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Damit wir wissen, was wir tun! - Messdiener St. Laurentius Warendorf

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Damit wir wissen,
was wir tun!
Leitfaden für die Messdienerinnen und Messdiener der
Pfarrgemeinde St. Laurentius Warendorf
Grundheft
Vorwort
Liebe Messdienerin, lieber Messdiener,
Du hältst in Deinen Händen den Leitfaden der Messdienerinnen und Messdiener von St.
Laurentius Warendorf. Dieser Leitfaden steht unter der Überschrift
„Damit wir wissen, was wir tun!“
Es ist nämlich wichtig, dass jede Messdienerin und jeder Messdiener weiß, was er im
Gottesdienst und in der hl. Messe zu tun und zu lassen hat. Der Messdienerleitfaden soll Dir
also Sicherheit schenken, damit Du auch als Messdienerin oder als Messdiener den
Gottesdienst und die hl. Messe mitfeiern kannst, ohne dass Du Dich ständig fragen musst
„Mach ich auch wohl alles richtig?“
In den einzelnen Ablaufplänen wird das Wort „Messdiener“ gebraucht. Es ist aus praktischen
Gründen gewählt worden, denn eine ständige Schreibung von z.B. „der/die Messdiener/in“
hätte das Lesen der Ablaufpläne nur unnötig erschwert. Mit dem Wort „Messdiener“ sind also
Messdienerinnen und Messdiener gleichrangig gemeint.
Im Messdienerheft tauchen vielleicht Begriffe auf, die Du nicht kennst. Deshalb steht hinter
diesen Begriffen ein Pfeil. Der Pfeil lädt Dich dazu ein, hinten im Glossar (Worterklärungen)
nachzuschauen, denn dort ist der Begriff für Dich kurz erklärt. Auch wenn hinter einem
Begriff, den Du nicht kennst, kein Pfeil ( ) steht, dann schau einfach im Glossar nach, ob er
dort für Dich erklärt ist. Falls Du ihn dort nicht findest, dann frage Deine Eltern oder doch
einfach den Pastor (Telefonnummer siehe unten).
Die Überschrift kann man auch bildlich darstellen:
In dieser bildlichen Darstellung wird durch das Wort „WIR“ besonders die Gemeinschaft der
Messdienerinnen und Messdiener in St. Laurentius betont. So ist es unser Wunsch, dass auch
dieser Leitfaden die Gemeinschaft der Messdienerinnen und Messdiener in St. Laurentius
stärken möge.
„Nobody is perfect“ – deshalb freuen wir uns über jeden Verbesserungsvorschlag. Dieser ist
an Pfarrer Franz Josef Backhaus zu richten (Telefon: 02581/782221; E-Mail: backhausfj@bistum-muenster.de).
Pfarrer Franz Josef Backhaus
David Chr. Kulke
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1.
Die heilige Messe
1.1 Was ist eigentlich die heilige Messe?
1.2 Der Aufbau der heiligen Messe
2.
Der Dienst des Messdieners
2.1 Das Dienen an Werk- und Sonntagen
2.2 Das Dienen in der Klosterkirche an Werk- und Sonntagen
2.3 Das Dienen im Gottesdienst mit großem Einzug, Begleit und
Weihrauch
2.4 Das Dienen bei einer Trauung
2.5 Das Dienen bei einem Ehejubiläum
2.6 Das Dienen bei einer Taufe
3.
Glossar (Worterklärungen)
1. Die heilige Messe
1.1 Was ist eigentlich die heilige Messe?
Jede Gruppe und jeder Verein trifft sich regelmäßig, um so die Gemeinschaft unter den
Mitgliedern zu stärken. Man spricht miteinander, erzählt sich Geschichten und muntert sich so
gegenseitig auf.
Zunächst kann man sagen, dass in der heiligen Messe das Gleiche geschieht, denn Christen
treffen sich, um Geschichten von Gott zu hören, um für den Alltag aufgemuntert zu werden.
Aber im Unterschied zu einem Verein geht es bei der heiligen Messe um Leben und Tod. Im
Mittelpunkt jeder heiligen Messe steht nämlich der Dank an Jesus Christus, der für uns
Menschen in den Tod gegangen ist, um uns von dem Bösen zu erlösen. Wie ein guter Freund
für einen Freund sein Leben hingibt, um ihn aus der Todesgefahr zu retten, so hat auch Jesus
sein Leben für uns Menschen hingegeben, um uns aus der Todesgefahr zu retten, die darin
bestand, dass wir Menschen durch das Böse von Gott weggeführt wurden und meinten, ohne
Gott leben zu können. Doch Gottes Liebe wollte nicht, dass wir durch das Böse umkommen.
Deshalb sandte er seinen Sohn zu uns und aus Liebe zu uns hat sich Jesus geopfert. Deshalb
spricht man von der heiligen Messe auch als „Messopfer“.
Doch Jesus ist nicht im Tod geblieben. Er ist von den Toten auferweckt worden, so dass unser
Dank an ihm auch mit der Freude über das ihm von Gott geschenkte Leben verbunden ist,
welches stärker ist als jeder Tod. Die Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn schenkt uns
dieses Leben, welches über den biologischen Tod hinaus andauert. Das griechische Wort für
„Dank“, „Danksagung“ lautet „eucharistia“, so dass die heilige Messe auch als
„Eucharistiefeier“ bezeichnet werden kann.
Ein weiterer Unterschied zu einem Verein besteht darin, dass die heilige Messe ein
Gottesdienst ist, und dass die heilige Messe als Abendmahl von Jesus uns Christen geschenkt
wurde. Denn kurz vor seinem gewaltsamen Tod am Kreuz hat Jesus mit seinen Freunden ein
Abschiedsessen gehalten, das wir „das letzte Abendmahl“ nennen. Bei diesem Abendmahl hat
er Brot und den Becher mit Wein gesegnet und gesagt, dass dies sein Leib und sein Blut seien,
d.h. dass er in dem Brot und in dem Wein leibhaftig da ist. Wenn wir also nach fast 2000
Jahren, nachdem Jesus dieses letzte Abschiedsessen mit seinen Freunden gehalten hat, immer
noch jeden Tag die heilige Messe feiern, dann ist dieser Gottesdienst nicht nur eine
Erinnerungsfeier an das letzte Abendmahl, sondern wenn der Priester die Worte „Das ist mein
Leib, der für euch hingegeben wird“ und „das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes,
mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird“ über Brot und Wein spricht, dann ist
Jesus in den Gestalten von Brot und Wein leibhaftig da, auch wenn uns unsere Hand, unsere
Zunge und unsere Augen sagen, dass dies immer noch Brot und Wein ist. Unser Herz aber,
mit dem wir Gottes Liebe zu uns Menschen spüren und mit dem wir Gemeinschaft mit Gott
haben und ihm vertrauen, sagt uns, dass Jesus jetzt wirklich da ist in den Gestalten von Brot
und Wein.
Indem wir den Leib Christi essen und das Blut Christi trinken, nehmen wir das neue Leben in
uns auf, das Jesus uns durch seinen Tod und seine Auferstehung schenkt. Wir nehmen den
auferstandenen Jesus leibhaftig auf. Das hat nichts mit Kannibalismus zu tun, sondern das soll
uns stark machen für unseren Alltag, damit wir in ihm nach dem Willen Jesu leben können.
So beginnt die Woche immer auch mit der heiligen Messe am Sonntag.
3
1.2 Der Aufbau der heiligen Messe
Eröffnung
Einzug
Die Feier beginnt mit dem Kreuzzeichen. Der Priester
begrüßt die Gemeinde, ruft ihr die Gegenwart des Herrn
ins Bewusstsein und leitet in die Messfeier ein.
Schuldbekenntnis, Kyrie ( )
Wir Menschen haben gute und schlechte Seiten. Wir
denken über uns nach und bitten Gott um Vergebung
unserer Schuld. Im Kyrie bitten wir Gott um sein
Erbarmen.
(Gloria) ( )
Lobpreis des dreifaltigen Gottes.
Tagesgebet
Im Tagesgebet gedenken wir des gegenwärtigen
Heilshandelns Gottes in Geschichte, Gegenwart und
Zukunft.
Wortgottesdienst
1. Lesung
Die 1. Lesung stammt meistens aus dem Alten Testament
und wird passend zum Evangelium ( ) ausgesucht.
Antwortgesang
Die Gemeinde dankt Gott für das gehörte Wort und sein
Tun für uns.
(2. Lesung)
Bei der 2. Lesung handelt es sich immer um einen Brief
aus dem Neuen Testament.
Halleluja-Ruf
Das Halleluja ( ) ist der Lobpreis für Gottes Handeln an
uns.
Evangelium
Beim Evangelium handelt es sich um eine Lesung aus
einem der vier Evangelien des Neuen Testaments, in
denen von Jesu Handeln berichtet wird. Da hier die
Stimme Jesu selbst erklingt, steht die Gemeinde und es
wird vom Priester vorgetragen.
Predigt
Der Prediger legt das gehörte Wort Gottes für die heutige
Zeit aus.
Glaubensbekenntnis ( )
Wir bekennen unseren Glauben.
Fürbitten
Wir beten für andere und für die Anliegen der Welt, der
Gesellschaft und der Kirche.
