schloss im
rheinland-pfälzischen Hachenburg.
Private Hochschulen
Rund sechs Prozent der Studenten in
Deutschland sind an einer der über 100
staatlich anerkannten privaten Hochschulen eingeschrieben. Die Studiengebühren liegen in etwa zwischen 4000
und 11 000 Euro pro Jahr. Zu den Privaten zählen Unis wie die in Witten/Herdecke. Die allermeisten sind jedoch
FHs. Beliebte Studiengebiete sind Wirtschaft, technische Fächer und Gesund-
heit.
Duale Hochschule/ Berufsakademien
An der Dualen Hochschule BadenWürttemberg und an Berufsakademien
kann man, wie an vielen FHs und einigen Unis auch, dual studieren. Dabei
wechselt sich das Studium mit PraxisFotonachweis:
Wörter:
Urheberinformation:
© 2014 PMG Presse-Monitor GmbH
phasen in einem Unternehmen ab (mehr
zum Dualen Studium ab Seite 94).
Fernhochschulen
Die Fernuniversität Hagen hat mehr als
88 000 Studenten, von denen 80 Prozent berufstätig sind. Sie ist die einzige
staatliche Fernhochschule in Deutsch-
Illustration: Silke Werzinger
809
(c) Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co.
land. Daneben gibt es private Anbieter
sowie Fernstudienangebote von normalen staatlichen Hochschulen.
Recherche: Ariane Verena Breyer,
Nadja Kirsten, Anika Kreller
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Seele and Geist
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