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Iss was-Material - Gemeindejugendwerk

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ISS WAS!? – DAS ETWAS andere KOCHEVENT Ihr wollt mit eurer Kinder-­‐, Teeny-­‐, Jugend oder Junge-­‐Erwachsenen-­‐Gruppe bei „ISS WAS!?“, dem etwas anderen Kochevent des Gemeindejugendwerks mitmachen? Super! Wir freuen uns! Im Folgenden findet ihr (zusammengestellt von Beate Herbert, Ulrike Maurischat, Dorothea ter Haseborg und Volkmar Hamp): 1. noch einmal alle wichtigen Infos auf einen Blick, 2. einen möglichen Wochenplan für euer Event, 3. Ideen und Materialhinweise für jeden Tag und jedes Thema Hier noch mal alle wichtigen Infos auf einen Blick: ISS WAS!? – WAS IST DAS? • ISS WAS!? – Das etwas andere Kochevent ist eine Aktion von GJW global für Kinder, Teenager, Jugendliche und Junge Erwachsene. • Wir laden euch ein, mit eurer Kinder-­‐, Teenie-­‐, Jugend-­‐ oder Junge Erwachsenen-­‐Gruppe ein „Kochevent“ zu gestalten und dabei das Thema „Ernährung“ als Thema Globalen Lernens zu entdecken. • An einem Tag, einem Wochenende oder im Rahmen eines kompletten Wochenprogramms wird miteinander eingekauft, gekocht und gegessen. Und ganz nebenbei beschäftigt ihr euch mit Fragen gesunder Ernährung und fairen Handels: Woher kommt eigentlich unser Essen? Wie wird es produziert? Was hat unser Einkaufsverhalten mit „Fairem Handel“ zu tun? Und wie kocht und isst man „bio“, „regional“ und „fair“? ISS WAS!? – WER MACHT WAS? • Ihr organisiert in eurer Gemeinde mit euren Kindern, Teenagern, Jugendlichen, Jungen Erwachsenen ein Kochevent. • Wir stellen euch dafür Material zur Verfügung und bieten euch auf unserer FACEBOOK-­‐Seite die Möglichkeit, euch mit anderen Gruppen, die ebenfalls bei dieser Aktion mitmachen, zu vernetzen und auszutauschen. • Wenn ihr eure Aktion im zentralen Aktionszeitraum (Oktober 2013) plant, könnt ihr mit eurer Gruppe über unsere FACEBOOK-­‐Seite an moderierten Chats, Wettbewerben und anderen Aktionen zum Event teilnehmen. ISS WAS!? – WIE GEHT DAS? 1. Infomaterial beim GJW anfordern oder von der GJW-­‐Homepage herunterladen. 2. Mit der eigenen Gruppe oder Gemeinde ein etwas anderes Kochevent planen. 3. Dieses Event per E-­‐Mail oder über die GJW global FACEBOOK-­‐Seite anmelden. 4. Das Event durchführen, miteinander Spaß haben und jede Menge lernen über gesunde Ernährung, fairen Handel und was das mit Gott und unserem Glauben zu tun hat. Hier ein möglicher Wochenplan für euer Event: Die Hauptaktivität des Tages, Nachmittags oder Abends besteht darin, miteinander einzukaufen, zu kochen und zu essen! Dabei denken wir über unsere Kauf-­‐ und Essgewohnheiten nach und überlegen miteinander, wie wir diese umweltverträglicher, nachhaltiger und fairer gestalten können. Jeder Tag bekommt einen anderen Themenschwerpunkt. Wer keine ganze Woche durchführt, setzt eigene Schwerpunkte, kombiniert mehrere Themen miteinander oder arbeitet parallel in Kleingruppen an verschiedenen Themen. Mögliche Themen können sein: Montag Was essen wir eigentlich so? – Erfahrungen mit dem Thema Ernährung Dienstag Bio, regional und fair!? – Bewusster einkaufen Mittwoch Wo kommt das eigentlich her? – Wie Nahrungsmittel produziert werden Donnerstag Alles frisch, oder was!? – Die Lust am Kochen wecken Freitag Eine Handvoll Reis muss vielen reichen! – So steht es um die Welternährung Samstag Miteinander essen, das kann schön sein! – Das Essen feiern / Kochen für Andere Sonntag „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – Ein Gottesdienst Montag: Was essen wir eigentlich so? – Erfahrungen mit dem Thema Ernährung Zum Einstieg in unser etwas anderes Kochevent tragen wir eigene Erfahrungen mit dem Thema Ernährung zusammen und reflektieren diese. Leitfragen hierzu können sein: •
