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diesen Weg neu zu gehen und alles, was nicht zu - herzmariens.de

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diesen Weg neu zu gehen und alles, was nicht zu Gottes Plan mit
meiner Seele passt, in Deinem Sinne zu ändern, damit jeder Meter
des Weges fruchtbar wird. Geruhe, jede sündige Stelle mit den
Blumen Deiner Heiligkeit und Deiner ewigen Verdienste zu bestreuen. Geruhe, meinen ganzen Lebensweg zu befruchten mit dem Humus der Leiden, der Krankheiten, der Bürden, der Ermüdung, des
Kummers und der seelischen Verletzungen aller Tage meines Lebens. Sollten meine Leiden nicht ausreichen, um meinen Weg völlig
zu reinigen und zu befruchten, so bitte ich Dich, mir aufgrund meiner tiefsten Reue und meiner Versuche zu einer aufrichtigen Vergebung an meine Schuldner die Barmherzigkeit Gottes zu erwirken,
wodurch Sein Göttliches Blut meine Armseligkeit ergänzen wird,
weil ich Dir als meiner Herrin meinen Lebensweg verschenkt habe.”
Bald werden Sie eine neue Ruhe, einen neuen Frieden finden. Liebe —
Weihe — Reue — Vergebung — Hoffnung: die Schlüssel des Tores zu
einer neuen Lebensempfindung.
Gebet für die Seelen im Fegefeuer ist ein wunderbarer Akt der Nächstenliebe. Es sind die Gebete der Seelen auf Erden, welche die Wunder
vollbringen sollen. Die Gebete der Seelen auf Erden sind in Gottes Augen die wichtigsten, weil sie auf der Grundlage einer Seele dargebracht
werden, die noch voll am Körper leiden kann. Aus diesem Grunde haben
unsere Gebete einen erlösenden Wert.
Leider sind Gebete für die Seelen in der Hölle ohne Nutzen. Das heißt:
Ihnen kommt für ein solches Gebet der Lohn eines Aktes der Nächstenliebe zu, aber für diese Seelen nützt es nichts mehr. Der Grund ist dieser: Der Seinszustand der Hölle ist unumkehrbar. Die Seele in der Hölle
hat sich während ihres irdischen Lebens völlig von der Liebe Gottes losgerissen und hat sich selbst in spiritueller Hinsicht getötet. Die “tote”
Seele ist nicht mehr aufnahmefähig. Die Liebe, die ja die wahre Lebenskraft, die Essenz des Göttlichen Lebens ist, lebt in dieser Seele total
nicht mehr, so dass zwischen ihr und dem Gott allen Lebens eine unüberbrückbare Kluft besteht. Der große Unterschied zu der Seele im Fegefeuer ist dieser: Die Letztgenannte beschleunigt ihre Erlösung im Maße, wie ihre Liebe zu Gott und Seinen Werken spürbarer brennt. Ja, die
LIEBE erlöst, die LEIDEN erlösen und der GEHORSAM erlöst, aber sie
müssen kombiniert werden. Leiden ohne Liebe und ohne Gehorsam (wie
in der Hölle) ist unwirksam. Die Seele in der Hölle leidet schrecklich, aber sie verflucht Gott und alle Seine Werke und sie geht mit Satan den
Bund ein, dass sie sämtliche Werke Gottes für ewig unterminieren wird
und dass Gott und Seine Brücke zu den Seelen (Maria) für ewig ihre
großen Feinde sind.
Die Höllenwirkung kann also nie rückgängig gemacht werden. Der größte Trost, der uns da vorliegt, ist zu wissen, dass Maria als die Fürspre42
cherin durch die Jahrhunderte bereits Millionen von Seelen vor der ewigen Verdammung gerettet hat, so dass sie nach ihrem irdischen Tod
nicht in die Hölle, sondern (in vielen Fällen allerdings Jahrhunderte lang,
aber immerhin!) in das Fegefeuer wandern durften. Dieses kleine Detail
schon vermittelt uns einen winzigen Eindruck der unvorstellbaren Macht
Mariens. Ein weiterer Lichtpunkt vermittelt uns diese Kenntnis noch deswegen, dass manche Seelen, von denen wir fürchten, sie können kaum
der Hölle entgangen sein, vielleicht durch die goldene Fürsprache Mariens “nur” im Fegefeuer sind.
Bezüglich Ihrer Frage, ob man mich konsultieren kann, soll ich Folgendes sagen. Maria hat mich vor zwölf Jahren in Ihren Dienst berufen.
Während der ersten Jahre hat Sie mich in der Mystik “ausgebildet”, damit
ich die vielen Wirkungen der mystischen Vereinigung mit dem Herzen
Mariens einigermaßen mit einem irdischen Leben in Übereinstimmung
bringen kann. Nach einigen Jahren begann ein Leben des Apostolates
der Verkündigung, aber Maria hat von Anfang an betont, dass Sie nicht
will, dass ihr “Prophet” in die Welt gezogen wird. Deshalb kennen nur die
wenigsten Seelen meine Adresse und Kontaktmöglichkeiten. So hat Maria Selber es gewollt. Allerdings bitte ich Maria heute noch, Sie möge es
mir erlauben, zu Ihnen “eine Brücke zu schaffen”, weil ich Ihre seelische
Bedrängnis fühlen kann (eine der ersten Gaben, die mir Maria je schenkte, war diese, “in die Seelen zu schauen”; das hat Vorteile, hat aber auch
eine große Schattenseite, aber ich akzeptiere diese als eine Liebesgabe
an meinen Gott und an meine himmlische Herrin). Es hat eine Zeit gegeben, wo mir Maria erlaubte, diese Gabe mit einer anderen Gabe zu verbinden: dieser, Seelen in einer solchen Weise an Maria zu weihen, dass
diese sich vielmals völlig befreit fühlten. Seelische (und körperliche) Heilungen kamen damals oft vor. Wegen einiger Missbräuche erlaubt mir
Maria diese Vorgehensweise nur noch in Ausnahmefällen. Ich werde Sie
aber um einen Weg bitten. Ich hoffe, Sie verstehen, dass ich ALLE meine Handlungen ausschließlich auf Einladung, auf Befehl oder auf Erlaubnis Mariens vornehme, da Sie von Anfang an betonte, mein Gehorsam IHR gegenüber würde ausschlaggebend sein für die Fruchtbarkeit
des Apostolates. Ich führe somit ein Leben des striktesten Gehorsams
Maria gegenüber und darf (und will) nichts ohne die ausdrückliche Zustimmung der Herrin aller Seelen unternehmen.
Alles Leiden, dass dies schon mit sich bringt, können Sie Maria weihen
als “Geld zum Freikauf”, damit Sie sich bald frei fühlen. Und vergeben
Sie, wie schwer es auch sein mag. Vergebung ist eine Heldentat der
Liebe.
Ich verspreche Ihnen, dass ich meine himmlische Herrin inständig darum
bitte, Sie möge das Tor des neuen Tempels rasch öffnen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen, Ihre Myriam
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14. Über die Bedeutung des Kontaktes zwischen Seelen — über die
Versöhnung
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
in erster Linie möchte ich vorwegnehmen, dass jede Antwort, die ich
Seelen bezüglich ihrer Fragen, Bitten oder Bemerkungen gebe, mir von
der Allerheiligsten Jungfrau, meiner Himmlischen Herrin, eingegeben
wird, bzw. mir erlaubt wird, den betreffenden Seelen zu übermitteln. Ich
halte nichts von persönlichen Meinungen, da Sich Maria vor 12 Jahren
auf mystischem Wege mit meinem Herzen vereinigt hat und Sie diese
Vereinigung nach einer “Probezeit” (so nenne ich das manchmal) im
Frühling des Jahres 2005 mit der formellen mystischen Hochzeit mit
meiner Seele besiegelt hat. Dies schreibe ich in aller Bescheidenheit nur
deswegen, weil Sie zuversichtlich sein können, dass in diesen Worten
Maria Selbst zu Ihnen sprechen wird. Maria liebt Sie so, wie es keine
Menschenseele je tun könnte.
Liebe Schwester, zunächst mit Bezug auf den Priester. Der Begriff “Dualseele” ist etwas doppeldeutig. Wie mir Maria lehrt, wird der Kontakt
bzw. die Beziehung zu einer Seele ganz von der Göttlichen Vorsehung
gelenkt. Das heißt im Klartext, dass eine Seele einer anderen Seele aus
ganz bestimmten Gründen begegnet, weil Gott mit dieser Begegnung
etwas Konkretes vorhat. Gott kennt jede Seele durch und durch. Er weiß,
welche Talente sie hat, welche schwächeren Punkte sie hat, was sie
braucht, um sich zu vervollkommnen usw. Das Ziel des Lebens ist die
Rückkehr zu Gott im Stand der Gnade. Der Stand der Gnade lässt sich
in dem Maße aufrechterhalten, wie es die Seele vermag, aus ihren Talenten und Schwächen das Beste zu machen, für sich, für die Mitgeschöpfe und für Gottes Plan. Die Tatsache, dass dieser Priester auf ihren Lebensweg gekommen ist, bedeutet zunächst, dass Ihre Seele und
die Seele des Priesters sich gegenseitig manches zu lehren haben oder
aber, dass Ihre beiden Seelen einander brauchen, um gewisse Elemente
Ihrer beider Lebensaufträge besser erfüllen zu können. Bei einer “zufälligen” Begegnung (Zufall gibt es eigentlich gar nicht; denn alles ist Vorsehung) bedeutet dies manchmal etwas Geringes — das allerdings große
Folgen haben kann — wie z.B. eine kleine Übung in der Entwicklung einer bestimmten Tugend. So kann man jemandem begegnen, der einem
so stark nervt, dass es einer Selbstüberwindung bedarf, um geduldig und
liebevoll zu bleiben... Wenn die Begegnung sich wiederholt und sogar zu
einer gewissen Zuneigung wächst, soll man darauf gefasst sein, dass
Gott eine etwas intensivere Belehrung damit beabsichtigt. Vieles im Seelenleben spielt sich lange Zeit (manchmal auch ausschließlich) im Verborgenen ab. Trotzdem hat jede Einzelheit eines Kontaktes etwas zu
bedeuten; denn Gott tut keine sinnlosen Dinge: Er versucht, die Seelen
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sehen es jetzt noch nicht, weil es Ihnen so schwer ums Herz ist, aber im
Verborgenen tapeziert bereits die Herrin aller Seelen Ihren Tempel mit
der Tapete der Hoffnung und Ermutigung, der Zuversicht und des wahren, unerschütterlichen Glaubens. Der Tempel wird auch mit neuen
Fenstern versehen: Fenster, durch die das Sonnenlicht künftighin in den
unterschiedlichsten Farben herein treten wird, so dass Sie alles total anders werden betrachten können. Auch das Kellergeschoss (die Vergangenheit) des Tempels wird umgestaltet: Im Erdgeschoss (Gegenwart)
werden aus ihm nicht länger unangenehme Gerüche hochkommen, weil
die Reinigung des Kellers (der Vergangenheit) so gründlich vorgenommen wird, dass Ihnen die Schwierigkeiten und die bedrückenden Erinnerungen nicht einmal mehr so wichtig erscheinen werden. DAS ALLES ist
das Wunder Mariens als der Herrin der Seele. Während der Reinigung
fühlt sich die Seele betrübt und nur halb lebendig. Eines Tages aber
scheint ein neues Licht ins Herz und kann der Frühling beginnen.
Diese Worte gleich zu Ihrer Ermutigung. Es sind mir diese Bilder von
meiner Himmlischen Herrin geschenkt worden, für Sie, damit Sie die
nachfolgenden Zeilen mit einem Herzen voller Freude in sich aufnehmen
können. Da Maria mir laufend Ihre Bilder aus der Welt des ewigen Frühlings ins Herz fließen lässt, sind auch diese nachfolgenden Zeilen Marias
Antwort auf Ihre Fragen.
Ja, ALLES kann wieder gutgemacht werden. Gottes Zeit ist nicht die
unsrige. Die Zeit im Göttlichen Leben ist (paradox ausgedrückt) ein “zeitloses Kontinuum”. Wäre dies nicht so, so hätte Jesus nie für ALLE Seelen die Erlösung erwirken können, da Er zu einem gegebenen Zeitpunkt
Seine erlösenden Leiden vollbrachte für die Seelen von ALLEN Jahrhunderten. Eine der wunderbarsten Botschaften, die uns die Herrin aller
Seelen im Rahmen der “Wissenschaft des Göttlichen Lebens” bringt, ist
diese, dass es für die Seele möglich ist, ihr ganzes Leben von den Wirkungen des Bösen zu befreien, vorausgesetzt, sie stellt ihr Leben völlig
unter Marias Macht. Dazu lehrt Sie uns die totale Weihe des ganzen Lebens, wobei Sie die Seele einlädt, ihren ganzen Lebensweg an Maria zu
schenken. Die konkreten Schritte sind diese:
1. Sie ziehen sich in die tiefste Kammer Ihres Herzens zurück, machen
es richtig still in sich und orientieren ALLE Ihre inneren Gesinnungen an
Maria.
2. Sie sprechen tief in sich die Worte:
“Maria, meine Himmlische Mutter, ich akzeptiere Dich voll und ganz
als die Herrin meines ganzen Wesens. Ich lege Dir mein Herz, meinen Geist, meinen Körper, meinen Willen und meine Seele zu Füßen. Herrsche in mir, reinige mich vollkommen und beherrsche alle
meine Erinnerungen. Ich lege Dir nun meinen ganzen Lebensweg
unter die Füße, ab meiner Geburt bis zur heutigen Minute. Geruhe,
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tigende Wärme und die Kraft des Heiligen Geistes, damit Sie mit der Erfüllung dieser Aufgabe bei der Blüte des Ewigen Frühlings mitwirken
können, den uns Maria verspricht, wenn wir dazu bereit sind, Ihr ohne
weiteres zu folgen.
Im Namen Jesu Christi und im bedingungslosen Dienst an Maria,
Ihre Myriam
13. Über den Sonnenaufgang eines neuen Frühlings in der Seele —
über Fegfeuer und Hölle — über Myriam
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
wenn die Sonne morgens aufgeht, sagen wir: “Es wird wohl ein schöner
Tag”. Wir stellen das mit den Augen fest, die diese Wahrnehmung mit
unserer Erinnerung verbindet, und aufgrund dieses Prozesses einfach
spürt, dass der Tag tatsächlich verheißungsvoll ist. Was die Seele leider
nicht sieht, ist die Arbeit, die Maria als Herrin aller Seelen in ihr vollzieht,
Tag für Tag. Sie persönlich gehen zurzeit eine schwere Strecke auf Ihrem Lebensweg. Das Leben und die Erinnerungen “drücken Sie”. Sie
schleppen eine Bürde mit sich herum, die ziemlich alte Wurzeln hat. Ich
bringe Ihnen aber die frohe Botschaft, dass Ihre heutigen Gefühle gerade dadurch so betont hochkommen und Ihnen das Herz quälen, dass
Ihre Seele den Sonnenaufgang eines neuen Frühlings in sich hat verkünden hören. Die Seele, die Maria als die Verwirklichung der wahren
Hoffnung, als den Regenbogen nach dem Sturm, als die Vertröstung auf
dem Weg zur Vollendung kennen gelernt hat, wird empfindlicher, weil in
ihr Kammer für Kammer aufgeschlossen wird. Mit jeder neu aufgeschlossenen Kammer erhält die Seele mehr Licht in sich. Sie fängt
gleichsam damit an, sich selbst neu (oder “richtig”) zu entdecken. Die
Vergangenheit wird buchstäblich in einem neuen Licht gesehen, und
auch die Gegenwart sieht allmählich anders aus. Der Schein wird erkannt, die wirklich wichtigen Dinge ebenso.
Sobald Sie Maria als Herrin Ihrer Seele akzeptieren (das ist wichtig,
sonst kann Sie nichts machen!), erhebt Sie Sich in der Seele von Ihrem
Thron und verkündet Sie sozusagen das neue Gesetz: das Gesetz des
Göttlichen Lebens. Alles, was in Ihrer Seele das Aufblühen des neuen
Frühlings von Gottes Reich irgendwie im Wege steht, wird Stein für Stein
abgerissen, und gleich wird mit dem Bau eines neuen Seelentempels
angefangen. Während dieser Bauarbeiten fühlen Sie sich elend (spüren
Sie nur tief in Ihr eigenes Herz hinein), weil Sie noch nicht ahnen, dass
Sie sich gerade so fühlen, WEIL die Herrin der Seele Ihnen einen neuen
Tempel baut und Sie zurzeit nur Steinschlag, Löcher und Ruinen in sich
finden. Eines Tages aber, sind die neuen Mauern, das Dach usw. fertig.
Da kommt die Stunde, in der Sie sich “anders” zu fühlen beginnen. Sie
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dermaßen zu lenken, dass sie aus allem das Beste für ihre Entwicklung
zum Göttlichen Leben hin machen.
Ich möchte betonen, dass Sie sich wegen der Zuneigung keine Sorgen
zu machen brauchen. Seelen, die Sie davon abzuhalten versuchen, lassen sich von weltlichen Gedanken führen. Solange Sie beide eine “Beziehung“ führen, die ausschließlich auf reiner, nicht-weltlicher Liebe basiert, ist durchaus nichts Übles dabei. Vieles, was menschliche Beziehungen betrifft, ist Göttliches Mysterium. … Ich möchte Ihnen vorschlagen, dass Sie alle Ihre Erfahrungen und Empfindungen diesbezüglich an
Maria weihen, mit der inständigen Bitte, Sie möge über Sie und über den
Priester wachen, damit die “Beziehung” sehr fruchtbar für Ihre Seelen
sein kann, so ähnlich wie die Beziehung zwischen der Allerheiligsten
Jungfrau und dem Jünger Johannes vollkommen rein und fruchtbar war:
eine Strömung Göttlichen Lichtes in beide Richtungen. Bitten Sie Maria,
Sie möge während jedes Kontaktes Ihre Herzen durch den Herzschlag
der Königin des Himmels Selbst regieren. Weihen Sie sich mit allen Ihren Gefühlen an Maria und laden Sie die Heilige Jungfrau dazu ein, Sich
an jedem Kontakt aktiv zu beteiligen. Das Ergebnis wird eine sehr ungezwungene, Freude bringende Beziehung sein. Von “Einstellen” dieses
Kontaktes könnte “von oben” nur die Rede sein, wenn hier etwas Unreines vorginge. … Die Überwindung der Angriffe des Bösen bringt der
Seele Verdienste ein, die ihr zum Rohstoff weiteren Wachstums dienen.
Was die Beziehung zu Ihrem Ehemann betrifft, bitte ich Sie, Sie mögen
es als die Hauptaufgabe Ihres Lebens betrachten, eine Heldin der Versöhnungsbereitschaft zu sein. Beten Sie mit mir zusammen dafür, dass
es dem Bösen nicht gelingt, Sie gegen Ihren Mann anzustacheln, ebenso wenig wie umgekehrt. Halten Sie sich fest vor Augen: Wenn es Ihnen
gelingt, mit Ausdauer zu vergeben und liebevoll zu sein, wird Ihnen Gott
eine unschlagbare Waffe für die Bekehrung Ihres Mannes in die Hand
geben. Gott hat Sie und Ihren Mann zusammengeführt, weil Sie die geeignete Person sind, um ihm das Licht in die Seele hinein zu lenken. Eheleute werden zusammen gebracht, weil sie sich gegenseitig ergänzen
sollen. Deswegen dürfen sie einander nie im Stich lassen. Voraussetzung ist, dass Sie selbst das Licht mit kräftigen Zügen trinken, damit Sie
es im Überfluss besitzen und weiterleiten können. Diese Aufgabe ist besonders schwer, aber nicht unmöglich für eine Seele, die alles MIT MARIA TUT. Bitten Sie Maria, Sie möge Ihren Lebensweg mit Ihnen gehen
und sogar Ihre Vergangenheit in Sachen der Beziehung zu Ihrem Ehemann völlig reinigen. Die Reinigung der Vergangenheit schafft in der
Seele ein stärkeres Fundament, auf dem neu gebaut werden kann. Sollte es Ihnen gelingen, beim nächsten Male, wo Sie Ihrem Mann begegnen, ihn so zu behandeln, als ob es sich um die erste Begegnung überhaupt handelt, so wären Sie so ungehemmt, dass er irgendwie in Ihnen
ein Licht spüren würde, das in ihm etwas in Gang setzt. Gottes Licht (das
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Licht der bedingungslosen Liebe und Vergebung ist Göttlich!) besiegt
jegliche Finsternis. Er wird sich unbewusst dagegen zu wehren versuchen, weil er damit nicht richtig umzugehen weiß, aber im Inneren wird
sich etwas tun. Es gilt deswegen, dass Sie heute möglichst viel zu Maria
beten, damit:
- Sie Ihnen Kraft und Ströme der reinsten Liebe vermittelt;
- Sie Ihren Mann im Herzen auf den nächsten Kontakt vorbereitet (bitten
Sie diesbezüglich auch ruhig um die Gegenwart des Heiligen Erzengels
Gabriel, der für die Beziehungen zwischen Menschenseelen und zwischen den Seelen und Gott, zuständig ist);
- Sie (Maria) beim Kontakt spürbar zugegen sein mag.
Ich habe vollstes Vertrauen zu Maria, der Herrin unserer Seelen. Haben
Sie Zuversicht. Diejenigen, die zu Maria halten, haben immer Recht.
Ich bete gerne für Sie. Verlieren Sie nie den Mut; denn jeder Tag kann
die Wiedergeburt eines neuen Lebens werden, zunächst im eigenen
Herzen, anschließend in der Lebenswelt. Diese Wiedergeburt ist aber
nur denjenigen vorbehalten, die fest an Gott und an Maria glauben, die ja
nur LIEBE über die Seelen ausschütten wollen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
15. Über die Vergebung – über Schwierigkeiten in der Ehe – über
den Wert des Lobes – über den Tod eines Menschen
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
lassen Sie sich nie dazu verführen zu denken, dass Sie am Verhalten
bzw. an der Gesinnung Ihrer Frau Schuld haben. Diese Befürchtung entspringt aus einer Versuchung. Sie sollten sich deswegen nicht von ihr
führen (lies: irreführen) lassen. Wie sich ein Mensch einem Mitmenschen
gegenüber benimmt, hängt von vielen Faktoren ab: von den Umständen,
von den Erwartungen und den Absichten der Person, von der das Benehmen ausgeht, von der inneren Verfassung dieser Person, aber auch
— und es ist besonders wichtig, dass Sie dies beachten — von der Göttlichen Vorsehung! In vielen Fällen ist das Verhalten einer Seele schwer
verständlich, weil die Seele, sei es unbewusst, sei es irgendwie von ihr
selbst eigentlich unbeabsichtigt, zu bestimmten Verhaltensmustern getrieben wird, weil sie durch dieses Verhalten zu einem gewissen Verständnis kommen soll (das heißt: weil Gott versucht, die Seele etwas
einsehen zu lassen) oder aber weil die Seele durch dieses Verhalten den
Mitmenschen in eine bestimmte Richtung lenken soll.
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Reich auf Erden bezwecken. Ist es nicht wunderbar? Gott hat es so verfügt, dass Sein Sohn auf Erden aus Maria geboren werden sollte. Damit
die Nachfolge Christi und dadurch die Erlösung der einzelnen Seele vollkommen wird, soll nun jede Seele sich aus Maria (neu) geboren werden
lassen, die ja die Brücke zwischen Gott und den Seelen ist, und damit
die Brücke zwischen Gott und den Seelen vollendet wird, soll nun auch
das Reich Gottes auf Erden aus Maria geboren werden, die mit allem,
was Sie gebiert, mithin das Kreuz als Lebensbaum zur Welt bringt, immer wieder.
So versieht Gott alles Neue mit Seiner Unterschrift; denn Er hat Maria
als Herrin aller Seelen die Vollmacht erteilt, die Werke Gottes in diesen
Letzten Zeiten konkret zu gestalten. Sie tut dies nach dem Bilde Ihres
Göttlichen Sohnes und mit Seinem Kreuz als Siegel der Heiligkeit, damit
die Finsternis begreife, dass es sich tatsächlich um Werke handelt, die
den Keim der Erlösung bereits in sich tragen.
So bildet sich die Lichtkette Mariens:
- Wir geben uns vollkommen, bedingungslos und ewig Maria als der Herrin aller Seelen hin.
- Wir orientieren alle unsere Anstrengungen darauf, unsere eigenen
Schwächen kennen zu lernen und sie zu besiegen, unter der Führung
und Belehrung Mariens.
- Wir schließen uns aneinander in einer Lichtkette, von Herz zu Herz, indem wir für die Absichten Mariens beten, die ja nur die endgültige Befreiung aller Seelen aus der Macht der Finsternis bezweckt, und indem
wir gewillt sind, für diese Absichten zu leiden.
- So nehmen wir voll Teil an den Werken der Erlösung, so dass wir die
Worte des H. Paulus erfüllen: “das zu tun, was noch fehlt an den Leiden
Christi”. Das Einzige, was “fehlt”, ist die Selbsthingabe eines jeden von
uns an Gott durch Maria.
- Wir opfern uns selbst füreinander auf; denn was wir dann wirklich tun,
ist: uns für Christus im Mitmenschen aufzuopfern.
Gott sieht alles im Verborgenen. Er kennt die Gesinnung aller Herzen,
und Maria ist voll damit beschäftigt, alle Lämmchen Christi zu sammeln.
Sie ist wie ein Satellit, die alle Lichter miteinander verbindet, damit sie
alle teilhaben am großen Licht Gottes und, über die ganze Welt verbreitet, dieses Licht leuchten lassen. Eigentlich ist die Bildung der Lichtkette
und die Beteiligung an derselben die große Aufgabe der Seelen in dieser
Zeit. Dies ist eine der wichtigsten Botschaften, die uns die Herrin aller
Seelen bringt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lämmchen, die von Gottes
Vorsehung in Ihre Obhut gestellt worden sind, das volle Licht, die ermu39
12. Über die Lichtkette Mariens
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
es freut mich, Sie in Marias Lichtkette willkommen heißen zu dürfen. Ja,
es hängt wohl mit der Art der Berufung der Himmlischen Königin in den
Letzten Zeiten zusammen, dass Sie inständig versucht, alle Seelen zusammenzuführen, in der Absicht, die Werke Christi auf Erden zu vollenden. Welch schöner Ausdruck der Göttlichen Liebe: Jesus hat Sein Leben dafür gegeben, dass jeder Seele die Erlösung zugänglich wird. Noch
während Seines Sterbens am Kreuz wendet Er Sich an Johannes, den
Jünger der Liebe, und spricht die wunderbaren Worte, durch die Maria,
das Bindeglied zwischen Himmel und Erde, und die ganze Menschheit in
Johannes, dem Vorbild vollkommener Nachfolge Christi, einander anvertraut werden. Und wir, die wir so armselig sind, dürfen nunmehr Maria im
letzten und höchsten Aspekt Ihrer einmaligen Berufung kennen lernen:
als Herrin aller Seelen.
Seit einigen Jahren ruft Maria in Ihrer Eigenschaft als Herrin aller Seelen
die Seelen dazu auf, sich in einer Lichtkette miteinander zu verbinden,
um durch einen vollkommenen, bedingungslosen Dienst an Maria die
Werke Christi in sich selbst zu vollenden. Das ist ja die letztendliche Berufung der Herrin aller Seelen: Sie soll in jeder einzelnen Seele die von
Jesus vollbrachte Erlösung fruchtbar machen, aber betont, dass Sie dazu die völlige Hingabe des freien Willens der Seelen an Sie — die Herrin
aller Seelen — benötigt.
Eigentlich ist die Absicht der Lichtkette diese: dass Seelen in sich selbst
die Heiligkeit anzufachen gewillt sind — was sie durch die totale Weihe
an Maria anstreben sollten; denn wir können es durchaus so betrachten,
dass Jesus am Kreuz die Menschheit dazu aufruft, sich Maria hinzugeben, um von Ihr zu lernen, Ihm, dem Christus, ähnlich zu werden — und
dass sie von der eigenen wachsenden Heiligkeit aus zu immer heller
leuchtenden Lichtern werden, die sich dann nach dem Gesetz der Göttlichen Nächstenliebe und der Solidarität (ähnlich der jungen Kirche in den
ersten Jahren nach Christi Tod) aneinander schließen, um so die Finsternis zu besiegen. Etwas ganz Großes! Die Seelen wachsen unter Marias Führung in der Heiligkeit, verbinden sich nach dem Gesetz der Einheit, so wie Jesus es gelehrt hat, und lassen die Absichten ihrer Herzen
von der absolut vollendeten Liebe Mariens bekleiden, damit die Göttliche
Gnade voll geweckt wird. So soll das Reich Gottes, wofür Jesus so gelitten hat, endlich geboren werden — aus Maria, deren Seele ja Selbst die
vorbildliche Frucht des Heiligen Geistes ist.
Wie soll die Kette gebildet werden? So wie Gott Selbst sie vorgesehen
hat: von Herz zu Herz, in vollem Gehorsam gegenüber Maria und in inständiger Liebe zu Gott und zu Seinen Werken, die in Maria ihre Vollendung erreicht haben und die als letztes Ziel die Gründung von Gottes
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Wieso? Weil Gott mit allem einen bestimmten Plan verfolgt. Aus irgendwelchen Gründen kann es sein, dass Gott für Ihr Leben einen Plan hat,
dessen Verwirklichung voraussetzt, dass Sie bestimmte Erfahrungen
sammeln müssen. Manche Seelen werden auf einen Weg wiederholter
Demütigung geführt, nicht weil sie schlecht wären oder etwas abbüßen
sollten, sondern lediglich, weil sie dadurch Erfahrungen sammeln müssen, um sich in bestimmten Tugenden zu vervollkommnen. Eine durchaus gesunde, heilsame Anschauung für Sie wäre, dass Sie diese schwere und überhaupt langwierige Prüfung an Maria weihen, Tag für Tag, und
Ihr dabei sagen:
“Himmlische Herrin meines Lebensweges, ich schenke Dir alle
meine schmerzlichen Erfahrungen und alles, was ich durch diese in
meinem Herzen empfinde. Erwirke mir bitte die Kraft, diese Prüfungen mit Ausdauer hinzunehmen und aus Liebe zu Dir und zu Gott
zu tragen, damit sie mich heiligen, zur Verherrlichung Gottes und
zur Bekehrung der Seele, die mir zu leiden gibt. Ich vergebe ......
(Name) von ganzem Herzen; denn sie weiß jetzt noch nicht, was sie
tut.”
Sie werden allmählich ein Gefühl der Befreiung empfinden. Vergessen
Sie nie, dass Vergebung, samt der Anstrengung, sämtliche Schmerzen
des Alltags mit Liebe hinzunehmen, eine gewaltige Macht der Erlösung
freisetzt. Vergessen Sie darüber hinaus nie, dass das Benehmen einer
Seele Ihnen gegenüber, wie schmerzhaft es auch sein mag, nie als eine
Strafe Gottes zu betrachten ist. Das würde überhaupt gegen die Art und
Weise verstoßen, wie Gott halt Seinen Plan des Heils auszuwirken versucht; denn Er macht aus allem das Beste für alle betreffenden Seelen.
Für Ihre Frau ergeben sich täglich neue Chancen, sich ihres Verhaltens
und der Wirkungen derselben in Ihrem Herzen bewusst zu werden, und
für Sie ergeben sich dabei Gelegenheiten, ein geistiges Märtyrertum auf
heilige Weise zu gestalten, was besonders verdienstvoll werden kann,
für Sie und für Ihre Frau. Im Schmerz liegt oft gerade die Erlösung. So
hat es Gott verfügt und hat es uns Jesus vorgelebt, weil darin das Geheimnis der höchsten Liebe enthalten ist.
