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McCain oder obama: was erwartet die wirtschaft? - dpatek.de

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FondsNews
Unabhängiges Endkundenmagazin der Finanzdienstleistungsbranche
2008
T i pps un d T r e n d s f ü r F o n d san l e g e r
www.fondsnews.de
4
Inhaltsübersicht: McCain oder Obama? (Seite 1) • Marktbericht (Seite 2) •
Fondsplattformen und Abgeltungssteuer (Seite 3) • 130/30-Fonds (Seite 4) •
Multi-Asset-Fonds (Seite 5) • Schiffsbeteiligungen (Seite 6)
Liebe Leserinnen und Leser,
zum letzten Mal vor ihrer Einführung
steht in dieser Ausgabe der FondsNews
die Abgeltungssteuer im Blickpunkt. Bis
dahin, Anfang 2009, sind es jetzt nur noch
knapp drei Monate. Auch wenn immer
noch nicht (!) alle Einzelheiten endgültig
entschieden sind, hat sich am grundlegenden Prinzip der möglichst einheitlichen
Besteuerung aller Ertragsarten nichts
geändert.
„AbgeltungsUnd daher sollten alle, deren
zu erwartenden jährlichen
steuer: Handeln
Erträge, seien es KapitalerträSie jetzt!“
ge oder Kursgewinne, höher
als ihre Freibeträge von €801
bzw. €1602 sind, und die ihre Anlagen bisher noch nicht hinsichtlich der Abgeltungsteuer optimiert haben, jetzt tatsächlich
aktiv werden. Im Januar ist es zu spät.
Ob mit den Informationen darüber, wie
Fondsplattformen durch Einrichtung eines
zweiten Depots mit der Abgeltungssteuer
umgehen, zu abgeltungssteuersicheren
Fondssparplänen, beim ausführlichen
Marktbericht oder den Vorteilen von MultiAsset-Fonds: Ich wünsche Ihnen bei diesen
und den anderen Themen dieser Ausgabe
der FondsNews wieder eine anregende
Lektüre .
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Patek
Beratungsgemeinschaft
Finanzdientsleistungen
04/2008  FondsNews Magazin
McCain oder Obama:
Was erwartet die Wirtschaft?
Nachdem nun beide Kandidaten offiziell gekürt sind, lohnt sich
ein Vergleich der wirtschaftspolitischen Positionen der beiden
US-Präsidentschaftsbewerber.
„Zur wichtigsten Wahl seit 1980 für Anleger“ werde die Wahl im November,
schrieb kürzlich ein UBS-Analyst. Er stellte
seine Kunden auf einen demokratischen
Wahlsieg ein und nannte die von Obama
bisher veröffentlichten Ideen „riskant für
den Aktienmarkt“: höhere Steuern für Investoren, besonders auf Kapitalgewinne
und Dividenden, dürften die Anlegelust
dämpfen. McCain hingegen würde die
Steuern der Topverdiener senken, was
sich positiv auf die Aktienmärkte auswirken würde.
Es ist gerade diese Steuerfrage, in der
sich die beiden wirtschaftspolitischen
Leichtgewichte programmatisch am
meisten unterscheiden. Nach McCain
sollen US-Firmen nur noch 25 statt wie
bisher 35 % ihres Gewinns an den Fiskus
abliefern. Obama sieht für Firmen keine
Steuersenkungen vor, dafür will er den
Steuersatz für Topverdiener von 35 auf
39,6 % sowie für Dividenden von 15 auf
ebenfalls 39,6 % anheben.
Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten:
Beide Kandidaten wollen Biotechnologie
und Hightech fördern, beide sind eher
wissenschaftsfreundlich und daher z. B.
auch eher der Stammzellenforschung
zugeneigt – und schließlich werden
beide ganz traditionsgemäß die amerikanischen Interessen ganz weit über
alles andere stellen. Das sollten wir hier
in Europa nicht vergessen.
Ein Blick auf historische Daten zeigt übrigens ein anderes Bild als von vielen
erwartet: Die US-Wirtschaft boomte jeweils unter demokratischen Präsidenten
und die Aktien stiegen steiler. Zwischen
1953 und 2006 wuchs die Wirtschaft im
Schnitt um 4,2 %, wenn ein Demokrat regierte und lediglich 2,8 % unter Republikanern. Der Dow Jones Index stieg seit
Beginn des letzten Jahrhunderts unter
Demokraten im Jahresschnitt um 13,3 %,
unter Republikanern nur um 7,1 %.