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Was essen wir eigentlich so? Wie ernähren wir uns? Was wissen wir über unser Essen? Was können wir bei der Ernährung falsch bzw. richtig machen? Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Mindmap oder Kartenabfrage zum Thema „Was esse ich so in einer Woche?“ Vergleich der eigenen Essgewohnheiten mit der sog. „Ernährungspyramide“: Eine Ernährungspyramide (teilweise auch Lebensmittelpyramide genannt) ist eine pyramidenförmige Ernährungsempfehlung, in der die relativen Mengenverhältnisse von Lebensmittelgruppen repräsentiert sind, die für eine gesunde Ernährung empfohlen werden. An der Basis der Pyramide sind die mengenmäßig zu bevorzugenden, an der Spitze die in geringerer Menge zu verzehrenden Nahrungsmittel eingetragen, so dass das ungefähre Verhältnis augenfällig dargestellt wird. (Mehr Infos und hilfreiche Grafiken hierzu findet ihr unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrungspyramide). Ein Negativbeispiel – der Film „Super Size Me“: „Super Size Me“ ist ein Dokumentarfilm des US-­‐Regisseurs Morgan Spurlock, der McDonald’s und andere Fast-­‐Food-­‐Ketten kritisiert und deren Produkte als wichtige Ursache für das in den USA weit verbreitete starke Übergewicht darstellt. (Mehr Infos hierzu findet ihr unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Super_Size_Me). Welcher Esstyp bin ich? Im Internet gibt es viele Seiten, auf denen man online seinen „Esstyp“ bestimmen kann (z.B. hier: http://www.apotheken-­‐umschau.de/Ernaehrung/Test-­‐
Welcher-­‐Esstyp-­‐sind-­‐Sie-­‐56172.html). Macht doch gemeinsam einen solchen Test und wertet ihn anschließend miteinander aus. Weitere praktische Ideen zum Thema findet ihr in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐
Materialheft zum Thema Ernährung (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐
global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Dienstag: Bio, regional und fair!? – Bewusster einkaufen Ein zweites Thema unseres etwas anderen Kochevents ist unser Einkaufsverhalten. Leitfragen hierzu können sein: •
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Wie und wo kaufen wir ein? Was bestimmt unser Einkaufsverhalten? Nur der Preis, oder auch die Qualität und ökologische bzw. ethische Standards? Wie würde sich unser Lebensstil ändern (müssen), wenn wir stärker darauf achten würden, bio, regional und fair produzierte Lebensmittel zu verwenden? Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Besuch eines „Eine-­‐Welt“-­‐Ladens, eines regionalen Wochenmarkts oder eines Bioladens bzw. Bio-­‐Supermarkts: Vergleich von Angebot, Qualität und Preisen zum Einkauf in einem herkömmlichen Supermarkt. Supermarktcheck: Besuch verschiedener Discounter und Supermärkte und Vergleich ihres Angebots an Bioprodukten bzw. regional und fair produzierten Lebensmitteln. Film „Taste the Waste“: „Taste the Waste“ ist ein Film von Valentin Thurn, der sich mit dem Thema „Lebensmittelverschwendung und -­‐vernichtung“ beschäftigt: 50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen. Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung. Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-­‐Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-­‐Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen. (Mehr infos unter: http://tastethewaste.com/). Zum selben Thema: https://zugutfuerdietonne.de/, eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und die Seiten der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch: http://www.foodwatch.org/de/startseite/. Zwei Spiele, die den Wert unserer Nahrungsmittel erfahrbar machen: 1. „Tausche Orange gegen ...“: Alle ziehen mit einer Orange los und versuchen, diese gegen andere Lebensmittel einzutauschen? Wer bringt am Ende was mit? Lässt sich daraus eine Mahlzeit zaubern? 2. „Ein Tag mit meinem Ei“: Jeder bekommt am Anfang des Tages ein rohes (Bio-­‐)Ei und hat die Aufgabe, dieses Ei den ganzen Tag über mit sich zu führen, es zu schützen und zu behüten. Wer rettet „sein“ Ei bis zum Abend? Aus den heil gebliebenen Eiern bereiten wir eine schmackhafte Eierspeise zu. Weitere praktische Ideen zum Thema findet ihr in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐
Materialheft zum Thema Ernährung (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐
global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Mittwoch: Wo kommt das eigentlich her? – Wie Nahrungsmittel produziert werden Ein drittes Thema unseres etwas anderen Kochevents ist die Frage danach, wie unsere Nahrungsmittel eigentlich hergestellt werden. Leitfragen hierzu können sein: •
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Wo kommt unser Essen eigentlich her? Was wissen wir über die Bedingungen, unter denen es produziert wird? Welche Macht haben wir als Verbraucher und Verbraucherinnen, auf diese Bedingungen Einfluss zu nehmen? Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Film „We feed the world“: „We feed the world – Essen global“ ist ein österreichischer Dokumentarfilm von Erwin Wagenhöfer, der ein kritisches Licht auf die zunehmende Massenproduktion von Nahrungsmitteln und die Industrialisierung (zum Beispiel in der Massentierhaltung) wirft. (Mehr Infos unter: http://we-­‐feed-­‐the-­‐world.at/ und unter: http://de.wikipedia.org/wiki/We_feed_the_world). Materialheft „Keine Chicken schicken“: Wie Hühnerfleisch aus Europa Kleinbauern in Westafrika ruiniert und eine starke Bürgerbewegung in Kamerun sich erfolgreich wehrt. Dieses Materialheft des Evangelischen Entwicklungsdienstes gibt es hier zum Download: http://www.globaleducation.ch/globaleducation_de/resources/AN_Ln/100909_eed_keine-­‐
chicken-­‐schicken_deu.pdf. Besuch eines Hühnerhofs, eines Schweinemastbetriebs, eines Schlachthofs: Die wenigsten von uns kennen die Zusammenhänge der Nahrungsmittel-­‐ und insbesondere der Fleischproduktion noch aus eigener Erfahrung und Anschauung. Warum nicht einmal einen entsprechenden Betrieb besuchen und sich selbst ein Bild davon machen? Vielleicht verändert das unsere Sicht der Dinge ... Auch die Überfischung der Meere könnte ein Thema sein. Wenn man Fische aus nachhaltiger Fischerei kaufen möchte, muss man auf das MSC-­‐Siegel achten. (Mehr Infos unter: http://www.fischratgeber.wwf.de/). Wer Lebensmittel zu viel hat und sie nicht wegwerfen möchte, findet unter http://foodsharing.de/ eine entsprechende Initiative. Und es gibt inzwischen sogar eine App, die einem sagt, wann das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel, die