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1 -v nun sein Glück im Süden des Erdteils versu- chen, was wir ihm

EinbettenHerunterladen
1 -v
sammenschluß dieser Richtungen nie erleben
können. Niemals wird dies möglich sein
können, wenn auch von einer gewissen Seite
noch so geliebäugelt wird. Heimatdienst und
Bürgerpartei werden sich nach ihren Prinzipien bei Revision einiger hervorstechenden
Programmeigenschaften finden können, dann
dann finden wir aber dieselben Leute nach
einem unnötigen Scharmützel wieder, nur
sind inzwischen vielleicht unnütze Dinge passiert, die Volkswirtschaft ist nicht gefördert,
sondern verschlechtert worden. Vielleicht ist
das Land wieder um vieles ärmer, Anzeichen
haben sich schon gemeldet. Hier kann n u r
Einordnung in die Forderungen des S t a a t e s
den Segen des Christkindes bringen.
Das muß auch der Weihnachtswunsch eines
Liechtensteiners sein, wollen w ir tätig mitwirken a n der Wohlfahrt des Volkes.
•. • ,
. a>.'
zsrftentuw M l c n f f e i n
Gewerbliches.
Am 18. Dezember fand im Caf6 Risch in
Schaan die Ausschuß-Sitzung des Verbandes
für Handel und Gewerbe statt. E s kamen d a s
letzte Sitzungsprotokoll und die aus- und eingegangene Post zur Verlesung. Zur Beratung
standen fünf Gewerbeansuchen, von denen 3
befürwortet werden konnten, weil die Gesuch­
steller Liechtensteiner sind und der Zustimrnung auch sonst nichts im Wege stand. Zwei
Gesuche wurden zur Abweisung empfohlen.
Eingelangt waren zwei Gewerbescheine von
der sürstlichen Regierung und ein Nachtrag zu
einem bereits erteilten Gewerbeschein. Ueber
die stattgefundene Vorsprache bei der fürstlichen Regierung zur Beilegung und Bereinigung verschiedener Agenden wurde Bericht erstattet. Das Ergebnis einer berechtigten Reklamation soll einem Verbandsmitglied beKannt gegeben werden. I n Sachen Unfallver­
sicherung wird auf eine Klärung hingearbeitet. Weiters wurde die Beratung des Gewerbeordnungsentwurfes fortgesetzt. Die nächste
Sitzung findet am 26. Dezember, nachmittags
4 Uhr, im Gasthaus Falknis statt.
Verkehr. (Korr.)
Die Mitteilung in Nr. 146 dürfte gerade von
Seiten des Fremdenverkehrs freudig begrüßt
werden. Der n u n ab 9 Uhr vormittags von
Buchs verkehrende Autobus gibt den aus dem
Norden über Friedrichshasen und See nach
Liechtenstein reisenden Touristen bequeme
Fahrgelegenheit ins Ländle, da der beschleunigte Personenzug von Konstanz nach Ehur
kurz vor 9 Uhr in Buchs eintrifft und die
Reisenden ja wohl sicher darauf werden rechnen können, den Autoanschluß am Bahnhof
Buchs zu erreichen.
Verkehr.
A u s dem Volksblatt vom Donnerstag entnehmen wir, daß der neu eingeschaltete FrühKurs: Balzers a b 6.25, bei den Fahrgästen den
nötigen Anklang gefunden hat. Es wurde jedoch ersucht, der Kurs möchte doch einige Minuten früher angesetzt werden, damit die Fabrikarbeiter ihre Arbeitsstätte in Triesenberg
rechtzeitig erreichen können. Diesem Begehren> wurde zwar inzwischen schon Folge geleistet und möchten wir den Fahrgästen a n dieser
Stelle bekannt geben, daß der Wagen um
8.20 Uhr in Balzers abgeht.
Wir möchten auch noch einmal darauf aufmerksam machen, daß im Wagen verbilligte
Kilometerkarten, 100 Fahr-Kilometer zum
Preise von Fr. 6.— abgegeben werden, also
eine 25prozentige Fahrpreisermäßigung.
