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Leitfaden XING

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Was ist XING?
XING ist eine Social Media Plattform, die von der deutschen Firma XING AG in Hamburg
betrieben wird.
Social Media: Gesamtheit der digitalen Technologien und Medien wie Weblogs, Wikis,
soziale Netzwerke und Ähnliches, über die Nutzerinnen und Nutzer miteinander
kommunizieren und Inhalte austauschen können.[1]
Im Gegensatz zu den aus den USA stammenden, internationalen Social Media Plattformen
Facebook, die sich eher an Verbraucher richtet, und LinkedIn, die im Business-Umfeld agiert, ist
XING überwiegend im deutschsprachigen B2B-Umfeld aktiv und bekannt.
Social Media
Plattform
Facebook
Ausrichtung
Anzahl Mitglieder
International
Über 800 Millionen
LinkedIn
International
XING
D-A-CH
Über 200 Millionen
Über 6 Millionen im deutschsprachigen Raum und rund
[4]
14 Millionen international
[2]
[3]
Nach eigenen Angaben ist XING das wichtigste Business-Netzwerk in Deutschland. Die Firma
[5]
wurde 2003 unter dem Namen openbc gegründet und 2006 in XING umbenannt . Zugang zu
XING hat im Grunde jeder, der eine E-Mail-Adresse vorweisen kann. Bei der Registrierung
müssen lediglich Name, Vorname, E-Mail-Adresse und ein frei wählbares Kennwort für die
Anmeldung angegeben werden. Allein notorisch bekannten Spammern wird eine Mitgliedschaft
verweigert.
D-A-CH: Zusammenfassender Begriff für Deutschland, Österreich, Schweiz (nach dem
Länderkennzeichen)
Spam (englisch): Unerwünscht zugesandte E-Mail zu Werbezwecken.[6]
B2B, Business-to-Business (englisch): Handel zwischen Unternehmen, besonders im
Internet[1]
Wiki: Sammlung von Informationen und Beiträgen[1]
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
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XING-Funktionen im Überblick
Die wichtigste XING-Funktion ist das Profil. Dieses wird als persönliches Profil und
Unternehmensprofil angeboten und enthält die Kerndaten und Fakten zum Mitglied
beziehungsweise zum Unternehmen. Jedes Mitglied kann sein persönliches Netzwerk über
Kontakte erweitern und verwalten. Weiterhin bietet XING über 50.000 Gruppen mit ganz
unterschiedlichen Schwerpunkten an, die jeweils von einem oder mehreren Moderatoren
inhaltlich verwaltet werden.
Für die Kommunikation untereinander kann die PN genutzt werden, mit der Nachrichten über
die XING-Plattform an andere Mitglieder versandt werden können.
PN (Persönliche Nachricht): Funktion zum Versenden von Nachrichten an einen oder
mehrere Kontakte innerhalb von XING.
Persönliche Begegnungen finden mittels Veranstaltungen, den Events, statt. Hierzu kann der
Veranstalter alle Personen in der von ihm moderierten Gruppe oder alle beziehungsweise
selektiv Personen aus seinem Netzwerk einladen.
Erwähnenswert ist ebenfalls die Microblogging-Funktion Neuigkeiten, mit der man aktuelle
Statusmitteilungen, Links und mehr auf seinem Profil bereitstellen kann.
Link (Kurz für Hyperlink, englisch): Stelle auf einem Bildschirm, die durch Anklicken zu
weiteren Informationen führt.[6]
Microblogging: Form des Bloggens, bei der die Benutzer kurze, SMS-ähnliche
Textnachrichten veröffentlichen können.[7]
