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FREI WILLIGE was sonst? - Franz Klammer

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Jahrgang 37
Nr. 428
Februar 2011
FREI
WILLIGE
was
sonst?
FEB. 2011
“Freiwillige - was sonst!”
Es ist schön, wenn Menschen
anpacken, wenn sie nicht auf die
Zeit schauen und dann auch
noch nach einem Händeschütteln
müde lächelnd nach Hause
gehen.
Es war schön, man hat geholfen,
es war eine gute Gemeinschaft,
man hatte Spaß daran und dann
sagt man noch so beiläufig:”Na,
und wenn ihr wieder jemanden
braucht, dann sagt es, ich helfe
euch gerne!”
Wenn die vielen Freiwilligen
nicht wären, dann könnte so
manches Gemeinwesen längst
zusperren, ich denke an die
Sanitäter, die Freiwillige Feuerwehr, den Musikverein und vieles andere. Die vielen kulturellen
Aktivitäten wären wohl sehr eingeschränkt oder gar nicht zu
denken.
Wie aber könnte unsere Pfarre
ohne die vielen Freiwilligen
zurecht kommen. Wie viele
Menschen packen im Laufe des
Jahres selbstverständlich mit an
und ermöglichen so verschiedenste Dinge.
Ministranten versehen ihren
Dienst am Altar - wie sehr geht
uns die große Schar der Minis
ab. Lektoren, Kommunionspender und Sänger, die zur Vielfalt
des Gottesdienstes beitragen sind
uns selbstverständlich geworden
und doch könnten wir viele neue
Gesichter vertragen.
Die vielen Veranstaltungen, die
das Pfarrleben beleben, sind
ohne die vielen Freiwilligen
nicht zu denken.
Wieviele Frauen und wohl auch
Männer sind tätig, um einen
Pfarrkaffee zu bewerkstelligen.
Wird dadurch nicht die Gemeinschaft in der Pfarre belebt?
Wie schön ist es sich an einem
Nachmittag zu unterhalten, ob
das nun bei den Senioren oder
im Rahmen einer Theaterveranstaltung ist - haben sie schon
einmal daran gedacht, wie viele
2
Pfarre Neidling informiert
Menschen da mit Hand anlegen?
Wir erfreuen uns daran und
übersehen oft wieviele Stunden
an Arbeit investiert werden.
Ich denke an die vielen Gruppen
in der Pfarre, ob das nun die
Jungschararbeit, die Vorbereitungsgruppen auf die Sakramente (wie Erstkommunion und Firmung) sind - es tut sich etwas.
Es entsteht Gemeinschaft, es
wird Glaube vertieft oder eine
Vertiefung zumindest angeboten
und es geschieht auch Weitergabe im Glauben.
Wie viele Männer und Frauen
haben in den letzten Monaten
bei der Renovierug des Pfarrheimes mitgewirkt und damit einen
wichtigen Beitrag an der
Gemeinschaft geleistet, aber
auch dazu beigetragen, dass sich
die Pfarre in den nächsten Jahren
Kosten (Energie) erspart.
Es sind viele Dinge, die man
nicht sieht - wer weiß schon wer
jeden Tag die Pfarrkirche aufund zusperrt, wer sich um einen
schönen Schmuck in der Kirche
sorgt, wer ist da, wenn die
Glocken streiken oder die Elektrik in der Pfarrkirche verrückt
spielt.
Wie von selbst funktioniert der
Vorbeterdienst in den Ortschaften oder wird das Herbergsuchen
in den Ortschaften durchgeführt
oder zum gemeinsamen Gebet
eingeladen.
Es sind viele kleine Dinge, die
da Tag für Tag geschehen. Da ist
jemand bereit, dass die Nachbarin zur Kirche gebracht wird
oder dass die Kirchenblätter,
Pfarrblätter etc. in die Häuser
gebracht werden und das Woche
für Woche ...
Sind das nicht viele tolle Dinge
(kleine oder große), die hier
geschehen und Gemeinschaft in
der Pfarre ermöglichen?