Die Unternehmer.
Ruggell. A u s w a n d e r e r .
• Letzter Tage hat die Reife nach Südamerika. Bolivien, angetreten: Roman H a s l e r ,
Bruder des Postmeisters Hasler. Genannter
ist erst im Frühjahr dieses J a h r e s aus den«
Vereinigten S t a a t e n zurückgekehrt und will
Das wurde nun eine unruhige Nacht. Aber
dann, als man den Toten fortgetragen, kam
man doch endlich zur Ruhe. Der Tatbestand
w a r ausgenommen. Das Motiv zur beabstchtigten Tat w a r die im Frühjahr erfolgte Entlassung. I n der Tasche des toten Mannes
hatte man einen Dolch, einen Schlagring und
Handwerkszeug gefunden.
>,
Vayburg und Oldenberg saßen nlach lange
in Vayburgs Zimmer beisammen.- Endlich aber
ging Oldenberg doch hinüber.
Die nächsten Tage gab es noch einige unruhige Stunden, dann aber w a r es still.
Vayburg hatte der Witwe des Toten eine
kleine Rente ausgesetzt, damit sie mit ihren
Kindern vor der dringendsten Not geschützt
wär. Sonst aber hatte er keine Ursache, für
sie jzu sorgen. Der Hund hatte n u r seine
Pflicht getan und die Frau w a r damals sehr
ftcch zu Vayburg gewesen, als ihr Mann entlassen wurde. Zudem hatten sie ihn mehrere
J a h r e lang um größere Summen betrogen.
Hermann Oldenberg hatte die Geschichte g?regelt. Sehr energisch hatte er der heulenden
F r a u begreiflich gemacht, daß sie keinerlei Ansprücyc an Herrn von Vayburg habe.
Nun waren schon wieder Wochen vergangen
seit jenem stürmischen Herbstabend. Da sing
nun sein Glück im Süden des Erdteils versu- Zweck auf diese Art sowieso nicht erreicht und bereits abgebrochen wurde. Zwei weitere
chen, was wir ihm auch von Herzen wünschen. werden. I m Gegenteil würde die Polizei- Bauten werden später folgen.
stunde, wenn sie aus 9 Uhr festgesetzt ist, erst
Jagdliches. (Einges.)
Dietsurt. S c h l i m m e W e i c h n o c h t s b o t recht übertreten. Das erfolgreichste Mittel,
Obwohl in letzter Zeit im wildreichen Forst
sch a f t. I n der Toggenburger Presse lesen
den scheinbar bestehenden Uebelständen abzuund der Umgebung sehr viel Wild beobachtet
wir: Sämtliche Betriebe der Spinnerei, Fachhelfen, ist einzig und allein eine straffe Handwerden konnte, hatten unsere Waidmänner
terei und Sengerei in hier liegen still, wodurch
habung u. häufige Kontrolle der Sperrstunde.
etwa 106 Arbeiter feiern müssen. Die dort probei der diesjährigen Weihnachtsjagd Pech. 2
ganze Hasen und ein Fuchs konnten diesen Balzers. (Einges.)
duzierten Garnprodukte finden keinen Absatz.
Tag erlegt werden. D a wird nachher beim Am kommenden Dienstag, als am StephansVerkehrsstörungen. Durch die intensive KälWein wegen Nichttreffen und Treffen mancher tag, abends 8 Uhr, gibt der Frauenchor Bai- te sind bereits Störungen im internationalen
Latein erzählt worden sein, obwohl ein Teil zers unter der trefflichen Leitung des Herrn SchneUzugsoerkehr verursacht worden. S o ist
der Iagdgäste *>em Tierschutzverein angehören sürstl. Musikdirektors S . Brender aus Vaduz der Mittagsschnellzug München-Zürich wiedersoll.