Versuchen Sie auch, sich nicht von der Annahme bedrängen zu lassen,
dass Ihre Frau Sie betrogen hat bzw. betrügt. Der große Feind Gottes
versucht, Sie durch diese Annahme unruhig zu machen. Versuchen Sie,
Gott Richter sein zu lassen und etwaige Vergehen Ihrer Frau auf diesem
Gebiet als eine Angelegenheit zwischen ihm und Gott zu betrachten:
Gott richtet und spendet Gnaden. Falls Ihre Frau gegen das Sakrament
der Ehe verstoßen hat, wird sie leichter zur Reue kommen, wenn Sie ihr
diese Gnade erwirken, indem Sie ihr zusammen mit Maria Vergebung
und Liebe zu schenken versuchen. Vergebung und Liebe sind wie Bomben auf die Stellungen Satans. Wenn Sie einfach Ihrer Pflicht der aufrichtigen Liebe nachgehen, werden Sie von Maria die Kraft erhalten, ein
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tugendhaftes Leben zu führen. Wenn auch Sie selbst sich zu irgendwelchen negativen Gesinnungen verführen lassen, siegt Satan doppelt.
Gönnen Sie ihm diese Befriedigung nicht.
Was den Mangel an jeglichem Lob betrifft, soll ich Sie mit Folgendem
vertrösten: Lob, den man von Menschen bekommt, bekommt man nicht
mehr von Gott (und dieser Letztere ist millionenfach wertvoller). Allerdings kann ich Ihren Schmerz nachvollziehen; denn niemand wird gerne
in seiner Arbeit “übersehen”, aber immerhin: Halten Sie sich vor Augen,
dass dieses Leben nur ein “Sprungbrett” zum ewigen Leben ist und dass
Gott Ihnen all dasjenige gibt, was ihnen von den Seelen aus nicht geschenkt wird, und zwar in einer vollendeten Form.
Beten Sie viel für Ihre Frau zu Maria, Sie möge ihr die Führung durch
den Heiligen Geist erwirken. Und seien Sie felsenfest davon überzeugt,
dass gerade Ihre Schmerzen wegen ihres Verhaltens ihr die Erlösung
erwirken werden. Die Göttliche Gerechtigkeit gleicht buchstäblich alles
aus, zu Gottes Zeit. Alles, was Sie in Liebe ertragen, wird Ihnen im Überfluss vergütet werden.
Am Tod Ihres Mitmenschen tragen Sie selbstverständlich keine Schuld.
Gott bestimmt den Zeitpunkt des irdischen Todes und tut dies aufgrund
vieler Faktoren, von denen die meisten uns während unseres Lebens auf
Erden nicht bekannt gegeben werden dürfen. Gott hat Seinen Plan mit
Leben und Ableben, mit Behinderungen usw. Alles zielt darauf ab, möglichst viele Seele zur Vollkommenheit zu führen. Alles hängt von demjenigen ab, was Gott mit einer Seele vorhat, weil alles auf irgendeine Weise innerhalb Seines großen Heilsplanes einen Platz hat. Außer wegen
groben Verschuldens oder aufgrund von unmittelbaren Eingriffen (man
denke nur an Mord usw.) hat eine Seele keine Schuld am Sterben eines
anderen Menschen. Es ist durchaus verständlich, dass Sie aufgewühlt
sind, aber wichtig, dass Sie wissen aus welchem Grunde: Sie leben seit
Jahren unter schwerster Belastung. Alleine können Sie das kaum tragen,
und der Versucher weiß das. Deshalb versucht er durch alle Mittel, Sie
mit Schuldgefühlen und Verunsicherung in vielen Formen zu beladen.
Lassen Sie sich dadurch nicht beirren und halten Sie sich vor Augen
(wiederholen Sie es sogar mit den nachfolgenden Worten, oder sinngemäß):
“Alles, was in meinem Leben geschehen ist und noch geschehen
wird, strömt aus dem Willen Gottes, weil es sich innerhalb des großen Heilsplanes so gehört. Meine Seele und die Seelen meiner Familienangehörigen werden großen Nutzen daraus ziehen. Danke Dir,
mein Gott, für diese Geschenke, aber lasse mein Herz eins werden
mit dem Herzen Deiner vollkommenen Tochter, Maria, damit ich das
Leben durch die Augen Mariens zu betrachten lerne und darin den
Frieden finden kann, den ich brauche, um dieser Gnaden würdig zu
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tut Er? Er schlägt das Buch zu und sagt „Dieses Leben ist für Mich in
Ordnung; denn es ist mit Meiner vollkommenen Tochter gelebt worden.
Das, liebe Kathrin, ist die unüberbietbare Macht der totalen Weihe an
Maria.
Ihrem guten dahingeschiedenen Freund (dem Hund) zuliebe sollten Sie
jetzt mehr als je zuvor kämpfen für eine Wiedergeburt, ein Leben im Zeichen der wahren Hoffnung und der wahren Liebe. Jedes Mal, wenn Sie
an ihn denken, werden Sie unter Einbeziehung Mariens dazu imstande
sein, eine größere Liebe zu entfalten, als Sie es vorher jemals gekonnt
hätten, aber es wird genau die Liebe sein, die Sie schon immer um sich
herum hatten verbreiten wollen. Prägen Sie sich ein, dass alles vergänglich ist und dass nicht die einzelnen Ereignisse des Lebens wichtig sind,
sondern NUR dasjenige, was wir mit ihnen tun. Die Ereignisse des Lebens, mit allen seinen Enttäuschungen, sind nur die Mittel, die Gott zulässt, um uns ans Ziel zu bringen. Das Ziel ist die Heiligung, und die wird
nur von demjenigen bestimmt, was wir mit den Ereignissen tun. Der
Ausgang liegt nicht immer in unserer Hand, die Anstrengungen und guten Absichten und Vorsätze aber schon. Schuld haben Sie nur, wenn Sie
nicht das Gute beabsichtigen. Auch von den Meinungen und Ansichten
von Menschenseelen dürfen Sie sich nicht entmutigen lassen. Vergessen Sie nie, dass gerade die heiligsten Vorsätze der schwersten Kritik
begegnen werden, weil die Finsternis nicht will, dass Sie im Guten bekräftigt und ermutigt werden. Sagen Sie von heute an jeden Tag öfters in
sich:
„Ich bin ein Kind der allerheiligsten Mutter Jesu. Sie lebt und
herrscht in mir, ich werde vollkommen in himmlisches Licht verwandelt, und Ihr zuliebe will ich dieses Licht fruchtbar machen, sowohl in mir als auch um mich herum.“
Sie werden die Freude der Wiedergeburt aus Maria erleben. Lassen Sie
sich führen von den Belehrungen, Offenbarungen und Gebeten auf
www.myriam-van-nazareth.net. Sie säen in die Seelen die unverwelkbaren Blumen der wahren Hoffnung.
Immer sehr gerne bereit. Ich schließe Sie in Mein Herz, wo ich eine unzerbrechliche Verbindung zwischen Ihnen und Maria in die Wege leiten
möchte. Geben Sie sich mit allem Leid, aber auch mit aller berechtigten
Hoffnung, heute noch Maria hin.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
37
Gebet und all dasjenige, wozu mich Maria einladen will, Ihnen zur Stütze
zu sein. Vor allem möchte ich Ihnen die Größte aller Waffen für eine
Wiedergeburt vermitteln: Bitten Sie inständig die Gottesmutter, Sie möge
in Ihrem Herzen leben und herrschen und Ihnen dort zum führenden
Licht sein. Sie werden Klarheit über alles bekommen, was Sie schon erlebt haben. Sie werden vor allem den inneren Frieden wiederfinden.
Alles braucht Zeit, aber wer den Weg in inniger Einheit mit Maria geht,
wird spüren, dass die Steine auf dem Weg nicht mehr zum Stolpern da
sind, sondern dazu, wertvolle Lehren aus allem zu ziehen. Wer den Weg
alleine gehen will, wird bemerken, dass die Steine ihn bei jedem Sturz zu
zerfleischen drohen; wer den Weg mit Maria geht, wird bald die Steine
anders betrachten; denn sie bilden für ihn die Mittel, die ihm zu einem
neuen Leben verhelfen. Maria sagt immer, dass jeder Stein (= Prüfung,
schmerzliche Erfahrung) auf dem Lebensweg IHR gegeben werden
muss, damit Sie ihn entweder unter Ihrem mächtigen Fuß zertritt (= die
Prüfung zu beseitigen hilft) oder ihn durch Ihre heilige Berührung in Gold
verwandelt (= der Seele durch die Prüfung eine Belehrung vermittelt, die
sie allmählich in ein neues Leben hinein führt). Was Maria genau mit den
jeweiligen Steinen tut, hängt davon ab, was Sie für die Entwicklung der
Seele zu jedem Zeitpunkt für das Beste hält.
Alle Leiden, die Sie durchstanden haben, werden Sie nicht unterminieren, es sei denn, Sie geben den Kampf auf. Ich muss Ihnen allerdings
sagen, dass Ihre Seele zu kostbar ist, um gerade an dieser Stelle auf Ihrem Lebensweg zu versagen, wo Ihnen bereits so viele Leiden „anvertraut“ sind. Ja, anvertraut; denn die Leiden sind die Goldmünzen, die der
Seele den Eintritt in das Paradies erwirken. Damit sich die Tür des Paradieses öffnet, soll die Seele aber diese Leiden an Maria weihen, damit
sie vollen Nutzen bekommen. Maria vergleicht oft das Leben mit einem
Buch (dem Lebensbuch der Seele). Jedes Ereignis ist eine Seite. Die
Seele kann diese Seiten mit schönen Buchstaben füllen oder sie kann
Fehler schreiben oder sie kann dann und wann eine Seite zerreißen,
usw. Jedes Ereignis, dem von der Seele mit Liebe begegnet wird, wirft
einen goldenen Glanz auf eine Seite des Buches. Nach Abschluss des
irdischen Lebens nimmt Gott das Lebensbuch in die Hand und liest es.
Er macht die Bilanz. Was geschieht aber, wenn die Seele eines Tages
die Entscheidung trifft, sich selbst und ihr ganzes Lebensbuch total und
bedingungslos Maria zu weihen und diese Weihe richtig zu leben, in jeder Einzelheit des Alltags? Maria nimmt das Lebensbuch und fängt damit
an, die Fehler zu korrigieren, Worte zu streichen und sie in Ihrer fabelhaft
schönen Handschrift neu zu schreiben. Jede Seite, die mit Ihr zusammen geschrieben wird, versieht Sie mit Ihrer Unterschrift. Nach diesem
Leben gibt SIE mit Ihren eigenen Händen das Lebensbuch in Gottes
Hand. Er schlägt es auf und sieht alle Seiten mit Marias Korrekturen, mit
der Unterschrift Mariens, mit Ihrer wunderschönen Handschrift usw. Was
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sein und sie völlig fruchtbar zu machen. Maria, meine himmlische
Mutter und Herrin, ich lebe künftighin für Dich. Geruhe, in mir zu leben, damit ich meine Kraft aus der Quelle Deines Herzens schöpfen
kann.”
Diese Worte hat mich Maria schreiben lassen, weil Sie jeden Meter Ihres
Lebensweges kennt und weiß, wieso Gott diesen Weg für Sie gewählt
hat. Die Gottesmutter wartet nun auf Ihre totale Weihe an Maria, um diesen Weg in Ihnen zu gehen, damit Sie für Sie die Blumen eines fruchtbaren Lebens blühen lassen kann.
Seien Sie davon überzeugt, dass Sie immer dasjenige getan haben, was
in Ihrer Macht stand. Das Leben ist nicht leicht, wenn man sich für den
Weg des Lichtes entschieden hat. Möge es Sie trösten, daran zu denken, dass Gott alles völlig anders sieht als der Mensch. Für Ihn gelten
vor allem die inneren Werte und die guten Absichten. Dass nicht alles so
geschieht, wie man es sich erhofft, weiß Er nur zu gut, aber Er beurteilt
die aufrichtigen Vorhaben im Herzen und die liebevollen Anstrengungen,
nicht die Ergebnisse (denn diese Letzteren haben Sie meistens nicht in
der Hand).
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die Wärme des Frühlings im Herzen
und das Licht des wahren Friedens im Geist. Geben Sie sich Maria vollkommen hin, und Sie wird Sich Ihnen vollkommen hingeben. In Ihr sind
die Macht und die Liebe, um Sie zum Horizont der Verheißung zu führen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
16. Über die Verleumdung Mariens während Ihres irdischen Lebens
— über unsere täglichen Leiden
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
es freut mich, dass Sie nun mehr Licht in Ihren Angelegenheiten finden.
Gerne möchte ich Ihnen zur Ermutigung Folgendes sagen:
Nur die wenigsten Seelen wissen, dass Maria, die Mutter Jesu, trotz Ihrer Vollkommenheit, in Ihrem irdischen Leben von unzähligen Seelen
nicht für voll angesehen wurde. Das war halt eines der Leiden, die Sie
tragen musste, um die Miterlöserin zu sein. Ihr ganzes Leben lang wurde
Sie wegen der Tatsache beschimpft, dass viele meinten, Ihr Sohn sei ein
Aufsässiger oder sogar ein Irrsinniger. In vielen Visionen hat mir Maria
Bilder aus Ihrem irdischen Leben gezeigt und habe ich Sie in Ihrem Leben sprechen hören. Wissen Sie, dass Sie, die Allerreinste, von manchen Seelen als Prostituierte betrachtet wurde, weil Sie ab dem letzten
Lebensjahr Jesu stark mit Maria Magdalena befreundet war? Sie hat das
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alles mit Liebe und völliger Hingabe erlitten, aus Liebe zu Gott, zu Jesus
und zu den Seelen. Ein wunderbares Vorbild.
Wieso leiden Sie das alles und haben Sie den Eindruck, Sie leiden es
alleine? Eine Seele, die sich ganz Gottes Plänen und Werken hingibt,
wird Wege entlang geführt, auf denen sie möglichst viel zu leiden bekommen kann, WEIL gerade diese Leiden den Verdienst der Seele steigern. Vergessen wir auch nie, dass eine Seele umso stärker vom Bösen
angegriffen wird (durch Seelen in ihrer Umgebung, durch Umstände im
Alltag, usw.), je mehr Licht sie weiterleiten darf (indem sie zum Beispiel
viel zu leiden bekommt und dies gemeinsam mit Maria tut). Gott liebt diejenigen, die sich Ihm voll hingeben, so sehr, dass Er alles daran setzt,
ihre Verdienste möglichst groß zu machen, damit Er sie nach ihrem irdischen Leben noch reicher bescheren kann. Seien Sie sich darüber hinaus dessen bewusst, dass Sie Ihren Kampf nicht alleine führen. Ich werde Ihnen anvertrauen, was mir Maria eines Tages (vor mehreren Jahren)
sagte, nachdem ich Sie in einem Augenblick von Kraftlosigkeit gefragt
hatte, warum Sie mich im Stich gelassen hatte, da ich das Gefühl bekam, dass ich unter den Lasten zerschmettert würde. Sie sagte: “Ich
werde dir sagen, wieso du meinst, dass du jetzt allein bist. Bisher gingst
du deinen Weg mit Mir an der Hand. Du wusstest also, dass Ich neben
dir ging. Nun ist die Zeit gekommen, in der Ich nicht mehr neben dir gehe, sondern in dir bleibe. Aus dem Grunde siehst du Mich nicht neben dir
und meinst du, Ich hätte dich verlassen”. Bedenken Sie diese Worte, sie
gelten auch für Sie...
Ich wünsche Ihnen Berge von Kraft und schließe Sie dauernd in meine
Gebete zur Herrin aller Seelen. Selbstverständlich bleibe ich nach wie
vor sehr gerne für Sie bereit.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
17. Richtfrage für unsere Entscheidungen — über die Entscheidung
für eine erfüllende Tätigkeit — über die Berufung zum Gebetsleben
— über Myriams Berufung
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
das irdische Leben ist ein Weg, den eine Seele gehen muss, um zu Gott
zurückzukehren. Gott hat von jedem Lebensweg bestimmte Vorstellungen. Die konkrete Gestaltung dieses Weges wird aber in einem hohen
Maße durch die Seele selbst bestimmt. Wichtig ist, dass die Seele sich
bemüht, in jeder Einzelheit ihres Alltags das Reifen der Saat zu fördern,
die Gott ihr anvertraut hat.
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Leben zu bewältigen und es in der unendlichen Macht der Liebe in eine
heilende Kraft umzuwandeln. Das Tier ist Ihnen auf keinen Fall deswegen genommen worden, weil Sie schlecht wären noch weil Gott Sie nicht
lieben würde, sondern lediglich aus dem Grunde, dass Gottes Plan mit
diesem Tier verwirklicht ist. In Ihrem Hund war die Liebe Gottes verkörpert. Da alle Gaben Gottes ewig und unvergänglich sind, wird dieses
Geschenk in Ihnen ein ganzes Leben lang weiterwirken. Es ist durch
Gottes Vorsehung ein Abschnitt in Ihrem Leben absolviert worden, den
Sie mit Glanz bestanden haben. Sie haben Gott sozusagen bewiesen,
dass Sie durchaus fähig sind, wahre Liebe um sich herum zu verbreiten.
Sie können den Tod Ihres Hundes durchaus zu einem heilvollen Wendepunkt umgestalten, indem Sie jetzt zu Maria, der Herrin aller Seelen und
Ihre zärtlich liebende Himmlische MUTTER sagen (und ich sage es mit
Ihnen gemeinsam zu Ihr!):
„Liebe Himmlische Mutter Maria, ich weihe Dir das Leben von .....
(sprechen Sie hier den Namen Ihres Hundes aus), mit aller Liebe,
die ich im geschenkt habe; mit aller Freude, die er mir bereitet hat,
und mit meinem Leid und Kummer wegen seines Dahinscheidens,
mit der inständigen Bitte: Geruhe, mir die Gnade zu erwirken, dass
die Erfahrung der Liebe, die ich mit ihm habe machen dürfen, mir
die vollkommene Heilung meiner Seele erwirken darf. Lass mich
doch aus Dir neu geboren werden.“
Ein solches Gebet sind keine leeren Worte, sondern der Ausdruck des
Verlangens einer Seele, sie möge aufgrund der Liebe, nach der sie sich
immer gesehnt hat, die sie aber bisher nur in einem einzigen Aspekt des
Lebens in reiner Form hat erleben dürfen, Heilung finden. Diese Worte
werden Ihnen dabei helfen, in allem einen Sinn zu finden.
Wissen Sie, vor zwei Jahren verlor ich selbst eine Katze, die ich sehr geliebt hatte. Sie war fast zwölf Jahre alt und während der letzten zwei Wochen ihres Lebens krank. Während sie auf meinem Schoß im Sterben
lag, schien in meinem Herzen etwas zu zerreißen. Maria erklärte mir
nachher: „Das Dahinscheiden eines geliebten Lebewesens ruft im Herzen eine Explosion der Liebe hervor. Es ist diese Explosion, die der Seele den Eindruck gibt, sie würde vor Kummer sterben. Genau diese Liebeserfahrung aber entfaltet in der Seele eine unübertreffbare heilende
Kraft. Diese Kraft wird, wenn die Seele dabei mitwirkt (zum Beispiel, ja,
vorzugsweise, durch totale Weihe an Maria) dazu angewandt, in der
Seele eine neue, gesündere Ordnung zu schaffen. Zurzeit ist Ihnen zumute, als ob Ihre Welt einfach zersplittert ist. Das heißt, dass Sie regelmäßig äußerlich, noch öfter eigentlich innerlich (unsichtbar) weinen. Die
geweinten UND nicht geweinten Tränen entspringen aus einem Mechanismus, den Gott dazu vorgesehen hat, die Seele zu waschen. Gehen
Sie diesen Weg nicht alleine. Ich reiche Ihnen gerne die Hand, um durch
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biegen müssen, weil Sie immer wieder feststellten, dass Sie dabei waren, sich auf dem Weg zu verirren, weil äußere Umstände wie Sturmwinde auf sie einwirkten. Diese wiederholten Kursänderungen haben Ihnen
den Eindruck aufgebürdet, Sie wären ein schlechter Mensch. Diese Idee
stimmt durchaus nicht.
Jede Seele schließt sozusagen mit Gott einen Vertrag, laut dessen die
Seele so etwas unterschreibt wie: „Ich verspreche Dir, mein Gott, dass
ich aus dem Leben, das ich von Dir erhalten habe, das Beste machen
werde, je nach den Eingebungen, die Du mir Tag für Tag vermitteln wirst
und nach meinen eigenen Fähigkeiten. Das alles mit DEINER Hilfe.“ Sie
schließen diesen Vertrag nicht mit dem Versprechen, dass Sie bestimmte Ergebnisse verwirklichen werden, sondern mit dem Versprechen, dass
Sie sich anstrengen werden. Da gibt es einen riesigen Unterschied. Gott
weiß ganz genau, aus welchen Gründen Sie nicht alles so tun konnten,
wie Sie es sich erhofft hatten, und dass Ihre Seele durchaus nicht glücklich über all dasjenige ist, was in Ihrem Leben vorgegangen ist. Gott richtet jede Seele und den Wert ihres Lebens nach einem einzigen Maßstab:
„Was hat diese Seele mit ihrem Leben tun wollen, wie hat sie es getan und mit welchem Grad der Liebe hat sie es getan?“ Wären alle
von Ihnen ausgegangenen Handlungen, Worte und Reaktionen nicht aus
Ihrem Bedürfnis an Liebe hervorgegangen, so wäre die Bilanz Ihres Lebens ungünstig geworden. Nun aber haben Sie dauernd angestrebt, Liebe zu geben und Liebe um sich herum zu schaffen, und jedes Mal, wenn
dies nicht klappte, ist in Ihnen etwas verletzt worden. Aus dieser Verletzung (Enttäuschung!) heraus haben Sie so reagiert, wie Sie es eben getan haben. Besser hätten Sie es in Gottes Augen kaum tun können.
Schauen Sie doch mal, wie Gott auf das alles reagiert hat: Er hat einen
Hund auf Ihren Lebensweg gebracht. Ein Tier ist aufrichtig in seiner Liebe und vermittelt (wie es die Herrin aller Seelen ja lehrt) Gottes Liebe in
reinerer Form, als es die meisten Menschenseelen tun. Dieses Tier hat
Sie geliebt, so wie Sie waren. Wieso? Weil es gespürt hat, dass in Ihrer
Seele die wahre Liebe vorherrschte. Und Sie haben den Hund sehr geliebt. Ich erinnere Sie an dasjenige, was Maria einst in einer Offenbarung
sagte: Der Mensch hat eine Seele; das Tier hat keine Seele im wirklichen Sinne des Wortes, sondern den „Keim einer Seele“, ein Lebensprinzip. Wenn das Tier stirbt, kehrt dieses Lebensprinzip zu Gott zurück,
beladen mit all demjenigen, was das Tier in seinen Beziehungen mit
Menschenseelen erlebt hat, das heißt, mit allem Leiden, das es durch
Menschenhände erlitten hat, UND mit aller Liebe, Zärtlichkeit und Verpflegung, die es von Menschenseelen während seines Lebens erhalten
hat. Das heißt konkret, dass Ihr Hund jetzt bei Gott ist und bei Ihm Zeugnis dafür ablegt, dass Sie, liebe Kathrin, hochgradig dazu fähig waren,
dasjenige zu vermitteln, was für Gott das Wertvollste ist: die Liebe. Gott
hat Ihnen durch dieses Tier helfen wollen, alles geistige Leid in Ihrem
34
Wie Gott den Wert unseres Lebens einschätzt, können wir nicht leicht
sagen, weil vieles Göttliches Mysterium ist. Trotzdem kann die Seele eigentlich selber eine kleine Bilanz ziehen, wenn sie sich auf jeder kleinen
Wegkreuzung (jede Entscheidung des Alltags) die Frage stellt: “Welchen
Nutzen, bzw. welchen Schaden, wird die auszuführende Handlung
oder das zu sprechende Wort für mein seelisches Heil und für Gottes Reich einbringen?”. Eigentlich kann diese Richtfrage Ihnen auch
dabei helfen, sich für eine bestimmte Richtung in der Berufsgestaltung
zu entscheiden.
Selbstverständlich liegt die Entscheidung mit Bezug auf die Gestaltung
Ihrer Tätigkeiten bei Ihnen, und die Gottesmutter wird auch keine bestimmte Entscheidung auferlegen, weil das gegen die Unverletzlichkeit
des freien Willens verstoßen würde. Allerdings kann ich Ihnen dasjenige
mitteilen, was mir Maria als liebevolle Hinweise spüren lässt.
Der Unterricht ist selbstverständlich eine sinnvolle Beschäftigung. Allerdings ließe sich diesbezüglich die Frage stellen, ob eine Beschäftigung
als Lehrerin Ihnen die Gelegenheit bietet, nicht nur Kenntnisse zu vermitteln, sondern auch noch Seelen zu bilden. Sie verstehen schon den Unterschied. Kenntnisse sind vergänglich, die Bildung der Seele hat ewig
dauernde Wirkung.
Sterbebegleitung könnte Ihnen durchaus die Gelegenheit bieten, irgendwie seelische Begleitung zu vermitteln. Die Seele in Sterbensnot ist sehr
empfänglich. Wenn Sie, gegen den Hintergrund der Belehrungen der
Gottesmutter und der von Ihr ständig so reichlich gebotenen Hoffnung,
Ermutigung und Liebe die Gelegenheit ergreifen, etwas von all dieser
Saat in solche Seelen zu schütten, so könnten Sie sich für Gottes Reich
besonders verdienstlich machen, wenn Sie diese Beschäftigung aufgreifen.
Ein zurückgezogenes Gebetsleben hat einen ganz besonderen Wert.
Um dieser Richtung ihre volle Fruchtbarkeit zu geben, sollte die Seele
jedoch zunächst in sich hineinschauen, um ausfindig zu machen, ob sie
zu diesem Leben berufen ist. Ein kontemplatives Leben nähert sich
schon etwas dem Leben eines Mystikers. Ich kann aus eigener Erfahrung bezeugen, dass dieses Leben Anforderungen stellt, von denen die
meisten Seelen wirklich keine Ahnung haben. Um ein kontemplatives
Leben fruchtbar zu machen, muss die Seele fähig und bereit sein, auf
vieles zu verzichten. Sie muss imstande sein, die Stille, die Ruhe und
den Frieden im Inneren zu finden und festzuhalten. Wichtig ist dabei
auch, dass die Seele nicht allzu viele Kontakte zu der Außenwelt hegt.
So gilt es im Allgemeinen. Allerdings sind keine zwei Fälle gleich. Ich für
mein Teil bin von der Gottesmutter auf den mystischen Weg berufen
worden, habe von Ihr eine besonders strikte “Ausbildung” erhalten, werde von Ihr strikten Regeln unterzogen und schulde Ihr den striktesten
51
Gehorsam. Sie hat meinen Geist und mein Herz so ausgebildet, dass ich
für IHRE Nöte dienlich sein kann. Zu dem Zweck hat Sie mich gründlich
umgestaltet, allerdings unter Nutzung vieler Eigenschaften, die ich in
meiner Jugend bereits in mir trug, die aber zum Teil nur noch latent zugegen waren. Maria sagte mir von Anfang an, Gott habe seit meiner Geburt meine Seele zu IHRER ausschließlichen Verfügung gestellt, und Sie
habe mich also seit meiner Jugend Schritt für Schritt auf mein heutiges
Leben und das marianische Apostolat vorbereitet. Meine eigentliche Berufung erfolgte vor 12 Jahren.
Ich meine nur: Ein zurückgezogenes Leben hat, damit es Gott voll dienen kann, vieles mit Berufung zu tun. Von mir verlangt Maria tiefe Zurückgezogenheit. Kontakte zu der Außenwelt soll ich womöglich auf
Briefwechsel mit Seelen beschränken, der ausschließlich der Herrin aller
Seelen und Ihren Plänen und Werken dienlich sein kann.
Beten Sie zu Maria, Sie möge Ihnen den Weg zeigen, auf dem Sie die
Saat für Gottes Reich zur höchstmöglichen Fruchtbarkeit bringen können. Sie werden die Antwort tief im Herzen spüren, vielleicht erst nach
einer kurzen Zeit, vielleicht auch sehr bald.
Sehr günstig ist die Tatsache, dass bei Ihnen die Offenheit, die Empfänglichkeit für das Licht Gottes, groß ist. Wäre dem nicht so, so hätten
Sie nicht diese Fragen gestellt, sondern eine — vielleicht übereilte —
Entscheidung getroffen.
Versuchen Sie, für jede der Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Bilanz des Nutzens für das Heil von vielen zu ziehen. Maria wird
Ihnen nur zu gerne dabei helfen. Ich werde für Sie um Erleuchtung beten.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
nachfolgende Himmlische Blume anzubieten, durch welche Maria Sie
innigst in Sich aufnehmen und Sie heilen will.
Halten Sie sich immer vor Augen, dass Gott Sie so gemacht hat, wie Sie
sind, weil Sie gerade mit diesen Eigenschaften, Gaben, Talenten und
Schwächen eine ganz bestimmte, strikt persönliche und einmalige Aufgabe innerhalb Seines Heilsplans zu erfüllen haben. Die Wirkungen Seiner Gnaden werden alle etwaigen Lücken in Ihrem Können immer in
dem Maß ausgleichen und ergänzen, wie Sie den Zeichen der Göttlichen
Vorsehung in Ihrem Leben Folge leisten. Ihre einmalige Persönlichkeit ist
ein Schatz aus Gottes Herzen. Lassen Sie ihn dadurch rentieren, dass
Sie ihn, bereichert mit Ihrer Liebe, Begeisterung und Zuversicht, einschließlich Ihres Glaubens an die Führung der Herrin aller Seelen, voll
ausnutzen, indem Sie regelmäßig in sich wiederholen: “Ich bin ein einmaliger Samen in einem einmaligen Boden. Ich glaube an meine innere Blühkraft; denn ich will für Gott eine möglichst schöne Blume
werden.”
Blühen Sie, für Jesus und Maria. Ich unterstütze Sie recht gerne im täglichen Gebet innigster Einheit mit Maria. Immer gerne bereit.
In Liebe, und in den Dienst der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
Es folgt das Gebet Nr. 1111. Gebet zu Maria um Heilung
von Gefühlen der Minderwertigkeit
11. Über die Liebe — Was erwartet Gott von jeder Seele? — Über
den Tod eines Tieres und die Trauer darüber — über die Stolpersteine des Lebens — über das Lebensbuch
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
18. Über den Lebensweg — über das Wirken Satans — über die Prüfungen - über die Gottesmutter
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
jeder Lebensweg folgt einem Plan, der von Gott erdacht ist und so ist,
wie er eben ist, weil er gerade in dieser Form Gottes Plänen für das Heil
der Seelen am besten dient. Viele Seelen leben aus Vorstellungen und
Erwartungen heraus, die Gottes Plänen nicht dienlich sind, weil diese
Seelen eben davon ausgehen, dass alles, was sie tun, an der Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse orientiert werden soll. Viele meinen, dieses Leben sei alles, was es gibt, und man solle es nun einmal so gestalten, dass es möglichst viele irdische Früchte einbringen kann.
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es freut mich, dass Sie mir in dieser Schicksalsstunde Ihres Lebens Ihren inneren Streit anvertrauen; denn in Wirklichkeit hat Ihnen der Heilige
Geist die Eingebung vermittelt, einen Brief an die Heilige Jungfrau Maria
zu schreiben. Was ich Ihnen in den nachfolgenden Zeilen antworte, sind
nämlich Worte, die mir Maria ins Herz legt.
An erster Stelle möchte ich Sie betont darauf hinweisen, dass Sie sich
weder schuldig noch minderwertig fühlen dürfen wegen all dem, was in
Ihrem Leben schon passiert ist. Ihre Seele hat das starke Bedürfnis gespürt, Liebe zu geben und Liebe zu finden, weil nur die aufrichtige Liebe
unter Seelen den inneren Frieden bringen kann. Aus diesem Antrieb
heraus haben Sie ein Verhaltensmuster angestrebt, das Sie für richtig
hielten und von dem Sie mit Recht erwarteten, dass es Ihnen den inneren Frieden einbringen würde. Sie haben dieses Muster wiederholt ver33
barkeit der Werke einer Seele dadurch, dass sie nicht mehr richtig an
den Wert ihrer eigenen Werke glaubt. Aus diesem Grunde fehlt diesen
Werken oft die Kraft der ungehemmten Begeisterung. Wenn jedes Werk,
das die Seele verrichtet, ein Pfeil wäre, so wäre die Begeisterung ein
Maß der Schärfe dieses Pfeils. Werke, die aus einem Geist des inneren
Friedens (mit sich selbst) hervorgehen, sind wie scharfe Pfeile, die tief in
das Ziel vordringen, das sich die Seele gesetzt hat. Genau deswegen
versucht Maria der Ihr total geweihten Seele ein gesundes Selbstvertrauen zu vermitteln.
