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Impfungen bei der Katze – gegen was Ihr(e) Kater/ Katze geimpft

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Impfungen bei der Katze – gegen was Ihr(e) Kater/ Katze geimpft werden sollte
Gegen welche Infektionserkrankungen geimpft werden kann:
• Tollwut
• Katzenschnupfen
• Parvovirose der Katze (Katzenseuche, Panleukopenie)
• Erkrankungen durch das feline Leukämie Virus (FeLV)
• Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
Tollwut
Erreger und Übertragung:
Eine der gefährlichsten Krankheiten für Mensch und Tier ist die Tollwut. Es handelt sich um
eine anzeigepflichtige Erkrankung. Katzen und Hunde stecken sich durch Kontakt mit
Wildtieren – in erster Linie mit Füchsen – an. Durch Speichel oder einen Biss kann das
Tollwutvirus übertragen werden.
Krankheitsanzeichen:
Infizierte Tiere können sich über einen längeren Zeitraum unauffällig verhalten. Allerdings
sollte man sich von diesem Eindruck nicht täuschen lassen, da sich während dieser Zeit das
Virus in der Wunde vermehrt hat und sich entlang der Nervenbahnen in Richtung Gehirn
ausbreitet. Während dieser Zeit wird das Virus über Speichel, Urin und Milch ausgeschieden.
Klinische Symptome wie Juckreiz, vermehrter Speichelfluss, Unruhe und Bisswut können z.
T. erst Wochen und Monate nach der Infektion bemerkt werden. Allgemein ist bekannt, dass
man „zahmen“ Füchsen in der Natur ausweichen sollte, da mit der Tollwut die natürliche
Scheu vor dem Menschen verloren geht.
Vorbeugung:
Die einzige Maßnahme freilaufende Hunde und Katzen vor einer Tollwuterkrankung zu
schützen ist die vorbeugende Impfung. Die erste Tollwutimpfung kann Katzen wie auch bei
Hunden ab einem Alter von 3 Monaten durchgeführt werden. Die 2. Impfung wird ein Jahr
später durchgeführt, danach wird die Impfung jährlich aufgefrischt.
Es dauert etwa 1 Monat, bis der höchste Tollwut-Titer erreicht wird, daher werden Tiere erst
30 Tage nach der Impfung als immunisiert angesehen (wichtig für Auslandsreisen !)
Katzenschnupfen
Erreger und Übertragung:
Der Katzenschnupfen wird durch eine Vielzahl unterschiedlichster Krankheitserreger
übertragen. Dazu gehören zum einen Viren (meistens Calci- und Herpesviren) und auch
verschiedene Bakterien (Chlamydien und Mykoplasmen). Die Verbreitung der Erkrankung
erfolgt durch infizierte Tiere, die den Erreger über Nasen- und Augensekrete sowie über den
Speichel ausscheiden.
Krankheitsanzeichen:
Ähnlich wie eine Erkältung beim Menschen führt der Katzenschnupfen zu vermindertem
Appetit und häufigem Niesen, Nase und Ohren können sich durch Fieber wärmer anfühlen.
Die Tiere sind träge und matt. Durch eine Entzündung der Maulschleimhaut in Verbindung
mit Schluckbeschwerden ist häufig stärkerer Speichelfluss aus dem Maul zu beobachten.
Behandlung und Vorbeugung:
Je eher bei den ersten Krankheitsanzeichen eine tierärztliche Behandlung stattfindet, desto
besser ist die Prognose für das Tier. Allerdings bleiben die meisten Tiere nach der Heilung
kontinuierliche oder zeitweilige Dauerausscheider.
Gegen die wichtigsten, den ansteckenden Schnupfen auslösenden Viren sowie gegen die
Chlamydien kann vorbeugend geimpft werden. Die erste Impfung sollte etwa ab der 9.
Lebenswoche erfolgen und muss in der 12. Lebenswoche wiederholt werden. Danach erfolgt
die Schutzimpfung jährlich.
Parvovirose der Katze (Katzenseuche, Panleukopenie)
Erreger und Übertragung:
Für diese Erkrankung sind vor allem junge, aber auch ältere Immungeschwächte Tiere
empfänglich. Der Erreger ist in allen Körperausscheidungen nachweisbar und in der Umwelt
sehr lange überlebensfähig. Er kann also neben dem direkten Kontakt von Katze zu Katze
auch durch Futternäpfe, Einrichtungsgegenstände und auch den Menschen (Kleidung,
Schuhe etc.) übertragen werden. Das Parvovirus befällt v.a. Zellen der Darmschleimhaut.
