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1 IV 1. Was sind Methoden des IV-Ansatzes? - Aufgabenanalyse

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1
1.
IV
Was sind Methoden des IV-Ansatzes?
- Aufgabenanalyse
- Analyse kognitiver Prozesse
°verbale Berichte
° Bearbeitungs-, Reaktionszeit
° Augenbewegungen
° Fehleranalysen
° mikrogenetische Methode
2.
Was sind mögliche Quellen der Veränderung kogn. Leistungen?
- strukturelle Merkmale (Kapazität)
- Prozessmerkmale
° Automatisierung der Prozesse (V der Item-Identifikation, des Informationsabrufs)
° Enkodieren (sel. Informationsaufnahme)
3.
Welches sind die Komponenten des Modells zur Aufnahme und Verarbeitung von Information (IV)?
- sensorisches Register (speichert für ms; optisch, akustisch, haptisch)
- Kurzzeit bzw. Arbeitsgedächtnis (behält Info für wenige Sek., bearbeitet Info)
- Langzeitgedächtnis
- Antworten (Wiedererkennen oder Abrufen)
- Kontrollprozesse (plant und führt Informationsverarbeitung aus)
4.
Nennen Sie Bsp. für IV Theorien nach R. Siegler.
- Anwendung von Regeln zur Lösung von Problemen
- Entdeckung neuer Strategien
5.
Was sind die Basisannahmen der IV?
1. sensorischer Input wird in mehreren Schritten verarbeitet
2. jeder Verarbeitungsschritt beansprucht mentale Ressourcen, deren Kapazität begrenzt ist
3. kognitive Prozesse können in unterschiedlichem Maße belastend sein
4. die Kapazitätsbelastung kann durch Übung und Automatisierung reduziert werden
5. Kapazität ist die Menge an Info, die simultan gespeichert und bewußt verarbeitet werden kann
6. Info kann im LZG als deklaratives Sachwissen oder prozedurales Handlungswissen gespeichert werden
7. eine spezielle Form von Wissen bezieht sich auf kognitive Prozesse und deren Bedingungen
° Wissen über eigene Fähigkeiten und Schwächen
° Steuerung/Kontrolle von (kognitiven) Handlungen
8. Metakognitives Wissen kann dazu dienen, kognitive Prozesse durch Strategiegebrauch zu effektivieren
2
1.
Interferenz und Inhibition
Nennen Sie die Annahmen des Modells ineffizienter Hemmung:
- Bjorklund und Harnishfeger
- IV beansprucht Ressourcen, die nur begrenzt verfügbar sind
- nicht unterdrückte irrelevante Info beansprucht Ressourcen, Leistungsfähigkeit wird beeinträchtigt
2.
Welche Formen von Interferenz werden unterschieden?
- proaktive (früheres E beeinträchtigt spätere Leistung)
- retroaktive (späteres E beeinträchtigt Leistung, die sich auf früheres Ereignis bezieht)
- coaktive (zwei gleichzeitige E beeinträchtigen sich gegenseitig)
3.
Was sind die Grundannahmen der Fuzzy-Trace Theorie? (Breynard & Reyna)
- Information kann auf einem Kontinuum zw. verbatimer und bedeutungsmäßiger Repräsentation (gist)
extrahiert und gespeichert werden
- mit steigendem Alter bevorzugen es Menschen, auf bedeutungsmäßige Repräsentationen zurückzugreifen
- bei Antworten tritt Output-Interferenz auf, für die bes. jüngere Kinder anfällig sind
- verbatime Repräsentationen sind anfälliger gegenüber Interferenz
4.
Beschreiben Sie den Entwicklungsverlauf der Sensitivität gegen Interferenz. (Dempster)
- motorisch: nimmt stetig ab
- perzeptuell: Höhepunkt in der präoperationalen Phase (Fehler bei selektiver Aufmerksamkeit)
- verbal: leichte Spitze mit 7J., inneres Sprechen spielt zunehmend eine Rolle
5.