Die wichtigsten XING-Funktionen im Überblick:
Funktion
Profil (Person)
Profil
(Unternehmen)
Kontakt
Beschreibung
Lebenslauf einer Einzelperson mit
Angaben zur Ausbildung,
Mitgliedschaften, Hobbys und
Aktivitäten
Name, Adresse und Beschreibung
eines Unternehmens mit Logo
Gespeicherte Verknüpfung zu einem
anderen XING-Mitglied
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
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Ergänzender Hinweis
XING-Mitglieder müssen über 18
sein und ein authentisches Profil
hinterlegen.
Sofern der Name des Unternehmens
im Profil der Mitarbeiter konsistent
angegeben wurde, wird automatisch
eine Mitarbeiterliste generiert.
Die eigenen Kontakte können zur
einfacheren Verwaltung mit
Schlagwörtern versehen werden.
Funktion
Gruppe
Beschreibung
Zusammenschluss von
Interessensgruppen in einem
separaten Bereich. Dieser ist nach
Themen geordnet. Zu jedem Thema
können Beiträge verfasst und von
anderen Mitgliedern kommentiert
werden.
(Co-) Moderator
XING-Mitglied, das eine Gruppe
inhaltlich pflegt und verwaltet,
indem es auf wichtige
Informationen aufmerksam macht
und für einen reibungslosen Ablauf
sorgt
Persönliche Nachricht, die direkt
zwischen XING-Mitgliedern
ausgetauscht wird
Veranstaltung, die über XING
verwaltet wird. Dies können alles
von Stammtischen, Seminaren,
Messen über Freizeittreffen zu
Visitenkartenpartys sein.
Microblogging-Funktion, mit der
sich Statusinformationen, Links,
Stellenanzeigen oder Umfragen auf
dem eigenen Profil veröffentlichen
lassen
PN
Event
Neuigkeiten
Ergänzender Hinweis
Gruppen können von jedem Mitglied
gegründet werden. Die Inhalte
umfassen von Technologien,
Märkten, Weiterbildung und Karriere
über geographische Orte bis zu
Hobbys und Sport. Interessante
Themen daraus können Sie
abonnieren.
Moderatoren haben erweiterte
Rechte in Bezug auf ihre Gruppe, sie
können beispielsweise Beiträge
löschen und verschieben. Die
Moderatorentätigkeit erfolgt
unentgeltlich.
Premium-Mitglieder dürfen auch an
Mitglieder schreiben, die nicht zu
ihren Kontakten gehören.
Besonders gern wird dieses Format
von XING-Regionalgruppen oder
lokalen Gemeinschaften
(Communities) genutzt.
Diese kurzen Mitteilungen können
von anderen Mitgliedern abonniert,
kommentiert und weiterempfohlen
werden.
XING erweitert und verbessert laufend die Funktionalitäten und bezieht die Mitglieder, die sich
dafür eingetragen haben, beim Ausprobieren mit ein.
Was kostet XING?
Die Basismitgliedschaft ist kostenlos. Die Premium-Mitgliedschaft für Personen kostet circa
70 Euro im Jahr und bietet zusätzliche Funktionalitäten wie erweiterte Mitgliedersuche, Senden
von Dateianhängen und Erweitern des Profils um Dateien und Referenzen. Die erwähnten
Grundfunktionen sind in der Basismitgliedschaft bereits enthalten. Auch eine Basisversion des
Unternehmensprofils mit Adresse, beschreibendem Text und Logo ist kostenfrei.
Darüber hinaus bietet XING kostenpflichtige Sonderfunktionen für bestimmte Zielgruppen, wie
Stellenanzeigen und Projektausschreibungen sowie ausführliche Unternehmensprofile,
außerdem das Schalten von Werbeanzeigen als Banner oder Ähnlichem.
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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Social Media Anwendungen wie XING bieten zwar eine kostenlose Plattform für die