Und ich möchte, die nicht vergessen, die sich Zeit zum Gebet
nehmen(in der Kirche, zu Hause,
am Krankenbett), die die Hl.
Messe besuchen und damit auch
für eine spirituelle Bindung und
Vertiefung unserer Pfarre sorgen.
Unsere Pfarre darf nicht nur existieren, es muss auch ein guter
Geist herrschen, der Gemeinschaft ermöglicht und dazu
beiträgt, dass sich Menschen
wohl und zu Hause fühlen.
Danke, wenn Sie spüren, wie
jeder von Ihnen in einer solchen
Gemeinschaft wichtig ist. Wichtig, weil sie mithelfen, dass sich
hier zu Hause und getragen wissen. Unsere Mitte aber ist Christus, die Liebe zu ihm trägt uns
und hält uns zusammen.
Sepp Scheuch
FEB. 2011
29.
Samstag
16 Uhr Rosenkranz
30.
Sonntag
4. Sonntag im Jahreskreis
8 Uhr und 10 Uhr hl. Messe
Vorschau Februar 2011
2.
Mittwoch
Fest der Darstellung des Herrn,
19 Uhr Kirchenchorprobe
Hl. Blasius
3.
7 Uhr Kindermesse
Donnerstag 19 Uhr Elternabend Firmung
4.
Freitag
18 - 19 Uhr Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten (Wir beten, dass die Identität der Familie geachtet und ihr unersetzbarer Beitrag zum Wohl der ganzen Gesellschaft anerkannt wird.)
5.
Samstag
Hl. Agatha
16 Uhr Rosenkranz
6.
Sonntag
5. Sonntag in der Jahreskreis
8 Uhr Hl. Messe, 10 Uhr Hl. Messe
nach den Hl. Messen wird der Blasiussegen erteilt
11.
Freitag
Unsere liebe Frau von Lourdes
12.
Samstag
16 Uhr Rosenkranz
19 Uhr Jugendmesse
13.
Sonntag
6. Sonntag im Jahreskreis
8 Uhr Hl. Messe
10 Uhr Familienmesse
14.
Montag
Hl. Valentin von Terni
Schenken Sie Aufmerksamkeit und Freude!
15.
Dienstag
19 Uhr Kirchenchorprobe
(alle sind herzlich eingeladen, beim Chor mitzumachen!)
Fest der sieben Gründer des Servitenordens
17.
Donnerstag 7 Uhr Kindermesse
19.
Samstag
16 Uhr Rosenkranz (Wochenendlager der Jungschar!)
17 Uhr Pfarrball im Pfarrheim
20.
Sonntag
7. Sonntag im Jahreskreis
8 und 10 Uhr Hl. Messe - die 2. Messe wird mit Kantorengesang gestaltet!
Pfarre Neidling informiert
3
FEB. 2011
23.
Mittwoch
14,30 Uhr Seniorenfasching
Hl. Matthias, Apostel
24.
Donnerstag 7 Uhr Kindermesse
26.
Samstag
16 Uhr Rosenkranz
27.
Sonntag
8. Sonntag im Jahreskreis
8 Uhr Hl. Messe
10 Uhr Kindermesse mit den Erstkommunikanten
Pfarrkaffee der Ortschaft Afing
Vorschau März 2011
3.
7 Uhr Kindermesse
Donnerstag
4.
Freitag
18 - 19 Uhr Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten (Wir beten, dass der Heilige Geist jenen christlichen Gemeinden und Gläubigen Licht und Kraft schenkt, die in
vielen Teilen der Welt um des Evangeliums Willen verfolgt oder diskriminiert werden.)
5.
Samstag
16 Uhr Rosenkranz
6.
Sonntag
9. Sonntag im Jahreskreis
8 und 10 Uhr Hl. Messe
19.
