close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Familie - EAF Sachsen eV

EinbettenHerunterladen
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Antworten der SPD Sachsen
Familienbilder in der Gesellschaft
Frage 1:
Was meinen Sie, wenn Sie von „Familie“ sprechen? Wer gehört Ihrer Meinung zu einer
Familie? Welche Grundvoraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man bei einer
Beziehungskonstellation von Familie sprechen kann?
Familie geht mit der Zeit und wird heute in vielfältigen Formen gelebt. Familie ist dort, wo
dauerhaft für andere Verantwortung und Fürsorge übernommen wird. Dazu gehören Paare –
ob mit oder ohne Kinder, ob mit oder ohne Trauschein – ebenso wie Alleinerziehende,
Patchwork- oder Regenbogenfamilien sowie Großeltern und Menschen, die für ihre
pflegebedürftigen Eltern sorgen.
Frage 2:
Wie werden Sie sich dafür einsetzen, das Prinzip des „Gender Mainstreaming“ in allen
gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen? Was kann Ihrer Meinung nach dafür
getan werden, das Bild von Familie in der Gesellschaft auch gendergerecht zu
entwickeln?
Die Einführung von Gender Mainstreaming als Handlungsstrategie für die Verwaltungen im
Freistaat Sachsen war richtig. Nur muss diese auch lebendig fortgeführt und praktisch
weiterentwickelt werden. Denn wir wollen die Anwendung von Gender-Strategien erreichen.
Zwar werden Gender Mainstreaming-Strategien im Bereich der sächsischen Ministerien
angewendet, von einer flächendeckenden Anwendung dieser Strategie kann jedoch keine
Rede sein. Darüber hinaus soll auch die haushalterische Feststellung und Beseitigung
geschlechtlicher Benachteiligung bei der öffentlichen Hand implementiert werden.
So sollen Gender-Budgeting-Strategien, wenn möglich bis zum Jahr bis zum Jahr 2016, in
allen Bereichen des öffentlichen Dienstes angewendet werden.
Seite 1 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Vereinbarkeit von Familie und Beruf/ Familie und Arbeitsmarkt
Frage 3:
Der demografische Wandel und die massive Abwanderung junger Menschen
(insbesondere Frauen) aus Sachsen haben dazu geführt, dass in einigen Branchen
inzwischen Fachkräftemangel herrscht. Weiche Standortfaktoren, zum Beispiel Aspekte
rund um das Thema „Familienfreundlichkeit“, werden zunehmend wichtiger bei der
Akquise von MitarbeiterInnen.
Der wichtigste Standortvorteil für Fachkräfte sind faire Arbeitsbedingungen. Gute und faire
Arbeit setzt auch eine familiengerechte Arbeitswelt voraus. Die bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf nutzt den Familien und setzt zugleich Impulse für größeren betriebs- und
volkswirtschaftlichen Erfolg. Den größten Beitrag dazu leisten eine qualitativ hochwertige,
gut erreichbare und bezahlbare Kinderbetreuung, die allen Eltern das Arbeiten in einer
flexiblen Arbeitswelt ermöglicht. Die sächsischen Unternehmen werden wir weiter darin
unterstützen, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anzubieten, die im Einklang mit
familiären Notwendigkeiten stehen.
Grundsätzlich ist, gemessen an den jahrelangen Abwanderungserscheinungen junger
Menschen, die sächsische Niedriglohnstrategie gescheitert. Erst wenn
Verdienstmöglichkeiten und Lebenshaltungskosten ein zu anderen Bundesländern
vergleichbares Maß bieten, werden mehr Menschen in ihre alte Heimat Sachsen kommen
und andere neu hierher ziehen. Daneben sind Fragen der Infrastruktur, gerade für junge
Familien, von enormer Bedeutung, also die Fragen nach Entfernung zur Kindebetreuung,
Länge des Schulweges, Freizeitmöglichkeiten, eine gut erreichbare, weil flächendeckende,
Gesundheitsversorgung, eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr und
viele weitere.
Aus diesem Grund wollen wir bei einer Übernahme von Regierungsverantwortung nach dem
31. August sächsische Kitas zu Eltern-Kind-Zentren ausbauen, um Familien zusätzlich zu
unterstützen. Um flächendeckende Angebote der Kinder- und Jugendhilfe zur erhalten,
wollen wir die Jugendpauschale auf 15 Euro erhöhen. Wir setzen uns auch dafür ein, dass für
Kinder und Jugendliche die Nutzung von Sportstätten möglichst kostenfrei werden soll.