Öffentlichkeitsarbeit, das Engagement kann sich aber als unerwartet zeitintensiv herausstellen.
Wie bei der klassischen PR sind eine gewisse Kontinuität und Nachhaltigkeit im Auftritt
entscheidend. Bei Social Media kommt die zweiseitige Kommunikation hinzu, was unter
Anderem bedeutet, dass eine kürzere Reaktionszeit erwartet wird. Dadurch können aus der
täglichen Überprüfung der Nachrichten und Forenbeiträge und der sich daraus ergebenden
Diskussion, sowie dem Lancieren eigener Artikel, kalkuliert mit dem internen Stundensatz des
eingesetzten Mitarbeiters, schnell Kosten in vier- bis fünfstelliger Höhe im Jahr entstehen.
PR (Public Relations, englisch): Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege[6]
Was bringt mir XING?
In kurzen Worten gefasst: Information - Präsentation - Kommunikation.
Information: Sie können sich informieren über Personen wie Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter
oder Bewerber, Trends und das Marktgeschehen – Wissenswertes, das in Gruppen ausgetauscht
wird. Für die Informationen genügt ein Blick in das Profil der betreffenden Person (oder des
Unternehmens), in den Gruppen kann man die Diskussionen verfolgen oder sich selbst
beteiligen und erhält kurzfristig Reaktionen. Man kann die Neuigkeiten interessanter Personen
abonnieren. Diese werden dann auf der eigenen XING-Startseite angezeigt. Dadurch erfahren
Sie beispielsweise, ob sich Ihr Ansprechpartner beruflich verändert hat. Oder man abonniert in
einer Gruppe Themen von Interesse und lässt sich auf den Verteiler für die Gruppennewsletter
setzen.
Newsletter (englisch): Regelmäßig erscheinender Internetbeitrag; regelmäßig zu beziehende
elektronische Post[6]
Präsentation: Das Profil bietet die Möglichkeit, sich als Person oder Unternehmer mit den
wichtigsten Angaben zu präsentieren. Mit den Rubriken "Ich suche" und "Ich biete" können
Fähigkeiten (für die Jobsuche) oder Leistungen (für Freiberufler) stets aktuell gehalten werden.
Über die hier angegebenen Begriffe ist auch eine Mitgliedersuche möglich.
Kommunikation: Vereinfachte Kontaktaufnahme, indem man das Profil eines Mitglieds aufruft
und dieses zu seinen Kontakten einlädt. Alternativ kann man diesem Mitglied direkt eine PN
schicken, ohne seine E-Mail-Adresse zu kennen. Öffentliche Kommunikation findet innerhalb der
Gruppen statt, sofern der Moderator die Beiträge auf sichtbar gestellt hat. Je größer und aktiver
die Gruppe, desto wahrscheinlicher ergibt sich daraus eine interessante Diskussion.
Kontakte zu pflegen ist und bleibt das Allerwichtigste, um neue Kunden und Aufträge zu
generieren. Dabei kommt dem persönlichen Kontakt nach wie vor maßgebliche Bedeutung zu.
Nach meiner Erfahrung vergehen von der Kontaktaufnahme bis zu einem Auftrag etwa zwei bis
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
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drei Jahre. Es kann sich aber auch aus einem gezielten Erstkontakt bereits eine Beauftragung
ergeben.
Für welche Unternehmen lohnt sich XING?
Um den bestmöglichen Nutzen aus einer XING-Mitgliedschaft zu ziehen, sollten diese drei
Faktoren gegeben sein:

Kundenart: B2B-Geschäft

Branche Ihrer Kunden: Dienstleistungen, Industrie, Medien, Beratung, IT-Sektor [4]

Einzugsgebiet: Deutschlandweit
Abbildung 1: Nutzen durch XING nach Faktoren.
Für die IT- und Marketingbranche ist es ein Muss, auf XING aktiv zu sein. Täglich werden im
Freiberufler (Cloudsters) Projektmarkt über 100 neue IT-Projektangebote eingestellt. Die Engineering- und Finance-Branchen werden im B2B-Bereich ebenfalls stark nachgefragt. Wenn die
Dienstleistung deutschlandweit oder im Home Office erbracht werden kann, sind die Chancen
höher, entsprechend wahrgenommen zu werden. KMUs (Handwerker, Dienstleister und
Handelsbetriebe) mit Endkundenkontakt, die ein lokales Einzugsgebiet haben, können von der
gezielten Suche nach Ort oder Postleitzahl profitieren. Aus Produktionsbetrieben, Hochschulen
[4]
und der Tourismusbranche sind wenige Personen auf XING vertreten.
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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Es ist zunehmend zu beobachten, dass potentielle, insbesondere jüngere Kunden nicht mehr die
Branchenbücher zu Rate ziehen, sondern mit Suchmaschinen im Internet gezielt nach regionalen
Händlern und Dienstleistern suchen. Insofern kann es von Vorteil sein, die Platzierung der
eigenen Homepage in den Suchmaschinen mittels Suchbegriffen auf XING und auf weiteren
Social Media Plattformen zu verbessern.
Dass Social Media Plattformen überwiegend von jüngerem Publikum genutzt werden, trifft für
XING im geringeren Maße zu, denn laut XING-Mediadaten ist der typische Nutzer zwischen 20
und 49 Jahre alt.
Beispiel: Analyse des Cloudsters Projektmarkt nach Branchen
Exemplarisch: Freiberufler (Cloudsters) Projektmarkt, größte Gruppe auf XING mit über 150.000
Mitgliedern. Analyse der Projektangebote und -gesuche nach Anzahl und Branchen (Stand:
Oktober 2013).
Abbildung 2: Projektangebote und -gesuche im Cloudsters Projektmarkt nach Branchen
Wie kann ich auf mich/meine Firma aufmerksam machen?
Ob aus den Präsentations- und Kommunikationsmöglichkeiten tatsächlich Geschäftsabschlüsse
entstehen, hängt von vielen Faktoren ab. Direkt Kontakte zu knüpfen oder Veranstaltungen zu
besuchen, liegt nicht jedem. Extravertiertheit ist auf jeden Fall von Nutzen, dagegen ziehen es
zurückhaltende Persönlichkeiten vielleicht vor, mit einem interessanten Profil und hoher Aktivität
in Form von Neuigkeiten und Gruppenbeiträgen auf sich aufmerksam zu machen.
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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Das Profil sollte aussagekräftig sein und ein gutes Foto enthalten. Dabei sind Informationen zu
Ihrem Abschluss, Ihrem Werdegang und Ihrer Position wichtig, für Freiberufler können
Kundennamen und erworbene Qualifikationen an deren Stelle treten. In der Rubrik "Ich biete"
können Sie Ihre Fähigkeiten auflisten und welche Leistungen Sie aktuell anbieten. In der Rubrik
"Ich suche" können Sie freie Kapazitäten oder gegebenenfalls Stellenangebote bekanntgeben.
Der Bereich "Portfolio" bietet die Möglichkeit, Ihre Persönlichkeit herauszustellen und alle
Informationen unterzubringen, die über die Standardrubriken hinausgehen.
Sinnvoll ist, sich geeignete Gruppen herauszusuchen, dort Beiträge einzustellen und an
Diskussionen teilzunehmen. Damit geben Sie anderen Mitgliedern die Gelegenheit, etwas über
Ihre Person und Ihre Leistungen zu erfahren und können außerdem mit potentiellen Kunden
direkt in den Dialog treten. Unkommentiertes Einstellen von Presseinformationen wird allerdings
von den anderen Mitgliedern nicht unbedingt geschätzt. Das Motto lautet hier Dialog, nicht
Monolog.
Um neue Kontakte zu knüpfen, eignen sich XING-Events. Diese werden in der Regel von
Gruppenmoderatoren ausgerichtet und ermöglichen zwangloses Kennenlernen von Mitgliedern
untereinander. Über die Grenzen von München hinaus bekannt sind die Rotating Dinners der
Gruppe "XING Community München": Nach jedem Gang werden die Tische gewechselt und wie
bei einer Art Business-Speed-Dating kann man an einem einzigen Abend viele interessante neue
Menschen kennenlernen. XING-Events ermöglichen es darüber hinaus jedem Veranstalter,
Mitglieder direkt zu Seminaren, Kursen oder auch nicht-kommerziellen Terminen einzuladen.
Speed-Dating (englisch): Veranstaltung, bei der verschiedene Beziehungs- oder
Geschäftspartner in kurzbemessenen Zyklen aufeinander treffen und sich schnell, effizient
und unverbindlich gegenseitig kennenlernen können.
Überlegungen für die Praxis
"Von den traditionellen Massenmedien, wie Radio, Fernsehen oder Zeitungen, unterscheiden
sich die Sozialen Medien dadurch, dass sie ausschließlich online-basiert sind und eine
Vernetzung der Teilnehmer untereinander ermöglichen. Sei es, indem man Kontakte bestätigt
(XING) oder so genannte „Follower“ sammelt (Twitter). Zudem sind Soziale Medien einfach
zugänglich, zu geringen Kosten erhältlich und vergleichsweise unkompliziert für die
Veröffentlichung und Verbreitung von Inhalten einsetzbar. Das niedrigschwellige Angebot führt
in den meisten Fällen zunächst zu einem ‚learning by doing‘."
[8]
Um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen, empfiehlt es sich deshalb, nach der ersten
spontanen Anmeldung und dem oberflächlichen Ausprobieren der Funktionen erst eine
geeignete Strategie zu entwickeln.
learning-by-doing (englisch): Lernen durch unmittelbares Anwenden[6]
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
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Dabei sollten die folgenden Fragen im Vordergrund stehen:
Ist meine Zielgruppe dort anzutreffen? (Statistische Auswertungen über XING-Mitglieder