Sonntag
19. Juni - Das Pfarrfest musste aus organisatorischen Gründen auf den 19. Juni vorverlegt werden - bitte um Verständnis!
Im Nachtclub
ZumThema der moralischen
Erziehung von Kinderndoch
wusste der Meister einmal zu
sagen: “Als ich noch nicht
zwanzig war, warnte mich mein
Vater vor bestimmten Orten in
der Stadt.
Er sagte:”Geh niemals in einen
Nachtclub, mein Sohn!”
“Warum nicht, mein Vater?”
wollte ich wissen.
“Weil du dort Dinge siehst, die
du besser nicht sehen solltest.”
Das weckte natürlich meine
Neugierde, und bei der nächsten Gelegenheit ging ich in
einen Nachtclub.”
Die Schüler fragten: “Und hast
du etwas gesehen, was du nicht
sehen solltest?”
“Natürlich habe ich”, sagte der
Meister. “Ich sah meinen
Vater.”
Zeichen der Hoffnung
Zu Mariä Lichtmess werden die
Kerzen als Lichter der Hoffnung geweiht, um den Menschen Orientierung zu geben.
Unsere Pfarren haben dieses
Fest längst vergessen - vielleicht gibt es deswegen so
wenige, die am Sonntag in die
Kirche finden.
Simon und Fabian ...
schauen einem Brautpaar zu,
das mit großem Gefolge zur
Kirche zieht. “Was meinst du,”
fragt Fabian, “sollen wir die
beiden erschrecken?” - “Au ja”,
sagt Simon, rennt zum Bräutigam und ruft: “Hallo Papa!”
Impressum: Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: R. k. Pfarramt Neidling, Walter Eder-Str.1, 3101 St. Pölten Herstellung: Hausdruckerei der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3101 St. Pölten.
Mitarbeiter: Pfr. Josef Piwowarski, Alois Marchhart, Herta/Franz Klammer, Josef Klammer, Christian Baumgartner, Dr. Gernot Schultes, August Pachschwöll und Sepp
Scheuch. Offenlegung laut § 25 MG:Blattlinie - Informations- und Bildungsschrift der Pfarre. Eigentümer zu 100 % Pfarre Neidling.
4
Pfarre Neidling informiert
FEB. 2011
Jugendmesse
Mit Blumen!
Es muss nicht unbedingt Verliebtheit sein, wenn man zum
Valentinstag und nicht nur an
diesem Tag jemandem, den man
schätzt, Blumen oder Aufmerksamkeit in Form einer Kleinigkeit schenkt.
Jede kleine Aufmerksamkeit,
auch ein höflicher Gruß, sagt
dem anderen, dass ich sie/ihn
und seine Arbeit schätze, dass es
mich freut, sie/ihn zu sehen, mit
ihr/ihm zu sprechen, sie/ihn
zur/m BegleiterIn oder zum/r
FreundIn zu haben.
Da bedarf es also nicht eines
Blumensträußchens, aber es
kann das unterstreichen, was ich
über die/den andere/n denke, für
sie/ihn fühle, für...
Kirchenchorprobe
Jene Gruppe des Kirchenchores,
die die Begräbnisgottesdienste
gestaltet trifft sich am 2. Februar
um 19 Uhr zur Probe.
Blasiussegen
Der traditionelle “Segen” wird
nach den Sonntagsgottesdiensten
am 6. Februar erteilt.
Elternabend
zur Firmung
Eine große Anzahl von jungen
Menschen hat sich zum Firmunterricht angemeldet und damit
zum Empfang des Sakramentes
der Firmung angemeldet. Um
grundliegende Fragen bezüglich
der Firmung zu klären (auch
wann der Firmunterricht stattfinden kann, etc.) soll beim Elternabend am Donnerstag, 3. Februar um 19 Uhr geklärt werden.
Mit dem Ende der Semesterferien laden wir alle Jugendlichen
und Junggebliebenen zur monatlichen Jugendmesse ein:
Natürlich darf sich jeder zur
“Jugendmesse” berufen fühlen ob zum Mitfeiern oder auch Mitgestalten. Es wäre schön mit
einer Gruppe diesen Gottesdienst
zu gestalten.