Seite 2 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Frage 4:
Wie will sich Ihre Fraktion künftig dafür einsetzen, das Thema Familienfreundlichkeit“
bei sächsischen Unternehmen zu verstetigen? Wie wollen Sie verbindlich
familienfreundliche Arbeitszeiten in sächsischen Unternehmen – insbesondere relevant
für Alleinerziehende – durchsetzen? Wie können sich sächsische Unternehmen mehr in
die Ausgestaltung der Betreuungsangebote einbringen?
Häufig bestimmt die Berufstätigkeit beider Elternteile über das Leben der Familien. Zeit für
Kinder wird dadurch in vielen Fällen zur Mangelware. Familien dürfen nicht in die Mühlen
zwischen Anforderungen des Arbeitgebers und Bedürfnissen ihrer Kinder geraten. Die
Möglichkeit, Arbeits- und Familienleben in Einklang zu bringen, darf sich jedoch nicht
ausschließlich an den Bedürfnissen der Arbeitsgeber orientieren. Kinder brauchen Zeit, in
denen ihnen die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern gehört. Deshalb brauchen Familien,
wo es die Tätigkeit erlaubt, zeitliche Flexibilität am Arbeitsplatz. Insbesondere Eltern, deren
jüngstes Kind zwischen einem und drei Jahren alt ist, wünschen, dass beide Partner in
gleichem Umfang erwerbstätig sind und sich gleichermaßen um Familie und Haushalt
kümmern. Um diesen Wünschen zu entsprechen, schlagen wir eine bessere Vereinbarkeit
von Familie und Beruf durch eine neue Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit vor.
Das Modell der Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit sieht vor, dass beide Eltern ihre
Arbeitszeit auf 80 Prozent anpassen – also auf 32 Stunden pro Woche. Diese
familienpolitische Lohnersatzleistung sollen Eltern von Kindern im Alter zwischen ein und
drei Jahren bei einer partnerschaftlichen Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit im
Anschluss an das Elterngeld erhalten können. Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit
sollten durch dieses Modell finanzielle Anreize zur Arbeitszeitreduktion für beide Elternteile
erhöhen.
Frage 5:
Wie wollen Sie zukünftig im Bereich der Kinderbetreuung Rahmenbedingungen
schaffen (Öffnungszeiten, Randzeitenbetreuung), die es Eltern möglich machen, sowohl
einem Beruf nachzugehen als auch familiäre Verpflichtungen wahrzunehmen? Wie
wollen Sie in diesem Kontext Alleinerziehende unterstützen?
Seite 3 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter sind bedarfsbedingte
Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen wichtig. Die meisten Kitas in Sachsen haben
Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr und sind bereits flexibel auf die Bedürfnisse der Eltern
eingestellt.
Frage 6:
Wie wollen Sie insbesondere Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf nach
Kindererziehungs- und Pflegezeiten ermöglichen?
Grundsätzlich müssen alle verschiedenen politischen Ebenen an diesem Punkt
zusammenarbeiten. Der Bund hat beispielsweise in der vergangenen schwarz-roten Koalition
zwischen 2005 und 2009 ein Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ aufgelegt. Mit
dem Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ unterstützt die Bundesregierung
Frauen und Männer, die familienbedingt mehrere Jahre aus dem Erwerbsleben
ausgeschieden sind, bei einem perspektivreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben. Seit
März 2008 führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das
Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ gemeinsam mit der Bundesagentur für
Arbeit und anderen Kooperationspartnern durch. Im Aktionsprogramm werden Angebote
und Initiativen gebündelt und der Austausch mit Ländern und Verbänden gefördert.
Familienbedingte Erwerbsunterbrechungen betreffen – vor allem in den alten
Bundesländern – hauptsächlich Frauen. Ziel des Bundesfamilienministeriums ist es, faire
Einkommensperspektiven zu schaffen und die Erwerbstätigkeit von Frauen sowohl
quantitativ als auch qualitativ über die ganze Erwerbsbiografie hinweg zu stärken. Der
Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg kommt hierbei eine besondere Bedeutung
zu. Denn wenn der Wiedereinstieg zum Beispiel mit 40 Jahren gelingt, haben
Wiedereinsteigerinnen noch 27 Jahre bis zur Rente vor sich und damit Möglichkeiten für
berufliche Perspektiven und eine spürbare Verbesserung der eigenen Alterssicherung.