[4]
erhalten Sie im Medienleitfaden von XING )

Sind Multiplikatoren dort, die mich weiterbringen können?

Liegt es mir, mich oder meine Firma auf diese Weise zu präsentieren? Was möchte ich über
mich preisgeben?
Was möchte ich erreichen? Mehr Klicks, mehr Präsenz, mehr Abschlüsse? Mit welchen

Mitteln kann ich das erreichen?
Bin ich willens und in der Lage, mein Profil kontinuierlich zu pflegen und in meinen

Aktivitäten nachhaltig zu bleiben?

Bin ich für den direkten Dialog mit meiner Kundschaft – oder dem Mitbewerb – gerüstet?

Kann ich mit den Gegebenheiten des Mediums (Internet) und der Community
(unverbindliche Kontakte) umgehen?
Wie viel Zeit und Geld möchte ich für Social Media Plattformen aufwenden?

In diesem Zusammenhang kann es sinnvoll sein, einen Social-Media-Leitfaden für Ihre
Mitarbeiter herauszugeben, in dem Sie festlegen, wie sie in XING auftreten sollen – zum Beispiel
mit der korrekten Nennung der Firmierung im Profil. Das unterstützt Sie dabei, ein stimmiges
Bild Ihres Unternehmens nach außen zu vermitteln.
Community (englisch): Gemeinschaft, Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen,
Wertvorstellungen; besonders die Nutzer des Internets[6]
4- Stufen-Einstiegsplan für die Nutzung von XING
Um XING kennenzulernen und zu ermitteln, ob die Nutzung für Sie sinnvoll ist, können Sie
verschieden abgestufte Aktivitäten durchführen.
Stufe
1
Bezeichnung
Anlegen eines Profils
2
Beitritt zu einer Gruppe,
Veröffentlichung von
Beiträgen, Blogging
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
Ergänzende Hinweise
Über das Profil können Sie sich erst einmal präsentieren
und die XING-Funktionalitäten kennenlernen. Mit
Einbindung von Suchbegriffen in Ihrem Text sorgen Sie
dafür, dass Sie von anderen Mitgliedern gefunden
werden.
Mit dem Beitritt zu einer Gruppe erhalten Sie ein Forum,
in dem Sie Ihre Themen positionieren und an Gesprächen
teilnehmen können.
Über Statusmeldungen können Sie darüber hinaus immer
wieder punktuell Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
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Stufe
3
Bezeichnung
Knüpfen von Kontakten
und Teilnehmen
an/Organisieren von
Events
4
Moderation einer
Gruppe
Ergänzende Hinweise
Durch den Besuch anderer Profile wird vielleicht ein
Kollege oder ein interessanter möglicher Geschäftspartner
ersichtlich, dem Sie dann eine Kontaktanfrage senden
können.
Mit der Teilnahme an Events haben Sie Gelegenheit,
andere XING-Mitglieder persönlich kennenzulernen. Sie
können auch selbst Events einstellen.
Die Königsdisziplin. Es besteht die Möglichkeit, sich
entweder in einer bestehenden Gruppe zum (Co-)
Moderator ernennen zu lassen oder selbst eine Gruppe zu
gründen. Nicht zu unterschätzen ist der beachtliche
Aufwand, eine Gruppe aufzubauen und zu pflegen, deren