Und die Kapitalgewinnsteuer möchte
Obama von 15 auf 28 % erhöhen,
während McCain sie mittelfristig abschaffen will. Da 10 % der
Amerikaner 73% der Einkommensteuern zahlen, würde der
Fiskus deutlich mehr profitieren
als beispielsweise die Hersteller
von Luxusgütern.
1
Marktbericht
Marktbericht: Weltwirtschaft,
Inflation, Aktienbewertungen
Professionelle Asset Manager sehen attraktive Bewertungen
bei reduzierten Erwartungen für 2008 und 2009
Eine systematische Umfrage des Argentos Makler-Pools zu Marktbewertungen
zeigt, dass die Erwartungshaltung im
Markt wesentlich realistischer geworden
ist und der Pessimismus vieler Marktteilnehmer sich zunehmend in den Analystenschätzungen spiegelt. Während vor
wenigen Monaten noch ein deutliches
Gewinnwachstum sowohl für 2008 als
auch für 2009 erwartet wurde, erwarten
die Umfrageteilnehmer jetzt im Durchschnitt einen Gewinnrückgang in 2008
von -1,6% für den MSCI World und von
-3% für den MSCI Europe. Für 2009 wird
von 2,2% Gewinnwachstum im MSCI
World, aber einem Gewinnrückgang in
Höhe von 3% für den MSCI Europa ausgegangen.
ses Risiko nicht mehr ganz so groß, vor
allem da einerseits Sektoren wie Finanzen und einige zyklische Bereiche schon
deutliche Revisionen hinter sich haben
und andererseits über 30% des Marktes
keinen negativen Gewinnrevisionen unterliegen (z. B. Rohstoffe, Versorger, IT).
Selbst wenn man noch einen (unwahrscheinlichen) 20% Bewertungsabschlag
auf die aktuellen Bewertungen vornehmen würde, wäre der MSCI World derzeit mit 16,1 KGV und der MSCI Europe
mit 14,4 bewertet. Dies liegt durchaus im
Rahmen des langfristigen historischen
Durchschnitts und ist auch unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von 4-5%
immer noch keine zu ambitionierte Bewertung.
 Wirtschaft schwächt sich ab,
Gewinne werden nach unten
revidiert
 Aktienbewertungen nehmen viel
vorweg und sind attraktiv
 Inflationssorgen sind übertrieben
 Rohstoffpreise sind NICHT unabhängig von der Wirtschaftsentwicklung
Es ist durchaus möglich, dass Gewinnschätzungen noch weiter nach unten
angepasst werden müssen, was sich
auch immer noch negativ auf die Aktienkurse auswirkt. Allerdings erscheint die-
Die zwei größten Risiken sind die Inflation sowie die weltweite Wachstumsabschwächung. Dabei ist die Inflation vor
allem durch den Anstieg der Rohstoffund Agrarpreise gewachsen. Einerseits
sind bei der erwarteten nachlassenden
Nachfrage nach Öl von den OECD-Staaten keine wirklichen Angebotsengpässe
zu erwarten. Andererseits wachsen China und Indien immer noch stark, wenn
auch China zuletzt eine Abschwächung
des rasanten Wirtschaftswachstums
auswies. Eine solche wirtschaftliche Abschwächung in Asien ist allerdings weniger schädlich als vielmehr stabilisierend
für die Weltwirtschaft.
Die geringe private Verschuldung in den
Schwellenländern ist der wichtigste Indikator dafür, dass die Weltwirtschaft nicht
zum Stillstand kommt, denn die USA und
Europa leiden derzeit unter schwierigen
Bedingungen an den Kreditmärkten,
geringem Verbrauchervertrauen und In-
2
flationssorgen. Bei sich stabilisierenden
Rohstoffpreisen und einer Stabilisierung
des Finanzsystems ist dies aber Bestandteil eines durchaus normalen Konjunkturzyklus. Das Finanzsystem geht durch
eine Phase der Konsolidierung, in der
schwache Marktteilnehmer ausscheiden. Zudem stellen Notenbanken nach
wie vor viel Geld zur Verfügung, um den
Geldmarkthandel zu stabilisieren, wie
man auch am Beispiel der Ankündigung
in den USA erkennen konnte, Liquidität
für Fannie Mae und Freddie Mac, den
beiden größten US-Hypotheken-Verbriefern, bereitzustellen.