Ziele des Aktionsprogramms:

Frauen nach mehrjähriger familienbedingter Erwerbsunterbrechung beim
Wiedereinstieg mit Perspektive unterstützen und so einen wichtigen Beitrag zu fairen
Einkommensperspektiven im Lebensverlauf leisten
Seite 4 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen

Unternehmen und Betriebe für das Potential der Wiedereinsteigerinnen
sensibilisieren, auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs

Auf lokaler Ebene die Rahmenbedingungen für einen gelingenden Wiedereinstieg
verbessern

Männer dafür gewinnen, ihre (Ehe-) Partnerinnen im Prozess des Wiedereinstiegs
aktiv zu entlasten und Verantwortung für Aufgaben in Familie und Haushalt zu
übernehmen. Durch das Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen Zeit für
Wiedereinstieg schaffen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördern.
Die derzeitige Koalition von SPD und CDU auf Bundesebene hat im Koalitionsvertrag
beschlossen, dass Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung nach einer Familienzeit durch die Weiterführung des Programms „Perspektive
Wiedereinstieg“ und durch weitere Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung gefördert. Bei
Einstellungen und Beförderungen im öffentlichen Dienst soll die Kindererziehung positiv
berücksichtigt werden. Frauen und Männer, die eine Familienphase einlegen, sollen dadurch
keine Karrierenachteile erleiden.
Darüber hinaus sollten Politik und Verwaltung im Freistaat Sachsen beobachten, wie sich das
Bundesprogramm in Sachsen auswirkt und welche eigenen Unterstützungsmaßnahmen
zudem auf Landesebene ergriffen werden können und sollten.
Kindertageseinrichtungen/Teilhabe von Kindern
Frage 7:
Wie positionieren Sie sich zu einer grundsätzlich kostenfreien Kinderbetreuung,
inklusiver der Mittagsversorgung?
Es ist an der Zeit, Kitas als allgemeine Bildungseinrichtungen für alle Kinder gebührenfrei zu
gestalten – dieses Vorhaben wollen wir in den nächsten Jahren zügig umsetzen.
Seite 5 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Frage 8:
Werden Sie sich für eine sachsenweite kostenfreie Beförderung von allen Kindern und
Jugendlichen einsetzen?
Schülerbeförderung stößt an die Grenzen der Belastbarkeit der Eltern. Die kostenfreie
Schülerbeförderung ist Teil der verfassungsmäßigen Lernmittelfreiheit. Über die
beitragsfreie Schülerbeförderung hinaus wollen wir als zusätzliche Option ein Bildungsticket
für 10 Euro im Monat einführen, das für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende
gelten soll. Das Bildungsticket gibt diesen jungen Menschen die Möglichkeit, jederzeit mobil
zu sein und im ganzen Jahr Fahrten nicht nur zur Schule und zum Ausbildungsort, sondern
auch zur Praktikumsstelle, zu Vereinen und Kultureinrichtungen zurückzulegen. (siehe
Regierungsprogramm, S. 16)
Frage 9:
Wie ist Ihre Position zur Kostenfreiheit bei Musikschulen, Museen, Sport und
Freizeitstätten für Kinder?
Die SPD setzt sich für eine Stärkung der Kommunen ein, womit auch eine bessere finanzielle
Ausstattung einhergehen muss. Das ist auch Voraussetzung dafür, dass Kommunen ihre
Verantwortung für das kulturelle Leben vor Ort wahrnehmen können.
Wir begrüßen das Engagement der Kommunen, die in ihren kommunalen Museen und
Bibliotheken für Kinder- und Jugendliche eine gebührenfreie Nutzung ermöglichen bzw.
Sozialtarife einführen. Die Kommunen sind bei der Entwicklung dieser Modelle besonders
durch die Aufstockung der Kulturraummittel zu unterstützen. Wir werden die Kürzungen
Kulturraummittel nicht nur zurücknehmen, sondern für eine deutliche Aufstockung der
Mittel für die Kulturräume sorgen. Wir wollen die institutionelle Förderung des Sports mit
jährlich 20 Millionen Euro für den Landessportbund und seine Gliederungen ausgestalten.