Samstag, 12. Feb. um 19 Uhr
Familienmesse
Dieser monatliche Gottesdienst
sollte die jungen Menschen zum
Mitfeiern der Sonntagsmesse
einladen. Es sind jeweils ein
paar Elemente der Hl. Messe
kindgerecht gestaltet.
Aber natürlich brauchen die Kinder die Erwachsenen, die mit
ihnen zur Kirche kommen.
Dankbar bin ich dem Team von
jungen Frauen, die sich um die
Gestaltung dieses Gottesdienstes
mühen.
Sonntag, 13. Feb. um 10 Uhr
Wochendlager
der Jungschar
Zu einem spannenden und
abwechslungsreichen Wochenende lädt die Jungschar am 19./20.
Februar. Anmeldeformulare sind
bei den Gruppenleitern erhältlich
oder liegen in der Kirche auf-
Seniorenfasching
Auch mit Siebzig - jünger und
älter darf man einmal richtig feiern! Das Seniorenteam sorgt für
alle Junggebliebenen für einen
abwechslungsreichen Nachmittag. Das sollten Sie sich nicht
entgehen lassen am Mittwoch,
23. Februaer ab 14,30 Uhr.
Kindermesse
Die Vorbereitung auf die Erstkommunion schreitet voran. Die
nächste Kindermesse ist am 27.
Feb. um 10 Uhr. Die Tischmütter
werden die Kinder gut vorbereiten.
Pfarrkaffee
An diesem Sonntag (27. Feb.)
laden die Frauen von Afing zum
Pfarrkaffee ein.
Danke allen Frauen, die sich
immer wieder in den Dienst der
guten Sache stellen. Sie tragen
damit wesentlich dazu bei, dass
sich die Pfarre finanziell über
die Runden bringt.
Danke allen Besuchern!
Pfarrball
Erstmals findet ein Pfarrball
statt zu dem alle herzlich geladen sind. Feiern und Gemeinschaft sollen Jung und Alt erleben. Deshalb wurde der Beginn
am 19. Februar mit 17 Uhr festgesetzt.
Diese Benefizveranstaltung soll die
Pfarrgemeinschaft stärken, aber
es soll auch zur Finanzierung des Pfarrheimes
beitragen.
Also kommen Sie, um
sich zu vergnügen, aber zeigen Sie auch ein großzügiges
Herz.
Für gute Musik und Getränke ist
ausreichend gesorgt. Speisen gibt es von 17.30 - 21 Uhr.
Stürzen Sie sich für einen Abend ins Vergnügen und erfreuen Sie
ihr Herz. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Pfarre Neidling informiert
5
FEB. 2011
Rückblick
Geburtstag
Sternsingen
Die Mädchen und Buben, begleitet von unseren Jungscharverantwortlichen haben zugunsten von Projekten in Guatelmala mehr als
€ 3.300.- ersungen. Danke für euren Einsatz, aber auch Danke allen
SpenderInnen.
Kirchenchor
Nach einer kurzen Winterpause
beginnt der Kirchenchor seine
Probentätigkeit wieder am
Dienstag, 15. Februar 2011 um
19.00 Uhr im Pfarrheim Neidling.
Alle Interessierten sind herzlichst eingeladen, sich unserem
Chor anzuschließen. Wir freuen
uns auf Dich / Sie!!!
Pfarrheimrenovierung
Eine Fortsetzung der Bauarbeiten ist momentan nicht möglich,
doch soll bis zum Theater im
März die “Haustür” des Pfarrheimes ausgetauscht werden.
Bisher wurden über € 7.000.gespendet und dazu jede Menge
Stufen über die Zeiten
betitelte sich die Ausstellung von
Hannelore Mann, die im Pfarrheim Neidling stattfand und
regen Zuspruch erhielt.
