close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Entscheiden, was wichtig ist - Die Onleihe

EinbettenHerunterladen
www.brandeins.de brand eins 14. Jahrgang Heft 03 März 2012 7,60 Euro C 50777
brand eins
4 195069 807601
03
Wirtschaftsmagazin
Entscheiden, was wichtig ist
Schwerpunkt Relevanz
TANGENTE
Jetzt 100 Euro für Ärzte ohne Grenzen: Mit zwei limitierten Sondermodellen des
Klassikers Tangente – einmal größer, einmal kleiner – unterstützt NOMOS Glashütte
die medizinische Nothilfeorganisation. Je 1000 Mal gibt es die schlichten Uhren mit
roter Zwölf, Manufakturwerk, Saphirglasboden und kleinem Hinweis auf Ärzte ohne
Grenzen. Schön: Sie kosten dennoch nicht mehr als sonst. 1240 respektive 1360 Euro.
Diese NOMOS-Fachhändler helfen beim Helfen: Augsburg: Bauer & Bauer; Berlin: Christ KaDeWe, Lorenz; Bielefeld: Böckelmann; Bonn: Hild; Bremen: Meyer; Darmstadt: Techel;
Dortmund: Rüschenbeck; Dresden: Leicht; Düsseldorf: Blome; Erfurt: Jasper; Hamburg: Becker; Koblenz: Hofacker; Köln: Berghoff, Kaufhold; Ludwigsburg: Hunke; Lübeck:
Mahlberg; München: Bucherer, Fridrich, Kiefer; Münster: Freisfeld, Oeding-Erdel; Ulm: Scheuble. Und überall bei Wempe. www.nomos-store.com und www.nomos-glashuette.com
EDITORIAL
Unter Wichtigmachern
•
Alles und jederzeit, das könnte die Innovation des Jahrzehnts sein, wenn wir uns irgendwann in zehn, zwanzig Jahren daran erinnern. Wo immer wir uns bewegen, können wir auf
das Wissen der Welt zurückgreifen, werden wir mit Nachrichten, Meinungen und Gerüchten
überflutet. „Permanenz-Epoche“ hat das der Designer Charly Frech einmal genannt. Und in
der wird zur Kernkompetenz: filtern, unterscheiden können, erkennen, was HintergrundRauschen und was relevant ist.
Das ist kein einfaches Geschäft, schon gar nicht in Zeiten, in denen sich jeder wichtig macht
(S. 38). Tägliche Hitlisten helfen da so wenig weiter wie der Computer. Er könne zwar schneller rechnen, vergleichen und analysieren, sagt der ehemalige IBM-Manager Gunter Dueck, was
wichtig ist, wisse der Rechner aber noch weniger als wir (S. 84). Der Internet-Aktivist Eli Pariser warnt sogar davor, der Prioritätenliste von Suchmaschinen und sozialen Netzen zu vertrauen:
„Was dabei verloren geht, ist ein umfassendes Bild der Welt und der Wirklichkeit.“ (S. 62)
Wer aber hat das noch? Bei den unterschiedlichen Interessengruppen, die gerade eine
kleine Ecke unseres Gesundheitssystems zu optimieren versuchen, sind Zweifel angebracht
(S. 106). Und auch die Lehrer und Wissenschaftler, die den Schülern von heute mit neuen
Lehrplänen die Fähigkeiten für morgen beizubringen versuchen, verlieren beim Ausgleich von
Wunsch und Wirklichkeit schon mal den Überblick (S. 92).
In einer Notaufnahme könnte das tödlich sein (S. 114). Auch der Insolvenzverwalter Michael
Pluta darf das Große und Ganze nie aus dem Blick verlieren, wenn er ein Unternehmen vor
dem Aus bewahren will (S. 68). In beiden Fällen ist jede Entscheidung von dramatischer Relevanz. Und in beiden Fällen helfen: Erfahrung, eine gute Organisation, eindeutige Kriterien –
und der Mut, überhaupt Entscheidungen zu fällen.