Sehr wichtig ist, dass Sie Maria täglich bitten, Sie möge Sie tief in Ihrem
Herzen daran erinnern, dass Sie ein Kind Gottes sind, blühend aus Seiner Saat wie eine Blume, dazu bestimmt, zu Seiner Zeit gepflückt zu
werden für das Paradies der himmlischen Blumen.
Oft werden Seelen daran gehindert, sich selbst so zu nehmen, wie sie
sind, wegen Einflüssen aus ihrer Umwelt. Öfters werden uns Eigenschaften als “schlecht” oder “minderwertig” vorgeworfen, nicht weil sie das
wirklich sind, sondern weil diejenigen, die diese Vorwürfe machen, ihre
Welt aus einer Sicht betrachten, die nicht vom Göttlichen Licht inspiriert
ist. Sie folgen in diesem Sinne den Eingebungen der Finsternis, die ja
die Seelen entwürdigen will.
Versuchen Sie, mit der Hilfe Mariens, Ihre Gedanken nicht an den Eigenschaften zu orientieren, mit denen Sie es in sich schwer haben, sondern vielmehr Ihre offensichtlichen Talente vor Augen zu halten. JEDE
Seele hat sie, und zwar öfters in einem höheren Maß, als sie es zu glauben wagt. Wer sich total Maria hingibt, wird Schritt für Schritt dermaßen
aufblühen, dass die guten Gaben immer fruchtbarer werden. Wie ein
Garten wird Ihre Seele aufblühen: Was Sie immer als eine Art von Einöde betrachteten, wird sich mit immer mehr Blumen füllen, aus dem einfachen Grunde, dass Maria eine Seele so umgestaltet, dass diese nicht
nur gegen ihre relativ ungünstigen Seiten ankämpft, sondern noch mehr
ihre günstigeren Seiten zum Blühen zu bringen lernt. Eines Tages stellt
die Seele dann fest, dass sie mittlerweile mit manchen Dingen viel besser umgehen kann. Maria hat sie nämlich gelehrt, Christus in sich wieder
zu finden und Ihn dort voll wirksam zu machen.
Alle die “Myriam van Nazareth”-Gebete sind Früchte der Eingebung. Die
Gottesmutter sät sie wie Saat in mein Herz und lässt diese unter der
Sonne der Liebe aufblühen. In Phasen der innigsten Einheit mit Maria
“springen die Knospen”, und das Gebet wird geboren. Manchmal entspringen die Gebete aus dem Boden eines konkreten Bedürfnisses: Eine
Seele tut sich schwer mit irgendeinem Problem in ihrem Alltag, Maria
führt diese Seele in irgendeiner Weise zu mir, ich weihe diese Seele an
Maria und die Himmlische Herrin inspiriert ein Gebet. So ist es auch gerade für Sie erfolgt. Ich habe somit das große Vergnügen, Ihnen die
32
Selig die Seelen, die begriffen haben, dass es eine andere Wirklichkeit
gibt, oder vielleicht genauer ausgedrückt: dass die Wirklichkeit, wie wir
sie auf sinnlichem Wege wahrnehmen, nur einen Bruchteil der umfassenden Wirklichkeit darstellt, die um uns herum existiert. Wir, die wir die
Gnade erhalten haben, dieser Tatsache Rechnung tragen zu können,
sind dazu berufen, allmählich in die Fülle des Göttlichen Lebens vorzudringen. Wir dürfen nie aus den Augen verlieren, dass auch Satan in einer fernen Vergangenheit am Göttlichen Leben Anteil hatte; dass ihm
bekannt ist, welche Verzückungen dieses beinhaltet und wie die Seele
guten Willens in dem Maße aufblühen wird, wie sie die Entfaltung dieser
Göttlichen Wirklichkeit tief in sich lebt. Vergessen wir ebenfalls nicht,
dass Satan uns hasst und innerlich zerrütten will, und zwar umso heftiger, wie wir uns Maria hingeben und Sie bitten, uns die Wege des Göttlichen Lebens entlang zu führen, die Sie mit so viel Glanz vollendet hat.
Wie kann er dies verhindern, das heißt: wie kann er hoffen, dies zu verhindern? Indem er die aufblühende Seele möglichst kräftig abbremst, zu
entmutigen versucht und mit Früchten seiner eigenen finsteren Werke in
Berührung bringt. Das Ergebnis sehen wir alle: Die Jugend wirkt außer
Rand und Band, unsere Maschinen brechen zusammen, unerklärliche
Phänomene unterschiedlichster Art bieten sich uns im Alltag, finanzielle
Sorgen quälen uns und die Stimme des Versuchers scheint sich endlos
zu wiederholen: „wie muss das alles weitergehen ... hat das nicht alles
angefangen, als ich mich an diesem lichtvollen Werke zu beteiligen begann ... sind das denn die Früchte des Göttlichen Schutzes ... usw.“.
Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, und als WEG in die ewige Herrlichkeit, als WAHRHEIT Gottes und als Grundsatz des Göttlichen LEBENS sagt Er ohne weiteres: „Euch muss es zuerst um das
Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit gehen, dann wird euch alles andere dazugegeben.“ Dies sind nicht Worte eines Betrügers, sondern des
Messias, der gekommen ist, uns die Fülle der Göttlichen Liebe zu bezeugen und uns die Fülle des ewigen Heils zu erschließen. Das Vorbild
des Lebens Jesu lehrt uns, wie gerade die Prüfungen uns das Heil erschließen und wie sie somit als heilige Steine zu betrachten sind, mit denen wir den Weg in das Herz Gottes pflastern sollen. Gottes Plan wirkt
immer auf eines zu: das ewige Heil möglichst vieler Seelen und die Instandhaltung des Gleichgewichts innerhalb der Schöpfung.
Um diese Zielsetzungen zu verwirklichen, gleicht die Göttliche Gerechtigkeit alles aus und hat jede Prüfung einen erlösenden Wert erhalten.
Das Unangenehme in unserem Alltag schließt gleich ein Gegenstück in
der Ordnung der Gnade auf. Gott kann uns in den Prüfungen nur auf
spätere Zeiten vertrösten. Viele Seelen finden eben keinen Trost darin,
weil sie nicht an dasjenige glauben können, was uns auf der „hiesigen“
Ebene normalerweise verschlossen bleibt. Der große Verdienst des
Christen liegt darin, dass er glaubt, was er noch nicht wissen kann. Dem
53
ist so, weil der Glaube immer zur gleichen Zeit ein Bekenntnis des Glaubens an die vollendete Liebe Gottes ist. Unser Schöpfer, Erlöser und
Heiligmacher ist für dieses Bekenntnis besonders empfindlich. Das ist
eins der Dinge, die uns Maria zu unterrichten versucht: die Wege zu Gottes Herzen; den Umgang mit der Liebe, damit diese Gottes Herz völlig
aufschließt und uns die Ströme der Gnaden erwirkt, die uns in das Göttliche Leben aufnehmen werden.
Liebe Schwester im Dienst Mariens, die Gottesmutter, durch ein Göttliches Mysterium ewig zur gleichen Zeit Herrin und Dienerin, ist uns von
Jesus Selber als goldener Schlüssel zum Tor des Heils gegeben worden. Sie ist der unversehrte Garten des Paradieses, die Trägerin aller
Blumen, die Gott je erschaffen hat. Sie trägt die Fülle der Göttlichen
Mysterien, weil Sie diese in Sich zum vollen Wachstum gebracht hat.
Gott hat Ihr eine unendliche Macht und Weisheit gegeben, um uns dafür
auszurüsten, genau die Wege zu vollenden, die Sie gegangen ist: Wege
der Heiligkeit; Wege, die alle Finsternis beschämen. Gottes Vorsehung
hat uns mit Ihr in Verbindung gebracht, damit wir Ihren Belehrungen Folge leisten und damit in uns die Hoffnung wächst. Die reine Hoffnung ist
die Fähigkeit, die Wirklichkeit um uns herum so zu betrachten, als ob
Gottes Gerechtigkeit in ihr bereits jegliches Ungleichgewicht ausgeglichen hätte. Das ist nun Ihre große Aufgabe:
Bitten Sie Maria um die Kraft, die Blume der wahren Hoffnung so stark
und unverwelkbar in sich aufblühen zu lassen, dass Sie in Ruhe und innerlichem Frieden die Entwicklungen Ihrer Kinder verfolgen können, im
felsenfesten Vertrauen, dass sie diese Strecke ihres Lebensweges absolvieren müssen, weil die gesammelten Erfahrungen ihnen (und Ihnen
als Mutter) dienlich sein werden, um innerlich völlig gereinigt zu werden,
damit die Seelen Ihrer Kinder auf einer soliden Grundlage neu gestaltet
werden können. Maria WIRD Ihnen dabei helfen, und aus einem neuen
Frieden heraus werden Sie so viel neue Kraft und Ruhe auf die Kinder
abstrahlen können, dass auch in ihnen die innerlichen Stürme sich legen
werden.
Wann wird es so weit sein? Aus menschlicher Sicht lässt sich diese Frage nicht beantworten, aus Göttlicher Sicht schon: wenn die Fülle von
Gottes Zeit für diese Wiedergeburt gekommen sein wird. Die Fülle von
Gottes Zeit, heißt konkret: zum Zeitpunkt, wenn innerhalb des Göttlichen
Heilsplans die Fülle der Gnade verwirklicht worden ist, mit anderen Worten, sobald für die Verwirklichung der betreffenden Entwicklung in ausreichendem Maße und mit genügend erlösender Liebe gekämpft worden
ist, damit es gemäß dem Gesetz Gottes gerechtfertigt erscheint, die notwendigen Gnaden freizusetzen. Seien Sie sich dessen bewusst, dass
jede Prüfung, die Sie in aufrichtiger Hingabe und voller Zuversicht
Maria darbieten, die Fülle von Gottes Zeit für die Wiedergeburt Ihrer
Kinder voranbringen wird.
54
Zum Schluss möchte ich dir noch Nachfolgendes zur Betrachtung mitgeben. Die Heilige Gertrudis, die im 13. Jahrhundert in Helfta lebte, wandte
sich eines Tages tief beschämt an Jesus, weil sie beim Saubermachen
in der Klosterkapelle dauernd innerlich zu Maria gesprochen habe und
sich plötzlich fürchtete, sie könne Jesus vernachlässigt haben. Jesus
antwortete ihr folgendermaßen: “Meine Tochter, wie könnte Ich Gefallen
daran haben, wenn du dauernd zu Mir reden würdest und Meine hochheilige Mutter vergisst? Als Beweis dafür, dass Ich sehr froh darüber bin,
dass du dauernd zu Meiner Mutter gesprochen hast, gebiete ich dir, in
den nachfolgenden Tagen vor jedem Bild Meiner Mutter niederzuknien
und Ihr die höchsten Ehrerbietungen darzubringen und diese ganzen
Tage während deiner Putzarbeiten nicht mit Mir zu sprechen, außer den
Akt der Anbetung, wenn du am Tabernakel vorbeikommst.” Worte von
Gott Selbst, in Bezug auf die von Ihm gewünschte Gesinnung gegenüber
Maria...
Immer sehr gerne bereit. Ich flehe von unserer Himmlischen Herrin für
dich um die Kraft eines ausdauernden aber friedlichen inneren Widerstandes gegen jegliche Stimme, die dich von Maria fernzuhalten versucht. Bitte auch selbst Maria, Sie möge auf dich die Gnade herab rufen,
unbeirrbar Ihr Soldat zu werden. Für Maria und für Ihre Ehre zu kämpfen,
heißt, den Sieg vom Göttlichen Licht aktiv zu fördern. Gott wird es dir
über jedes Maß lohnen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Deine Myriam
10. Über Minderwertigkeitskomplexe — über die Myriam-Gebete
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
Minderwertigkeitskomplexe sind Früchte aus der Saat, die der Fürst der
Finsternis in alle Seelen auszuschütten versucht. Wenn Sie die Belehrung der Herrin aller Seelen “Die Saat des Paradieses” lesen, werden
Sie nachvollziehen können, wie sich Satan bemüht, den Seelen jegliche
Würde zu nehmen. Jede Menschenseele trägt die Saat ihres Schöpfers
in sich und ist gerade aufgrund dieses Schatzes, den sie in sich trägt,
fähig, eins zu werden mit Christus. Gerade deswegen soll sich die Seele
davon zu überzeugen versuchen, dass jegliches Gefühl der Minderwertigkeit nicht auf Wahrheit basiert. Satan ist der Meister der Lüge. Seine
Bestrebung ist es, die Seele von Gott zu entfernen. Die Seele, die sich
minderwertig fühlt, wagt es manchmal nicht mehr, sich ihrem Gott zu nähern, während gerade Er ihr das Licht des Lebens bereiten will. Er tut
das sehr gerne durch Maria, Seine vollendete Tochter, die der Seele den
wahren Frieden vermittelt. Der wahre Frieden ist die Grundlage einer
großen Fruchtbarkeit. Gefühle der Minderwertigkeit bremsen die Frucht31
senschaft des Göttlichen Lebens lehrt und dass Ihr lediglich aus diesem
Grunde die Verpflichtung obliegt, von den Seelen zu verlangen, dass sie
sich auch Ihr (Maria) zu Füßen niederwerfen, um in Ihr das Meisterwerk
Gottes und alle Seine Mysterien anzubeten. Maria hat Teil an den meisten Göttlichen Mysterien, weil Gott Sie an Seinen größten Werken hat
beteiligen wollen, und zwar in einem außerordentlichen und für eine erschaffene Seele einmaligen Maße.
Maria hat mir ein nagelneues Gebet eingegeben, das sich besonders für
Ihr Anliegen eignet. Beten Sie es wenn möglich in Form einer Novene
und kombinieren Sie es vorzugsweise mit dem außerordentlich machtvollen Gebet 1047, das von Maria Selbst als kräftigster Laienexorzismus
schlechthin bezeichnet wurde. Auch die Gebete 173 und 194 dürften für
Sie geeignet sein.
Sehr gerne schließe ich Sie und Ihre Anliegen in mein Herz, wo unsere
Himmlische Herrin sie mit vollendeter Liebe begießen wird, damit sie
fruchtbar werden für Gottes Reich. Sie möge Ihr mächtiges Herz, vom
Göttlichen Leben erfüllt, auf diesem Weg der Prüfung in Ihnen schlagen
lassen. Halten Sie sich mittlerweile vor Augen, dass jede Prüfung vergänglich ist, die aus ihr aufblühende Blume dafür unverwelkbar.
Liebe Schwester, erlaube mir, deiner Seele das größte Geschenk zu bereiten, das ich dir je geben könnte: Glaube für immer und unbeirrbar,
dass Marienverehrung nicht nur richtig, sondern absolut notwendig
ist für die Seele, die Gott ihre Liebe beweisen will. Vergiss nie, dass
jede Seele nach diesem Leben einem Göttlichen Urteil unterzogen wird,
das in erster Linie auf diesem Grundsatz basiert: “Wie viel Liebe hat Mir
diese Seele geschenkt, sowohl unmittelbar als auch durch die Werke
Meiner Hände?” Die größte Liebe Gottes ist Maria. Demjenigen, der Maria brennend liebt, wird von Gott letzten Endes ALLES verziehen; denn
dieser hat Gott geliebt in Seinem Meisterwerk, und die brennende Liebe
zu Gott ist ein Feuer, das die Spuren vieler Sünden und Schwächen auslöscht. Diese Seele wird sich darüber hinaus der uneingeschränkt mächtigen Fürbitte der Herrin aller Seelen erfreuen dürfen. Jede Seele, die
dich von der Verehrung Mariens wegzureißen versucht, ist ohne
weiteres als großer Feind des Heils deiner Seele zu betrachten. Die
Gegner der Marienverehrung begründen ihre Irrlehren gerne auf dem
Mangel an Beweisen für das Gegenteil. Jetzt ist die Offenbarung der
wahren Natur Mariens noch in der Phase der Mystik. Sehr oft werden
Erkenntnisse, die auf mystischem Wege zu den Seelen kommen, Jahrzehnte lang heftigst bestritten. Nachher, wenn die Fülle von Gottes Zeit
für diese Erkenntnisse gekommen ist, werden sie akzeptiert. Grignion de
Montfort wurde sehr heftig bekämpft, wurde aber lange Zeit nach seinem
Tod durch den Heiligen Stuhl zum Kirchenlehrer ernannt. Maria hat mir
versprochen, dass Ihre Anerkennung als Herrin aller Seelen kommen
wird, in der Fülle von Gottes Zeit... Von mir erwartet Sie bereits eine lebenslängliche totale Selbstaufopferung im Kampf für diese Wahrheit,
welche die absolute Krönung der Lehre über Maria bringen soll.
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
Was heißt eigentlich: “wenn die Fülle von Gottes Zeit gekommen ist”?
Das heißt: wenn innerhalb des Göttlichen Heilsplans für die Seelen die
Gnadenfülle verwirklicht worden ist, mit anderen Worten: sobald für die
Verwirklichung der betreffenden Göttlichen Verfügung ausreichend gekämpft worden ist, um diese Gnadenfülle zu erwirken, und diese Verfügung durch eine ausreichende Anzahl von Seelen akzeptiert und anerkannt worden ist. Im vorliegenden Fall beinhaltet dies unter anderem den
Kampf gegen die Gegner der Marienverehrung, die in der Offenbarung
Mariens als Herrin aller Seelen ihre absolute Krönung erhalten soll, kraft
Göttlichen Erlasses.
Die Tatsache, dass Sie diesen inneren Kampf in einem Brief an unser
Apostolat zum Ausdruck bringen, das von der Gottesmutter Selbst mit
der Zielsetzung gegründet wurde, Liebe, Hoffnung und Ermutigung in
den Seelen aufgehen zu lassen wie eine Frühlingssonne nach dem
dunklen Winter, weist nach, dass Gottes Licht in Ihnen dabei ist, Sie zu
den Quellen des wahren Göttlichen Lebens hinzuziehen. Ich möchte
gleich vorwegnehmen, dass jedes Wort, das ich an Seelen schreibe, aus
dem Herzen Mariens hervorquillt. Maria kennt Sie durch und durch. Sie
kennt jeden Meter, den Sie auf Ihrem Lebensweg zurückgelegt haben,
und diesen Brief dürfen Sie als die persönliche Antwort Mariens betrach-
30
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
(Es folgt das Gebet Nr. 1112. Gebet zu Maria für die Reinheit unserer Jugend)
19. Über die Leiden als Quelle des Heils — über Myriam
Ihr Brief freut mich, und zwar aus einem ganz besonderen Grund. Ihre
Seele befindet sich in einem inneren Kampf, der darauf basiert, dass die
Göttliche Vorsehung Sie auf einen Lebensweg gesandt hat, der Ihnen
einen Schatz an erlösendem Potential zur Verfügung gestellt hat. Sobald
es Ihnen gelingt, diesen Schatz richtig zu erschließen, das heißt: ihn zu
der vollen Fruchtbarkeit aufblühen zu lassen, die in ihm enthalten ist,
wird Ihr Leben zu einer Bombe auf die Stellungen der Finsternis. Leiden,
um Gottes Willen hingenommen und in Liebe getragen, bringt in der eigenen Seele ebenso wie innerhalb des ganzen Heilsmysteriums eine
Lichtexplosion zustande. Aus diesem Grunde werden Sie zurzeit innerlich entmutigt. Diese innerliche Verfassung entspringt jedoch aus einer
Versuchung.
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ten; denn in jedem Wort schüttet Sie Ihre Liebe aus, und durch die Worte
bringt Sie in den meist verborgenen Winkeln Ihrer Seele die Auswirkungen Ihrer ungeahnten Macht zur Entfaltung.
Der Mensch lebt sein Leben in einem Körper, der unzähligen Einflüssen
und Empfindungen ausgesetzt ist. Durch die Erbsünde hatte sich die
Menschenseele von Gott entfernt. Um diese Kluft wieder zu überbrücken, hat Gott den menschlichen Körper, der vor der Erbsünde eigentlich
ein verherrlichter Körper war, mit der Fähigkeit versehen, zu leiden. So
erhielt der Mensch eine Möglichkeit, durch die täglichen Empfindungen
im Fleisch Opfer darzubringen, welche die verlorene Heiligkeit zurückerobern können. Gott hat der Menschheit gegenüber das Zeugnis dieser
Wahrheit durch die Menschwerdung Seines Sohnes erbracht, der ausschließlich zu dem Zweck unter uns geschickt wurde, uns den Weg zu
Gott aus einer neuen Perspektive zu lehren (die Frohe Botschaft) und
uns die menschlichen Leiden als Quellen des Heils vorzuführen.
Aus menschlicher Sicht, sind die körperlichen und geistigen Leiden nicht
erfreulich. Aus menschlicher Sicht setzt der Mensch den Leiden Grenzen, indem er sie als qualvoll empfindet und sogar der Versuchung erliegen kann, die Leiden wären eine Strafe Gottes oder zumindest die
Früchte eines Mangels an Liebe von Seiten Gottes. Seien wir uns immer
dessen bewusst, dass es sich da um eine menschliche Sicht handelt, die
auf listige Weise von Satan beeinflusst wird, der ja nicht will, dass der
Mensch seine Leiden akzeptiert: In jenem Fall lähmen diese ja seine
finsteren Werke!
Das Leiden ist die höchste Form der Liebe. Das Leiden bringt dadurch
die reinste Liebe zum Ausdruck, dass Leiden dem Menschen die Gelegenheit bietet, über seinen eigenen Schatten zu springen. Durch die Leiden wird es dem Menschen ermöglicht, seine Körperlichkeit zu opfern
und sich dabei der reinen Vergeistigung zu nähern. Verlieren wir nie aus
den Augen, dass wir nicht mit dem Körper zum Gottesurteil gehen, sondern mit der Seele. Unser Körper wird uns kraft Göttlichen Erlasses —
von Gott nach der Erbsünde als Widerwort Satan gegenüber erlassen —
als ein Potential geschenkt, das darauf wartet, erschlossen zu werden. In
dem Maße, wie es tatsächlich erschlossen wird, indem der Mensch seinen Körper der Göttlichen Liebe als Opfer darbietet, entfaltet sich dieses
Potential wie eine Blume, die sich Blättchen um Blättchen öffnet. Je
mehr Blättchen sich öffnen (das heißt, je mehr der Mensch seine täglichen Leiden von Herzen hinnimmt und ausdrücklich an Maria weiht),
desto herrlicher duftet diese Blume.
Bei einer Seele, die ihre körperlichen und geistigen Leiden in Liebe Maria — und durch Sie Gott — darbringt, handelt es sich allmählich um ein
himmlisches Parfüm, das Gottes Herz dazu veranlasst, sich so weit auf-
56
Was Sie wirklich ist, wird uns jetzt offenbart. Maria sagte mir vor ein paar
Jahren, das Apostolat “Myriam van Nazareth” bilde die Vollendung des
Apostolates ihres geliebten französischen Heiligen Grignion de Montfort,
in der Verkündung der vollen, uneingeschränkten Wahrheit über Maria,
weil die Zeit dazu JETZT gekommen sei. Dieses Apostolat ist ein neuer
Wendepunkt in der Heilsgeschichte, der durch eine “mystische Explosion” herbeigeführt wird. Welch nie zuvor gesehenes Vorrecht fällt uns da
als Geschenk aus Gottes Hand ins Herz! Und betrachte mal, was Maria
aufgrund des Willen Gottes verkündet: Die Krönung der wahren Anbetung Gottes ist, dass die Seele Seine Werke preist und sie mit größter Ehrfurcht hegt. Ich wiederhole diesbezüglich: MARIA ist das MEISTERWERK Gottes. In keinem anderen Seiner Werke hat Er ALLE Vollkommenheiten Seiner schöpferischen Leistungen angesammelt. In MARIA hat Er gerade das gemacht. Sie ist die Schatzkammer der Göttlichen
Mysterien. Sie ist “voller Gnade”, was bedeutet, dass ALLE Göttlichen
Gnaden und Gaben in Ihr versammelt sind. Gott hat Maria als Seine unfehlbare Antwort auf die Erbsünde (das “Meisterwerk” Satans) erschaffen. Er beabsichtigte, in Maria ein Wesen zu erschaffen, dessen Anblick
Ihm in einem einzigen Augenblick sämtliche Schönheiten Seiner ganzen
Werke zeigen kann.
Deshalb gilt in der Fülle des Wortes: Wer Maria zu seiner Herrin wählt
(d.h. wesentlich, wer die Göttliche Verfügung akzeptiert, kraft derer Maria
die Herrin aller Seelen IST), gibt Gott ALLEN Platz; denn Maria verkörpert eben alles Göttliche, insoweit Gott Sich den Seelen offenbaren will.
Sie bringt das Göttliche Licht in die Seelen hinein, in einer Form und Intensität, die von den Seelen (schwach wie sie durch die Erbsünde sind)
aufgenommen werden kann. So wird Maria erst recht zur Brücke zwischen Gott und den Seelen: Sie führt uns das Göttliche Licht zu in einer
von uns aufnehmbaren Form, lässt es in uns völlig entfalten und fruchtbar werden und führt uns dann in der Vollendung der uns durch Jesus
erwirkten Erlösung zu Gott zurück. Jeder, der dieses von Gott Selbst
gewählte System verkennt, ist auf einem Irrweg; denn wer Gottes Verfügungen nur teilweise folgen will (z.B. dadurch, dass er Maria nicht so anerkennt, wie Sie in Ihrer Fülle IST), beweist dadurch, dass seine Liebe zu
Gott mangelhaft ist: Er liebt nicht die wahre Art Seines Meisterwerkes,
somit verleugnet er Gott Selbst.
Um die Begriffe richtig einzuordnen, vermittle ich dir die Worte Mariens:
“Nur Gott darf angebetet werden, eine erschaffene Seele wird nicht
angebetet, sie darf nur verehrt werden. Wieso denn, zeige Ich dir
wiederholt die Engel, Mir im Lobpreis zu Füßen liegend? Weil sie in
Mir das Meisterwerk Gottes und alle Seine Verfügungen anbeten.”
Siehst du den Unterschied? Maria verlangt keine “Anbetung”, Sie weist
nur darauf hin, dass es Ihre Berufung ist, die Seelen bei der Heiligung zu
begleiten und zu unterstützen, unter anderem, indem Sie ihnen die Wis29
Muttersprache, dem Niederländischen, nahezu 3000 Seiten) bezeichnete
Sie als “die Wissenschaft des Göttlichen Lebens”.
zuschließen, dass Ströme von Gnaden über die Menschheit ausgeschüttet werden. Das Ergebnis ist zweierlei:
Im Winter 2007-2008 diktierte Maria mir den Plan zum Ausarbeiten einer
Schrift, die, wie Sie Selbst sagte, “eine Lichtexplosion” hervorrufen würde. Sie werde durch diese Schrift Gottes Plan zu Ende führen, der daraus bestand, dass “Gott den Zeitpunkt für gekommen hielt, die wirkliche Natur, die wirkliche Größe und Erhabenheit Mariens den Seelen zu verkünden”. In einer Privatoffenbarung vertraute mir Maria an:
“Du wirst viel zu Leiden bekommen; denn diese Schrift wird zu einem gewaltigen Zeichen des Widerspruchs werden. Aber es muss
jetzt vollbracht werden. Die Zeit ist gekommen, Mich den Seelen so
bekannt zu geben, wie Ich wirklich bin, ohne jede Einschränkung.
Dies alles passt innerhalb des Göttlichen Kampfes gegen die Werke
der Finsternis, in dem Mir der Allerhöchste die Führung in die Hände gegeben hat.” Die Schrift wurde in einigen Wochen absolviert und
bekam den von Maria gewünschten Titel “Die Morgendämmerung von
Gottes Reich auf Erden”. In dieser Schrift wird auf systematische Weise
die wahre Natur Mariens bekannt gegeben. Jedes Wort stammt aus dem
Mund Mariens. Auch Jesus Selbst und der Hl. Erzengel Michael verkündeten mir einige Thesen, die in dieser Schrift verarbeitet wurden.
1. einen Schritt voran im Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, die ja
gerade die Quelle allen Elends ist;
Die Erhabenheit Mariens ist also von Gott Selber nachgewiesen worden.
Wieso denn die Feindseligkeiten gegen Maria? Aus einem ganz einfachen Grunde: Maria hat von Gott die Führung im Kampf gegen die Werke der Finsternis erhalten. Die Kräfte der Finsternis benutzen genau
deswegen seit vielen Jahrhunderten Maria als die bevorzugte Zielscheibe ihrer Irrlehren. Sie verketzern jegliche Ehrenerbietung gegenüber der
Gottesmutter und versuchen, die Marienverehrer für dumm und naiv zu
verkaufen. Diese Strategie wurde bereits innerhalb der evangelischen
Kirche betrieben und wird ebenfalls von den Freikirchlern praktiziert: Die
Rolle Mariens muss minimalisiert werden, damit keiner noch an diese
große Wahrheit glaubt. Liebe Schwester, ich sage dir betont: folge ihren
Wegen nicht; denn sie irren. Sie verketzern in Wahrheit Gott Selber,
der Maria durch den Heiligen Geist zur Braut auserkoren hat, der Sie
durch den Mund des sterbenden Jesus den Seelen zur Mutter und Herrin
gegeben hat, der Sie mit den allerhöchsten Orden, Begabungen, Eigenschaften und Vorrechten bekleidet hat und der jetzt, in unserer Zeit,
durch die armselige Dienerin Gottes “Myriam van Nazareth”, Selber verkündet, dass jede Seele, die Maria nicht so anerkennt, wie Sie wirklich
ist, in allen Ihren erhabenen Eigenschaften und Ihrer einmaligen Natur,
in Wahrheit Gottes Meisterwerk verleugnet. Jesus Selber sagte mir einst,
dass die Seelen Ihn (Jesus) durch keine andere Lieblosigkeit so verletzen könnten, als dadurch, dass sie Seine Mutter nicht als dasjenige anerkennen, was Sie wirklich ist.
28
2. die Heiligung der leidenden Seele selbst, die ja gerade die Nachfolge
Christi in ihrem eigenen Alltag lebendig macht und dadurch Gott die
höchste Verherrlichung darbringt. Gerade das Maß, in dem die Seele zur
Verwirklichung der Pläne und Werke Gottes beiträgt, bestimmt den
„Wert“ dieser Seele innerhalb des Göttlichen Heilsplans.
Das Leiden als höchste Form der Liebe ist ein Prozess, der sich in beide
Richtungen vollzieht. Die Leiden werden nie von Gott verursacht, werden
aber voll von Ihm zugelassen WEIL Er deren außerordentlichen Wert
kennt (Er hat ja Selber dieses Mysterium zugunsten der Menschenseelen erschaffen). In dieser „Zulassung“ strömt bereits die Fülle der Göttlichen Liebe. Auch vom Menschen aus zu Gott strömt die Liebe in allem
akzeptierten Leiden. Das Maß, in dem der Mensch dazu bereit ist, sein
körperliches Wohlbefinden (das ja für das menschliche Wesen so wichtig
ist) den Plänen Gottes aufzuopfern, ist mithin das große Maß, nach dem
Gott die Liebe dieser Seele misst. So entwickelt sich zwischen Gott und
den Seelen ein Kreislauf der Liebe, der zur Grundlage des Gleichgewichtes innerhalb der Schöpfung wird. Die Schöpfung befindet sich zurzeit
eben dadurch in einem fürchterlichen Ungleichgewicht, dass viel zu wenig Seelen ihre Leiden mit Liebe annehmen und Gott anbieten, vorzugsweise durch die Hände Seiner vollkommenen Tochter, der Schmerzensreichen Mutter und Miterlöserin, Maria.
