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Ein Belag, der hält, was er verspricht

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Gebäude & Technik
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Ein Belag, der hält, was er
verspricht
In der Fachklinik für Neurologie Dietenbronn hat man Nägel mit
Köpfen gemacht: Die Einrichtung hat sich bei der Sanierung abgenutzter Bodenflächen für eine innovative, kostengünstige, aber
v.a. auch nachhaltige Neubeschichtung entschieden.
Schritt 1: Boden vorbereiten.
Längst überfällige Sanierungen von abgenutzten, unansehnlich gewordenen Bodenbelägen müssen viele Einrichtungen
des Gesundheitswesens auf die lange
Bank schieben. Als Gründe werden v.a.
Kostendruck und lange Ausfallzeiten der
zu sanierenden Flächen genannt. Diese
Argumente verlieren an Gewicht, wenn
man es – wie die Fachklinik für Neurologie Dietenbronn – wagt, neue Wege zu gehen. Das Haus, das der Sana Kliniken AG
angehört, hat sich im Frühjahr entschieden, ein verlockendes Angebot von HansPeter Balzer anzunehmen: Der Geschäftsführer der IMEX Anwendungstechnik
Bruchköbel GmbH saniert mit seinem
Team jedwede Art elastischer Böden – von
Linoleum und PVC über Kautschuk hin zu
Gumminoppen und Epoxidharz-Industrieböden. Das Besondere daran: Der alte Belag muss nicht ausgetauscht werden; das
Risiko, mit neuem Belag auch zeitaufwändig neuen Estrich verlegen zu müssen,
entfällt.
Ohnehin gehen Kliniken oder Altenpflegeeinrichtungen auch kein Risiko ein,
wenn sie sich für das Spezialbeschichtungssystem von Balzer entscheiden: Er
bietet die Testsanierung von Teilflächen
an, sodass auch das Reinigungspersonal
den Umgang mit dem neuen Belag testen
kann. So auch geschehen in Dietenbronn
(siehe links): Die Klinikleitung war mit
dem Gesamtergebnis der Neubeschichtung derart zufrieden, dass sie Balzer mit
der Sanierung eines ganzes Geschosses
beauftragte.
DaS SyStem
Für die ärztliche und pflegerische Direktion ist v.a. der Aspekt der kurzen Sanierungsphase interessant: An nur einem Tag
kann eine Fläche von circa 350 m2 vorbereitet, gereinigt, entfettet, neutralisiert
und mit einer neuen farbigen Beschichtung versehen werden. „Begehbar ist der
rundum erneuerte Boden nach etwa
12 Stunden Trockenzeit; die Station kann
ihren Betrieb wieder aufnehmen“, versichert Geschäftsführer Balzer. Im Vergleich zu einem Komplettaustausch des
Bodenbelags sparen Einrichtungen so bis
zu drei Tage ein.
Sparen lässt sich auch an den langfristigen Kosten, denn die – zudem umweltschädigenden – Chemikalien für
Grundreinigung und Beschichtungen sind
dank der neuartigen Versiegelung aus
Schritt 2: Beschichtung aufbringen.
CheCKLiSte
Ökonomisch
• langjährige Haltbarkeit
• geringe Ausfallzeiten (Teilsanierung!)
• hohe Kostenersparnis gegenüber Belagaustausch
Ökologisch
• Schutz und Beständigkeit gegen chemische Bindungen bzw. Flüssigkeiten
• Einsparung umweltschädlicher Chemikalien für Reinigung und Beschichtungen
• lösemittelfreie Versiegelungsprodukte
auf Wasserbasis
Nutzerfreundlich
• kein Staub oder Trockenschmutz
• sehr geringe Geruchsbelästigung
• hohe Belastbarkeit (keine Laufstraßen o.Ä.)
• problemloses Ausbessern von Kleinflächen
• rutschhemmend (geprüfte Trittsicherheit)
• hygienisch
• optische Verbesserung auf Jahre
URL: www.imex-anwendung.de
Kontakt: balzer@imex-anwendung.de,
Telefon 06185 / 89 89 55
Schritt 3: Chips aufsprühen.
HCM 3. Jg. Ausgabe 5/2012
Fotos: Cathrin Conradi
Die Vorteile der Sanierungslösung auf einen Blick
Gebäude & Technik
Polyurethan nicht mehr notwendig. Die
innovative Versiegelung lässt den Boden
nicht nur hygienisch erscheinen, sondern
schützt ihn auch gleichzeitig vor scharfen
Chemikalien, Fetten und Salzen.