Fazit:
Gerade wenn wenig Gutes in der Presse
zu lesen ist, sind die Bewertungen attraktiv. Gewinnschätzungen und Wachstumsprognosen sind bereits deutlich
nach unten angepasst. Inflationssorgen
scheinen derzeit überbewertet zu werden: Statt Stagflation ist eher ein typischer Rezessionszyklus zu beobachten.
Typischerweise werden Aktien 6 bis 9
Monate vor Ende eines solchen Zyklus
gekauft. Dieser Zeitpunkt mag jetzt oder
in einigen Monaten sein; die Bewertungen sind aber schon attraktiv genug.
Während sich die Stock Picker in den
letzten Jahren häufig schwer taten, gute
Qualität bei gleichzeitig niedrigen Bewertungen zu finden, so hat sich dieses
Bild zum Positiven gewendet.
04/2008  FondsNews Magazin
Fondsplattformen
und die Abgeltungssteuer
Zum Stichtag 01.01.2009 beginnt die Ära der Abgeltungsteuer.
Die wichtigste Neuerung für Fondsanleger ist die Besteuerung
der Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer der Anteile.
Alle vor dem Stichtag erworbenen Anteile und deren Erträge fallen noch unter die alten Regelungen. Nach einer
einjährigen Haltedauer können Kursgewinne also steuerfrei vereinnahmt
werden. Kommen jedoch ab 2009 weitere Anteile hinzu, kommt bei Verkäufen
die sogenannte First-in-/First-out-Regel
(FIFO) zum Tragen. Sie besagt, dass beim
Verkauf von Wertpapieren steuerlich
jene Papiere herangezogen werden, die
der Anleger zuerst angeschafft hat. Es
werden also zuerst die Anteile veräußert,
die noch nicht der Abgeltungssteuer
unterliegen, was nicht im Interesse der
Anleger ist. Ratsam ist daher eine klare
Trennung der vor und nach dem Stichtag erworbenen Fondsbestände.
Das Bundesfinanzministerium hat vor
kurzem entschieden, dass zur Anwendung der FIFO-Regelung die Trennung
von Wertpapierbeständen mittels eines
Unterdepots ausreicht. Einige Plattformen, z. B. die DAB und die mit ihr verbundene FondsServiceBank (FSB) werden
diese einfache und kundenfreundliche
Variante anbieten. Die DWS-Fondsplattformen in Luxemburg und Frankfurt
werden voraussichtlich ebenfalls die Eröffnung von Unterkonten zu bestehenden Stammnummern ermöglichen.
Eine weitergehende und vorbildliche Lösung hat die Frankfurter Fondsbank mit
dem FFB-Kombidepot entwickelt, ein
einfaches und komfortables Modell zur
eindeutigen Trennung der Bestände. Innerhalb des Kombidepots unterscheidet
man zwischen Aktiv- und Passivdepot.
Im Passivdepot werden alle bisherigen
Bestände geführt und alle Transaktionen
bis zum 31.12.2008 vorgenommen.
Im Großraum Pazifik ist die Zuordnung
außer zu Japan (dort auch wieder mit
Standard- und Nebenwerten) nicht ganz
so eindeutig. So verbergen sich hinter dem Begriff „Aktien Pazifik“ bei den
meisten Fondsgesellschaften die entwickelten Märkte Asiens, wie Japan, Sin04/2008  FondsNews Magazin
Visualisiertes Risiko
Anleger- , anlage- und portfoliogerecht: diese drei Kriterien soll nach
der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine Investmentberatung
erfüllen. Ein Berater muss die Interessen und Absichten des Anlegers
berücksichtigen (anlegergerecht),
die Anlageobjekte vollständig und
richtig darstellen (anlagegerecht)
und schließlich das gesamte Anlagevermögen, das Portfolio des Anlegers
beachten (portfoliogerecht). Hier helfen Kunden und Beratern Checklisten
oder Fragebögen, die so gestaltet
sind, dass sie nicht nur die drei
genannten Kriterien erfüllen können,
sondern auch über Plausibilitätsprüfungen Ziele und Risiken in Einklang
bringen.