man im Kühlschrank hat, ablaufen (http://www.app-­‐gelaufen.de/). „We Are What We Do“: „We Are What We Do“ ist eine internationale Bewegung, die durch ein unabhängiges Not-­‐For-­‐Profit-­‐Unternehmen mit Hauptsitz in London, Großbritannien organisiert wird. „We Are What We Do“ will Menschen inspirieren, mit einfachen, alltäglichen Dingen die Welt zu verbessern. Sie ist bestimmt durch die Überzeugung, dass jeder durch kleine Veränderungen in seiner Einstellung und seinem täglichen Leben etwas bewirken kann und so gemeinsam die Welt verändert werden kann (http://wearewhatwedo.de/). Mehre kleine auch auf Deutsch erschienene Bücher transportieren diese Idee, z.B. „Einfach die Welt verändern – kleine Ideen mit großer •
Wirkung“ oder „Einfach die Welt verändern im Job“. Stöbert doch einmal darin und probiert die eine oder andere Idee zum Thema Ernährung aus! Weitere praktische Ideen zum Thema findet ihr in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐
Materialheft zum Thema Ernährung (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐
global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Donnerstag: Alles frisch, oder was!? – Die Lust am Kochen wecken Am vierten Tag unseres etwas anderen Kochevents machen wir das Kochen zum Thema! Vermutlich habt ihr bis hierhin schon die eine oder andere Mahlzeit miteinander gekocht und gegessen. Heute geht es nicht nur darum, ein schmackhaftes und wertvolles Essen zuzubereiten, sondern das Kochen selbst zu feiern und zu zelebrieren. Leitgedanke hierzu: •
Kochen mit hochwertigen Lebensmitteln macht Spaß und lässt uns den Wert unserer Lebensmitteln und einer nachhaltigen Esskultur erleben! Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Kochen wie die Fernsehköche: Heute organisieren wir ein richtiges Kochevent, zum Beispiel nach dem Vorbild einer bekannten Koch-­‐Show aus dem Fernsehen (Küchenschlacht, Topfgeldjäger, Das perfekte Dinner). Ideen hierzu in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐
Materialheft zum Thema Ernährung, auf Seite 11 (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Selbstverständlich gehört zum Kochen das vorherige Einkaufen: Darauf sind wir durch die vorangegangenen Tage gut vorbereitet! Auf das Kochen folgt das Essen: „Slow Food“ statt „Fast Food“ – wir nehmen uns Zeit und denken beim Essen über unsere Esskultur nach: Welche Rituale pflegen wir rund ums Essen? Welche Tischsitten wollen wir kultivieren? Ideen hierzu in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐Materialheft zum Thema Ernährung, auf Seite 9-­‐10 (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Freitag: Eine Handvoll Reis muss vielen reichen! – So steht es um die Welternährung Wir können uns nicht mit dem Thema Ernährung beschäftigen und das Thema Hunger außen vor lassen! Am fünften Tag unseres etwas anderen Kochevents geht es um die Frage, wie es um den Hunger in der Welt bestellt ist – und was wir vielleicht tun können, um hier etwas zu verändern. Leitfragen hierzu: •