Mitglieder zu betreuen und die Gruppe dauerhaft so
interessant zu gestalten, dass sie lebendig bleibt und ihr
weitere Mitglieder beitreten.
Blog (englisch, Kurzform von Weblog): Tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche
Webseite[6]
Datenschutz und Privatsphäre
XING bietet umfangreiche Mittel an, die eigene Privatsphäre zu schützen. Dies betrifft

die Veröffentlichung Ihres Profils bzw. Ihrer persönlichen Daten,

den Umgang mit Kontakten,

die Verknüpfung zu anderen Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter und

die Benachrichtigungsfunktionen von XING.
Sie können einzelne Persönliche Daten unsichtbar schalten, zum Beispiel Ihre Kontaktdaten
oder Ihr Geburtsjahr. Weiterhin Ihre Aktivitäten, Ihre Gruppenzugehörigkeit(en) und Ihre Liste
von Kontakten. Die Freischaltung von bestimmten persönlichen Daten ist sogar dediziert pro
Besucher möglich.
Dann können Sie grundsätzlich einstellen, ob Ihr Profil und Ihre Beiträge auch in
Suchmaschinen auffindbar sein sollen. Falls nicht, sind diese ausschließlich angemeldeten
XING-Mitgliedern zugänglich. Gruppen haben darüber hinaus für Beiträge eigene
Freischaltungen. Diese sind: lesbar für "alle", "nur XING-Mitglieder", "nur Gruppenmitglieder".
Sie können bestimmen, ob Sie grundsätzlich PNs erhalten möchten und ob Ihre Kontakte über
Ihre einzelnen Aktivitäten informiert werden sollen. (Als "Aktivitäten" werden Änderungen an
Stammdaten, Kontakten, Teilnahme an Events und so weiter bezeichnet.)
Möchten Sie den Zugriff auf Ihre Daten durch andere Anwendungen (zum Beispiel mobile Apps
für das Smartphone) verhindern, ist es möglich, dies in Ihren Einstellungen individuell zu steuern.
Grundinformationen zur XING-Nutzung
Bettina Zastrow, 14.01.2014
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Über Newsletter, Einladungen, Kontaktanfragen und PNs sowie weitere Informationen, die auf
XING für Sie eingehen, können Sie sich per E-Mail informieren lassen.
Netiquette und Insider-Tipps
Sie müssen kein Social Media Experte sein, um erfolgreich mit Social Media Plattformen zu
arbeiten. Hier finden Sie ein paar hilfreiche Tipps:
Was Sie
tun
sollten
(Dos)
Was Sie
lassen
sollten
(Don'ts)
Aussagefähiges Profil einstellen und aktuell halten
Ansprechendes und aktuelles Foto im Profil verwenden
Schlagwörter im Profil einbauen
Interessante Artikel schreiben
Regelmäßig bloggen
Kundennutzen stiften
Authentische und klare Aussagen treffen
Zeitnah reagieren
Zitierfähig bleiben
Beiträge mit Presseinformationen oder Werbung einstellen
Sich provozieren lassen, beleidigend werden
Jammern, klagen, lästern, Personen belästigen oder angreifen
Trollen
Spammen
Darüber hinaus gelten folgende Empfehlungen:

Achten Sie darauf, was Sie persönlich über sich preisgeben. Das Internet vergisst nichts.