Ab 2009 können im Passivdepot nur
noch Verkäufe und Auszahlpläne getätigt werden. Folglich können sich im
Passivdepot nur Anteile befinden, die
nicht der Abgeltungssteuer unterliegen.
Für das Neugeschäft ab 01.01.2009 kann,
wie gehabt, das Aktivkonto vollumfänglich genutzt werden.
Anlageklasse: Pazifik
Die Zuordnung von Aktientiteln zu
Anlageklassen findet für die Regionen
USA und Europa im Wesentlichen über
Standard- und Nebenwerte statt, dazu
kommt noch Osteuropa als eigene Anlageklasse.
I n e i g e n e r S ac h e
gapur, Taiwan, Korea, Hongkong sowie
Australien, häufig sind den einzelnen
Fonds aber auch die großen Schwellenländer wie China, Indien, Indonesien,
Philippinen und Malaysia beigemischt.
Diese finden sich normalerweise unter
der Kategorisierung „Schwellenländer
Asien“, dann zusammen mit weiteren
Ländern der Region wie Vietnam oder
Thailand. Für eine möglichst umfassende
und sich nicht überschneidende Berücksichtigung dieser Märkte ist ein Blick auf
die Länderverteilung der ausgewählten
Fonds also fast unumgänglich.
Mittlerweile steht uns eine vorbildliche, alle Anforderungen erfüllende
Lösung zur Verfügung. Wir haben
Zugriff auf einen elektronischen
Fragebogen, der nicht nur die Erfahrungen der Kunden, ihre bisherigen
Anlagen und ihre Ziele protokolliert,
sondern auch ihre Risikobereitschaft
in mögliche Wertsteigerungen und
– verluste „übersetzt“ und optisch
ansprechend darstellt. Die tägliche
Praxis zeigt, dass durch diese Visualisierung von Chancen und Risiken
die eigene Risikoneigung wesentlich
besser eingeschätzt werden kann als
durch nackte Zahlen.
3
Die Abgeltungssteuer-Lösung:
der DWS Vermögenssparplan Premium
In diesem Jahr haben Riester-Verträge
zur Altersvorsorge deutlich an Attraktivität gewonnen, wie sich an den gestiegenen Abschlusszahlen erkennen
lässt. Die DWS, mit ihrer RiesterRente
Premium immer wieder Testsieger bei
Riester-Renten, bietet ein ähnlich strukturiertes Produkt auch für Personen an,
die nicht in den Genuss der staatlichen
Förderung kommen oder diese bereits
vollständig ausschöpfen. Der Reiz der
Lösung: bei diesem aktiv und individuell
gemanagten Fonds-Portfolio Sparplan
fällt – anders als voraussichtlich bei herkömmlichen Fonds-Sparplänen – bei
Umschichtungen und Verkäufen keine
Abgeltungssteuer an. Um eine optimale Rendite zu erwirtschaften, wird das
Fondsguthaben beim DWS Vermögensplan Premium börsentäglich überprüft
und gemäß eines finanzmathematischen
Modells, der so genannten dynamischen
Wertsicherungsstrategie (CPPI) unter Berücksichtigung der verbleibenden Ansparphase und des aktuellen Marktumfelds umgeschichtet.
Der DWS Vermögenssparplan Premium
bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten
der Vermögensvorsorge: angefangen
von Kindersparplänen (er kann ab Geburt abgeschlossen werden) über die
normale Altersvorsorge mit langen Laufzeiten bis hin zur Rentenergänzung kurz
vor Ruhestandsbeginn (maximales Eintrittsalter ist 60 Jahre). Insbesondere für
nicht Förderfähige wie Freiberufler, Selbständige, Ärzte
usw. erschließen
sich damit die
weiteren Vorteile:
• Fondssparplan mit der Möglichkeit
hoher Aktienquoten bis zu 100%
• Weiterhin uneingeschränkter Zinseszinseffekt, da in der Ansparphase
keine Besteuerung anfällt.
