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Das meiste, was wir über diese Welt wissen, wissen wir aus den

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Modul IK010, Medienbildung
Lernziele
Ausgangslage
Fachbereich
Vorlesung 2:
• Medienfunktionen, bzw. Bedeutung der Medien
für die Gesellschaft und für den Einzelnen
• Medienökonomische Grundlagen
Lernziele Vorlesung 2:
• Sie kennen die Grundfunktionen der Medien für das
politische, wirtschaftliche und kulturelle System und
können deren Bedeutung einschätzen
• Sie erkennen Ansätze, wie Sie mit Schüler/-innen auf
Ihrer Zielstufe diese Grundfunktionen thematisieren
können
• Sie kennen die für die Medienpädagogik zentralen
Begriffe Informiertheitsillusion und Illusionsbildung
• Sie kennen die medienökonomischen Grundlagen und
deren Bedeutung für die Schule
Prof. Dr. Thomas Merz-Abt
Kommunikator/in, Sender/-in
2
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Kommunikator/in, Sender/-in
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Botschaft
Botschaft
Wer sagt
in welchem Kanal
„Lasswell-Formel“:
Who
says what
was
in which channel
Aussagenanalyse
to whom
zu wem?
with what effect?
Publikumsforschung
Medienforschung
Wirkungsforschung
Kommunikatorforschung
3
Kommunikator/in, Sender/-in
Rezipient/-in
Empfänger/-in
4
Das meiste, was wir über diese Welt
wissen, wissen wir aus den Medien.
Botschaft
Was vor meinem Leben geschah.
Was überall sonst auf der Welt geschieht,
Was in andern Familien,
sozialen Schichten,
an andern Arbeitsplätzen,
in andern Wohnungen usw.
geschieht.
Medienfunktionen
Information
Bildung
Meinungsbildung/Beeinflussung
Unterhaltung
Bei persönlicher Kommunikation auch: Beziehungspflege
5
6
1
Bedeutung der Information
Woher wissen wir etwas
über die Situation im Irak oder in
Israel?
• Worüber stimmen wir nächstes Wochenende
ab?
• Wie stimmen Sie ab?
• Wer stimmte welcher Vorlage zu? Wer nicht?
ausser aus Nachrichtenmedien?
• Weshalb?
• Welche Konsequenzen hat ein Ja, ein Nein?
Was geschieht genau nach der Abstimmung?
• Und wo/wie haben Sie sich informiert?
7
8
Was sind unsere zentralen Herausforderungen?
• Ozonloch, CO2-Reduktion, Umwelt allg.
• Zusammentreffen verschiedener Kulturen
• Technische Revolution
• Artensterben
• Demografische Entwicklung
• Globalisierung, Arbeitsverteilung
• Zweidrittels-Welt, Migration
• …
Woher wissen wir etwas über
die neuen EU-Länder?
ausser aus Nachrichtenmedien?
Fundierte Information ist zwingende Grundlage, um
diese Herausforderungen zu erkennen und zu
bewältigen.
9
10
Politik und Publizistik
Grundinformation über Gesellschaft und Umwelt
• Bürgerinnen und Bürger
• Parteien
• Verbände
Konkretes Beispiel:
• Spontane Gruppen
• Meinungsführer
•…
Problem? Handlungsbedarf? Mögliche Massnahmen?
Bedeutung der Information für das
Politische System
Politisches System:
• Legislative
• Exekutive
Präsentation und Diskussion von Handlungsansätzen
Politischer Entscheid:
• Abstimmung
• Verwaltung, Justiz
Bekanntmachung, Begründung, Legitimation
Erfolg?
11
2
Bedeutung der Medien
Moderne Demokratie ist nur möglich
mit leistungsfähigem Mediensystem.
Moderne Wirtschaft …
und moderne Kultur genauso.
13
Kommunikator/in, Sender/-in
Information:
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Mitteilungen über
aktuelle
Sachverhalte;
Botschaft
Medienfunktionen
Was ist heute
anders als
gestern?