Das hilft, auch wenn es nicht um Leben oder Tod geht, sondern zum Beispiel nur um die
eigene Zukunft und einen Rekord. Was ihnen wichtiger war, ist so genau nicht auszumachen,
jedenfalls haben die drei jungen Männer, die sich vorgenommen haben, ihr Studium in Rekordzeit zu beenden, eindrucksvoll bewiesen, dass eine Menge geht, wenn man weiß, was man will
(S. 130). Ihr Beispiel zeigt zudem, dass Relevanz eine zutiefst subjektive Angelegenheit ist. Und
dass Filtern nicht nur Entscheidungsfreude voraussetzt, sondern auch System.
Da aber wird es schwierig: Wenn schon der Computer nicht hilft – was dann? Die einen
setzen auf Mapping-Verfahren, andere engagieren eine Entrümplerin oder hoffen auf Erkenntnis, wenn sie dem Redner Hermann Scherer zuhören (S. 88, 74, 56). Die Architektin Henrike
Gänß hat gar ihren ganzen Hausstand Stück für Stück fotografiert: Sie wollte wissen, was ihr
von ihrem Hab und Gut tatsächlich wichtig ist (S. 78).
So kommt man zu einem Überblick, die richtige Entscheidung muss man dann aber
immer noch selbst treffen. Die Gründer der US-Fondsgesellschaft Pimco haben da einen Tipp:
An jedem Morgen sortieren sie die aufgelaufenen Aufgaben und Nachrichten nach Dringlichkeit und Wichtigkeit (S. 48). Klingt einfach? Versuchen Sie es einmal.
-
Titelbild:
Elad Lassry, Lipstick, 2009
C-print, painted frame
14.5" x 11.5" x 1.5" inches
Courtesy of the artist and
David Kordansky Gallery, LA
BRAND EINS 03/12
Gabriele Fischer, Chefredakteurin, gabriele_fischer@brandeins.de
Redaktion brand eins, Speersort 1, 20095 Hamburg
Foto: Heji Shin
3
Illustration: Thea Barkhoff
INHALT
Inhalt
6
8
10
12
14
16
Mikroökonomie: Ein Werbegrafiker im Südsudan
Die Welt in Zahlen
Gute Frage: Horten Unternehmen zu viel Geld?
Markenkolumne: Alle Wetter! – Knirps
Das geht: Kohl löffeln
Wirtschaftsgeschichte: Zahlen! Oder wir schießen!
62
LEERE KALORIEN
Eine neue Art der Zensur im Internet bedroht die freie
Meinungsbildung. Sagt der US-Netz-Aktivist und Autor
Eli Pariser im Interview mit Steffan Heuer
68
AM ANFANG GEHT’S UMS GROBE
Lohnt die Rettung? Der Insolvenzverwalter Michael Pluta
muss das schnell entscheiden Von Andreas Molitor
74
WEG MIT DEM ZEUG!
Viele Leute hassen es, auszumisten – Juliet Landau-Pope
hat einen Beruf daraus gemacht Von Adrian Schräder
78
HAB, ABER GUT?
Henrike Gänß hat ihren Besitz mit Fotos dokumentiert.
Was sie dabei gelernt hat, erzählte sie Oliver Link
84
DER COMPUTER IST NICHT ORIGINELL
Ein Gespräch über die Grenzen Künstlicher Intelligenz mit
dem IT-Vordenker Gunter Dueck von Thomas Ramge
Was Wirtschaft treibt
18
26
28
34
DIE NUDEL-ODYSSEE
Als Importeur von Bio-Ware setzte Oliver Wehrstedt
auf China. Und erlebte dabei allerlei Überraschungen.