Krankheitsanzeichen:
Etwa 4-6 Tage nach der Infektion sind erste Krankheitsanzeichen erkennbar. Die Katze ist
matt, bekommt hohes Fieber, hat keinen Appetit und erbricht häufig. Ein bis zwei Tage
später setzt ein wässrig-blutiger Durchfall ein. Aufgrund des starken Flüssigkeitsverlust
trocknen die Katzen sehr schnell aus, was ohne entsprechende Behandlung tödlich enden
kann.
Behandlung und Vorbeugung:
Man kann die Parvovirose, wenn sie rechtzeitig erkannt wird behandeln, allerdings ist eine
regelmäßig durchgeführte Schutzimpfung gegen die Parvovirose der Katze unbedingt zu
empfehlen. Die erste Impfung sollte ab der 9. Lebenswoche erfolgen und muss dann nach 34 Wochen wiederholt werden. Nach dieser Grundimmunisierung wird die Impfung einmal
jährlich aufgefrischt, meistens in Kombination mit der Impfung gegen den Katzenschnupfen.
Erkrankungen durch das feline Leukämie Virus (FeLV)
Erreger und Übertragung:
Das FeLV ist ein Virus, das eine der schwerwiegendsten und häufigsten
Infektionskrankheiten bei der Katze auslöst. Infizierte Katzen, die nicht immer sichtbar
erkrankt sein müssen, scheiden das Virus vor allem über den Speichel aus. Der Erreger wird
dann beispielsweise durch gegenseitiges Belecken, gemeinsames Benutzen von Futter- und
Trinknäpfen, durch Bisse oder von der Mutterkatze auf ungeborene Welpen übertragen.
Krankheitsanzeichen:
Die Symptome der Erkrankung können sehr vielfältig sein. Typisch ist jedoch, dass erkrankte
Tiere immer schwächer werden, abmagern, Veränderungen im Blut auftreten und z. T. auch
Tumoren entstehen.
Behandlung und Vorbeugung:
Eine Behandlung gegen die Ursache der Erkrankung, also gegen das Virus ist nicht möglich.
Es gibt eine Reihe gut verträglicher Impfstoffe, die einen Impfschutz von etwa 70% bieten.
Reine Wohnungskatzen müssen in der Regel nicht geimpft werden.
Geimpft werden kann ab einem Alter von 9 Wochen. Für die Grundimmunisierung sind zwei
Injektionen im Abstand von 3-4 Wochen erforderlich. Danach ist eine jährliche
Wiederholungsimpfung zu empfehlen.
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
Erreger und Übertragung:
Die FIP ist ebenfalls eine häufige Infektionskrankheit der Katze, dessen Erreger ein
Coronavirus ist. Infizierte Tiere scheiden das Virus über den Kot aus und von anderen
Katzen über Mund und Nase aufgenommen wird. Das Virus ist bis zu 6 Wochen in der
Umwelt überlebensfähig. Deswegen ist eine Ansteckung von Katze zu Katze sondern auch
über Futter- und Trinknäpfe, Decken, Kleidung der Menschen etc. möglich.
Krankheitsanzeichen:
Auch bei dieser Erkrankung, ähnlich wie bei der Leukose sind die Symptome sehr
unspezifisch (Fieber, mangelnder Appetit,
Abmagerung, evt. Durchfall). Bei der so
genannten „feuchten Form“ der FIP kommt es zu eiweißreichen Flüssigkeitsergüssen in den
Körperhöhlen, z.B. in der Bauchhöhle. Einige Katzen entwickeln auch eine „trockenen Form“
der FIP, bei der keine Ergüssen entstehen.
Behandlung und Vorbeugung:
Bei der FIP besteht sind derzeit wirksame Behandlungsverfahren nicht bekannt. Geimpft
werden können Katzen ab einem Alter von 16 Wochen mit einem Impfstoff, der in die Nase
gegeben wird und für nicht infizierte Katzen einen gewissen Schutz bietet.
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Gesundheitswesen
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