Was sind die Vorteile der Myelinisierung?
- schnelle Weiterleitung elektrischer Signale
- größere Sensitivität gegenüber Stimulation
- verhindert das Übergreifen von Erregung auf andere Nervenbahnen
6.
Nennen Sie physiologische Aspekte der Myelinisierung.
- Ummantelung von Nervenbahnen mit einer Myelinscheide
- beginnt in der pränatalen Periode und dauert bis ins frühe Erwachsenenalter
- verläuft in versch. Regionen des Gehirns zu unterschiedlichen Zeitpunkten
7.
Was ist Interferenz?
- ein durch irrelevante Info oder irrelevantes Verhalten bedingter Störprozess, der zum Abfall einer
Leistung führt
8.
Was ist Inhibition?
- kognitive Unterdrückung nicht-aufgabenrelevanter kognitiver Prozesse, die die Aufmerksamkeit auf die zu
erledigende Aufgabe fokussiert (Frontalhirn von Bedeutung)
9.
Wie wurden die Grundanahmen der Fuzzy-Trace Theorie nachgewiesen?
- jüngere Kinder konnten „gist“ Abruf weniger korrekte Antworten geben und zeigten auch bei verbatimen
Abruf eine schlechtere Leistung als ältere Kinder
10. Welche Aussagen kann man anhand Harnishfeger’s und Pope’s Experiment über gelenktes Vergessen
treffen?
- bei Erwachsenen und Fünftlässlern gibt es gelenktes Vergessen
- bei Erstklässlern findet kein gelenktes Vergessen statt, wird auf ineffiziente Hemmung zurückgeführt
3
1.
Gedächtnisentwicklung
Wie wird „Strategie“ definiert?
- intentionale, potentiell bewusste und kontrollierbare Aktivität mit dem Ziel, Gedächtnisleistungen zu
optimieren (z.B. Wiederholen, kategoriales Organisieren, Elaboration)
2.
Welche Komponenten des Metagedächtnisses werden unterschieden?
- deklaratives (Personen, Aufgaben, Strategiemerkmale)
- prozedurales (Beobachtung und Regulation eigenen Lernverhaltens)
3.
Welche Rolle spielt die Gedächtniskapazität bei der Gedächtnisentwicklung.
- strukturelle Zuwächse (Myelinisierung)
- funktionale Zuwächse; Erhöhung der IVGeschwindigkeit durch erweiterte Wissenstrukturen und
Übungsprozesse
- ab dem 5ten Lebensjahr wohl nur noch funktional
- Zunahme der Gedächtnisleistung im Schulalter übertrifft den Anstieg der Kapazität
- Kapazität trägt zwar dazu bei, gilt aber nicht als entscheidender Motor
4.
Welche Defizite des Strategiegebrauchs werden unterschieden?
- Mediationsdefizit (bei Vorschulkindern)
- Produktionsdefizit
- Nutzungsdefizit (Strategieanwendung selbst benötigt zu viele Ressourcen)
5.
Was ist nach der Fuzzy-Trace Theorie bedeutsam für die Gedächtnisentwicklung?
- bessere Gedächtnisleistungen durch weniger Interferenz
- optimale GL bei Erinnerung in der Reihenfolge schwach-stark-schwach (cognitive triage)
- allerdings von Büttner himself widerlegt
6.
Nennen Sie die Motoren der Gedächtnisentwicklung.
1. Gedächtniskapazität
2. Wissen
3. Strategien *
4. Metagedächtnis *
7.
Was lässt sich über Recall in den ersten Lebensjahren aussagen?
- laut Piaget erst ab 18 Monaten möglich (symb. repräsentationale Fähigkeit)
- unmittelbare Nachahmung bei Säuglingen
- verzögerte Nachahmung bei 9 Monate alten über 5 Wochen hinweg
8.
Welche Rolle spielt Wissen bei der Gedächtnisentwicklung?
