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460 durch Induktion die positive Seite mehr wächst als die negative

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460
B a b i c k a , Die Wuchsstoffe.
durch Induktion die positive Seite mehr wächst als die negative,
was sie damit erklären, daß es auf der positiven Seite zu einer
Häufung des Wuchsstoffes kommt.
F. W . W e n t (1928) setzt voraus, daß der Wuchsstoff in
den Wurzeln auch sauren Charakter hat, da er sich basipetal
bewegt; C h o l o d n y (1926, 1931) und speziell N i e l s e n
(1930) kamen auf Grund ihrer Versuche zur Überzeugung, daß
der Wuchsstoff das Wachstum der Wurzeln verlangsamt, da
dekapitierte Wurzeln schneller wachsen als intakte.
C h o l o d n y erklärt sich das Dickerwerden der Wurzeln als
Folge der Wuchsstoffwirkung. S ö d i n g (1932) schreibt: „ I c h
fand (1929), daß es in der Koleoptilenspitze in reichlicher Menge
vorhanden ist und weiter nach unten rasch abnimmt, in der Basis
war es nicht mehr nachzuweisen." In der Spitze befindet sich nach
S ö d i n g (1932) die größte Wuchsstoff menge. Die Bahn des
Wuchsstofftransports muß das Parenchym sein: „ D i e Leitbahn
muß Parenchym sein, nicht die beiden Nerven der Koleoptile."
Warum dem so ist, erklärt er damit, daß die Reaktion auch dann
verläuft, wenn man nach der Dekapitation nicht Nerv auf Nerv
setzt.
Haberlandt
(1924) glaubt zum Beispiel, daß die Geleit­
zellen der Siebröhren die Produktionsstelle der Hormone sind.
F . W . W e n t (1928) betrachtet sie nur als Transportleitung:
„ I c h glaube also zu der Hypothese berechtigt zu sein, daß die
wurzelbildenden und andere spezifische Substanzen in den Geleit­
zellen des Phloem transportiert werden."
Demgegenüber glaubt z. B. K a s t e n s , daß der Bastteil
zum Hormontransport dient. Nach den Forschungen von v a n
d e r W e i j (1932) kommen nicht nur lebende Zellelemente in
Betracht, sondern auch Zellmembranen. V a n W i s s e l i n g h ,
v a n D i l l e w i j n und H e y n (1931) betrachten die Zell­
membran im Sinne der Theorie von W i e s n e r als lebendes
Organ. H e y n (1931) glaubt, daß durch die Wirkung des Wuchs­
stoffes sich höchstwahrscheinlich die Intefmizellarsubstanz ver­
ändert. Mit dieser Voraussetzung ist er der Theorie W i e s n e r s
sehr nahe.
Nach der Ansicht der W e n t s c h e n botanischen Polaritäts­
theorie bewegen sich Stoffe mit basischem Charakter basifugal
und mit saurem Charakter basipetal.
Auxin sollte sich als Säure basipetal bewegen, d . h . von der
Spitze der pflanzlichen Organe zur Basis. Dies haben F. W . W e n t
(1932) und eine Reihe anderer Forscher experimentell bewiesen.
Wenn die pflanzliche Achse nach der Dekapitation der Wurzeln
und der Spitze zwischen zwei Plättchen gelegt wurde, von denen
entweder das untere oder das obere Wuchsstoff enthielt, während
das andere keinen Wuchsstoff enthielt, stellte er fest, daß der
Wuchsstofftransport nur aus dem oberen Plättchen in das untere
ging, nie aber umgekehrt.
Van der Weij
(1932) wiederholte die Versuche aus­
führlich und erhielt ähnliche Ergebnisse.
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Gesundheitswesen
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