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2. WAS IST EINKOMMEN?

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Version: SS 03
Intensivierungskurse: Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit (Economics I)
2. WAS IST EINKOMMEN?
Übungsbeispiele und Fragen.
Beispiel 2-1.
Das nominelle BIP betrage im Jahr 1999 190,6 Mrd. Euro. Der Preisindex für das BIP (der BIP-Deflator) hatte
im selbigen Jahr den Wert 149,2.
a) Wie hoch wird das reale BIP im Jahr 2000 sein, wenn ein nominelles Wachstum von 3 % und eine
Inflationsrate von 1,3 % erwartet werden?
b) Überprüfen Sie anhand dieser Daten auch die Näherungsformel bezüglich der Wachstumsraten.
Beispiel 2-2.
Peter, Karl und Monika haben jeweils 200.000 Euro geerbt, davon ein Haus gekauft, dieses aber jeweils nach
einem Jahr wieder verkauft. Während Peter sein Haus besaß, sank das allgemeine Preisniveau um 25 %. Er
konnte sein Haus um 154.000 Euro verkaufen. In jenem Jahr, in dem Karl sein Haus besaß, gab es weder
Inflation noch Deflation. Er verkaufte sein Haus um 198.000 Euro. Monika allerdings erhielt für ihr Haus
246.000 Euro. Während des Jahres, in dem sie jenes Haus ihr Eigen nannte, stiegen aber die Preise um 25 %.
Wer hat nun am meisten bei diesen "Häuserdeals" für sich herausgeholt? Reihen Sie die drei Personen
beginnend mit der Ihrer Meinung nach erfolgreichsten.
Beispiel 2-3.
Eine Silbermine bezahlt ihren Arbeitskräften in Summe 200.000 Euro. Für den Verkauf von Silber an einen
Juwelier erhält sie 300.000 Euro. Dieser Juwelier wiederum bezahlt seinen Arbeitskräften 250.000 Euro und
bekommt für den verkauften Schmuck 1 Mio. Euro. Berechnen Sie nun das BIP dieser einfachen Volkswirtschaft
mittels
a) Entstehungsrechnung.
b) Verwendungsrechnung.
c) Verteilungsrechnung.
Beispiel 2-4.
Eine Ökonomie produziere drei Güter: Autos, Computer und Orangen. Für die Jahre 1999 und 2000 ergaben
sich die folgenden produzierten Mengen und die folgenden Preise (Euro pro Mengeneinheit):
Autos
Computer
Orangen
Menge 1999
10
4
1000
Preis 1999
2000
1000
1
Menge 2000
12
6
1000
Preis 2000
3000
500
1
a) Wie hoch ist das nominelle BIP für die beiden Jahre? Wie hoch ist das nominelle Wachstum des BIP?
b) Wie hoch ist das reale BIP für die beiden Jahre, wenn Sie 1999 als Basisjahr heranziehen? Wie hoch war das
Wachstum des realen BIP von 1999 auf 2000 (in %)? Errechnen Sie den BIP-Deflator für beide Jahre. Wie hoch
ist die Inflationsrate 2000?
c) Wie hoch ist das reales BIP für die beiden Jahre, wenn Sie 2000 als Basisjahr wählen? Um wieviel % ist nun
das reale BIP von 1999 auf 2000 gewachsen? Errechnen Sie den BIP-Deflator für beide Jahre. Wie hoch ist die
Inflationsrate 2000?
Beispiel 2-5.
Aus der Zeitschrift The Economist konnte man im September 2001 entnehmen, daß das Preisniveau in Japan im
Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % gesunken ist. Das nominelle BIP sank vom ersten Quartal 2000 auf das erste
Quartal 2001 um 0,3 %. Wenn wir annehmen, daß die obige Preisentwicklung auch für den Zeitraum vom
ersten Quartal 2000 bis zum ersten Quartal 2001 zutraf, wie hoch war dann näherungsweise das Wachstum des
realen japanischen BIPs?
Beispiel 2-6.
Welcher der folgenden Punkte trägt nicht zum österreichischen Bruttosozialprodukt bei?
A.
Miete, die Sie an Ihr Studentenheim bezahlen.
B.
Kauf einer österreichischen Tageszeitung.
C.
Das Einkommen, das ein österreichischer Spezialist der OMV in Pakistan verdient.
D.
Erwerb einer Aktie der Telekom Austria.
E.
Kauf eines Zugtickets von Linz nach Wien.
Beispiel 2-7.
Die folgende Tabelle enthält Daten für das nominelle BIP und den BIP-Deflator für Großbritannien von 1996 bis
2000. Errechnen Sie daraus die Werte für das reale BIP (durch Deflationierung des nominellen) und dessen
Wachstum. Um wieviel % ist das reale BIP von 1996 bis 2000 gewachsen?
1996
1997
1998
1999
2000
Nominelles BIP
Mrd. Pfund
BIP-Deflator
741,68
788,47
825,53
856,07
895,45
124,91
128,32
131,32
134,66
137,67
Beispiel 2-8.
Rechnen Sie die folgende Reihe für den Verbraucherpreisindex (Basisjahr 1986) so um, daß 1996 zum Basisjahr
wird. Sind von einer solchen Transformation die daraus errechenbaren Inflationsraten betroffen? Warum ergibt
sich ein Unterschied zu den Zahlen der VPI96-Reihe aus dem vertiefenden Lehrstoff?
1991
1992
1993
1994
1995
VPI86
113,13
117,68
121,94
125,55
128,37
1996
1997
1998
1999
2000
VPI86
130,75
132,51
133,73
134,48
137,65
Beispiel 2-9.
Für die folgenden Teilfragen bemühen Sie bitte das Java-Applet unter:
http://www.fgn.unisg.ch/eurmacro/macrodata/datamtrx.html.
a) Suchen Sie nach Ländern der Europäischen Union, für die im Jahr 2000 die Exporte niedriger waren als die
Importe.
b) Betrachten Sie die Länder Deutschland, USA und Japan während der 90er Jahre. Welches Land hatte in
diesem Zeitraum das höchste bzw. niedrigste Zinsniveau?
c) Verifizieren Sie für Österreich im Jahr 2000, daß sich das reale BIP zusammensetzt aus Konsum +
Investitionen + Staatsausgaben + Exporte – Importe. Sind diese Größen nominell oder real angegeben? Wie
groß sind der Anteile dieser Größen am BIP?
Beispiel 2-10.
Beschäftigen Sie sich weiter mit der unter Beispiel 2-9 angeführten Datenmatrix. Auch im weiteren Verlauf des
Kurses bzw. Intensivierungskurses kann Ihnen das Betrachten von solchen Daten, soweit sie vorhanden sind,
nur nützlich sein. Besonders das Graphik-Tool bietet viele Möglichkeiten der Darstellung. Wenn Sie zB
interessiert sind daran, eine bestimmte Größe als Anteil am BIP darzustellen, erstellen Sie eine Graphik dieser
Größe, klicken "customize" und dann das Kästchen "% of GDP". Oder wenn Sie am Zusammenhang zwischen
zwei Variablen (zB zwischen dem realen BIP und der Arbeitslosenrate) interessiert sind, klicken Sie beide für
eine Graphik an. Für eine optimale Darstellung kann es dann nötig sein, für eine der Variablen "right scale"
anzuklicken bzw. die Wachstumsrate derselben in die Graphik zu zeichnen (beides ist unter "customize"
möglich). Just do it.
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