- inhaltsbezogenes (z.B. Schach) vs. strukturelles (schematischer Handlungsplan) Wissen
- je enger das Geflecht der Wissensbasis, desto wahrscheinlicher die Zugänglichkeit zu benachbarten
Knoten bei der Aktivierung eines Knotens
- Ausdifferenzierung der Wissensbasis erleichtert:
° Zugriff auf Gedächtnisinhalte
° Aktivierung von Beziehungen zw. Gedächtnisinhalten
° Strategiegebrauch (Folge daraus, dass weniger mentale Ressourcen benötigt werden)
9.
Welche Erklärungen für die „Frühe-Kindheits-Amnesie“ gibt es?
- Freud: Verdrängung
- kognitionspsych.: unter 4J erfolgt das Enkodieren ohne episodische Spuren -> Abrufschwierigkeit
10. Was lässt sich über die Fähigkeit zur Rekognition im frühen Kindesalter aussagen?
- Habituation (mit 5 Monaten können Gesichter über 2 Wochen wiedererkannt werden)
- operantes Konditionieren (mit 3 Monaten wird Ass. zw. Mobile und Strampeln erhalten)
- stetige Verbesserung in den ersten beiden Lebensjahren:
° längeres Behaltensintervall
° kürzere Lernzeit
° Zunahme der Informationsmenge, die behalten werden kann
11. Welche Rolle spielen Strategien bei der Gedächtnisentwicklung?
- Enkodier- vs. Abrufstrategien
- Häufigkeit und Effizienz des Strategiegebrauchs steigen mit dem Alter
- bei flexibler und reifer Anwendung von Strategien resultieren gute Gedächtnisleistungen
-> Steigerung von Gedächtniskompetenzen wird wesentlich auf Strategiegebrauch zurückgeführt
12. Welche Rolle spielt das Metagedächtnis bei der Gedächtnisentwicklung?
- großer Zuwachs im deklarativen und prozeduralen MG während der Grundschulzeit
- r=.4 zw. MG und Gedächtnisleistung
-> bedeutsame Bedingung guter Gedächtnisleistungen
4
1.
Interindividuelle Unterschiede in der Entwicklung des Denkens
Wann ist der genetische Einfluss auf ein Merkmal besonders groß?
- wenn die Umwelt besonders homogen ist
( so lange Merkmalsunterschiede noch auf Umweltunterschiede zurückgeführt werden können, ist das
genetische Potential einer Population noch nicht ausgeschöpft)
2.
Was legt die Adoptionsforschung über den IQ nahe?
- der IQ ist in erheblichem Maße umweltabhängig. Eine beliebige Manipulation ist aber aufgrund der
genetischen Bedingtheit nicht möglich
3.
Wie wird in der Zwillingsforschung die Erblichkeit des IQ geschätzt?
- es wird der relative genetische Einfluss auf IQ-Unterschiede geschätzt
- (REZ- RZZ) x 2 = .48
- der tatsächliche gen. Einfluss ist aber größer (durch Messfehler bedingt)
4.
Was lässt sich über den Zusammenhang zw. frühkindlichen Gedächtnisleistungen und dem IQ aussagen?
- mittlere Korrelation zw. Aufmerksamkeits- Rekognitionsleistungen und späterem IQ
- Tests beruhen auf Prozessen der IV, die auch bei Bearbeitung von IQ-Test abgefragt werden
5.
Welche Faktoren tragen zur Steuerung von Entwicklungsprozessen bei?
- artspezifische genetische
- individuell genetische
- Reifungsvorgänge
- Einflüsse der materiellen Umgebung
- Einflüsse der Lernumwelt
6.
Wie wird in der Adoptionsforschung die Erblichkeit des IQ geschätzt?
- (RG – RAG) x 2 = .48
7.
Wie wurde bewiesen, wann der gen. Einfluss auf Entwicklungsunterschiede am größten ist?
- IQ Korrelation zw. EZ und ZZ ist bei Geburt gleich (gen. Einfluss = 0)
- IQ Korrelation nimmt bei EZ mit dem Alter zu, bei ZZ nimmt sie ab.