! !
und unter gesl. Mitwirkung von Mitgliedern holt derart verspätet eingetroffen daß von RorDas Wildbret und die Felle werden ßlso aus dem hiesigen Männergesangverein im fchach über S t . Gallen n a c h Zürich ein Extraim Preise noch nicht sinken, umsomehr. dir der Saale zur Traube in Mäls ein Weihnachts- zug eingelegt werden mußte.
eine Hase krank gewesen sein soll und vom Konzert, verbunden mit Christbaumseier und
Schwierigkeiten der Südostbahn.
anderen d a s Fleisch wegen Altersschwäche Glückstopf. Dem rührigen und strebsamen
Die
Schweizerische
Südostbahn teilt mit, der
nicht mehr brauchbar war.
Verein sei ein volles Haus beschieden. Einstarke
Rückgang
des
Reise- und Frachtenvertritt frei!
Vaduz. (Einges.)
K e h r ? hahWtte B a h n a u s dem finanziellen
Kaum auf einer S t r a ß e wie auf der Land- Arbeitsmarkt Vaduz — Tel. Nr. 12.
Gleichgewicht W r a c h t . E s fei ihr daher nicht
straße der Mühleholzrüfe sind die letzten zwei
möglich, den a m 31. Dezember fälligen Zins­
Offene Stellen:
J a h r e so viele Autounfälle vorgekommen.
coupon
a u f die Obligationenanleihe von sechs
1 Polsterer ins Oberland — 1 Prov.-ReifenNicht zuletzt wird das schnelle Fahren daran der für Lederwaren für Liechtenstein und die Millionen Franken einzulösen.
schuld sein. Aber auch die verschiedenen KurSchweiz — 1 Wiehknecht nach Schaan — eine
Staad. I n der G l o ck e n g i e ß e r e i erven und Biegungen der S t r a ß e mögen dazu
Verkäuferin in Eonfektionsgeschäft — 1 tüch- folgte a m Freitag der Guß von 10 Kirchen­
beitragen. Zudem ist aber in letzter Zeit' eine tiger Schneider ins Oberland, sofort.
glocken. Vier derselben in Es-Dur, im Gewichweitere große Gefahr entstanden, indem südS t e l l e n suchen:
te von 83 Zentner sind bestimmt für Bellinzolich der Rufe, bei Einmündung der Bergstraße
1 Alleinmädchen in Herrschaftshaus — meh­ na, drei Glocken in F D u r im Gewichte von 48
ein Schutzdamm gebaut wurde, sodaß dadurch rere Serviertöchter — 2 Coiffeure — mehrere
die Uebersicht genommen wurde. E i n Aüstre- Schreiner — mehrere Maler — mehrere Bäk- Zentner für die Wallfahrtskirche in Egg, Kt.
Zürich, und die kleineren Glocken kommen a n
ten der Rufe a n jener Stelle wäre nicht zu beker — 2 Schlosser — mehrere Chauffeure und Missionsstationen. F ü r die nächste Zeit sollen
fürchten, nachdem der Damm unter der! S t r a - Automechaniker.
weitere Glockengüsse in Aussicht stehen.
ße weiter zurück liegt. Weiter sollten in der
Rüfe, oben der Straße entlang, die Stauden Mitgeteilt des lischt. Arbeitsamtes.
Trink Milch, mein Sohn — sonst überläuft sie!
entfernt werden, so daß auch dort mehr UeberNach dem Propadandafeldzug für den MilchAuf Grund verschiedener Anfragen und Veficht wäre.
schwerden wird mitgeteilt, daß bezüglich der und Milchprodukte-Konfum in den Städten,
Stundenlöhne bei den Notstandsarbeiten der setzt sich nun die Propagandazentrale der
Balzers. Arbeitsbeschaffung. (Korr.)
Wie wir vernehmen, haben hiesige Arbeiter Landtagsbeschluß vom 30. September 1931 Schweizerischen Milchkommission dafür ein,
a n die Regierung das Gesuch gerichtet, um auch heute noch Gültigkeit hat und werden die daß auch das Land den Milchverbrauch steige.vermehrte Arbeitsbeschaffung. Es wäre dies Herren Akkordanten angewiesen, sich a n jene re. Dadurch, daß die Bauern möglichst viel
sehr wünschenswert und nur zu begrüßen. Al- Bestimmungen zu halten. Jedem Arbeiter ge- Milch in die Sennerei und Käserei liefern
wollten, sei der Verbrauch in der bäuerlichen
lerdings wird es notwendig sein, daß auch die hört auch sein Lohn.
