close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Es liegt was - Freie Krankenkasse

EinbettenHerunterladen
Abgabestelle: Eupen Mail
P801141
PROFIL
April - Mai - Juni 2013
86
Belgien - Belgique
P.P. - P.B.
B 5595
Erscheint dreimonatlich
des Lebens
Abs.: Freie Krankenkasse, Postfach 2, 4760 Büllingen
Reportage
Es liegt was
in der
Luft
Versicherung
Jugend
Gesundheit
Erstattungen für Diabetiker
Prüfungsvorbereitungen
Das Blut: Saft des Lebens
Gesundheit geht
durch den Magen!
Wir erstatten Ihre
Ernährungsberatung:
130 E nach Abschluss
eines Behandlungsplans
Zusätzliche Dienste
Aus dem
Vorwort
Elektronische Verordnung
Inhalt
04
Zu Ihren Diensten
••
••
Liebe Leserin,
Lieber Leser,
••
••
wenn Ihr Arzt Ihnen Arzneimittel verschreibt, händigt er Ihnen hierzu eine
ärztliche Verordnung aus, die Sie in Ihrer Apotheke abgeben. In einigen Jahren wird der Arzt die Verschreibung von Arzneimitteln in einer elektronischen
Datenbank eingeben können, deren Angaben der Apotheker abrufen kann; als
Zugangsschlüssel dient Ihr elektronischer Personalausweis.
Ob die Verordnung nun auf einem Papierdokument oder aber in elektronischer Form erfolgt, bringt für Sie keine Zeitersparnis. Es gibt dennoch einige
Vorteile bei der beabsichtigten elektronischen Verordnung, so können bspw.
keine Angaben gefälscht oder auf einen anderen Patienten übertragen werden,
die Verordnung geht nicht verloren und – die Apotheker werden sich freuen –
alles ist deutlich lesbar und muss nicht erst mühsam dechiffriert werden.
Eine erste Etappe auf dem Weg zur generellen elektronischen Verordnung
läuft seit April dieses Jahres: Für genehmigungspflichtige Medikamente, d.h.
Medikamente, deren Verschreibung vom Vertrauensarzt der Krankenkasse genehmigt werden muss, bevor die Krankenkasse eine Rückerstattung vornehmen
darf, ist nun der Datenfluss möglich.
Vorerst wird das neue System in Zusammenarbeit mit nur 35 Ärzten landesweit getestet. Die Verschreibung und der Genehmigungsantrag des Arztes werden der Krankenkasse auf elektronischem Weg übermittelt und für einen Großteil dieser Anträge kann die Genehmigung unverzüglich erteilt werden. Die­se
Genehmigung ist vom Apotheker einsehbar; er kann somit die Rückerstattung
der Krankenkasse sofort berücksichtigen. Bisher war dies erst möglich, nach
dem der Antragsteller die schriftliche Genehmigung des Vertrauensarztes der
Krankenkasse vorlegen konnte.
Diese Änderung ist also sehr sinnvoll, sie erspart dem Patienten gleich mehrere Wege und wird auch die administrative Arbeit reduzieren.
05
Zuschläge im Krankenhaus: Neue Regelung
Logopädie: Änderung der Erstattung
Neue Tarife für Krankenwagenfahrten
Genehmigung bestimmter Medikamente:
Ende des Papierkriegs
Gesundheit
••
••
••
••
E-Zigaretten: doch nicht harmlos?
Fibromyalgie: der Schmerz sitzt überall
Das Blut: Saft des Lebens
Es liegt was in der Luft
12
Reportage
16
Versicherung
••
••
••
Haben Sie Ihren Urlaub schon geplant?
Kinesitherapie
Erstattungen für Diabetiker
20
Jugend
21
Aktuell
22
Service
••
••
••
So wirst du fit für die Prüfungen
Langfristig in Form durch Rücken-Fit
Selbständige Krankenpflegerinnen
Hubert Heck,
Direktion der
Freien Krankenkasse
Impressum
Kontaktstellen
Redaktion: Doris Curnel
Layout: Indigo
Fotos: www.fotolia.de, iStockphoto
Druck: Roels Printing n.v.
Unternehmensnummer: 0420.209.938
Verantwortlicher Herausgeber:
Hubert Heck,
Hauptstraße 2,
4760 Büllingen,
Tel. 080 640 515
Die Vervielfältigung bzw. Veröffentlichung
dieser Ausgabe, selbst auszugsweise, gestattet das Urheberrecht nur, wenn sie mit
dem Herausgeber vereinbart wurde.
Mitglied der Herausgeber der periodischen
Presse
Büllingen: Hauptstraße 2 - Tel. 080 640 545
Bütgenbach: Marktplatz 11/E/2 - Tel. 080 643 241
Eupen: Vervierser Straße 6A - Tel. 087 598 660
Kelmis: Kirchstraße 6 - Tel. 087 558 169
Raeren: Hauptstraße 73A - Tel. 087 853 464
St.Vith: Schwarzer Weg 1 - Tel. 080 799 515
E-Mail: info@freie.be Internet: www.freie.be
4
Zu Ihren Diensten
Zuschläge im Krankenhaus: Neue Regelung
S
eit dem 1. Januar 2013 gilt eine
neue Regelung bezüglich der Honorarzuschläge bei Krankenhausaufenthalten.
Bei Krankenhausaufenthalt eines Patienten im Zwei- oder Mehrbettzimmer
müssen sich fortan alle Ärzte an die gesetzlichen Honorartarife halten, ob sie
dem Krankenkassenabkommen beigetreten sind oder nicht.
Bei Aufenthalt im Einzelzimmer sind Honorarzuschläge, bis auf einige Ausnahmen, weiterhin erlaubt.
Es dürfen keine Honorarzuschläge berechnet werden, falls der Patient aus
folgenden Gründen in ein Einzelzimmer
aufgenommen wird:
•aus gesundheitlichen Gründen (medizinische Entscheidung);
•die technischen Umstände einer Untersuchung, einer Behandlung oder für
eine Beobachtung erfordern die Aufnahme in ein Einzelzimmer;
•wenn keine Zwei- oder Mehrbettzimmer verfügbar sind;
•bei Aufnahme in der Notaufnahme oder
Intensivstation;
•wenn ein hospitalisiertes Kind von
seinen Eltern begleitet wird und diese
nicht ausdrücklich ein Einzelzimmer
beantragt haben.
Hospitalia erstattet einen Großteil
der Zuschläge im Einzelzimmer. Erfahren Sie hierzu mehr auf unserer
­Internetseite: www.freie.be>Gut versichert> Hospitalia
Logopädie: Änderung der Erstattung
Z
um Jahresbeginn hat das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) beschlossen,
60-minütige Logopädiesitzungen künftig
nicht mehr für Kinder unter zehn Jahren
zu erstatten. Das LIKIV begründete seine
Entscheidung damit, dass Kinder dieses
Alters noch nicht in der Lage sind, sich
eine Stunde lang zu konzentrieren.
Die gesetzliche Kostenbeteiligung für halbstündige Sitzungen bleibt unverändert.
Für Kinder ab 10 Jahren werden die 60-minütigen Sitzungen weiterhin erstattet.
Sollten die Kriterien für eine Erstattung
der logopädischen Behandlung seitens
der gesetzlichen Krankenversicherung
nicht erfüllt sein, so übernimmt unsere
Krankenkasse durch die Zusätzlichen
Dienste einen Betrag von 10 € für jede
Sitzung. Diese Erstattung gilt für alle Mitglieder, ohne Alterseinschränkung und
ohne jährlichen Höchstbetrag.
Neue Tarife für Krankenwagenfahrten
W
enn eine Einlieferung ins Krankenhaus nicht vorher geplant
werden kann, sondern plötzlich
notwendig wird, spricht man von einem
dringenden Krankentransport. Dieser erfolgt durch Herbeirufen des 100-Dienstes,
welcher Sie in das nächstgelegene Krankenhaus bringt. Zu Beginn dieses Jahres
wurden die Preise für dringende Krankenwagenfahrten angepasst:
Diese Kosten werden von der gesetzlichen
Krankenversicherung zur Hälfte erstattet.
Unsere Zusätzlichen Dienste sehen die
vollständige Rückzahlung der Kosten für
Rettungstransporte vor und erstatten daher den übrigen Anteil.
Weitere Infos: www.freie.be > Gut versichert > Zusätzliche Dienste > Rettungstransport
Tarife für Krankenwagenfahrten
0 – 10 km
Pauschale 60,50 €
ab dem 11. km
6,04 € / km
ab dem 21. km
4,62 € / km
Genehmigung bestimmter
Medikamente: Ende des
Papierkriegs
B
enötigt ein Patient ein genehmigungspflichtiges Medikament, so stellte
bisher der behandelnde Arzt dem
Patienten eine Verordnung für die Apotheke
aus sowie einen Antrag an den Vertrauensarzt der Krankenkasse zwecks Rückerstattung. Unter Umständen verstreicht zwischen
Arztbesuch und Antwort des Vertrauensarztes eine relativ große Zeitspanne.
Manche Menschen benötigen das genehmigungspflichtige Medikament jedoch
dringend und können die Antwort des
Vertrauensarztes demnach nicht abwarten. Sie müssen in der Apotheke den
vollständigen Preis des Mittels zahlen. Bei
einer positiven Entscheidung des Vertrauensarztes erhalten sie dann im Nachhinein
eine Rückzahlung der Krankenkasse.
Zum 15. April startete landesweit ein Pilotprojekt, das die Genehmigungsprozedur für die Arzneien beschleunigt. Seither
kann der behandelnde Arzt über das System „MyCarenet“ den Genehmigungsantrag auf elektronischem Weg bei der Krankenkasse einreichen. In rund 80 Prozent
der Fälle wird die Antwort direkt erteilt
und der Arzt kann seinem Patienten mitteilen, ob die Genehmigung erteilt wurde.
Der Versicherte kann somit unverzüglich
nach dem Arztbesuch in der Apotheke das
verordnete Medikament abholen.
Der Apotheker kann die Genehmigung
einsehen, seinem Kunden das Präparat
aushändigen und die Erstattung der Krankenkasse berücksichtigen.
Vorerst wird diese Vorgehensweise nur
von einigen ausgewählten Ärzten praktiziert. Nach einer mehrmonatigen Testphase soll das Verfahren allerdings flächendeckend eingesetzt werden.
Gesundheit
5
E-Zigaretten:
doch nicht harmlos?
Die föderale Agentur für Medikamente und Gesundheitsprodukte (FAMG)
sowie der föderale öffentliche Dienst Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt (FÖD Volksgesundheit) warnen die Bevölkerung vor dem Konsum elektronischer Zigaretten, Zigarren und Pfeifen.
D
iese Warnung betrifft nicht die herkömmlichen Zigaretten, sondern die
elektronischen Geräte, welche den
Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen nachempfunden sind. Sie enthalten eine Kartusche
mit einer Flüssigkeit (Liquid) sowie eine
Batterie inklusive Heizelement. Dieses dient
dazu, die Flüssigkeit zu erhitzen. Den entstehenden Dampf inhaliert der Konsument
schließlich. Das Liquid besteht aus Wasser,
diversen Aromastoffen und Nikotin in unterschiedlichen Dosierungen (es sind auch
nikotinfreie Liquids erhältlich).
nehmen hergestellt und müssen demnach
nicht den pharmazeutischen Qualitäts-, Sicherheits- und Wirkungskriterien entsprechen, was eine Reihe von Risiken birgt für
die Verbraucher.
Gefährliche Nikotinkonzentration
Nikotin kann tödlich sein: bei Kindern
reicht dazu schon eine orale Dosis von 10
mg, bei Erwachsenen 30-50 mg. Manche
Kartuschen enthalten jedoch mehr als 20
mg Nikotin.
