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19 die Abbildung. Was bis dahin als angeblicher Rhabarber oder

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K r a u s e , Lapathon und Patience.
19
die Abbildung.
W a s bis dahin als angeblicher Rhabarber oder
als Rhaponticum
in die Gärten gekommen war, gehörte fast alles
auch in die Gattungen Rheum oder die nächst verwandte Rumex.
Das ist sehr bemerkenswert und verrät, daß in den Wurzeln dieser
Sippe doch eine gewisse Übereinstimmung und zugleich ein
Unterschied von den Wurzeln anderer Sippen stecken muß. Denn
von dem Aussehen der echten Rhabarberpflanze hat man sich hier
im Westen lange eine Vorstellung gemacht, die auch nicht im
hinwies.
Pierandrea
entferntesten auf Rumex und Rheum
M a t t i o l i ) aus Siena in Toscana (1501—1577) war ein kluger
Gelehrter, ein sehr einflußreicher Hofmann und ein ganz gemeiner
Schuft. An solche Männer pflegen sich Leute heranzumachen,
die der alte Bismarck einmal in nicht korrekter Anwendung eines
Fremdwortes Kinäden genannt hat. (Die zweite Hälfte des deut­
schen Wortes muß Kriecher heißen.) So fand sich auch jemand,
der dem M a t t i o l i die echte Rhabarberpflanze, die unfern der Küste
des Roten Meeres wüchse, so genau beschrieb, daß er danach ihr
Bild geben konnte. ) E s sieht aus, wie eine stengellose Boraginee
mit einem kleinen Cruciferenblütenstande. Noch am Ende des
17. Jahrhunderts galt dies Phantasiebild. Spätere ) verbesserten
es, indem sie die vierzähligen Blüten durch fünfzählige ersetzten,
so daß eine ganz glaubhaft aussehende Omphalodes oder dergleichen
herauskam, so steht das Bild noch bei A b r a h a m M u n t i n g ) als
.,Rhabarharum
Lanuginosum, sive Lapathum Chinense Longifolium".
Dies Gebild wurde dann zwischen Rumex alpinus und
patientia
eingereiht.
Die ersten Kräuterbücher, welche, nach alten, zum Teil sehr
alten Handschriften bearbeitet, bald nach Einbürgerung der Buch­
druckerei herauskamen, waren dazu bestimmt, in den gebildeten
Bürgerkreisen medizinische Kenntnisse zu verbreiten und zur
Herstellung und zum Gebrauch von möglichst billigen Hausmitteln
den W e g zu weisen. Diese alten „Herbarien" ) unterscheiden ge­
kennen aber keine Surro­
wöhnlich Rhabarber von Rhaponticum,
gate. H i e r o n y m u s B r a u n s c h w e i g , ) dessen Destillierbuch die
mittelalterliche Literatur über die Pflanzen abschließt, unterscheidet
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2
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») M e y e r , Geschichte der Botanik. IV. S. 366 ff.
2
) M a t t i o l i , P e t r i A n d r e a e, Senensis medici commentarii in sex libros
Ped. Dioscoridis. (Venetiis 1565.) p. 639.
3
) Z. B. in der Historia generalis plantorum Lugdunensis. II. fol. 1701.
4
) Dissertatio historico-medica de vera Herba británica. Amstelod 1698.
(Die erste Ausgabe von 1681 soll mit dieser identisch sein.)
6
) Ortus sanitatis, Ain garten der gesunthait (nach der Vorrede; das
Titelblatt fehlt), Gedruckt . . . durch C o n r a d e n D i n c k m u t zu Ulm 1487. cap.
cccxlii (R) Eubarliarum; cap. cccxliiii (R) Eu/ionlieum.
L e grant Herbier en francoys. (Paris, ohne Jahr, noch mit sog. deutschen
Lettern gedruckt.) Fueil cxxxvii De Reubarbaro.
6
) Liber de arte Distillandi de Compositis von I h e r o n i m o b r u n s c h w i c k . (Straßburg 1512.) — Der liber de simplicibus von 1500 enthält nichts
hierher Gehöriges, fol. 98 . . 111. 177.
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Seele and Geist
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