Wir sollen uns dauernd vor Augen halten, dass es durchaus möglich ist,
Freude am Leiden zu finden. Aus menschlicher Sicht ist das völlig ausgeschlossen, weil der menschliche Geist von der Finsternis umnachtet
worden ist und somit die Wahrheit Gottes in Bezug auf den unglaublichen Wert des Leidens nicht mehr ergründet. Sobald sich aber die Seele
total, bedingungslos und für ewig MARIA weiht und diese Weihe in allen
Einzelheiten des Alltags total lebt, öffnet sich eine völlig neue Welt, als
ob die Seele Tag für Tag neue Landschaften einer ihr bisher unbekannten Welt zu Gesicht bekommt, Landschaften, die ihr zeigen, dass es eine
Wirklichkeit gibt, die weit über die menschliche Wahrnehmung hinaus
steigt. Die Seele merkt dann, dass unser Konzept der „Freude“ verunstaltet ist: Die wahre Freude ist jene, welche uns aus dem Herzen Gottes
zufließt und die Er uns in diesen Letzten Zeiten in einem besonders hohen Maß durch MARIA zukommen lässt. Wahre Freude ist eine Quelle
von Wasser Göttlichen Lebens. Die „Freude“ aus menschlicher Sicht aber ist kein Wasser, sondern Dampf: sie verdunstet unter der Hitze einer
jeglichen Versuchung.
57
Solange die Seele sich nicht vollkommen von der menschlichen Sicht auf
Freude und Leiden befreit hat, fällt sie unvermeidlich immer wieder der
Entmutigung zum Opfer. Es wird alles letzten Endes zu viel. Ich möchte
Ihnen diesbezüglich etwas anvertrauen, dass Ihnen dabei behilflich sein
dürfte, sich nicht länger auf den verdunstenden Dampf zu verlassen,
sondern das Wasser Göttlichen Lebens zu trinken:
Vor meiner Berufung durch Maria war ich selbst seit vielen Jahren öfters
erkrankt und musste eines Abends in letzter Sekunde aus Todesgefahr
reanimiert werden. Ich glaubte, das Leben sei eine Verkettung von Leiden, von denen ich mich allmählich so bedrängt fühlte, dass ich vor vielen Dingen und Entwicklungen richtig Angst bekam. Ich kann deshalb
durchaus nachvollziehen, was in Ihnen vorgeht. Im Frühling des Jahres
1997 aber erschien mir zum ersten Mal Maria. In einer langen Kette überwältigender mystischer Erfahrungen begann Sie, mich für Ihren
Dienst auszubilden. Sie tat das anfangs in Ihrer Eigenschaft als Schmerzensreiche Mutter. Nach einiger Zeit schloss Sie mit mir einen Bund: Sie
lud mich dazu ein, für Sie zu leiden, in der Absicht, möglichst viele Bekehrungen zu erwirken. Sie fragte mich, ob ich damit einverstanden wäre. Ich konnte und wollte nichts anders als zustimmen, weil ich Ihre überwältigende Liebe spürte und Sie mich in einer Vision die schrecklichen Qualen Ihres eigenen Herzens wegen der Sünden der Welt spüren
ließ. Ich empfand diese Einladung deswegen als ein außerordentliches
Geschenk; denn mir wurde ermöglicht, den Weg Christi und Mariens zu
gehen: durch die Selbstaufopferung Erlösung, Liebe und Licht bringen zu
helfen.
Mein Jawort wurde zum Anlass einer unglaublichen Explosion von Liebe
in Ihrem Herzen. Darauf begann mich Maria über lange Zeit ausführlich
im Wert des Leidens und in den Kenntnissen über das Erlösungsmysterium zu unterrichten. Diese Ausbildung sollte (2005) letztendlich zu der
Krönung meiner Berufung als „Apostel der Herrin aller Seelen“ führen.
Täglich unterzieht mich die Himmlische Königin einer strikten Gehorsamsdisziplin ebenso wie einem Bußplan, der — und das schreibe ich
lediglich zu Ihrer Ermutigung, zum Unterstreichen desjenigen, was ich
vorhin schrieb — ständige Leiden mit sich bringt, an Körper und Seele.
Immer wieder unterzieht Sie mich Leiden, die unter anderem dazu dienen sollen, die Überlegenheit der körperlichen Empfindung innerhalb
meiner Seele weiter und weiter zurückzudrängen.
Das Ergebnis ist, dass ich vielmals erfahren habe, wie ich an die Grenze
des Erträglichen gebracht wurde und durch die Kraft der inständigen
Weihe meines körperlichen Empfindens an Maria mitsamt dem Willen,
diese Leiden für Maria (und dadurch für Gott und für alle Seelen) zu
erbringen, dazu kommen konnte, an der Grenze der Erschöpfung richtig
Freude zu empfinden. Maria erklärte mir diese Erfahrung dadurch, dass
die Kombination einer richtig aufblühenden Liebe, eines Willens zum
58
den Seelen? Dies ist an erster Stelle auf Maria Selbst zurückzuführen:
auf Ihre Demut. Du weißt, dass gerade die Demut und die brennende
Liebe zu Gott und zu Seinen Plänen und Werken die wahre Heiligkeit
einer Seele nachweisen. Vom Kreuze herab, sagte der sterbende Jesus
zu Seinem Jünger Johannes: “Sohn, siehe, deine Mutter”. Durch diese
Worte vertraute Jesus nicht nur Seine Mutter Seinem geliebten Jünger
an, sondern Er unterschrieb zur gleichen Zeit einen ewigen Bund mit den
Seelen. Kraft dieses Bundes wurde Maria den Seelen gegeben und wurden die Seelen Maria anvertraut. Maria wurde dadurch die Brücke zwischen Himmel und Erde. Als viele Jahre nach dem Tod Jesu, nachdem
auch Maria bereits in den Himmel aufgenommen worden war, der Apostel Johannes damit anfing, Sein Evangelium zu schreiben, war er im
Begriff, die Größe Mariens zu enthüllen. Außer Jesus und dem heiligen
Josef war Johannes der Einzige gewesen, der die wahre Größe, die
wahre Heiligkeit, die wahre Erhabenheit Mariens richtig erkannt hatte,
weil er diese auf mystischem Wege hatte durchschauen dürfen. Seine
Verehrung für Maria war aus diesem Grunde so uneingeschränkt, dass
er meinte, er würde der Christengemeinschaft dadurch einen Dienst erweisen, dass er dies bekannt macht. Da erschien ihm aber die Gottesmutter und verbot ihm, außer dem absolut notwendigen Mindestmaß an
Andeutungen auf Sie, auch nur das geringste Wort über Maria aufzuzeichnen. Ihre Worte lauteten: “Das, Mein Sohn, ist für spätere Zeiten.
Zunächst muss die Kirche Christi wachsen und muss somit die Figur Jesu im Mittelpunkt bleiben.” Das Ergebnis: Die Evangelien erwähnen
kaum etwas Greifbares über Maria. Die Frage blieb: Wer und wie war
eigentlich diese besondere Frau?
Durch die Jahrhunderte wuchsen die Kenntnisse über Maria allmählich,
durch Visionen und Offenbarungen, die vom Himmel an Mystiker geschenkt wurden. Erst dem Heiligen Grignion de Montfort aber wurde es
vergönnt, einen einigermaßen systematischen Blick auf Maria zu entwickeln. Vieles blieb dennoch etwas verschleiert.
Als mich Maria im Jahre 1997 auf mystischem Wege zu Sich rief und
mich völlig in Ihren Dienst stellte, begann Sie allmählich, mich durch
langjährige Reihen von Visionen, Eingebungen und Offenbarungen in
Ihre Mysterien einzuweihen: Schritt für Schritt zeigte Sie mir, wer Sie
war, wie Sie war, mit welchen einmaligen Eigenschaften Gott Sie versehen hatte usw. Ich durfte Sie während Ihres irdischen Lebens “beobachten”, ich durfte Schritt für Schritt tiefer in Ihre Mysterien vordringen. Ende
2005 fing Sie an, mir Ihre “Offenbarungen als die Herrin aller Seelen” zu
vermitteln. Inzwischen gab Sie mir eine Schrift und Belehrung nach der
anderen ein. Ein richtiges System begann sich zu entwickeln, als ob Sie
mir Sich Selbst so entfaltete, wie Sie wirklich war, ohne weitere Zurückhaltung. Das versetzte mich öfters in Staunen. Das Ganze dieser Schriften und Belehrungen (inzwischen umfasst alles Geschriebene in meiner
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vorzugsweise zeigt, ist jenes der so genannten abstrakten Vision. In dieser schließt Maria zeitweise alle sinnlichen Wahrnehmungen einschließlich aller “normalen” Gedanken völlig ab und zeigt Sich dann “vor den
Augen der Seele”. Dabei kann sie entweder hörbar sprechen (so wie —
unter anderem — in den Offenbarungen) oder unhörbar Unmengen von
tief-spirituellen Kenntnissen unmittelbar auf das Innere meiner Seele übertragen. Das heißt, dass sich nach Ablauf einer solchen Vision herausstellt, dass ich vieles weiß ohne je etwas darüber gehört oder gelesen oder studiert zu haben. Noch vieles mehr ereignet sich während Visionen. Ich bräuchte ein ganzes Buch, um alles zu beschreiben. Ich
möchte auf jeden Fall betonen, dass die Herrin aller Seelen unsagbar
schön ist und dass Sie die Seele wirklich verzaubert durch Ihre unbeschreibliche Liebe. Ich betone dies dir gegenüber, damit du nie unterlässt, Ihr zu folgen, im vollen Bewusstsein dessen, dass Sie dich immer
beschützen und alles in die Wege leiten wird, dir die Gnade zu erwirken,
nach der du dich so sehr sehnst. Hör nie auf, Sie zu lieben mit allen deinen Kräften.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Deine Myriam
9. Über den unermesslichen Sinn der Marienverehrung — Maria, wie
Sie wirklich ist — die Feindseligkeit gegen die Marienverehrung
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
in Bezug auf die Marienverehrung liegen unglaublich viele Verirrungen
vor. Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass diejenigen, die eine Seele
von der Verehrung Mariens wegreißen wollen, Gottes Werken und Plänen gewaltig entgegenwirken. Wäre dem nicht so, so wäre meine eigene
Berufung, die ich ja von Maria Selbst erhalten habe, an sich völlig sinnlos
und sollte ich davon ausgehen, dass Maria Selbst, die Allerreinste, mich
auf einen Irrweg gesandt hat. Das anzunehmen, wäre ungefähr der
größte Anstoß, den man Gott bereiten könnte. Ich werde dir nachweisen,
dass die Gegner der Marienverehrung ein grobes Unrecht verbreiten,
das viele Seelen in den Abgrund stürzen kann.
Kennst du den französischen Heiligen Ludwig Maria Grignion de Montfort? Dieser Pfarrer, der Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts
lebte, wurde eines Tages von der Gottesmutter dazu aufgerufen, Ihre
wahren Eigenschaften näher zu den Seelen zu bringen. Maria war
selbstverständlich als die Mutter Christi bekannt, und im Schoß der Heiligen Kirche waren bereits wunderbare Texte über Marias Größe entstanden, sowohl durch Päpste als auch durch mehrere Heilige (Alphonsus Maria de Liguori, Bonaventura, Bernardus u. a.). Wieso denn war
über die wahre Größe Mariens noch so wenig Übereinstimmung unter
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blinden Gehorsam und eines Maria geweihten Leidens im Mittelpunkt der
Seele völlig ungeahnte Kraftquellen erschließt, die lediglich daraus hervorgehen, dass „Liebe + Leiden + Gehorsam“ Ströme Göttlicher Gnaden
erschließen, die sich in der Seele als neue Kraft bemerkbar machen.
Es ist gut, uns dessen bewusst zu sein, dass Leiden die unterschiedlichsten Urheber haben können. Viele menschliche Leiden werden durch
menschliches Eingreifen hervorgerufen. Zu dieser Kategorie gehören auf
jeden Fall die Leiden, welche der Mensch im Rahmen einer medikamentösen Fehlbehandlung empfindet. Sehr viele klassisch medizinische Eingriffe werden von Gott NICHT gebilligt, weil diese Seinen Plänen nicht
dienlich sind. Jedes Leiden, das auf dem natürlichen Wege entsteht,
kann Gnadenströme einbringen, im Maße, wie sie ausdrücklich Gott
(vorzugsweise durch Maria) geweiht werden. Diese Leiden sind eben
„natürlichen Ursprungs“, weil sie unmittelbar zu den Entwicklungen des
Göttlichen Heilsplans für die Seelen passen. Unnatürlich hervorgerufene
Leiden, wie diese Fehlbehandlungen, werden zwar von Gott benutzt,
sind aber keineswegs von Ihm vorgesehen.
Jesus und Maria möchten uns nur zu gerne von allem Leiden befreien
und heilen. Sie wollen das Leiden nicht, Sie haben es allerdings nötig,
damit sich die Heilung der Menschheit von den Spuren der Sünde vollziehen kann. Die Erlösung einer Seele ist zwangsläufig die Frucht einer
Zusammenarbeit zwischen der Göttlichen Gnade und dem menschlichen
Leiden. Gott könnte uns aus allem befreien, wird das aber nie ohne unsere Mitwirkung tun, da nur der richtige Gebrauch des freien Willens
durch die Seele sie erlösen kann. Die Seele kann ihren freien Willen nur
dadurch richtig benutzen, dass sie Gott sagt: „Ich bin dazu bereit, mein
Schicksal zu tragen, was immer es mir bringt, weil ich fest daran glaube,
dass DU es mir bereitet hast, weil es mir den Weg bringt, der mir am
meisten nützt.
Maria hat mich unendlich Vieles über das Wesen des Heils- und Erlösungsplans gelehrt. Sie leidet unaussprechliche Qualen wegen der Leiden der Menschen!!! Halten Sie sich vor Augen, dass Maria (und selbstverständlich gilt das ebenfalls für Jesus) ein allumfassendes Bewusstsein besitzt. Das heißt, dass Sie ALLE Leiden ALLER Geschöpfe gleichzeitig Selbst empfinden kann. Gerade aus diesem Grunde kann der
Mensch Gott nichts vormachen: Gott — und durch Göttliche Verfügung
Maria als Seine Vertreterin gegenüber den Seelen — spürt jegliches Gefühl, jegliches Leiden, jeglichen Kummer, jegliche Freude... eines jeden
Geschöpfes, ob Mensch oder Tier. Was jede(r) von uns am Körper, im
Herzen, im Geist und in der Seele empfindet, wird von Gott und Maria
ebenfalls in allen Einzelheiten nachempfunden. Es versteht sich also,
dass Maria und Jesus Sich wünschen, dass kein Geschöpf noch leidet.
Das Leiden ist aber aus der Erbsünde hervorgegangen, und die Spuren
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dieser Erbsünde müssen durch die Jahrhunderte von allen Seelen „ausradiert“ werden.
Jesus und Maria wünschen Sich für jeden Menschen nur Freude, Glück,
Liebe, Erlösung, Heil, oder in einem Wort: Einheit mit dem Herzen Gottes. Nötig dazu ist der Prozess der Heiligung, und dieser kann nur durch
„Liebe + Leiden + Weihe (= Akzeptierung + Aufopferung)“ vollendet werden. Es gibt keinen anderen Weg. Genauso wie alles, was aus Gottes
Herzen stammt, vollkommen ist, ist auch dieses System vollkommen.
Die Seele, die auf dem Wege der Mystik ausgebildet wird, lernt bald,
dies zu erkennen und mit Dankbarkeit anzunehmen. Die Göttliche Liebe
lässt sich nicht vom Leiden trennen. Jesu Kreuzestod ist die absolut vollendete Vermählung der Liebe mit dem Leiden. Ist das Kreuz nicht das
Symbol unserer Lebenshaltung? Das ist es, und mit Recht. Es erlöst uns
in dem Maße, wie wir den Weg Christi gehen. Jede Stimme, die sich als
Jesus tarnen würde und uns die Liebe ohne Kreuz verspräche, käme
nicht von Jesus, sondern von dem Erzlügner, der uns ein Leben des Genusses als heilvoll vorspiegeln will. Seien wir da äußerst vorsichtig; denn
die Schlange kann singen wie die Nachtigall, wenn es ihren Plänen
dient...
Gott lässt nichts verloren gehen. Auch die Tiere leben nicht umsonst.
Sagt nicht auch die Herrin aller Seelen, dass der Lebenskeim der Tiere
nach ihrem Ableben zu Gott zurückkehrt, ergänzt um alle Liebe und alles
Leid, die bzw. das ihnen von Menschenseelen zugefügt worden ist? So
bezeugen die Tiere beim Thron Gottes auch unser Verhalten ihnen gegenüber und somit die Verfassung unserer Seele. Wenn Gott alles für
die Tiere so vollkommen geregelt hat, wie sollte Er Sich denn dadurch
irren, dass Er uns leiden ließe, wenn dies uns nicht zur ewigen Glückseligkeit bei Ihm verhelfen würde?
Mir Botschaften zukommen zu lassen, muss ich — mit Dank — ablehnen, weil Maria mir nicht erlaubt, Botschaften anderer Seelen zu lesen.
Sie will mein Herz rein wie einen unbeschriebenen Papierbogen, damit
ich ohne jegliche Beeinflussung nur die Worte im Herzen trage, die Sie
mir aus der Quelle Ihres Herzens unmittelbar zufließen lässt. Meine einzige Lebensaufgabe besteht darin, mich in allen Einzelheiten des täglichen Lebens Maria zu Diensten zu stellen, im Gebet, in der Verkündigung, in der Buße, im Schreiben und in jeglicher Aufgabe, die es Ihr gefällt, mir zu erteilen. Das Leben eines Apostels ist halt nichts anderes als
die Aufopferung des Selbst zu Diensten des Heilsplans unseres Gottes
für die Seelen. Ich danke unserer Königin und Herrin auf Knien, für dieses erhabene Ziel leiden zu dürfen, und aus Liebe zu Ihr, zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit und zu allem Erschaffenen habe ich gelernt, das Leiden
wirklich zu lieben.
60
1. Du weihst dich total, bedingungslos und für ewig an Maria.
2. Du sagst Maria, dass du dich inständig danach sehnst, die Taufe zu
erhalten, aber gegen deinem Willen dazu gezwungen bist, auf das Sakrament der Taufe zu verzichten;
3. Du sagst nun Maria: “Meine Himmlische Mutter und Herrin, ich akzeptiere dieses Verbot von Seiten meines Vaters als wäre es ein
Verbot, das Du mir auferlegt hast; ich biete Dir alle Leiden dar, die
deswegen in meinem Herzen vorherrschen; und ich vergebe meinem Vater von ganzem Herzen.”
4. Du bittest Maria: “Meine Himmlische Mutter und Herrin, aufgrund
der Tatsache, dass ich Dir mein ganzes Leben lang vollkommen
gehören will, bitte ich Dich inständig, geruhe, Deine Macht und Deine Liebe dazu anzuwenden, mir zu erwirken, dass der Dreieinige
Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, mir die Auswirkungen einer
geistigen Taufe eingießen möge, damit ich den Schutz und die Führung gegen alles Böse erhalte, als wäre ich wirklich getauft.”
5. Du bittest zum Schluss Maria: “Meine Himmlische Mutter und Herrin, ich bitte Dich inständig, irgendwann in Zukunft, zu einem von
Gott Selber gewählten Zeitpunkt, das Sakrament der Taufe erhalten
zu dürfen. Sollte mich der Tod treffen, bevor ich dieses Sakrament
erhalten habe, so bitte ich Dich, meine Fürsprecherin zu sein, damit
meine Seele vor dem Thron Gottes durch die Gnadenwirkung der
Taufe als gereinigt und für die Erlösung erschlossen betrachtet
werden kann.”
Gegebenenfalls kannst du Maria anschließend noch ein Gebet für eine
geistige Taufe darbieten. Maria hat mir vor mehreren Jahren ein solches
Gebet eingegeben. Falls du es haben möchtest, so übersetze ich es dir
gerne ins Deutsche. Du brauchst Dich nur zu melden.
Gottes Liebe ist unbeschränkt. Wenn Er weiß, dass sich eine Seele etwas wünscht, das für ihre Entwicklung förderlich oder günstig wäre und
das darüber hinaus Seine Werke fördert, aber das die Seele wegen Umständen gegen ihrem Willen nicht bekommen kann, so äußert sich Seine
Barmherzigkeit in dem Sinne, dass Er diese Seele deswegen nicht verurteilt. Sie kann ja nichts für diesen “Mangel”. Wichtig ist allerdings, dass
die Seele sich dieser Gnade würdig erweist und dass sie nach wie vor
um die Möglichkeit betet, das Sakrament irgendwann erhalten zu dürfen.
Bitte darum täglich Maria, Sie möge dich innigst begleiten.
Was deine Frage bezüglich der Visionen angeht, kann ich dir keine einfache Antwort geben. Maria stellt die mystischen Kontakte zu mir auf unterschiedlichen Wegen her. Der Vorgang dieser Kontakte lässt sich
schwer beschreiben, weil sich das alles auf einer Ebene vollzieht, die alles Weltliche weit übersteigt. Das “Verfahren”, nach dem Sich Maria mir
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kannst, den Gott für dich vorgesehen hat. Die Seele, der das gelingt,
führt in Gottes Augen ein gelungenes Leben. Die Mängel, die du auf deinem Lebensweg erleiden musst, sind gerade die Zahlmittel, durch die du
die wahren Verdienste deiner Lebensaufgabe kaufen kannst.
Eine Nottaufe ist eine gute Lösung, aber vor allem, wenn es sich um
kleine Kinder handelt, die sich selber nicht dessen bewusst sind, was mit
ihnen geschieht. In deinem Falle ist eine Nottaufe durch eine Laienseele
nicht wirklich erforderlich, da du dieselbe Wirkung durch eine geistige
Taufe bekommen kannst. Eine Nottaufe durch einen Priester wäre
selbstverständlich etwas ganz anderes, aber da würdest du in Gottes
Augen einiges von der Auswirkung verlieren, weil diese im Zustand des
Ungehorsams vorgenommen würde.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Deine Myriam
8. Über den Gehorsam (2) — über die Taufe — über die Mystik
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
dank der Belehrungen unserer Himmlischen Mutter und Herrin kann ich
dir eine einigermaßen erfreuliche Antwort zukommen lassen.
Die Taufe ist ein Sakrament und als solches nicht im wahren Sinne des
Wortes ersetzlich. Ich werde dir allerdings einiges von dem mitteilen,
was mir Maria im Laufe der Jahre gelehrt hat und was diesbezüglich
durchaus ermutigend ist.
Weil dein Vater dir nicht die Taufe erlaubt, kannst du dieses Sakrament
zurzeit noch nicht erhalten. Gott hat die beiden Eltern gleichsam als
“Seine Vertreter” gegenüber ihren Kindern vorgesehen. Die beiden Eltern sind von Gott dazu berufen, ihre Kinder im Sinne des Gesetzes des
wahren Gottes — des Ewigen Vaters, des Sohnes Jesu Christi, und des
Heiligen Geistes — zu erziehen. Das ist ihre Verpflichtung. Die Deinige,
als Kind, ist diese des Gehorsams. Das heißt, dass, wenn dir der Vater
das Erhalten eines Sakramentes verbietet, du dies akzeptieren solltest.
Die Entscheidung des Vaters muss respektiert werden, aber er ist Gott
gegenüber für diese Entscheidung haftbar. Gott, der ja dein Herz und
das dort lebende Verlangen kennt, weiß sehr wohl, dass du dich danach
sehnst, getauft zu werden, aber dieses Verlangen nicht befriedigen
kannst, weil du aus Gehorsam dem Vater gegenüber auf dieses Verlangen verzichten musst. In diesem Fall tritt das Gesetz der Göttlichen
Barmherzigkeit in Kraft: Gott wird dich — wenn auch nicht im formellen
Sinne des Sakramentes — allerdings in den Auswirkungen als getauft
betrachten, wenn du Folgendes machst (so lehrt es die Herrin aller Seelen):
24
Mir bleibt noch, liebe B., Ihnen ans Herz zu legen, dass, wenn Sie wüssten, wie sehr Maria jede Seele liebt, Sie vor Entzückung aufspringen
würden.
Ich möchte Ihnen zum Schluss die Empfehlung Mariens an Sie persönlich vermitteln:
Halten Sie sich an erster Stelle vor Augen, dass Gott von den Seelen
keine Ergebnisse verlangt, sondern nur Anstrengungen. Das Ergebnis
unserer Taten und Worte haben wir nicht in eigener Hand, weil es von
der Göttlichen Vorsehung mit Bezug auf alle Seelen bestimmt wird, ebenso wie von der Entwicklung der Dinge schlechthin. Die Anstrengung
allerdings ist Ausdruck des Willens, sich für Gott ganz und gar aufzuopfern. Die Anstrengung wird von Gott als Gerechtigkeit angerechnet, sogar, wenn sie nicht das ersehnte Ergebnis einbringt. Von Ihnen wird nur
eins erwartet: dass Sie ALLE Leiden, die Sie über all die Jahre bereits
durchstanden haben, mal ausdrücklich MARIA weihen. Bitten Sie Maria
dem Sinne nach wie folgt:
„Liebe Mutter Maria, meine Himmlische Herrin, Dir sind alle Leiden
und alles Elend bekannt, die mir seit vielen Jahren zuteil geworden
sind. Ich bitte Dich inständig: Geruhe, meinen Lebensweg neu zu
gehen, von der Stunde meiner Geburt an bis zum heutigen Tag. Betrete diesen Weg mit Deinen heiligen Füßen, so gnadenreich und so
mächtig, und entferne von diesem Weg alles Unkraut meiner Unfähigkeit, Leiden auf eine heilvolle Weise zu tragen oder hinzunehmen. Schütte in den Boden meines Lebensweges die Saat himmlischer Blumen aus Deinem Herzen, das so außerordentlich fähig
war, in Liebe und Selbsthingabe zu leiden. Reinige also meinen
ganzen Lebensweg von allem, was ihm seine Fruchtbarkeit für Gottes Werke nimmt, und von den Spuren meiner Unfähigkeit, in der
Nachfolge des leidenden Jesus im Kampf zu beharren. Reinige
mein Herz und alle meine Gedanken, damit über meinem Weg das
befreiende Licht aufgeht, das mir zeigen wird, wie reichlich mich
mein Gott beschert hat. Wie ein Hauch ist nur mein Weg des Leidens, unendlich aber das Land der Verherrlichung, das am Horizont
auf mich wartet. Schenk mir doch Dein Herz, o Maria, damit auch in
mir die Vermählung der Liebe mit dem Leiden als Frucht den wahren inneren Frieden erschafft.“
Ein Gebet in diesem Sinne versetzt Maria in die Lage, Ihren Lebensweg
geistig neu zu gestalten. Sie wird dann jede Seite Ihres Lebensbuches
mit der Unterschrift der Königin des Himmels und der Erde versehen, so
dass Gott sehen wird, dass Sie den schwierigen Weg mit Maria haben
gehen wollen. Maria trägt den Schlüssel zum Tor der ewigen Glückseligkeit. Vergessen Sie das NIE. Weihen Sie Ihr heute noch Ihren Körper,
Ihren Geist, Ihr Herz und Ihren Willen, damit Sie über Ihr ganzes Wesen
61
herrschen kann. Sie werden den wahren inneren Frieden und die Heilung in der Tiefe finden. Die Leiden werden nicht länger imstande sein,
Ihnen den Eindruck eines Gefangenen des Schicksals zu vermitteln,
sondern Sie werden ein neues Leben beginnen können, in dem das
wahre Sonnenlicht sogar in der Finsternis der Prüfungen hell leuchtet.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
20. Über das Myriam-van-Nazareth-Apostolat — über den Unterschied zwischen den Offenbarungen und Unterrichtungen — über
das Zustandekommen der Myriam-Schriften
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
gerne erläutere ich Ihnen den Unterschied zwischen den Offenbarungen
bzw. Botschaften einerseits und den Unterrichtungen/Belehrungen andererseits. Um manches aus der richtigen Sicht zu verstehen, muss ich
darauf hinweisen, dass das ganze Myriam van Nazareth-Apostolat auf
der Grundlage der mystischen Vermählung zwischen der Gottesmutter
und Myriam basiert. Nach acht Jahren mystischer “Ausbildung” vollzog
Maria im Jahre 2005 an Myriam die formelle mystische Vermählung (oder “himmlische Hochzeit”). Zielsetzung der Berufung von Myriam ist die
Verkündigung der “Wissenschaft des Göttlichen Lebens”, eines Ganzen
von Kenntnissen, die aus dem Herzen Mariens durch Ihren “Apostel der
Herrin aller Seelen” über die Seelen ausgeschüttet werden. Die Gottesmutter beabsichtigt damit, den Seelen die wahre Hoffnung und Ermutigung zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen wird, die Kenntnisse der
Wissenschaft des Göttlichen Lebens in sich zur höchst möglichen
Fruchtbarkeit zu bringen, in totaler Weihe an Maria. So will Maria den
Seelen außerordentliche Waffen im Kampf gegen die tollkühnen Werke
der Finsternis vermitteln. Maria wurde ja in diesen Letzten Zeiten bekanntlich die Führung in diesem Kampf anvertraut.
Im Hinblick auf diesen einmaligen Weg der Evangelisierung bildete Maria
ab 1997 Ihren “Apostel” auf mystischem Wege aus. Von Anfang an wurden Gebete eingegeben. Viele dieser Gebete lassen bereits etwas von
ihrer ungewöhnlichen Herkunft erblicken: Viele wurden — bzw. werden
— während oder gleich nach einem mystischen Kontakt geschrieben.
Bald nach den Anfangsjahren der Ausbildung begann Maria, Myriam
auch zur Verfassung anderer Schriften zu inspirieren. Dies bringt uns
nun zu dem Unterschied.
Maria Selbst benutzt mir gegenüber das Bild einer Blume, bzw. eines
Samens. Eine Botschaft bezeichnet Sie als eine Blume, die in fertiger
Form in mich geschüttet wird; eine Belehrung, ein Buch, ein Meditationstext oder ein Gebet bezeichnet Sie als Samen, der noch in mir aufblühen
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weil sie Jesus, bzw. Gott wirklich über alles stellen wollten, so wie es
sich gehört. Es handelt sich da jedoch eindeutig um eine spezifische Berufung. Diese Seelen — wie zum Beispiel die Jünger Johannes, Jakobus, Petrus und Andreas — verließen nicht ohne weiteres ihre Familien,
sie waren von Jesus auserwählt für ein Leben der Verkündigung. So hat
es auch schon durch die Jahrhunderte Frauen gegeben, die ihre Familien verlassen haben, um ins Kloster zu gehen, weil sie sich von Gott dazu berufen fühlten, die spirituelle Ehe mit Jesus zu schließen, und sie
diese Berufung nicht gestalten könnten, wenn sie ein Familienleben führen würden. Alle diese Seelen haben sich jedoch den Regeln des Gehorsams unterziehen müssen. Darüber hinaus galten noch die folgenden
weiteren Umstände:
- im Falle der Heiligen und der Klosterschwestern handelte es sich fast
durchwegs um Seelen, deren Eltern ebenfalls Christen waren, von denen gerade aus diesem Grunde von Gott erwartet wurde, dass sie die
Wahl des Sohnes bzw. der Tochter respektieren sollten, weil sie durchaus wissen sollten, dass Jesus in jedem Leben an die Spitze gehört und
nicht jeglicher andere Familienangehörige;
- im Falle der ersten Jünger galt, dass sich die Eltern zu einem anderen
Glauben bekannten als die Söhne, die Jesus folgten. So ist es auch bei
dir im Verhältnis zu deinem Vater. Aber für die Jünger galt, dass sie Jesus folgen mussten, weil die Göttliche Vorsehung sie dazu auserwählt
hatte, Jesus bei der Gründung und Verbreitung des einzig wahren Glaubens — des Christentums — behilflich zu sein. Also wieder eine Sache
der Berufung.
Zu deiner Berufung gehört ohne jeden Zweifel die Aufgabe, mit einem
Zustand umzugehen, der dir Leid zufügt, der aber gerade deswegen besonders heilsam wirken kann. Die Göttliche Vorsehung hat dich in eine
Stellung berufen, in der du Sühneleiden opfern kannst für alle ähnlichen
Fälle, in denen Seelen unter den Folgen von Glaubensunterschieden innerhalb ihrer Familie leiden. Unterschätze diese Aufgabe nicht; denn sie
ist wichtig. Du kannst dadurch großes Heil auf dich selbst und auf viele
andere Seelen herab rufen. Äußerst wichtig ist, dass du diese Aufgabe
entschieden zusammen mit Maria erfüllst. Weihe dich ganz Ihr, jeden
Tag wieder, und lebe genauestens gemäß dieser Weihe.