Verzichten Sie bei vertraulichen Inhalten auf PNs.

Verhalten Sie sich bei negativen Äußerungen anderen gegenüber neutral.

Schützen Sie Daten Dritter vor Missbrauch, zum Beispiel bei der Veröffentlichung von
Referenzen mit kompletten Kontaktdaten.

Holen Sie vor der Verwendung fremder Inhalte die Erlaubnis des Rechteinhabers
beziehungsweise der abgebildeten Person ein.
Netiquette (englisch), Zusammenziehung von "Net" und "Etiquette": Gesamtheit der
Kommunikationsregeln im Internet[6]
Troll (englisch, Internet-Umgangssprache): Eine Person, die die Kommunikation im Internet
fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die
sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen
sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen[7]
Dos and Don'ts (englisch): Verhaltensregeln[6]
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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Welche Risiken birgt die Verwendung von Social Media?
Bei klassischen Werbemitteln wie Zeitungsanzeigen oder TV-Werbespots findet die
Kommunikation nur in eine Richtung statt: Die Botschaften werden vom Sender zum Empfänger
übermittelt. Die Rückmeldung erfolgt, wenn überhaupt, nur indirekt, beispielsweise über die
Verkaufszahlen. Im Gegensatz dazu entspricht die Kommunikation auf Social Media Plattformen
einer Unterhaltung. Da Social Media Plattformen ausschließlich im Internet existieren, kommt
eine gewisse zwischenmenschliche Distanz und Unverbindlichkeit in der Kommunikation hinzu.
Die Kontakte sind oft zahlreicher, aber weniger eng.
Geschriebene Kommunikation unterscheidet sich im Charakter von der gesprochenen, da die
stimmliche, mimische und gestische Rückmeldung des Gegenübers fehlt und die Texte dadurch
gegebenenfalls anders interpretiert werden, als es der Autor beabsichtigt hat. In Kombination
mit der (vermeintlichen) Anonymität und dem Herdenphänomen kann eine sachlich unschuldige
Botschaft als Angriff missverstanden werden und einen Shitstorm entfachen, indem in kurzer
Zeitabfolge wütende Kommentare von mehreren Personen veröffentlicht werden.
Shitstorm (englisch): Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des
Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht.[1]
Hier empfiehlt es sich, schnell und besonnen zu reagieren: Zunächst sollten Sie versuchen, den
Wind herauszunehmen, bis sich der Sturm gelegt hat, und dann klar, aufrichtig und ernsthaft
darauf antworten. Denn erzürnte Kunden können wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der
Produkte, Dienstleistungen und dem Kundenservice beitragen.
Das Risiko eines Shitstorms ist in XING aber vergleichsweise gering, da jeder Beitrag mit vollem
Namen des Autors versehen ist.
Fazit
Das Engagement auf einer Social Media Plattform ist vergleichbar mit der Anmietung eines
Schaufensters in der Fußgängerzone: Es wird nicht sofort zu einem Kundenansturm kommen,
sondern dieses "Schaufenster" trägt zur Präsenz bei. Je interessanter es gestaltet ist, je mehr
Nutzen es für den Kunden bietet und je stärker Bewegung sichtbar wird, desto eher wird es
wahrgenommen.
Es gilt die gleiche Regel wie für andere Unternehmensauftritte: Existiert eine Präsenz auf XING,
ist es erforderlich, diese kontinuierlich zu pflegen, denn ein veraltetes Profil ist nutzlos oder
kann sogar dem Image schaden.
Dennoch ist genau abzuwägen, wie viel Zeit und Geld für diese Präsenz investiert wird. Dabei ist
es entscheidend, den Kosten-Nutzen-Faktor im Blick zu haben und sich daran zu orientieren.
Einmal auszuprobieren lohnt sich in jedem Fall. Sie haben stets die Wahl, ob Sie