• Bruttobeitragsgarantie auf die eingezahlten Beiträge
• Zusätzliche Sicherheit durch ab dem
55. Lebensjahr anwählbare Höchststandssicherung
• Nach 12 Jahren Laufzeit und Vollendung des 60. Lebensjahres Versteuerung von nur noch 50% der Erträge
mit dem dann gültigen persönlichen
Steuersatz
Lebenszyklusfonds
Lebenszyklusfonds, auch Zielsparfonds
oder Target-Fonds genannt, sind seit
knapp zwei Jahren vermehrt auf dem
deutschen Markt zu haben. Ursprünglich in den USA als (mittlerweile fester)
Bestandteil betrieblicher Altersvorsorge
entwickelt, gewinnen sie in Zeiten der
Abgeltungssteuer etwas an Attraktivität.
Denn zum einen sind viele dieser Fonds
als Dachfonds aufgelegt, bei denen
Umschichtungen bekanntlich von der
ab Anfang 2009 geltenden Steuer verschont bleiben. Zum anderen sind auch
bei den als Mischfonds aufgelegten Produkten Umschichtungen, die sonst Geld
kosten, unnötig, da sie ja Teil des Investmentprozesses dieser Fonds sind.
Denn das Grundprinzip dieser Fonds
sieht nach der anfänglich fast vollständigen Investition in Aktien ein schrittweises Umschichten in Renten- oder
Geldmarktpapiere vor. So soll in den er04/2008  FondsNews Magazin
sten Jahren möglichst viel Rendite durch
den hohen Aktienanteil erzielt werden.
Die zunehmende Beimischung festverzinslicher Papiere dient der Absicherung
der erzielten Renditen. Alle Fonds werden in mehreren Laufzeiten von
„Fonds für Ihre
den Investmentgesellschaften
angeboten. Damit kann jeder
individuelle
Anleger selbst entscheiden,
Altersvorsorge“
wann ihm das angesparte Vermögen für die große Anschaffung, die
Weltreise oder den Rentenbeginn zur
Verfügung stehen soll.
Genau hier liegt der Knackpunkt dieser
Fonds: Am besten geeignet sind diese
Fonds tatsächlich für die Altersvorsorge,
da der Zeitpunkt des Ruhestandsbeginns
in der Regel bekannt ist – während der
Zeitpunkt eines Hauskaufes oder einer
teuren Reise nicht unbedingt viele Jahre
vorher feststeht.
P r o d u k t w e lt
Marketing-Gag oder seriös?
Vom Philosophen Archimedes ist der
Ausspruch überliefert, dass er mittels eines einfachen Hebels die Welt aus ihren
Angeln heben könne.Kein Wunder, dass
auch die Investmentbranche Hebel nutzen will. Ein 130/30-Fonds funktioniert in
etwa so: 100 Prozent des Portfolios sind
in Aktien investiert. Darüber hinaus kann
der Fondsmanager bis zu 30 Prozent seines Portfolios mit einem Hebel versehen,
wie es in der Finanzsprache heißt. Dieser
Hebel soll zusätzliche Rendite bringen,
indem der Fondsmanager mit Derivaten
- Optionen, Terminkontrakten, Swaps
oder ähnlichen Konstrukten - auf einen
steigenden Kurs einzelner Werte setzt.
Steigen diese Werte, so steigt der Wert
der Derivate überdurchschnittlich - und
damit auch der Wert des Fonds. Das ist
aber nicht alles:
Mit weiteren 30 Prozent des Fondsvolumens kann der Fondsmanager auf fallende Kurse spekulieren. Glaubt er, dass sich
bestimmte Werte unterdurchschnittlich
entwickeln, kann er über Derivate oder
durch Leerverkäufe - man verkauft Aktien, ohne sie zu besitzen - auf sinkende
Kurse wetten. Fallen die Kurse dieser
Aktien, steigt der Wert der Derivate. Das
bedeutet, dass man die leer verkauften
Aktien billiger zurückkaufen kann - das
stabilisiert die Wertentwicklung des
Fonds. Ziel dieser Konstruktion ist mehr
Ertrag bei geringerem Risiko.