Darüber hinaus soll ein kontinuierlicher Ausbau und Erhalt der Sportinfrastruktur mit
jährlich mindestens 25 Millionen Euro erfolgen. Wir wollen keine weitere
Gebührensteigerung für die Sportstättennutzung. Für Kinder- und Jugendsport müssen die
Anlagen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Außerdem streben wir den Ausbau von
barrierefreien Sporteinrichtungen an.
Seite 6 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Frage 10:
Wie stehen Sie zu der Forderung der Liga der Wohlfahrtsverbände nach einer
Verbesserung des Betreuungsschlüssels sowohl für Krippen- als auch für
Kindergartenkinder in Sachsen. Wie wollen Sie das Thema „Inklusion“ in
Kindertageseinrichtungen durchsetzen?
Frage 11:
2009 ist das kostenfreie Vorschuljahr für Kinder gestrichen worden – Wie positioniert
sich Ihre Fraktion zu der Forderung nach Wiedereinführung des kostenfreien
Vorschuljahres? Werden Sie sich für eine weitere Anhebung der Kita-Pauschale
einsetzen? Wenn ja, in welcher Höhe? Wenn nein, warum nicht?
Gute Kindertagesstätten mit hochqualifizierten Fachkräften und Zeit für die individuelle
Förderung der Kinder sind eine Grundvoraussetzung, um Bildungsbenachteiligung von
Anfang an zu vermeiden bzw. abzubauen. Die SPD setzt sich daher für eine Senkung des
Betreuungsschlüssels ein. Mehr Zeit für Kinder heißt konkret in der Krippe: 1:4, im
Kindergarten 1:10 und im Hort 1:16 – und das verbindlich und ganztägig.
Die Senkung des Betreuungsschlüssels ist vor allem mit dem Ziel verbunden, Vor- und
Nachbereitungszeiten, Fehlzeiten durch Krankheiten, Fortbildung sowie Urlaub endlich
auszugleichen. Darüber hinaus muss ein im Gesetz verankerter Personalschlüssel dann auch
dem faktischen Personalschlüssel entsprechen. D. h. mehr gut ausgebildetes Personal an den
Kitas statt Assistenz- oder Hilfskräfte. Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind für die
Entwicklung die Entscheidenden. Hier muss dringend investiert werden, denn Maßnahmekarrieren und Arbeitslosigkeit sind für die Gesellschaft teurer und fördern die soziale
Spaltung. Die SPD wird das Kitagesetz entsprechend ändern und in einem Stufenplan die
Landespauschale für die Kitas anheben und somit die Kommunen und Eltern trotz
qualitativer Verbesserungen nicht weiter belasten.
Der Sächsische Bildungsplan betont die Notwendigkeit der Vielfalt und Heterogenität der
Lebenswelten. Das bedeutet schlussendlich auch, dass die Bildungsvoraussetzungen von
Kindern in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Wir werden Inklusion im Kindergarten so
weiterentwickeln, dass die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe angewandt werden.
Seite 7 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Frage 12:
Werden Sie die Weiterentwicklung des Sächsischen Landeserziehungsgeldes und die
Beibehaltung der finanziellen Urlaubsunterstützung für Familien mit geringem
Einkommen beibehalten?
Aus unserer Sicht besteht die Notwendigkeit das Landeserziehungsgeld tatsächlich weiter zu
entwickeln. Es sollte künftig einen Anspruch auf Landeserziehungsgeld geben, auch wenn
das Kind einen mit staatlichen Mitteln geförderten Platz in einer Kindertageseinrichtung
oder in einer Kindertagespflege in Anspruch nimmt. Vor allem vor dem Hintergrund der
Gewährleistung von gleichen Bildungschancen von Anfang an sollte sichergestellt werden,
dass Eltern nicht zwischen einem zusätzlichen Familieneinkommen oder einer Betreuung in
einer KiTa wählen müssen. Eine solche Weiterentwicklung ist dringend notwendig. Darüber
hinaus gilt es sicherzustellen, dass es allen Familien unabhängig von ihrer
Einkommenssituation möglich ist, Zeit miteinander außerhalb der eigenen vier Wände zu
verbringen. Dazu gehört ein gemeinsamer Urlaub. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen,
dass auch weiterhin Familienerholung gefördert wird.