- der genetische Einfluss nimmt mit dem Lebensalter zu
8.
Erläutern Sie das Konzept der Genom-Umwelt-Kovarianz.
- gleichartige Genome häufen sich in bestimmten Umwelten:
° passive GUK; Eltern schaffen Umwelt, die ihrem Genom entspricht (nimmt mit dem Alter ab)
° reaktive GUK; Genom des Kindes ruft Reaktionen hervor, die zu Genom passen (bleibt konstant)
° aktive GUK; Kind sucht dem Genom entsprechende Umwelten (nimmt mit Alter zu)
9.
Der Zusammenhang zw. IQ-Werten nimmt ab dem 2ten Lebensjahr zu. Wieso?
- ab ca. 24 Monaten ist das Kind in der Lage, mental mit Symbolen umzugehen. Diese Fähigkeit wird in
fast allen IQ-Test überprüft
- die IQ-Tests ähneln sich immer mehr
10. Wann ist der Umwelteinfluss auf ein Merkmal besonders groß?
- wenn es besonders wenig genetische Unterschiede gibt
5
1.
Entwicklung des Selbst und soziale Kognitionen
Wie entwickelt sich Selbstwirksamkeit?
(- Ausmaß, in dem man sich selbst als kompetente Person ansieht)
- auf der Grundlage von Rückmeldungen
- auf der Grundlage von soz. Vergleich
2.
Was sind Indikatoren für ein explizites Selbst?
- sich im Spiegel erkennen; Spiegelbild ist eine Repräsentation der eigenen Person
° zwischen 18 und 24 Monaten
° ab 3 _ Jahren wird das Selbst als stabile Entität erlebt
- Gebrauch von Personalpronomen
° ab ca. 2 Jahren
3.
Definieren Sie das „Selbst“ und „Selbstkonzept“
- Selbst:
° einzigartige Kombination von physischen und psychischen Eigenschaften eines Individuums
- Selbskonzept:
° überdauernde Wahrnehmung des eigenen Selbsts
° Art und Weise, wie ein Individuum sich selbst definiert
(- Spiegel-Selbst: Selbstkonzept wird auch durch die Reaktionen anderer bestimmt)
4.
Welche Attributionsdimensionen für Erfolg und Misserfolg gibt es?
- external vs. internal
- stabil vs. variabel
- sind bereits ab 8 Jahren relativ stabil
5.
Beschreiben Sie das Modell sozialer Informationsverarbeitung nach Dodge:
1. sozialer Stimulus
2. IV:
° Enkodieren
° Interpretation
° Suche nach Antwort
° Bewertung der Antwort (Konsequenzen!)
° Handlung
3. Soziales Verhalten des Kindes
4. Verarbeitung und Bewertung des Verhaltens durch Peers
5. Soz. Handlung der Peers
6.
Welches sind die Meilensteine der Entwicklung sozialer Kognition?
0-1: Unterscheidung zw. vertrauten und unvertrauten Personen
1-2: Kategorisierung anderer anhand soz. bedeutsamer Dimensionen (Alter, Geschlecht)
3-5: Beschreibungen basieren auf Verhaltensweisen und konkreten Attributen anderer
6-10: psychologische Konstrukte
11+: psychologische Vergleiche
7.
Was ist der Unterschied zw. den beiden Arten des Selbst in der frühen Kindheit?
- I, implizites Selbst:
° Unterscheidung zw. Selbst und anderen
° „that I am“
° rudimentäres Wissen, dass Ereignisse von der eigenen Person verursacht werden können
° KEIN unmittelbares Bewusstsein von sich als eigenem Selbst
° charakteristisch für Kinder bis 18 Monate
- ME, explizites Selbst:
° umittelbares Bewusstsein von sich als eigenem Selbst
° public self; influences and is influenced; outer or public components
° what or who I am
8.