Für die Mehrertragsseite sind die gehebelten 30 Prozent des Portfolios zuständig; findet der Fondsmanager die richtigen Werte, wirkt der Hebel wie ein Turbo
auf die Wertentwicklung. Für das geringere Risiko sind die anderen 30 Prozent
zuständig, mit denen der Fondsmanager
auf schwache Aktien setzt: Fallen die
Kurse tatsächlich, stabilisiert diese Komponente die Wertentwicklung. In der Tat
potenzieren 130/30-Fonds die Fähigkeiten oder Unfähigkeiten des Fondsmanagers: Schlechte Fondsmanager werden
mit 130/30-Fonds also schlechter, gute
Fondsmanager werden besser.
Immerhin zeigen erste Erfahrungen dieser noch jungen Produkte, dass 130/30Fonds durchaus einen Mehrertrag von
einem bis zwei Prozent gegenüber
ihrem Index einspielen können - aber
noch ist es zu früh für ein endgültiges
Urteil. Unabhängig davon ist klar: Fonds,
die vorgeben, aktiv gemanagt zu sein,
sich in Wahrheit aber kaum von ihrem
Index entfernen und für diese Nichtleistung Gebühren verlangen, werden es in
Zukunft noch schwerer haben.
4
Multi-Asset-Fonds
vor der Abgeltungssteuer
Im Gegensatz zu normalen Aktienfonds oder Rentenfonds dürfen
Multi-Asset-Fonds nicht nur in eine bestimmte Anlageklasse investieren.
Dem Management eines solchen Fonds
können neben Aktien und Anleihen
auch Immobilien, Rohstoffe oder sogar
Hedgefonds zur Verfügung stehen, in
die es investieren kann. Damit kann es
im Prinzip durch unterschiedliche Gewichtung auf jede Marktlage und Entwicklung reagieren.
Für den Anleger wichtig ist die Tatsache, dass er mit dem Kauf von Anteilen
an einem solchen Fonds im Prinzip eine
strukturierte Vermögensverwaltung erwirbt. Mit einem einzigen Fonds lassen
sich so bereits die Anlageklassen Aktien,
Anleihen, Geldmarkttitel, Rohstoffe bis
hin zu Hedgefonds abdecken. Damit
bieten sich Multi-Asset-Fonds als hervorragende Alternativen im Rahmen der
privaten Altersvorsorge und des Vermögensaufbaus an.
Durch die breite Streuung der zur Verfügung stehenden Anlageklassen spart
sich der Verbraucher die eigenständige
Auswahl verschiedener Anlageformen
und bekommt stattdessen ein einziges
transparentes Produkt, in welches er sein
Geld investieren kann. Der Vorteil gegenüber einem ähnlichen Anlageverhalten außerhalb eines Fonds ist der Steuervorteil: Bei Kursgewinnen, die innerhalb
des Fonds bei Verkäufen anfallen, greift
die Abgeltungssteuer nicht. Der Anleger
kann damit den Fondsmanager quasi als
Vermögensverwalter und Steuersparer
zugleich einsetzen und die Abgeltungssteuer auf lange Zeit überlisten.
Auch für den defensiven Teil eines Investment-Portfolios haben solche MultiAsset-Fonds, z. B. der Argentos Sauren
Stabilitäts-Portfolio, viel Charme. Sie
können beispielsweise die langfristige
Entscheidung, ob besser in Rentenfonds
oder offene Immobilienfonds investiert
werden sollte, von der kurzfristigen Wertentwicklung abhängig machen. Auch in
Zukunft können sie flexibel und schnell
auf Änderungen reagieren, ohne dass
auf erzielte Kursgewinne Abgeltungssteuer anfällt.