Bildung und Beratung für Familien
Frage 13:
Freie Schulen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wie wollen Sie die Existenz von
freien Schulen in Sachsen und deren Finanzsituation in Zukunft sichern und die zügige
Umsetzung des Gerichtsurteils zu freien Schulen gewährleisten?
Frage 14:
Wie wollen Sie durchsetzen, dass sie Forderung nach inklusiver Bildung auch in Schulen
umgesetzt wird?
Die Schule der Zukunft ist eine Schule für alle. Die SPD will und wird gemäß der UNBehindertenrechtskonvention ein inklusives Schulsystem umsetzen, in dem Kinder mit
individuellen Voraussetzungen gefördert werden. Das jedoch ist bei vollen Klassen mit 28
und mehr Kindern und ohne ausreichende Unterstützung von sonderpädagogischen
Fachkräften nicht möglich. Die SPD wird die „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der
Seite 8 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung und
sonderpädagogischen Förderbedarf sowie zur Ausgestaltung des sächsischen Schulsystems
in Hinblick auf die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen“ der
Expertenkommission einschließlich des Minderheitenvotums prüfen und mit den Akteuren
nach dem Anspruch der Menschen mit Behinderung „Nicht über uns – ohne uns!“ umsetzen.
Es braucht nicht vordergründig mehr Gesetze in Sachsen – aber es braucht bessere Gesetze.
Wir werden daher das „Gesetz über Schulen in Freier Trägerschaft“ im Sinne der von der SPD
initiierten Verfassungsgerichtsentscheides novellieren. Weiterführend jedoch wird das nicht
alleinig unsere Aufgabe sein. Das sächsische Bildungssystem wird den Anforderungen des 21.
Jahrhunderts und somit unserer Kinder und der Gesellschaft nicht mehr gerecht.
Wenn 10 Prozent der Jugendlichen die Schule jedes Jahr ohne qualifizierten Abschluss
verlassen und mehr als 6 Prozent auch fünf Jahre nach Inkrafttreten der UNBehindertenrechtskonvention immer noch auf der Grundlage einer Letztentscheidung des
Staates (SBA) eine Förderschule besuchen, dann kann man nicht von einem erfolgreichen
Schulsystem für alle Kinder sprechen. Die SPD will ein sozial gerechtes und durchlässiges
Bildungssystem gestalten – mit den Menschen vor Ort. Wir wollen eine Schule, die
eigenverantwortlich den Schulalltag gestalten kann, die ein Mitspracherecht bei der
Einstellung von Lehrkräften hat, die ganztägig und inklusiv arbeitet, in der Demokratie
gelebt wird, in dem Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und
Schulträger gemeinsam an der Gestaltung beteiligt sind. „Kein Kind beschämen. Kein Kind
zurücklassen.“ das ist unser Motto! Daher brauchen wir auch ein modernes und
anspruchsvolles Schulgesetz.
Frage 15:
Familienbildungsangebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Wie positioniert sich Ihre
Fraktion zum Thema Familienbildung? In welchem finanziellen Umfang wird nach Ihrer
Vorstellung die Familienbildung in Sachsen in Zukunft gefördert werden? Welche
Perspektiven hat die Familienbildung?
Familienbildung soll und will Eltern stark machen, damit sie die alltäglichen und die
zusätzlichen Herausforderungen bewältigen können. Wir wollen, dass Familien stärker als
bisher begleitet werden. Eltern müssen aber auch wissen, an wen sie wenden können, wenn
Seite 9 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
sie Hilfe benötigen. Wir wünschen uns noch einen größeren Stellenwert von
Familienbildungsangeboten, deshalb wollen wir den Ausbau von Kindertagesstätten zu
Eltern-Kind-Zentren. Dazu bedarf es jedoch einer zusätzlichen personellen Ausstattung.
Wir versprechen uns davon den niedrigschwelligen Zugang auch zu Angeboten der
Familienbildung für Familien, die bisher ein solches Bildungsangebot noch nicht
wahrgenommen haben. Dazu ist eine zusätzliche finanzielle Ausstattung sowohl auf Seiten
der Kindertagesstätte, als auch auf Seiten des Trägers der Bildungsangebote Voraussetzung.