Welche Rolle hat die Selbstwirksamkeitserwartung von Vorschulkindern?
- Kinder überschätzen sich selbst meist
- begünstigt Versuche, neue Herausforderungen anzunehmen
- positive Auswirkungen auf spätere Schulleistungen
6
1.
Geschlechtsunterschiede
Welchen Verlauf nimmt die Geschlechtssegration?
- nicht linear (kurz vor der Pubertät am meisten Kontakt zum eigenen Geschlecht)
2.
Welche Typen Geschlecht werden unterschieden?
- biologisches Geschlecht
° genetisches
° chromosomales
° hormonelles
- psychologisches Geschlecht
3.
Welche Erklärungsansätze für psych. Geschlechtsunterschiede gibt es?
- Freud
° Entdeckung anatomischer Unterschiede in der phallischen Phase -> Komplexe
- operante Konditionierung
° unterschiedliche Belohnung für Geschlechtsverhalten
- Imitationstheorie:
° differentielle Beobachtungsgelegenheiten
° selektive Imitation
° Elternidentifikation
- kogn. Erklärungsansatz (Kohlberg)
° Entwicklung der Geschlechtskonstanz als treibende Kraft der Geschlechtsentwicklung
° Erkennen des eigenen Geschlechts führt zu Bestreben, das Selbstbild dem Stereotyp anzupassen
° positive Bewertung des eigenen Geschlechts
° selektive Situationsauswahl
° Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil
– Kritik: geschlechtsspezifisches Verhalten findet schon vor Entwicklung der Geschlechtskonstanz statt;
Kinder imitieren nicht Personen, sondern Verhalten; Identifikation mit gleichgeschlechtlichem Elternteil
schwer nachweisbar
4.
Warum gibt es einen Zusammenhang zw. IQ und Geschlechtsverhalten?
- aus der Sicht der kognitiven Entw-psych. ist Geschlecht ein Konzept
- Konzept wird von klügeren Kindern früher erworben, sie verhalten sich auch dementsprechend
5.
Welche frühkindlichen Geschlechtsunterschiede gibt es?
- Jungen sind motorisch aktiver
- Jungen können besser mental rotieren
- Jungen sind aggressiver
6.
Welche Aspekte des Geschlechtsverständnisses gibt es?
- Identität (ab 2 _ Jahre)
- Konstanz; Stabilität über die Zeit (4-5J)
- Konsistenz; Unabhängig von äußerer Erscheinung (ab 6J)
7
1.
Aggression
Was läßt sich über Aggresssion im Jugendalter aussagen?
- offene Formen aggressiven Verhaltens nehmen ab
- verdecktes antisoziales Verhalten nimmt zu (Diebstahl, Drogen etc.)
- bei aggressiven Kindern nimmt Aggression eher noch zu
2.
Welche Formen von Aggression werden unterschieden?
- feindselige
° Ziel, jmd. zu verletzen oder zu schädigen
- instrumentelle
° Ziel, Objekt oder Privileg zu beschaffen
3.
Welchen Entwicklungsverlauf zeigt Aggression?
- 2-3J.: aggressive Reaktionen auf elterliche Verbote
- später aggressive Reaktionen aufgrund von Konflikten mit anderen Kindern
- Tendenz zu Aggression als Revanche nimmt zu
- feindselige Aggression nimmt mit dem Alter zu
- Häufigkeit und Dauer aggressiver Verhaltensweisen nehmen mit dem Alter ab
4.
Nennen Sie verschiedenen Definitionen von Aggression:
- Aggression als Instinkt (Lorenz)
° aggr. Verhaltensweisen als Ausdruck von Instinkten
° helfen, das Überleben der Art zu sichern
- Behaviorale Def.:
° für einen anderen Organismus schädliche Verhaltensweise (->Versehen?)
- Intentionale Def.:
° Absicht, einen anderen zu schädigen (->Autoaggression)
5.
Welche Theorien zu Aggression gibt es?