Der gleichzeitige Konsum von E-Zigaretten
und herkömmlichen Tabakerzeugnissen
oder Medikamenten zur Raucherentwöhnung kann also durchaus eine Überdosierung an Nikotin hervorrufen.
Auswirkungen nicht untersucht
Häufig werden E-Zigaretten als Hilfsmittel bei der Raucherentwöhnung oder als
Rauchersatz angepriesen. Die Hersteller
werben weiterhin damit, dass sie an Orten
mit Rauchverbot verwendet werden dürften
oder weniger schädlich seien.
Die beiden föderalen Gesundheitsbehörden
FAMG und FÖD Volksgesundheit weisen jedoch auf die möglichen Risiken des „elektronischen Rauchens“ hin.
Unterschiedliche Qualität und
fehlende Sicherheitskontrollen
Die Markteinführung der elektronischen
Rauchmittel erfolgt ohne Überprüfung öffentlicher Behörden. Ein Großteil der Ware
wird über das Internet verkauft und wird
auf der ganzen Welt angefertigt. E-Zigaretten
werden von nicht-pharmazeutischen Unter-
Der FÖD Volksgesundheit betont, dass es in
Belgien verboten ist, E-Zigaretten in Rauchverbotszonen zu verwenden, selbst wenn
sie nicht der gesetzlichen Definition von
Tabakprodukten entsprechen. Bislang gibt
es nämlich keine gesicherten Studien über
die Schädlichkeit des Dampfes. Außerdem
könnte der Konsum von E-Zigaretten Umstehende zum Rauchen klassischer Tabakerzeugnisse anregen.
Medikament oder Tabakprodukt?
Je nach Zusammensetzung oder angeblicher Wirkung unterstehen E-Zigaretten
möglicherweise dem Medikamenten- oder
Tabakgesetz.
Medikament: Nikotin ist für seine pharmakologische Wirkung bekannt und befindet sich folglich in zahlreichen Produkten
zur Raucherentwöhnung. Diese gelten dann
als Medikament und müssen folglich eine
offizielle Marktfreigabe erhalten. Die entsprechenden Untersuchungen garantieren
die Qualität, die Sicherheit und die Wirksamkeit von Medikamenten.
E-Zigaretten mit therapeutischen Indikationen (z.B. „hilft bei der Raucherentwöhnung“) zählen ebenfalls zu den Medikamenten und müssen die gleiche Prozedur
durchlaufen.
Tabak: E-Zigaretten, die Tabak enthalten
oder deren Nikotin aus Tabak gewonnen wurde, fallen unter das Tabakgesetz. Somit sind
sie den gleichen Bestimmungen unterworfen
wie herkömmliche Zigaretten: Werbe­verbot,
Rauchverbot an öffentlichen Orten, Warnhinweise auf der Verpackung, usw.
6
Gesundheit
Fibromyalgieder Schmerz sitzt überall
Ständige Schmerzen, extreme Erschöpfung und häufige Niedergeschlagenheit. Diese und andere Symptome treten oft auf, ohne dass dafür organische Ursachen gefunden werden können.
Dann quälen sich die Betroffenen jahrelang mit den Beschwerden, ehe eine Diagnose gestellt
werden kann: Fibromyalgie.
F
ibromyalgie äußert sich vor allem
durch starke Schmerzen in Muskeln
und Sehnenansätzen, die jedoch nicht
durch Entzündungen oder krankhafte Veränderungen hervorgerufen werden. Begleitet
werden die Schmerzen von den unterschiedlichsten Beschwerden, die die Lebensqualität sehr stark beeinflussen können.
Laut aktuellen Angaben leiden rund 2 Prozent der Bevölkerung an Fibromyalgie, die
Dunkelziffer dürfte aufgrund der schwierigen Diagnostik weitaus höher liegen.
Frauen erkranken etwa neun Mal häufiger
als Männer; oft beginnt die Krankheit um
das 35. Lebensjahr.
• Gestörte Schmerzempfindlichkeit: Bei Fibromyalgie-Patienten wurde ein gestörtes
Schmerzempfinden im Gehirn festgestellt.
Allerdings ist nicht klar, ob es sich um
eine Ursache oder eine Folge der Erkrankung handelt.
• Veränderung des Muskelstoffwechsels: es
treten eine mangelhafte Durchblutung beanspruchter Muskeln und eine Fehlfunktion zwischen An- und Entspannung auf.
• Schlafstörungen: Fibromyalgie-Patienten
fehlt häufig die Tiefschlafphase. Ob dies
eine Ursache für die Krankheit ist oder
durch sie ausgelöst wird, ist unklar.
• Vorerkrankungen: wurden bestimmte Verletzungen (Schleudertrauma, BandscheiUrsachen
benvorfall, ...) nicht ausreichend behandelt, so können sich diese Erlebnisse ins
Bislang konnte keine eindeutige Ursache für
Schmerzgedächtnis einprägen und später
die Entstehung einer Fibromyalgie erkannt
eine Fibromyalgie auslösen. Ähnlich verwerden. Als mögliche Auslöser werden folhält es sich mit einigen Infektionen (z.B.
gende Theorien diskutiert:
Borreliose).
• Genetische Veranlagung: oft leiden mehre- • Traumatische Erlebnisse.
re Familienmitglieder an Fibromyalgie. Es
liegt also nahe, dass eine erbliche Vorbe- Beschwerden
lastung mitverantwortlich ist für die Entstehung.
Fibromyalgie verursacht starke, unerklär• Hormonelle Störungen: Das Verhältnis der liche Schmerzen in Muskeln und SehHormone Melatonin und Serotonin ist häu- nenansätzen. Die Schmerzen können am
fig gestört. Auch bei anderen Hormonen ganzen Körper auftreten. Während manche
(z.B. Schilddrüsenhormone) konnten Ab- Betroffene die schmerzenden Stellen genau
weichungen festgestellt werden.
beschreiben können, berichten andere von
fließenden und großflächigen Beschwerden.
Sie sind beständig und halten mindestens
drei Monate ohne Unterbrechung an.
Zu den Schmerzen kommen die unterschiedlichsten Symptome hinzu. Insgesamt
sind in Verbindung mit der Fibromyalgie
nahezu hundert gesundheitliche Beschwerden bekannt. Die häufigsten Begleiterscheinungen sind:
• Müdigkeit;
• Morgensteifigkeit;
• Abgeschlagenheit;
• Depressionen;
• Angstzustände;
• Darmprobleme.
Eine besondere Rolle bei der Fibromyalgie
spielen die Schlafstörungen. Die Betroffenen
können sich in der Nacht nicht richtig ausruhen, da sie keinen erholsamen Schlaf finden.
Dadurch fühlen sie sich morgens nicht nur
erschöpft, sondern empfinden auch Schmerzen und Muskelsteifheit als stärker.
Rückzug vom gesellschaftlichen
Leben
Die Fibromyalgie beeinträchtigt nicht nur
die körperliche Gesundheit der Betroffenen. Auch auf psychischer und sozialer
Ebene wirkt sich die Krankheit negativ aus.
So ziehen Fibromyalgie-Kranke bspw. jah-
Gesundheit
relang von Arzt zu Arzt, ohne dass die Mediziner eine Ursache für die Beschwerden
finden können. Häufig wird den Patienten
unterstellt, sie würden ihre Beschwerden
vortäuschen, oder aber sie seien ungewöhnlich empfindlich. Auch Familie, Freunde,
Kollegen, usw. glauben oft, der Kranke sei
ein Jammerlappen. Diese Vorurteile führen
dazu, dass sich die Betroffenen immer mehr
aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Aufgrund zunehmender Beschwerden
wird es für sie immer schwerer oder gar unmöglich, bestimmte Aktivitäten auszuüben.
Unter Umständen kann die Fibromyalgie sogar zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
führen.
Diagnose
Meist vergehen Jahre, ehe eine Fibromyalgie
erkannt wird. Dies liegt zum einen daran,
dass diese Krankheit relativ unbekannt ist,
bzw. in der Medizinwelt eher wenig Beachtung findet. Zum anderen sind die Symptome
so vielfältig und unterschiedlich, dass häufig
erst andere Erkrankungen vermutet werden.
Die Diagnose findet größtenteils nach dem
Ausschlussverfahren statt. Da die Schmerzen vorwiegend in unmittelbarer Nähe der
Gelenke auftreten, wird oft zuerst an andere
rheumatische Erkrankungen gedacht. Auch
die Begleitsymptome werden meist mit
einem anderen Verdacht untersucht, ohne
Befund.
Fibromyalgie kann nicht durch klassische
Untersuchungen wie Labortests oder Röntgenbilder festgestellt werden. Ein deutlicher
Hinweis auf das Vorliegen der Erkrankung
ist jedoch die starke Empfindlichkeit der
so genannten „Tender Points“. Dies sind
insgesamt 18 Druckpunkte (Sehnen- und
Muskelansätze), die am Hinterkopf, an der
Schulter, am Brustbein, an den Armen, in
der Hüftregion und an den Knien liegen.
Bei Fibromyalgie-Patienten reagieren mindestens elf dieser Stellen schmerzhaft auf
Druck.
7
Behandlung
Ein Ziel der Fibromyalgie-Behandlung ist es,
die Beschwerden – vor allem die Schmerzen – zu lindern. Die meisten Schmerzmittel
und Rheumamedikamente sind in der Regel
jedoch unwirksam. In wenigen Fällen bessern sich die Schmerzen durch bestimmte
Wirkstoffe (z.B. Tramadol) oder durch Mittel, die eine betäubende Wirkung auf die betroffenen Stellen haben. Auch Antidepressiva
(z.B. Amitriptylin) werden eingesetzt. Sie
wirken entspannend und stimmungsaufhellend; wenn sie abends eingenommen werden, können sie den Nachtschlaf verbessern
und zu einer Verringerung der Beschwerden
führen.
Die Schmerzen sind bei Fibromyalgie-Betroffenen chronisch geworden und haben
eine Veränderung der Nervenzellen bewirkt.
So erinnert sich der Körper an erlebte
Schmerzen, wodurch die Beschwerden verstärkt werden. Um die chronischen Schmerzen auszulöschen, muss das entstandene
Schmerzgedächtnis beseitigt werden. Dies
ist mit bestimmten Medikamenten möglich.
Durch die ständigen Schmerzen kommt es
zu unangenehmen Muskelverspannungen,
Fehlhaltungen und zur Versteifung bestimmter Körperteile, was die Beschwerden
noch verstärkt. Massagen, krankengymnastische Übungen und sanfte Bewegungsab-
läufe helfen, diese Begleiterscheinungen zu
lindern und haben demnach auch eine positive Wirkung auf die Schmerzen.
Je nach Ausmaß der Erkrankung ist bei
Fibromyalgie-Betroffenen auch eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll. So
lernen die Patienten, mit ihren Schmerzen
umzugehen und sich wieder in das soziale
Leben zu integrieren.
Bei manchen Betroffenen ist eine Verschlimmerung der Beschwerden in Zusammenhang mit einem unausgewogenen Lebensstil zu beobachten. Fibromyalgie-Patienten
sollten daher besonders auf einen geordneten Tagesablauf und auf eine gesunde
Ernährung achten. Ebenfalls eine wichtige
Rolle bei der Linderung und dem Vorbeugen
der Symptome spielt regelmäßige Bewegung.
Sport verbessert die allgemeine körperliche
Fitness und wirkt außerdem Stress sowie
Muskelverspannungen entgegen.