Frage 16:
Wie wollen Sie die Zukunft der für Familien so wichtigen Schwangerschafts-, Familien-,
Ehe- und Lebensberatungsstellen in Sachsen gewährleisten? Eine ebenso wichtige
Funktion haben Familienhebammen. Wie können Familienhebammen künftig ihre
Aufgabe als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Ämtern zum Wohle sächsischer
Familien wahrnehmen? Welche Maßnahmen zur Evaluierung können sie sich für die
Arbeit der Familienhebammen in Sachsen vorstellen?
Wir werden die finanzielle Ausstattung der Beratungsstellen verbessern, um sicherzustellen,
dass Betroffenen in Krisensituationen kurzfristig auf ein Beratungsangebot zurückgreifen
können. Neben den Beratungsangeboten in den Schwangerschafts-, Familien-, Ehe- und
Lebensberatungsstellen wurde mit der Ausbildung von Familienhebammen ein neues und
gutes Angebot für Familien in belastenden Lebenssituationen ins Leben gerufen.
Leider existiert derzeit keine sichere Finanzierungsgrundlage für die Tätigkeit von
Familienhebammen, so dass nicht alle ausgebildeten Familienhebammen tatsächlich
notwendige Unterstützung leisten konnten. Priorität vor einer Evaluation der Arbeit der
Familienhebammen genießt aus unserer Sicht die finanzielle Absicherung der Arbeit der
Familienhebammen.
Familien und ihre Interessenvertretung
Frage 17:
Wie sehen Sie die Zukunft der Verbandsförderung in Sachsen? Wie stehen Sie zu der
Forderung nach Rückkehr zu einer angemessenen institutionellen Förderung?
Seite 10 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Familien brauchen eine starke Interessenvertretung. Diese nehmen seit Jahren die
Familienverbände wahr. Die Interessen von Familien stetig und hörbar zu vertreten, ist kein
Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe. Wir als SPD wollen in der Förderstruktur weg von
der reinen Projektförderung und stattdessen verstärkt institutionell fördern. Die
Projektförderung muss zukünftig auf zeitlich befristete Aufgaben begrenzt werden.
Frage 18:
Wie positionieren Sie sich zu dem Modell einer Implementierung von Familienpolitik als
Pflichtaufgabe, z. B. durch die Verankerung familiengerechter Grundsätze in der
Gemeindeordnung?
Familienpolitik soll Rahmenbedingungen für Lebensläufe schaffen, in denen Familie und
Familienentwicklung nachhaltig gelebt werden kann. Dazu gehören beispielsweise die
Kindertagesbetreuung oder andere Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Die vorgenannten
Aufgaben sind pflichtige Aufgaben der Kommunen. Innerhalb der Kommune gehört
Familienpolitik grundsätzlich zu einer wichtigsten Aufgaben. Es gilt jedoch künftig die
Grundlagen und Handlungsfelder kommunaler Familienpolitik stärker in den Mittelpunkt zu
stellen, denn Kinder- und Familienpolitik ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für
Kommunen. Inwieweit die Verankerung familiengerechter Grundsätze in der
Gemeindeordnung diesen Weg ebnen, werden die politischen Diskussionen zeigen.
Frage 19:
Wie stellen Sie sich eine kontinuierliche Berichterstattung zur Situation von Familien in
Sachsen und deren Bedürfnisse vor?
Bislang ist in Sachsen noch kein Familienbericht erschienen. Wir brauchen ein umfassendes
und einheitliches Berichtserstattungskonzept. In einem solchen muss ein dauerhafter
Familienbericht implementiert werden. Die vereinzelte Berichtserstattung im Bereich
Familie, Jugend und Soziales erfolgt ohne erkennbaren Zusammenhang. Darüber hinaus
waren bei verschiedenen Berichten, bspw. dem 4. Kinder- und Jugendbericht, immer wieder
quantitative Erkenntnislücken sichtbar, die sich ohne eine entsprechende fachliche
Unterstützung in Form einer entsprechenden Fachstelle auch künftig nicht schließen wird.
Deshalb ist ein wissenschaftsbasiertes Kompetenzzentrum einschließlich einer Arbeitsstelle
für Sozialstatistik notwendig.
Seite 11 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Die Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigen, dass bereits mit einer gezielten
Auswertung vorhandener Daten, einer Regionalisierung sowie einer kontinuierlichen
Fortschreibung ein sehr viel differenzierteres Bild zur Lebenslage Familien gezeichnet werden
kann.