Eucharistie ( )
4
Gabenbereitung
Die herbeigetragenen Gaben symbolisieren den
Hingabewillen der Gemeinde.
Gabengebet
Wir danken Gott für die Gaben, die er uns schenkt und
bitten ihn, dass er uns ganz für seine Gegenwart öffnet.
Präfation ( )
Gott wird für sein Tun an uns gedankt. Die
Gemeinde bekräftigt dies mit dem Sanctus ( ).
Hochgebet
Der Priester spricht das große Dankgebet. Er dankt Gott
für die Schöpfung, für Jesus Christus und unsere
Erlösung. Brot und Wein werden durch Gottes Geist
Leib und Blut Christi und somit Speise des ewigen
Lebens für uns.
Vaterunser
Dies ist das Gebet, dass Jesus seinen Jüngern gelehrt hat.
Friedensgruß
Priester und Gemeinde sprechen sich den Frieden Christi
zu.
Agnus Dei ( )
Das Brot wird gebrochen.
Kommunion ( )
Alle erhalten Anteil am Leib und am Blut Christi. Durch
die Kommunion werden wir mit Christus und
untereinander eine Gemeinschaft.
Abschluss
Schlussgebet
Der Priester bittet darum, dass die Erfahrung der
Mahlgemeinschaft sich im Alltag zeigt.
Publicandum ( )
Der Priester informiert über die unterschiedlichen
Aktivitäten im Leben der Gemeinde.
Schlusssegen
Der Priester segnet und bestärkt die Gemeinde.
5
2. Der Dienst des Messdieners
2.1 Das Dienen an Werk- und Sonntagen
Elemente der hl. Messe
Was machen die Messdiener?
Einzug
Messdiener stellen sich mit dem „Gotteslob“ in der Sakristei ( )
auf. Nachdem der Priester die Worte „Unsere Hilfe ist im
Namen des Herrn“ gesprochen hat, antworten die Messdiener
darauf mit „Der Himmel und Erde erschaffen hat“ und machen
dabei ein Kreuzzeichen. Danach zieht ein Messdiener an der
Glocke. Die Messdiener ziehen bis zum roten Teppich ein,
bleiben stehen und machen zusammen mit dem Priester, der
rechts an den Messdienern vorbeigeht, eine Kniebeuge mit dem
Gesicht zum Tabernakel ( ). Danach Drehung zum
Zelebrationsaltar ( ). Die zwei (vier) Messdiener gehen zu
zweit vor dem Priester her auf dem roten Teppich in Richtung
Altar und trennen sich kurz vor dem Altar, so dass an jeder Seite
des Altars ein oder zwei Messdiener stehen. Bitte darauf achten,
dass die Messdiener auf gleicher Höhe stehen. Wenn der Priester
den Altarkuss macht, verneigen sich die Messdiener und gehen
anschließend zu ihren Bänken und bleiben stehen.
Schuldbekenntnis
Messdiener bleiben stehen
Kyrie ( )
Messdiener bleiben stehen
Gloria ( )
(z.B. an Sonntagen und
zu anderen Gelegenheiten
entsprechend den liturgischen Vorschriften)
Messdiener bleiben stehen
Tagesgebet
Der Messdiener, der den Buchdienst übernimmt (bitte vorher in
der Sakristei abklären), nimmt das kleine Messbuch vom Hocker
und gibt es dem Priester. Nachdem der Priester das Messbuch
aufgeschlagen hat, gibt er es dem Messdiener zurück, der es bis
zum Ende des Gebetes hält. Nach dem Gebet schlägt der
Messdiener das Messbuch zu und legt es auf den Hocker, wenn
nach der ersten Lesung keine zweite erfolgt. Achtung: Am
Sonntag oder zu anderen Anlässen, wenn vom Lektor zwei
Lesungen vorgetragen werden, wird das kleine Messbuch in die
Bank gelegt, auf der die Messdiener sitzen, da sich zwischen der
ersten und zweiten Lesung der Lektor ( ) auf den Hocker setzt.
1. Lesung
Messdiener setzen sich auf ihren Platz
Antwortgesang
Messdiener bleiben sitzen
6
2. Lesung
Messdiener bleiben sitzen
Halleluja ( )
Priester und Gemeinde stehen auf.
Ebenso die Messdiener
Evangelium ( )
Alle Messdiener stehen
Predigt
Alle Messdiener sitzen auf ihren Plätzen
Glaubensbekenntnis ( )
Alle Messdiener stehen auf
Fürbitten
Alle Messdiener stehen
Gabenbereitung
Die Messdiener, die den Gabendienst übernehmen (bitte
vorher in der Sakristei abklären) und die sich an der Bank
gegenüber dem Buchdienst befinden, holen von der Kredenz ( )
(Tisch unterhalb der Predigtkanzel) die Gaben.1 Sie geben
zunächst dem Priester den Kelch, der ihn auf den Altar abstellt,
dann die Schale. Danach Verneigung. Achtung: Weder Schale
noch Kelch werden vom Messdiener selbst auf den Altar
abgestellt. Der Priester nimmt jeweils beides entgegen. Ebenso
werden Wein- und Wasserkännchen von der Kredenz geholt und
dem Priester gereicht. Dabei zeigt der Griff immer zum Priester.
Nachdem der Priester Wein und Wasser in den Kelch eingefüllt
hat und den Messdienern die Kännchen zurückgegeben hat,
verneigen sich die Messdiener und gehen nebeneinander her mit
Wein- und Wasserkännchen zur kleinen Kredenz im Chorraum
beim Tabernakel. Dort stellen sie beides ab. Zur
Händewaschung nimmt ein Messdiener Wasserkrug und Schale,
der andere das Handtuch. Beide gehen nebeneinander her zum
Priester am Altar. Während der eine Messdiener Wasser aus
dem Krug über die Hände des Priesters gießt und die Schale
darunter hält, entfaltet der andere Messdiener das kleine
Handtuch und hält es dem Priester hin, indem er es an den
Enden festhält. Nachdem der Priester seine Hände abgetrocknet
hat, erfolgt die Verneigung. Beide Messdiener gehen nebeneinander her zur kleinen Kredenz und stellen dort alles ab.
Danach gehen sie zu ihren Bänken, nehmen das dort liegende
„Gotteslob“ und stellen sich unten an den Stufen vor den
Schellen hin.
Gabengebet
Alle Messdiener stehen
Präfation ( )
Alle Messdiener stehen
1
Sollte bei zwei Messdienern ein Messdiener sowohl Buch- als auch Altardienst machen, dann geht der Messdiener, der auf der Buchseite steht, bei der Gabenbereitung zunächst zu dem Messdiener, der an der gegenüberliegenden Bank steht. Indem sie nebeneinander hergehen, holen sie dann die Gaben. Nach der Gabenbereitung
geht der Messdiener wieder zu seiner Bank an der Buchseite, nimmt sein „Gotteslob“ und stellt sich unten an den
Stufen vor den Schellen hin.
7
HOCHGEBET
Sanctus ( )
Nach dem Sanctus (Heilig-Lied) knien sich die Messdiener vor
den Schellen hin. Auch die Gemeinde kniet.
Einsetzungsworte ( )
über Brot und
Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über das Brot gesprochen hat, hebt er die Schale. Dann schellt der Messdiener
auf der Muttergottesseite dreimal. Danach der Messdiener auf
der Seite des Sassenberger Kreuzes dreimal. Abschließend
nochmals der Messdiener auf der Muttergottesseite dreimal.
Wein
Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über den Wein gesprochen hat, hebt er den Kelch. Dann schellt der Messdiener
auf der Seite des Sassenberger Kreuzes dreimal, dann der
Messdiener auf der Muttergottesseite dreimal. Abschließend
nochmals der Messdiener auf der Seite des Sassenberger
Kreuzes dreimal.
der Priester betet weiter
Alle Messdiener bleiben knien bis der Priester Kelch und
Schale erhebt und spricht „Durch ihn und mit ihm und in
ihm…“
Vaterunser
Alle Messdiener stehen zum Vaterunser auf und stellen sich
oben an den Stufen zu beiden Seiten des Altares auf. Dort stehen
dann auch Lektor, Kommunionhelfer und Küsterin.
Friedensgruß
Die Messdiener geben sich und dem Lektor, den Kommunionhelfern und/oder der Küsterin, die jeweils auf ihrer Altarseite
stehen, den Friedensgruß.
Agnus Dei ( )
Nach dem Agnus Dei knien sich alle Messdiener, Lektor,
Kommunionhelfer und/oder Küsterin an beiden Seiten des
Altares nieder.
Kommunion ( )
Zum Kommunionempfang ( ) stehen alle Messdiener auf. Es
warten alle bis der Letzte bzw. die Letzte die Hostie ( ) in
Händen hält. Dann isst der Priester die Hostie mit allen, die um
den Altar stehen. Verlassen Priester und Kommunionhelfer den
Altarraum zum Kommunionausteilen, begeben sich alle
Messdiener zu ihren Bänken und setzen sich.