Bezirkshauptmann Mag. Josef
Kronister und Bürgermeister
Karl Schrattenholzer lobten das
Engagement der Künstlerin und
eröffneten in Anwesenheit vieler
Freunde und Gäste die Ausstellung. Frau Mann hat den Gewinn
(Spenden und Buchverkauf) von
€ 100,- für die Renovierung des
Pfarrheimes zur Verfügung
gestellt. Danke!
6
Pfarre Neidling informiert
an freiwilligen Arbeitsstunden
geleistet. Danke!
Ihren 85. Geburtstag feierte Maria
Summerer aus Watzelsdorf am
10. Jänner. Zum 80. Geburtstag
dürfen wir Margareta Stern, Watzelsdorf (11.1.), Karl Bühringer
(2.1.) sowie Hilde Kainz (16.1.)
beide aus Flinsbach, gratulieren.
Gertraud Seltenheim (26.1.) aus
Watzelsdorf dürfen wir zum 70.
Geburtstag gratulieren.Herzlichen
Glückwunsch.
Begräbnis
Eva-Maria Hinteregger wurde
am 18. Jänner, begleitet von
einer großen Trauerfamilie zu
Grabe getragen. Sie war am
8. Jänner nach langem geduldig
ertragenen Leiden im 68.
Lebensjahr verstorben.
Yoga-Seminar
mit Pepi Welsch, Hata-Yogalehrer
am Freitag, 19. Mai 2011(17 - 20 Uhr)
und Samstag, 14, Mai 2011, (8 - 11, 14 - 16 Uhr)
im Pfarrheim Neidling
Kursgebühr: € 70.- Kontonummer RAIKA 3.003.811 BLZ 32585
Alle Interessierten können sich informieren und anmelden bei:
Elisabeth Semler, Walter-Ederstr. 11, 3110 Neidling,
Tel: 02741/8290 bzw. 0676/3586220
Mit der Bezahlung ist der Seminarplatz gesichert.(Bitte - Druckschrift - gut leserlich schreiben
FEB. 2011
Die
Fürsten von Trautson
und eine „herbeigeschaffte“ Stiftung 1
Aus technischen Gründen wird der
Beitrag “Die Fürsten von Trautson”
noch einmal abgedruckt.
E
s waren 202 Gulden und 10 Klafter
Scheiter (das
wären heute etwa 36 Festmeter
Holz) die zur Errichtung der
Pfarre Neidling führten. Einst
gebührte diese Zuwendung dem
Kaplan vom Schlosse Goldegg,
da die Fürsten von Trautson
ihren Schlossgeistlichen damit
versorgt wussten. Darüber hinaus
war die Stiftung nicht ganz uneigennützig, da sich der Geistliche
zu verpflichten hatte, jährlich 50
heilige Messen zum Seelenheil
der Trautson zu lesen. Wie es
jedoch dazu kam, dass aus dem
ehemaligen Schlosskaplan
schlussendlich der erste Pfarrer
von Neidling wurde, erklärt sich
so:
Kaiser Joseph II. hatte anno
1783 verfügt, dass die Bewohner
des Landes nicht mehr als 2
Meilen zu ihrer Pfarrkirche zu
gehen hätten. Mittels Hofdekret
vom 20. Juli 1783 wurden die
„Josephinischen Pfarren“
geschaffen. Demzufolge wurde
nun Neidling aus der Pfarre Karlstetten ausgegliedert. Aber
Joseph II. war auch der Sparmeister der Nation, der bestimmte,
dabei den kostengünstigsten Weg
zu gehen. So wurde – der Einfachheit halber – die „trautsonische Stiftung“ mitsamt dem
dazugehörigen Schlosskaplan
von Goldegg nach Neidling verlegt. Aus dem ehemaligen
Schlosskaplan war nun der Pfarrer von Neidling geworden. Die
1 Dieser Artikel ist dem langjährigen „Trautson-Forscher“ Domkapitular Prälat Franz Stubenvoll (+ 1992)
gewidmet.