Familien und Medienkompetenz
Frage 20:
Welche Strategien und Vorhaben möchten Sie zur Verbesserung der Medienkompetenz
von Familien in allen Konstellationen angehen? Sehen Sie Verbesserungsbedarf bei der
momentanen Ausstattung mit medienpädagogischen Angeboten im schulischen und
außerschulischen Bereich an sächsischen Bildungseinrichtungen?
Die Fähigkeit einer kompetenten Nutzung medialer Inhalte, des kritischen Umgangs mit
medialen Inhalten und die Nutzung technischer Möglichkeiten sind die Voraussetzung für
das Lernen, den Erwerb von Wissen, den Zugang zu Informationen und damit für die
gesellschaftliche Partizipation und soziale Teilhabe in einer digitalisierten und vernetzten
Welt.
Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation. Politik hat die Aufgabe, die
Rahmenbedingen so zu gestalten, dass jeder und jedem die Chance eröffnet wird, diese
Fähigkeiten zu entwickeln. Wir wollen einer Spaltung der Gesellschaft in kompetente Nutzer
und inkompetente Nutzer entgegenwirken. Wir stehen für einen ganzheitlichen und
nachhaltigen Ansatz zur Förderung von Medienkompetenz durch Medienbildung, der in dem
Dreiklang von pädagogischer Aus- und Fortbildung, der Einbindung in den schulischen Alltag
sowie der Förderung von außerschulischen Projekten und im Rahmen des lebenslangen
Lernens eingebunden ist. Ziel einer landesweiten strategischen Planung ist es, strukturellen
Defiziten entgegenzusteuern, die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Medienbildung und
Medienkompetenzentwicklung in Sachsen transparent zu machen, zu vernetzen, zu
koordinieren und weiter zu entwickeln. Dabei ist nicht nur auf die Zielgruppe der Kinder- und
Jugendlichen abzustellen, sondern ebenfalls pädagogisch Tätige, Erwachsene und Eltern
sowie SeniorInnen einzubeziehen.
Seite 12 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Wie im Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 8. März 2012 dargestellt, gehört
Medienbildung zum Bildungsauftrag der Schule, „denn Medienkompetenz ist neben Lesen,
Rechnen und Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik geworden.“ Medienbildung, im
Sinne des Lernens und Lehrens mit Medien und des Lernens und Lehrens über Medien ist
zwar Bestandteil des sächsischen Lehrplans und wird von vielen engagierten Lehrinnen und
Lehren auch fächerübergreifend umgesetzt.
Allerdings sehen wir, dass die Rahmenbedingungen im Sinne der, von der KMK benannten
acht Handlungsfeldern, verbessert werden müssen. Dazu zählen für uns u. a. eine
Verankerung von medienpädagogischen Inhalten nicht nur in der Ausbildung, wo sie auch
durch entsprechendes Hochschulpersonal umgesetzt werden müssen, sondern auch als
Bestandteil der Prüfungsordnung, eine stets zeitgemäße technische Ausstattung der
Medienpädagogischen Zentren sowie eine Erhöhung der GTA-Mittel, mit denen auch
Projekte zur Medienkompetenzförderung außerschulischer Anbieter in den schulischen
Alltag integriert werden können. Dabei reicht es nicht, allein auf den SAEK zu verweisen und
andere kompetente Medieneinrichtungen damit zu verdrängen.
Die Einbindung von außerschulischen Partnern setzt einen Informationsstand seitens der
Schule über bestehende Angebote voraus. Hier ist es Aufgabe des Kultusministeriums die
grundsätzliche Bereitschaft auf schulischer Seite zu fördern und vor allem zu erleichtern.
Auch aus diesem Grund braucht es die unter Antwort 1 benannte landesweite strategische
Planung. Wenig sinnvoll ist es, ein Modellprojekt zur Nutzung von Tablets zu initiieren, ohne
Klarheit über die Nutzung und Umsetzung nach erfolgreichem Abschluss des Projektes. Hier
sind vor allem Fragen der Kosten und des methodisch-didaktischen fachspezifischen
Einsatzes zu klären und Erfahrungen anderer Modellprojekte (z. B. NRW in Zusammenarbeit
mit der Bertelsmann Stiftung) frühzeitig einzubeziehen. Gleichzeitig wollen wir
Strukturen fördern, die eine Vernetzung der außerschulischen Akteure mit den
Bildungseinrichtungen auf- und ausbauen.