- ethologischer Ansatz (Lorenz)
° jeder hat aggressiven Instinkt, der sich von selber auflädt
° Entladung erfolgt nach Schlüsselreizen oder Aggressionsstau
° dient der ökologischen Balance
° dient Schutz vor Eindringlingen
° dient Rangordnungskämpfen
- Frustrations-Aggressions-Hypothese:
° (Frustration -> Aggression)
° Frustration erhöht Bereitschaft zu aggressivem Verhalten
° Attacken oder aggr. Habits erhöhen die Aggressionsbereitschaft
° aggressive Cues begünstigen Aggression
- soziale Lerntheorie (Bandura)
° Beobachtungslernen
° Verstärkungslernen
° Aggression wird durch instrumentelle Erwartungen aufrecht erhalten
° Verstärkungslernen
° Aggression wird durch instrumentelle Erwartungen aufrecht erhalten
6.
Welche Typen aggressiver Personen gibt es?
- proaktiv (instrumentell)
° setzen sich ein instrumentelles Ziel
° Überzeugung, dass sich aggressive Verhaltensweisen auszahlen
- reaktiv (feindselig)
° attribuieren feindliche Absichten
° Misstrauen gegenüber anderen Personen
° suchen nicht nach Alternativen und schätzen Konsequenzen nicht ab
7.
Welche Faktoren beeinflussen das Urteil über Aggressivität:
- Grundüberzeugungen (soz., religiös)
- Kontext
- Intensität
- Konsequenzen
- Geschlecht
8
1.
Prosoziales Verhalten und Moral
Welche Theorien über prosozialen Verhaltens kennen Sie?
- biologische Theorie
° zum Teil Instinktverhalten, besser geschützt gegen Feinde; altruistische Gene werden weitergegeben
- soziale Lerntheorie
° über Beobachtung und Nachahmung erworben; selbstverstärkend durch positive Affekte
- kognitive Theorien
° Erkennen der Bedürfnisse anderer
° Zunahme der Perspektivenübernahme, empathischer Reaktionen, komplexer Begründen des Verhaltens
2.
Wie wird Altruismus definiert?
- behavioral:
° Verhalten, das anderen Personen zugute kommt (unabhängig von den Motiven der handelnden Person)
- intentionale Definition:
° Verhalten, dem überwiegend die Intention zugrunde liegt, anderen Personen zu nutzen
3.
Beschreiben Sie die Anfänge prosozialen Verhaltens.
- rudimentäres Rationalitätsprinzip bei 2jährigen (Teilen)
- rudimentärs Reziprozitätsprinzip bei 3jährigen
- Sympathie und Mitleid ab 2 Jahren
° vom kogn. Entwicklungsstand und Erziehungsverhalten abhängig
- Bereitschaft von prosozialem Verhalten nimmt mit dem Alter zu
4.
Welche Komponenten von Moral gibt es?
Prinzipien und Ideale
- kognitiv: was ist richtig und was falsch
- behavioral: verpflichtend, um Verhalten daran zu orientieren
- affektiv: Scham vs. Stolz
5.
Welche Stadien der Moral unterscheidet Piaget?
- vormoralisches Stadium (Vorschulkinder)
° kein Bewusstsein von sozial definierten Regeln
- Stadium der heteronomen Moral oder des moralischen Realismus (5-10)
° Regeln sind „heilige“ Sollsetzungen von äußeren Instanzen
° Autoritäten begründen, was richtig bzw. falsch ist
° Regeln werden befolgt, weil Abweichungen bestraft werden
° bewerten eine Tat an den Konsequenzen
° „life is fair and just“
° prefer expiatory punishment
- Stadium der autonomen Moral oder des moralischen Relativismus (ab 10-11)
° Wechsel der Stadien durch Kontakt zu peers
° Regeln sind soziale Vereinbarungen, können in Frage gestellt werden
° Regelbefolgung, weil es vernünftig ist
° unter Umständen können Regeln verletzt werden
° Regelverletzungen werden nach Intentionen beurteilt
° nicht jeder Regelbruch wird bestraft
6.