Neidling - vom Steinberg aus gesehen - um 1828
neue Pfarre Neidling zählte
damals 680 Seelen und der
Gehalt (Dotation) des Pfarrers
(Lokalkaplans) bestand aus 350
Gulden - der sich aus der trautsonischen Stiftung und den
Zuwendungen aus dem Religionsfonds zusammensetzte.Dann,
etwa 70 Jahre später – 1848 war das Pfarrgebiet die Vorlage
für die (politische) Gemeinde
Neidling. Somit kann man nun
behaupten, dass hier wieder die
„trautsonische Stiftung“ zum
Greifen kam.
Wer waren die Fürsten von Trautson?
Die Trautson entstammen
ursprünglich einem südtiroler
Goldegg, unmittelbar vor dem Türkenkrieg 1683
Pfarre Neidling informiert
7
FEB. 2011
Münzprägung des Paul Sixtus Trautson
Uradel und sie führten immer
ein silbernes Hufeisen in ihrem
Wappen. Ihr Name „Trautson“
leitet sich vom mittelalterlichen
Begriff „trûten Son“ ab, was so
viel wie treuer Sohn bedeutet. In
den Diensten der Habsburger
stiegen die Trautson zu höchsten
weltlichen und geistlichen
Ämtern auf. Vom 16. bis zum
18. Jahrhundert dienten sie als
Diplomaten, Staatsmänner, Verwaltungsträger, Bischöfe und
Grundherren treu dem Kaiserhaus und erreichten den Freiherren-, Reichsgrafen- und schließlich den Fürstenrang. Durch ihre
Stellung am Hof und eine
geschickte Heiratspolitik gelangten sie zu weitverzweigten
Grundbesitz und zu großem
Reichtum, der allerdings auch
auf ihre Verbindungen zu anderen großen und reichen Adelsfamilien zurückzuführen war. So
waren sie mit den Familien
Puchheim, Herberstein, Firmian,
Fugger, Martinitz, Auersperg,
Regal, Künigl, Hohenzollern,
Mannsfeld, Eytzing, Lobkowitz,
Madruzzo, Rappach, Spaur,
Königsegg, Ungnad von Weissenwolf, Starhemberg und Wolkenstein verschwägert.
ie Trautson treten erstmals 1598 im niederösterreichischen Zentralraum auf, als Paul Sixtus (III.)
die landesfürstliche Herrschaft
St. Pölten kaufte. Die Trautson
werden nun Nachbarn der Freiherren von Enenkel, die damals
auf Goldegg saßen. Dieser Traut-
D
8
Pfarre Neidling informiert
son, Paul Sixtus, ist äußerst
geschäftstüchtig und aufstrebend. Von seinem besonderen
Gönner Kaiser Rudolf II. zum
Reichsgrafen erhoben, erhielt er
sogar das Münzrecht für seine
Herrschaft Falkenstein (1615).
Und dieses Privileg wird von
ihm durch minderwertiges Silber
bis zum Extremen ausgenützt.
Auf seinem Schlosse zu Falkenstein im Weinviertel richtete
Paul Sixtus ein eigenes Münzhaus ein, das er, 1619, mit kaiserlicher Erlaubnis nach Wien
verlegte. Er betrieb das Prägen
von Münzen nur als einträgliches Geschäft, das er ungeachtet
aller Ermahnungen und Drohungen der Wiener Hofkammer bis
zu seinem Tode (1621) unbekümmert fortsetzte.
Sein Sohn, der gottesfürchtige
Johann Franz Trautson (+ 1663)
war in dritter Ehe mit der jungen
Maria Margareta, geborene Freiin von Rappach, verheiratet. Die
Rappacherin verfügte über die
besten Beziehungen, war sie
doch vor der Eheschließung
Kammerfrau der Kaiserin Maria
Leopoldine gewesen. Aus dieser
Ehe stammen drei Kinder, darunter Johann Leopold Donat,
den späteren Schlossbesitzer von
Goldegg. Maria Margareta überlebte ihren Mann um 42 Jahre.