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Wie sieht die Ernährungssituation auf unserem Planeten aus? Wie kommt es, dass so viele Menschen auf der Erde hungern müssen, obwohl es eigentlich genügend Nahrung für alle gibt? Was können wir gegen den Hunger in der Welt tun? Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Informationen recherchieren: Kompetente Adressen zum Thema „Hunger“ sind die Welthungerhilfe (http://www.welthungerhilfe.de/hunger.html) und Brot für die Welt (http://www.brot-­‐fuer-­‐die-­‐welt.de/home.html). Auf diesen Internetseiten findet ihr jede Menge Informationen zum Thema – und gute Materialien zum Download auch für Kinder und Jugendliche. Bildet verschiedene Kleingruppen (z.B. zur Situation in Asien, Südamerika und Afrika), recherchiert Informationen und stellt einander die Ergebnisse vor. Film „Hunger“: Der 90-­‐minütige Dokumentarfilm „Hunger“ erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt. In fünf Ländern stellen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Frage, wie Menschen mit dem Hunger leben, und warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik versagt haben. Von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis nach Kenia, wo ganze Landstriche seit Jahren von Lebensmittelhilfe abhängig sind. (Mehr Infos unter: http://www.swr.de/hunger). Hunger in Deutschland: Auch hierzulande haben nicht alle Menschen jeden Tag genug zu Essen. Vielleicht gibt es in eurer Stadt eine „Tafel“, die ihr besuchen könnt? Eine Handvoll Reis muss vielen reichen: Vielleicht legen wir in dieser Woche heute einen Fastentag ein – nicht um abzunehmen, sondern um auch selber wieder einmal das Gefühl des „Hungerns“ zu empfinden. Wie fühlt sich das an, wenn man mal an einem Tag nur „eine Handvoll Reis“ zu sich nimmt? Aktiv werden gegen den Hunger: Gemeinsam überlegen wir uns eine Aktion, mit der wir etwas gegen den Hunger in der Welt tun können. Das kann ein Spendenlauf sein, den wir organisieren, ein Basar oder Trödelmarkt, ein Gottesdienst zum Thema mit Kollekte für eine Hilfsorganisation – oder was immer uns einfällt. Und natürlich denken wir darüber nach, was wir durch Veränderungen in unserem Lebensstil zur Veränderung der globalen Ernährungssituation beitragen können. Weitere praktische Ideen zum Thema findet ihr in „Die Essensausgabe“, dem GJW global-­‐
Materialheft zum Thema Ernährung, z.B. auf Seite 5 (Was isst die Welt?) (hier zum Download: http://www.gjw.de/gjw-­‐global/bildung-­‐und-­‐networking/material-­‐mix/). Samstag: Miteinander essen, das kann schön sein! – Das Essen feiern / Kochen für Andere Am Ende unseres etwas anderen Kochevents steht noch einmal das Miteinander essen im Vordergrund. Und vielleicht das Kochen für Andere. Leitmotiv hierzu ... •
... könnte das Lied „Miteinander essen, das kann schön sein“ von Wolfgang Longardt sein (Jede Menge Töne 42 – in Jede Menge Töne 2 leider nicht mehr enthalten). Praktische Ideen und Materialtipps: •
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Gemeinsam ein Festmahl vorbereiten: Die Erlebnisse und Erfahrungen der miteinander verbrachten Zeit in den vergangenen Tagen fließen nun zum Abschluss der Aktion in die gemeinsame Vorbereitung eines „Festmahls“ ein. Dieses Fest können wir dann am Abend als Gruppe miteinander feiern oder andere Menschen / die Gemeinde dazu einladen. In Sachen Essen ist alles möglich: vom Pizza-­‐ oder Nudel-­‐Buffet bis zum 5-­‐Gänge-­‐Gala-­‐
Dinner! Kleingruppen kümmern sich um den Einkauf und die Essensvorbereitung, um Dekoration und Programm. Wenn Gäste eingeladen werden sollen, muss das Ganze natürlich rechtzeitig angekündigt und dazu eingeladen werden. Vielleicht macht ihr ein „Spenden-­‐Essen“ daraus? Die Teilnahme kostet Eintritt – der Erlös geht in ein soziales Projekt (Brot für die Welt, Welthungerhilfe, Tafel vor Ort). Ihr könnt den Tag auch nutzen, um für den Gottesdienst am Sonntag etwas zu essen vorzubereiten (Muffins, Obstsalat, Rohkost mit Dip, gekochte Eier, Gemüse-­‐Spieße, Käse-­‐