Neben dem wichtigen Baustein der schulischen Medienbildung stellen die vielen Angebote
und Projekte der medienpädagogischen Arbeit und Beratung, insbesondere auf kommunaler
Ebene, einen unverzichtbaren Bestandteil dar. Das sind zum Beispiel Angebote der
Jugendkulturarbeit, der offenen Jugendarbeit, die freien Radios aber auch die SAEKs der
Landesmedienanstalten, die Volkshochschulen u. a. mit Kursen für ältere Mitbürgerinnen
Seite 13 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
und Mitbürger und vieles mehr – bis hin zu den Beratungsangebote der Verbraucherzentralen. Um Synergieeffekte zu verbessern und Angebote qualitativ weiterzuentwickeln,
bedarf es einer Angebotstransparenz und Vernetzung zwischen den praktisch arbeitenden
Vereinen, Kommunen und Bildungseinrichtungen bis hin zur universitären Ausbildung und
Forschung. Bestehende Netzwerke, die sich aufgrund dieser Defizitanalyse von unten heraus
gebildet haben, wollen wir in ihrer Arbeit unterstützen und stärken, um dauerhaft
Strukturen zu verbessern.
Frage 21:
Wie könnte Ihrer Meinung nach Medienkompetenz im Vorschulalter und im gesamten
Kitabereich gefördert werden?
Erste Erfahrungen im Umgang und der Nutzung der Medien spielen schon im sehr frühen
Kindesalter eine Rolle. Kinder hören Hörspiele, sehen sich Bilderbücher an. Sie schauen selbst
Fernsehen oder kennen dies aus ihrer Familie, ebenso wie Handys oder Tablets. Sie sind in
ihrer Umwelt und dem öffentlichen Leben medialen Reizen ausgesetzt. Kinder müssen
Erfahrungen sammeln im praktischen Umgang mit Medien. Dies tun sie zuallererst in ihrem
familiären und sozialen Umfeld. In der Kindertageseinrichtung kann Medienbildung diese
Alltagserfahrungen aufgreifen und einen Beitrag zum kompetenten Umgang mit
altersgemäßen Medienangeboten leisten und eine Orientierung geben. Daher muss eine
medienpädagogische Grundbildung auch Bestandteil in der pädagogischen Aus- und
Fortbildung sein. Eine entsprechende berufsbegleitende Qualifizierung zur
Medienpädagogik für sozialpädagogische Fachkräfte soll ab diesem Jahr begonnen werden.
Familie und Gesundheit
Frage 22:
Welche Gesetzesvorhaben plant Ihre Fraktion zur Verbesserung der Angebote zur
Drogenprävention für Kinder- und Jugendliche? Wie wollen Sie dem Problem des
sprunghaft angestiegenen Missbrauchs der Synthetikdroge ‚Crystal Meth‘ in Sachsen
entgegentreten?
Seite 14 von 15
Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen
Drogenkonsum, vor allem für die immer jüngeren Erstkonsumentinnen und -konsumenten,
nehmen wir sehr ernst. Angst und Sensation sind jedoch keine guten Ratgeber und tragen
nicht zur Problemlösung bei. Wir wollen eine Versachlichung der Drogenpolitik und setzen
auf Prävention in den Schulen und Kommunen, Hilfe für Suchtgefährdete und Suchtkranke
sowie eine effiziente Strafverfolgung der Drogenproduktion und des Drogenhandels.
Suchtprävention muss frühzeitig ansetzen und ist integrativer Bestandteil der staatlichen
Gesundheitsförderung. Sie muss differenziert und zielgruppenspezifisch erfolgen, um die
bestmögliche Wirkung zu erzielen. Jeder Euro, der für Prävention zur Verfügung gestellt wird,
spart das Drei- bis Vierfache an Folgekosten und erspart vielen Erwachsenen, Familien und
Kindern großes Leid. Für uns ist wichtig, dass der tatsächliche finanzielle Bedarf in den
Beratungsstellen und therapeutischen Einrichtungen die Höhe der Landesmittel bestimmt
und nicht die Kassenlage des Freistaates. Das Verhältnis von Suchtberater zu Einwohnern
liegt mit 1:23.000 seit vielen Jahren deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Für eine
Verbesserung dieses Verteilungsschlüssels wollen wir uns einsetzen.
Seite 15 von 15
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
9
Dateigröße
74 KB
Tags
1/--Seiten
melden