Keine Seele kennt den Tag noch die Stunde, wann sie zum Vater zurück
gerufen werden soll. Deswegen kann keiner wissen, ob und wann sich in
deinem Zustand in Bezug auf die Sakramente etwas ändern wird. Sehr
wichtig ist, dass du diesen Zustand (also “vorläufig”) akzeptierst und jeden Tag voll deine Weihe lebst, d.h. die Aufgaben so zu erfüllen versuchst, wie diese dir auf den Weg kommen. In dieser Hingabe liegt das
Geheimnis eines glücklichen Lebens. Gib dich völlig und bedingungslos
Maria hin, und Sie wird dich so führen, dass du genau den Weg gehen
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7. Über den Gehorsam (1)
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
es hat mich gefreut, von dir zu erfahren, dass Papst Benedikt eigentlich
die Belehrung der Herrin aller Seelen über das Verlangen (und über den
Wert der geistigen Kommunion) bestätigt. Mir war das nicht bekannt, weil
mich Maria eigentlich weitgehend von Lektüre fernhält, mit Ausnahme
von strikt von Ihr Selbst auferlegten Texten. Sie tut dies — wie Sie mir
Selbst sagt — in der Absicht, die Kontakte zwischen Ihr und mir vollkommen rein und unbeeinflusst zu erhalten. Sie will Sich so dessen vergewissern, dass mein Herz und mein Geist für Sie wie unbeschriebene
Papierbögen sind. Aus diesem Grunde war mir auch diese päpstliche
Aussage nicht bekannt.
Jesus hat immer die Einheit der Herzen gepredigt. Wer Uneinigkeit predigt, fördert also nicht die Werke Gottes. Gerade deswegen ist es sehr
wichtig, immer die Regel des Gehorsams einzuhalten.
Deinem Schmerz über die Unmöglichkeit, die Fülle der Heiligen Kommunion und der Beichte leben zu können, kann ich durchaus nachempfinden. Deswegen möchte ich dich gerne noch mal mit der Versicherung
vertrösten, dass Gott sehr wohl weiß, dass du nicht Schuld daran bist.
Ich möchte dir ein Beispiel geben an Hand einer Aussage meines früheren, mittlerweile schon vor über fünf Jahren verstorbenen Seelenführers,
eines wahrhaftig heiligen Benediktinermönchs: Eine Seele hat etwas
Schlimmes verbrochen, sie bereut es wirklich und aufrichtig und sie beabsichtigt, zur Beichte zu gehen. Sie begibt sich tatsächlich zum Priester, reumütigen Herzens, aber unterwegs verunglückt sie und kommt
ums Leben. Sie wird vor Gott erscheinen, um gerichtet zu werden, und
Gott wird ihr diese nicht gebeichtete Sünde vergeben, weil sie die feste
Absicht hatte zu beichten und sie ihre Sünde wirklich bereut hat. Gott
wusste sehr wohl, dass sie sterben würde — Er hat ja erlaubt, dass ihr
Leben dann und dort enden sollte. Alles, was im Herzen lebt und vom
Herzen ausgeht, bestimmt den Stand der Heiligkeit der Seele, vielmehr
als es die faktischen Umstände des Lebens tun. Die Sakramente helfen
der Seele auf dem Weg zur Heiligung, aber wenn die Seele an diesen
nicht teilhaben kann, gegen ihrem Willen, so berücksichtigt Gott die Begleitumstände und urteilt lediglich nach der wahren Gesinnung des Herzens. In diesem Sinne genießt du in deinem Zustand also eine Sonderausschüttung der Gnade, die so lange anhalten kann, wie du das aufrichtige Verlangen nach der Fülle der sakramentalen Gaben in dir wach
hältst.
Tatsächlich, viele Heilige haben ihre Familie verlassen oder haben sich
ihrer Familie widersetzt, und Jesus sagt, dass, um Ihm zu folgen, jede
Seele alles aufgeben soll. Diesbezüglich darfst du nicht den Kontext aus
den Augen verlieren. Es gibt Heilige, die ihre Eltern verlassen haben,
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muss, um dann den Seelen geschenkt zu werden. In den Botschaften
(Offenbarungen) spricht Maria wörtlich; Sie reicht den Seelen also eine
“fertige Blume”. Über die genaue Herkunft des Inhalts der anderen
Schriftarten hat Sie Selbst mir einst das nachfolgende Bild geschildert:
Während einer langen Reihe von tiefen mystischen Kontakterfahrungen
mit Maria goss mir die Gottesmutter ab dem Jahre 1997 unübersehbare
Mengen von spirituellen Kenntnissen ein, die ich vorher nie besaß und in
Bezug auf welche ich nie zuvor auch nur irgendetwas gelesen hatte. Als
ich nach einigen Jahren das ständig zunehmende Bedürfnis spürte, Texte zu Maria und spirituellen Themen zu schreiben, staunte ich so gewaltig über die Kenntnisse, Einsichten und das Verständnis von Mysterien,
die ich offensichtlich außer meinem Wissen zu besitzen schien, dass ich
Maria fragte, wo ich alle diese Dinge wohl her habe. Die Antwort lautete,
Sie Selbst habe mir während der allerersten mystischen Kontakte durch
übernatürliche Kenntnisübertragung diese ungewöhnlichen Kenntnisse
vermittelt, weil Sie mit mir einen einmaligen Plan der Verkündigung habe. Sie habe mir dabei die Verfügung über Ihr Herz gewährt und Sie habe in mich unergründliche Schätze von mystischen Kenntnissen gesät.
Sie bezeichnete alle diese verborgenen Kenntnisse als “himmlische
Saat” und vertraute mir an, ich werde über diese Saat in intensivster
Einheit mit Ihr Selbst verfügen können. Maria sagte diesbezüglich eines
Tages: “Wenn Ich das Bedürfnis habe, den Seelen gewisse Kenntniselemente zuzuführen, weil die Fülle von Gottes Zeit dazu gekommen ist,
so werde Ich in deinem Herzen ein brennendes Verlangen entfachen, tief
in dein Inneres einzukehren, um dort gewisse himmlische Samen zur
Reifung zu bringen. In dir werden bis zu jenem Zeitpunkt schlummernde
Kenntnisse geweckt werden und Ich werde dein Herz dazu benutzen,
diese Saat in einer Schrift aufblühen zu lassen.”
So erklärte mir Maria Selbst die Geburt jeder Belehrung oder Unterrichtung, z.B.: Kreuzzug in die Seele, Testament des Bundes, Die Wiedergeburt des Irdischen Paradieses, Sturmschriften, Der Mond in der Nacht
usw. usw.: Es handelt sich dabei also nicht um wörtliche Äußerungen
Mariens, sondern um verborgene mystische Kenntnisse, die zum Zeitpunkt, zu dem Maria es will, in kürzester Zeit in Ihrer Myriam voll aufblühen. Als Sich Maria 2005 zum ersten Mal mir gegenüber als die “Herrin
aller Seelen” bezeichnete, wurde mir eindeutig klar, wieso Sie mich seit
1997 im mystischen Kontakt mit Ihr ausgebildet hatte: Ohne die innigste
Einheit mit Maria wäre diese Art der Verkündigung gar nicht möglich.
So entstand im Winter 2007-2008 auch auf übernatürliche Weise die
Schrift Die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erden: Die Herrin
aller Seelen verkündigte mir, der Zeitpunkt sei gekommen, zu dem Gott
Sie in der Fülle Ihrer Herrlichkeit und Macht für die Letzten Zeiten den
Seelen verkündigen wolle. Sie gab mir den Strukturplan ein, dem ich für
63
die Entwicklung Ihrer Absichten in dieser Schrift zu folgen hatte, Sie erinnerte mich an viele der Offenbarungen, die Sie (und die auch Gott
Selbst) mir früher bereits geschenkt hatte und brachte in mir das Verständnis der Beziehungen zwischen sämtlichen Kenntniselementen zum
Blühen. Das Ergebnis ist den Seelen bekannt, die “Morgendämmerung”
lesen.
zung” des Willens Gottes ist. Gerade dieser Grundsatz bringt mit sich,
dass der Papst auf dieser Welt die einzige Autorität darstellt, der wir zu
folgen haben. Jede Abweichung von der Katholischen Kirche kommt einer Abweichung von den Grundregeln der Lehre Christi gleich. Die Lehre
Christi ist dabei zu verstehen als:
So wirkt Maria durch Ihre Myriam: In Phasen der innigsten Einheit der
Herzen, durch unmittelbare Eingebungen und durch Anfachen eines
mystischen Feuers, das nie erlischt und das die himmlische Saat dann
zum Blühen bringt, wenn Maria es will. Keine einzige Schrift wird zu einem anderen Zeitpunkt geboren als zu demjenigen, der von Maria Selbst
bestimmt wird.
2. die kirchlichen Dogmen, z.B. diese in Bezug auf Maria;
Somit kann ich sagen, dass es in Bezug auf die Herkunft des Inhalts einer Botschaft oder einer Belehrung oder anderen Schrift eigentlich keinen wirklichen Unterschied gibt: ALLES, was durch Myriam van Nazareth zu Papier gebracht wird, stammt aus den Quellen der Ewigen Weisheit und wird durch Diejenige, von Der Myriam ihren Namen erhalten hat
— “Myriam” als aramäische Bezeichnung für “Maria”, als von Maria
Selbst gewähltes Zeugnis für die mystische Vereinigung — entweder
wörtlich vermittelt oder unter Ihrer strikten Führung vollkommen wahrheitsgemäß ausgearbeitet.
Auf Einladung der Gottesmutter hat Myriam mit Maria bereits in den
neunziger Jahren einen Bund geschlossen, kraft dessen Maria Tag und
Nacht über Myriam verfügt, und Myriam ein vollkommen zurückgezogenes Leben führt (wie Maria Selbst es ausdrückte: “Du sollst Meine Abtei
sein”) und das Herz rein erhalten soll, wie einen unbeschriebenen Papierbogen. Aus diesem Grunde ist es Myriam zum Beispiel nicht erlaubt,
andere Offenbarungen zu lesen: wie Maria es ausdrückt: “Ich will dein
Herz für Mich allein, frei von jeglichem Einfluss außer Meiner Stimme
und demjenigen, was Ich persönlich in dir auswirken will.”
Da Maria in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens selbstverständlich
nur Kenntnisse vermittelt, welche die größten Gnadenströme wecken
können, spricht Sie Worte, bzw. lässt Sie Thesen schreiben, welche die
Seelen manchmal zu schweren Entscheidungen veranlassen. Allerdings
tut Sie das nur in der Absicht, den Seelen das Höchstmaß an Gnaden
zukommen lassen zu können. Ein Beispiel: In Testament des Bundes
lässt Maria betont mitteilen, dass die Tridentinische Heilige Messe die
einzige ist, welche die Fülle der Gnade einbringt. Maria verkündigt das,
weil Sie es den Seelen, die überhaupt eine Wahl haben, ermöglichen
will, sich für die gnadenvollste Form zu entscheiden. ABER... Maria betont auch wiederholt in allen Schriften, die Sie durch Ihre Myriam verfassen lässt, dass Gott die Seele nach demjenigen richtet, was sie mit ihrem freien Willen gemacht hat. Das heißt: Hat die Seele die Wahl UND
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1. das Evangelium;
3. die mystischen Offenbarungen, insoweit diese tatsächlich von Gott
ausgehen und welche Grundsätze für die Erweiterung der Kenntnisse
von Gott und Seinen Mysterien einbringen.
Sogar innerhalb des Christentums gibt es Nebenzweige, die gefährlich
sind und gewaltig irren. Das gilt in erster Linie für die evangelische Kirche, die unter anderem:
1. Maria nicht in Ihrer wahren Größe und anerkannten Eigenschaften
anerkennen will;
2. den Papst seiner Glaubwürdigkeit beraubt;
3. die Sakramente nicht anerkennt. Wie kann eine Seele sich noch als
“Christ” bezeichnen, wenn sie nicht an die Verwandlung des Brotes und
des Weines in den Leib und das Blut Christi glaubt und das Sakrament
der Beichte verleugnet?
Liebe Schwester, Gott hat nur eine Wahrheit: die von Christus gelehrte.
Er erweitert diese Schritt für Schritt, gemäß den Notwendigkeiten Seines
Heilsplans, durch die Dogmen und Richtlinien von Rom und durch manche mystische Kontakte zu Seelen, die dazu berufen sind, sich dem Erhalt und der Verbreitung dieser Kenntniserweiterung ganz und gar zu
widmen. Alles, was nicht aus diesen Quellen stammt, stammt nicht von
Gott.
Folge diesen Prinzipien und gebe dich ganz und gar Maria (die den Seelen die Weisheit und die inneren Gesinnungen erwirkt, Ihrem Sohn folgen zu können) und du wirst den richtigen Weg gehen. Versuche ebenfalls, die Texte zu lesen, wie sie auf der “Myriam van Nazareth”-Website
erscheinen. Meter für Meter wirst du weiter in die wunderschöne Landschaft der Gottesmutter vordringen. Ihr Wesen und die aus Ihr strömenden Worte sind die Vertretung eines Paradieses, wie es auf Erden keine
Seele kennt. Jedes Wort aus Ihrem Herzen ist ein Hauch Himmlischer
Liebe.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Deine Myriam
21
während einer besonderen mystischen Erfahrung die mystische Vermählung zwischen Ihr und mir. Das heißt: Sie schloss mit mir den heiligen
Bund, ich solle nur noch Ihre Werke tun, mit Verzicht auf eigene Bedürfnisse und mit völliger Hingabe in allen Prüfungen, denen Sie mich unterziehen werde. Wieso ich? Ich weiß es nicht. Gott muss es so vorgesehen haben und mich bei meiner Geburt unter die Herrschaft Mariens gestellt haben. Sie hat dann wohl auf den für Sie (und für mich) geeigneten
Zeitpunkt gewartet, um Sich mir zu zeigen in all Ihrer überwältigenden
Schönheit und Erhabenheit, um mein Jawort an Sie entgegenzunehmen.
Die Visionen als solche, schenkt mir Maria aus zwei Gründen:
die Möglichkeit (in der praktischen Gestaltung ihres Alltags), der tridentinischen Heiligen Messe beizuwohnen und tut sie es trotzdem nicht, dann
hat sie sich aus freiem Willen für das weniger Gnadenvolle entschieden.
Hat sie diese Wahl oder diese praktische Möglichkeit nicht, so wird Gott
es ihr nicht als Ungerechtigkeit anrechnen, wenn sie nicht dem tridentinischen Ritus beiwohnt. Wenn in einem Herzen das Verlangen herrscht,
der tridentinischen Heiligen Messe beizuwohnen, so gleicht Gott die Unfähigkeit, dies in der Praxis zu tun, aus. So weit geht Gottes Liebe. Gott
richtet nicht nur nach dem Handeln der Seele, Er richtet an allererster
Stelle nach der Gesinnung des Herzens. So kann sich die Seele Verdienste erwerben, die manchmal viel größer sind, als es aufgrund ihrer
tatsächlichen Handlungen berechtigt zu sein scheint. Wundervolle Göttliche Liebe!
1. zu meiner persönlichen “Ausbildung” als Ihr Werkzeug;
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
2. als Grundlage für viele der Texte (Schriften), die Sie mich verfassen
lässt.
Ihre Myriam
2. Gibt es Anzeichen in den Visionen, dass die kath. Kirche die wahre ist
und man auf den Papst hören soll?
Während der Visionen, genauso wie während mystischer Kontakte einer
anderen Natur (Offenbarungen, Wirkungen im Herzen usw.) sät Maria
mir sozusagen die Saat spiritueller Kenntnisse in die Seele (die “Wissenschaft des Göttlichen Lebens”). Diese Saat bringt Sie zu gegebenen
Zeitpunkten zum Reifen. Einst sagte Sie mir: “Ich habe in dich die Saat
Meines eigenen Herzens gestreut und tue das nach wie vor weiterhin.
Jedes Teilchen dieser Saat enthält gewisse Kenntniselemente. Jedes
Mal, wenn du dich inständig danach sehnst, in Mich überzufließen und
Mich somit in die Lage versetzt, vollkommen eins mit dir zu sein, blüht
ein neuer Samen auf.” Ich habe bald verstanden, was Sie meinte: Das
Aufblühen eines Samens ist die Verfassung einer neuen Schrift oder eines neuen Gebetes oder das Aussprechen einer Morgenweihe als “Übersetzung” eines mir von Maria geschenkten Bildes im Mittelpunkt meiner Seele, usw. Dazu kommen noch die gesprochenen Offenbarungen,
die ebenfalls durchwegs mit Bildern einhergehen. Aus aller “bereits aufgeblühten Saat” bildet sich allmählich eine sich immer erweiternde Landschaft, die ich zu einem großen Teil mit den Seelen teilen soll. Diese
“Landschaft” lehrt die Seelen, wie die einzige Wahrheit Gottes aussieht.
Das Ganze zeigt eindeutig, dass die Katholische Kirche die einzig wahre
Kirche ist, weil sie von Jesus gegründet worden ist und durch Ihn auch
die Beseelung des Heiligen Geistes erhalten hat. Vieles ergibt sich zum
Beispiel aus einigen Schriften, die leider noch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. (Anmerkung: Stand 2009) Die traditionelle Grundlage
der Katholischen Kirche widerspiegelt die Wurzeln der Lehre Christi. Da
der Papst das Haupt dieser einzig wahren Kirche ist, muss jede Seele
ihm folgen. Da Gott ALLES im Leben auf dieser Welt durch die Vermittlungen Seiner Vorsehung zu lenken versucht, müssen wir davon ausgehen, dass alles, was der Papst den Seelen vorschreibt, die “Überset20
21. Über das zweite Vatikanische Konzil — über die Tradition — über das tridentinische Messopfer
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
mit Bezug auf das zweite Vatikanische Konzil muss ich leider antworten,
dass mir Maria systematisch verbietet, mich in irgendwelcher Weise zu
kirchlichen Entscheidungen und Erlässen zu äußern. Sie sagte mir diesbezüglich schon vor vielen Jahren, Gott habe mit allem einen Plan und
es stehe den Seelen lediglich zu, sich dermaßen dem Licht zuzuwenden,
dass dieser Plan möglichst zügig seine beabsichtigte Fruchtbarkeit verwirklichen kann.
Mit „Rückkehr zur tridentinischen Tradition“ ist im weiteren Sinne gemeint: Rückkehr zu den Wurzeln des herkömmlichen Gedankengutes
innerhalb der Kirche. Papst Pius V. reagierte bekanntlich gegen das drohende Chaos im Bereich der Gestaltung der Liturgie durch seine Vorschriften über die richtige Art und Weise, das Messopfer darzubringen.
Maria als Herrin aller Seelen ruft ja auch dauernd dazu auf, zu den Wurzeln der jungen Kirche Christi zurückzukehren, weil in diesen Wurzeln
die einzig richtige und „bekömmliche“ Nahrung für die Seelen enthalten
ist. Ohne jeden Zweifel dürfen weder die buchstäblichen Worte Mariens
noch die Inspirationen, die Sie in meinem Herzen auswirkt, als Verurteilung des Konzils aufgefasst werden; denn Maria — die ja über die umfassende Kenntnis der Hintergründe und der letztendlichen Gestaltung
und Auswirkungen dieser kirchlichen Thesen verfügt — wird niemals ein
„Urteil“ darüber aussprechen. Was Maria allerdings durchaus bezweckt,
ist dies: die Seelen so in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens zu unterrichten, dass es ihnen immer besser gelingt, selber zu sehen, ob und
65
wann und wie etwas den Absichten Gottes entspricht oder nicht, und
dass sie auch immer besser verstehen wieso; konkret gesagt: dass die
Seelen immer mehr „so zu denken und zu fühlen lernen, wie Gott Selber
denkt und fühlt“.
Sie schreiben selber, dass das Konzil täglich verraten wird. Maria spricht
Sich dazu nicht aus, und es ist mir untersagt, diesbezüglich eine Stellung
einzunehmen, aber sicher ist auf jeden Fall, dass Maria uns in die Lage
versetzen will, mit den Augen der SEELE zu sehen, was mit den ursprünglichen Absichten einer Entscheidung letztendlich geschieht. Wir
sollen uns ja auch vor Augen halten, dass es zwei verschiedene Dinge
gibt: Es gibt die Entscheidung eines Papstes, von der wir annehmen sollen, dass diese aufgrund der Eingebung des Heiligen Geistes getroffen
wird; und es gibt eine unübersehbare (teils sogar unsichtbare) Reihe von
Beeinflussungen in der konkreten Gestaltung dieser Entscheidung, und
diese Beeinflussungen kommen eigentlich auch schon aus drei Richtungen: Manche sind von Licht erfüllte Versuche, um — in Anbetracht der
konkreten Umstände in einem geographischen Gebiet — das Beste aus
der Sache zu machen; manche sind „Fehlleistungen“ in der Praxis (nicht
unbedingt schlecht gemeint); noch andere werden schlechthin vom Bösen eingegeben. Das Ergebnis ist eine Verflechtung von Entwicklungen,
die für viele Seelen negativ wirken, weil sie im Chaos enden.
Maria sieht das alles auch; Sie weiß, woher es kommt, und richtet nicht,
sondern versucht durch Einspritzen von neuem Licht in die Seelen eine
Wiedergeburt des Denkens und Fühlens zustande zu bringen. Das ist
überhaupt Ihre große Absicht als Herrin aller Seelen. Eigentlich flüstert
Sie in dieser erhabenen Eigenschaft als Herrin aller Seelen unaufhörlich
in den Herzen: „Gib dich Mir hin, folge Christus und Meinen Belehrungen, begrabe dein altes ‚Ich’ im Boden Meines Herzens und lass Mich
über dich herrschen, damit Ich dich für das wahre Licht neu gebären
kann.“ Unermüdlich sagt Maria immer und immer wieder: „Vergesst die
Vergangenheit — auch gestern gehört bereits zur Vergangenheit — und
gebt Mir die Gelegenheit, euch jeden Tag neu zu gebären, damit ihr jeden Tag ein neues Leben beginnen könnt.“ Aus demselben Grunde greift
Maria auch nicht auf Entscheidungen — der Kirche oder anderer Behörden — aus vergangenen Jahren zurück. Sie will nur eins: neu aufbauen,
und das „Baumaterial“ (die Seelen) dazu bereit machen.
Wir sollen uns freuen, dass der Papst die kniende Mundkommunion
sichtbar anwendet. Wir dürfen das getrost als eine sichtbar gemachte
Eingebung vom Heiligen Geist betrachten, als einen Akt der Wiedergutmachung verschwendeter Gnaden. Wegen mehrerer Einflüsse handhabt
die Kirche leider keine eindeutige Stellungnahme im Sinne von „NUR
kniende Mundkommunion... NUR Tridentinisches Messopfer... usw.“.
Aber man kann auf unterschiedliche Weisen das Licht Gottes sichtbar
machen. Der Papst tut das innerhalb der ihm gebotenen Möglichkeiten
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Dieser dritte Punkt basiert auf Folgendem:
Gott erschafft Seelen. Jede dieser Seelen hat eigene, spezifische Aufgaben innerhalb des großen Göttlichen Heilsplans zu erfüllen. Diese
Aufgabe nennen wir “die Berufung der Seele”. Um im Laufe deines Lebens, Tag für Tag, all dasjenige zu vollbringen, was Gott von dir in diesem einzigen Leben auf Erden erwartet, bereitet Gott dir spezifische Begabungen, Eigenschaften, Verfassungen von Geist und Herzen. Diese
sollst du so anwenden, dass sie deine Seele “möglichst geradeaus”
dorthin führen, wohin du laut Göttlicher Vorsehung in Bezug auf deine
Seele kommen sollst. Gott hat alle Seelen mit einer so unfehlbaren Intelligenz erschaffen und mit spezifischen Begabungen usw. versehen, dass
das Ganze eigentlich in der Lage wäre, die Menschheit in kürzester Zeit
vollkommen zu heiligen. Das geschieht nicht, weil zu viele Seelen nicht
dem Göttlichen Gesetz folgen: Sie gehen zu vielen Versuchungen nach.
Aber JEDE Seele hat ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen. Wenn das
Ganze der Schöpfung ein Auto wäre, so könnte man sagen: Die eine
Seele ist als eine Schraube gedacht, eine andere als Teil eines Reifens,
noch eine andere als Teil der Bremsleitung usw. In Gottes Augen sind
ALLE diese Funktionen GLEICH WICHTIG. Sogar die kleinste Schraube
kann, wenn sie ihre Arbeit versagt, die Gesamtfunktion des Autos beeinträchtigen.
Darauf will ich jetzt hinaus: Wieso wird eine Seele durch Maria auserwählt? Keiner weiß es. Die Beschaffenheit der “auszuerwählenden” Seele kann sehr unterschiedlich sein. Ich kann eigentlich nur für mich persönlich Folgendes sagen: Maria hat mir anfangs (Frühling 1997) gesagt,
Sie habe mich bereits bei meiner Geburt “für Sich gewählt”. Das heißt:
Sie hat mich von Geburt an Schritt für Schritt auf die eigentliche Berufung (ein Leben in Ihrem Dienst zu führen) vorbereitet. Als Sie mich dann
wirklich rief, hatte ich eine außerordentlich intensive mystische Erfahrung, die über eine Stunde lang dauerte. Als ich aus der Ekstase (Verzückung mit völligem Auslöschen des Bewusstseins) wieder zu mir kam,
lag ich zu Boden, badete in Tränen und war so vollkommen “anders”,
dass ich Tage lang gebraucht habe, um mich selbst “wiederzufinden”. Es
stellte sich heraus, dass ich plötzlich eine umfangreiche Reihe von mystischen Begabungen besaß und dass mir eine Unmenge von spirituellen
Kenntnissen eingegossen worden waren, die ich zuvor nie besessen hatte. Mit diesem ganzen “neuen Reisegepäck” für meinen weiteren Lebensweg fing Maria an, intensiv in mir zu arbeiten. Sie verlangte auch
immer mehr, das heißt, mir oblag nun die Verpflichtung, auf alles Weltliche immer mehr zu verzichten und Ihr blind zu folgen für ein Leben im
totalen Dienst an Sie, die Sich mir gegenüber gleich als “deine Herrin”
bezeichnete. Also: alles für Maria, in Maria, durch Maria, mit Maria. Häufig kam es zu mystischen Kontakterfahrungen, Jahre lang. Maria schüttete Sich dabei immer ausgiebiger in mich aus und vollzog eines Tages
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dergeboren werden. Maria ist die Braut des Heiligen Geistes. Sie erwirkt
jeder Seele, die Gott gehören will, ein neues Leben.
In Liebe und Zuversicht nehme ich Sie und Ihre Freundinnen in mein
Herz auf. Immer sehr gerne bereit, den Weg des Lichtes mit Ihnen zu
gehen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
6. Über die Berufung von Myriam — über die Katholische Kirche als
die einzig wahre Kirche — über die Mystik
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
1. Wie ich ausgewählt wurde?
Die Hintergründe zur Auserwählung einer Seele durch Maria (oder durch
Jesus) ist ein Mysterium. Du sollst wissen, dass Gott jede Seele zu etwas Besonderem “auswählt”. Gott hatte mit den ersten Menschenseelen
den Plan, sie sollten auf der Erde in einem Seinszustand der Glückseligkeit leben, ständig in der unmittelbaren Nähe Gottes, also in vollendeter
Liebe und Frieden. Als das erste Menschenpaar die Erbsünde begangen
hatte, verlor die Menschenseele die ihr angeborene Heiligkeit. Gott
musste versuchen, die menschliche Natur wieder zu heiligen, damit sich
die Seelen den Zustand der Glückseligkeit neu erobern können. Aus diesem Grunde schickte Er Seinen Sohn Jesus in die Welt, der die Erlösung
vollziehen sollte. Laut eines Göttlichen Gesetzes jedoch musste sich die
Menschenseele an allem, was Gott ihr zukommen lassen wollte, selber
aktiv beteiligen. Jedes Göttliche Mysterium bleibt wirkungslos, wenn
nicht die Menschenseele selbst “den Vertrag mit Gott unterschreibt”. Im
Falle des Erlösungsmysteriums heißt das: selber mitwirken durch die
Aufopferung unserer täglichen Prüfungen. Im Falle des Mysteriums der
Weihe an die Gottesmutter heißt es: selber aktiv Maria folgen, indem wir
Ihren Richtlinien und Belehrungen genau folgen, usw. Gott hatte einen
Heilsplan für die Menschheit. Gemäß diesem Plan sollte die Menschheit
neu geheiligt werden. Dazu waren notwendig:
1. die erlösenden Werke Jesu;
2. die miterlösenden Werke Mariens, indem Sie Sich vollkommen und
bedingungslos Gottes Plänen hingab und diesen Bund mit den schrecklichsten Schmerzen an Seele und Leib besiegelte;
3. die Weihe der Werke einer jeden Seele an Gott. Wie? Der beste Weg
ist, dass sich der Mensch mit Leib und Seele und mit dem Lauf aller Einzelheiten seines Alltags Maria weiht und genauestens den Gesetzen
Gottes gehorcht.
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und Gelegenheiten. Maria versucht dauernd, die Seelen begreifen zu
lassen, was Gottes Herz Freude bereitet. Als ich im Frühling 2005 im
Manifest Testament des Bundes die Zeilen mit Bezug auf den Modernismus und die unübersehbaren Gnaden des Tridentinischen Messopfers zu Papier gebracht hatte — und das erfolgte in einer Verfassung innigster Einheit mit dem Herzen Mariens, man lese: „in Geistesverzückung“ — war mein Seelenführer hoch erfreut. Bald darauf begann er,
Vorbereitungen zu treffen, nur noch Tridentinische Messefeiern darzubringen. Dabei muss ich betonen, dass mein Seelenführer alles andere
als ein Modernist ist. Er ist ein inzwischen 88-jähriger Altmissionar des
Heiligen Herzens Jesu, der ausschließlich lateinische Messopfer zelebriert und ausschließlich kniende Mundkommunion spendet, und zwar
ausschließlich nach Beichte. Wieso denn diese plötzliche Entscheidung?
Weil er sich dessen bewusst war, dass der tridentinische Ritus zwar
nicht verboten war, aber er trotzdem die letzte Anregung von Seiten der
Himmlischen Königin brauchte, um endgültig das Allerbeste zu tun (obwohl er doch bereits während so vieler Jahren nur lateinische Hl. Messen feierte).
Maria richtet nicht, Sie baut neu auf. Der Heilige Katholischen Kirche wäre sehr damit gedient, wenn sich alle Seelen eindeutig vor Augen halten
würden, dass jede päpstliche Entscheidung als Formulierung einer Anregung vom Heiligen Geist zu betrachten ist, dass aber aufgrund einer
Unmenge von Einflüssen die konkreten Auswirkungen nicht immer dem
Denken Gottes Ausdruck verleihen, dass die Seelen dies aber auf keinen Fall als Begründung dafür ergreifen dürfen, sich als Richter über die
Kirche und über kirchliche Entscheidungen aufzuspielen. Eine Seele ist
nicht unbedingt schlecht, weil sie sich mal geirrt hat; denn nach wie vor
trägt sie den Keim Christi in sich. Dasselbe gilt für die Kirche, und was
die kirchlichen Entscheidungen betrifft, sollten wir unbedingt der festen
Überzeugung bleiben, dass sie in ihren Grundlagen auf himmlischen Inspirationen basieren. Wäre dem nicht so, so wäre das Wort Christi ohne
Bedeutung, wo Er sagt, dass die Pforten der Hölle die Kirche nie bezwingen werden.
Wir sollen uns immer vor Augen halten, dass jedes Werk, sei es auch
noch so heilig — ja, vielleicht vor allem dann — immer auch die Wölfe
(oder die höllische Schlange) weckt. Maria sagte das als Herrin aller
Seelen einst so schön: „Wenn die Sonne aufgeht, verlassen die Vipern
ihre Höhlen.“ Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. sind sehr
weise, mit Respekt und Anhänglichkeit über Vatikanum II. zu sprechen.
Sie sprechen ja von einem Stein im Bauwerk der Göttlichen Vorsehung,
und ihre Liebe ist in dieser Anhänglichkeit den Göttlichen Bemühungen
des Heiligen Geistes gewidmet. Heiliger könnten ihre Reaktionen somit
kaum sein. Außerdem wird uns der Geist Gottes immer dazu bewegen,
uns auf der Kraft der reinen Liebe treiben zu lassen, wenn wir am Aufbau
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eines heiligen Werkes beteiligt sind. Je mehr wir die Vipern herausfordern, umso schneller werden sie uns beißen, und wem nützt es, wenn
wir unsere Kraft darauf verschwenden, uns von dem Gift zu heilen statt
Schritt für Schritt zwischen den Viperhöhlen vorzudringen, in Richtung
des Zieles, das Gott verherrlichen soll? So lehrt es der Heilige Geist jede(n), der/die dazu berufen ist, Seelen mit sich zum Ziel zu führen.