Information
Bildung
Meinungsbildung/Beeinflussung
Unterhaltung
Bildung:
Langfristiger Aufbau von
tragfähigen
Wissensstrukturen:
Verlässliche
Entscheidungsgrundlage,
Orientierungswissen …
15
Kommunikator/in, Sender/-in
Rezipient/-in
Empfänger/-in
16
Kommunikator/in, Sender/-in
Botschaft
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Botschaft
Informiertheitsillusion
Information
Beispiele
Bildung
Meinungsbildung
Unterhaltung
17
18
3
Kommunikator/in, Sender/-in
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Wo immer wir keine direkten
Erfahrungen haben,
da geben uns Medien Anhaltspunkte
Botschaft
Illusionsbildung
Wir wissen zwar (vielleicht), dass das
nicht die Realität ist.
Information
Bildung
Aber trotzdem sind das dann die
einzigen Bilder, die wir haben.
Meinungsbildung
Unterhaltung
19
20
„Moderne“ Medienfunktionen
• Gesundheitsberatung
• Psychologische
Beratung
• Klatsch- und
Tratschecke
• Gerichtssaal
• Schlachtfeld
• Spielwiese
• Beichtstuhl
• Kirche, Tempel und
Sektenkapelle
• Schulzimmer
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Moralische Instanz
Tier-Anwalt
Heiratsvermittler
Parlament
Sinn-Geber
Wegweiser zu Hölle
und Paradies
Schule
Theatersaal
Kino
Das grosse DU
Medienökonomische Aspekte
21
Grundfrage der Medienökonomie:
Wovon lebt ein Medienbetrieb?
Thomas Merz-Abt
1. Wir verstehen Medien nur, wenn wir uns auch
mit den oekonomischen Grundlagen
befassen.
2. Oekonomische Situation prägt die Inhalte
Warum gehen wir hier darauf ein?
3. Medienbetriebe und Mediensysteme sind auch
Unterrichtsthemen
23
24
4
Kommunikator/in, Sender/-in
Rezipient/-in
Empfänger/-in
Ablauf
• Wir definieren als Verlag eine bestimmte
Zielgruppe
• Die Redaktion muss ein Produkt
schaffen, das diese Zielgruppe erreicht
Botschaft
Medienfunktionen
Frage
Aufgabe
Was
verkaufen
desder
der
Werbewirtschaft
Medienbetriebs:
Redaktion:
die Medien?
Information
Bildung
Meinungsbildung/Beeinflussung
Information,
Wie
Sie
muss
können
erreichen
ein
wir
Bildung,
Produkt
wir
unseren
möglichst
Meinungsbildung
erstellen,
Betrieb
günstig
finanzieren,
das
möglichst
die Zielgruppe
…?
Geld
viele
Unterhaltung
verdienen?
Mitglieder
der
Werbewirtschaft
unserer Zielgruppe(n)?
möglichst genau trifft. Dann
Nein!
steigen
die Einnahmen.
Wie
können
wir unsere
Werbung
möglichst teuer
Verhältnis:
70-80%
Werbung,
Rest Verkauf
Konsument/-innen-Perspektive!
Was
verkauft
verkaufen? wird, ist unsere Aufmerksamkeit!
Darum:
Die Oekonomischen Grundlage
bestimmen den Inhalt unserer Medien!
25
26
Boulevardisierung
Der Wettbewerb um möglichst hohe
Einschaltquoten wird nicht gewonnen mit
guter Information, vertiefter Bildung,
fundierter Meinungsbildung,
Sondern der Wettbewerb um Marktanteile wird
entschieden mit dem Unterhaltungswert, bzw.
mit emotionaler Stimulation!
27
• Traditioneller Journalismus: Redaktion
publiziert, was sie als wichtig erachtet.
Und sie publiziert es so, wie sie es als
richtig erachtet.
• Boulevard-Journalismus: Redaktion
publiziert, wovon sie erwartet, dass es
das Publikum interessiert und das
vermutete Publikumsinteresse prägt Form
der Publikation.
28
Aktuelles Beispiel Buchpreisbindung
• Massenprodukte finanzieren
Nischenprodukte mit
• Verlage können mit Mischrechnung auch
Qualität finanzieren
• Z.B. Aufbau neuer Autor/-innen
• Aufhebung führt zu verstärktem
Wettbewerbsdruck – aber nicht zu
inhaltlicher Qualität
29
5
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