Lebensart: ARRAS ROT
Spitzencuvée aus dem Weingut Müller - Dr. Becker
Mit dieser Rotweincuvée haben Sie eine einmalige Gelegenheit, Ihren
Weinkeller zu bereichern. Klaus Becker, bis 2007 Leiter des Weingutes Müller
– Dr. Becker, eines der bekannten und renommiertesten Rotwein- und
Chardonnay Weingüter in Deutschland, kreierte bereits in den frühen 80er
Jahren eine Rotweincuvée, mit der viele nationale und internationale Preise erzielt wurden. Der ARRAS zeigt, auf welch hohem Niveau die Weinmacher Jochen Becker, der heutige Betriebsleiter und Klaus Becker sich
bewegen. Vater Klaus bringt hierbei seine langjährige Erfahrung aus
Südfrankreich genauso mit ein wie Sohn Jochen Finessen aus einem
einjährigen Aufenthalt in Kalifornien. Der ARRAS ist einer von vielen
Spitzenrotweinen dieses Weingutes aus dem südlichen Rheinhessen,
ein Wein, der geschmacklich über typische Rotweine aus Deutschland
hinausgeht. Das Besondere an dieser Cuvée ist sicherlich die Kunst,
Frucht und Schwere in einer einmaligen Weise miteinander verbunden
zu haben. Der Ausbau beginnt bei der sorgfältigen Auswahl der bei der
Premium-Linie durch Handlese geernteten Trauben. Einzigartig und von
Kritikern immer wieder gelobt ist die zarte Barrique Geschmacksnote,
die angenehm in die Frucht und das Volumen dieses bemerkenswerten
Weins eingebunden ist. Bei der ARRAS–Cuvée zeigt sich, was es heißt
Weine im Barrique-Fass auf höchstem Niveau auszubauen.
Informationen auch über das weitere, breit gefächerte Spektrum an Rebsorten und Weinen des Weingutes erhalten Sie auf
www.mueller-dr-becker.de.
04/2008  FondsNews Magazin
wissens-wert
Risikomessung
Die volatilen Märkte der letzten
Monate haben das Risiko von
Aktienfonds sehr deutlich gemacht.
Der Grund, warum Anleger Risiken
akzeptieren ist die Erwartung an
höhere Renditen. Das Gesamtrisiko
eines Portfolios von Investmentfonds
zu verstehen hilft, sich durch aufregende Anlageideen wie Nanotechnologie oder den heißen Tipp eines
Freundes nicht ablenken zu lassen.
Sonst könnten erhebliche Verluste
drohen. Im Folgenden finden Sie
einen kurzen Überblick über die gängigsten Begriffe der Risikomessung:
Volatilität, Standardabweichung,
Alpha, Beta und Sharpe Ratio.
...................................................
Volatilität
(lat. volare – schwanken)
Volatilität ist die Schwankungsbreite,
die ein Fonds aufweist. Dabei bedeutet eine niedrige Volatilität einfach
gesagt ein niedrigeres Risiko als eine
hohe Volatilität. Ein volatiler Fonds
weist stark unterschiedliche Renditen
zu unterschiedlichen Zeiten auf. Die
fehlende Konstanz macht eine Einschätzung der künftigen Entwicklung
fast unmöglich. Die übliche Methode,
Volatilität darzustellen, ist die
Standardabweichung. Diese misst
die Fluktuation der Fondsrenditen
um ihren Mittelwert. Anleger können
diese Zahl verwenden, um zukünftige Renditen abzuschätzen. Das
Sharpe Ratio drückt die historische
Wertentwicklung abzüglich eines
risokolosen Zinses in Bezug auf das
Risiko aus: je höher, desto besser.
...................................................
Beta und Alpha
Beta ist ein Maß für die Veränderung
eines Wertes im Verhältnis zu einer
Veränderung des Gesamtmarktes.
Ein Fonds mit einem Beta von über 1
entwickelt sich in der Hausse besser
als der Markt, in der Baisse schneidet
er schlechter ab. Umgekehrt wird ein
Fonds mit einem Beta unter 1 in steigenden Märkten hinterher hinken,
in Abwärtsphasen jedoch nicht so
stark leiden. Alpha zeigt den Betrag,
um den ein Fonds seine Benchmark
übertroffen hat. So hat ein Anleger
z. B. höhere Erwartungen an einen
Fonds mit hohem Beta, wenn die
Märkte steigen. Sollte der Fonds diese Erwartungen noch übertreffen, ist
sein Alpha positiv, ansonsten negativ.
5
B u c h t i pp
Schiffsbeteiligungen
Steffen Klusmann, (Hrsg.)