Mindfulness: Anmeldung und Infos
Mindfulness oder Achtsamkeitstraining ist
ein Weg zum gesunden Umgang mit Stress
und zu einer besseren psychischen Gesundheit. Eine größere Gelassenheit, ein verbessertes Allgemeinbefinden und die Linderung körperlicher Beschwerden werden
durch das Achtsamkeitstraining angestrebt.
Das Gesundheitszentrum Medikos bietet ab dem 30. April 2013 ein 8-wöchiges
Achtsamkeitstraining an. In wöchentlichen
Einheiten von 3 Stunden helfen die ausgebildeten Therapeuten den Teilnehmern, ihr
Leben achtsamer zu gestalten. Das Projekt
richtet sich an Menschen mit chronischen
Schmerzen.
Anmeldung und ausführliche Informationen unter Tel. 080 445 664
Die Freie Krankenkasse unterstützt dieses
Projekt für chronisch kranke Teilnehmer.
8
Gesundheit
Das Blut-
Saft des Lebens
Blut ist einer der wichtigsten Bestandteile des Körpers, denn es versorgt
jeden kleinsten Winkel mit lebenswichtigen Stoffen. Doch die Aufgaben
des Blutes sind deutlich vielseitiger: es führt Giftstoffe von den Organen
weg, es hilft erheblich bei der Abwehr von Krankheiten und reguliert die
Körpertemperatur – ein wahres Multitalent also.
J
e nach Größe und Geschlecht verfügt
der Mensch über vier bis sechs Liter
Blut. Das macht sieben bis acht Prozent
des Körpergewichts aus. Blut ist ein flüssiges Organ; die Flüssigkeit besteht zu etwa
55 Prozent aus Plasma, den restlichen Teil
machen rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen aus. Seine Farbe erhält das
Blut durch die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), genauer gesagt, durch den darin
enthaltenen Farbstoff Hämoglobin.
Vielseitige Aufgaben
Die roten Blutkörperchen nehmen in der
Lunge Sauerstoff auf und versorgen alle anderen Körperzellen damit. Der Sauerstoff
wird in den Zellen in Kohlendioxid umgewandelt, welches sich wiederum an die roten Blutkörperchen heftet und zurück in die
Lunge gelangt.
Das Plasma nimmt im Darm die bei der Verdauung herausgefilterten Nährstoffe auf und
bringt sie zur Weiterverarbeitung in die unterschiedlichen Regionen des Körpers. Die
dort entstandenen Abfallprodukte nimmt es
auf, um sie in Leber und Nieren abzulagern.
Eine besonders wichtige Aufgabe wird auch
den weißen Blutkörperchen zuteil, denn sie
hindern Krankheitserreger an deren Ausbreitung im Körper. Je nach Art des Eindringlings bekämpfen sie diesen mit Antikörpern
oder sie „fressen ihn auf“.
Die Blutplättchen fungieren als Rettungssanitäter, denn sie kümmern sich um das Verschließen einer Wunde, indem sie das Blut
gerinnen lassen.
Des Weiteren sorgt das Blut auch dafür, dass
die Körpertemperatur mehr oder weniger
konstant bleibt. Bei Hitze oder körperlicher
Anstrengung wird die Haut besser durchblutet und gibt so einen Teil der Wärme ab.
Im Gegenzug schränkt der Organismus die
Durchblutung der äußeren Regionen bei
Kälte ein, damit möglichst viel Wärme im
Inneren des Körpers bleibt.
Blutgruppen
Die Zusammensetzung des Blutes ist
von Mensch zu Mensch verschieden. Aus diesem Grund gelangen früher nur selten Bluttransfusionen. In vielen Fällen
wurde das Blut des Spenders
nicht angenommen und es traten lebensbedrohliche Komplikationen auf.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat
der Österreicher Karl Landsteiner herausgefunden, dass sich auf der Oberfläche der
roten Blutkörperchen zwei unterschiedliche
Antigene A und B befinden. Dabei handelt
es sich um bestimmte chemische Merkmale. Auf dieser Grundlage schuf er das AB0System zur Klassierung der Blutgruppen. Hat
jemand die Blutgruppe A, so befindet sich
in seinem Blut das Antigen A. Personen mit
der Blutgruppe B weisen folglich das Antigen
B auf. Blutgruppe 0 deutet auf das Fehlen
sämtlicher Antigene hin, während bei der
Gruppe AB beide Antigene vorhanden sind.
Weltweit schwankt die Verteilung der Blutgruppen je nach Region. In Europa z.B. haben die meisten Menschen die Blutgruppe A
Gesellschaft
oder 0, während die Blutgruppen B und AB
weitaus seltener auftreten.
Bei einer Transfusion sollte der Empfänger
idealerweise Blut aus der eigenen Gruppe
erhalten. Aufgrund eines ständigen Mangels
an Blutkonserven und des unterschiedlichen
Vorkommens der einzelnen Blutgruppen
ist dies jedoch nicht immer möglich, dann
kommen bestimmte Alternativspender in
Frage (siehe Tabelle).
Rhesusfaktor
Ein weiteres wichtiges Blutmerkmal ist der
Rhesusfaktor, denn neben den Antigenen A
und B befindet sich bei einem Großteil der
Menschen auch (oder ausschließlich) das
Rhesus-Antigen im Blut. Fehlt dieses Antigen
(Rhesusfaktor negativ), so bildet der Organismus Antikörper gegen rhesus-positives
Blut und es kommt zu lebensbedrohlichen
Abwehrmechanismen. In der Schwangerschaft tritt dies besonders häufig auf. Fehlt
der Mutter das Rhesus-Antigen, welches das
Kind jedoch hat, so bildet sie Antikörper. Bei
einer späteren Schwangerschaft kann dies
eine Gefahr bedeuten für das Ungeborene,
insofern dieses wiederum den Rhesusfaktor + trägt.
Im Hinblick auf die heftigen und gefährlichen Reaktionen des Körpers
ist bei einer Blutübertragung daher
unbedingt zu beachten, dass Spender- und Empfängerblut bezüglich des
Rhesusfaktors zueinander passen. Es ergeben sich also folgende Kombinationsmöglichkeiten:
Spendergruppe
Blutspende
Blut spenden rettet Leben – diesen Slogan
kennt wohl jeder. In Belgien werden jährlich
500.000 Blutkonserven benötigt. Jeder im
Alter zwischen 18 und 65 Jahren, der mindestens 50 Kilogramm wiegt und bei guter
Gesundheit ist, darf Blut spenden. Eine Blutspende ist alle drei Monate möglich.
Vor jeder Blutabnahme füllt der Spender
einen medizinischen Fragebogen aus. Darin
wird unter anderem nach der Einnahme von
Medikamenten, erhaltener medizinischer
Pflege oder früheren Erkrankungen gefragt.
Das anschließende Gespräch mit einem
Arzt hilft zusätzlich, weitere Risiken für den
Spender und den späteren Empfänger auszuschließen. Nach einer kurzen Untersuchung
(Messung von Blutdruck, Puls und Gewicht)
erfolgt dann die Blutabnahme. Je nach Statur und Verfassung werden zwischen 400
und 470 ml Blut entnommen. Ein geringer
Teil davon wird für Laboruntersuchungen
verwendet, welche mögliche Risiken (z.B.
Krankheiten) für den späteren Empfänger
endgültig ausschließen. Nach der Spende
ist es ratsam, noch einige Minuten liegen zu
bleiben, damit sich der Kreislauf langsam
erholt. Ein Getränk gleich nach der Blutabnahme gleicht zudem den Flüssigkeitsverlust
aus.
Zum Schutz für Spender und/oder Empfänger, ist eine Blutspende in bestimmten Situationen nicht ratsam oder im Einzelnen mit
dem Arzt abzuklären. Dazu gehören:
• Schwangerschaft
• Untergewicht
Empfängergruppe
AB+
AB-
A+
A-
B+
B-
0+
0-
0-
X
X
X
X
X
X
X
X
0+
X
B-
X
B+
X
A-
X
A+
X
AB-
X
AB+
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
9
X
X
X
•
•
•
•
Kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe
Einnahme bestimmter Medikamente
Chronische Erkrankungen
Reisen außerhalb Europas (früheste
Spende 28 Tage nach der Rückkehr)
• Wechsel des Sexualpartners
• Kürzlich erfolgte Tätowierungen oder
Piercings.
• usw.
Eine Blutspende ist normalerweise nicht
mit Risiken verbunden, da diese durch die
ärztliche Beratung weitestgehend ausgeschlossen werden. Während oder nach der
Spende können allerdings kurzzeitig leichte Beschwerden auftreten, wie Schwindel,
Unwohlsein sowie Schmerzen oder Bluterguss an der Einstichstelle. Diese lassen aber
rasch wieder nach. Um derartige Symptome
zu vermeiden, wird den Spendern geraten,
sich in den Stunden nach der Blutabnahme
zu schonen.
Neben dem Verfahren der Vollblutentnahme gibt es auch Plasmaspenden oder das
Entnehmen von Blutplättchen. Diese Sonderformen der Blutspende werden jedoch
in anderen Zeitabständen praktiziert als die
reguläre Blutspende.
Möchten auch Sie Blutspender werden, so
informieren Sie sich auf der Website des
Roten Kreuzes über die nächsten Spendentermine in Ihrer Nähe: www.transfusion.be
> Termine > Provinz Lüttich > Deutschsprachige Gemeinschaft. (auf dieser Website
können Sie die Sprache am rechten Seitenrand auswählen)
10
Gesundheit
Es liegt was
in der
Luft
Endlich ist der Frühling da! Die Vögel singen, die Natur erwacht wieder zum Leben … und die Allergiker kämpfen gegen eine Flut von
Pollen an. Für viele Menschen ist das Frühjahr nicht gerade die angenehmste Jahreszeit.
Überempfindliches Immunsystem
Eine Allergie ist eine Fehlfunktion oder Überreaktion des Immunsystems. Dessen Aufgabe ist es eigentlich, den Körper vor Schadstoffen zu schützen. Kommt der Mensch mit
solchen Erregern in Kontakt, beginnt der
Organismus, Abwehrzellen (Antikörper) zu
bilden. Diese Phase nennt man Sensibilisierung. Treffen die gefährlichen Stoffe mehrfach auf den Körper, werden sofort Abwehrzellen produziert, die den Körper vor diesen
Substanzen schützen.
Bei manchen Menschen bildet der Organismus allerdings Antikörper gegen Stoffe, die
dem Körper eigentlich gar nicht schaden. In
diesem Fall ist eine Allergie vorhanden.
Eine der häufigsten Allergieformen ist die
Pollenallergie. Sie zählt zu den „Soforttypen“, d.h. die Symptome treten direkt nach
dem Kontakt mit dem Allergen auf. Anders
verhält es sich aber bei der ersten Berührung mit einem allergieauslösenden Stoff.
Bei dem ersten Kontakt kommt es zunächst
zur Sensibilisierung. Daraufhin beginnt das
Immunsystem, Antikörper zu produzieren.
Noch löst dieser Vorgang keine allergische
Reaktion aus. Erst bei einem erneuten Kontakt werden die ehemals harmlosen Substanzen vom Immunsystem als Feinde erkannt.
Infolgedessen treten Beschwerden wie Juckreiz, tränende Augen, Schnupfen oder Atemnot auf.
Häufig entwickelt sich ein Heuschnupfen
schon in der Kindheit. Bei einem Teil der
Betroffenen greift die Erkrankung auch die
Lunge an und ruft ein allergisches Asthma
hervor. Eine frühzeitige Behandlung der Allergie kann das Asthma hinauszögern oder
gar verhindern.