Spieße, Tomaten-­‐Mozarella-­‐Salat, belegte Brötchen o.Ä.). So bezieht ihr die Gemeinde in euer ISS WAS!?-­‐Projekt ein, könnt von den Erlebnissen der Woche berichten und vielleicht die vorbereiteten Speisen zugunsten eines sozialen Projekts (Brot für die Welt, Welthungerhilfe, Tafel vor Ort) verkaufen. Last but not least: Solltet ihr euer etwas anderes Kochevent am Sonntag mit einem Gottesdienst beenden wollen, so wäre im Laufe des Samstags Zeit, auch hierfür etwas vorzubereiten: ein Anspiel, ein Infoblock, Fürbitten, Lieder zum Thema, eine Predigt oder Meditation – oder was immer euch einfällt. Sonntag: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ / Ein Gottesdienst Am Ende unseres etwas anderen Kochevents kann auch ein Gottesdienst zum Thema stehen. Vielleicht bereitet ihr den am Samstag gemeinsam vor (s.o.). Hier einige hoffentlich inspirierende Gedanken dazu: „Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist essen und trinken…“ (Pred 2, 24) Einige biblisch-­‐theologische Anmerkungen zu einem ganz alltäglichen Thema Volkmar Hamp (aus: Jungscharhelfer 3/1997, S. 38-­‐39) Essen und Trinken gehört zu den Grundfunktionen menschlichen (und tierischen) Lebens. Kein Wunder, dass beides – wie alles zutiefst Menschliche – auch in der Bibel eine große Rolle spielt. Schon auf den ersten Seiten der Bibel ist davon die Rede: Gott versorgt den Menschen mit allem, was er zum Leben braucht (1. Mose 1, 29). Von allen Bäumen im Garten darf er essen, nur von dem einen nicht (1. Mose 2, 16-­‐17). Der sog. „Sündenfall“, das Sich-­‐Trennen des Menschen von Gott, wird im Bild der Übertretung dieses „Nahrungsmitteltabus“ beschrieben. (1. Mose 3, 6). Die Folge: Von nun an muss sich der Mensch „im Schweiße seines Angesichts“ sein Brot verdienen (1. Mose 3, 19), und der Zugang zum Baum des Lebens ist ihm verwehrt (1. Mose 3, 22-­‐24). Auch auf den letzten Seiten der Bibel spielen Essen und Trinken wieder eine große Rolle: Das „neue Jerusalem“, die neue Stadt Gottes wird dort beschrieben, der Fluss mit dem “Wasser des Lebens“, an dessen Ufern „Früchte des Lebens“ wachsen, die zwölfmal im Jahr Frucht tragen, jeden Monat aufs neue (Offb 22, 1-­‐2). „Glücklich werden alle sein, die ihre Kleider gewaschen haben. Sie dürfen durch die Tore in die Stadt hineingehen und die Früchte vom Baum des Lebens essen“ (Offb 22, 14). Und „jedem, der es haben möchte, wird Gott das Wasser des Lebens schenken“ (Offb 22, 17). Im Spannungsbogen zwischen diesen Bildern aus „Urzeit“ und „Endzeit“ ist in der Bibel immer wieder vom Essen und Trinken die Rede. Und zwar nicht nur so neben her, sondern durchaus auch in theologisch wichtigen Zusammenhängen. Der Geber aller Speise ist dabei immer Gott (Ps 136, 25). Er versorgt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen. So ist es kein Wunder, dass Geschichten, in denen Gott Menschen mit dem Lebensnotwendigen versorgt, im Alten wie im Neuen Testament eine große Rolle spielen: •