Nach seinem Tod wurde sie
Oberhofmeisterin der Kaiserin
Claudia Felizitas, der zweiten
Frau Leopolds I.
Die unternehmerische Witwe
erwarb in der Folgezeit, für ihren
10jährigen Sohn Johann Leopold
Donat, Schloss und Herrschaft
Goldegg mit den Gütern Friesing
und Pielachhaag und AggsbachMarkt. Die Herrschaft Goldegg
zählte damals 320 Untertanen.
Vorbesitzer von Goldegg war
Johann Matthias Prückelmayr,
der Hofkanzler des Kaisers
während des Dreißigjährigen
Krieges. Johann Matthias
Prückelmayr, der den Titel Freiherr von Goldegg führte, scheint
um 1657 (zwischen 20.08.1656
und 24.03.1657) verstorben zu
sein. Seine Tochter Anna Katharina Freiin von Goldegg verkauft
die Herrschaft 1669 - laut Aufsandung - an Gräfin Maria Margareta von Trautson. Bis 1782
war Goldegg nun im Besitz der
Familie Trautson.
Johann Leopold
Donat Trautson,
auf Goldegg
Als jüngster Sohn des Grafen
Johann Franz Trautson und dessen dritter Frau Maria Margareta, geborene Freiin von Rappach, war Johann Leopold Donat
am 2. Mai 1659 geboren worden. Auf Bitte seiner Mutter verlieh Kaiser Leopold I. dem
bereits 15jährigen die „venia
aetatis“ – die Großjährigkeit,
wobei er nun auch Herr auf
Schloss Goldegg werden konnte.
Die Urkunden berichten leider
nicht, ob Johann Leopold Donat
beim türkischen Angriff auf das
Schloss Goldegg anno 1683
anwesend war. Das Sterbebuch
der Pfarre Karlstetten informiert,
dass zahlreiche Menschen „in
dem gewesten Rumbl im Schloß
Goldegg gestorben“. (Der
„geweste Rumbl“ ist nicht als
ehemaliges Bauwerk – sondern
allgemein als „ gewesener Türkenrummel“ zu verstehen).
Fortsetzung folgt
Christine Wiedlack
August Pachschwöll
FEB. 2011
Sternsingeraktion:
Auch heuer haben wieder viele fleißige Jungscharkinder im Namen
der Nächstenliebe gesammelt. Insgesamt wurde in unserer Gemeinde
ein Betrag von ca. € 2.930,- gespendet.
Ein herzliches Dankeschön wollen wir allen Spendern aussprechen. Für die
Verköstigung unserer Sternsinger, wollen wir uns ebenfalls recht herzlich bei den
zahlreichen Müttern und Vätern bedanken.
Termine:
Das Wochenendlager findet vom 19. 2. – 20. 2. 11 statt. Die Anmeldungen werden
in Kürze in der Kirche und bei den Gruppenleitern erhältlich sein.
Das heurige Sommerlager findet Vom 31. 7. – 6. 8. 11 statt.
Die Jungschar Neidling wünscht allen Jungscharkindern schöne Semesterferien und
einen guten Start ins neue Schulsemester.
5. Feb.
12. Feb.
19. Feb.
Lisi Parsch
ƀ
ƀ
Wochenendlager
Philipp, Philipp & Flo
ƀ
Wochenendlager
Chiara & Sophie
Wochenendlager
Basti & Dominik
ƀ
Wochenendlager
Lisi & Kathi
ƀ
Wochenendlager
Andi
Jakob
n.V.
26. Feb.
ƀ
Wochenendlager
n.V.
n.V.
ƀ
n.V.
n.V. ….. nach Vereinbarung
Pfarre Neidling informiert
9
erster neidlinger
pfarrball
19. februar
17 uhr, pfarrheim neidling
musik:
Der Reinerlös
dient zur
Renovierung
des Pfarrheimes
eintritt: freie spenden
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Seele and Geist
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