Reinigung der
Gefäße
(Kelch und Schalen)
Nach der Kommunionausteilung werden die leeren Gefäße
(Kelch und Schale[n]) vom Priester gereinigt. Dazu benötigt er
Wein und Wasser. Die Messdiener, die den Gabendienst übernommen haben, holen von der kleinen Kredenz im Chorraum
das Wein- und Wasserkännchen und gießen Wein und Wasser in
8
den Kelch, den ihnen der Priester hinhält.2 Danach verneigt sich
der Altardienst und bringt Wein- und Wasserkännchen zur
kleinen Kredenz im Chorraum. Danach nimmt der Altardienst
Kelch und Schalen vom Altar, macht eine Verneigung und
bringt diese zur kleinen Kredenz. Dabei geht der Altardienst
immer nebeneinander. Dann kehren die Messdiener zu ihren
Bänken zurück und setzen sich.
Danksagungslied
Alle Messdiener sitzen und singen aus dem „Gotteslob“
Schlussgebet
Zu Beginn des Schlussgebetes, wenn der Priester sagt „Lasset
uns beten“, stellen sich die Messdiener an den beiden Seiten des
Altares auf wie beim Einzug. Nach dem Schlusssegen, wenn der
Priester den Altar küsst, verneigen sich die Messdiener. Dann
gehen die Messdiener von beiden Seiten des Altares auf den
roten Teppich zu zweit nebeneinander in Richtung
Hochaltar. Am Ende des roten Teppichs drehen sie sich zum
Tabernakel und machen gemeinsam mit dem Priester, der links
an den Messdienern, Lektoren und Kommunionhelfern
vorbeigeht, die Kniebeuge. Nach einer Drehung in Richtung
Sakristei geht es in die Sakristei. Dort stellen sich die
Messdiener in einer Reihe auf und schauen auf das Kreuz über
dem Ankleidetisch. Die Messdiener antworten auf das „Gelobt
sei Jesus Christus“ des Priesters mit „In Ewigkeit. Amen“.
Dann gibt es was Süßes.
2
Sollte bei zwei Messdienern ein Messdiener sowohl Buch- als auch Altardienst machen, dann geht der
Messdiener, der auf der Buchseite sitzt, zunächst zum Messdiener, der an der gegenüberliegenden Bank sitzt.
Indem sie nebeneinander hergehen, holen sie von der Kredenz im Chorraum Wein- und Wasserkännchen.
9
2.2 Das Dienen in der Klosterkirche an Werk- und Sonntagen
Elemente der hl. Messe
Was machen die Messdiener?
Einzug
Messdiener stellen sich mit dem „Gotteslob“ in der Sakristei ( )
auf. Nachdem der Priester die Worte „Unsere Hilfe ist im
Namen des Herrn“ gesprochen hat, antworten die Messdiener
darauf mit „Der Himmel und Erde erschaffen hat“ und machen
dabei ein Kreuzzeichen.
Werktags ziehen die Messdiener direkt von der Sakristei in den
Chorraum und machen zusammen mit dem Priester eine
Kniebeuge vor dem Hochaltar. Danach drehen sich die
Messdiener mit dem Priester um und gehen vor dem Priester her
in Richtung Zelebrationsaltar ( ). Kurz vor dem Altar trennen
sich die Messdiener so, dass an jeder Seite des Altars ein
Messdiener steht. Bitte darauf achten, dass die Messdiener auf
gleicher Höhe stehen. Wenn der Priester den Altarkuss macht,
verneigen sich die Messdiener und gehen anschließend zu ihrem
Platz im Chorgestühl und bleiben stehen.
Sonntags ziehen die Messdiener von der Sakristei aus rechts in
den Kreuzgang und von dort rechts durch eine Tür in die
Klosterkirche. Vor den Stufen des Chorraums machen sie
gemeinsam mit dem Priester eine Kniebeuge. Dann geht
zunächst der Priester zum Altar. Die beiden Messdiener folgen
und stellen sich auf gleicher Höhe links und rechts an den Altar.
Sie machen eine Verneigung, wenn der Priester den Altar küsst.
Anschließend gehen sie zu ihren Plätzen im Chorgestühl und
bleiben stehen.
Schuldbekenntnis
Messdiener bleiben stehen.
Kyrie ( )
Messdiener bleiben stehen.
Gloria ( )
(z.B. an Sonntagen und
zu anderen Gelegenheiten
entsprechend den liturgischen Vorschriften)
Messdiener bleiben stehen.
Tagesgebet
Das Tagesgebet betet der Priester wie auch die übrigen Gebete
vom Altar aus. Somit bleiben die Messdiener an ihrem Platz
stehen.
1. Lesung
Messdiener setzen sich auf ihren Platz
Antwortgesang
Messdiener bleiben sitzen
2. Lesung
Messdiener bleiben sitzen
Halleluja ( )
Priester und Gemeinde stehen auf. Ebenso die Messdiener.
10
Evangelium ( )
Messdiener bleiben stehen
Predigt
Messdiener setzen sich auf ihren Platz
Glaubensbekenntnis ( )
Messdiener stehen auf
Fürbitten
Messdiener bleiben stehen
Gabenbereitung
Die Messdiener holen von der Kredenz ( ) die Gaben.
Sie geben zunächst dem Priester den Kelch, der ihn
auf den Altar abstellt, dann die Schale. Danach erfolgt eine
Verneigung. Achtung: Weder Schale noch Kelch werden von
den Messdienern selbst auf den Altar gestellt. Der Priester
nimmt jeweils beides entgegen. Ebenso werden Wein- und
Wasserkännchen von der Kredenz geholt und dem Priester
gereicht. Dabei zeigt der Griff immer zum Priester. Nachdem
der Priester Wein und Wasser in den Kelch gefüllt hat und den
Messdienern die Kännchen zurückgegeben hat, verneigen sich
die Messdiener. Zur Händewaschung nimmt ein Messdiener
Wasserkrug und Schale, der andere das Handtuch. Während der
eine Messdiener Wasser aus dem Krug über die Hände des
Priesters gießt und die Schale darunter hält, entfaltet der andere
Messdiener das kleine Handtuch und hält es dem Priester hin,
indem er es an den Enden festhält. Nachdem der Priester seine
Hände abgetrocknet hat, erfolgt die Verneigung. Beide
Messdiener stellen dann auf der Kredenz alles wieder ab.
Danach gehen sie zu ihren Plätzen im Chorgestühl und bleiben
stehen.
Gabengebet
Messdiener stehen
Präfation ( )
Messdiener stehen
HOCHGEBET
Sanctus ( )
Nach dem Sanctus (Heilig-Lied) holen die Messdiener die
kleinen Kniebänke unter ihren Plätzen hervor und stellen sie vor
sich hin. Ebenso stellen sie neben den kleinen Kniebänken die
Schellen auf den Boden, die auf den Sitzen des Chorgestühls
stehen. Danach knien sich die Messdiener auf den kleinen
Kniebänken hin.
Einsetzungsworte ( )
über Brot und
Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über das Brot gesprochen hat, hebt er die Schale. Dann schellt der Messdiener
auf der rechten Seite des Altars (vom Hochaltar aus gesehen)
dreimal. Danach der Messdiener auf der linken Seite des Altars
(vom Hochaltar aus gesehen) dreimal.
Wein
Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über den Wein
gesprochen hat, hebt er den Kelch. Dann schellt der Messdiener
11
auf der linken Seite des Altars (vom Hochaltar aus gesehen)
dreimal. Danach der Messdiener auf der rechten Seite des Altars
(vom Hochaltar aus gesehen) dreimal.
der Priester betet weiter
Die Messdiener bleiben knien bis der Priester Kelch und Schale
erhebt und spricht „Durch ihn und mit ihm und in ihm…“
Vaterunser
Die Messdiener stehen auf. Nehmen dabei die Schellen und
stellen sie auf den Sitz im Chorgestühl ab, dort also, wo sie
vorher auch standen. Die kleinen Kniebänke werden wieder
unter die Sitzplätze des Chorgestühls gestellt, dort also, wo sie
auch vorher standen. Die Messdiener stellen sich an beiden
Seiten des Altars auf. Dort steht dann werktags auch die
Küsterin. Vor allem an Sonntagen kommen noch Lektor und
Kommunionhelfer hinzu. Auch sie stehen an beiden Seiten des
Altars.
Friedensgruß
Die Messdiener geben dem Lektor, dem Kommunionhelfer und
der Küsterin den Friedensgruß, also denjenigen Personen, die
jeweils auf ihrer Altarseite stehen.
Agnus Dei ( )
Beim Agnus Dei und auch danach bleiben die Messdiener
stehen.
Kommunion ( )
Beim Kommunionempfang ( ) warten alle bis der Letzte/die
Letzte die Hostie ( ) in Händen hält. Dann isst der Priester die
Hostie mit allen, die um den Altar stehen. Die Kelchkommunion
wird der Küsterin, dem Lektor und dem Kommunionhelfer
gereicht. Verlassen Priester und Kommunionhelfer den
Altarraum zum Kommunionausteilen, dann begeben sich die
Messdiener zu ihren Sitzplätzen im Chorgestühl und setzen sich.