Haushaltung
sehr beschränkt worden. Dann
Gemeinde sich nach Kräften bemüht. Notsoll
vor
allem
auch die S ch u l m i lch a b g a standsarbeiten auszuführen, denn wie bekannt
b
e
eingeführt
werden, als Zwifchenverpfleist, sind j a die Mittel des Landes heute nur
A u s ö e r S c h w e i x
gung
für
die
Schulkinder,
besonders derjenibeschränkt und es kann nicht mehr wie früher
gen
mit
langem
Schulweg.
Genau wie in der
im ganze Lande herum gebaut und Arbeit
Gams. E i n e i g e n a r t i g e r U n f a l l
Stadt,
soll
nun
auch
a
u
f
dem
Land ein großverschafft werden. ,Wir hätten auch in unse- ereignete sich a m letzten S o n n t a g vor Beginn
r e r Gemeinde noch genügend Gelegenheit für des Morgengottesdienstes in der Kirche. Als zügiger Propagandafeldzug für den Milchkonfum eingeleitet werden».
Notstandsarbeiten.
der 61jährige Benedikt D ü r r , Gase.nzen, mit
seinen schneebelasteten Schuhen die PsarrkirWeniger Bierausstotz — aber mehr Rein­
uop- Infolge der hohen Weihnachtsfeiertage che betrat, kam er zu Fall. Wieder ausgestangewinn!
erscheint unser Blatte nächste Woche Mittwoch den, drohte ihm d a s Mißgeschick zum zweiten
Wenn auch das Betriebsjahr 1932/33 der
und Samstag. Einsendung für die Mitttvoch- Mal, wobei der ältere M a n n nach einem Stütz- Z ü r c h e r L ö w e n b r ä u A. G , das auf
Nummer wollen daher bis Dienstag Mittag punkt tastend, den marmorenen Weihwasser- Ende September abgeschlossen wurde, neuerbei der Schriftleitung bezw. Verwaltung, vor- stock erwischte, der ihm auf ein Bein fiel. E r dings einen namhaften Rückschlag des Biergelegt werden.
erlitt dabei einen schweren Beinbruch und ausstoßes zu verzeichnen hat, so steht doch das
Schristleitung und Verwaltung.
mußte ins Krankenhaus verbracht werden.
Ergebnis der Abrechnung nicht hinter dem des .
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Vorjahres zurück. Das Unternehmen ist i n
Seebezirk. D a s I a g d r e s u l t a t lautet
Unterland. W a s s e r s c h ä d e n .
'
der Lage, die Dividendenansätze auf gleicher
wie folgt: Rehböcke 146, Rehgeißen 19, Hasen,
Die im heurigen Sommer durch das außerHöhe zu halten wie seit 1924/25, nämlich auf
graue 142, Füchse 113, Dachse 5. Marder 9,
gewöhnliche Hochwasser geschädigten Boven8 Prozent für das Prioritäts-AK Serie A von
Iltisse 4, Rebhühner 2, Schnepfen 6, Wildenten
befitzer scheinen doch Aussicht zu haben, eine,
1,35 Mill. Fr., 7 Prozent auf den PrioritätsI I I , Habichte 3, Sperber 6, Habensteißfuß 3,
wenn auch n u r bescheidene Entschädigung zu
Aktien B und den Gewinnanteilscheinen. Dte
Rabenkrähen 195, Elstern 99, Häher 222.
bekommen. Dem Vernehmen nach wird in der
Dividende beansprucht insgesamt 125,850 Fr.,
nächsten Landtagssitzung hierüber Beschluß ge­
Rapperswil. S e e d a m m k o r r e k t i o n . des etwas erhöhten Gewinnsaldos v. 145,581
faßt werden.
