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Gesundheit
Ratgeber aus der Marienapotheke:
Zecken und Borreliose
eine bestimmte Blutzusammensetzung und
befallen nicht alle Menschen gleich.
Trixi Resch
Liebe Leserin,
lieber Leser,
heute widme ich mich einem hochaktuellem und sicherlich für Sie interessantem
Thema. Nicht nur bei uns in Deutschland
tobt ein Glaubenskrieg um die Borreliose, der dem Patienten nur äußerst selten
weiterhilft. Handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit prinzipiell guter Prognose, bei der Betroffene in aller Regel
durch eine Kurzzeit-Antibiotikatherapie
geheilt werden können? Oder leiden unzählige Patienten mit Schmerzen, Erschöpfung und kognitiven Schwächen an
den Folgen einer chronischen Borreliose,
die langfristig mit Antibiotika behandelt
werden müsste? Wie viele Fehldiagnosen
gibt es, die in eine Übertherapie münden?
Es ist ein Irrtum, dass Bluttests unzuverlässig sind. Tatsache ist, dass sich die
Immunantwort auf eine Infektion nicht
sofort, sondern langsam aufbaut und IgGAntikörpertests zwar in den ersten 4-6
Wochen negativ sein können, in späteren
Stadien aber nur äußerst selten.
Wo lauert Gefahr?
Vor allem in Risikogebieten ist es wichtig, ein
Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann und
wo man sich am ehesten in Gefahr bringt.
Am blutgierigsten sind die Zecken bei
feuchtwarmer Witterung vor allem im Frühjahr und Herbst. Da sie ein örtliches Betäubungsmittel absondert, wird die Zecke nicht
sofort am Körper bemerkt. Je länger sie
saugt, desto größer kann die Gefahr einer
Krankheitsübertragung werden. In den ersten 12 Stunden nach dem Stich kommt es
fast nie zu einer Übertragung, danach steigt
das Risiko steil an. 5-35% der Zecken sind
mit Borrelien befallen, erwachsene Zecken
zu 20%, Nymphen zu 10%, Larven zu etwa
1%. Erfahrungsgemäß bevorzugen Zecken
Wie verläuft eine Borreliose?
Der Verlauf ist von Patient zu Patient sehr
unterschiedlich. Es gibt drei Erkrankungsstadien, von den Allgemeinsymptomen
Abgeschlagenheit, Fieberschübe, Kopfund Gliederschmerzen über die charakteristische Wanderröte. Nach einer Zeit der
Symptomfreiheit (wenige Tage bis 2 Jahre)
können so unklare Beschwerden auftreten,
so dass die Borreliose als Ursache oft nicht
vermutet wird (Nervenschmerzen, Nackenschmerzen, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Stimmungsschwankungen, Depression, Lähmungen). Im dritten Stadium kommt
es vorwiegend zu Störungen des Nervensystems.
Die „Wanderröte“ tritt auf – jetzt Antibiose!
Die Blickdiagnose Erythema migrans erfordert keine Laborwerte, da ist die Diagnose
Borreliose gesichert. Keine andere Erkrankung verursacht ein Erythema migrans. Hier
sollte unbedingt mit einem Antibiotikum behandelt werden - mit einer ausreichenden
Behandlungsdauer von 21-30 Tagen. Nach
einer antiobiotisch behandelten Infektion
sind immer wieder neue „Antibiotikakuren“
sinnlos. Nach einer Antibiotikakur verschwinden zwar die Symptome der Krankheit, aber die Menschen fühlen sich danach
häufig nicht mehr richtig gesund. Die Zeit für
die Naturheilkunde ist jetzt gekommen.
Welche naturheilkundlichen Verfahren
gibt es?
Im Vordergrund der naturheilkundlichen
Maßnahmen steht die Stärkung des Immunsystems, also die Steigerung der
Selbstheilungskräfte des Körpers. Ein Zeckenbiss muss noch lange nicht zu einer
Erkrankung führen. Selbst nach dem Biss
einer infizierten Zecke erkrankt etwa nur
jeder 10, das heißt: Ein starkes Immunsystem kann eine Infektion abmildern bzw.
abwehren - ohne Spätfolgen. Wie stärke
ich mein Immunsystem? Gesunde Ernährung (Omega 3 Fettsäuren insbesondere bei
MARIEN
Befall des Nervensystems!), ausreichend
Bewegung, Entsäuerung, Ausleitung und
Entgiftung,Darmsanierung, Stressabbau Sie wissen das!
Homöopathie
Natürlich gibt es auch homöopathische Behandlungsoptionen.
Nach dem Zeckenbiss: Spenglersan Kolloid G (bzw. E, falls G zu schwach wirkt) auf
die Stichstelle auftragen, Ledum palustre
(der Sumpfporst) einnehmen. D6 3 x 5 , C
30 2 x 5, 3-5 Tage lang. Borrelia Nosode,
solange kein Anzeichen der Infektion da ist.
Prophylaxe: Borrelia Nosode C 200 , 2 x 5,
am besten im Frühjahr, zur Verhinderung einer möglichen Infektion. Staphisagria macht
Sie (und auch Ihr Haustier) für die Zecke uninteressant und verringert die Neigung zu
häufigen Bissen.
Bei Erythema migrans: Spenglersan Kolloid E auftragen, Belladonna gegen die lokale
Entzündung bzw Lachesis oder Arsenicum
album bei bläulich-roter Verfärbung.
Bei Antibiotikatherapie kann Okoubaka D
3 sehr hilfreich sein. Das Mittel zeigt Bezug
zum darmassoziierten Immunsystem und
hat sich während und nach einer Antibiotikatherapie (unabhängig vom Erreger!) bestens
bewährt. Dosierung: 3 x 5 über 3 Wochen.
Bei Chronifizierung rate ich zu Entgiftung
und anschließender Immunmodulation.
Die Menschen und Krankheitsbilder sind zu
verschieden, sodass ich Ihnen hier keine
„Therapie von der Stange“ vorstellen kann.
Sie kennen unsere Philosophie: Für Jeden
das Beste! Deshalb laden wir Sie herzlich ein
zum Infoabend Borreliose aus Sicht der Naturheilkunde am Donnerstag, den 19. September, 19:00 Uhr. Wir bitten um Anmeldung!
Bleiben Sie gesund und wehren Sie sich gegen die Herbstzecken!
Wir sind Naturheilkunde
A P OT H E K E
www.marienapotheke-deggendorf.de
MARIEN-APOTHEKE · Am Alten Rathaus · Pfleggasse 2 · 94469 Deggendorf
Tel. 0991 5816 · Fax 0991 340468 · info@marienapotheke-deggendorf.de
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