Reinigung der Gefäße
(Kelch und Schale[n])
Nach der Kommunionausteilung werden die leeren Gefäße
(Kelch und Schale[n]) vom Priester gereinigt. Dazu benötigt er
Wein und Wasser. Die Messdiener holen von der Kredenz
Wein- und Wasserkännchen und gießen Wein und Wasser in
den Kelch, den ihnen der Priester hinhält. Danach verneigen sich
die Messdiener und bringen Wein- und Wasserkännchen zur
Kredenz zurück. Dann nehmen sie Kelch und Schale(n) vom
Altar, machen eine Verneigung und stellen beides auf der
Kredenz ab. Danach begeben sich die Messdiener zu ihren
Plätzen im Chorgestühl und setzen sich, wenn
ein Danksagungslied gesungen wird. Falls kein
Danksagungslied gesungen wird, bleiben die Messdiener an
ihren Plätzen stehen.
Danksagungslied
Schlussgebet
Zu Beginn des Schlussgebetes, wenn der Priester sagt „Lasset
uns beten“, stellen sich die Messdiener an den beiden Seiten des
Altares auf gleicher Höhe auf (wie beim Einzug). Nach dem
Schlusssegen, wenn der Priester den Altar küsst, verneigen sich
die Messdiener.
12
Werktags gehen dann die Messdiener vor dem Priester her in
Richtung Hochaltar. Vor den Stufen des Hochaltars machen sie
zusammen mit dem Priester eine Kniebeuge, und zwar so, dass
der Priester sich in der Mitte zwischen den zwei Messdienern
befindet. Danach erfolgt der Auszug nach rechts in die Sakristei,
wobei die Messdiener vor dem Priester gehen.
Sonntags verlassen die beiden Messdiener zusammen mit dem
Priester den Chorraum und stellen sich so vor den Stufen auf,
dass sich der Priester zwischen den beiden Messdienern
befindet. Dann erfolgt die Kniebeuge. Danach verlassen die
Messdiener, die vor dem Priester gehen, und der Priester die
Kirche durch die rechte Seitentür, gehen durch den Kreuzgang
in die Sakristei hinein.
In der Sakristei stellen sich die Messdiener in einer Reihe auf
und schauen auf das Kreuz über dem Ankleidetisch. Die
Messdiener antworten auf das „Gelobt sei Jesus Christus“ des
Priesters mit „In Ewigkeit. Amen“.
13
2.3 Das Dienen im Gottesdienst mit großem Einzug, Begleit und Weihrauch
Elemente der hl. Messe
Aufstellung draußen
vor der Sakristei ( )
Großer Einzug
Was machen die Messdiener?
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Kreuz
Weihrauch ( )
Begleiter und Begleit
Leuchter
Altardienst
Lektor ( ) /Kommunionhelfer
Diakon ( ) (eventuell)
Priester (sg./pl.)
Von der Sakristei aus gesehen rechts herum, am Pfarrheim
vorbei, durch das Hauptportal
Hinten in der Kirche, am Taufbecken, wird nochmals Weihrauch
nachgelegt. Dazu stellt sich die Weihrauchgruppe seitlich auf.
Danach erfolgt der feierliche Einzug.
Aufstellung vor den Stufen:
1. Reihe
2. Reihe
Beg Kr Wsch P (+ P) + Diakon Wfass Beg
L A K Lek
Lek K A L
Erklärung:
Beg
Kr
Wsch
Wfass
P
L
A
K
Lek
=
=
=
=
=
=
=
=
=
Begleiter/innen und Begleit
Kreuz
Weihrauchschiffchenträger
Weihrauchfassträger
Priester
Leuchter
Altardienst
Kommunionhelfer
Lektor
Alle Messdiener machen eine Kniebeuge (außer Kreuzträger,
der eine Verneigung macht).
Kreuz: Das Kreuz wird in die Sakristei gebracht bzw. in die
Seitenkapelle, wenn ein Chor und/oder Orchester sich im
Chorraum befindet. Danach geht der Kreuzträger zu seiner Bank
im Chorraum bzw., wenn ein Chor und/oder Orchester sich im
Chorraum befindet, in eine reservierte Bank im Kirchenschiff.
Weihrauch: Priester (eventuell mit Diakon) und Weihrauch
gehen hinter den Altar ( ) (Weihrauchfassträger geht immer
rechts, Schiffchenträger immer links). Nachdem alle Messdiener
an ihren Plätzen sind, stellen sich Fass- und Schiffchenträger
vom Chorraum aus gesehen rechts vom Altar auf. Es erfolgt eine
Verneigung. Weihrauch wird vom Priester (eventuell Diakon)
aufgelegt. Der Altar wird nach rechts umschritten, so dass der
14
Weihrauchfassträger voraufgeht, gefolgt vom Priester mit dem
Weihrauchfass und dem Schiffchenträger (Möglichkeit: Der
Weihrauchfassträger hält dem Priester das Gewand). Vor dem
Altar erfolgt die Inzens ( ) des Kreuzes. Sobald der Priester mit
Fass- und Schiffchenträger hinter dem Altar angekommen ist,
stellen sich Fass- und Schiffchenträger wieder seitlich rechts
vom Altar auf. Der Priester überreicht dem Fassträger das
Weihrauchfass. Es erfolgt wieder eine Verneigung. Fass- und
Schiffchenträger bringen den Weihrauch in die Sakristei ( )
bzw., wenn ein Chor und/oder Orchester im Chorraum steht, in
die Seitenkapelle. Anschließend gehen sie zu ihrer Bank im
Chorraum bzw., wenn ein Chor und/oder Orchester im
Chorraum steht, in die reservierten Bänke im Kirchenschiff.
Begleiter/innen und Begleit: Sie bleiben vor den Stufen stehen
und schließen die Lücke vor dem Altar.
Leuchter / Altardienst: Sie gehen zu ihren Bänken im
Chorraum bzw., wenn sich ein Chor und/oder Orchester im
Chorraum befindet, in die reservierten Bänke im Kirchenschiff.
Lektor / Kommunionhelfer: Sie gehen ins Chorgestühl bzw.,
wenn sich ein Chor und/oder Orchester im Chorraum befindet,
in die reservierten Bänke im Kirchenschiff.
Eröffnung
Alle Messdiener stehen entweder im Chorraum an ihren Bänken
oder sie stehen in den Bänken des Kirchenschiffes, wenn sich
ein Chor und/oder Orchester im Chorraum befindet. Begleit mit
Begleiter/innen stehen vor den Stufen.
Tagesgebet
Buchdienst (Messdiener, der neben dem Hocker steht): Zum
Tagesgebet nimmt ein Messdiener das kleine Messbuch vom
Hocker und hält es dem Priester zum Gebet hin. Danach wird
das kleine Messbuch in die Bank gelegt, auf der die Messdiener
sitzen, damit sich auf dem Hocker der Lektor zwischen den zwei
Lesungen setzen kann. Das kleine Messbuch kann wieder auf
den Hocker gelegt werden, wenn nur eine Lesung vorgesehen
ist. Sollte sich aufgrund eines Chores und/oder eines Orchesters
kein Messdiener im Chorraum befinden, verlässt der Buchdienst
die Bank im Kirchenschiff, nimmt das kleine Messbuch,
welches unter dem Ambo ( ) abgelegt ist, und hält es dem
Priester hin. Nach dem Tagesgebet legt der Buchdienst das
kleine Messbuch wieder unter den Ambo.
1. Lesung
Alle Messdiener setzen sich hin.
Begleiter/innen und Begleit: Der Begleit geht in die
reservierten Bänke im Kirchenschiff. Befinden sich Kreuz,
Leuchter, Altardienst und Weihrauch auch in den reservierten
Bänken, dann setzen sich Begleiter/innen mit Begleit dahinter.
Weihrauch: Ist nur eine Lesung vorgesehen, dann gehen Fassund Schiffchenträger zu Beginn der Lesung in die Sakristei
bzw., wenn ein Chor und/oder Orchester sich im Chorraum
befindet, in die Seitenkapelle und holen Weihrauch.
15
Antwortgesang und
2. Lesung
Halleluja ( )
Evangelium ( )
Weihrauch: Sind zwei Lesungen vorgesehen, dann wird nach
der 1. Lesung, zu Beginn des Antwortgesangs, Weihrauch aus
der Sakristei geholt. Fass- und Schiffchenträger warten in der
Sakristeitür. Sobald das Halleluja angestimmt wird, gehen beide
zum Priestersitz, an dem Weihrauch aufgelegt wird. Wird
Weihrauch aus der Seitenkapelle geholt, dann stellen sich beide
mittig vor den unteren Stufen auf und machen eine Verneigung.
Zum Halleluja gehen dann beide zum Priestersitz. Nachdem
Weihrauch aufgelegt worden ist, stellen sich Fass- und
Schiffchenträger an die Kommunionbank (an der Seite des
Sassenberger Kreuzes).