Die interkantonale Seedammkonferenz berei- Franken. Der Restbetrag von 19,731 Fr. wird
nigte endgültig den techn. Teil des Projektes auf neue Rechnung vorgetragen.
Triesenberg. (Korr.)
der
großen Seedammkorrektion. Durch VerDer hiesige Gemeinderat hat beschlossen,
Marktbericht von Altstätten vom 21. Dez. 1933.
Minderung
der Breite von Gehweg und Fahrdie Polizeistunde in Zukunft früher zu verleViehmarkt.
gen und zwar an Werktagen auf 9 Uhr und radstreisen von 4 auf 3 Meter a u f der Strecke
Auffuhr: Großvieh 103, Kälber 28, Schweine 388.
an Sonn- und Feiertagen auf 10 Uhr. ÄZenn Ende Seedamm bis Pfäffikon und Berschmäle- Schafe 4, Lämmer 2, total 525 Stück.
Preise:
der Beschluß auch der wirtschaftlichen Lage u. rung des Kanals bei der projektierten Brücke
Trächtige Kühe und Rinder 1. Qualität Fr. 600
der Geldknappheit Rechnung tragen würde, von 25 auf 20 Met er können etwa 90,006 Fr.
so ist andererseits doch nicht zu vergessen, daß eingespart werden. Die Frage der Erstellung bis 830. Trächtige Kühe und Rinder 2. Qualität
diese Maßnahme nicht besonders verkehrsför- einer Klappbrücke w u r d e ebenfalls geprüft. Fr. 400—600. Jährlinge Fr. 170—250, Müsen Fr.
250—400, Saugkälber Fr. 35—50.
dernd und wirtschaftsbelebend ist. Wir sind D a eine Klappbrücke verkehrstechnisch weniPreise:
ger
günstig
ist
und
außerdem
teurer
zu
stehen
in Triesenberg bekanntlich mehr als in den
Schweinemarkt.
meisten anderen Gemeinden auf Fremdenver- käme, kommt die Einbeziehung einer solchen
Schweine (fette) per Kilo Fr. 1.50—1.60 Lebendkehr eingestellt, soweit es die Wirtschaften ins Projekt nicht i n Frage. Die Konferenz gewicht. Jager zum Ausmästen per Kilo Fr. 1.60
anbelangt. Eine Ausnahme in Triesenberg setzte weiter die Beratungen über die Finan- bis 1.70 Lebendgewicht. Absäugevinnen per Kilo
Fr. 1.00—1.10 Lebendgewicht.
würde zur Folge haben, daß auch in anderen zierung fest.
Ferkel, 5 — 7 Wochen alt, 1. Qualität Fr. 28—32.
Gemeinden die Polizeistunde früher verlegt
Flawil. D i e V o r a r b e i t e n f ü r d e n Ferkel, 5 — 7 Wochen alt, 2. Qualität Fr. 25—28
v
wird. Dies ist aber geradezu unmöglich. Wie K i r c h e n n e u b a u sind im Laufe der letzten
Jäger, 7—10 Wochen alt Fr. 28—40, Jager, 10—14
könnten z. B. Vereinsversammlungen oder Woche wieder um einen Schritt vorwärts ge- Wochen alt Fr. 40—50; Jäger, 14—16 Wochen alt
dergleichen stattfinden. I m übrigen dürfte der kommen, indem eines der für den Bauplatz Fr. 50—70.
mit der Sperrstundeverlegung angestrebte zum Verschwinden verurteilten Häuser leer
Handel außerordentlich, Preise gedrückt.
Vayburg einmal selbst davon an. daß er sehr
gern eine Vorleserin engagieren möchte. .
..Ich hatte das Inserat damals bereits aufgeseilt, als du es plötzlich doch nicht wolltest.
Nun können wir es doch aufgeben. Es ist ein
Versuch. Wer weiß, wer sich da alles meldet.