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Hagar und Ismael in der Wüste (1. Mose 21, 9-­‐21) Josef in Ägypten (1. Mose 41, 14-­‐36) Israel in der Wüste (2. Mose 16 und 17) David bei Ahimelech in Nob (1. Sam 21) Elia am Bach Krit und bei der Witwe in Zarpat (1. Kön 17) Elisa hilft einer armen Witwe (2. Kön 4, 1-­‐7), macht mit ein bisschen Brot hundert Leute satt (2. Kön 4 , 42-­‐44) und hilft bei einer schweren Hungersnot (2. Kön 6, 24 -­‐ 7, 20) Fünftausend werden satt (Mt 14, 14-­‐21; Mk 6, 30-­‐44; Lk 9, 10-­‐17; Joh 6, 1-­‐13) Viertausend werden satt (Mt 15, 32-­‐39; Mk 8, 1-­‐10) •
Gott sorgt für seine Leute (Mt 6, 22-­‐34; Lk 12, 22-­‐34) Grund genug auch für uns, Gott immer wieder um unser „täglich Brot“ zu bitten (Mt 6, 11; Lk 11,3). Aber nicht nur das Lebensnotwendige gibt Gott. Er gibt noch viel mehr. Darum ist in der Bibel vom Essen und Trinken auch immer dann die Rede, wenn es um Gemeinschaft und ums Feiern geht: •
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bei Abraham und den drei Fremden in Mamre (1. Mose 18, 1-­‐15) beim Passah, dem Fest zur Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten (2. Mose 13, 1-­‐10) beim Opferfest zur Einweihung des Tempels (1. Kön 8, 62-­‐66) bei der Hochzeit zu Kana (Joh 2, 1-­‐12) … und öfter Für den Gast bedeutet das gemeinsame Essen die Aufnahme in die Haus-­‐ und Familiengemeinschaft. Die Mahlzeiten Jesu mit den Zöllnern und Sündern sind darum auch Zeichenhandlungen, in denen die Zuwendung Gottes zu den Verachteten und Ausgestoßenen zum Ausdruck kommt. Kein Wunder, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten sich darüber ärgern (Mt 9, 11). Aber wenn Jesus mit seinen Freunden isst, dann bedeutet das noch mehr: Das endzeitliche Heil, die endgültige Versöhnung und Gemeinschaft mit Gott wird dadurch zeichenhaft vorweggenommen. Das Gleichnis vom großen Gastmahl (Mt 22, 1-­‐10; Lk 14, 15-­‐24) ist ein Bild dafür. So kann schließlich auch Jesus selbst und das, was er für uns ist, in Bildern aus dem Bereich des Essens und Trinkens beschrieben werden, zum Beispiel in den bekannten „Ich bin“-­‐Worten des Johannesevangeliums: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten“ (Joh 6, 35; vgl. auch 6, 41.48.51). Jesus gibt allen, die danach fragen, „das Wasser des Lebens“ (Joh 4, 10). Er ist der „wahre Weinstock“ (Joh 15, 1; vgl. 15, 5). Zentrales Bild dafür ist das Abendmahl: In Brot und Wein kommt Jesus zu seinen Leuten, finden seine Leute zueinander und zu Gott. Aber auch jede andere Mahlzeit kann zum Zeichen der hereinbrechenden Gottesherrschaft werden, vielleicht gerade die Mahlzeiten, die wir mit den Kindern in unseren Gruppen erleben. Schließlich gehört den Kindern das Reich Gottes (Mt 19, 14; Mk 10, 14; Lk 18, 16). Wer sie aufnimmt, wer mit ihnen feiert und isst, der nimmt Jesus selbst auf (Mt 18, 5; Mk 9, 37, Lk 9, 48). Mahlzeiten mit Kindern sind darum immer „gesegnete“ Mahlzeiten! Literatur: •
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Art. „Essen“ in Fritz Rienecker (Hrsg.), Lexikon zur Bibel, Wuppertal 1960, 377-­‐378. Sigrid & Horst Klaus Berg (Hrsg.) … und alle wurden satt. Vom Brot und anderen Lebens-­‐
Mitteln (Biblische Texte verfremdet 7). Stuttgart / München 1987 Klaus Berger, Manna, Mehl und Sauerteig. Korn und Brot im Alltag der frühen Christen. Stuttgart 1993 Peter Biehl u. a., Symbole geben zu Lernen II: Zum Beispiel Brot, Wasser und Kreuz. Beträge zur Symbol-­‐ und Sakramentendidaktik (Wege des Lernens 9). Neukirchen-­‐Vluyn 1993 Ursula Früchtel, mit der Bibel Symbole entdecken. Göttingen 1991 
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Seele and Geist
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