Leuchter: Zum Halleluja stellen sich die Leuchter hinter den
Altar mittig auf den roten Teppich und machen zusammen mit
dem betreffenden Priester oder Diakon, der das Evangelium ( )
vorträgt, eine Verneigung zum Hochaltar. Befindet sich im
Chorraum ein Chor und/oder Orchester, kommen die Leuchter
aus der reservierten Bank und stellen sich mittig auf der oberen
Stufe vor den Altar auf, nachdem der betreffende Priester oder
Diakon, der das Evangelium vorträgt, mittig vor den Altar
getreten ist. Gemeinsam wird eine Verneigung zum Hochaltar
gemacht. Danach geht die Leuchtergruppe in der Abfolge
„Leuchter – Priester oder Diakon – Leuchter“ direkt zum
Seitenambo ( ). Dann erfolgt die Evangelienprozession ( )
zum Ambo ( ) ohne Verneigung vor dem Altar. Die Leuchter
stellen sich rechts und links neben den Ambo, wobei sie sich
gegenseitig anschauen.
Weihrauch: Nach der Evangelieneröffnung tritt Weihrauch (nur
Fassträger) hinzu und übergibt das Weihrauchfass demjenigen,
der das Evangelium vorträgt.
Leuchter: Nachdem das Evangelium vorgetragen wurde, erfolgt
die Evangelienprozession zurück zum Seitenambo (ohne
Verneigung vor dem Altar). Die Leuchter werden abgestellt und
die Leuchterträger gehen zusammen mit dem Priester oder
Diakon, je nachdem ob sich im Chorraum ein Chor und/oder
Orchester befindet, hinter bzw. vor den Altar, machen eine
Verneigung zum Hochaltar und gehen dann zu ihrer Bank im
Chorraum bzw. zu ihrer reservierten Bank im Kirchenschiff.
Weihrauch: Weihrauch wird entweder in die Sakristei gebracht,
so dass sich die Weihrauchgruppe anschließend zu ihrer Bank
im Chorraum begibt, oder, wenn sich ein Chor und/oder
Orchester im Chorraum befindet, wird Weihrauch in die
Seitenkapelle gebracht, wobei die Weihrauchgruppe zuvor
mittig unten vor den Stufen eine Verneigung macht.
Predigt
Alle Messdiener sitzen
Glaubensbekenntnis ( )
Alle Messdiener stehen
Fürbitten
Weihrauch: Während der Fürbitten holen Fass- und
Schiffchenträger Weihrauch. Bis zu Beginn der Gabenbereitung
16
Gabenbereitung
warten sie in der Sakristeitür. Wird Weihrauch aus der
Seitenkapelle geholt, dann wird mittig unten vor den Stufen
gewartet.
Begleiter/innen und Begleit: Nach den Fürbitten, also zur
Gabenbereitung, holen Begleiter/innen mit dem Begleit aus der
Seitenkapelle die Kerzen. Die Kerzen werden immer nach außen
hin gehalten. Die freie Hand wird flach auf die Brust gelegt.
Begleiter/innen und Begleit stellen sich dann vor den Stufen auf.
Altardienst: Der Altardienst holt die Gaben (Kelch[e] und
Schale[n]) sowie Kännchen mit Wein und Wasser von der
Kredenz ( ) unten. Steht ein Chor und/oder Orchester im
Chorraum, dann befinden sich auch Krug, Schale und Tuch zur
Händewaschung auf der Kredenz ( ) unten. Steht kein Chor
und/oder Orchester im Chorraum, dann werden Wein- und
Wasserkännchen zur Kredenz im Chorraum gebracht, da sich
dort dann auch Krug, Schale und Tuch für die Händewaschung
befinden.
Weihrauch: Nachdem Wein und Wasser zum Altar gebracht
worden sind, gehen Fass- und Schiffchenträger zum Altar und
stellen sich wie zu Beginn der hl. Messe seitlich rechts am Altar
auf. Der Priester legt Weihrauch auf und es erfolgen Gabenund Altarinzens (Altarinzens wie zu Beginn der hl. Messe).
Nachdem der Priester dem Fassträger das Weihrauchfass
überreicht hat, erfolgt Priesterinzens: zunächst Verneigung von
Fass- und Schiffchenträger, dann zweimal drei Schläge,
anschließend wieder Verneigung. Nach Priesterinzens erfolgt
Volksinzens. Fass- und Schiffchenträger gehen vor den Altar
und bleiben auf der obersten Stufe stehen. Verneigung, dann
wird die Gemeinde inzensiert: dreimal zwei Schläge (die zwei
Schläge erfolgen in drei Richtungen, angefangen rechtes
Hauptschiff, Mittelgang, linkes Hauptschiff [von der
Weihrauchgruppe aus gesehen]), anschließend Verneigung.
Assistiert in der hl. Messe ein Diakon, so übernimmt der Diakon
Priester- und Volksinzens und Fass- und Schiffchenträger
begleiten ihn in der Abfolge: Fassträger – Diakon –
Schiffchenträger. Nachdem die Gemeinde inzensiert worden ist,
gehen Fass- und Schiffchenträger die Stufen hinunter und stellen
sich mittig vor die unterste Stufe.
Altardienst: Nachdem der Priester inzensiert worden ist, erfolgt
die Händewaschung durch den Altardienst.
Kreuz / Leuchter / Altardienst: Nach der Händewaschung
stellen sich Kreuzträger, Leuchter und Altardienst an beiden
Seiten des Altares auf den oberen Stufen auf. Dort stehen für die
Wandlung auch die Schellen. Befinden sich Leuchter und
Kreuzträger in einer reservierten Bank des Kirchenschiffes, so
gehen sie jetzt auch zum Altar, so dass alle Messdiener, außer
Begleit und Weihrauchgruppe, zu beiden Seiten am Altar stehen.
Gabengebet
Alle Messdiener stehen
Präfation ( )
Alle Messdiener stehen
17
HOCHGEBET
Sanctus ( )
Alle Messdiener: Nach dem Sanctus (Heilig-Lied) knien sich
alle Messdiener hin (Begleit bleibt mit den Kerzen stehen).
Einsetzungsworte ( )
über Brot und
Weihrauch: Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über
das Brot gesprochen hat, hebt er die Schale. Dazu wird mit
Weihrauch inzensiert: zweimal vier Schläge.
Altardienst: Gleichzeitig schellt der Altardienst auf der
Muttergottesseite dreimal, danach der Altardienst auf der Seite
des Sassenberger Kreuzes dreimal, dann nochmals der
Altardienst auf der Muttergottesseite dreimal.
Weihrauch: Nachdem der Priester die Einsetzungsworte über
den Wein gesprochen hat, hebt er den Kelch. Dazu wird mit
Weihrauch inzensiert: zweimal vier Schläge.
Altardienst: Gleichzeitig schellt der Altardienst auf der Seite
des Sassenberger Kreuzes dreimal, danach der Altardienst auf
der Muttergottesseite dreimal, dann nochmals der Altardienst
auf der Seite des Sassenberger Kreuzes dreimal.
Wein
der Priester betet weiter
Alle Messdiener bleiben knien (außer Begleit)
Vaterunser
Alle Messdiener stehen zum Vaterunser auf.
Weihrauch: Der Weihrauch wird entweder in die Sakristei oder
in die Seitenkapelle gebracht. Danach stellen sich Fass- und
Schiffchenträger wie Lektor und Kommunionhelfer zu den
übrigen Messdienern an beiden Seiten des Altares auf.
Begleiter/innen und Begleit: Zum Vaterunser bringt der
Begleit die Kerzen wieder in die Seitenkapelle. Danach stellt
sich der Begleit wieder unten vor den Stufen auf.
Friedensgruß
Alle Messdiener und alle übrigen, die um den Altar stehen,
geben sich den Friedensgruß.
Agnus Dei ( )
Alle Messdiener: Nach dem Agnus Dei (Lamm Gottes) knien
sich alle Messdiener samt Lektor und Kommunionhelfer nieder.
Diesmal auch der Begleit.
Kommunion ( )
Alle Messdiener: Zum Kommunionempfang ( ) stehen alle
wieder auf. Beim Kommunionempfang warten alle bis der/die
Letzte die Hostie ( ) in Händen hält. Dann kommuniziert ( )
der Priester mit allen, die um den Altar stehen. Nachdem der
Priester und die Kommunionhelfer den Altarraum zum
Austeilen der Kommunion verlassen haben, begeben sich
alle Messdiener zu ihren Bänken im Chorraum.
Kreuz / Weihrauch / Leuchter / Altardienst: Sollte es
aufgrund eines Chores und/oder Orchesters nicht möglich sein,
dass die Messdiener zu ihren Bänken im Chorraum gehen
können, dann gehen Kreuz, Weihrauch, Leuchter und
Altardienst in die reservierten Bänke im Kirchenschiff bevor der
18
Priester und die Kommunionhelfer die Kommunion an die
Gemeinde austeilen.
Begleiter/innen und Begleit: Begleiter/innen und Begleit
empfangen die Kommunion entweder zusammen mit den
übrigen Messdienern, die um den Altar stehen oder direkt
danach, d.h. Begleiter/innen und Begleit erhalten durch den
Priester oder einen Kommunionhelfer die Kommunion bevor die
Gemeinde im Mittelschiff der Kirche die Kommunion erhält.
Erst nachdem Begleiter/innen und Begleit in die reservierten
Bänke zurückgekehrt sind, erhält die Gemeinde die
Kommunion.
Reinigung der
Gefäße ,
Aufstellung der Messdiener
im Mittelgang
Kreuz: Während der Reinigung von Kelch(en) und Schale(n)
holt der Kreuzträger sein Kreuz aus der Sakristei bzw. aus der
Seitenkapelle und stellt sich in den Mittelgang (ca. 6./7. Bank,
Gesicht zum Altar).