Ist Vatikanum II. ein Erfolg oder eine Katastrophe? Wem steht da überhaupt ein Urteil zu. Sagt nicht die Herrin aller Seelen, die Seele schließe
mit Gott keinen Vertrag in dem steht, sie werde Erfolge zeitigen, sondern
einen Vertrag, in dem steht, sie werde sich bis auf das Äußerste und mit
Gottes Gnade anstrengen? Das gilt für jede Seele, und das gilt für die
kirchlichen Entscheidungen. Wie eine Anstrengung sich auswirkt, liegt
durchwegs nicht in unserer Hand. Kann eine Seele etwas dafür, wenn
sie — zum Beispiel! — eine andere Seele von dem Tod durch Ertrinken
rettet, und diese sich fünf Minuten später von einem Felsen in ein Tal
stürzt und stirbt? Im Herzen hat die erstgenannte Seele ein Leben gerettet, und Gott wird ihr dies als Gerechtigkeit anrechnen. So steht auch irgendwo im Buch der Heilsgeschichte im Göttlichen Archiv irgendein
Vermerk über die Verfasser einer jeden kirchlichen Entscheidung... Sie
verstehen schon, was ich meine.
Lieber Bruder, seien Sie davon überzeugt, dass ich keine Sekunde den
Eindruck hatte, Sie üben irgendwelche Kritik an mir oder an dem Apostolat. Maria schließt mein Herz auf für jeden Brief oder jede Mail, der bzw.
die mir zukommt, so dass mir erlaubt und ermöglicht wird, zwischen den
Zeilen die Seele des Verfassers nachzuempfinden. Ich weiß somit
durchaus, mit welcher Liebe und mit welchem Verlangen, Gott zu dienen, Ihre beiden Mails geschrieben wurden.
Mit Bezug auf die Vision von Rosa Quatrini über Papst Paul VI. darf ich
leider keine Aussage machen. Die Veröffentlichung einer Vision ist eine
Angelegenheit zwischen der betreffenden Seele und Gott. Nur diese
Seele ist dafür verantwortlich, und dasjenige, was in der Vision geschaut
wird, drückt einen Inhalt aus, den Gott dieser Seele hat vermitteln wollen.
Gott hat damit eine Absicht, die auf die Verwirklichung Seines Heilsplans
abzielt. Nur eins ist mir von der himmlischen Herrin erlaubt, diesbezüglich zu sagen: Angenommen, eine Vision ist richtig und stammt authentisch „von oben“, so sollen wir davon ausgehen, die betreffende Seele
hat diese Vision in der betreffenden Form und zu dem betreffenden Zeitpunkt erhalten, weil die Fülle von Gottes Zeit dazu gekommen war und
weil der Inhalt diejenigen Elemente enthält, die zwecks Ausbildung der
Seelen notwendig oder dienlich sind.
Lieber Bruder in Jesus und Maria, ich hoffe, etwas behilflich gewesen zu
sein und schließe Sie, Ihre Angehörigen und Bekannten und alle Ihre Tätigkeiten gerne in mein Herz.
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Spur von Finsternis aus Ihnen entfernt — aus Ihrem Körper, aus Ihrem
Geist, aus Ihrem Herzen. Jede Mahlzeit wird zur Quelle der Freude und
des Friedens, der Liebe und der inneren Ruhe. Tag für Tag werden Sie
immer mehr Licht ausstrahlen, weil Sie halt innerlich mit immer mehr
Licht gefüllt werden.
Liebe Petra, ich empfinde die Liebe Mariens seit zwölf Jahren in einem
unbeschreiblichen Maß. Ich vertraue Ihnen an: Diese Liebe ist überwältigend. Wenn man diese Nähe richtig spürt, hält das Herz es kaum durch.
Die Zeit ist gekommen, in der SIE diese Liebe so stark empfinden werden, dass Sie durch sie geheilt werden.
Sehr wichtig ist ebenfalls, dass Sie jegliches Schuldgefühl und jegliches
negative Selbstbild Maria übertragen, mit der Bitte, Sie möge dieses unter Ihren Füßen zertreten wie die harte Schale einer Nuss. Sobald Sie
wirklich total Maria gehören wollen, wird Sie Ihr ganzes Wesen und Ihren
Lebensweg beherrschen und alles daransetzen, Sie Tag für Tag nach
Ihrem Bilde umzugestalten. So können Sie es sich auch kaum noch leisten, sich selbst zu verabscheuen; denn dadurch würden Sie dasjenige
verabscheuen, was Maria aus Ihnen zu machen versucht, mit Ihrer Mitwirkung.
Das Licht hat immer das letzte Wort, nicht die Finsternis. Die Seele muss
lediglich fest daran glauben. Der mächtigste Akt des Glaubens ist jener
der totalen Weihe an Maria. Gott hat mit Ihnen ein neues Leben vor.
Er stellt Ihnen jetzt auch eine Aufgabe, die Sie zusammen mit Maria
zu erfüllen haben: ein Vorbild der Umwandlung zu sein für Helga, Gudrun und die beiden Mariannen. Gott (bzw. die Herrin aller Seelen, da Sie
ja unser Apostolat kennen) hat Sie dazu eingeladen, eine Mail an die
Herrin Ihrer Seele zu schicken, damit Sie Ihren Freundinnen gegenüber
zum Licht der Heilung, der Hoffnung, der Ermutigung werden. Wenn Sie
jetzt „ja“ zu Maria sagen, werden Sie in sich eine so große Kraft verspüren, dass Sie die Macht Mariens werden strahlen lassen können und die
Freude empfinden werden, diese Kraft anderen zu vermitteln. Je mehr
Licht Sie ausstrahlen, umso reicher an Licht werden Sie werden.
Ich bete sehr gerne für Sie und für Ihre Freundinnen. Schließen wir uns
einander an, in voller Hingabe an Maria. Ich bezeuge Ihre Macht und
Liebe. Bald werden auch Sie diese bezeugen können, in dem Maße, wie
Sie an Maria glauben. Betrachten Sie Ihr Sehnen nach vollkommener
Heilung als einen Akt der Liebe zu Maria. Sehnen Sie sich danach, Marias Kind zu sein, und bitten Sie Sie: „Himmlische Mutter und Herrin,
geruhe, mich in Dich aufzunehmen und mich in Deinem allerheiligsten Leib zu tragen, damit ich aus Dir neu geboren werden kann.“
Diese Wiedergeburt wird demjenigen entsprechen, was Jesus meinte,
wenn Er zu Nikodemus sagte, der Mensch müsse nach dem Geist wie-
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nicht tun und wie Sie etwas tun. Nur Gott gegenüber schulden Sie die
Rechtfertigung Ihres Tun und Lassens. Siehe den nächsten Schritt:
Weihen Sie Maria Ihren freien Willen und flehen Sie die Herrin aller
Seelen an, Sie möge über Ihr Leben herrschen, damit Sie auf den
Weg der wahren Freiheit und des inneren Friedens gelangen. Weihen
Sie Maria darüber hinaus sogar jetzt noch den Zeitpunkt, an dem Sie die
Entscheidung trafen, den betreffenden Pakt zu schließen. Sagen Sie Ihr
einfach:
„Maria, meine Himmlische Mutter und Herrin aller Seelen, geruhe,
die wahre Herrin meines Geistes, meines Herzens, meines Willens
und meines Körpers zu sein, damit ich nur dasjenige tue, was Du
von mir verlangst, zum Zweck meiner Reinigung und Heilung. Ich
schenke Dir jetzt noch den Zeitpunkt, an dem ich die Entscheidung
getroffen habe, die sowohl mir als Dir so viel Leid zugefügt hat. Geruhe, jenen Zeitpunkt mit dem Licht von Gottes Barmherzigkeit zu
bestrahlen, damit jegliche Spur finsterer Einflüsse aus jenem Augenblick entfernt wird, und geruhe, mit mir den Weg meiner vergangenen Jahre im Geist noch einmal zu gehen, um sämtliche Steine durch Blumen zu ersetzen.“
Glauben Sie felsenfest daran: Das wirkt! Unsere Worte sind nicht bloß
Luft, sie setzen Kräfte in Gang. Weihen Sie sich total Maria und betrachten Sie ab dieser Weihe die Wirkungen Mariens in Ihrer Seele wie im folgenden Bild:
Sie könnten sich jeden Zweifel an Ihre Wirkung so vorstellen, dass Sie
mit dem Rücken der Sonne zugewandt stehen. Sie sehen die Sonne
nicht; denn diese befindet sich hinter Ihrem Rücken. Aber wie können
Sie mit Sicherheit feststellen, dass die Sonne tatsächlich scheint? Daran,
dass Sie gerade vor sich auf dem Boden Ihren eigenen Schatten sehen.
Dieser Schatten symbolisiert die Finsternis in Ihrem Leben. Sie sehen
die Finsternis, aber gerade diese beweist, dass die Sonne auf Sie
scheint. Der große Unterschied, der sich ab Ihrer zuversichtlichen Weihe
an Maria einsetzen wird, ist dieser: Maria wird dann nicht länger die
Sonne hinter Ihnen scheinen lassen, sondern in Ihnen. Eine Lichtquelle,
die in Ihnen scheint, wirft auf Ihren Weg keine Schatten; denn Ihr Herz
wird spüren, dass Sie den Weg nicht mehr alleine, sondern in himmlischer Gesellschaft gehen.
Gestalten Sie Ihre Weihe an Maria so, dass Sie ALLES mit Maria gemeinsam tun. Ein sehr angebrachtes Beispiel: essen Sie mit Maria, das
heißt: laden Sie Sie ein, Sie möge mit Ihren heiligen, allerreinsten Händen die Nahrung in Ihren Körper hineinführen und diese dort voll ausnutzen lassen. Halten Sie sich inzwischen vor Augen, dass Sie nicht lediglich Nahrung zu sich nehmen, sondern das heilende Licht Gottes. Mit jedem Bissen nehmen Sie Göttliche Kraft in sich auf, die allmählich jede
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In Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
P.S.: Anekdotische Bemerkung: Das Testament des Bundes wurde „zufällig“ gerade während des Zeitabschnitts um den Tod Papst Johannes
Paul II. und die Wahl Papst Benedikt XVI. herum geschrieben.
22. Über die Erschöpfung und Mutlosigkeit — über den heiligen
Keim der Seele — über die Versöhnung — über die Freundschaft
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
Sie haben Ihr Herz von manchem „Staub“ befreit und haben dadurch die
Bremse offen gelegt, die Sie zurzeit so erschöpft, mutlos macht, Ihnen
jegliche Energie raubt. Was zurzeit in Ihnen vorgeht, könnte man eigentlich in ein Bild fassen: In Ihnen brennt ein Feuer, das Sie vorantreiben
möchte, aber eine gewisse Unzufriedenheit bremst alle Ihre Begeisterung, so dass dieses Feuer, das Sie gerade zu großen Leistungen fähig
machen könnte, gewissermaßen eher Ihr Inneres verbrennt. Die Leistungskraft Ihrer Seele wird gleichsam in eine hemmende Kraft umgewandelt. Sie könnten es auch so sehen: Wenn Sie in einem Auto Gas
geben, dabei aber die Handbremse angezogen behalten, wird Ihr Wagen
kaum vorankommen, vielmehr wird nach einiger Zeit manches überhitzt
und wird viel Energie verschwendet. So ähnlich kann es auch in der Seele erfolgen.
Wieso reagiert Ihre Seele in diesem Sinne? Unsere Seele wird durch
die Treibkraft Gottes angetrieben. Diese Treibkraft ist die wahre Liebe,
welche die Essenz des Göttlichen Lebens ist. Das „Göttliche Leben“ ist
eigentlich das wahre Leben der Seele, so wie Gott es in der Seele vorgesehen hat, aufgrund der unaufhörlichen Eingebungen vom Heiligen
Geist, mit einer Feinfühligkeit, welche die Seele dazu befähigt, das Richtige und die einzige, volle Wahrheit der Göttlichen Mysterien immer tiefer
zu durchschauen, so dass die Seele gleichsam vollkommen und ausschließlich vom Willen Gottes bewogen wird und alle ihre Entscheidungen aufgrund dieses Empfindens trifft. Eine Seele, die das Göttliche Leben in sich wirklich entwickeln und entfalten lässt, lebt so, wie Gott es für
diese Seele vorgesehen hat.
Die Seele besitzt einen heiligen Keim, der dazu imstande ist, richtig den
Willen Gottes zu spüren. Sehr oft wird dieser Keim mit weltlichen Einflüssen bedeckt, so dass sozusagen eine Staub- oder Schlammschicht
über den Keim ausgebreitet wird. Dadurch verliert dieser Keim seine natürlichen Fähigkeiten. Sie sollen wissen, dass dieser Keim einem Magneten ähnlich wirkt: Er zieht gleichsam Gott und sämtliche Göttlichen Ein69
flüsse zu der Seele und hält die Kommunikation zwischen der Seele und
allem Göttlichem aufrecht. Dieser heilige Keim enthält unter anderem
das Gewissen. Er besitzt auch eine Fähigkeit, die eigentliche Berufung
der Seele zu spüren. Die „Berufung“ darf nicht mit „dem Beruf“ verwechselt werden. Die Berufung im eigentlichen, spirituellen Sinne des Wortes
ist dasjenige, wozu Gott die Seele überhaupt in die Welt gesandt hat: Sie
ist die Rolle, welche die Seele gemäß dem großen Plan Gottes in diesem Leben (dem einzigen Leben, das wir haben!) zu erfüllen hat. Das
bringt uns zu dieser Feststellung:
Die relative Unzufriedenheit, die Ihre Seele bedrückt, geht daraus hervor,
dass Ihre Seele spürt, dass Ihr Leben nicht den Lauf genommen hat, die
ihrer von Gott vorgesehenen Berufung entspricht. Sie sollen sich dessen
bewusst sein, dass der heilige Keim der Seele Empfindungen wie ein
unergründliches Gefühl des Unglücklich-Seins hervorrufen kann. Das
Gefühl von „etwas fehlt mir, ich weiß aber nicht mit Sicherheit, was“. Diese Feststellung erfolgt meistens in den tiefen Vorgängen des seelischen
Lebens, so dass man öfters ganz müde, lustlos oder kraftlos wird (sogar
physisch), ohne zu wissen, aus welchem Grunde. Die Müdigkeit scheint
dabei ein eigenes Leben zu führen und neigt dazu, sich ständig zu verschlimmern.
Die Göttliche Vorsehung hat Ihnen einen Akt der Liebe bezeugt, indem
sie Sie mit einer guten Freundin gesegnet hat. Eine schöne Freundschaft
ist ein Geschenk Gottes. Was zwischen Ihnen und Ihrer Freundin geschieht, wodurch die Beziehung etwas verzerrt wird, sollen Sie einfach
als Versuch der Finsternis betrachten, die etwas Schönes immer zerstören oder unwirksam machen will. Da lässt sich etwas tun, was Ihrem Leben ein neues Fundament verschaffen könnte: „Beichten“ Sie einfach
Ihrer Freundin gegenüber mal. Schütten Sie Ihr Herz vor ihr aus, damit
Sie weiß, dass Sie sich dessen bewusst sind, dass Sie ihr gegenüber
ungerecht gehandelt haben und dass es Ihnen aufrichtig Leid tut. Versuchen Sie, ihr zu erklären, wieso Sie angespannt waren bzw. sind. Umarmen Sie sie einfach und entlasten Sie Ihr Herz UND das Herz Ihrer
Freundin. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Spannungen die Neigung besitzen, sich zusammenzuballen und dadurch schlimmer zu werden. Eines Tages stellt sich dann heraus, dass zwischen den betreffenden Seelen eine Atmosphäre herrscht, die so brisant ist, dass keine(r)
sie noch ertragen kann und auch nicht mehr meistern kann. Eine „Beichte“ gegenüber einer Seele, die man ungerecht behandelt hat, kann außerordentlich schöne Wunder wirken. Versöhnung kann eine Freundschaft ins Leben rufen, die sogar solider ist als je zuvor. Einen solchen
Halt brauchen Sie nun, und Ihre Freundin braucht ihn ebenso.
Was Sie zurzeit brauchen, ist vor allem Folgendes:
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noch zu Ihrer Entscheidung bekennen. Dann würde eine Lage eintreten,
in der Sie der Finsternis dienen. Bitte lesen Sie die nachfolgenden Zeilen
ganz aufmerksam, nicht nur mit dem Verstand, sondern vielmehr mit
dem Herzen; denn durch sie spricht MARIA zu Ihnen.
Gott hat Sie nicht verlassen, nie, keinen Augenblick. Da Sie vor einigen
Jahren eine falsche Entscheidung getroffen haben, haben Sie durch die
sich daraus ergebenden Leiden die Gelegenheit bekommen, diese Fehlentscheidung „abzubüßen“. Deswegen möchte ich Sie zunächst dazu
einladen, Ihre bisherigen Leiden an Maria zu weihen, damit Maria
diese für Sie in die Gnade der vollkommenen Befreiung umsetzen
kann. Eine der Attribute der Macht Mariens besteht darin, dass Sie die
Leiden der Ihr aufrichtig und total geweihten Seelen dazu benutzen
kann, diese Seelen aus jeglicher Finsternis zu befreien. Haben Sie Zuversicht; denn Sie wird das tun, mit Ihrer Mitwirkung. Rufen Sie Maria ab
heute häufig an. Je mehr Sie den allerheiligsten Namen Maria tief in Ihrem Herzen aussprechen, umso betonter wird Maria Besitz von Ihnen
nehmen, in der Absicht, Ihnen ab heute den Weg in ein neues Leben zu
zeigen.
Die Tatsache, dass Gott Sie trotz Ihres Fehlers nie im Stich gelassen
hat, geht daraus hervor, dass es gerade die Göttliche Vorsehung ist,
die Ihnen die Eingebung geschenkt hat, eine Mail zu schicken; denn
in Wirklichkeit haben Sie diese Mail der Gottesmutter Maria geschickt.
Das war mithin der erste Schritt zu Ihrer endgültigen Heilung.
Als Sie den Pakt schlossen, war die erste Fehleinschätzung eigentlich,
dass Sie sich ein zu enges Programm aufbürdeten. Maria als die Herrin
aller Seelen lehrt die Seelen, äußerst flexibel zu sein. Sie tut das, weil
die Flexibilität einer Seele Maria die Gelegenheit bieten muss, diese
Seele so umzugestalten, wie Sie es für richtig hält, aufgrund Ihrer Weisheit und Ihrer Pläne. Es ist Ihnen bekannt, dass Maria im Kampf gegen
alle Finsternis die Führung hat; sie nutzt deswegen alles, was Ihr von
den Seelen aus dargeboten wird, um die Dämonen endgültig zu lähmen.
Die Seele muss daher biegsam sein. Man könnte es so ausdrücken: Die
Seele muss so geschmeidig sein, dass die Brise des Heiligen Geistes
sie in jede beliebige Richtung treiben kann; denn Er will sie auf dem richtigen Weg erhalten bzw. auf den richtigen Weg führen. Die einzig richtige
Haltung ist, dass Sie sich von Maria führen lassen und tief in sich hineinschauen, um zu empfinden, was Sie von Ihnen verlangt, Tag für Tag. Ihr
Gewissen wird Sie warnen, wenn etwas an Ihrem Verhalten nicht stimmt.
Sie empfinden ja auch zu dieser Zeit, dass in Ihrem Leben etwas nicht
richtig in Ordnung ist und worauf diese Unordnung basiert. Auch dieses
Verständnis weist übrigens darauf hin, dass Gott Sie nie losgelassen hat.
Gott hat den Seelen einen freien Willen geschenkt. Durch diesen freien
Willen haben Sie die Macht, frei zu entscheiden, was Sie tun oder eben
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Verkünde nun in mir das Gesetz Gottes und reinige mich von jeglichem
finsteren Einfluss, der mich jemals dazu angeregt hat und mich auch
jetzt noch dazu anregt, gegen dieses allerheiligste Gesetz zu verstoßen.
Schreibe jetzt Deinen Namen auf alle meine Wände; denn jede gottesfeindliche Kraft zittert beim Anblick Deiner herrschenden Gegenwart.
Reinige mich durch Deine vollkommene Liebe von allem, was mich beunruhigt und verunsichert, und sei meine Quelle der Kraft und der Ausdauer auf allen meinen Wegen, damit sie mich von Tag zu Tag näher zu
Gott bringen.
Heilige mich und leihe mir Deinen Mund, Deine Hände, Dein Herz, Deinen Geist und Deinen Willen, damit ich mit Deinem Herzschlag leben
kann und nichts anderes von mir ausgeht als das allerreinste Licht unseres Gottes.
Breite Deinen königlichen Mantel über meinen Tempel aus, damit er Dir
allein gehört, und beatme die Tore meiner Seele, meines Herzens und
meines Geistes, damit in mich nichts mehr hineindringen kann, woran Du
keinen Gefallen hast.
Geruhe, jetzt jede Kraft, die mich bedroht, zu Deinen Füßen in die Knie
zu zwingen, damit alle Feinde Gottes wissen, dass Du meine Herrin bist
und dass alle Macht über mein Leben und mein ganzes Wesen nur Dir
gehört.
Mächtige Herrin meines Tempels, von nun an will ich ausschließlich Dein
Besitz und Eigentum sein, und ich gebe Dir jetzt den Schlüssel zu meiner Seele, damit keine einzige Kraft außer Deinem Willen sie beeinflussen kann.
Versiegle nun die Tore meines ganzen Wesens und beseele mich mit Dir
Selbst, damit ich diesen heiligen Bund für Gottes Reich fruchtbar machen kann.
5. Über die Befreiung aus dem Pakt mit Satan
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
Gott hat Sich bereits Ihrer erbarmt. Von ganzem Herzen will ich diese
Strahlen der Ermutigung an Sie weiterleiten, die mir Maria für Sie eingegeben hat.
Sie haben einen Pakt mit der Finsternis geschlossen, haben das allerdings in Unwissenheit getan und bereuen es. Die Absicht war nicht
falsch, in dem Sinne, dass Sie sich zu einem „besseren“ Menschen entwickeln wollten. Der Weg war nicht der Richtige. Als Sünde wird Ihnen
das nicht angerechnet. Eine Sünde wäre es, wenn Sie sich, nachdem
Sie sich dessen bewusst geworden sind, was Sie getan haben, immer
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1. Ihr Herz richtig von allem zu befreien, was es bedrückt. Schaffen Sie
dazu ganz klare Verhältnisse Ihrer Freundin gegenüber; festigen Sie diese Freundschaft. Sprechen Sie sich gegenseitig ruhig aus und gehen Sie
dabei eben nicht den „Knoten“ aus dem Wege. Je mehr Problemfelder
Sie gemeinsam lösen können, umso stärker werden Sie sich beide
nachher fühlen. Eine besondere Kraft wird Ihnen von oben geschenkt
werden, weil Sie durch Versöhnung und Solidarität die Werke Gottes
fördern.
2. Schauen Sie beide mal tief in sich hinein, um in aller Ehrlichkeit festzustellen, ob Sie ausbildungshalber den richtigen Weg gehen, und falls
sich da eine Mauer ergibt, die Sie offenbar nicht mit Erfolg oder mit der
Empfindung einer tieferen Zufriedenheit hochklettern können, besinnen
Sie sich dann ernsthaft, ob nicht ein anderer Weg möglich wäre. Treffen
Sie diese Entscheidung nicht leichtfertig und treffen Sie sie auch vor allem nicht nur aufgrund menschlicher bzw. weltlicher Erwägungen, sondern auch aufgrund der Erfüllung Ihres seelischen Lebens! Falls Sie sich
entscheiden, die Ausbildung zu wechseln, und Sie haben dazu die Möglichkeit bzw. die Gelegenheit, zögern Sie dann nicht wegen der Meinung,
Sie hätten ein paar Jahre vergeudet. Versuchen Sie, die „verlorene“ Zeit
als dasjenige zu betrachten, was es in Wirklichkeit ist: ein Strecke auf
Ihrem Lebensweg, die Nutzen hatte zwecks Ausbildung Ihrer Seele. Die
Seele braucht eine gewisse Menge und Verschiedenheit von Erfahrungen, um sich in der Tugendhaftigkeit auszubilden. Sie muss ja „die
Kunst, mit sich selber, mit anderen und mit Gott zu leben“, lernen. Dies
passt in den Rahmen der „Wissenschaft des Göttlichen Lebens“.
3. Weihen Sie sich total und bedingungslos Maria, der Herrin aller Seelen, und wenn irgendwie möglich, machen Sie diese Weihe gemeinsam
mit Ihrer Freundin. Sich gemeinsam zu der höheren Macht Gottes und
Seiner Vertreterin Maria zu bekennen, wird eine ungeahnte Kraft in Ihnen beiden freisetzen. Glauben Sie mir, ich betone diese Worte und bezeuge deren Wahrheit. Maria wartet darauf, Ihr bzw. euer Leben auf den
von Gott gewählten Pfad zu führen. Sie braucht dazu eure aufrichtige
Weihe an Sie. Wie Sie dabei vorgehen, können Sie leicht auf
www.myriam-van-nazareth.net finden. Wenn nötig, helfe ich Ihnen dabei
von Herzen gerne. Maria kann und wird euer Leben ändern. Sie wird Ihnen die Kraft der wahren Liebe eingießen und Ihren Geist so erleuchten,
dass Sie lernen werden, vieles ganz anders zu betrachten. Ihr Herz wird
von einer zuvor unbekannten Freude erfüllt werden, und die inneren
Verspannungen werden aus Ihnen fortfließen. Ihr seelisches Leben wird
einer Blume ähnlich werden, die Blättchen um Blättchen entfaltet und
dabei immer schöner und duftiger wird.
Seien Sie davon überzeugt, dass der Lauf Ihres Lebens keine Strafe
Gottes ist. Gott bestraft nicht diejenigen, die Ihn vergessen, sondern wartet auf sie mit unumschränkter Liebe. Nur so kann Er einer Seele helfen,
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die unendliche Macht der Liebe und der Einkehr in sich spüren zu lernen.
Sollte Er eine Seele bestrafen, so könnte diese Seele nicht vom Herrn
Selber lernen, wie die unumschränkte, allreine Liebe wirkt und wie sie
sich anfühlt. Gott hat uns Maria geschenkt als die unfehlbare Führerin
auf dem Weg zum wahren Glück. Danken wir Ihm dadurch, dass wir dieses Geschenk mit Liebe annehmen.
werben kann. Der große Verdienst einer Menschenseele besteht ja gerade darin, dass sie ihren freien Willen dazu benutzt, sich der Versuchung aktiv zu widersetzen und sich für die Werke des Lichtes zu entscheiden, und dass sie sich zu Gott und Maria (als Vertreterin der Werke
Gottes in den Letzten Zeiten) bekennt (wie die Seele es ja im Taufgelübde ausspricht).
Liebe Schwester, geben Sie sich völlig Maria hin und lernen Sie dadurch
die Wirkungen der wahren Liebe kennen. Sie werden in eine duftende
Rose für Ihre Umwelt umgestaltet werden. Geben Sie Ihr (der Heiligen
Jungfrau) diese Chance, aus Liebe zu Ihr und zu Jesus, und geben Sie
dadurch ebenfalls sich selbst die Chance, wirklich glücklich zu werden.
Sie werden das Licht bekommen, die Fragen Ihres Lebens eine nach der
anderen zu lösen, und zwar mit Zufriedenheit und Fruchtbarkeit. Ich
freue mich bereits, eines Tages von Ihnen zu lesen, dass es geklappt
hat.
Es gefällt Gott außerordentlich, wenn die Seele Ihm verspricht, sie werde
sich allem Bösen, jedem Werk der Finsternis, jeder Versuchung, widersetzen und sie möchte zu dem Zweck ganz und gar Maria gehören, der
Führerin im Kampf gegen die Finsternis, um von Ihr gegen die Einflüsse
Satans auf den Geist und das Herz geschützt zu werden und unter Ihrer
Herrschaft wie eine Blume von Heiligkeit aufzublühen. Heiligkeit ist ja die
Verfassung der Seele, die „Heil“ bringt mit allem, was sie tut, sagt, denkt,
fühlt und anstrebt. Jesus ist der Weg, Maria die Führerin auf diesem
Weg; Jesus ist die Sonne, Maria der Sonnenstrahl, der das Licht Gottes
in die Seele hineinführt. Wo Sie herrscht, haben die Schatten keine
Macht mehr; denn das Licht Gottes wirft gar keine Schatten, weil es aus
allen Richtungen zur gleichen Zeit auf die Seele strahlt.
Sehr gerne bete ich für Sie, dass Sie mitsamt Ihrer Freundin bald zu den
Glücklichen gehören mögen, die im Herzen Mariens ein neues und richtig erfüllendes Leben gefunden haben.
In aller Liebe, im Dienst der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
23. Über die Beichte — über die Lebensbeichte — über die „abstrakte“ Art zu beichten — über das Beweisen der Existenz Gottes
und eines ewigen Lebens — über den Glauben
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
Maria ist die Königin des Friedens. Es gibt keinen besseren Weg, den
wahren inneren Frieden zu finden, als den Weg über eine Lebensbeichte
in die wahre totale Weihe an Maria.
Durchwegs meinen die Seelen, eine Lebensbeichte bringe keinen Erfolg,
wenn es ihnen nicht gelingt, dabei möglichst viele Einzelheiten ihres Lebens vorzubringen. Dem ist nicht so. Als mich Maria vor mehreren Jahren lehrte, totale Weihe an Sie sei eine Sache einer täglichen Wiedergeburt und das Leben sei eine Reise durch eine üppige Landschaft, bei der
die Seele jedoch nicht mehr viel zurückblicken darf (= auf die Vergangenheit zurückblicken) und auch möglichst wenig neben sich gucken darf
(= den weltlichen Dingen in der Gegenwart Aufmerksamkeit schenken),
fragte ich Sie eines Tages, was es denn mit einer Beichte auf sich hat,
da sich die Beichte ja immer auf die Vergangenheit bezieht. Da antwortete mir meine Herrin: “Wenn sich eine Seele MIR weiht, beerdigt sie sich
selbst in dem Boden Meines Herzens. All dasjenige, was sie Mir weiht,
wird ebenfalls in diesen Boden begraben. Der Boden gehört Mir alleine,
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Was können Sie konkret unternehmen? Mir steht es nicht zu, Ihnen Vorschriften zu machen, da jede Seele den eigenen freien Willen frei nutzen
soll, gemäß dem Gesetze Gottes. Was ich Ihnen allerdings empfehlen
möchte, ist eine ausdrücklich Weihe Ihres Seelentempels an Maria. Zu
dem Zweck hat mir Maria das nachfolgende Gebet eingegeben, das Sie
als Nummer 1114 in die Reihe der Blumen Ihres Himmlischen Gartens
aufgenommen sehen will.
Ich schließe Sie mit allen Ihren Absichten gerne in mein Herz und unterstütze Sie selbstverständlich im Gebet.
Immer bereit, mit aller Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Myriam
1114. Weihe an Maria als Herrin meines Seelentempels
(durch „Myriam van Nazareth“)
O Maria, mächtige Herrin aller Seelen,
Dir ist von Gott alle Macht über den Tempel einer jeden Seele gegeben,
die sich freiwillig Deinem Besitz und Eigentum ausliefert.
Ich bitte Dich deswegen inständigst mit dem tiefsten Vertrauen beseelt:
Geruhe, Dich jetzt im Heiligtum meiner Seele zu erheben, wo Gott Dir
einen Thron errichtet hat, und geruhe, dort jede Kammer und alle Ecken
mit dem Licht des Heiligen Geistes zu durchstrahlen, das keine Schatten
wirft und alle Finsternis verjagt.
