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Hörprobleme: Was tun?

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Hörprobleme:
Was tun?
Autorin: Martina Stein-Lesniak
tem-Versorgung vor, wenn die Grenze, ab
der Hörsysteme verordnet werden sollten,
noch gar nicht erreicht ist. Denn ausschlaggebend ist das subjektive Empfinden des
Betroffenen. Wer schlecht hört, kann nicht
zu früh versorgt werden. Vom HörgeräteAkustiker fachgerecht angepasste Hörsysteme schaden den Ohren nicht.“
Meist sind beide Ohren betroffen. Selbstverständlich sollten dann auch beide Ohren
mit Hörsystemen versorgt werden. Für das
Richtungshören und die räumliche Orientierung ist das unerlässlich. Zudem besteht
die Gefahr, dass die Hörleistung des nicht
versorgten Ohres weiter abnimmt. Daher
verordnen HNO-Ärzte bei beidseitiger Hörminderung immer auch zwei Hörsysteme
– von Anfang an.
Zeigt sich beim Hörtest eine Hörminderung, sollte man etwas unternehmen.
Quelle: Fördergemeinschaft Gutes Hören
Braucht jeder, der die Türklingel überhört,
gleich Hörgeräte? Oder soll man bei Hörproblemen erst mal abwarten, ob es von
selbst wieder besser wird? Schadet es den
Ohren, wenn Hörgeräte, man nennt sie inzwischen auch Hörsysteme, zu früh genutzt werden? Reicht ein Gerät für den Anfang, oder soll man gleich zwei nehmen?
Solche Fragen stellen sich viele Menschen
– denn rund 15 Millionen Bundesbürger
haben eine Hörminderung.
Wer das Gefühl hat, schlecht zu hören,
sollte in jedem Fall zunächst einen Hörtest machen – beim Hals-Nasen-Ohrenarzt
oder kostenlos beim Hörgeräte-Akustiker.
Liegt eine Hörminderung vor, sollte man
den HNO-Arzt aufsuchen, um die Ursachen zu klären. Wenn der Schall nicht
richtig bis zum Innenohr gelangt, weil zum
Beispiel der Gehörgang verstopft oder das
Mittelohr erkrankt ist, dann ist das meist
ein vorübergehender Zustand, der sich mit
ärztlicher Hilfe bessern kann. Wenn man
plötzlich auf einem oder auch beiden Oh-
24
Gesundheitsreport Oberbayern
ren kaum noch etwas hören kann, könnte es sich um einen Hörsturz handeln. In
diesem Fall sollte man innerhalb von 24
Stunden zum HNO-Arzt gehen.
Viele Hörminderungen entstehen schleichend. Die Ursache liegt meist im Innenohr, das beispielsweise durch Lärm
oder Infektionskrankheiten wie Hirnhautentzündungen, Mumps, Masern, Röteln, Diphtherie oder Scharlach geschädigt
ist. Solche Schäden sind unheilbar. Aber
fast immer kann man das Hören und Verstehen deutlich verbessern, wenn man
Hörsysteme nutzt. Für die optimale Anpassung sind Hörgeräte-Akustiker zuständig, die die kleinen High-Tech-Geräte so
programmieren, dass sie die individuelle
Hörminderung weitgehend ausgleichen.
„Bei der Versorgung mit Hörsystemen gilt:
je früher, desto besser“, so Professor Dr.
med. Dr. h.c. Roland Laszig, Direktor der
Universitäts-HNO-Klinik Freiburg. „Bei Patienten, die unter ihrer Hörminderung leiden, schlage ich sogar dann eine Hörsys-
• Weitere, individuelle Fragen beantwortet das kostenlose Beratungstelefon, das
das Deutsche Grüne Kreuz gemeinsam
mit der Fördergemeinschaft Gutes Hören und dem Deutschen Berufsverband
der HNO-Ärzte anbietet. Jeden Mittwoch
von 14 bis 16 Uhr stehen Experten für
die individuelle Beratung am Telefon
bereit: Hörakustiker (0800 - 0112 112)
und HNO-Ärzte (0800 - 0112 113). Die
Anrufe sind gebührenfrei.
Martina Stein-Lesniak, DGK
Service:
Für Rückfragen zum Beitrag steht
Ihnen Martina Stein-Lesniak zur
Verfügung:
Telefon 0 64 21 / 2 93 - 163.
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Gesundheitswesen
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