Weihrauch: Ebenfalls holen Fass- und Schiffchenträger den
Weihrauch aus der Sakristei bzw. aus der Seitenkapelle und
stellen sich in den Mittelgang (vor das Kreuz, Gesicht zum
Altar).
Begleiter/innen und Begleit: Begleiter/innen und Begleit
stellen sich auch in den Mittelgang auf (in Zweierreihen mit dem
Gesicht zum Altar).
Leuchter: Die Leuchter schließen sich an und stellen sich in den
Mittelgang (Gesicht zum Altar).
Altardienst: Kelch(e) und Schale(n) müssen gereinigt werden.
Dazu bringt der Altardienst Wein- und Wasserkännchen von der
Kredenz oben bzw., wenn sich ein Chor und/oder ein Orchester
im Chorraum befindet, von der Kredenz unten.
Dementsprechend werden Kelch(e) und Schale(n) zur Kredenz
nach oben oder nach unten gebracht. Danach geht der
Altardienst in den Mittelgang und stellt sich mit dem Gesicht
zum Altar gewendet auf.
Danksagung
Alle Messdiener stehen im Mittelgang mit dem Gesicht zum
Altar.
Schlussgebet
Segen
Nach dem Segen, zum Schlusslied, geht der Priester nach unten
und stellt sich vor den Stufen auf. Ebenso der Diakon (wenn
anwesend) und Lektor und Kommunionhelfer. Auf Zeichen des
Priesters erfolgt die Kniebeuge, die alle gemeinsam machen.
Dann drehen sich alle zum Hauptausgang um. Es erfolgt der
große Auszug in der Reihenfolge:
19
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Kreuz
Weihrauch
Begleiter/innen und Begleit
Leuchter
Altardienst
Lektor / Kommunionhelfer
Diakon (eventuell)
Priester (sg./pl.)
Am Hauptportal links abbiegen, am Pfarrheim vorbei und dann
in die Sakristei. Dort stellen sich alle in der Priestersakristei
auf. Alle schauen auf das Kreuz über dem Ankleidetisch. Wenn
der Priester „Gelobt sei Jesus Christus“ sagt, antworten alle
Messdiener mit „Bis in Ewigkeit. Amen.“
Danach gibt es was Süßes.
20
2.4 Das Dienen bei einer Trauung
Grundsätzlich gilt der Ablaufplan „Das Dienen an Werk- und Sonntagen“. Im Folgenden
werden nur die Abweichungen bzw. Besonderheiten zu diesem Ablaufplan notiert.
a) Vor Beginn des Gottesdienstes holen der Priester und die Messdiener das Brautpaar
hinten in der Kirche ab. Dabei nimmt ein Messdiener ein kleines Tablett mit (steht
meistens auf dem Altar ( ) ). Auf diesem Tablett werden die Trauringe gelegt.
b) Der Einzug erfolgt generell in der Reihenfolge
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Messdiener (mit Tablett)
Kerzen- und Blumenkind(er)
Priester
Brautpaar
Trauzeugen
Eltern bzw. engere Verwandte
Vor den Stufen machen die Messdiener eine Kniebeuge. Der Messdiener, der das
Tablett mit den Trauringen trägt, stellt das Tablett auf dem Altar ab. Die Messdiener
gehen an ihre Bänke in den Chorraum. Der Gottesdienst beginnt mit dem
Eröffnungslied. Zum weiteren Ablauf siehe „Das Dienen an Werk- und Sonntagen“.
c) Nach der Predigt erfolgt die Trauung. Dazu stehen die Messdiener auf und gehen
zusammen mit dem Priester vor den Altar, d.h. die Messdiener stehen direkt vor dem
Brautpaar, rechts und links neben dem Priester. Zuvor nimmt ein Messdiener das
Tablett mit den Trauringen, ein anderer Messdiener den Weihwasserbehälter in die
Hand. Das Weihwasser wird für die Segnung der Trauringe verwendet. Das Tablett
wird den Brautleuten hingehalten, damit sie nach dem jeweiligen Trauspruch den Ring
vom Tablett nehmen können.
d) Nach der Trauung erfolgt meistens ein Lied oder Solo-Gesang. Dazu setzen sich die
Messdiener. Nach den Fürbitten erfolgt die Gabenbereitung. Dies und alles weitere
erfolgt nach dem Ablaufplan „Das Dienen an Werk- und Sonntagen“.
Findet die Trauung im Rahmen eines Wortgottesdienstes ( ) statt, dann entfällt die
Gabenbereitung, da keine Eucharistie ( ) folgt.
e) Nach dem Schlusssegen erfolgt der große Auszug entsprechend dem Einzug, d.h. die
Messdiener gehen in den Mittelgang (ca. 5. Bank) und warten bis sich die Abfolge
formiert hat. Dann erfolgt der Auszug in der Reihenfolge
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Messdiener
Kerzen- und Blumenkinder
Priester
Brautpaar
Trauzeugen
Eltern, Verwandte
übrige Hochzeitsgesellschaft
21
2.5 Das Dienen bei einem Ehejubiläum
Grundsätzlich gilt der Ablaufplan „Das Dienen an Werk- und Sonntagen“.
Im Folgenden werden nur die Abweichungen bzw. Besonderheiten zu diesem Ablaufplan
notiert.
Bei einem Ehejubiläum (Silberhochzeit, Goldhochzeit …) erfolgt in der Regel ein kleiner
Einzug von der Sakristei ( ) aus. Das Jubiläumspaar sitzt entweder in der ersten Bank des
rechten oder linken Mittelschiffs oder es sitzt auf Hockern hinter einer Extrabank, die vor den
Stufen mittig aufgestellt ist. Der Gottesdienst läuft ganz nach dem Ablaufplan „Das Dienen an
Werk- und Sonntagen“ ab.
Mit einer Ausnahme:
Nach der Ansprache wird das Jubelpaar vom Priester gesegnet. Dazu stellen sich die
Messdiener links und rechts neben dem Priester hin, d.h. die Messdiener verlassen den
Chorraum und stellen sich vor die erste Bank des rechten oder linken Mittelschiffs hin, oder
die Messdiener stellen sich vor den Altar direkt vor die Extrabank des Jubelpaares hin, wobei
der Priester in beiden Fällen immer in der Mitte zwischen den beiden Messdienern steht.
Sollte das Ehejubiläum im Rahmen eines Wortgottesdienstes ( ) gefeiert werden, dann
entfällt die Gabenbereitung, da keine Eucharistie ( ) folgt.
22
2.6 Das Dienen bei einer Taufe
Der folgende Ablauf kann im Einzelfall vom jeweiligen Taufpriester bzw. vom jeweiligen
Diakon ( ) leicht abgewandelt werden. Deshalb bitte zu Beginn der Tauffeier den
betreffenden Taufpriester bzw. den betreffenden Diakon über den Ablauf befragen (vor allem
wenn ein auswärtiger Priester oder Diakon tauft).
a) Messdiener und Taufpriester / Diakon verlassen die Sakristei ( ) und machen vor dem
Tabernakel ( ) eine Kniebeuge. Der Beginn einer Tauffeier kann unterschiedlich sein:
Manche Priester /Diakone holen die Taufgemeinde mit den Täuflingen hinten in der
Kirche ab. Dann gibt es einen gemeinsamen Einzug nach vorne, wobei die Messdiener
voraufgehen. Bei anderen Tauffeiern sitzt die Taufgemeinde mit den Täuflingen schon
in den Bänken auf der linken und/oder rechten Seite des Mittelschiffs.
b) Während des Wortgottesdienstes ( ) innerhalb der Tauffeier haben die Messdiener
keine besonderen Aufgaben. Sie können sich daher in eine Bank hinter die
Taufgemeinde im Mittelschiff setzen.
c) Nach dem Wortgottesdienst geht die Taufgemeinde zum Taufbecken. Messdiener
gehen zuerst, gefolgt vom Taufpriester / Diakon und der Taufgemeinde. Je nach
Anzahl der Täuflinge und nach Größe der Taufgemeinde wird ein großer (Halb-)Kreis
um das Taufbecken gebildet. Nach jeder Taufe reichen die Messdiener kleine
Handtücher an, damit der Kopf des Täuflings abgetrocknet werden kann. Die kleinen
Handtücher werden den Messdienern durch die Küsterin angereicht. Zur
Chrisamsalbung ( ) hält ein Messdiener dem Taufpriester das Tablett mit dem
Salbgefäß hin. Das Tablett wird ebenfalls dem Messdiener durch die Küsterin
angereicht. Während die Taufkerze an der Osterkerze entzündet wird, verteilen die
Messdiener kleine Vigilkerzen ( ) an die Taufgemeinde, die dann an der/den
brennenden Taufkerze/n entzündet werden zur Erinnerung an die eigene Taufe.
d) Zum Abschluss der Tauffeier geht die Taufgemeinde in den Chorraum, d.h. die
Messdiener, gefolgt vom Taufpriester / Diakon und der Taufgemeinde, gehen durch
den Mittelgang in den Chorraum. Dort wird mit allen ein großer (Halb-)Kreis gebildet,
so dass sich der Altar ( ) in der Mitte des (Halb-)Kreises befindet. Dann wird
gemeinsam das „Vaterunser“ gebetet. Nach dem Schlussgebet und dem Schlusssegen
geht die Taufgemeinde zur Muttergottes („Glorreiche Jungfrau von Warendorf“) und
singt dort zum Abschluss ein Marienlied.
e) Messdiener und Taufpriester / Diakon gehen dann in den Chorraum, machen vor dem
Tabernakel eine Kniebeuge und gehen in die Sakristei.