Ein Öko-Lehrstück von Bernhard Bartsch
Mc CLEVER
Über Fastfood lässt sich streiten, über die Zahlen
von McDonald’s nicht. Ein Blick in die Bilanz
von Patricia Döhle
ARBEIT OHNE STAU
Südkorea will den Weg ins Büro abschaffen
Von Markus Albers
SCHULD AN DEN SCHULDEN
Die Nothilfe für Banken kam die Bürger teuer zu stehen.
Wie teuer, weiß Laura Selz
Schwerpunkt: Relevanz
37
PROLOG
38
HAUPTSACHEN UND NEBENWEGE
Viele wollen uns weismachen, was alles wichtig ist.
Aber die Entscheidung, was für uns relevant ist, müssen
wir selbst treffen. Ein Essay von Wolf Lotter
48
DIE MATRIX
Pimco beherrscht die Kunst, Wichtiges vom nur
Dringlichen zu unterscheiden. Und wurde so einer der
weltgrößten Vermögensverwalter Von Patricia Döhle
56
DER MANN, DER SEIN LEBEN VERMARKTET
Der Vortragsredner Hermann Scherer lebt vom guten
Ratschlag. Porträt eines Getriebenen von Carolyn Braun
Den Schwerpunkt gibt es als Hörversion unter www.brandeins.de
4
142
Keiner kennt den geschäftstüchtigen Putzerfisch
so gut wie er: Redouan Bshary Foto: Anne Morgenstern
114
Wer hier landet, ist meist ein Notfall. Leider sind nur wenige Kliniken
so gut darauf vorbereitet wie die in Ingolstadt Foto: Regina Recht
88
DAS AUSGELAGERTE GEHIRN
So ordnet man Gedanken: Eine Geschichte über nützliche
Denkwerkzeuge von Mischa Täubner
124
FACEBOOK FÜRS BÜRO
Die Flut von E-Mails ist eine Plage. Zum Glück gibt es für
Firmen Alternativen. Welche, beschreibt Christoph Koch
92
DER LEERPLAN
Früher wurden Fakten gebimst, heute sollen Schüler
eigenständig denken lernen. Wie, darüber gibt es Streit.
Eine Bildungsreise von Matthias Hannemann
130
FLOTTER DREIER
Sie wussten, was sie wollten – und haben ihr Studium
in Rekord-Tempo durchgezogen. Die Geschichte
eines atemlosen Selbstversuchs Von Mischa Täubner
100
BILDUNG IST SCHÖN, MACHT ABER ARBEIT
Alles, was man wissen muss Von Laura Selz
102
IM IRRGARTEN DER INDIKATOREN
Wie untersucht man eine Volkswirtschaft? Ein Überblick
über nützliche und sinnlose Kriterien von Ingo Malcher
106
WAS IST EINE WOCHE LEBEN WERT?
Die Geschichte eines Preispokers bei der Zulassung eines
neuen Medikaments von Dirk Böttcher
114
EINE FRAGE VON LEBEN UND TOD
Notfallmediziner müssen blitzschnell erkennen, was zu tun
ist. In Ingolstadt hilft dabei ein effektives Klinik-Konzept.
Eine Reportage von Gerhard Waldherr
122
HITLER, PFUNDE, BURNOUT
Mit welchen Themen Magazine am Kiosk punkten
BRAND EINS 03/12
Was Unternehmern nützt
136
TENDENZ STEIGEND
Eine Leiter ist eine Leiter? Ein bayrischer Unternehmer
beweist das Gegenteil Von Christian Sywottek
Was Menschen bewegt
142
UNTERNEHMER MIT BISS
Vom Putzerfisch lernen heißt Service lernen. Über einen
mit allen Wassern gewaschenen Dienstleister: Till Hein
129
150
152
154
Kleinanzeigen
Leserbriefe
Leserservice und Impressum
Letzte Seite: Wer hat’s gesagt? Das brand eins-Gewinnspiel
5
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
3
Dateigröße
595 KB
Tags
1/--Seiten
melden