Allergene meiden
Generell gilt es, den Auslöser einer Allergie
zu meiden. Bei einer Pollenallergie ist dies
allerdings unmöglich. Mit einem Atemzug
im Freien werden zwischen 4.000 und 8.000
Pollen eingeatmet. Dabei reichen schon 40
Pollen aus, um eine allergische Reaktion
auszulösen. Folgende Alltagstipps helfen, die
4.000 Pollenarten
Beschwerden möglichst gering zu halten:
• Bei hoher Pollenkonzentration sollten
Der lästige Blütenstaub hat von Februar bis
die Fenster geschlossen bleiben. Auf dem
Oktober Hochsaison. Während dieser Zeit
Land ist das in den Morgenstunden der
fliegen rund 4.000 unterschiedliche Pollen
Fall, in der Stadt eher am Abend.
durch die Luft. Dabei hat jede ihre eigene • Nach einem Regenschauer fliegen weniger
Flugperiode. Im Frühjahr stehen die BäuPollen durch die Luft. Für Allergiker ist
me in Blüte, im Sommer haben Allergiker
das die ideale Zeit für Spaziergänge und
hauptsächlich mit Gräserpollen zu kämpfen
Radtouren.
und im Herbst sind es die Kräuter. Etwa 100 • An sonnigen und warmen Tagen steigt die
Pollenarten gelten als allergieauslösend.
Pollenbelastung an. Wäsche sollte an die-
Gesundheit
sen Tagen nicht draußen zum Trocknen
aufgehängt werden.
• Pollenallergikern ist von der Gartenpflege
abzuraten. Dennoch ist es wichtig, auf einen kurz geschnittenen Rasen zu achten,
um die Pollenbelastung so gering wie
möglich zu halten.
• Die Wohnung sollte täglich vom Pollenstaub befreit werden. Verwenden Sie für
Ihren Staubsauger einen hochwertigen
Filter, damit die Pollen nicht erneut durch
die Wohnung gewirbelt werden.
• Durch tägliches Duschen und Waschen
der Haare werden die Pollen vom Körper
entfernt.
• Beim Autofahren sollten die Fenster geschlossen bleiben. Die Belüftungsanlage
ist nur einzuschalten, wenn diese mit
einem Pollenfilter ausgestattet ist.
• Besondere Vorsicht ist auch geboten bei
bestimmten Lebensmitteln, denn die Hälfte der Pollenallergiker entwickelt zusätzlich eine Lebensmittelallergie.
Kreuzallergien
Eine Pollenallergie wird ausgelöst durch
Eiweißstoffe im Innern der Pollen. In bestimmten pflanzlichen Nahrungsmitteln
sind fast identische Eiweiße enthalten. Das
Immunsystem erkennt diese und bildet
auch dann eine allergische Reaktion. Die
häufigste der Kreuzallergien tritt im Zusammenhang mit Birkenpollen auf. Betroffene
reagieren nach und nach jedoch auch auf
Hasel-, Erlen- und Buchenpollen sowie auf
Nüsse, Sellerie, Kern- und Steinobst.
Die Symptome einer Kreuzallergie sind abhängig von deren Auslöser und machen sich
durch Kribbeln, Juckreize oder Schwellungen
im Mund- und Rachenbereich bemerkbar
oder aber durch Hautreaktionen und MagenDarm-Beschwerden. In ganz seltenen Fällen
kommt es zu einem lebensbedrohlichen Zustand, dem anaphylaktischen Schock.
11
Die meisten der allergieauslösenden Nahrungsmittel sind in gegartem Zustand jedoch
gut verträglich. Die hohen Temperaturen bei
der Zubereitung zerstören die für die Allergie
verantwortlichen Eiweiße. Lediglich Sellerie
und Haselnüsse sollten in jedem Fall gemieden werden, da die Konzentration der enthaltenen Allergene besonders hoch ist.
Spezifische Immuntherapie
Bei der spezifischen Immuntherapie wird
das Immunsystem langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt. Hierzu
erhält der Allergiker kleine Mengen des
Allergens in Form von Tropfen oder von
Injektionen. Die Immuntherapie ist die
einzige Behandlung, die die Ursachen der
Allergie bekämpft. Alle anderen Arzneimittel lindern lediglich die Beschwerden.
In der Regel dauert die Immuntherapie
etwa drei Jahre. Während dieser Zeit be-
nötigt der Betroffene Allergenextrakte von
bis zu 1.500 €.
Durch die Zusätzlichen Dienste erstattet
die Freie Krankenkasse ihren Mitgliedern
75 % der „Impfstoffkosten“, also bis zu
1.125 €.
Ausführliche Informationen zur spezifischen Immuntherapie finden Sie unter
www.freie.be > Gesundheitswissen >
Spezifische Immuntherapie
Pollenflugkalender
Vor- und
Nebenblütezeit
Hauptblütezeit
12
Reportage
Haben Sie
Ihren
Urlaub
schon geplant?
In wenigen Wochen beginnt die Urlaubszeit, in der viele Familien in die
Ferne reisen. Je nach Urlaubsziel ist
auf bestimmte Dinge zu achten, damit
die Ferienzeit auch wirklich zu einem
schönen Erlebnis wird.
W
eite Fahrten oder Flugreisen bergen häufig gesundheitliche Risiken
– vor allem für ältere Menschen
oder für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.
Langes Sitzen ohne Bewegungspausen erhöht bspw. die Gefahr einer Thrombose mit
möglicherweise lebensgefährlichen Auswirkungen. In den Beinvenen kommt es dabei
zu einer Störung der Blutgerinnung. In den
Venen setzt sich gestautes Blut ab, welches
bis in die obere Körperhälfte wandern kann
und dort unter Umständen eine lebenswichtige Lungenarterie verstopft.
Thrombosegefährdet
sind
besonders
Raucher, Übergewichtige, Venenkranke,
Krebspatienten, Schwangere und Menschen,
die vor kurzem operiert wurden.
Diesen Komplikationen können Sie entgegenwirken, indem Sie sich während der
Reise zwischendurch regelmäßig bewegen.
Sorgen Sie bei Auto- und Busfahrten für häufige Pausen. Im Flugzeug können Sie hin und
wieder den Gang entlang gehen.
Auf langen Reisen sollten Sie auch stets auf
eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten,
um zu vermeiden, dass Ihr Körper austrocknet.
Schutz vor Krankheiten
Umfassender Impfschutz ist ein wichtiger
Bestandteil der Reisevorbereitungen. Vor allem bei Fernreisen und Aufenthalten in Ländern mit niedrigem Hygienestandard sollten
Sie Ihr Abwehrsystem durch Vorsorgeimpfungen unterstützen.
Schon kleine Verletzungen können eine Tetanus-Infektion hervorrufen und den Urlaub
vorzeitig enden lassen. In südlichen Ländern
besteht die Gefahr einer Ansteckung mit
Krankheitserregern – vor allem mit dem
Hepatitis A-Virus – sogar beim Essen, da diverse Faktoren zu einer Keimbelastung der
Nahrungsmittel führen können (z.B. verunreinigtes Leitungswasser, Unterbrechung der
Kühlkette usw.).
Die Impfempfehlungen variieren je nach
Reiseregion, denn das Infektionsrisiko für
bestimmte Krankheiten ist nicht überall
gleich. Informieren Sie sich rechtzeitig, am
besten schon mehrere Monate vor Ihrer Abreise, bezüglich der empfohlenen Impfungen für Ihr Urlaubsziel.
und ein relativ geringes Ansteckungsrisiko.
Allerdings ist auch hier ein Basis-Impfschutz
gegen Starrkrampf zu empfehlen. In manchen Regionen ist die Gefahr einer FSME Infektion (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
jedoch relativ hoch. Die durch Zecken übertragene Hirnhaut- oder Gehirnentzündung
kann lebensbedrohliche Zustände auslösen
und bleibende Behinderungen hinterlassen. Einen zuverlässigen Schutz gegen die
Erkrankung bietet nur eine Vorsorgeimpfung, die alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt
werden muss. Um Zeckenbisse in Gefahrengebieten generell zu vermeiden, sollten Sie
geschlossene Kleidung tragen und zeckenabweisende Mittel auftragen.
Süd- und Südosteuropa
Die leckere mediterrane Küche hat nicht
nur Vorzüge. Mögliche hygienische Mangelzustände erhöhen das Risiko von Hepatitis
A-Erregern im Essen. Wer sich jedoch durch
eine Vorsorge-Impfung schützt, kann die
Gaumenfreuden der südeuropäischen Küche folgenlos genießen.
Im Südosten Europas (Baltikum, Ungarn,
Nord- und Mitteleuropa
In den Ländern nördlich der Alpen herr- Bulgarien, Kroatien,...) lauern den Urlauschen meist gute hygienische Bedingungen bern ebenfalls vermehrt Krankheitskeime
Reportage
auf. Aus diesem Grund sollten Sie sich gegen ungewohnte Ernährung können zu MagenTetanus, Diphtherie, Hepatitis A und gegebe- Darm-Beschwerden führen, beim Sport am
nenfalls auch gegen Tollwut impfen lassen.
Strand kommt es zu einer kleinen Verletzung, usw.
Fernreisen
Um bei geringfügigen Beschwerden die SuReisen in ferne Länder müssen gut vorberei- che nach einer Apotheke oder einem Arzt zu
tet sein. Dies gilt auch für die Gesundheits- vermeiden, sollte sich in Ihrem Urlaubsgevorsorge. In vielen Ländern sind bestimmte päck unbedingt auch eine kleine ReiseapoImpfungen nicht nur ratsam, sondern ge- theke befinden. Besonders für Reisen mit
hören zu den gesetzlichen Einreisebestim- Kindern ist dies unerlässlich.
mungen. Informieren Sie sich also vor Rei- Wichtige Arzneimittel sollten Sie im Handgeseantritt genauestens bei der Botschaft des päck transportieren, damit sie jederzeit griffUrlaubslandes, beim Reiseveranstalter oder bereit sind. Manche Medikamente verlieren
bei Ihrem Hausarzt über die erforderlichen bei Hitze ihre Wirkung. Achten Sie also darSchutzmaßnahmen.
auf, dass diese nicht zu großer Wärme ausGegen einige gefährliche Infektionskrankhei- gesetzt werden.
ten wie beispielsweise Malaria, West Nil- und
Dengue-Fieber konnte bislang kein Impfstoff
entwickelt werden. Ein zuverlässiger Schutz Gesund bleiben im Urlaub
ist demnach nicht möglich. Der Ausbruch Bei Reisen in sehr warme Regionen sollten
von Malaria kann durch die vorsorgende Sie Ihrem Körper eine Eingewöhnungszeit
Einnahme von Medikamenten (Beginn der gönnen. Gehen Sie in diesen Gegenden sehr
Einnahme zwei Tage vor der Abreise) meist sparsam mit der Klimaanlage um. Ein stänverhindert werden. Anderen Erkrankungen diger Wechsel zwischen heißen Außentemhingegen kann nur durch konsequenten In- peraturen und gekühlten Räumen schwächt
sektenschutz vorgebeugt werden.
den Organismus und fördert das Auftreten
von Erkältungsbeschwerden.
Reiseapotheke
Bei Hitze sollten Sie noch mehr als sonst auf
Auf Reisen treten häufig kleinere gesundheit- eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
liche Probleme auf. Ein Klimawechsel oder Trinken Sie täglich zwei bis drei Liter Wasser,
Inhalt der Reiseapotheke
•Medikamente gegen:
-- Schmerzen und Fieber
-- Durchfall, Verstopfung, Blähungen
-- Magen-Darm-Beschwerden
-- Erkältungen (Husten, Schnupfen,
Hals- und Ohrenschmerzen)
•Augentropfen
•Salbe zur Behandlung von Insektenstichen
•Verbandsmaterial (Mullbinden,
Heftpflaster)
•Schere und Pinzette
•Fieberthermometer
•Sonnenschutz
•Insektenschutz
•Persönliche Medikamente
13
Saftschorlen, ungesüßte Tees, usw. Verzichten Sie bei hohen Temperaturen weitgehend
auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke,
denn diese belasten den Körper zusätzlich
und entziehen ihm Flüssigkeit.
