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77 hin nehmen die täglichen Ausbeuten weiter ab, was wohl in

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Physiologie.
77
hin nehmen die täglichen Ausbeuten weiter ab, was wohl in entwicklungs­
mäßigen Veränderungen der Blätter seine Gründe haben dürfte.
W etz e l (Leipzig).
Kostytschew,S.,Tschesnokov,W.,undBazyrina,K., U n t e r s u c h u n g e n
über d e n T a g e s v e r l a u f der P h ot o s y n t h es e an d e r
K ü s t e d e s E i s m e e r e s . Planta 1930. 11, 160—168; 5 Textfig.
Die Versuche an der Murmanküste wurden unternommen, um den
Einfluß der langen sommerlichen Polartage auf den Tagesverlauf der Assi­
milationskurve zu studieren und zugleich den Effekt der verlängerten täg­
lichen Belichtung auf die photosynthetische Ausbeute zu ermitteln.
Die Form der Tageskurven weicht bei Pflanzen dieser Gebiete wesent­
lich von den in Zentralasien und Transkaukasien ermittelten Kurvenbildern
ab: Die auffälligen unvermittelten Schwankungen der letzteren fehlen hier
so gut wie ganz, die Photosynthese zieht sich vielmehr ununterbrochen über
den ganzen Tag hin, mit einem Gipfel während der mittleren Tagesstunden
und einem mitternächtlichen Minimum. Eine völlige Unterbrechung erleidet
die Photosynthese nur in trüben „Nächten". Die in südlicheren Gegenden
beobachtete auffällige CCyAusscheidung der Blätter am Licht fehlt hier
ganz. Wenn auch die stündlichen Ausbeuten infolge der niederen Tempe­
ratur relativ gering sind, so ergeben sich aus der langen täglichen Assi­
milationszeit doch recht erhebliche Tagesausbeuten, was für die pflanzliche
Besiedlungsmöglichkeit des hohen Nordens im Hinblick auf die Kürze der
Vegetationsdauer von der größten Bedeutung ist. Im engsten Zusammen­
hang damit steht eine physiologische Besonderheit der Schließzellen dieser
Polarpflanzen, die ungeachtet der niederen Temperaturen im Monat Juli
Tag und Nacht bewegungslos offen bleiben. Für die Ökologie der Polar­
pflanzen sind alle diese Befunde von der größten Bedeutung.
W etz el
(Leipzig).
Andrews, F. M., T h e e f f e c t o f t e m p e r a t u r e o n f l o w e r s .
Plant Physiology 1929. 4, 281—284; 1 Abb.
Verf. benützt für thermonastische Untersuchungen an Crocus und
Tulipa im Freiland einfache oder doppelwandige Glasglocken geeigneter
Form, die über die Pflanzen gesetzt werden und in deren Innerem elektrischer
Heizdraht in mehreren Windungen eingebaut ist. Durch Widerstands­
regelung kann konstante resp. wechselnde Temperatur erzeugt werden.
Es ließ sich damit nachweisen, daß Crocus vernus unter günstigen Bedin­
gungen schon auf Temperaturänderungen von 0,2° C, Tulipa von 1° C reagiert.
F Hz er
(Tübingen).
Gassner, S., U n t e r s u c h u n g e n
über
die W i r k u n g v o n
Temperatur
u n d Te m p e r a t u r k o m b i n a t i o ne n a u f
die K e i m u n g v o n P o a p r a t e n s i s u n d a n d e r e n P o a A r t e n . Ztschr. f. Bot. (Oltmanns-Festschr.) 1930. 23, 767—838; 12 Abb.
Der Umstand, daß die keimungsauslösende Wirkung von Temperatur­
schwankungen bei weitem nicht so eingehend untersucht ist wie das Problem
der Licht- und Dunkelkeimung, veranlaßt Verf., die Ergebnisse umfang­
reicher experimenteller Arbeiten mitzuteilen, die schon 1911—1912 durch­
geführt wurden. — Poa pratensis, nemoralis und trivialis sind während der
Keimung nicht lichtempfindlich. Trotzdem wurden alle Versuche im Dunkeln
ausgeführt. Die Ergebnisse, welche in weitem Umfang tabellarisch oder
graphisch dargestellt werden, sind im wesentlichen folgende:
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Gesundheitswesen
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