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Fallada, Hans - Kleiner Mann - was nun - School-Scout

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Auszug aus:
Fallada, Hans - Kleiner Mann - was nun? - Charakterisierung
des Johannes Pinneberg
Das komplette Material finden Sie hier:
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Thema:
Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“ –
Charakterisierung des Hauptfigur Johannes
Pinneberg
TMD: 39187
Kurzvorstellung des
Materials:
•
Das vorliegende Material bietet eine Charakterisierung der
wichtigsten Figur Johannes Pinneberg aus Hans Falladas
„Kleiner Mann – was nun?“.
Übersicht über die Teile
•
Einleitung
•
Charakterisierungen Johannes Pinneberg
•
Ca. 9 Seiten, Größe ca. 170 KByte
Information zum
Dokument
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Seite 2
Figurencharakterisierung: „Kleiner Mann – was nun?“
Einleitung
Seinen Roman „Kleiner Mann – was nun?“ schrieb Hans Fallada in den frühen 30er Jahren vor dem
Hintergrund der Weltwirtschaftskrise. Der Roman schildert den Menschen Johannes Pinneberg, der
versucht in den Wirren seiner Zeit an sich nur ein Leben zu führen. Sein Streben ist nur darauf
gerichtet ein angenehmes, von Sorgen befreites Leben zu führen. Ihm liegt nicht viel an einer
Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, vielmehr will er nur die Einrichtung und den Fortbestand
seiner Idylle, dem Leben mit Emma Mörschel sichern. Doch dieses Vorhaben wird nicht so leicht
wie von ihm angenommen, zudem schlittert er eher in dieses Familienleben hinein, als dass er es so
sich vorgenommen hatte. Ihm ist an sich nur an einer Beziehung mit Emma gelegen.
Als sich jedoch herausstellt, dass Emma schwanger ist, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Pinneberg
macht etwas überhastet einen Heiratsantrag und damit endet das Leben, in dem es nur gilt für sich
selbst Verantwortung zu tragen. Vielmehr ist Pinneberg jetzt gefordert, für die bevorstehende
Familie zu sorgen. Mit diesen anfänglichen Problemen wird Pinneberg noch in der Kleinstadt
Ducherow mit ihrer patriarchalischen Struktur konfrontiert. Doch er scheitert in dieser Umwelt an
sich und an dieser Struktur. Er folgt der Schritt in die Metropole Berlin. In dieser modernen
Großstadt geht Pinneberg unter. Auch hier scheitert er an der Anonymität und dem Alltag. Seine
Kleinfamilie wird einerseits immer stärker zur Belastung für ihn, weil er sich unter Druck gesetzt
fühlt für ihr Auskommen zu sorgen in der ungezügelt kapitalistischen Welt, andererseits ist es auch
der einzige Ort, an dem er sich geborgen und verstanden fühlt dank Emma Pinneberg.
Bemerkenswert sind die Figurenentwicklungen in der Ehe der Pinnebergs, deshalb wird die Ehe
gesondert im Anschluss an die beiden Ehepartner kurz für sich behandelt. Letzten Endes scheitert
Johannes Pinneberg, seine Moralvorstellungen, seine Einstellung verträgt sich nicht mit den
Maximen der Gesellschaft, er verkörpert gewissermaßen dieses von Ernst Bloch (1885 – 1977)
formulierte Phänomen der Ungleichzeitigkeit des Bewusstseins. Im letzten Kapitel des Romans
wird der vollkommen verstörte und verstoßen geglaubte Pinneberg wieder auf seine Kleinfamilie
zurückgeworfen, auf Emma Pinneberg. In diesem letzten Moment des Buchs findet er zumindest
seine seelische Ruhe.
Die Schwerpunktsetzung des Autors Hans Fallada beeinflusst auch die Untersuchung der
verschiedenen Charaktere. Der Roman „Kleiner Mann – was nun?“ hat das Milieu des
Kleinbürgertums im Fokus. Dementsprechend tauchen beinahe ausschließlich Figuren in dem
Roman auf, die diesem Milieu entstammen. Daher bietet es sich im Rahmen der Figurenanalyse
auch an, zwischen solchen Charakteren, die dem Kleinbürgertum zuzuordnen sind und denjenigen,
die aus dieser Gruppe herausfallen, zu unterscheiden. Wie die Setzung des Schwerpunkts schon
nahe legt, fallen nur Randfiguren in die letzte Gruppe.
Der Großteil der Romanfiguren gehört dem Kleinbürgertum an. Allerdings sind verschiedene
Schattierungen auszumachen. Es ergibt sich aus dem Studium des Romans nicht das typische Bild
des Kleinbürgers dieser Zeit. Die einzelnen Figuren lassen sich nicht zu einem einheitlichen Bild
zusammensetzen. Es werden eher unterschiedliche Facetten dargestellt, so trägt etwa auch die
Hauptfigur des Johannes Pinneberg durchaus Züge, die es verbieten als Prototypen des
Kleinbürgers zu begreifen, auch wenn sein Charakter beinahe paradigmatisch den „kleinen Mann“
verkörpert. Außerdem steht der Autor Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen (Hans Fallada ist nur sein
Pseudonym, sein „nom de plume“) als Journalist dem Kleinbürgertum wesentlich näher als der
Arbeiterschaft. Daher wirken diese Figuren, soweit sie denn eingehender dargestellt werden,
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Fallada, Hans - Kleiner Mann - was nun? - Charakterisierung
des Johannes Pinneberg
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Kategorie
Seele and Geist
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