Beim Essen ist es ratsam keine rohen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Besondere
Vorsicht ist geboten bei Fleisch, Fisch, Milch,
Eiern, usw.
Denken Sie auch immer daran, das Obst vor
dem Verzehr zu schälen. Durch einfaches
Waschen der Früchte – selbst mit warmem
Wasser – lassen sich die Bakterien nicht entfernen.
Auf Eiswürfel sollten Sie am Urlaubsort verzichten, wenn Sie nicht sicher wissen, ob
diese aus abgekochtem, gechlortem oder
aus Mineralwasser hergestellt wurden.
Meiden Sie auch Leitungswasser, da dieses
oft keine Trinkwasserqualität hat. Generell
sollten Sie nur aus frisch geöffneten Wasserflaschen trinken.
In vielen Gegenden unterscheidet sich die
Zubereitung der Speisen grundlegend von
den Kochgewohnheiten in der Heimat. Wenn
Sie einen empfindlichen Magen haben, so
wagen Sie keine großen Experimente. Informieren Sie sich vor der Reise über die
landestypische Küche und probieren Sie zu
Hause gegebenenfalls einige Gerichte aus.
Effektiver Sonnenschutz
Möglichst viel Sonne tanken und knackig
braun werden – das gehört für viele zu einem schönen Urlaub. In Maßen genossen, ist
das Sonnenlicht lebenswichtig, ausgedehnte
Sonnenbäder können jedoch schlimme
gesundheitliche Folgen haben. Besonders
stark sind die Strahlen in südlichen Ländern.
Die Haut verfügt nur über eine geringe Eigenschutzzeit, somit ist ohne zusätzliche
Schutzmaßnahmen ein Sonnenbrand schon
vorprogrammiert. Die Verbrennungen sind
nicht nur schmerzhaft und unangenehm,
sondern erhöhen langfristig das Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches.
Deshalb sollten Sie unbedingt vorsorgen:
• Meiden Sie die Mittagssonne. Zwischen 11
und 15 Uhr sind die Strahlen besonders
stark.
14
Reportage
• Setzen Sie Kleinkinder niemals der diund bewölktem Himmel sollten Sie eine
rekten Sonne aus.
Sonnencreme auftragen.
• Benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit • Tragen Sie in der prallen Sonne stets eine
einem ausreichend hohen LichtschutzfakKopfbedeckung.
tor. Lassen Sie sich beim Kauf gegebenen- • UV-Strahlen schädigen die Augen. Tragen
falls beraten.
Sie aus diesem Grund immer eine Sonnenbrille.
• Tragen Sie die Creme etwa 30 Minuten vor
dem Sonnenbad auf. Vergessen Sie dabei • Achten Sie auch im Wasser auf einen zudie besonders empfindlichen Stellen nicht
verlässigen Sonnenschutz, denn das Was(Fußrücken, Nacken, Ohrläppchen, ...).
ser verstärkt die Intensität der Strahlen
• Cremen Sie sich nach jedem Gang ins Wasund erhöht somit das Sonnenbrandrisiko.
ser erneut sorgfältig ein. Das gilt auch bei
der Verwendung wasserfester Produkte.
Meiden Sie die Sonne, sobald Sie erste An• Auch bei indirekter Strahleneinwirkung zeichen eines Sonnenbrandes bemerken
(Hautrötung, Schmerzen). Reiben Sie die
Stellen mit einer dafür vorgesehenen Lotion (z.B. mit Aloe Vera) ein, oder versorgen Sie sie mit kühlenden Umschlägen. Um
Komplikationen, wie beispielsweise eine
Entzündung der verbrannten Stellen, zu vermeiden, können Sie vorsorgend ein entzündungshemmendes Mittel (z.B. Ibuprofen)
einnehmen.
Bei großflächigen Verbrennungen mit Blasenbildung sollten Sie stets einen Arzt aufsuchen. Ein Sonnenbrand dritten Grades (mit
Zerstörung der oberen Hautschicht) muss
im Krankenhaus behandelt werden.
Gut versichert auf Reisen
Basisdeckung durch die Pflichtversicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung garantiert eine Basisdeckung bei Krankheit und
Unfall im Ausland. Je nach Aufenthaltsort
können die Kosten und die Rückerstattung jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.
Daher ist es wichtig zu wissen, ob das Bestimmungsland ein Abkommen mit Belgien
abgeschlossen hat oder nicht. Ein solches
Abkommen garantiert die Kostenübernahme am Urlaubsort, entsprechend der im
Urlaubland geltenden Regelung.
EU-Karte oder Auslandsschein
Verreisen Sie in ein Land des EWR, nach Aus-
tralien oder in die Schweiz, so beantragen Sie
vor Ihrer Abreise bei uns eine Europäische
Krankenversicherungskarte. Diese gibt Ihnen Anrecht auf Leistungen der gesetzlichen
Krankenversicherung bei notwendiger Pflege
im Ausland. Falls Sie vor Ort dringende Pflege benötigen, müssen Sie diese Karte vorweisen. Sie wird individuell für jeden Reisenden
ausgestellt und ist zwei Jahre gültig. Das Enddatum ist auf der Karte vermerkt.
Verreisen Sie in ein Land, mit dem Belgien
ein bilaterales Abkommen abgeschlossen
hat, so beantragen Sie bei unserer Krankenkasse den entsprechenden Auslandskrankenschein. Dieses Dokument ist je nach Land un-
Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und die Schweiz
Bulgarien
• Griechenland • Liechtenstein • Österreich • Slowenien
• Polen
• Spanien
Dänemark • Großbritannien • Litauen
• Luxemburg • Portugal
• Tschechien
Deutschland • Irland
• Island
• Malta
• Rumänien • Ungarn
Estland
• Italien
• Niederlande • Schweden • Zypern
Finnland
• Norwegen
• Slowakei
Frankreich • Lettland
Länder mit bilateralem Abkommen
• Algerien
• Australien
• Bosnien- Herzegowina
• Kosovo
• Kroatien
• Mazedonien
• Montenegro
• Serbien
• Tunesien
Besondere Regelung für Grenzgänger:
Falls Sie in Belgien wohnen, jedoch durch
ein internationales Abkommen über eine
ausländische Krankenkasse bei uns versichert sind (bspw. belgisch-luxemburgische
oder belgisch-deutsche Grenzgänger), so
müssen Sie die EU-Karte bei der Krankenkasse Ihres Beschäftigungslandes beantragen.
Erweiterte Deckung durch
unsere zusätzlichen Dienste
Mitglieder der Zusätzlichen Dienste unserer Krankenkasse haben neben der Basisdeckung durch die Pflichtversicherung An-
Länder mit Abkommen
•
•
•
•
•
•
terschiedlich und in einigen Ländern muss es
gegen ein spezielles Formular für die Kostenübernahme eingetauscht werden, bevor Sie
dort die notwendige Pflege erhalten.
• Türkei
Länder ohne Abkommen
Für Aufenthalte in Ländern, die nicht durch ein Abkommen an Belgien gebunden sind, gibt
es keinen Vordruck, der Ihnen eine Erstattung der Gesundheitspflege vor Ort ermöglicht,
so bspw. in den Vereinigten Staaten.
Reportage
recht auf unseren Dienst „Dringende Pflege
im Ausland“.
Medizinischer Beistand
Im Falle einer Hospitalisierung stellt die
Hilfszentrale „Mediphone Assist“ den Kontakt zwischen den Ärzten und der Familie
her, besorgt vor Ort nicht verfügbare Medikamente oder kümmert sich um den medizinisch erforderlichen Rücktransport des
Verletzten, …
Kostenerstattung
Die Kosten für plötzlich notwendige und
unvorhergesehene stationäre Pflege werden
Ihnen vollständig erstattet, ambulante Pflege
zu 75 Prozent.
Die Erstattung gilt nicht für beabsichtigte
Pflege, d.h. wenn Sie sich ins Ausland begeben, um sich dort behandeln zu lassen oder
um dort Arzneimittel einzukaufen.
15
Für Aufenthalte in welchen Ländern?
• Alle Länder des EWR
(siehe S.14)
• Ägypten
• Algerien
• Andorra
• Bosnien-Herzegowina
• Kroatien
•
•
•
•
•
•
•
Kosovo
Libyen
Marokko
Mazedonien
Monaco
Montenegro
San Marino
•
•
•
•
•
•
Schweiz
Serbien
Syrien
Tunesien
Türkei
Vatikanstaat
Für Aufenthalte in allen übrigen Ländern empfehlen wir Ihnen, eine Privatversicherung abzuschließen.
Die Hilfszentrale Mediphone Assist ist
rund um die Uhr erreichbar unter der
Nummer +32 (0)2 778 94 94.
Weitere Informationen erhalten Sie in
unseren Geschäftsstellen, in unserer Broschüre „Gut versichert auf Reisen“ sowie
auf unserer Internetseite unter www.freie.
be>Gut versichert>Pflege im Ausland.
Welcher Versicherungsschutz in welchem Land?
Reiseland
Bulgarien, Dänemark(*), Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich(*), Griechenland, Großbritannien(*), Irland,
Island, Italien, Kosovo, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande(*), Norwegen, Österreich,
Polen, Portugal, Rumänien, Schweden,
Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien,
Tschechien, Ungarn, Zypern
Erstattung durch
Pflichtversicherung
Zusätzliche Dienste
Basisdeckung der Pflichtversicherung
(Vereinbarungen des EWR und der
Schweiz).
Die Erstattung erfolgt durch die ausländische Krankenkasse auf Vorlage der EUKarte.
Algerien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien,
Mazedonien, Montenegro, Serbien, Tunesien, Türkei
Basisdeckung (Länder mit bilateralem Abkommen). Die Erstattung erfolgt auf Vorlage des Auslandskrankenscheines
Ägypten, Andorra, Libyen, Marokko, Monaco, San Marino, Syrien, Vatikanstaat
Keine Erstattung durch die Pflichtversicherung, da kein Abkommen mit Belgien
besteht.
Australien
Basisdeckung (bilaterales Abkommen).
Die Erstattung erfolgt auf Vorlage der EUKarte
Alle übrigen Länder der Welt,
z.B. Vereinigte Staaten, ...
Keine Erstattung durch die Pflichtversicherung, da kein Abkommen mit Belgien
besteht.
Vollständige Rückerstattung plötzlich notwendiger und unvorhersehbarer stationärer Pflegekosten, Erstattung ambulanter
Pflegekosten zu 75%
Keine Erstattung.
Wir empfehlen Ihnen, eine Privatversicherung abzuschließen.
(*) Für Aufenthalte in verschiedenen Überseegebieten von Dänemark, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden kommen
die Zusätzlichen Dienste nicht auf. Eine Liste dieser Inseln erhalten Sie in unseren Geschäftsstellen oder im Internet unter www.freie.
be>Gut versichert>Pflege im Ausland>Zusätzliche Absicherung.
16
Versicherung
Kinesitherapie
Im Bereich der Kinesitherapie
gibt es unterschiedliche Erstattungssysteme, je nach Art der
behandelten Erkrankung. Die Anzahl der erstattbaren Sitzungen
und die jeweiligen Modalitäten
sind davon abhängig.