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lich gefallen, weil Sie dadurch Ihr gegenüber einen großen Akt des Glaubens und des Vertrauens darbrächten. Die Macht der Herrin aller Seelen
ist so unfassbar groß — ich habe in Bezug auf Marias „Beziehung“ zu
den finsteren Mächten vieles gehört und gesehen, wozu mich Maria
bisher noch nie eingeladen hat, es zu Papier zu bringen —, dass richtig
Unfassbares erfolgen kann, wenn Seelen sich, mit Vertrauen erfüllt, für
die Förderung desjenigen einsetzen, das Gottes Plänen dienlich ist, und
dabei inständig um die Entfaltung der Macht Mariens bitten.
Selbstverständlich gilt dasselbe für den Kampf gegen Banden und Gruppen mit finsterem Antrieb und finsteren „Früchten“. Dass so vieles gegen
Maria Selbst gerichtet ist, braucht uns gar nicht in Staunen zu versetzen:
Es beweist uns lediglich, dass Satan Sie tatsächlich als seine große
Gegnerin betrachtet.
Weiß der Widersacher, was Sie denken? Diesbezüglich kann ich Ihnen
aufgrund desjenigen antworten, was mich Maria seit Jahren lehrt. Satan
hat von Gott die Erlaubnis erhalten, die Seelen zu prüfen und zu versuchen. Auf dieser Gegebenheit basiert auch das System der Verdienste,
die sich jede Seele für sich erwerben kann, und des Heils, das sie für die
ganze Menschheit erwirken helfen kann: in dem Maß, wie eine Seele
sich durch richtigen Gebrauch (d.h.: Gebrauch im Sinne des Göttlichen
Willens) ihres freien Willens den Versuchungen widersetzt, kann sie positive Beiträge zur Verwirklichung des Göttlichen Heilsplans leisten. Satan lässt kein Mittel unbenutzt und verfügt über die Fähigkeit, in den
menschlichen Geist und in das menschliche Gefühlsleben vorzudringen.
Diese Fähigkeit wurde ihm gewährt, als er noch höchster Fürst der Engel
war.
und in diesem Boden wird all dasjenige, was dort begraben wird, allmählich in der Göttlichen Liebe verzehrt. Wenn die Seele nachher noch in
diesem Boden herumzuwühlen beginnt, versucht sie, Mir etwas zu nehmen, das nur Mir gehört. In der Beichte begräbt die Seele Elemente, die
ihr eines Tages Schaden zugefügt haben, in den Boden des Barmherzigen Herzens Gottes. Sie sollte nachher nicht mehr zurückblicken.”
In Bezug auf eine Lebensbeichte, lehrte mich Maria, es sei nicht unbedingt notwendig, sich an alle Einzelheiten der Vergangenheit zu erinnern,
da es ja für die Ihr geweihte Seele nicht wünschenswert ist, an ihrer Vergangenheit hängen zu bleiben. So sagt Sie, eine Lebensbeichte sollte
eine Übung in Selbstanalyse sein, wobei die Seele sich selbst und vor
allem die tieferen Beweggründe ihres Handelns und Denkens näher
kennen lernen soll, um also die eigenen Verhaltensmuster besser zu
verstehen und auf diesem Weg zu Änderungen derselben kommen zu
können. Maria hat mich gelehrt, mehr in Bildern zu beichten. Möglicherweise funktioniert das nicht für jede Seele, für mich wirkt diese “abstrakte” Art des Beichtens allerdings wunderbar, aber vielleicht habe ich diesbezüglich den Vorteil, dass mich Maria jahrelang im mystischen Schauen
ausgebildet hat, so dass mein Geist und Herz eigentlich noch fast ausschließlich in abstrakten Bildern und Vorstellungen “denkt” oder “spürt”.
Auf jeden Fall: Eine “abstrakte” Art des Beichtens geht so vor sich, dass
man die zu beichtenden Elemente in einem “System” einfängt, das während der Beichte vorgebracht wird.
Man muss sich ja vor Augen halten, dass die Engel nicht wie wir „vom
Mund zum Ohr“ kommunizieren, sondern „von Herzen zu Herzen“, durch
Übertragung von inneren Gefühlen. Engel haben dadurch die Fähigkeit,
Gefühlszustände und Gedanken zu „analysieren“. (So hat mich Maria
dies in mystischen Zuständen erfahren lassen.) Gerade aufgrund dieser
Fähigkeit studieren und ergründen Satan und sein Gefolge unsere inneren Verfassungen. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass ihnen
aufgrund einer Gnadenwirkung zugunsten von Seelen diesbezüglich
Grenzen gesetzt werden können. Diese Gnade können Sie tatsächlich
erbitten. Sie können tatsächlich Maria um die Gnade bitten, Sie möge
auf spürbare Weise den Tempel Ihrer Seele so weitgehend beherrschen,
dass Ihre Sinne, Ihre Gedanken und Gefühle vollkommen von Ihr beherrscht und kontrolliert werden.
Ein Beispiel: Sagen wir, Sie glauben sich daran zu erinnern, dass es mal
(oder wiederholt...) vorgekommen sein kann, dass Sie einem Mitmenschen eine verletzende Antwort gegeben haben. Sie erinnern sich an
keine Einzelheiten und werden etwas beunruhigt, weil Sie nicht eine dieser Gelegenheiten “ungebeichtet” lassen möchten. In diesem Beispiel
ginge eine abstrakte Beichte ungefähr folgendermaßen vor sich: “Ich bereue jegliche Gelegenheit, in meinem ganzen Leben, bei der ich einem
Mitmenschen auf irgendwelche Weise verletzt haben kann, sei es durch
Handlungen, durch ein gesprochenes Wort oder sogar in verborgenen
Gedanken, Gefühlen oder Wünschen” (man kann sich auch in Gedanken, Gefühlen oder Wünschen versündigen!). Das Ergebnis dieser
Beichte ist, dass Sie ALLE ähnlichen Gelegenheiten in einem einzigen
Satz zusammengebracht haben und mithin viel mehr gebeichtet haben,
als Sie es mit Auflistung der Einzelheiten je hätten tun können. Manchmal ist es auf diese Weise möglich, eine ganze Lebensbeichte in nur einigen viel umfassenden Sätzen zu beichten.
Dem muss ich hinzufügen, dass eine vollständige Abgrenzung der Sinne, Gedanken und Gefühle vor aller Finsternis einer Seele selten oder
gar niemals langfristig gewährt wird, weil ein solches Eingreifen — Maria
besitzt dazu durchaus alle Macht! — der Seele jeglichen Verdienst nehmen würde, den sie sich durch aktive Bekämpfung jeder Versuchung er-
Ein anderes Beispiel: Sie haben das Gefühl, dass Sie sich einem oder
mehreren Mitmenschen gegenüber regelmäßig so verhalten, dass dieser/diese in Ihrer Gegenwart irgendwie gelähmt wirken (sich offenbar
nicht ganz entfalten können). In diesem Fall kann es durchaus sein, dass
Sie im Auge Gottes mehrerer Untugenden schuldig sind. Wahrscheinlich
12
73
ist Ihnen dann Ihr eigenes Verhalten so kompliziert, dass Sie nicht genau
wüssten, wie es zu beichten ist. Nun, hier gäbe es die Möglichkeit zu
beichten: “Ich bereue die Tatsache, dass ich bei vielen Gelegenheiten
meines Lebens der Blume mancher Seelen die Lebenskraft genommen
habe.” Wenn Sie sich an etwas Konkretes erinnern, oder aber der
Beichtvater fragt ausdrücklich ein Beispiel, so können Sie das Bild noch
erläutern, aber Hauptsache: Gott gegenüber haben Sie einen Persönlichkeitszug, eine Schwäche, in allem Umfang bereut...
Maria sagte mir bereits mehrmals: Bei der Beichte kommt es nicht auf
die Einzelheiten der gesprochenen Worte an, sondern auf das herrschende Gefühl des ganzen Herzens, während die Seele beichtet. Wenn
im Herzen eine tiefe und aufrichtige Reue herrscht, ein Schmerz über die
Schmerzen, die man Gott, der Schmerzenreichen Mutter und den Mitgeschöpfen bereitet haben kann, ein brennendes Verlangen, alles wieder
gutzumachen, und eine brennende Liebe, mit welcher die Seele das
Herz Gottes wirklich küssen will, so spendet Gott auch über die “nicht
erinnerten bzw. nicht ausdrücklich ausgesprochenen Einzelheiten” die
Fülle der Vergebung. Abgebüßt wird alles nach der Beichte in der richtig
gelebten Weihe an Maria, die die Seele auf Wege der Wiedergutmachung aufmerksam macht. Ein wunderschönes System, dass die Beichte
zu einer besonders bereichernden Erfahrung machen kann!
Was H. betrifft, so lässt sich auf jeden Fall sagen, dass in dieser modernen Gesellschaft die Jugend einer besonderen Gnade bedarf, um sich
noch gegen die gottfeindlichen Kräfte zu behaupten. Die akademischen
Ausbildungen, vor allem in den Naturwissenschaften, schließen den
Glauben an alles, was Göttlicher Herkunft ist, ohne weiteres aus. Zunächst was den Glauben an die Existenz Gottes betrifft. Im Jahre 2007
schrieb ich ein Buch über die Seele Mariens, die Persönlichkeit, wie Sie
wirklich war. Maria schenkte mir zum Zweck der Verfassung dieses Buches viele lange Visionen und gab mir ungeahnt tiefe Einsichten. Das
Ergebnis war das Buch, von dem noch nicht vieles ins Deutsche übersetzt wurde, von dem ich aber die Übersetzung möglichst bald fortzuführen hoffe, weil es so wichtig ist. (Anmerkung: Stand 2009) Das Buch
heißt “Die Wiedergeburt des Irdischen Paradieses”. Im Kapitel 16 dieses Buches wird unter anderem eine kleine Argumentation zum Nachweisen der Existenz Gottes aufgeführt. Ich übersetze diese in einer Anlage gerne für Sie, damit Sie diese H. womöglich unterbreiten können.
H. fragt sich, warum er auf der Welt sei und was der Sinn des Lebens
sei. Diesbezüglich könnten Sie durchaus mal zum Text Weshalb lebt
der Mensch? greifen. Sie finden diesen auf www.myriam-vannazareth.net unter “Maria unterrichtet”. Dieser dürfte etwas Klarheit oder
wenigstens Denkanstöße verschaffen.
74
durchaus in den Erlösungsplan Gottes eingeschaltet wird. Ungemein
wertvoll und wunderbar wäre, und dazu möchte ich betont aufrufen,
wenn jede Seele sich angewöhnen würde, beim Anblick eines leidenden
Tieres, sei es im Alltag, sei es im Fernsehen, sei es sogar beim Anhören
einer Geschichte über tierisches Leiden, unverzüglich ihr Herz auf Maria
zu richten und inständig zu Ihr zu beten “Maria, Königin von allem Erschaffenen, ich opfere Dir alle mein Herzeleid über das Leiden dieses Tieres, damit es dieses in der Erfahrung Göttlicher Liebe
durchstehen kann, und dieses Leiden aufgrund meines Herzeleids
und meiner Liebe zu diesem Geschöpf Gottes, in Gnaden für die
Welt umgewandelt werden kann.” Wenn es sich dabei offensichtlich
um von Menschenhand herbeigeführte Leiden handelt, sollte man noch
hinzufügen: “Möge dieses Gebet den Urheber dieser Leiden von aller
Finsternis befreien und ihn durch die Ausgießung der wahren Liebe
heilen.” Eine wahre spirituelle Offensive gegen Tiermisshandlung (in allen ihren, oft vertuschten und sogar legalisierten Formen) bestünde darin, dass Seelen regelmäßig gemeinsam ein ähnliches Gebet an Maria
richten und es vor allem bei jeglicher Gelegenheit beten.
Ich wünsche eine gesegnete österliche Zeit. Möge die Erfahrung der
vergangenen Passionstage uns allen die Auferstehung aus dem Grab
unserer Finsternis bringen, und mögen wir alle den höchsten Grad der
Weihe an Maria in uns verwirklichen, der ja daraus besteht, dass wir so
total in Sie überfließen, dass unser “Ich” vollkommen stirbt, um aus Maria
neu geboren zu werden nach dem Geist, wie eine Auferstehung aus dem
Grab der menschlichen Unvollkommenheiten zum wahren Göttlichen
Leben.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
4. Was können wir gegen das Wirken finsterer Mächte in unserem
Umfeld tun? Kennt der Widersacher unsere Gedanken?
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
ich habe die Heilige Mutter Gottes um Ratschläge für Sie gebeten. Von
Herzen teile ich Ihnen nun das Ergebnis mit.
Was den Esoterikladen betrifft: Da wäre es selbstverständlich schön,
falls Sie einen Priester darum bitten könnten, diesbezüglich ein Segensgebet auszusprechen. Allerdings liegt da ein Problem vor: Normalerweise wird ein Priestersegen vor Ort gespendet, was in diesem Falle nicht
gerade unauffällig bleiben könnte und deshalb nicht risikofrei erfolgen
kann. Deswegen wäre es wunderbar, wenn Sie, eventuell gemeinsam
mit anderen Seelen guten Willens, das wundervolle Gebet 1047 auch in
Bezug auf diesen Laden beten würden. Maria würde dies außerordent11
miterlösenden Maria in sich zu verwirklichen, und wie sie Maria und Jesus wirklich über alles liebt, bis hin zur vollkommenen Selbstverleugnung. Die “Vermählung von Gott und der Seele”, wie Sie es in Ihrer Mail
nennen, ist die mystische Hochzeit, zu der nur wenige Seelen auf Erden
berufen werden, weil sich diese seelische Verfassung nicht in jeder Seele gründen lässt, und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen und
weil nur die Seelen zu dieser Verfassung berufen werden, die ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben: Eine mystische Berufung umfasst
gewöhnlich Aufgaben im Bereich der Verkündigung der Göttlichen
Wahrheit und des Sühneleidens in der Einheit mit Jesus bzw. mit Maria
(manchmal mit beiden). Diese Aufgaben setzen die Fähigkeit und die
Gewilltheit der Seele voraus, sich selbst zu verleugnen, damit das Kreuz
der Berufung tatsächlich fruchtbar wird. Selbstverständlich gilt die Liebe
also als die höchste Form der Sühne: Ohne Liebe ist jegliches Leiden
völlig unfruchtbar. Die Liebe ist ja die Essenz des Göttlichen Lebens. Jesus hat Göttliches Leben auf mehreren Wegen auf die Seelen herab gerufen, unter anderem durch das Kreuz, das uns nichts anderes lehrt als
die allerhöchste Liebe: die Selbstverleugnung bis in den Tod, damit es
die anderen in ihrer Seele besser haben und Gottes Plan sich verwirklichen kann. Dazu bietet Sich ja Maria uns allen als die Herrin aller Seelen
und die Lehrerin in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens.
H. fordert Beweise für ein Leben nach dem Tod. Dies zu “beweisen”, ist
eigentlich hier auf Erden kaum möglich. Ich meine das im Sinne eines
“wissenschaftlich gewerteten Beweises”. Die Beweise gibt es durchaus,
allerdings muss die Seele dazu mit der Gabe mystischen Schauens begnadet werden. Wenn es kein Leben nach dem Tode gäbe, so wäre unser Apostolat vollkommen sinnlos, ja inhaltslos. Die “Wissenschaft des
Göttlichen Lebens” ist ja völlig auf die übernatürliche Kenntnis der Natur
und des Zieles der Seele gegründet. Naturwissenschaftlich (zum Beispiel
im Sinne der Physik) lässt sich das Leben nach dem Tode nicht nachweisen, gerade weil es sich da um das Weiterleben des nicht-stofflichen
Lebensprinzips handelt, während die Gesetze der Physik sich mit dem
Stofflichen, mit dem Tastbaren und dem sinnlich Feststellbaren beschäftigen. Das Leben nach dem Tode ist ganz und gar Gegenstand des
Glaubens. Dasjenige, von dem Gott von uns verlangt, dass wir es glauben, basiert grundsätzlich nicht auf Dingen und Prinzipien, die man aus
natürlicher, sinnlicher Erfahrung wissen könnte, sonst gäbe es nicht den
großen Verdienst des Glaubens. Sollte die Seele Gott sichtbar auf der
Straße laufen sehen können, so könnte sie sich keinen einzigen Verdienst erwerben. Das wäre katastrophal; denn in jenem Falle ginge keine
einzige Seele überhaupt noch in die ewige Herrlichkeit hinein. Der Glaube ist die fest überzeugte Annahme, dass:
Bezüglich Ihrer zweiten Frage. Tatsächlich, viele Tiere leiden durch die
Hand von Menschen. Ein richtiger Gräuel in Gottes Augen: Tiere als Geschenke Seiner Liebe werden verachtet und in vielerlei Weise behandelt,
wie es nur die Teufel selber tun könnten. Welchen Wert hat das Leiden
der Tiere? Wie die Herrin aller Seelen lehrt, hat das Leiden eines Tieres
keinen erlösenden Wert an sich, weil die Tiere für sich außerhalb des
Göttlichen Heilsplan stehen, ABER... die Tiere werden auf den Lebensweg von Menschen geführt, damit die Menschenseelen durch den Umgang mit Tieren viele Dinge lernen. Die Art und Weise, wie eine Seele
mit Tieren umgeht, zeigt Gott den Entwicklungsgrad der Seele in der
Liebe. Vergessen wir nicht, dass die Seele nach diesem Leben aufgrund der von ihr erbrachten LIEBE gerichtet wird! Das Leiden eines
Tieres ist an sich sinnlos, es sei denn, die Menschenseelen opfern dieses Leiden bewusst auf. Maria betont die Wichtigkeit und den großen
Wert der Weihe des Leidens von Tieren an Sie. Dieser Wert basiert auf
dem Grundsatz, dass der Anblick eines leidenden Tieres, wenn dieser
Anblick in einer Menschenseele Schmerz hervorruft, einen Mechanismus
in Gang setzt, durch welchen Ströme von Liebe zu fließen beginnen: Die
Seele leidet nun an der Stelle dieses Tieres, oder anders gesagt: Die
Seele zieht das Leiden des Tieres in sich, d.h. in die Seele, die innerhalb
des Heilsplans schon eine aktive Rolle spielt. Das Leiden wird also
gleichsam von einem nicht beteiligten Lebenskeim (des Tieres) auf eine
beteiligte Seele (des Menschen) übertragen, wodurch dieses Leiden
1. es einen Gott gibt;
10
2. dieser Gott dauernd mit der Schöpfung beschäftigt ist;
3. diese Beschäftigung ausschließlich das ewige Wohl der Menschenseelen bezweckt.
An diese drei Punkte glauben, heißt konkret, fest davon überzeugt sein,
dass
1. es ein allmächtiges Wesen gibt;
2. dieses über allem Erschaffenen steht;
3. dieses über Fähigkeiten verfügt, die alles Menschliche bzw. alles Erschaffene weit übersteigt und alle erschaffenen Fähigkeiten in sich umfasst und diese ohne weiteres lenken kann;
4. dessen “Dasein” keinen Anfang und kein Ende haben KANN;
5. dessen Werke nur aus der vollkommenen Liebe hervorgehen, nur Liebe erzeugen und nur die Entfaltung und Vervielfältigung der Liebe in der
Schöpfung bezwecken.
Das heißt somit: Von jeder Seele — von diesem Gott erschaffen — wird
verlangt und erwartet, dass sie an die Existenz Gottes und an die Tatsache glaubt, dass die Essenz dieses Gottes LIEBE ist. Dies zu glauben,
heißt mithin: der Tatsache Rechnung tragen, dass die Schöpfung und
alles, was überhaupt existiert, die Liebe als Grundsatz und Leitmotiv ha75
ben muss. Dort fängt alles an: Gott richtet die Seele aufgrund deren
Verwirklichung der Liebe in sich und um sich herum. Der erste Schritt ist
der: zu glauben, dass es Gott, Seine Werke und Seine Natur bzw. das
Lebensprinzip (die Liebe) gibt. Das heißt also auch, dass dieser erste
Schritt von der Seele selbst ausgehen soll: Die Art und Weise, wie die
Seele ihren freien Willen gebraucht, bestimmt ihre ewige Zukunft und
das Maß, in dem sie sich Gott nähern kann. Sobald der Glaube feststeht,
kommt Gott der Seele entgegen und fängt die wahre Gnadenwirkung an.
Es wäre schön, wenn sich H. dieses System mal richtig überlegen könnte und dabei mit dem Herzen in sich hineinspürt, nicht mit dem (durch die
wissenschaftliche Ausbildung auf enge Denkwege gelenkten) Verstand.
Gott lässt sich halt nicht mit dem Verstand fassen, Er lässt sich nur mit
dem Herzen ausfindig machen.
Liebe M., Maria möchte Ihnen diese kleine Aufgabe erteilen: Als Mutter
ist Ihnen die Macht anvertraut worden, die Seele Ihres Sohnes mitführen
bzw. -lenken zu können. Daraus besteht ja ein wesentlicher Teil der Erziehungspflicht. Gott hat jede Mutter mit dieser Fähigkeit ausgerüstet.
Ihnen ist die Prüfung geschenkt worden (jawohl, eine Prüfung verbirgt
immer ein Gottesgeschenk), in Ihrem Sohn den “Kampf” gegen die Überlegenheit des weltlichen Denkens im Alltag ansagen zu müssen.
Maria möchte nun, dass Sie sich (und H.) diese Prüfung dadurch zu Nutzen zu machen versuchen, dass Sie von heute an zum heiligen Erzengel
Gabriel beten, er möge H. die Gnade erwirken, dass er sein Herz und
seinen Geist für das Übernatürliche, das Göttliche, öffnet, damit Maria
sein Denken und Fühlen vollkommen erschließen kann. Bitten Sie wirklich den Erzengel darum; denn Gabriel ist für die Reinheit und die Wirksamkeit der Kommunikation zwischen den Herzen und Gott zuständig.
Maria gibt mir zu diesem Zweck den nachfolgenden Gebetstext ein:
Lieber Heiliger Erzengel Gabriel, der du den Weg zwischen den
Herzen und Gott von jedem Hindernis und von jeder Finsternis befreien kannst, im Namen Jesu, des Erlösers der Seelen, und im Namen Mariens, deiner und meiner Herrin, bitte ich dich:
Geruhe, ........... (Namen) im Herzen und im Geist auf eine wahre Begegnung mit der Göttlichen Weisheit und dem Göttlichen Licht vorzubereiten, damit seine Seele völlig für die Werke Gottes erschlossen werden kann.
Geruhe, diese Seele an das Wasser des Göttlichen Lebens zu führen, damit sie bald aufblüht wie eine Blume, die im reinsten Glauben
die Werke aus Gottes Hand bezeugen wird.
Liebe Schwester, ich lege alle Ihre Sorgen der Herrin aller Seelen zu
Füßen, die nur darauf wartet, dass wir uns zu Ihrer unendlichen Liebe
und Macht bekennen, um in unserem Leben die schönsten Wunder zu
76
meine himmlische Herrin diesbezüglich öfters um Erläuterung gebeten,
und eines Tages sagte Sie mir, dies passe in Gottes Plan und sei darauf
zurückzuführen, dass die wirklich von oben gewählten Mystiker unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben und aufgrund des Plans der
Göttlichen Vorsehung mit den Seelen unterschiedliche Dinge betonen.
Weiterhin versicherte Sie mir, dass dies alles genau zusammenpassen
wird, sobald sich die Fülle der Zeit verwirklicht hat. Darüber hinaus bestünde nicht die Aufgabe jedes Mystikers darin, umfassende Lehren zu
übermitteln.
So kann ich Ihnen Folgendes sagen (wobei ich betonen will, dass es mir
von Maria untersagt worden ist, die Schriften anderer Mystiker zu studieren, weil Sie mich — ich zitiere — “vollkommen reinen Herzens und mit
einem Geist wie einen unbeschriebenen Papierbogen” will, und ich “dürfe nur auf IHRE Stimme hören“, d.h. auf die mir unmittelbar von Ihr übermittelten Belehrungen und Eingebungen; ich kenne somit die Schriften von Françoise gar nicht):
Diese Seele hat Recht. Ich weiß sehr wohl, dass in den Letzten Zeiten
die größte Sühne aus der Liebe hervorgehen wird. Wieso denn, betont
die Herrin aller Seelen so sehr den erlösenden Wert des Leidens?
Manches könnte Ihnen einleuchten, wenn ich Ihnen mitteile, dass Meine
Berufung im Jahre 1997 mit einer langen Reihe von Erscheinungen und
Visionen Mariens begann, in denen Sich die Heilige Jungfrau mir anfangs in Ihrer überwältigenden Schönheit als glorreiche Königin zeigte
(sie bezeichnete Sich damals mir gegenüber schon als “deine Herrin”,
nannte Sich aber noch nicht “Herrin aller Seelen”), aber allmählich immer
öfter als die Schmerzensreiche Mutter. Als die Schmerzensreiche Mutter
begann Sie meine mystische Ausbildung und berief mich ausdrücklich zu
einem Leben der Buße und des “miterlösenden Leidens”, das von Ihr
viele Formen erhielt, die jeweils auf der Grundlage unterschiedlicher Gaben, aber auch unterschiedlicher Aufgaben aufgebaut wurden. Sie lud
mich ein, ich möge mein Jawort mit dem Ihrigen verbinden und möge
dies in totaler, bedingungsloser und ewig dauernder Weise tun; denn Sie
habe mit mir “ganz besondere Dinge vor”. Maria gestaltete meine Ausbildung in Ihrem Dienst immer betonter auf der Grundlage des Leidens,
aber ... Sie begann mich auch systematisch in der Schule der vollkommenen Liebe zu unterrichten.
(...)
Ich weiß, aufgrund desjenigen, was mich Maria gelehrt hat, dass die
höchste Einheit des Leidens und der Liebe an erster Stelle in den von Ihr
gewählten Berufenen entwickelt wird, aber Gott sehnt Sich danach, dass
diese Einheit in jeder Seele in einem gewissen Maß zur Entfaltung
kommt. Die Seele erhält dazu die Fähigkeit in dem Maße, wie sie sich
wirklich danach sehnt, die Einheit mit dem leidenden Christus und der
9
ße wirksam werden, wie diese Seele sich der Gnadenwirkung aufschließt). Ja, Maria war ab Ihrer Kindheit tatsächlich die Miterlöserin!
wirken. Sehr gerne im Gebet vereint, und selbstverständlich immer bereit,
Die Heiligkeit ist ein komplexer Prozess. Eine Seele ist nicht “entweder
heilig oder nicht heilig”, es gibt unzählige Stufen der Heiligkeit, ähnlich
einer Rose, die sich entfaltet, Blatt um Blatt. Maria hat unendliche Verdienste gesammelt, hat diese aber in ihrer Gesamtheit zugunsten aller
Seelen dargeboten. Sie “wuchs ständig in der Heiligkeit” in dem Sinne,
dass Sie durch Ihre einmaligen Verdienste ihre bereits vollendete Heiligkeit immer mehr strahlen ließ. Man erinnere sich, dass Maria auch in Ihren Offenbarungen als Herrin aller Seelen nachweist, wie Ihre Heiligkeit
gleichzeitig vollkommen ist und sich trotzdem ewig dauernd und unaufhörlich vermehrt. Sie nennt dies ein Göttliches Mysterium, an dem außer
Gott nur Sie teilhat. Sie sagt an einer gewissen Stelle, dass alles, was
Göttlich ist, vollendet ist, aber sich trotzdem in seiner Wirkung unaufhörlich erweitert, und dass Sie, die Sie als einmaliges Vorrecht an gewissen
Elementen der Göttlichen Eigenschaften beteiligt sein durfte, ebenfalls in
Ihrer Herrlichkeit, Macht und Heiligkeit unaufhörlich “weiter wächst” in
alle Ewigkeit...
im Dienst der Herrin aller Seelen,
Lieber Bruder in Jesus und Maria, wie glücklich wir sind, jetzt schon einen Vorgeschmack dieser himmlischen Schönheiten genießen zu dürfen.
Beten wir bereits füreinander, damit wir dieser Gnaden einigermaßen
würdig sein mögen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
3. Über die Mystik, über das Leiden und über die Rolle der Tiere
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
seit mich die Heilige Jungfrau vor zwölf Jahren zu Ihrem Dienst berief,
habe ich das Vorrecht genossen, von Ihr auf einem breiten mystischen
Weg ausgebildet zu werden. Vieles hat Sie mich bereits schauen, hören
und empfinden lassen und zu sehr vielen Mysterien hat Sie mir sich immer weiter entfaltende Erklärungen gegeben. So hat Sie mir sowohl
durch die Eingebungen als auch durch die vielen anderen Wege, auf denen Sie mich im “Göttlichen Leben” ausbildet, begreifen lassen, wieso
verschiedene Mystiker manchmal “verschiedene“ Dinge sagen. Abgesehen davon, dass viele “Mystiker” nicht die Ansichten des Himmels verkünden (Papst Johannes Paul II sagte einst, 90 Prozent der Mystiker
seien “falsche Propheten”), verkünden auch authentische Mystiker
manchmal Ansichten, die sich scheinbar nicht vollkommen decken. Ich
habe vor allem in den Anfangsjahren meiner Ausbildung durch Maria,
8
Ihre Myriam
24. Über das Gebet für die Priester
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
im Gebet hat die Heilige Jungfrau Maria mir das nachfolgende Gebet für
Sie eingegeben. Unsere Himmlische Mutter und Herrin betont, es würde
Ihr eine besondere Freude bereiten, wenn Sie sich mit anderen gleich
fühlenden Seelen gemeinsam daran setzen würden, dieses Gebet für
den betreffenden Priester an Maria zu richten. Da es sich genau um die
Worte handelt, welche die Gottesmutter gerne aus möglichst vielen Herzen hören möchte, dürfen wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Gebet besonders machtvoll ist und Ihr gerade dasjenige verschaffen
kann, womit Sie die notwendigen Gnaden erwirken kann.
Diese Erfahrung hat mich besonders gefreut, weil Ihr Aufruf zu der Geburt eines Gebetes Anlass gegeben hat, das noch vielen Priestern helfen
kann, ihre Bürde mit Würde zu tragen und vor allem die inneren Verfassungen und Gesinnungen zu bewahren, die sie brauchen, um das Licht
Gottes in makellosem Zustand in die Seelen hinein zu führen; denn letzten Endes sind sie ja zu diesem Zweck berufen.
Maria weist — vor dem Hintergrund Ihrer Belehrungen, die Sie Selbst als
die “Wissenschaft des Göttlichen Lebens” bezeichnet — darauf hin, dass
Sie die Macht hat, auch scheinbar Unmögliches zu vollbringen, dass Sie
dazu allerdings den Einsatz der Seelen braucht und vor allem die richtige
Gesinnung. Beten Sie für diesen Priester, richten Sie ihn nicht; weihen
Sie ihn aus einem reinen Herzen an Maria. Jeglicher üble Gedanke und
jegliches negative Gefühl beeinträchtigt den Wert des Gebetes und veranlasst, dass sich der Griff der Finsternis weiter verstärkt.
Die Heilige Jungfrau empfiehlt das Beten des nachfolgenden Gebetes
durch mehrere Seelen gemeinsam, wie eine Art von Gebetsbund zugunsten einer bestimmten Seele. Auch können Priester es für andere
Priester beten, usw. So kann es gleichsam ein Netz von Licht über die
Kirche Jesu ausbreiten.
Da mir das Gebet wie üblich in meiner Muttersprache eingegeben wurde,
übersetze ich es unten gerne für Sie und andere Seelen.
Seien Sie davon überzeugt, dass ich Ihr Anliegen weiterhin betont unserer Himmlischen Königin zu Füßen lege und dass ich mithin auch Sie,
liebe Schwester, an Maria weihe, damit alle Ihre Vorhaben Heil und Segen über Ihre Mitgeschöpfe bringen mögen.
77
In Liebe, im Licht der Hoffnung auf Maria, den Morgenstern, und im
Dienst der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
Es folgt das Gebet 1119. Weihe eines Priesters an Maria
25. Über die Aufgabe Myriams
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
ich danke Ihnen von ganzem Herzen für den Wunsch, der in Ihnen lebt,
an Maria, die Herrin aller Seelen, geweiht zu werden. Diese Weihe ist
sehr wichtig innerhalb des Göttlichen Heilsplans ebenso wie für Ihre
Seele. Sie kann Ihr ganzes Leben ändern.