Ihr Profil nutzen, um Besucher auf Ihre Homepage zu locken,
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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
Ihre Kontakte verwalten,

Informationen abrufen und das Marktgeschehen verfolgen,

Lieferanten und Mitarbeiter suchen,

Ihr Netzwerk über Kontakte Ihrer Kontakte erweitern,

Marktforschung betreiben, indem Sie zu Rückmeldungen zu Ihren Produkten und
Dienstleistungen auffordern,

Veranstaltungen besuchen oder organisieren, oder

XING aktiv als zusätzliche strategische Kommunikations- und Marketingplattform nutzen.
"Web 2.0 Werkzeuge können wie traditionelle Werbung eingesetzt werden: Konsumenten
davon zu überzeugen, die Produkte oder Dienstleistungen einer Firma zu kaufen. Zum Beispiel
kann eine Führungskraft einen Blog schreiben, der die Waren des Unternehmens hoch lobt. Aber
wer so vorgeht, hat den Grundgedanken von Web 2.0 nicht verstanden. Stattdessen sollten die
Unternehmen diese Werkzeuge nutzen, um die Konsumenten einzubeziehen, indem sie sie dazu
auffordern, an marketingbezogenen Aktivitäten teilzunehmen: An der Produktentwicklung über
Rückmeldungen bis hin zum Kundenservice."
[9]
Über die Autorin
Die staatlich geprüfte Informatikerin Bettina Zastrow ist seit 1989
selbstständig als Technische Autorin tätig. 2011 gründete sie die
Zastrow information development GmbH. Ihr Fachgebiet ist das
Erstellen von Softwaredokumentationen. Seit ihrer Zusatzqualifikation
zum Requirements Engineer (CPRE) und zur Datenschutzbeauftragten
(IHK) wird ihre Expertise verstärkt im Demand Management für
Redaktionssysteme, der Beratung für die Planung, Erstellung und
Optimierung von Dokumentation sowie Document Lifecycle
Management nachgefragt. Zu ihren Kunden zählen Bosch
Bettina Zastrow
Sicherheitssysteme, die Daimler AG, Fujitsu Technology Solutions, IBM
Deutschland, die MAN Truck & Bus AG und Océ-Deutschland.
Seit 2009 ist sie einer der Moderatoren des Freiberufler (Cloudsters) Projektmarktes. Dieser ist
mit über 150.000 Mitgliedern und über 370.000 Beiträgen die größte Gruppe auf XING.
Quellen:
[1]
Duden, www.duden.de
[2]
Facebook, www.facebook.com
[3]
LinkedIn, www.linkedin.com
[4]
XING Mediadaten, xing_mediadaten_de_201301.pdf, www.xing.com → Produkte & Angebote
→ Werben
[5]
ADENION GmbH, 2013, "Xing für Unternehmen: Erfolgreich zu neuen Kunden und Kontakten"
[6]
Duden 2009
[7]
Wikipedia, de.wikipedia.org
Grundinformationen zur XING-Nutzung
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Seite 12
[8]
profirma, "Dialog statt Information", Gerlinde Küsel, 01.12.2010
[9]
Wall Street Journal Online, "The Secrets of Marketing in a Web 2.0 World", Salvatore Parise,
Patricia J. Guinan und Bruce D. Weinberg, online.wsj.com, 15.12.2008
Die genannten Marken und Warenzeichen gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Alle
Schutzrechte werden anerkannt.
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