Erstattungssysteme
Gängige Krankheiten
Leichte Beschwerden, wie bspw. ein verstauchter Knöchel oder Rückenschmerzen
gehören zum System der gängigen Erkrankungen.
Die gesetzliche Krankenversicherung erstattet pro Kalenderjahr bis zu 18 vom Arzt
verordnete Sitzungen, unabhängig davon,
ob die Behandlung in der Praxis des Kinesitherapeuten oder beim Patienten zu Hause
erfolgt.
Erweist sich eine weitere Behandlung durch
den Kinesitherapeuten als notwendig, so
kann der Arzt zwar unbegrenzt weitere Sitzungen verordnen, allerdings werden diese
zu einem deutlich niedrigeren Tarif von der
Krankenkasse erstattet.
Nur im Falle einer neuen Erkrankung, also
bei Auftreten einer anderen Krankheit, erfolgt die Rückzahlung wiederum für 18
Sitzungen zum Normaltarif. Hierzu muss allerdings vor der Behandlung ein Antrag auf
Erstattung beim Vertrauensarzt der Krankenkasse eingereicht werden. Jährlich kann
der Vertrauensarzt zweimal 18 zusätzliche
Behandlungen pro Neuerkrankung genehmigen. In einem Kalenderjahr können demnach bis zu 54 Sitzungen zum Normaltarif
erstattet werden.
Funktionelle Erkrankungen
Schwere Erkrankungen
Erkrankungen mit bestimmten schweren
funktionellen Einschränkungen erfordern
eine weitaus höhere Anzahl an Kinesitherapie-Sitzungen. Für diese Leiden, die in
der sogenannten „Liste F“ aufgeführt sind,
werden jährlich höchstens 60 Sitzungen
zum Normaltarif erstattet (mit einer durchschnittlichen Dauer von 30 Minuten).
Zu den betreffenden Erkrankungen gehören:
• Akute Funktionsstörungen, z.B. orthopädische Beschwerden infolge eines
Traumas oder einer Operation. Im Einzelnen sind die hierzu gehörenden Funktionsstörungen in einer Liste F „A“ aufgeführt. Ab dem Tag der ersten Leistung
können während eines Jahres maximal
60 Sitzungen in Anspruch genommen
werden.
• Chronische Funktionsstörungen, Fibromyalgie, Ateminsuffizienz, Störungen der
psychomotorischen Entwicklung, usw.
Im Einzelnen sind die hierzu gehörenden
Funktionsstörungen in einer Liste F „B“
aufgeführt. Für diese Erkrankungen ist
während eines Kalenderjahres, also zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember, die Erstattung von höchstens 60
Sitzungen vorgesehen.
Zu den „Schweren Erkrankungen“ gehören
neurologische Störungen, Mukoviszidose, Amputationen, rheumatische Arthritis,
usw. Im Einzelnen sind diese in der „Liste
E“ aufgeführt. Pro Tag kann nur eine Pflegeleistung erstattet werden. In besonderen
Fällen kann der Vertrauensarzt eine zweite
Sitzung pro Tag genehmigen, insofern diese
mindestens drei Stunden nach der ersten
Leistung stattfindet.
Der Vertrauensarzt genehmigt die Behandlung für einen begrenzten Zeitraum (höchstens drei Jahre). Sollte anschließend eine
weitere Behandlung notwendig sein, so
muss ein Antrag auf Verlängerung an den
Vertrauensarzt gestellt werden.
Der Kinesitherapeut verfasst zudem einen
Bericht über den Gesundheitszustand des
Patienten, der dem verordnenden Arzt zugestellt wird. Dieser Schritt erfolgt mindestens
einmal jährlich und nach jeder neuen Verordnung.
Perinatale Kinesitherapie
Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich an neun Sitzungen der perinatalen
Kinesitherapie. Diese können während oder
nach der Schwangerschaft durchgeführt
werden. Perinatale Kinesitherapie dient
dazu, die werdende Mutter auf die Geburt
Versicherung
vorzubereiten. Nach der Schwangerschaft
werden verletzte Muskelpartien wieder
aufgebaut und der Heilungsprozess somit beschleunigt. Kinesitherapiesitzungen
während eines Krankenhausaufenthaltes
werden für diese begrenzte Anzahl nicht berücksichtigt.
Erstattungsbedingungen
Die Erstattung einer kinesitherapeutischen
Behandlung erfolgt nur unter bestimmten
Voraussetzungen:
Verordnung
17
Anzahl der Behandlungen
Die Erstattung der Krankenkasse zum Normaltarif beschränkt sich auf eine bestimmte
Anzahl Sitzungen jährlich – entweder pro
Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember)
oder pro Behandlungsjahr (ein Jahr ab der
ersten Behandlung).
• Gängige Erkrankungen: 18 Sitzungen
• Funktionelle Erkrankungen: 60 Sitzungen
• Schwere Erkrankungen: eine Sitzung pro
Tag
• Perinatale Kinesitherapie: neun Sitzungen pro Schwangerschaft
Die Krankenkasse erstattet Leistungen der Genehmigung des
Kinesitherapie nur, wenn sie von einem Arzt Vertrauensarztes
verordnet wurden. Auf dieser Verordnung Für die Erstattung verschiedener Leistungen
müssen die Diagnose, die Art der Behand- ist eine vorherige Genehmigung des Verlung sowie die Anzahl der verordneten Sit- trauensarztes erforderlich:
zungen vermerkt sein. Bei Einverständnis • für die Behandlung einer schweren Erdes Arztes darf der Therapeut andere Bekrankung (Liste E)
handlungsmethoden anwenden als die vom • für die Behandlung einer funktionellen
Arzt verordneten. Falls Art und Häufigkeit
Erkrankung der Liste F (als „Mitteilung“)
der Behandlungen nicht vermerkt sind, kann • wenn nach zwei Jahren eine Verlängeder Kinesitherapeut diese selbst bestimmen.
rung der Behandlung für eine chronische
funktionelle Erkrankung notwendig ist
Beginn der Behandlung
(F-Liste „B“)
Die Behandlung muss innerhalb von zwei • wenn im Laufe eines Jahres nach der erMonaten ab der ärztlichen Verordnung oder
sten Behandlung eine zweite Erkrankung
nach der vom Arzt präzisierten Frist beginnen.
auftritt.
Leistung
Kodenummer
Honorar
Erstattung
Normalversicherte
Einzelsitzung (30 min) bis
18. Sitzung in der Praxis
560011
21,96 €
16,15 €
19,61 €
Einzelsitzung (30 min) 19.
Sitzung in der Praxis
560055
max. 21,96 €
7,30 €
9,26 €
Einzelsitzung (30 min) in
der Praxis – Liste F
563010
21,96 €
16,56 €
19,87 €
Einzelsitzung (30 min) in
der Praxis – Liste E
560652
21,96 €
17,66 €
20,31 €
Konsultative Untersuchung
560092
21,96 €
14,99 €
19,03 €
Leistung am Wohnsitz des
Patienten
560313
22,34 €
15,28 €
19,32 €
Leistung im Altenheim
560571
13,04 €
8,18 €
10,65 €
Perinatale Kinesitherapie
561595
21,96 €
14,99 €
19,03 €
Erstattung
Vorzugstarif
Nicht erstattbare Leistungen
Für bestimmte Leistungen ist keine Kostenbeteiligung der Krankenversicherung vorgesehen, selbst wenn sie durch einen anerkannten Kinesitherapeuten durchgeführt
werden. Dazu gehören:
• Akupunktur,
Fußreflexzonenmassage,
usw.;
• Dehnung der Wirbelsäule auf einem
Tisch oder per Aufhängung;
• Leistungen ästhetischer oder hygienischer Art (Fitness, Sauna, Solarium,
usw.);
• Vorbereitung und Begleitung sportlicher
Aktivitäten.
Behandlungen, die beim Patienten zu Hause
durchgeführt werden, dürfen nur dann berechnet und erstattet werden, wenn der Arzt
auf der Verordnung ausdrücklich vermerkt
hat, dass der Patient seinen Wohnsitz aus
medizinischen oder sozialen Gründen nicht
verlassen kann.
Erfolgt die Behandlung durch einen Kinesitherapeuten, der dem Kassenabkommen
nicht beigetreten ist, so verringert die Krankenkasse die Kostenbeteiligung um etwa 25
Prozent, außer für Versicherte mit Anrecht
auf den Vorzugstarif (Rentner, Witwer, Langzeitarbeitslose, …).
18
Versicherung
Erstattungen
für Diabetiker
Die Behandlung eines Diabetes ist für die Betroffenen zeitlebens
mit hohen Ausgaben verbunden. Ein Teil dieser Kosten wird von der
gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, während unsere
­Zusätzlichen Dienste noch weitere Erstattungen zahlen.
Diabetespass
handlungsplans beträgt 130 € (40 € für die
erste Beratung sowie je 15 € für die sechs
Der Diabetespass soll zur besseren Informa- folgenden Sitzungen).
tion der Diabetiker und zur optimalen Kon- Für Einzelsitzungen beträgt die Erstattung
trolle der Krankheit beitragen. So werden in unserer Zusätzlichen Dienste 20 € für die
dem kleinen Heft alle zur Behandlung not- erste Beratung und jeweils 10 € für alle weiteren Sitzungen.
wendigen Angaben notiert.
Der Pass gibt dem Inhaber Anrecht auf folgende Leistungen der gesetzlichen Kranken- Glukometer
Insulinpflichtige Diabetiker sind auf ein Blutversicherung:
• vollständige Erstattung zweier Ernäh- zuckermessgerät (Glukometer) angewiesen.
rungsberatungen pro Jahr. Die Sitzungen Patienten, die täglich zwei Injektionen benömüssen mindestens 30 Minuten dauern tigen, erstattet die gesetzliche Krankenverund von einem anerkannten Ernährungs- sicherung die Kosten für ein solches Gerät
(siehe kostenloses Kontrollmaterial).
berater durchgeführt werden.
• vollständige Erstattung zweier Behand- Personen, die weniger Injektionen benölungen durch einen Podologen (spezia- tigen, können durch unsere Zusätzlisierter Fußpfleger), falls der Diabetiker lichen Dienste beim Ankauf eines
an schwerwiegenden Problemen an den Blutzuckermessgerätes eine ErFüßen leidet oder ein hohes Risiko für de- stattung bis zu 75 € erhalten
(auf Vorlage der Rechnung
ren Entstehung vorliegt.
und der ärztlichen Verordnung).
Erstattungen unserer
Zusätzlichen Dienste
Fußpflege und
Fußreflex­
Die richtige Ernährung ist bei Diabetes be- zonenmassage
Ernährungsberatung
sonders wichtig. Aus diesem Grund erstatten
wir den Mitgliedern unserer Zusätzlichen
Dienste einen hohen Anteil der Kosten für
eine umfassende Ernährungsberatung. Bedingung ist der Abschluss eines vollständigen
Behandlungsplans (sieben Beratungen) bei
einer anerkannten Ernährungsberaterin.
Unsere Erstattung nach Abschluss des Be-
Die Gesundheit der Füße
ist durch die Zuckerkrankheit bedroht. Defekte des Nervensystems
und
Durchblutungsstörungen führen häufig zur
Unterversorgung der unteren
Gliedmaßen. Unsere Zusätz-
lichen Dienste erstattet allen Mitgliedern
jährlich bis zu 8 Behandlungen an 6 €
durch einen Fußpfleger oder Orthopädisten.
