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Gesundheitstag 2010: Schwierige Schüler - was tun?

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Gesundheitstag 2010:
Schwierige Schüler - was tun?
Beim mittelfränkischen Gesundheitstag in Ulsenheim
drehte sich in diesem Jahr
alles um den richtigen Umgang mit schwierigen Schülern. Rund 50 Kolleginnen
und Kollegen nahmen das
Angebot des Bezirksverbandes wahr. Heinz Pröll organisierte wieder eine gelungene Veranstaltung, die den
Anwesenden viele Anregungen gab.
„Ziel ist die Prävention. Wir
wollen den Lehrerinnen und
Lehrern, aber auch allen anderen Fachkräften aus pädagogischen Berufen, professionelle Hilfen an die Hand geben, die es ermöglichen, die
vielfältigen Herausforderungen ihres beruflichen Alltags
meistern zu können und dabei
die Gesundheit zu erhalten,“
betonte Bezirksvorsitzender
Gerhard Gronauer in seinen
Grußworten. Störungen im
Unterricht, Arbeitsverweigerung, verbale Aggression, verletzende oder beleidigende
Äußerungen bis hin zur Androhung körperlicher Gewalt - „Lehrermobbing durch
Schüler ist keine Erfindung
übersensibler Pädagogen,
sondern traurige Realität“, fuhr
er weiter fort.
Fast jeder Lehrer kommt in
seinem beruflichen Alltag mit
solchen Verhaltensweisen einzelner Schüler in Berührung.
Nicht allen gelingt es aber,
darauf angemessen zu reagieren. Zahlreiche Kolleginnen
und Kollegen leiden unter dieser Situation. Manche sind überfordert, andere fühlen sich
den Problemen hilflos ausgeliefert und wieder andere wer-
den krank. Weil sie selten Unterstützung erfahren, fühlen
sie sich allein gelassen.
verschiedene Arbeitskreise, in
denen die Teilnehmer/innen
auch praktische Übungen absolvieren konnten. Dabei ging
es z.B. auch um die Zusammenarbeit mit den Eltern. Viele Eltern erleben solche Gespräche als Angriff auf ihre
Erziehungskompetenz und
reagieren defensiv. Im Workshop wurden Strategien erarbeitet, wie solche Gespräche
konstruktiv und erfolgreich geführt werden können.
Das Angebot des diesjährigen
BLLV- Gesundheitstages setzte genau an diesem Punkt an.
Dabei wurden Möglichkeiten
aufgezeigt, die den Umgang
mit schwierigen Schülern erleichtern können. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand
daher ein Referat von Dr. Jürgen Blumenberg. Der Diplompsychologe und Familientherapeut setzte sich mit dem In Ulsenheim fand der 7. GeThema „Umgang mit schwieri- sundheitstag statt, der wieder
gem Schülerverhalten: Zwi- in bewährter Form von Heinz
schen Beziehungsgestaltung Pröll organisiert wurde. Dabei
und professioneller Distanz“ bewährte es sich, dass diese
auseinander. Der Vortrag führ- Tage in verschiedenen Regiote
unter
system is c h e m
Blickwinkel
r ef orm päd a g o g ische Beiträge, lernt h e o r e t ische, neur o b i o l o g ische und
schulpraktische Pers p e k t i v e n Referenten und BLLV-Vertreter am Gesundheitstag (vlnr): Gerz u s a m - hard Gronauer (BLLV-Bezirksvorsitzender), Dr. Georg Glettler
men,
um (Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Isny), Barbara Welzien-Schiemann (KBT-Therapeutin und Heilpraktikerin für Psydas kom- chotherapie, München), Dr. Jürgen Blumenberg (Dipl. Psycholoplexe Be- ge und Familientherapeut, Freiburg), Heinz Pröll (BLLVd i n g u n g s- Organisator des mittelfr. Gesundheitstage)
gefüge des
(Wieder-) Findens einer guten nen des Bezirkes stattfinden.
Balance von Nähe und Dis- Mittlerweile werden die Angetanz im Umgang zwischen bote des Institutes für GeLehrkräften und Schülern zu sundheit in pädagogischen
erhellen und Anhaltspunkte für Berufen (IGP) sehr rege von
entsprechende kollegiale Re- den Mitgliedern wahrgenommen.
flexionen zu geben.
Angeboten wurden außerdem
Lothar Domaschka
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