23
Glossar (Worterklärungen)
A
Agapebrot (griech. Agape = Liebe). Am Ende der Eucharistiefeier am Gründonnerstag
werden kleine Brote gesegnet, die dann von den Gläubigen mit nach Hause genommen
werden können. In Erinnerung an das letzte Abendmahl kann dieses Brot gegessen werden.
Ein solches Essen im Kreis der Familie soll zeigen, dass für die Christen die Gemeinschaft
ganz wichtig ist.
Agnus Dei (lat. = Lamm Gottes). Bezeichnung für die Worte, die während der
Eucharistiefeier beim Brechen des Brotes gesprochen werden.
Akolyth (griech. = Diener, Schüler). Ursprünglich oberste Stufe der „Niederen Weihen“. Der
Akolyth hatte in Rom vor allem bei der Eucharistiefeier Diakon und Subdiakon zu
unterstützen. Seine Aufgaben erfüllt jetzt zum Teil der Ministrant. Durch päpstlichen Erlass
(veröffentlicht am 15. August 1972) wurden die „Niederen Weihen“ durch die Dienstämter
des Lektors und Akolythen ersetzt. Das Amt der Akolythen erhält dadurch einen neuen Inhalt:
-
Sorge um den Altardienst
Assistenz bei liturgischen Feiern
Kommunionhelfer
Liturgische Schulung (insbesondere der Ministranten)
Aussetzung des Allerheiligsten zu Gebetsstunden (priesterloser Gottesdienst)
Albe (lat. Albus = weiß). Ein weißes, langes Untergewand, das der Priester unter dem
Messgewand trägt.
Allerheiligenlitanei. (siehe Litanei)
Allerheiligstes. Die gewandelte Hostie, der Leib Christi. Wird für die Anbetung mit Hilfe
einer Monstranz ausgesetzt.
Altar (lat. Adolere = verbrennen). In heidnischen Religionen und im Judentum Stätte zur
Verbrennung von Opfergaben. Für uns Christen ist der Altar der Tisch, auf dem die
Eucharistie gefeiert wird. Er ist Symbol für Christus. Als Zeichen der Verbindung mit der
Kirche sind in ihm meist Reliquien (das sind Teile des Skeletts eines Heiligen oder
Gegenstände, die mit ihm in Berührung gekommen sind) eingelassen. (Siehe auch
Zelebrationsaltar)
Ambo (griech. = Lesepult). Der Ambo (nicht „das“ Ambo!) ist der Platz, von dem aus das
Wort Gottes vom Priester, Diakon oder Lektor verkündet wird.
Aspergill. Das Aspergill wird zum Aussprengen des Weihwassers benutzt. Es wird von den
Messdienern bei bestimmten liturgischen Feiern, z.B. bei Trauungen, bereit gehalten.
C
Chormantel (lat. Pluviale = Regenmantel). Ein den ganzen Körper einhüllender, vorne
offener und durch eine oft sehr kostbare Schließe (Spange) zusammengehaltener Mantel.
24
Wird beim sakramentalen Segen und bei Prozessionen (Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt)
verwendet.
Chrisam (griech. = geweihtes Öl). Chrisam ist ein Öl (reines Olivenöl mit Balsam versetzt),
das für die Taufe und die Firmung verwendet wird und dafür eigens vom Bischof am
Gründonnerstag geweiht wird.
Ciborium (lat. Cibus = Speise). Aufbewahrungsgefäß für den Leib Christi in Form der
Hostien. Ciborien (pl.) stehen im Tabernakel.
Corporale (lat. corpus = Leib). Quadratisches Tuch auf dem Altar, auf das die Hostienschale
und der Kelch gestellt werden.
Credo (lat. = ich glaube). Credo ist die lateinische Bezeichnung für das Glaubensbekenntnis.
Neben dem Apostolischen Glaubensbekenntnis (vgl. Gotteslob Nr. 2,5) gibt es auch noch das
Große Glaubensbekenntnis (Gotteslob Nr. 356).
D
Diakon (griech. = Diener). Der Diakon hat in der Messe bestimmte, den Priester
unterstützende Aufgaben. Er kann selber die Feier der Taufe, der Trauung und der Beerdigung
leiten, sowie Wortgottesdiensten vorstehen.
Direktorium. Ein Büchlein, das jährlich erscheint. Es enthält Richtlinien für die Gestaltung
der Liturgie sowie den liturgischen Kalender mit den Schriftlesungen. Somit sind jedem Tag
des Jahres bestimmte Bibelstellen zugeordnet.
E
Ecce lignum (lat. Siehe / Seht das Holz…). Gesang zur Enthüllung des Kreuzes am
Karfreitag in der Karfreitagsliturgie. Der lat. Text lautet: Ecce lignum Crucis, in quo salus
mundi pependit. Die Übersetzung lautet: Siehe / Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil
der Welt (= Jesus Christus) gehangen hat.
Effata-Ritus (aramäisch effata = öffne dich!). In Anlehnung an die Heilung eines
Taubstummen durch Jesus werden in der Kindertaufe nach der eigentlichen Taufhandlung
dem Kind zwei Finger an das Ohr und zwei Finger auf den Mund gelegt. Dabei spricht der
taufende Priester / Diakon: Der Herr öffne Dir Ohren und Mund. Die getauften Kinder sollen
später Gottes Wort hören und es weitersagen.
Einsetzungsworte. Als Einsetzungs- oder Konsekrationsworte bezeichnet man die Worte
Jesu, die er beim letzten Abendmahl über die Gaben von Brot und Wein gesprochen hat.
Eingebettet in den Abendsmahlbericht lauten sie:
„Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden
unterwarf, nahm er das Brot, sagte Dank, reichte es seinen Jüngern und sprach:
NEHMET UND ESSET ALLE DAVON: DAS IST MEIN LEIB, DER FÜR EUCH
HINGEGEBEN WIRD.
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und
sprach:
25
NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS: DAS IST DER KELCH DES NEUEN
UND EWIGEN BUNDES, MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR ALLE
VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. TUT DIES ZU MEINEM
GEDÄCHTNIS.“
Epistel (lat. Epistola = Brief). Im Osternachtgottesdienst die letzte Lesung, die aus dem
Römerbrief des Apostels Paulus stammt. Sonst immer die Lesung aus den Briefen des Neuen
Testaments.
Eucharistie (griech. = Danksagung). Als Eucharistie bezeichnet man die gewandelten Gaben
von Brot und Wein, den Leib und das Blut Christi. Da die Eucharistie immer der zentrale
Inhalt der Messe ist, nennt man diese auch Eucharistiefeier.
Eucharistischer Segen (auch sakramentaler Segen). Der Eucharistische Segen ist der Segen,
den der Priester mit der Monstranz erteilt. In der Monstranz befindet sich in Form einer
Brothostie der Leib Christi.
Evangelienprozession. In feierlichen Gottesdiensten wird das Evangeliar (Buch, welches nur
die Evangelien enthält) vom Seitenambo zum Ambo vom Diakon oder Priester getragen. Bei
diesem feierlichen Gang wird der Diakon oder Priester von den Leuchtern begleitet.
Evangelium (griech. = Frohe Botschaft). In unserer Bibel gibt es im Neuen Testament vier
Bücher, die über Jesu Leben, Sterben und Auferstehung berichten. Die Evangelien sind in
einem längeren Prozess während des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstanden. Die Verfasser der
Evangelien, die man als Evangelisten bezeichnet, heißen Matthäus, Markus, Lukas und
Johannes.
Expositorium (lat. = Gestell, auf dem man etwas abstellt). Zu Beginn einer Prozession oder
vor dem Eucharistischen Segen wird das Allerheiligste in der Monstranz auf ein vergoldetes
Gestell gestellt, welches auf dem Zelebrationsaltar steht.
F
Fidibus. Docht mit Wachs überzogen, den man benutzt, um große Kerzen anzuzünden (z.B.
Osterkerze im Osternachtgottesdienst).
G
Glaubensbekenntnis. (Siehe Credo)
Gloria (lat. = Ehre). Alter Lobgesang, der im Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen nach dem
Kyrie gesungen oder gesprochen wird und mit den Worten „Gloria in excelsis Deo“ (= Ehre
sei Gott in der Höhe) beginnt. Dieser Gesang entfällt in der Advents- und Fastenzeit.
H
Halleluja (hebr. = Lobet den Herrn!). Das Halleluja ist ein Lobgesang, der von der Gemeinde
im Stehen gesungen wird. Besonders feierlich ist das Osterhalleluja.
Heilige Messe (hl. Messe). Bezeichnung für den die Wortverkündigung und Eucharistie
umfassenden Gottesdienst.