Diabetiker können zudem eine Erstattung
für Fußreflexzonenmassagen in Höhe von
6 € pro Massage erhalten (begrenzt auf
acht Massagen pro Jahr). Es muss sich allerdings um einen Therapeuten handeln, der
von unserer Krankenkasse anerkannt ist
und der Patient muss im Besitz des Diabetespasses sein und seinem Hausarzt die Verwaltung der „Globalen medizinischen Akte“
anvertraut haben.
Versicherung
Diabetiker Ratgeber
19
Insulinanaloga spritzen;
Diabetiker, die eine subkutane oder inUnsere Krankenkasse stellt Diabetikern koterperitoneale Insulinpumpe verwenden;
stenlos das Magazin „Diabetiker Ratgeber“
-- Schwangere Diabetikerinnen oder Diazur Verfügung. Es enthält interessante Inforbetikerinnen mit Kinderwunsch;
mationen für Diabetiker und enthält neueste
-- Diabetiker, die im Transportwesen beForschungserkenntnisse oder Ernährungsschäftigt sind (Taxifahrer, LKW-Fahrer,
und Bewegungstipps.
usw.).
• Gruppe 3b: Diabetes Typ 1-Patienten
•
Gruppe
1b:
Diabetiker,
die
nicht
die
Besowie folgende Personen, die nicht die
Kostenloses Testmaterial
dingungen der Gruppe 1a erfüllen. Es
genannten Bedingungen der Gruppe 3
handelt sich um Diabetiker, die täglich
erfüllen:
In bestimmten Fällen können die Kontrollmindestens
drei
Insulininjektionen
benö- Diabetiker nach einer Transplantation;
geräte und das Testmaterial den Diabetikern
tigen sowie bestimmte Personen, die eine
-- Personen, mit einem zu niedrigen Blutkostenlos durch die gesetzliche Krankenintensive, multidisziplinarische Betreuzuckerspiegel (organisch bedingt);
versicherung zur Verfügung gestellt werden.
ung
sowie
häufige
Blutzuckermessungen
Personen,
die an Nesidioblastose leiHierzu muss der Patient sich an eines der
benötigen, obwohl sie seltener Insulin
den (Vergrößerung der Bauchspeichelbelgischen Krankenhäuser wenden, die eine
spritzen.
drüse, die zu schwerer Unterzuckerung
besondere Abteilung für die Behandlung
führt);
von Diabetespatienten eingerichtet haben
Gruppe
2
-- Patientinnen mit Schwangerschaftsdia(Diabetologie, Endokrinologie oder Innere
betes;
Medizin) und über das erforderliche medi- Diabetiker, die ihren Blutzuckerspiegel
mindestens 60 Mal pro Monat messen und
-- Dialysepatienten, die Insulin erhalten.
zinische Personal verfügen.
Eine Vereinbarung mit dem LIKIV regelt die mindestens drei Insulininjektionen pro 24
Folgende naheliegenden Krankenhäuser
Übernahme der Kosten. Diese werden in Stunden benötigen.
sind dem Abkommen beigetreten:
Form eines Pauschalbetrages dreimonatlich
Sowie
folgende
Personen,
die
nicht
die
ge•
Sankt Nikolaus Hospital, Eupen
von unserer Krankenkasse an das Krankenhaus gezahlt. Zu Beginn muss allerdings ein nannten Bedingungen der Gruppe 2 erfüllen: • Clinique Reine Astrid, Malmedy
Antrag an den Vertrauensarzt der Kranken- • Diabetiker nach einer Bauchspeicheldrü- • Centre Hospitalier Peltzer La Tourelle,
sentransplantation;
Verviers
kasse gerichtet werden. Der Antrag wird
•
Frauen
mit
Schwangerschaftsdiabetes,
die
• Centre Hospitalier de la Citadelle, Lüttich
vom Facharzt des Zentrums und vom Patimit einer Insulininjektion täglich behan- • Centre Hospitalier Universitaire Sart Tilenten unterzeichnet.
delt werden;
man, Lüttich
•
Dialysepatienten,
die
Insulin
erhalten.
•
Centre
Hospitalier Saint-Vincent Sainte EliFolgende Diabetikergruppen können das
sabeth, Lüttich
Testmaterial kostenlos erhalten:
Gruppe 3
• Clinique Saint Joseph, Lüttich
Gruppe 1 (Intensiv-Patienten) Diabetiker, die ihren Blutzuckerspiegel
Diabetiker, die ihren Blutzucker mindestens 30 Mal pro Monat messen und Eine Liste aller belgischen Zentren könmindestens vier Mal täglich mes- mindestens zwei Insulininjektionen täglich nen Sie auf unserer Website unter www.
freie.be > Erstattungen > Diabetes > Kosen müssen (120 Mal pro Mo- benötigen. Diese Gruppe unterteilt sich in:
•
Gruppe
3a:
Diabetes
Typ
2-Patienten.
Sie
stenloses Kontrollmaterial abrufen.
nat). Diese Gruppe unterteilt
müssen über eine globale medizinische
sich in:
Akte und einen Diabetespass verfügen.
Diabetiker, die kein Anrecht haben auf
• Gruppe 1a: Personen,
Des
Weiteren
muss
das
multidisziplinäre
dieses kostenlose Testmaterial, erhalten
die täglich mindestens drei
Team des Krankenhauses sowie der Hausdurch unsere Zusätzlichen Dienste eine
Insulininjektionen benötigen
arzt für den Zuckerkranken einen indiviErstattung in Höhe von 50 % der Materialbei mindestens 160 Blutzuduellen Behandlungsplan erstellt haben.
kosten, begrenzt auf 120 € pro Jahr. Der
ckermessungen pro Monat.
Wird dieser Plan bereits seit einem Jahr
Diabetiker muss allerdings in Besitz des
Außerdem gehören sie zu einer
verfolgt, so muss der Diabetiker seinen
Diabetespasses sein sowie seinem Hausbestimmten Gruppe, wie z.B.:
Hausarzt mindestens zwei Mal innerhalb
arzt die Verwaltung der globalen medizi-Patienten mit instabilem
von
12
Monaten
wegen
seiner
Erkrannischen Akte anvertraut haben.
Typ 1-Diabetes;
kung aufgesucht haben.
-- Diabetiker, die schnellwirksame
20
Jugend
So wirst du fit
für die Prüfungen
Bald beginnt die Prüfungszeit – bei vielen löst dies Stress aus und die
Angst, nicht zu bestehen. Doch mit der richtigen Vorbereitung steht einer
gelungenen Prüfung nichts im Weg.
Lernvorbereitung
Pausen
schnell sinkt. Daraufhin nimmt auch die
Während des Lernens ist es wichtig, regelLeistungsfähigkeit ab.
mäßige Pausen einzulegen. Teile den Unter- • Proteine sind an der Bildung gewisser Borichtsstoff in Teilbereiche ein und gönne dir
tenstoffe beteiligt und haben somit einen
zwischen den Einheiten jeweils eine kurze
positiven Einfluss auf den Lernprozess.
Pause. Unternimm während diesen UnterSie sind vor allem in Milchprodukten, Eibrechungen jedoch nichts wobei du dich
ern und Fleisch enthalten.
konzentrieren musst. Um den Kopf frei zu • Vitamin C stärkt die Abwehr. Es befindet
bekommen, eignen sich Spaziergänge, eine
sich in großen Mengen in Obst und Gekurze Siesta oder Sport jeglicher Art.
müse.
• Vitamin B stärkt das Gedächtnis und die
Lernphase
Kurz vor der Prüfung
Nerven. Vollkornprodukte und Nüsse entDurch das Nachlesen der Unterrichte Lege deinen Unterricht einige Stunden vor
halten besonders viel davon.
kannst du dir in etwa vorstellen, wie viel dem Zubettgehen zur Seite. Sorge dafür, Außerdem ist es wichtig, viel Flüssigkeit, am
Zeit du zum Lernen benötigen wirst. Erstelle dass du ausreichend Schlaf bekommst, um besten Wasser oder ungesüßten Tee, zu sich
einen Plan und sei dabei großzügig mit der bei der Prüfung in Topform zu sein (min- zu nehmen. Das erhöht die KonzentrationsZeiteinteilung. Auf keinen Fall solltest du zu destens sieben Stunden pro Nacht). Plane fähigkeit und beugt Kopfschmerzen vor.
spät mit dem Lernen beginnen. Lerne nicht am Morgen vor der Prüfung genügend Zeit
länger als acht Stunden täglich, um dich für ein ausgiebiges Frühstück ein. Norma- Prüfungsangst
nicht zu überfordern.
lerweise musst du den Lernstoff nicht noch Ein wenig Nervosität vor oder während eiVersuche herauszufinden, zu welcher Tages- einmal wiederholen. Nimm lediglich die ner Prüfung ist normal und in gewissem
zeit du dich am besten konzentrieren kannst groben Punkte im Kopf durch, ohne die Un- Maße sogar hilfreich, denn sie steigert die
und arbeite in deinem persönlichen Rhyth- terlagen zur Hand zu nehmen.
Leistungsfähigkeit. Wer allerdings wähmus. Von nächtlichem Lernen ist jedoch
rend der Prüfungen „Blackouts“ hat – das
abzuraten, weil sich der Körper sonst nicht Ernährung
Gelernte also vollständig vergisst – leidet
ausreichend erholen kann.
Bei der Prüfungsvorbereitung spielt die Er- wahrscheinlich unter Prüfungsangst. Diese
nährung eine wichtige Rolle. Auf dem Spei- wird oft begleitet von Übelkeit, Unkonzenseplan sollten daher gesunde Nahrungsmit- triertheit, Schlafstörungen und schwitzentel stehen – vor allem Obst, Gemüse sowie den Händen.
Milch- und Vollkornprodukte. Darin befin- Deine Prüfungsangst solltest du keinesfalls
den sich wichtige Inhaltsstoffe wie Kohlen- mit Medikamenten behandeln. Medikahydrate, Proteine und Vitamine.
mente beruhigen zwar für einen kurzen
• Kohlenhydrate liefern die nötige Lei- Moment, bekämpfen aber nicht die Ursache.
stungsfähigkeit, da sie den Blutzucker- Am besten kannst du dir selbst helfen. Am
spiegel ansteigen lassen. Geeignet sind wichtigsten ist natürlich die gründliche VorNudeln, Vollkornbrot, Obst und Gemüse. bereitung auf die Prüfung. Denke an deine
Von Schokolade, Traubenzucker und an- Erfolge und glaube an dein Wissen. Durch
deren Süßwaren ist hingegen abzuraten, die richtige Atmung baust du deinen Stress
da sie den Blutzuckerspiegel zwar rasch ab und kannst dich vollkommen auf die Prüerhöhen, dieser aber wieder genauso fungsfragen konzentrieren.
Um eine Prüfung erfolgreich zu meistern,
solltest du den Unterricht schon sechs bis
zehn Wochen vor Prüfungsbeginn ordnen,
strukturieren und gegebenenfalls vervollständigen. Anschließend beginnst du mit
dem Nachlesen. So erhältst du eine Übersicht über den Lernstoff und kannst noch
bei Lehrern oder Klassenkameraden nachfragen, falls du etwas nicht verstanden hast.
Aktuell
21
Langfristig in Form
durch Rücken-Fit
Kürzlich startete im Fitness- und Gesundheitszentrum Medifit in Bütgenbach eine neue Auflage des zertifizierten Projektes „Rücken-Fit“. Das Konzept leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, denn durch
ein gezieltes Training werden langfristig und nachhaltig Muskel- und Haltungsstatus verbessert. Die Freie Krankenkasse unterstützt dieses Projekt.
Z
um Einstieg in das Rückenkonzept
bieten die qualifizierten Fachtrainer
von Medifit eine individuelle Beratung, bei der die gesundheitliche und sportliche Situation, das Beschwerdebild und die
Zielvorstellungen der Interessenten im Mittelpunkt stehen.
