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Großübung zeigt, was möglich ist - Fachkrankenhaus Neresheim

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Großübung zeigt, was möglich ist
Ein Novum: Feuerwehr und Rettungsdienste üben in der Neresheimer SRH-Fachklinik
Großübung von Feuerwehr und
DRK. Das Szenario am Samstagnachmittag: Das SRH-Fachkrankenhaus steht in Flammen. 44 Feuerwehrleute und 68 Einsatzkräfte
der Rettungsdienste übten in Neresheim das Zusammenspiel bei einem Ernstfall in einer Spezialklinik.
HERIBERT ANDRES
Neresheim. Samstag, 15.02 Uhr. Erste
Rauchschwaden, laut schrillt der Alarm.
In der Klinik hat Marion Mietsch, die Leiterin der Verwaltung, mit 25 Mitarbeitern eine Sonderschicht organisiert, um
während der Großübung die regulären
Patienten des SRH-Fachkrankenhauses
in den Zimmern weiter optimal pflegerisch und ärztlich zu betreuen. Auch viele Angehörige sind da. Eine Durchsage
soll dort von vorneherein jede Unruhe
vermeiden.
Indessen beginnt das Personal der
SRH-Fachkklinik die hilflosen Patienten
in sichere Hausabschnitte zu bringen.
Gespielt werden sie von 48 Komparsen,
die in Betten liegen und Rollstühlen sitzen. Minuten später sind Feuerwehr und
Rettungskräfte aus Neresheim da, weitere Einsatzkräfte treffen ein. Die „Patienten“ werden koordiniert evakuiert, von
einem Rettungsarzt „gesichtet“ und individuell weiter versorgt.
Für Evakuierung und Feuerbekämpfung sind 44 Einsatzkräfte der Gesamtfeuerwehr Neresheim im Einsatz, 20 davon als Atemschutzträger. Besonnener
und umsichtiger Einsatzleiter ist bei der
Übung am Fachkrankenhaus Christophe Reure, der stellvertretende Kommandant der Abteilung Neresheim.
Um die „Feuer-Patienten“ kümmern
sich 68 Einsatzkräfte der Rettungsdienste. Schnell ist eine funktionierende Notversorgung aufgebaut. Beeindruckend
auch die Organisation im Hintergrund:
Die Verlegung in Krankenhäuser bis
nach Ulm und Augsburg wird organisiert. Für den Abtransport stehen dafür –
fiktiv – acht Rettungshubschrauber bereit.
15.58 Uhr ist die letzte Person aus dem
Gebäude gerettet.
Großübung von Feuerwehr und DRK im SRH Fachkrankenhaus in Neresheim. Die Feuerwehr Neresheim war mit 44 und die
Rettungsdienste mit 68 Einsatzkräften vor Ort.
(Fotos: han)
Um die „Patienten“ zu retten, war teilweise Atemschutz nötig.
Ein Notarzt (am rechten Bildrand) „sichtet“ die Geretteten, die alleine nicht das
Krankenhaus hätten verlassen können.
„Insgesamt hat unser Alarmierungssystem gut funktioniert“, zeigt sich SRHGeschäftsführer Andreas Christopeit,
der Initiator der Großübung, zufrieden.
Feuerwehr und die Mitarbeiter des
Krankenhauses haben Hervorragendes
geleistet“, urteilt auch Hariolf Zawadil,
der leitende Notarzt aus Aalen.
Helmut Ruppert, als Kommandant der
Gesamtfeuerwehr Neresheim – diesmal
Beobachter der Übung – zeigt sich erfreut. Sein Übungsfazit: „Alles hat gut
funktioniert, auch die Kommunikation.
Alle haben an einem Strang gezogen.
Der Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer war ausgezeichnet.“
„Großer Dank, dass die Scheu überwunden wurde, hier unter Menschen
mit Behinderung und Koma-Patienten
überhaupt eine Großübung zu wagen“,
bringt Bopfingens Feuerwehrkommandant Klaus Kurz als Vertreter des Landratsamts eine wichtige Intention der
Übung auf den Punkt. „Damit haben wir
ein großes Stück Sicherheit gewonnen“,
sagt Bürgermeister Gerd Dannenmann
über die Übung.
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