Menschen, die wir sowieso hier in unserem
Paradies nicht ausnehmen. E s müßte ein gebiidetes Menschenkind sein, sonst hat es doch
absolut keinen Zweck. Irgendein geldgieriges Wesen kommt nicht in Frage. Darum
werde ich auch in dem Inserat den Geldpunkt
nicht erwähnen, sondern w i r wollen sehen,
wer sich meldet. Dann kann man die Geldangelcgenheit immer noch sehr schnell regeln^.
„Ich überlasse es dir ganz und gar. Aber
sie soll ein anständiges Gehalt beziehen. Bielleicht dreihundert M a rk bei freier Station?"
„Verwöhne sie nicht gleich so! Zweihundert
M a r k tun es auch".
.
Vayburg schwieg. Äber er dachte, daß 'es für
die Dame, die hierherkommen würde, doch
auch ein Opfer sein mußte, sich hier in dem
stillen Vayburg zu begraben.
Oldenberg unternahm alles weitere.
F r a u Kläre hatte die Ausgabe, zu sichten,
w a s an Briefen eingehen würde.
,?•,
F r a u Kläre las den Herren etwa zwanzig
Briefe davon vor. Die anderen hatte sie so-
fort beiseitegelegt. Die kamen nicht in Frage.
Von den zwanzig, die i n die engere Wahl gezogen wurden, zog Kläre noch einen heraus.
„Der hier geballt mir a m besten. Ich glaube,
das ist das Passendste. Natürlich kann ich mich
auch irren, aber ich rate, dieser Dame zu antwarten".
l Nach einigem Hin und Her, nachdem Olden?;.
berg geraten hatte, man möge doch lieber ein:-,
ge Damen herbestellen und man könne sich so
am besten diejenige heraussuchen, die man für
geeignet halte, w a r Kläre dafür, daß man zunächst n u r dieser Doktorentochter schreiben
möge.
,
S i e w a t nun einmal ganz und gar für diese
eingenommen, ohne sie gesehen zu haben. Die
ganze Schreibweise gefiel ihr. Und wer a u s
einem Arzthaus stammte — da war doch für
gewöhnlich ein sehr solider Hintergrund vorHänden. I n diesem Sinne sprach F r a u Kläre
sich deft beiden Herren gegenüber aus.
Vayburg hatte überhaupt nichts dazu gesagt und Hermann Oldenberg gab sich geschlagen.
Also schrieb er an Hilde Hardegg.
Folgerichtig entwickelte sich nun ein Engagement. Und morgen war der Tag da, an dem
die Vorleserin ihr Amt antreten mußte. Aber
Ernst von Vayburg hatte versprechen müssen,
trotzdem jeden Abend die paar gemütlichen
Plauderstündchen im Gartenhaus zu verbringen.
E r stimmte lächelnd zu; versprach es.
Als er aber dann allein war, sagte er sich
ganz unverhohlen, daß er sich freute. E r freute sich auf diese unbekannte Weggenossin.
Am anderen Tage gegen elf Uhr brachte der
i^Lagey die ^Vorleserin nach Vayburg hinaus.
Frau Kläre empfing die neue Hausgefährtin.
S i e w a r ein bißchen enttäuscht.
G a r so altmodisch hatte sie sich die Dame
nicht vorgestellt. Aber schließlich hatten sie
doch so etwas gesucht. Und das Aussehen des
Fräuleins w a r doch durchaus'nicht die Haupt­
sache, sondern ihr Charakter und ihre Kenntnisse.
Als sie sprach, w a r F r a u Kläre schon vollständig mit ihr zufrieden. Dieser Stimme
konnte man stundenlang zuhören. D a s w a r
bei dem Amt einer Vorleserin ungeheuer wichtig.
Dann gefielen F r a u Kläre die kleinen weißen Hände sehr. Diese Hände paßten nicht
ganz zu der sonst beinahe häßlichen Erfcheinung. S i e waren ein ästhetischer Anblick.
Hermann Oldenberg kam'jetzt herbei.
E r fuhr zurück.
(Fortsetzung folgt).
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