Es folgt eine ausgiebige Rückenanalyse,
welche den aktuellen Status der Rumpfmuskulatur, der Haltung, sowie eventuelle Beweglichkeitsdefizite aufdeckt. Diese Analyse
ermöglicht es dem Trainer, ein persönlich
angepasstes 8-Wochen-Rückentraining zu
gestalten und bei einer zweiten AbschlussAnalyse die erreichten Verbesserungen zu
dokumentieren.
Die Teilnehmer können sich zwischen zwei
Varianten des Rücken-Fit-Programms entscheiden, je nachdem, ob sie lieber Gruppenkurse besuchen oder ein Einzeltraining
bevorzugen.
Beide Programme beinhalten ein 2 mal pro
Woche auszuführendes Rückentraining,
zwei Seminare in denen der Kinesitherapeut
Erik Vliegen praktisches und theoretisches
Wissen rund um den gesunden Rücken ver-
mittelt, sowie einen individuellen CoachingTermin mit dem Rückentrainer.
Zur Unterstützung erhalten die Teilnehmer
ein Poster mit einem Heimübungsprogramm
sowie weiteres Begleitmaterial.
Rücken-Fit Spezialkurs
Zusätzlich zum individuellen Rückentraining (ein Mal pro Woche) findet während
der acht Wochen ein Rückenintensivkurs
in der Gruppe statt. Jede der 60-minütigen
Einheiten ist aufgeteilt in Gruppengespräche,
theoretische Informationen, rückengerechtes Verhaltenstraining, Aufwärmung,
Kräftigungs-, Dehn- und Mobilisationstraining, Entspannungsübungen und Aufgaben
für die kommende Woche.
Während der wöchentlichen Treffen können
die Teilnehmer auch ihre Erfahrungen austauschen.
Rücken-Fit Einzeltraining
Wer lieber ausschließlich individuell und
zeitlich flexibel trainiert, für den eignet sich
das Einzeltraining.
Neben den zwei Analysen (vor Trainingsbe-
ginn und nach Programm-Ende) sind während acht Wochen jeweils zwei wöchentliche
Bewegungseinheiten im Gesundheitszentrum
Medifit erforderlich. Diese dauern etwa 75
Minuten und beinhalten gezieltes Kraft-, Ausdauer-, Dehn- und Mobilisationstraining für
den Rücken.
Langzeitprogramme
Um die Nachhaltigkeit des Rückentrainings
zu fördern und einen langfristigen Erfolg zu
garantieren, bietet das Medifit im Anschluss
an die achtwöchigen Intensivkonzepte die
Möglichkeit, die gewählte Variante während
12 Monaten fortzuführen. Neben der Begleitung durch die Rücken-Fit-Experten steht
den Teilnehmern weiterhin unterstützendes
Begleitmaterial zur Verfügung.
Die Freie Krankenkasse fördert dieses nachhaltige Projekt und möchte ihre Mitglieder
beim Start in ein aktives und schmerzfreies
Leben unterstützen. Nach Abschluss des Programms erhalten die Mitglieder der Freien
Krankenkasse einen Teil der Kosten zurück.
Kurs-Informationen
Wer sich für das Rücken-Fit-Projekt
interessiert, kann sich im Fitness- und
Gesundheitszentrum Medifit unter der
Telefonnummer 080 329 727 melden.
Dort erhalten Sie ausführliche Informationen zu diesem Rückenprogramm
und können sich für den nächsten Projektstart vormerken lassen.
22
Service
Die
häusliche Krankenpflege
Heimpflege im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Wie gehen Sie vor?
Gemeinde Amel
Amel, Born, Deidenberg, Eibertingen,
Iveldingen, Medell, Meyerode, Mirfeld,
Montenau, Valender
Halenfeld, Heppenbach, Hepscheid,
Möderscheid, Wereth
Herresbach
Schoppen
16, 17
12, 16
16, 19
16
Gemeinde Büllingen
Afst, Allmuthen, Berterath, Buchholz,
Hasenvenn, Hergersberg, Holzheim,
Hüllscheid, Krewinkel, Lanzerath,
Losheimergraben, Manderfeld, Medendorf,
Merlscheid, Weckerath
Büllingen
Eimerscheid
Honsfeld
Hünningen, Krinkelt, Mürringen, Rocherath,
Wirtzfeld
12
12, 13, 14
12, 19
11, 14
11, 13, 14
Gemeinde Burg-Reuland
Aldringen, Auel, Bracht, Braunlauf, Burg20, 21
Reuland, Dürler, Espeler, Grüfflingen, Lengeler,
Maldingen, Maspelt, Oberhausen, Oudler,
Ouren, Steffeshausen, Thommen, Weweler
Weisten
20, 21
Weisten
18, 20
Gemeinde Bütgenbach
Berg, Bütgenbach, Elsenborn, Weywertz
Nidrum
Elsenborn-Lager, Küchelscheid, Leykaul
11, 13, 14,
15, 23
11, 13, 14,
15, 23
11, 13, 14,
15, 23
Gemeinde Sankt Vith
Alfersteg, Amelscheid, Andler, Atzerath,
Heuem, Mackenbach, Rödgen, Schlierbach,
Schönberg, Setz, Steinebrück, Weppeler
Breitfeld, Emmels, Galhausen, Hünningen,
Neubrück, Neundorf, Recht, Rodt, Wiesenbach
Sankt Vith
Crombach, Hinderhause, Lommersweiler,
Neidingen
Wallerode
19
18
18, 21, 22
21
17
Suchen Sie Ihren Wohnort in der jeweiligen Tabelle. Die nebenstehenden Nummern sind den Pflegerinnen und Pflegern zugeordnet,
welche die Heimpflege in Ihrer Ortschaft vornehmen. Sind neben
einer Ortschaft mehrere Zahlen vermerkt, so bedeutet dies, dass
verschiedene Pflegerinnen oder unterschiedliche Pflegeteams unabhängig voneinander hier tätig sind. In diesem Fall können Sie selbst
bestimmen, wessen Dienste Sie in Anspruch nehmen möchten.
Für Orte, die nicht in dieser Liste vermerkt sind, ist uns derzeit keine
dort tätige selbständige Pflegerin bekannt.
Name und Telefonnummer der Pfleger(innen)
LEJOLY-POTHEN, Catherine
HECK, Erika
HECK-SARLETTE, Resi
SCHEUREN-SCHRÖDER, Carina
LAMSFUSS-PLATTES, Karin
PFEIFFER-SCHLEISS, Ursula
ZEIMERS-PAASCH, Sabine
MARGREVE, Evelyne
KALPERS, Roswitha
MÜLLER-PFEIFFER, Heike
SCHÄFER, Freddy
HILGERS, Anneliese
HANF-BASTIN, Marie-Claire
PFEIFFER-MICHELS, Marlies
GOFFIN, Sandra
HOFFMANN-MERTES, Margret
MÜLLER-KAULMANN, Anita
LUDWIG, Christina
MARGRAFF-HEINEN, Christine
NICKELS-FUNK, Klara
QUETSCH-HABSCH, Wilma
ELS-LUX, Martina
MICHELS, Ulrich
HOLPER-MEYER, Ursula
NEISSEN-MARAITE, Gisela
JUNK-LENTZ, Hedwig
PROBST-SCHOMMER, Sandra
080 647 870
0475 555 457
080 444 433
0495 156 058
080 548 743
080 647 858
080 549 303
080 643 157
080 647 754
0475 772 680
080 445 274
080 444 701
080 447 029
080 340 237
080 685 777
080 227 271
080 340 084
0478 114 496
080 570 803
+49 6551 3483
080 548 811
080 642 815
080 221 088
0474 921 985
0478 382 701
080 549 257
080 341 103
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
Service
23
Name und Telefonnummer der Pfleger(innen)
Heimpflege im Norden der
Deutschsprachigen Gemeinschaft
Gemeinde Baelen
Baelen
24, 27, 30, 34, 35, 37, 38, 39
Membach
24, 26, 27, 34, 35, 37, 38, 39
Gemeinde Bleyberg
Bleyberg
31, 33, 38, 39
Gemmenich, Moresnet
31, 32, 33, 38, 39
Montzen
28, 31, 32, 33, 38, 39
Homburg, Sippenaken
33, 38, 39
Gemeinde Eupen
Eupen
24, 25, 26, 27, 28, 34, 35, 37, 38, 39
Kettenis
24, 25, 27, 34, 35, 37, 38, 39
KIRENS, Anita
087 766 112
BROCKHANS-BERG, Myriam
087 552 717
SCHMELZ, Anna
KALK-NYSSEN, Brigitte
MÜLLENDER Alexander
087 656 833
087 743 142
0497 449 719
25
FRANKEN, Gaby
PIRARD, Doris
087 557 583
0485 507 215
26
NIESSEN-FATZAUN, Patricia
087 743 085
27
VIEILVOYE, Christine
PANICHI, Joelle
087 891 644
087 788 947
28
MÜLLER, Elisabeth
087 883 809
29
TREVISAN-VASSEN, Brigitte
087 881 479
30
SCHROEDER, Daniel
087 883 044
31
COUNOTTE, Josiane
087 657 630
32
NICOLAYE-HANEN, Simone
087 786 703
33
LÖFGEN, Martha
GEORGES, Stefanie
087 766 383
0485 834 375
34
FATZAUN, Cindy
0477 259 119
35
LEMMENS-DUMBRUCH, Catherine
MOCKEL, Catherine
087 658 769
0497 633 163
36
RADERMACHER-ROTH, Anita
087 552 591
37
ERTZ-SCHIFFER, Mélanie
0474 444 390
38
DELBUSHAYE-SCHIFFER, Sylvie
0494 273 677
39
24
Heimpflege in Malmedy/Weismes
Gemeinde Kelmis
Hergenrath
31, 32, 36, 38, 39
Kelmis
26, 31, 32, 33, 36, 38, 39
Gemeinde Malmedy
Malmedy
21, 23
Gemeinde Lontzen
Gemeinde Weismes
Herbesthal
28, 29, 30, 31, 34, 35, 38, 39
Mont, Ovifat, Sourbrodt, Walk, Xhoffraix
15, 22, 23
Lontzen
29, 30, 31, 34, 35, 38, 39
Robertville
15, 16, 22, 23
Walhorn
25, 34, 35, 38, 39
Weismes
15, 23
Gemeinde Raeren
Raeren
24, 25, 35, 38, 39
Gemeinde Welkenraedt
Welkenraedt
28, 30, 31, 34, 35, 38, 39
Finden Sie Ihr Pflegeteam auch im Internet! Geben Sie auf unserer Website Ihren Wohnort ein und Sie erhalten die Kontaktdaten der zuständigen Pflegerinnen: www.freie.be>Was tun,
bei ...?>Häusliche Pflege>Welche Pflegerin für Sie?
Name und Telefonnummer der Pfleger(innen)
GILLIART-TERMONIA, Thérèse
080 338 031
21
BURGET-HEUKEMES, Nadine
NOEL-DUMONT, Catherine
080 444 507
080 678 584
22
GUNS-WANSART, Nathalie
REMACLE, Agnès
MELOTTE, Sarah
080 678 362
080 678 138
080 672 274
23
Medizinische Behandlung
für Kinder
und Jugendliche
Wir erstatten die g­ esetzlich
­vorgesehenen Eigenanteile
­unter anderem für Arztbesuche,
­Krankenpflege, Kinesitherapie,
Logopädie bis zum 18. Geburtstag.
Zusätzliche Dienste
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
31
Dateigröße
3 170 KB
Tags
1/--Seiten
melden