Töchter der
Deutschen Wirtschaft
95 Prozent des interkontinentalen Warenverkehrs erfolgen mittlerweile über Schiffe. Kein Wunder, dass der kontinuierliche Bedarf an neuen
Schiffen und die hohen notwendigen Investitionen auch die Nachfrage
nach Schiffsbeteiligungen in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert
haben.
2008, 296 Seiten, €34,90
ISBN: 978-3-89879-407-7
Weiblicher Familiennachwuchs für die Chefetage
Während Frauen früher bei der Unternehmensnachfolge meist übergangen wurden, zeigen
heute viele Frauen, dass sie genauso fähig sind,
ein Unternehmen zu leiten wie ihre männlichen
Kollegen. Ob Veltins, Strenesse oder Hugendubel
– all diese Familienunternehmen haben eines gemeinsam: Sie werden von Frauen geführt, die in
die Fußstapfen der Väter getreten sind. Inzwischen
bestimmen immer mehr Familienunternehmer in
Deutschland ihre Töchter zur Nachfolgerin. Ob als
Geschäftsführerin, im Beirat oder Vorstand – die
Töchter behaupten sich in Spitzenpositionen und
haben Erfolg.
i mp r e s s u m
FondsNews 04/2008 (4. Ausgabe im 2. Jahrgang)
Konzeption, Gestaltung und Produktion:
OpenMinded Gesellschaft für Projektentwicklung und Realisation mbH
Vordergasse 15, 69493 Hirschberg, Internet: www.open-minded.de
Chefredakteur (V.i.S.d.P.): Dr. Wolfgang J. Westerhaus (wjw)
E-Mail: redaktion@fondsnews.de
Vertrieb und Kundenservice:
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Vordergasse 15, 69493 Hirschberg
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überreicht durch:
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Tulpenweg 2, 97633 Sulzfeld
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Mit Einführung der Abgeltungssteuer ändert sich an der Besteuerung geschlossener Schiffsbeteiligungen nichts: sie fallen nicht unter ihre 25 %
Besteuerung. Kapitalanleger und Inhaber von Schiffsbeteiligungen sind
Mitunternehmer einer unternehmerischen Beteiligung und erzielen somit in erster Linie Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb „Schiffsbeteiligung“.
Die Einkünfte aus Schiffsbeteiligungen unterliegen demnach dem persönlichen Einkommenssteuersatz des einzelnen Kommanditisten (Privatanlegers) und bewegen sich zwischen den Grenzsteuersätzen von 15-45
%. Allerdings fällt die Besteuerung für den Kapitalanleger durch das Prinzip der Tonnagebesteuerung äußerst gering aus. Auch die Ausschüttungen unterliegen weiterhin der Tonnageversteuerung.
A l lg e m e i n e s
DWS BasisRente Premium
Mit der ab 1. Oktober erhältlichen BasisRente Premium vervollständigt die DWS ihre Altervorsorgeprodukte. Sie ist mit
dem gleichen innovativen Anlagemodell ausgestattet wie die
RiesterRente Premium und ihr Vermögenssparplan.
Beiträge zu Basisrentenversicherungen und zu den gesetzlichen Rentenversicherungen können bei der Veranlagung zur Einkommensteuer bis zu
einem Höchstbetrag von 20.000 Euro als Altersvorsorgeaufwendungen
abgezogen werden. Von dieser Förderung profitieren nicht nur Selbständige. „Auch für viele Besserverdiener, ältere Sparer und Kunden, die Auszahlungen aus ihren ablaufenden Lebensversicherungen erwarten, lohnt
sich ein Rürupprodukt“, so Frank Breiting, Leiter Private Altersvorsoge bei
der DWS . Neben hohen Aktienquoten und somit höheren Renditechancen weist das Produkt einige Besonderheiten für den Kunden auf.
Hierzu zählen neben der sehr kurzen Mindestvertragsdauer von nur 2
Jahren und dem hohen möglichen Eintrittsalter von 82 Jahren vor allem
die ab dem 55. Lebensjahr anwählbare Höchststandsgarantie und die
Vererbung des Anlagevermögens in der Ansparphase sowie die Möglichkeit des Anbieterwechsels mit Übertragung des angesparten Vermögens
während der in der Regel ja langen Laufzeit eines solchen Vertrages.
04/2008  FondsNews Magazin
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Seele and Geist
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