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05.11.14
Wirtschaftsnews
USA: Handelsbilanz (September)
letzte: USD -41.9 Mia.; erwartet: USD -40.2
Mia.; aktuell: USD -43.0 Mia.
Rückläufige Exporte haben im September zum
ersten Mal seit vier Monaten zu einer Ausweitung
des Defizits in der US-Handelsbilanz geführt.
Nach vorläufigen Berechnungen kletterte das
Defizit auf 43 Milliarden Dollar, wie das USHandelsministerium mitteilte. Im Vorfeld wurde
ein Fehlbetrag von 40.2 Milliarden Dollar erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Exporte um 1.5%, die Importe stagnierten. Für das
Jahresende sollten sich die nochmals gesunkenen
Importpreise für Öl positiv auf den Fehlbetrag in
der Bilanz auswirken. Seit Oktober sind die Ölpreise rund 15% gefallen.
Aktienmärkte
US-Aktienmärkte:
DowJones: +0.10%, S&P500: -0.28%
Nasdaq: -0.33%
Europäische Aktienmärkte:
DJStoxx50: -1.56%, DAX: -0.92%,
SMI: -0.38%
Asiatische Märkte:
aktuell: Nikkei: +0.27%, HangSeng: -0.53%,
S&P/ASX 200: -0.04%
Die Aktienmärkte zeigten sich gestern nicht von
ihrer Schokoladenseite. Zwar konnte der Dow
Jones gerade noch im Plus schliessen, die Indizes
der anderen Märkte, sowohl in Europa als auch
in den USA, schlossen im Minus.
Ein ganzes Bündel an Meldungen und Nachrichten musste als Grund für den Kursrückgang herhalten. Ein Grund sind die getrübten Konjunkturaussichten in der Eurozone. Im Herbst kamen
überraschend schwache Zahlen aus der Eurozone. Einerseits notierten im Oktober die vorlaufenden Indikatoren tiefer, andererseits wurden zum
ersten Mal seit vielen Jahren auch die Konjunk-
turaussichten für Deutschland nach unten genommen. Nun hat die EU-Kommission zusätzlich Öl
ins Feuer gegossen. Gestern schloss die EUKommission eine Rezession für Deutschland nicht
mehr aus. Gerade in Kombination mit den Oktoberdaten wiegt diese Aussage schwer und wird
entsprechend negativ bewertet. Auch die schwächeren Exportzahlen aus den USA, sie hatten zu
einer Ausweitung der Handelsbilanz geführt,
sowie der gesunkene Ölpreis wurden als Vorboten einer schwächeren Konjunkturdynamik gedeutet. In den USA kamen die Kongresswahlen hinzu, welche ebenfalls auf die Tagesstimmung
drückten. Heute Morgen notieren die Futures für
den amerikanischen Aktienmarkt im Plus, nachdem die Republikaner die Mehrheit erringen
konnten.
Die Entwicklung an den globalen Aktienmärkten
zeigt diese Woche keine klare Richtung. Nach
der Verkaufswelle Mitte Oktober sind die Kurse
schnell wieder angestiegen und die Verluste
wurden wieder wettgemacht. Dass die Verkaufsgelüste im Oktober so stark zunahmen, hatte
sicher mit den Wirtschaftsdaten aus der Eurozone
zu tun, welche die Erwartung der Marktteilnehmer
nicht erfüllen konnten. Aber die Mehrheit der
Marktteilnehmer hatte zu diesem Zeitpunkt Höhenangst und war darum auch bereit, negative
Nachrichten stärker zu gewichten. Danach entstand, wie so oft an den Märkten, ein Dominoeffekt. Dass sich nun der Markt so schnell wieder
erholt hat, ist auch nicht wirklich beruhigend.
Weshalb? So wie für die Ausverkaufsstimmung
die harten Fakten fehlten, so fehlen sie nun auch
für den starken Anstieg. Im Moment bestimmt die
Tagesform der Marktteilnehmer die Richtung an
den Märkten.
Für Aktien sprechen nach wie vor die USKonjunktur und die expansive Ausgestaltung der
Geldpolitik. Allerdings haben Aktien an Momentum oder Aufwind eingebüsst, weil die trüberen
Konjunkturaussichten in der Eurozone die Stimmung belasten und daher die Risikobereitschaft
weniger ausgeprägt ist als noch in den Sommermonaten.
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen
aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
Darstellungen in dieser Publikation können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Es wird keine Garantie oder Verantwortung bezüglich
der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben wird vollumfänglich abgelehnt.
05.11.14
Rohstoffmärkte
Ölpreis WTI: USD 77.13 pro Fass
Goldpreis: USD 1‘156.57 pro Unze
Die Ölpreise stehen weiterhin unter Druck. Gestern wurde bekannt, dass der grösste OpecProduzent Saudi-Arabien seine Verkaufspreise für
US-Kunden senken wird. Mit dem Preisnachlass
beabsichtigt der weltgrösste Ölexporteuer offenbar, seine zuletzt in den USA unter Druck geratenen Marktanteile zu verteidigen. Unter den Förderländern scheint derzeit der Erhalt der eigenen
Marktanteile im Fokus zu stehen. Förderkürzungen, welche das Überangebot im Ölmarkt verkleinern würden, zeichnen sich noch keine ab.
In der Edelmetallgruppe konnte sich Palladium in
den letzten Wochen besser halten als Gold und
Silber. Das in Katalysatoren eingesetzte Palladium erhält Unterstützung von der robusten Verfassung der Fahrzeugbranche. Diese Woche haben
die Verkaufszahlen im US-Automarkt positiv überrascht. Gemäss dem US-Autoverband AAA sollen
2014 in den USA so viele Autos verkauft werden
wie zuletzt im Jahr 2007. Dabei helfen dürften
auch die gefallenen Benzinpreise. Diese liegen
erstmals seit fast vier Jahren wieder unter 3 Dollar
je Gallone.
Anders zeigt sich die Zinssituation in Europa. Die
deutschen Renditen sind wegen der getrübten
Konjunkturaussichten, wegen des sinkenden Inflationsdrucks und der expansiven Geldpolitik der
EZB gesunken. Morgen wird die EZB über ihren
weiteren geldpolitischen Kurs beraten. Die Geldschleusen werden weit offen bleiben. Die
Schweizer Renditen entwickeln sich im Windschatten der deutschen Zinsen.
Währungen
US-Dollar in Franken: 0.9595
Euro in US-Dollar: 1.2544
Euro in Franken: 1.2036
Gestern konnte sich der Euro gegenüber dem
Dollar oberhalb der Marke von 1.25 festsetzen.
Ins Zentrum des Interesses rückt morgen die EZBRatssitzung mit ihrer anschliessenden Pressekonferenz.
Daniel Wachter
Caroline Hilb Paraskevopoulos
Investment Center
Kapitalmärkte
Renditen 10 J:
USA: 2.340%; D: 0.807%; CH: 0.461%
Die US-Renditen haben den gleichen Weg hinter
sich wie die Aktienmärkte. Nachdem die Renditen im Oktober stark gesunken waren, sind sie
nun wieder angestiegen. Allerdings haben sie
noch nicht das gleiche Niveau erreicht wie vor
dem Rückgang. Noch im September notierten sie
über 2.6%. Wie an den Aktienmärkten, hatte die
gesunkene Risikobereitschaft die US-Renditen
talwärts getrieben.
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
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aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
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