26
Homilie (lat. = Predigt). In der Predigt werden die Lesungstexte (1., 2. Lesung; Evangelium)
für die heutige Zeit ausgelegt.
Hosanna (hebr. = Herr hilf uns!). Im Neuen Testament ist dies ein Huldigungs- und Jubelruf.
Hostie (lat. hostia = Opfertier, Schlachtopfer). Bezeichnung für das zur Eucharistiefeier
verwendete Brot.
Hymnus (griech. = Lobgesang).
I
Inzens (lat. incendere = anzünden). Als Inzens bezeichnet man das feierliche Beräuchern mit
Weihrauch. Inzensiert werden z.B. Altar, Kreuz, Gnadenbild, Gemeinde, Priester, Bischof
und die Gaben von Brot und Wein.
K
Kantor (lat. = Sänger). Der Vorsänger der Gemeinde. Oft der Chorleiter und Organist einer
Kirchengemeinde.
Kaplan (lat. = Hilfsgeistlicher). Bevor ein Priester die Leitung einer eigenen Gemeinde
übernimmt, arbeitet er sich unter der Anleitung eines Pfarrers als Kaplan in die Seelsorge ein.
Kelchvelum. Tuch zum Verhüllen. Seit alters her wird der Kelch verhüllt zum Altar gebracht.
Am Ende der Eucharistiefeier am Gründonnerstag wird das Ciborium, Aufbewahrungsgefäß
des Allerheiligsten, mit dem Kelchvelum auf den Altar gestellt.
Kirchenschweizer. Türhüter bzw. Aufseher in der katholischen Kirche. Sorgt für Ruhe und
Ordnung während der liturgischen Feiern. Trägt eine Uniform. Geht mit einem Stab der
Prozession zu Mariä Himmelfahrt voraus.
Kollekte (lat. = das Gesammelte). Geldsammlung (während des Gottesdienstes) für kirchliche
Aufgaben.
Kommunion (lat. = Gemeinschaft). Bezeichnung für den Leib Christi und das Blut Christi
sowie deren Austeilung und Empfang.
Kommunionempfang / Kommunizieren. In diesem Zusammenhang ist damit das Essen der
Hostie (Leib Christi) gemeint.
Konzelebration (lat. con = zusammen, celebrare = feiern). Meint die Feier der heiligen
Messe mit der Gemeinde durch mehrere Priester.
Kredenz. Tisch, auf dem Kelch, Schale, Wein und Wasser stehen.
Kyrie (griech. Kyrios = der Herr). Das Kyrie ist ein Gebetsruf zu Beginn des Gottesdienstes,
in welchem Jesus Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch angerufen wird.
27
L
Lektor (lat. = Vorleser). Eine Person, die im Gottesdienst die Aufgabe hat, die Lesung bzw.
Lesungen und die Fürbitten vorzutragen.
Litanei. Gebet, bei dem ein Vorbeter eine Bitte ausspricht und die Gemeinde immer mit dem
gleichen Ruf antwortet. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Allerheiligenlitanei.
Liturgie (griech. = Dienst für das Volk). Bezeichnet Rituale bzw. religiöse Riten zur
Verehrung Gottes und zur Vertiefung des gemeindlichen Glaubens. Die Liturgie umfasst das
gesamte gottesdienstliche Geschehen: Gebet, Lesung und Verkündigung, Gesang, Gestik,
Bewegung und Gewänder, liturgische Geräte, Symbole und Symbolhandlungen.
Lumen Christi (lat. = Licht Christi). In der Osternachtfeier, wenn der Priester oder der
Diakon mit der brennenden Osterkerze in die dunkle Kirche einzieht, hebt er die Osterkerze
empor und singt “Lumen Christi”, um so den Gläubigen zu zeigen, dass Jesus als Licht der
Welt von den Toten auferstanden ist.
M
Ministrant (lat. ministrare = dienen). Assistent des Priesters bei liturgischen Feiern aller Art.
(Siehe auch Akolyth). Umgangssprachlich entspricht der Ministrant dem Messdiener.
Mitra. Traditionelle Kopfbedeckung der Bischöfe.
Monstranz (lat. monstrare = zeigen). Die Monstranz ist ein kostbares mit Gold und
Edelsteinen gestaltetes Zeigegerät mit einem Fensterbereich, in dem der Leib Christi in Form
einer Hostie zur Verehrung und Anbetung ausgesetzt wird.
O
Osterlob (lat. Exsultet = Frohlocket!). Zu Beginn der Osternachtfeier wird dieser hymnische
Lobpreis, der die Auferstehung Jesu Christi zum Inhalt hat, vom Diakon oder vom Priester
gesungen.
P
Passion (lat. = Leidensgeschichte). Die Leidensgeschichte Jesu Christi wird am Karfreitag in
der Karfreitagliturgie mit verteilten Rollen vorgelesen oder gesungen.
Pontifikalamt. Eucharistiefeier mit einem Bischof oder Weihbischof.
Präfation (lat. praefatio = Eingangswort, Vorgebet). Nach der Präfation, welche nur in der
heiligen Messe gebetet oder gesungen wird, folgt das Sanctus.
Prozession (lat. = das Hinziehen). Innerhalb der Eucharistiefeier gibt es Prozessionen (z.B.
die Evangelienprozession). Auch im Anschluss an eine Eucharistiefeier kann eine Prozession
erfolgen (z.B. zu Fronleichnam oder Mariä Himmelfahrt).
28
Publicandum (lat. = Verlautbarung, Bekanntmachung). Die Gemeindeveranstaltungen
werden entweder vor der heiligen Messe oder in der heiligen Messe vor dem Schlussgebet der
Gemeinde als Information mitgeteilt.
R
Reponieren (lat. = zurückstellen). Nach der Kommunionausteilung werden die Ciborien mit
den Hostien (Leib Christi) in den Tabernakel zurückgestellt.
Rochett. Das Rochett ist ein bis zu den Knien reichendes, gefaltetes und manchmal
verziertes, weißes Leinengewand. Es wird über den Talar angezogen.
S
Sakramentaler Segen. (Siehe Eucharistischer Segen)
Sakristei. Ein Nebenraum, in dem wichtige Gegenstände, die für den Gottesdienst benötigt
werden, aufbewahrt werden (z. B. Hostien, Kelche usw.). Besonders dient er dem Priester,
dem Diakon und den Ministranten als Vorbereitungs- und Umkleideraum.
Sanctus (lat. = heilig). Messgesang, der zu Beginn des eucharistischen Hochgebets gesungen
wird.
Schola (lat. = gelehrte Untersuchung). Sängergruppe, die z.B. bestimmte Gesänge im
Wechsel mit der Gemeinde oder ohne aktive Beteiligung der Gemeinde singt.
Segensaltar. Zu Fronleichnam oder zu Mariä Himmelfahrt werden an bestimmten Orten in
der Stadt Warendorf Altäre errichtet, zu denen man in Prozession hinzieht. An den Altären
wird jeweils Station gemacht und der sakramentale Segen erteilt.
Seitenambo. Der Ambo in St. Laurentius auf der Muttergottesseite. Auf dem Seitenambo
liegt immer eine aufgeschlagene Bibel. In festlichen Gottesdiensten liegt auf dem Seitenambo
das Evangeliar (Buch, welches nur die Evangelien enthält). Vor dem Seitenambo stehen die
zwei Leuchter.
Stola. Die Stola ist ein liturgisches Gewandstück, das als textiles Amtsabzeichen vom Priester
getragen wird. Es ähnelt einer Schärpe.
T
Tabernakel (lat. = Zelt). Der Tabernakel ist der Aufbewahrungsort des Leibes Christi in
Form von Hostien. Vor dem Tabernakel brennt das ewige Licht als Zeichen der Gegenwart
Christi.
Talar (lat. = das, was bis zu den Knöcheln reicht). Ein schwarzes, bis zu den Knöcheln (lat.
talus) reichendes Gewand.
Tantum ergo. Die ersten beiden lateinischen Worte eines Liedes, welches zur Aussetzung
des Allerheiligsten gesungen wird. Siehe hierzu das Gotteslob Nr. 543, Strophe 5 und 6.
29
V
Velum. Tuch zum Verhüllen. Schultervelum wird dem Diakon oder Priester umgelegt, damit
er die Monstranz oder das Ciborium und damit jeweils das Allerheiligste mit ehrfürchtig
verhüllten Händen umfassen kann.
Vigilkerzen. Dünne Kerzen, die vor allem in der Osternacht und in der Tauffeier verwendet
werden.
W
Weihrauch. Pflanzenharz, das beim Verglühen einen aromatisch duftenden Rauch
entwickelt. Es wird im Gottesdienst zur symbolischen Reinigung und Heiligung verwendet.
Wortgottesdienst. Im Unterschied zur hl. Messe findet im Wortgottesdienst keine
Eucharistiefeier statt. Wortgottesdienste können aus verschiedenen Gründen bei Trauungen,
Ehejubiläen, Beerdigungen und bei Schulgottesdiensten gefeiert werden.
Z
Zelebrationsaltar. Freistehender Altar, an dem der Priester mit der Gemeinde die Eucharistie
feiert.
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Seele and Geist
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