Welche Phasen der Entwicklung prosozialen Verhaltens werden unterschieden?
- Phase I (0-2)
° Bewusstsein der eigenen Person
° Anzeichen von Sympathie
- Phase II (3-6, präoperational)
° relativ egozentrisch
° prosoziales Verhalten ist selbstdienlich
- Phase III (7-12, konkret)
° Fähigkeit zur Perspektivenübernahme
° Bedürfnisse anderer als Grundlage prosozialen Handelns
° „I’d help cause she needs help“
- Phase IV (Jugendalter)
° abstrakte prosoziale Normen werden verstanden
° Orientierung an Werten
° Personenkreis wird ausgweitet
7.
Welche Stadien der Moral unterscheidet Kohlberg?
- Niveau I: Präkonventionell
° Regeln sind extern vorgegeben, Vermeidung von Bestrafung
° Stadium I: heteronome Moral:
Orientierung an der Bestrafung
° Stadium 2: Instrumenteller Individualismus
Orientierung an eigenen Bedürfnissen, „satisfy personal objectives“
- Niveau II: Konventionell
° wichtige Sozialbeziehungen sollen erhalten bleiben
° Stadium 3: Interpersonelle Übereinstimmung
Familie und andere Primärgruppen sind der Bezugsrahmen
„actions are evaluated on the basis of the actors intent“
° Stadium 4: Sozialsystem
„will of society reflected in law“
Erfüllung des Rechtssystems
Niveau III: Postkonventionell
° Infragestellung des Systems
° Definition eigener Werte und Prinzipien
° Stadium 5: sozialer Vertrag und individuelle Rechte
System ist ein veränderbarer Vertrag
Menschenrechte sind unveräußerlich
„imposed laws are considered unjust“
° Stadium 6: universale ethische Prinzipien
eigene Suche nach ethischen Prinzipien
Verstöße gegen diese Prinzipien müssen geändert werden
9
1.
Entwicklung im Jugendalter
Was besagt die Devianzhypothese und was spricht für sie?
- früherer Sex aufgrund bewusster Abgrenzung von gesellsch. Normen
- früherer Sex korreliert mit:
° Unabhängikeit, Unkonventionalität
° Ablehnung des Elternhauses
° Drogen
2.
Welche Entwicklungsaufgaben haben Jugendliche?
- Verarbeitung körperlicher Veränderungen
- Ablösung von den Eltern, Eigenverantwortlichkeit
- Aufbau eines eigenen Wertesystems
- Planung der Zukunft
3.
Was lässt sich über die kognitive Entwicklung im Jugendalter aussagen?
- Denken wird erfahrungsunabhängig
- hypothetisch-dedutives Denken
- Denken wird induktiv/reduktiv
- Denken wird reflexiv -> mehr Metakognition ermöglicht selbstregulierendes Denken und Lernen
4.
Was lässt sich über das Wachstum in der Pubertät sagen?
- tritt unterschiedlich früh auf, verläuft aber nach dem gleichen Schema
5.
Was versteht man unter der Puberszentendisharmonie?
- Hände, Füße u. Hals wachsen schneller als Kopf und Rumpf
- Koordinationsprobleme
6.
Was sind Quellen von Entwicklungsaufgaben?
- universelle biologische Veränderungen
- gesellschaftliche Erwartungen
- Ziele und Werte des Individuums
7.
Was sind Kennzeichen des Jugendalters?
- gesellschaftlich bedingtes Entwicklungsstadium
- Länge der Phase ist abhängig von der Gesellschaft
- Übergangsstadium
8.
Welche Folgen kann Früh bzw. Spätentwicklung haben?
- größeres Risiko, psychische Probleme zu entwickeln
9.
Was besagt die Hypothese normorientierten Verhaltens?
- symbolischer Vollzug des Übergangs ins Erwachsenenalter
- Jugendliche aus niedrigeren Schichten haben früher Sex
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