Seit einigen Jahren erlaubt mir Maria nicht mehr, in der physischen Gegenwart einer Seele eine persönliche Weihe auszusprechen. Der Grund
ist einfach dieser. Als mich Maria im Jahre 1997 auf mystischem Wege
rief, schenkte Sie mir unter anderen die Gabe der mystischen Ergründung von Seelen. Aufgrund dieser Gabe bestand eine meiner Aufgaben
zu jener Zeit darin, Seelen an Maria zu weihen, in einer strikt persönlichen Weihe, die auf tiefen Einsichten in die verborgenen Gesinnungen
der betreffenden Seele basierte. Eine solche Weihe wurde in Gegenwart
der betreffenden Seele kniend ausgesprochen und dauerte meistens
zwischen 10 und 20 Minuten.
Im Jahre 2005 vollzog Maria an Myriam die höchste Stufe der mystischen Vermählung. Im Rahmen dieser Entwicklung erteilte mir Maria
noch zusätzliche Aufgaben und gab mir die Regel, ich solle künftighin
“Ihre Abtei sein”, d.h. ein Leben im Verborgenen führen: möglichst wenige Kontakte (mit Ausnahme der Kontakte zu meinem Seelenführer und
zu einigen Seelen des alten kleinen Kreises um meinen Seelenführer
herum, und auch zu diesen Letzteren beschränkt). Jeder telefonische
und physische Kontakt wurde mir untersagt. Nur schriftlicher Kontakt
wurde mir weiterhin erlaubt, ausschließlich im Kontext meiner spirituellen
Lebensaufgabe. Meine Aufgabe besteht ja darin, Schriften und Gebete
zu verfassen, die im mystischen Kontakt mit Maria zustande kommen
und ausschließlich von Ihr, Maria, genährt werden. Das bringt weiter mit
sich, dass ich sogar keine spirituelle Lektüre lesen darf, es sei denn, Maria schreibt mir diese persönlich vor. Die Begründung: “Ich will, dass dein
Herz und Geist wie ein unbeschriebener Papierbogen sind, fertig, um zu
jeder Zeit meine Worte und Eingebungen in voller Reinheit und unbeeinflusst zu empfangen und jegliche innere mystische Bewegung in den Tiefen deiner Seele haargenau zu spüren, zu verarbeiten und zum Blühen
zu bringen.”
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lichkeit der Gegenwart Gottes und Mariens, aber um den Gipfel zu erreichen, muss die Reise ein solides Fundament erhalten, und an soliden
Fundamenten muss hart aber langsam gearbeitet werden. Sie werden
staunen, wie schnell es auf einmal gehen kann, wenn Maria Ihnen eines
Tages auf besondere Weise entgegenkommt. Zuversicht... Sie folgen
dem richtigen Weg, gehen Sie ihn in Frohmut.
Ich bete ganz besonders für Sie, damit die Früchte der Passionstage Sie
zu einer Auferstehung führen mögen. Gedulden Sie sich, auch der
schönste Sommertag beginnt mit einem vorsichtigen Sonnenstrahl auf
taukühlen Wiesen.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
2. Über die Heiligkeit
Lieber Bruder in Jesus und Maria,
vielen Dank für Ihre Fragen. Fragen, nach reifer Erwägung gestellt, sind
immer die Früchte der Erleuchtung.
Als Gottesmutter war Maria ab Ihrer Unbefleckten Empfängnis im Voraus
erlöst. Gerade das ist der Grundsatz Ihrer Unbefleckten Empfängnis: Sie
war “ von der Erbsünde” erlöst wie durch einen “Vorschuss” auf die Erlösungswerke Christi. Aus diesem Grunde konnte Sie zu einem einmaligen
Paradies der Tugenden aufblühen. Ich bezeuge Ihnen aufgrund vieler
Visionen vom Leben Mariens, sowohl als Kind als auch als jüngere, als
reifere und als “vollreife” Frau, dass Ihre Heiligkeit und Unverführbarkeit
sagenhaft waren. Sie wissen, dass die Heiligkeit die Vollendungsstufe
der Wirkungen der Erlösung bildet.
Im Magnifikat verherrlicht Maria gerade Gott wegen dieses Vorschusses
der vollendeten Heiligkeit. Maria ist Sich sehr wohl dessen bewusst,
dass Sie durch Göttliches Eingreifen einmaliger Weise “vorzeitig” erlöst
worden ist. Wäre dem nicht so gewesen, so hätte Sie nie den Sohn Gottes in Sich tragen dürfen. Gott ist somit auch Ihr Retter, weil Sie ja dem
menschlichen Geschlecht angehört. Darüber hinaus darf man nie aus
den Augen verlieren, dass Maria das Magnifikat als ein Vorbild der Verherrlichung gesungen hat und dass Sie dies (was kaum bekannt ist) im
Namen aller Seelen von allen Jahrhunderten getan hat, weil Ihr durchaus
bekannt war, welchen erlösenden Wert die Verherrlichung besitzt, und
dass Ihr ebenso bekannt war, dass Gebet, Verherrlichung, Leiden und
Akte der Liebe im Namen anderer vollbracht, diesen anderen sekundäre
Gnaden erwirkt (das heißt: Gnaden, welche der Seele aufgrund der
Nächstenliebe eines Mitmenschen zufließen können und die in dem Ma-
7
ersten Löffels wird Sie einen zweiten geben. Wichtig für Maria ist, dass
Sie bei jeder Aufgabe, die Maria Ihnen täglich setzt, gewissenhaft mitwirken und dabei Ihre Richtlinien genauestens befolgen. So lässt Maria Sie
sozusagen jeden Tag eine Vollkommenheitsebene anstreben, die ein
kleines Bisschen höher liegt als diese des Tages zuvor, und so immer
weiter. Von Ihnen wird jetzt eins erwartet: Vertrauen, Zuversicht und
auch Geduld mit sich selbst. Allmählich werden Sie bemerken, dass die
vielen Dinge, die Sie in sich selbst nicht mögen, sich verringern und letzten Endes verschwinden werden. Maria und Jesus tadellos zu dienen,
heißt nicht unbedingt, “vollkommen” zu sein, aber die eigenen Möglichkeiten zu überprüfen und anschließend diese “Grenzen” ständig um ein
kleines Bisschen zurückzudrängen.
Maria benutzte mir gegenüber einst das nachfolgende Bild: “Das
Wachstum des ‘Sklaven’ Mariens (als “Sklave” bezeichnet Maria eine
Seele, von der Sie einen außerordentlichen Gehorsam Ihr gegenüber
verlangt, weil dies für ihre Lebensaufgabe und Berufung im ausschließlichen Dienst an Maria absolut notwendig ist) soll sein wie ein Triumphzug zu Meinem Thron. Die Seele sehnt sich brennend nach ihrer
Herrin, weil sie weiß, dass sie ohne Sie nicht leben kann, da ja ihr
Leben durch Göttliche Verfügung von Mir abhängig gemacht worden ist. Aus diesem Grunde scheut sie keine Anstrengung, sich
Meinem Thron möglichst rasch nähern zu können. Erst wenn die
Seele Mir zu Füßen liegt, kann Ich ihr die Fülle der von Mir beabsichtigten Gnaden erwirken. Diese Seele unternimmt diesen Triumphzug voller Freude und gibt sich dabei jede Mühe. An dem einen Tag werde Ich ihr eine kleine Aufgabe erteilen, an dem anderen
eine besonders schwierige, aber auch, wenn sie die kleine Aufgabe
Meinem Willen entsprechend und mit Berücksichtigung jeder Tugend erfüllt, ist sie in Meinen Augen an diesem Tag ‘vollkommen’
gewesen und liegt ihr Herz Mir bereits zu Füßen. Das genügt Mir,
damit Ich sie mit allem erfüllen kann, was sie braucht, um Gottes
Plan mit ihr gerecht zu werden.”
Halten Sie sich dieses Bild vor Augen. Sobald der Himmel besondere
Aufgaben von Ihnen verlangt, werden Sie dies merken. Jetzt ist wichtig,
dass Sie mit sich selbst ins Reine kommen und jeglichen Kontakt als eine Aufgabe betrachten, die dazu gedacht ist, Sie zur Vollkommenheit zu
führen; denn jede Situation des Alltags ist immer wieder eine Herausforderung, näher zu Gott zu kommen. Lernen Sie inzwischen, Ihre spezifischen Schwächen zu erkennen und bitten Sie inständigst Maria, Sie möge Ihnen die Kraft schenken, sich selbst von Tag zu Tag zu übersteigen.
Ein Tag, der in allen Einzelheiten mit Maria gelebt wird, im Vertrauen,
Gehorsam, totaler Weihe und Liebe, ist für Gott ein gelungener Tag.
Wenn Sie den Berg des seelischen Wachstums schrittweise und ohne zu
zögern, besteigen, kommen Sie rascher ans Ziel; denn oben ist die Herr6
Was mir allerdings durchaus erlaubt ist, ist die Weihe von Seelen, die
dies verlangen, an Maria, aber nun erfolgt diese Weihe in der Beschlossenheit des mystischen Gebetes. Sie ist besonders machtvoll und wirksam, nur hört die Seele sie nicht. Ich kann nicht ausschließen, dass mir
Maria etwas für die Seele persönlich sagt, kann dies aber nie versprechen, da die Gottesmutter mit allem einen Plan verfolgt, der genau in
den großen Heilsplan Gottes passt.
Ich bitte deswegen um Entschuldigung dafür, dass ich Ihrem Wunsch
nicht in der von Ihnen verlangten Form stattgeben kann. Ich bin davon
überzeugt, dass Sie dies verstehen werden, wenn Sie berücksichtigen,
dass diese Unmöglichkeit auf eine Schutzmaßnahme von Seiten der
Herrin aller Seelen beruht, die nur darauf abzielt, es Ihrer Myriam zu ermöglichen, reine Werke zu vollbringen.
Ich schließe Sie selbstverständlich gerne in mein Herz und nehme Sie in
meine Gebete auf und weihe Sie mitsamt Ihren Beziehungen und Ihrem
ganzen Lebensweg an die Herrin aller Seelen. Öffnen Sie sich für die
Einströmung der Gnade und folgen Sie den Anweisungen und Belehrungen unserer himmlischen Herrin. Viele wundervolle Texte und Schriften
müssen noch ins Deutsche übersetzt werden. (Anmerkung: Stand 2009)
Sie werden diese noch kennen lernen, zu Gottes Zeit. Mögen sie Ihr
Herz mit Licht und tiefem Frieden erfüllen.
In Liebe und im Dienst der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
26. Über den freien Willen — über die Schönheit — über die Übersetzungen der Myriam-Texte
Lieber Bruder,
wichtig ist immer, dass der freie Wille in keinerlei Weise bedrängt wird.
Nur dann wird Gottes Segen völlig auf dieser Entscheidung und auf der
sich daraus ergebenden Zusammenarbeit ruhen. Unsere Himmlische
Herrin wirkt oft durch Seelen und deren Entscheidungen. Unvorstellbare
Wunder habe ich selbst diesbezüglich in meinem Leben erlebt. Die Entwicklungen scheinen Ihnen wohl etwas sagen zu wollen. Sie wissen ja,
dass es nicht so etwas gibt wie „Zufall“: Alles ist irgendwie immer Göttliche Führung. Gott schreibt die Vorlage unserer Lebensbücher, wir selber
sollen diese Vorlage „ausfüllen“. Je näher wir den Ideen Gottes kommen
können, umso heiliger ist unser Leben. Das trifft nicht nur auf die großen
Dinge, sondern ebenfalls auf die Einzelheiten des Lebens zu.
Halten Sie sich immer vor Augen, dass jedes einzelne Wort, das eine
Seele schreibt oder übersetzt, einen Lichtstrahl in die Welt schickt, vorausgesetzt, das Wort ist mit wahrer Liebe geschrieben worden. Texte
79
sind unendlich viel mehr als eine Auflistung von Worten, Worte unendlich
viel mehr als eine Auflistung von Buchstaben: In einem Text liest die
mystisch begabte Seele oft die Gesinnung des Verfassers im Zeitpunkt,
in dem der Text geschrieben worden ist. Ein Brief oder eine Mail kann,
wenn Maria es will, wie eine sich völlig entfaltende Blume sein, wobei die
Seele des Lesenden die geistig-moralische und spirituelle Verfassung
desjenigen „liest“, der/die den Text geschrieben hat. So ist es mit einem
übersetzten Text: Er kann etwas übertragen, das völlig außerhalb der
Worte steht. Das alles ist Göttliches Geheimnis und gehört zu den vielen
Wundern des Unsichtbaren in der Schöpfung: ein schwer nachvollziehbares Element der Wissenschaft des Göttlichen Lebens. Man kann dies
nur einigermaßen begreifen, wenn man die Tatsache berücksichtigt,
dass die Engel nicht mit Worten, sondern durch Gefühlsaustausch miteinander kommunizieren...
Wir verfolgen alle nur ein einziges Ziel: die Verwirklichung von Gottes
Heilsplan. Wir haben das Vorrecht, mit dem Myriam-van-NazarethApostolat ein Zeichen der Solidarität zwischen vielen Nationen setzen zu
dürfen, ein kleines Modell für den Frieden, den Gott auf Erden bezweckt.
In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
27. Über den schlechten Gesundheitszustand als Aufruf zur Besinnlichkeit und der geistigen Betrachtung — über die Entdeckungsreise durch die verborgene Landschaft der Seele — über die Ausstrahlung der gelebten Weihe auf die Umgebung
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
Ihren Brief habe ich in demütigster Liebe zu Füßen der Himmlischen Königin gelegt. Nicht zufällig feiern wir heute, am Tag, an dem Ihr Brief Maria übergeben worden ist, die Gottesmutter als Sitz der Weisheit.
Ihr Vorhaben ist schön und ruht auf einem Bett der Liebe. Allerdings soll
ich Ihnen Folgendes von Seiten unserer Himmlischen Herrin mitteilen.
Ihr heutiger Gesundheitszustand ist ein Zeichen Gottes dafür, dass die
Zeit gekommen ist, ein Leben der Besinnlichkeit und der geistigen Betrachtung zu führen. Gottes Geist wird Sie dabei lenken, und Maria wird
Sie führen. Der Weg der Besinnlichkeit ist ein Weg, auf den die Seele in
gewissen Zeitabschnitten ihres Lebens — manchmal für die restliche
Dauer ihres Lebens! — gerufen werden kann in der Absicht, mit ihrer
Vergangenheit ins Reine zu kommen und die eigene Seele tiefer zu ergründen. Eine solche Berufung geht nicht selten mit einer gesundheitlichen Verfassung einher, die zu einem “neuen Lebensrhythmus” einlädt.
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1. Über die Vollkommenheit
Liebe Schwester in Jesus und Maria,
die vielen Aufgaben, die mir die Gottesmutter während der letzten Wochen vor Ostern üblicherweise auferlegt, haben es mir bisher nicht ermöglicht, Sie der Liebe Mariens teilhaftig zu machen. Das möchte ich
jetzt allerdings tun.
Jeder Seele obliegt Gott gegenüber die Verpflichtung, die Vollkommenheit anzustreben, und es ist durchaus ein erfreuliches Zeichen, wenn
sich die Seele diese Verpflichtung genau vor Augen hält. Dennoch muss
Folgendes berücksichtigt werden:
Die Herrin aller Seelen lehrt uns, dass die Vollkommenheit aus zweierlei
Sicht betrachtet werden kann.
Es gibt eine absolute Vollkommenheit, nämlich diese, welche die Seele
völlig zum Bilde Gottes machen soll, aber auch eine relative Vollkommenheit. Maria weist darauf hin, dass jede Seele eigene spezifische Gaben und Talente besitzt und eigene spezifische Aufgaben zu erfüllen hat.
Wegen der persönlichen Beschränkungen kann die Seele normalerweise
hier auf Erden nicht die absolute Vollkommenheit verwirklichen, weil das
seelische Leben “immer in Bewegung ist”. Von einer Sekunde auf die
andere kann die Seele von Schwermut, Versuchungen, negativen Gefühlen usw. befallen werden, welche sie bereits von der absoluten Vollkommenheit entfernen.
Die relative Vollkommenheit dahingegen ist diese, welche die Seele dadurch verwirklichen kann, dass sie ihre eigenen Schwächen möglichst
gewissenhaft bekämpft und zu besiegen versucht, mit Hilfe der Gnade.
Genau das will Maria Ihnen jetzt ans Herz legen. Es kommt vor, dass
Gott (oder Maria) eine Seele einen bestimmten Weg entlang schickt, auf
dem diese Seele die Aufgabe erhält, sich im engsten Sinne des Wortes
zu vervollkommnen. Dabei handelt es sich um die absolute Vollkommenheit, die sich diese Seele zum Ziel setzen soll, weil Gott bzw. Maria
sie für ganz bestimmte (sozusagen “außergewöhnliche”) Zwecke
braucht. Im Allgemeinen verlangt Gott von jeder Seele an erster Stelle,
dass sie die relative Vollkommenheit anstrebt: Sie muss versuchen, mit
sich selbst ins Reine zu kommen und Wege zu finden, um sich den Prüfungen und Versuchungen in tugendhafter Weise zu stellen. Wenn ihr
dies gelingt, ist es durchaus möglich, dass sie noch weit von der absoluten Vollkommenheit entfernt ist, aber trotzdem in Gottes Augen ein völlig
lobenswertes Leben führt, weil sie den Willen hatte, vollkommen zu werden nach demjenigen, was Gott von ihr erwartet.
Martina, vergönnen Sie sich die Zeit, in der seelischen Vervollkommnung
Schritt für Schritt zu wachsen. Nachdem Sie sich Maria hingegeben haben, reicht Sie Ihnen den Brei löffelweise, und erst nach Verdauung des
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Kurze Einführung bzw. Erläuterung von Myriam
Liebe Schwestern und Brüder,
hin und wieder vertrauen Seelen unserem Apostolat in Briefen ihre seelische Not an. In vielen Fällen erlaubt mir die Herrin aller Seelen, diese
Briefe zu beantworten, und Sie benutzt diese als Anlass für Belehrungen.
Ich betone, dass jede Antwort von Maria Selbst inspiriert ist. Da ich es
für unangebracht hielte, wenn dies nicht der Fall wäre, wird jede Antwort
ausschließlich zu einem Zeitpunkt formuliert, wo mir im Herzen innigste
Einheit mit dem Herzen meiner Himmlischen Herrin gewährt wird. Diese
Gesinnung des Herzens dürfte sich schon aus dem Wortlaut und den
Formulierungen der Briefe ergeben.
Obgleich die Antworten selbstverständlich privater Natur und unmittelbar
auf die in den Briefen vorgelegten Probleme abgezielt sind, bezeichnet
Maria Selbst sie als „Anwendungen der Wissenschaft des Göttlichen Lebens“. Wir wissen ja — das ist halt der tiefe Sinn und Zweck unseres
Apostolats — dass die Herrin aller Seelen den Seelen die Wissenschaft
des Göttlichen Lebens unterrichten will. Sie benutzt deswegen jeglichen
Anlass, diese Kenntnisse und Erkenntnisse in den Seelen zu festigen,
damit diese sie auf ihr konkretes Problem beziehen und sich dadurch die
fruchtbarste Art von Leben zu Eigen machen können.
Aus diesem Grunde veröffentlichen wir mit Erlaubnis von Maria Briefe
oder Teile von Briefen, insoweit diese allen Seelen bei ihrem eigenen
seelischen Kampf behilflich sein können. Selbstverständlich bleiben dabei sämtliche Personalien unerwähnt oder werden so getarnt, dass keine
Schlüsse auf die Verfasser des ursprünglichen Briefes gezogen werden
können.
Die einzige Absicht dieser Sammlung ist, der Herrin aller Seelen zu dienen und ihre Werke in den Seelen noch fruchtbarer zu machen. Alles ist
Gnadenwirkung, von uns allen wird nur aufrichtiger Einsatz und beharrliches Wachstum verlangt.
In dem Sinne versichere ich allen Seelen hiermit die brennende Liebe
Mariens.
Zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
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Was Maria zurzeit von Ihnen verlangt, ist eine Entdeckungsreise durch
die verborgenen Landschaften Ihrer Seele, in möglichst viel stiller Betrachtung. Die Absicht ist: in Ihnen einen bisher ungeahnten Frieden zu
entdecken, der Sie so viel über die unbekannten Aspekte Ihrer wahren
Berufung und Ihres seelischen Lebens lehren wird, dass sie bald wie
ausgewechselt wirken werden. Wenn es Ihnen gelingt, diese Entdeckungsreise intensiv gemeinsam mit Maria zu unternehmen, wird die
Himmlische Herrin Sie neu gestalten. Sie werden der Wahrheit Gottes
näher kommen als je zuvor, weil vieles, das Ihrer inneren Entfaltung bisher im Wege gestanden hat, wegfallen wird, oder genauer gesagt: von
Ihrer Seele selbst als Ballast beseitigt werden wird, da Ihre Seele das
alles nicht länger als wichtig in sich auswirken lassen wird.
Ihre Seele ist seit langem in Unruhe. Der Grund ist kein anderer als jener, dass Sie nach etwas anderem suchen als dasjenige, was Ihnen das
Leben bisher zu enthalten schien. Da der Mensch in einer modernen
Umwelt nicht immer einfach total abschalten kann, kann Gottes Vorsehung in dem Sinne der Seele entgegen kommen, dass sich die Seele
sozusagen selbst eine neue Empfindung der Dinge herbeiführt: Die Seele schließt sich den Dingen auf, denen sie sich allzu oft verschlossen hat.
Sie macht aus ihrer Lebensreise einfach dadurch das Beste, dass sie die
Landschaft am Rande des Lebensweges mit anderen Augen zu betrachten lernt. Mit der Hilfe der Herrin aller Seelen kann es der Seele in dieser
Verfassung inneren Sehnens durchaus gelingen, nach und nach quer
durch den oberflächlichen Schein der Dinge zu schauen und Aspekte der
tiefer liegenden Wahrheit Gottes zu spüren. Diese Wahrheit ist gerade in
jenem Teil der Wirklichkeit enthalten, der unserer “normalen” Wahrnehmung meistens verborgen bleibt. Dennoch enthält gerade die Wahrheit
Gottes alles Glück, allen Frieden, alle Schönheit, alle Freude, alle Verzückungen des inneren Lebens.
Wie kommen Sie denn zur wahren Entdeckung dieser Wunder?
Maria ist dabei, Sie darauf vorzubereiten. Sie macht das dadurch, dass
Sie dafür sorgt, dass Sie sich Ihrer inneren Unruhe bewusst werden, die
Sie zurzeit quält und die Sie zu einem Richtungswechsel zu treiben versucht, nicht unbedingt in Ihrer Position innerhalb Ihrer Lebenswelt, sondern innerlich, im Herzen. Sie macht das weiterhin durch die vielen Belehrungen, Offenbarungen, Gebete und Schriften, mit denen Sie Sie in
Berührung bringt und in denen die Saat des Göttlichen Lebens enthalten
ist. Sie macht das drittens, indem Sie Sie jetzt dessen bewusst macht,
was Ihr Gesundheitszustand Ihnen zu sagen versucht: Schonen Sie das
physische Kapital Ihres Wesens dadurch, dass Sie die körperlichen Leiden jetzt Maria, der Herrin Ihrer Seele, zu Füßen legen, dass Sie es Ihr
inständig weihen und dass Sie Sie folgendermaßen anflehen: “Maria,
mächtige Herrin meines ganzen Wesens, erwirke mir die Gnade,
meine Leiden bewusster zu empfinden, nicht in Angst oder Unruhe,
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sondern in Freude, Hingabe, Hoffnung und Liebe; denn in ihnen ist
mir eine Schatztruhe von Münzen zur Erlösung von mancher Seele
aus der Sünde in den Schoß gelegt worden.”
Ihre Leiden können künftighin zur Grundlage eines neuen Lebens werden: ein Leben der Nachfolge Jesu und Mariens im Leiden. Sobald es
Ihnen gelingt, Ihren Geist zur Ruhe zu bringen, Ihr Herz vollkommen auf
die Bedürfnisse der Seele auszurichten, Ihre Seele wirklich zu ergründen
in regelmäßiger Besinnlichkeit und Betrachtung und Ihren Körper als Instrument Mariens im Kampf gegen die Finsternis anwenden zu lassen,
wird sich Ihnen ein Garten inneren Lebens aufschließen, dessen Existenz Ihnen bisher unbekannt war.
25. Über die Aufgabe Myriams ...........................................................78
26. Über den freien Willen — über die Schönheit — über die
Übersetzungen der Myriam-Texte ......................................................79
27. Über den schlechten Gesundheitszustand als Aufruf zur
Besinnlichkeit und der geistigen Betrachtung — über die
Entdeckungsreise durch die verborgene Landschaft der Seele — über
die Ausstrahlung der gelebten Weihe auf die Umgebung...................80
Was Gott zurzeit von Ihnen verlangt, ist nicht in erster Linie die Gründung einer religiösen Gemeinschaft, sondern die Entdeckung Ihres tieferen Selbst und die vollständige Hingabe Ihres Leidens in einer totalen,
tiefstens gelebten Weihe an Maria. Es ist lobenswert, wenn eine Seele
alles daran setzt, über ihren Schatten zu springen und sogar körperliche
(gesundheitliche) Hemmungen zu überwinden, um sich vollkommen einer Idee zu widmen, die, bei Licht besehen, den Plänen Gottes Vorschub
leisten könnte. Allerdings obliegt der Seele die Verpflichtung, die Signale
des Körpers als Winke der Vorsehung zu betrachten, weil auch die Instandhaltung des physischen Kapitals für Gott wichtig ist. Die Seele, die
dieses Kapital nicht beachtet, verstößt gegen die Tugend der Vorsichtigkeit. Auch dieser Erwägung sollten Sie jetzt Rechnung tragen.
Sie werden bemerken, dass Sie durch die Entdeckung Ihres tieferen
Selbst und die vollständige Hingabe Ihrer Leiden in einer totalen,
tiefstens gelebten Weihe an Maria, allmählich inspirierend auf Ihre Umwelt wirken werden, und wenn Sie Maria die Chance bieten, diese Vorgänge total zu beherrschen, kann dies die Grundlage einer Kette von
Besinnlichkeit werden. Mit anderen Worten: Sie werden im Verborgenen
in Seelen Empfindungen wecken, die auch diese zu einem anderen Leben inspirieren werden. Sie werden in sich einen so großen Frieden zu
empfinden lernen, dass Sie diesen mit anderen teilen werden, in Worten
und in der stillen Ausstrahlung Ihres Herzens. Was daraus geboren wird,
ist nichts anderes als eine... religiöse Gemeinschaft, zwar in einer nicht
formellen Gestalt, aber in ihrer Auswirkung.
Gottes Geist bezweckt durch manche Seelen Wirkungen, die nicht erzielt
werden können, wenn Seelen sich bewusst aneinander schließen. Auswirkungen im Verborgenen, von Seele zu Seele, bleiben länger und
zweckmäßiger vor Verunreinigungen geschützt. Nicht nur die sichtbare
Gestaltung einer Idee sät die Himmlische Saat in Herzen, auch die inneren Empfindungen tun das, durch die Ausstrahlung aus dem Herzen, das
dann zum Thron Mariens geworden ist.
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3
Inhalt
Kurze Einführung bzw. Erläuterung von Myriam .................................. 4
1. Über die Vollkommenheit ................................................................. 5
2. Über die Heiligkeit ............................................................................ 7
3. Über die Mystik, über das Leiden und über die Rolle der Tiere ........ 8
4. Was können wir gegen das Wirken finsterer Mächte in unserem
Umfeld tun? Kennt der Widersacher unsere Gedanken? ...................11
5. Über die Befreiung aus dem Pakt mit Satan...................................14
6. Über die Berufung von Myriam — über die Katholische Kirche als
die einzig wahre Kirche — über die Mystik.........................................18
7. Über den Gehorsam (1) ................................................................. 22
8. Über den Gehorsam (2) — über die Taufe — über die Mystik........ 24
9. Über den unermesslichen Sinn der Marienverehrung — Maria, wie
Sie wirklich ist — die Feindseligkeit gegen die Marienverehrung .......26
10. Über Minderwertigkeitskomplexe — über die Myriam-Gebete...... 31
11. Über die Liebe — Was erwartet Gott von jeder Seele? — Über den
Tod eines Tieres und die Trauer darüber — über die Stolpersteine des
Lebens — über das Lebensbuch .......................................................33
12. Über die Lichtkette Mariens..........................................................38
13. Über den Sonnenaufgang eines neuen Frühlings in der Seele —
über Fegfeuer und Hölle — über Myriam ...........................................40
14. Über die Bedeutung des Kontaktes zwischen Seelen — über die
Versöhnung........................................................................................44
15. Über die Vergebung – über Schwierigkeiten in der Ehe – über den
Wert des Lobes – über den Tod eines Menschen ..............................46
16. Über die Verleumdung Mariens während Ihres irdischen Lebens —
über unsere täglichen Leiden .............................................................49
17. Richtfrage für unsere Entscheidungen — über die Entscheidung für
eine erfüllende Tätigkeit — über die Berufung zum Gebetsleben —
über Myriams Berufung...................................................................... 50
18. Über den Lebensweg — über das Wirken Satans — über die
Prüfungen - über die Gottesmutter .....................................................52
19. Über die Leiden als Quelle des Heils — über Myriam ..................55
20. Über das Myriam-van-Nazareth-Apostolat — über den Unterschied
zwischen den Offenbarungen und Unterrichtungen — über das
Zustandekommen der Myriam-Schriften ............................................ 62
21. Über das zweite Vatikanische Konzil — über die Tradition — über
das tridentinische Messopfer..............................................................65
22. Über die Erschöpfung und Mutlosigkeit — über den heiligen Keim
der Seele — über die Versöhnung — über die Freundschaft .............69
23. Über die Beichte — über die Lebensbeichte — über die „abstrakte“
Art zu beichten — über das Beweisen der Existenz Gottes und eines
ewigen Lebens — über den Glauben .................................................72
24. Über das Gebet für die Priester....................................................77
2
Zweifeln Sie nicht, seien Sie dankbar für die Wendungen, die Ihr Leben
genommen hat; denn sie haben sich nicht umsonst so ergeben.
Sie stehen vor einer Wegkreuzung. Maria ist der Himmlische Wegweiser.
Auch dort, wo sich keine Seele noch traut, ist Sie immer noch die Königin, die über alles herrscht und vor der sich alles fürchtet, das nicht mit
Gott vereinbar ist. Wohin trauen die meisten Seelen sich nicht mehr, hinzugehen? Auf den Weg der Prüfungen, und oft auch auf den Weg der
inneren Empfindung, weil dieser Weg durch eine viel zu wenig bekannte
Landschaft läuft und die Geschenke der Selbstentdeckung viele Seelen
verunsichern. Versuchen Sie, während neun Tagen (also in Form einer
Novene) die Gebete 1010 und 1089 zu beten, die Sie auf www.myriamvan-nazareth.net finden, ermöglichen Sie es Maria, aufgrund Ihrer totalen Weihe an die Gottesmutter Ihren Lebensweg (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) vollkommen fruchtbar zu machen, und leben Sie
wirklich jeden Tag und jede Nacht mit Ihr. Sie wird Ihnen den Weg zeigen, nicht für die Dauer von Jahren, sondern Tag für Tag, weil die Flexibilität für die Seele äußerst wichtig ist und sie sich jeden Tag, jede Stunde, dahinstellen soll, wo sie am Fruchtbarsten werden kann.
Ich freue mich mit Ihnen auf die Geburt des wahren Glücks und schließe
Ihr Anliegen und Ihren inneren Kampf in mein Herz, damit sie völlig von
Maria aufgenommen werden können.
In Liebe und im Dienst der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam
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Angewandte Wissenschaft
des Göttlichen Lebens
durch „Myriam von Nazareth“
Briefe
von Myriam an einzelne Seelen Unterrichtungen, ganz an konkreten Lebenssituationen und
Lebensfragen von Seelen orientiert
Apostolat
Postfach 50 15 59
D-50975 Köln
e-mail: myriam@myriam-van-nazareth.net
© Copyright 2008: "Myriam van Nazareth"
Teil 1
1 - 27
Weitere Texte auch in Deutsch unter:
www.myriam-van-nazareth.net
Totus Tuus, Maria, Potentissima Domina Animarum omnium!
(Ich gehöre ganz und gar Dir, Maria, allermächtigste Herrin aller Seelen!)
Totus Tuus, Maria!
01.10.2010
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Seele and Geist
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