Für Facility Manager entscheiden
nicht nur die Stilllegungszeiten und Kosten einer Sanierung über eine Auftragsvergabe, sondern auch die Erfüllung verschiedener Richtlinien, v.a. im Rahmen
des Brand- und Unfallschutzes. Auch hier
kann das Produkt „Oberflächenbeschichtungssystem für elastische Beläge“ von
IMEX Anwendungstechnik punkten. Das
Produkt hat folgende Zulassungen erhalten:
• Zulassung nach DIN EN 14041
durch das Deutsche Institut für
Bautechnik,
• geprüfter Brandschutz der Bodenbeschichtung „System IMEX“ nach
DIN EN 13501-1 durch die MPA
Dresden GmbH (Kompetenzzentrum für Brandschutz),
• bauaufsichtliche Zulassung hinsichtlich der Emission nach ISO
16000 durch das eco-Institut gemäß AgBB-Schema,
• DIN-51130-geprüfte Rutschhemmung durch das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
In Dietenbronn ist insbesondere die UVBeständigkeit des Belags wichtig: Das Gebäude ist nämlich vollverglast.
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Die Beschichtung ist in allen Farben der
Systeme RAL und NCS (Natural Color System) erhältlich. Auf Wunsch kann ein dekorativer Mix aus schwarzen und weißen
Chips aufgebracht werden. In Dietenbronn hat man sich für Pastelltürkis (RAL
6033, siehe Bild oben rechts) entschieden: Im Vergleich zu vorher eine deutliche
Aufwertung. Für Einrichtungen der Alten-
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hilfe empfehlen sich Farbleitsysteme und
Intarsienarbeiten zur Erleichterung der
Orientierung. Abgesehen von einer Sanierung mit neuer Beschichtung kann die
Oberfläche verschmutzer oder beschädigter Beläge wieder optisch aufgewertet
werden. Dazu entfernt das Team Schmutzsowie Reinigungsmittelrückstände und
versiegelt den Boden mit der dauerhaft
robusten Schicht aus PU. Der Boden erscheint wie neu verlegt. „Deshalb bietet
sich die transparente Versiegelung auch
für neue Beläge an, deren hochwertige
Optik in stark frequentierten Bereichen
auf viele Jahre hinweg konserviert werden
Catrhin Conradi
soll“, rät Balzer.
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3/ Welche Befürchtungen hatten Sie im Vorfeld?
Siegfried Bretzel, haustechniker an der
Fachklinik für Neurologie Dietenbronn
gmbh, Kontakt: haustechnik@fachklinikdietenbronn.de.
1/ erläutern Sie uns bitte kurz die ausgangssituation.
Bei der Abnutzung des Bodens handelt es sich in erster Linie
um Abnutzungsspuren, die sich in den vergangenen 20 Jahren
ergeben haben. In unserem Hause läuft allerdings schon seit
einiger Zeit das Projekt „unsere Klinik soll schöner werden“.
Teil dieses Projekts ist auch die Sanierung der Bodenbeläge.
2/ Welche Sanierungsalternativen standen zur auswahl und
warum haben Sie sich gegen sie entschieden?
Als Alternative waren die herkömmlichen Methoden angedacht, sprich die Erneuerung der bestehenden Bodenbeläge.
Dies ist aber mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden,
denn bei dieser Methode muss der alte Bodenbelag entfernt
und die neu zu belegende Fläche gespachtelt werden, ehe der
neue Bodenbelag aufgebracht werden kann.
HCM 3. Jg. Ausgabe 5/2012
Und traten sie ein?
Wir hatten die Befürchtung, dass die Verbindung von der Beschichtung zu den bestehenden Belägen ggf. nicht dauerhaft
Bestand haben könnte. Oder auch, dass die Unterhaltsreinigung mit verschiedenen Problemen behaftet sein wird. Bis
jetzt sind beide Punkte nicht eingetreten, aber wir haben uns
natürlich auch vor der Einbringung der Beschichtung bei verschiedenen Referenzobjekten informiert.
4/ Der Boden im dritten obergeschoss liegt nun seit gut zwei
monaten. Was sind ihre und die erfahrungen der mitarbeiter.
Zufrieden?
Seit der Bodenverlegung haben sich keine negativen Entwicklungen herausgestellt. Dies ist aber in dem Zeitraum auch
noch schwer zu beurteilen. Wir können also bis zum jetzigen
Zeitpunkt zufrieden sein.
5/ Wem und warum würden Sie das Konzept weiterempfehlen?
Allen, denen bei der Abwicklung einer Bodenmaßnahme ein
kurzes Zeitfenster zur Verfügung steht. Also z.B. Krankenhäusern oder Schulen. Zu empfehlen ist diese Art der Sanierung,
weil die Abwicklung der Maßnahme von Anfang bis zum
Schluss gut durchorganisiert war und ein nicht unwesentliches Einsparpotenzial vorhanden ist.
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Seele and Geist
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